Ausgabe 
24.9.1925
 
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Büchertisch.

Prof- Dr. Eduard Spranger Psycho­logie deS Jugendalters. Vierte verbesserte Auf­lage. Verlag Quelle und Meyer, Leipzig. Gs ist immer ein packendes Zusammen: Wissenschaft und Kunst. Als ein solches grüßen wir Eduard Sprangers neustes Werk .Psychologie des Jugendalters". Sprache und Ausbau gewähren ästhetischen Genuß; besonders Entzücken bereitet es, wenn inmitten be­grifflicher und kategorialer Ausführungen zarteste und feinste dichterische Bilder angetroffen werden. Die psychologischen Untersuchungen am jugend­lichen, reifenden Menschen bereiten den künstlerischen Genuß eines aus wunderreichen Tiefen leuchtenden Gemäldes. Don Sprangers Buch kommt wieder reine Luft in die Welt, die Luft der Geistnatur, die uns gründlich verdorben war. Spranger mußte den großen Schritt tun, nur aus Erlebniffen, aus See­lischem Seelisch es zu verstehen, nicht aus Drüsen­tätigkeit. Der Eindruck des Buches ist durchaus: hier ist ein ungemein tiefes und reiches Verstehen der jugendlichen Seele in ihrer Selbstentdeckung, ihrer Sehnsucht, ihrem Ehaos, ihren Versuchen, innerhalb der gesellschaftlichen Bildungen Eigen­form, Persönlichkeit zu werden. Aus der Ganzheit des Lebens, wie es an ihn selbst herangetreten ist, hat Spranger die Jugend zu verstehen gesucht, ein Liebender der Jugend, ein Liebender der göttlichen Form, die werden will, selbst ein Junger in der

Aeife, ein Künstler, der Seele und Leib an sein Werk gibt: setzen wir gleich ihm nicht nur unsere Gedanken, sondern unser volles Leben für die Jugend ein.

Das neueste Sonderheft derSüddeut­schen Monatshefte" beleuchtet unter dem TitelBauer in Not" das zweifellos ernsteste Teilproblem unserer Wirtschaftslage. Hier sprechen hervorragende Fachleute und Praktiker sachlich und ohne jeden Angriff auf andere Erwerbsgruppen. Dr. Georg Heim, einer der anerkannten Führer der deutschen Landwirtschaft, betont in seinem Ein­leitungsaufsatz, daß es bei dem Kampf, den heute 5 Millionen selbständige landwirtschaftliche Besitzer (und damit indirekt etwa 25 Millionen ländliche Be­völkerung überhaupt) um ihre Existenz kämpfen, keinen Unterschied gibt zwischen Großbesitz, Mittel- und Kleinbesitz. Nähere treffliche Erläuterung er- fahren diewirtschafllichen und politischen Aufgaben des Großgrundbesitzes" durch Landrat v. Wil­ma w s k i. Eein umfassendes Bild entwirft Dr. H o r l a ch e r, Direktor der bayer. Landesbauern­kammer und Mitglied des Reichstags, von der handelspolitischen Lage Deutschlands und der deut- scheu Landwirtschaft". Was Dr. Eichhorn, Direk­tor der Bayerischen Landwirtschaftsbank, in fei­nem AufsatzKreditnot der Landwirtschaft" über die Formen und notwendigen Aenderungen der landwirtschaftlichen Kredite, über Auslandkredit, über Unterbringung deutscher Hypochekenpfand-

briefe im Auslande, über Wechselkredit satzt, ist nicht nur für den Laien lehrreich. Wie stark diesteuer- liche Ueberlastung der Landwirtschaft" ist, legt dann Genossenschaftsdirektor Wittwer dar, unter An­führung von Ueispielen verschiedener Betriebs­größen. Stärksten Eindruck machen die Ausfüh­rungen von Gutsbesitzer Rieth über denNieder­gang der Bauernschaft", die selbst gesammelte Er­hebungen aus einem Teil Oberbayerns bringen. Heute stehen wir vor einer Katastrophe, die furcht­bare Folgen haben wird. Es knistert im Gebälk der Bauernhäuser, und der Mörtel fällt ab," sagt Dr. Heim. Wenige wird es geben, selbst wenige Landwirte, die dieses Heft nicht mit Nutzen und Erkenntnis lesen werden. Und jedem dürste daraus klar werden, daß es sich bei dem RusBauer in Not" nicht um einen einzelnen Erwerbsstand han- beit, sondern um das ganze schaffende Volk, daß es nicht nur um unsere Gegenwart geht, sondern um Deutschlands Zukunft.

Die Bedeutung Stuttgarts, der in groß­städtischer Entwicklung stehenden Zentrale von Würt­temberg rückt die neueste Nummer der Stutt­garter illustrierten Zeitung3. Z." in hellstes Licht. Eine gute Würdigung und Kritik der diesjährigen Rhönsegelflüge gibt ein Sonder­bericht aus derRhön", der beweist, daß es sich bei den hier gebotenen Schauflügen nicht um eine leere Spielerei handelt, sondern um ein zielbewuß­tes Streben, die Kunst des Fliegens zu fördern.

Reich ist der aktuelle Teil des Blattes. (Verlag Ringier & Co., G. m. b. H., Stuttgart.)

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Fsr. ReNgionSgemeinde. Gottrsd. i. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, den 26. Septbr. Vorabd. 6.00 morg. 8.30, abds. 6.20 u. 7.00.

Gottesdienst der isr. Religionsgesellschaft. Samstag, den 26. Septbr. 1925. Freitag abd. 5.45, Samstag vorm. 8.00, Predigt, nachm. 4.00, Sabbat­ausgang 7.00.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

Freitag, 25. September.

4.30 bis 6 Ahr Hausfrauen-Aachmittag mit Vortrag Film und Jugend". 6 bis 6.30 Ahr Die Lesestunde, AusDon Quichote" von Cervantes. 6.30 bis 7 Ahr Die Bücherstunde. 7 bis 7.30 Ahr Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs:Die Stromquellen für Röhrenempfänger", 19. Spe° zialvortrag. 7.45 bis 8 Ahr Die Besprechung. 8 bis 8.30 Ahr Aeberttagung von Kassel: Dor­trag des Dramaturgen am Staatstheater Kassel Hans Schlenk überCalderon und seine Dichtung" zur bevorstehenden Aufführung von'Das Leben ein Traum". Ab 8.30 Ahr: Die siamesischen Zwil­linge, Kabarettabend in zwei Teilen.

Sparen !

heißt es heute? und deshalb .büffle* Ich und pflege meine ßretierböden und I reppen, ob oll, ob oeu nur nodi mit

b JMZfeAÄeZze, der oaßwischbaren GUnzwochsbelie geruchlos, gelb, rot, braun.

Denn das Beste ift immer noch das Billigste, weil ausgiebig u. anhaltend, u. es Ift wirklich kein Geld, was die Büffel-Beize ko ft et Alles hab kh, waS ich will, ohne Mühe: Parkettglanz, klöne Farben und kann den Boden naß entwischen. Auch mein alter abgenutjter gestrichener Boden sieht wie neu aus. Deshalb sag Ich zu feder Hausfrau:

.Büffle wie ich, es gibt keine einfachere, bessere und billigere Pflege für alte «. neue Bretterböden. Treppen a. abgenutzte geftrtthene Böden!

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Winterprogramm Verschiedenes.

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Biödsniütftdjen

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Der Vorstand.

Die Angebote sind bis zum Montag, dem 28. dS. MtS.» vorm. 11 Ahr, ver­schlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an die Lupusheilstätte, Gaffky- strahe, abzugeben, woselbst auch die Er­öffnung der Angebote stattsindet.

Gießen, den 21. September 1925.

Der HeiWtten-Vmiii für Schn.

Bekanntmachung.

Laut Bekanntmachung des Provinzial, birettors der Provinz Oberheffen findet die Aeuwahl der Stadtverordneten-, Kreis- tags- und Provinziaitagsmitglieder am Sonntag, dem 15. November 1925 statt.

Es sind zu wählen - falls nicht durch Gesetzesänderung etwas anderes bestimmt

Arbeitrvergebung

Die nachstehenden Arbeiten zum Reu­bau an der Lupusheilstätte dahier sollen öffenttich vergeben werden:

1. Beschlag- u. Kunstschlvsserarbeiten, 2. Linoleumarbeiten, ca. 680 qm.

Die Unterlagen liegen im Bureau des Architekten Baurat Meyer, Frankfurter

30 Kreistagsmitglieder, 35 Provinzial­tagsmitglieder.

Die Offenlegung der Wählerlisten wird am 2. Ottober 1925 beginnen.

Die Gemarkung Schiffenberg mit Herrn- wald ist der Stadt Gießen - Abstim­mungsbezirk 13 - zugeteilt worden. Die Bewohner dieser Gemarkung sind nur für die Kreistags, und Provinzialtagswahlen stimmberechtigt.

Gießen, den 24. September 1925.

Der Oberbürgermeister.

3. 03.: Dr. 6 ei 6. 89138

Generalversammlung drS ttonzertvereins

Montag, den 28. September, abends 7 Uhr nn BeralungSzimmer der Universität Tagesordnung:

1. Kassenbericht und Entlastung d. Rechners

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Gemäß § 39 des Aufwertungsgesetzes vom 16. Juli 1925 - RGBl. X, S. 117 - fordern wir die Altbesitzer unserer 4*/,% Anleihe vom Jahre 1911 auf, ihre Schuld­verschreibungen, für die die Dorrechte des Altbesitzes in Anspruch genommen werden, zur Vermeidung des Genußrechtes inner­halb einer Frist von einem Monat seit dem Erscheinen dieser Aufforderung im Deutschen Reichsanzeiger bei uns oder bei dem Bankhause

Baruch Strauß, Marburg a. d. Lahn Baruch Strauß, Frankfutt a. M.

Direction der Disconto-Gesellschast, Zweig­stelle Gießen

Dresdner Bank, Filiale Caffel anzumelden. Der Anmeldung find die Mäntel der Schuldverschreibungen oder der Rachweis ihrer Hinterlegung beizu­fugen. Altbesitzer sind die Inhaber von Schuldverschreibungen, die ihre Schuld­verschreibungen vor dem 1. Juli 1920 er­worben haben und die bis zur Anmel­dung Obligationengläubiger geblieben find. Den Altbesthern stehen gleich die Inhaber von Schuldverschreibungen, die gemäß § 38 des Aufwertungsgeses als vor dem 1. Juli 1920 erworben anzusehen sind. Beweismittel für den Altbesitz sind binnen einer Frist von 2 Monaten feit dem Erscheinen dieser Aufforderung im Deutschen Reichsanzeiger einzureichen.

Gießen, den 24. September 1925.

Hehligenftaedt & Comp.

Werkzeugmaschinenfabrik u. Eisengießerei, Akttengesellschast.

Der Dorstand. 8896D May.Fahlenkamp.

Aepfelversteigerung

Dienstag, den 29. September, von vormittags 10 Ahr an, sollen die Aepfel der Gemeinde Lauter an Ort und Stelle versteigert werden.

Der Anfang ist an der Straße Grim­berg - Lauter.

Lauter, den 22. September 1925. Hessische Bürgermeisterei Lauter.

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Montag, 28. September, 81/* Uhr, spricht im Kaufmännischen Dereinshaus (Nordanlage) Herr Dr. jur. Ruckelshausen über: Anträge und Anmeldungen zur

Aufwertung

durch Gläubiger und Schuldner

Eintritt frei! Jedermann hat Zutritt!

Die Vorstände. 89iiv

Am 22. d. M. entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager undOnkel Ludwig GelBler IV.

im 77. Lebensjahre.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Helene Geißler geb. Hofmann.

Lollar, den 24. September 1925.

Die Beerdigung findet Freitag, den 25. September, nachmittags 2l/z Uhr, statt. 8920D

Heute nachmittag um 6 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Christine Junker

geb. Hankel

im vollendeten 64. Lebensjahre.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Philipp Junker, Schaffner i. R. Familie Wilhelm Junker.

Großen-Linden, den 22. September 1925.

Die Beerdigung findet Freitag, den 25. September, nachmittags 4 Uhr, statt. 8910D

nachmittags 3 Uhr, statt.

8918D

Gestern nachmittag entschlief sanft nach längerem Leiden meinegute Frau, unsere einzige Tochter, Schwieger­tochter, Schwester und Schwägerin

Elisabeth Wagner

geb. Lieh

im Alter von 27 Jahren.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Fritz Karl Wagner

Londorf, den 23. September 1925.

Die Beerdigung findet Freitag, den 25. September,

Die Einäscherung findet in Stuttgart, Pragerfriedhof, am Freitag, dem 25. September 1925, um 1/,10 Uhr statt. 8914D

Statt besonderer Anzeige.

Am 22. 1. M. verschied plötzlich infolge eines Unfalls in Stuttgart mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Onkel, Schwiegersohn und Schwager

Rechtsanwalt Adolf Metz

juristischer Beirat des Stuttgarter Vereins, Versicherungsgesellschaft A.-G.

In tiefer Trauer:

Alice Metz geb. Bellmann Stuttgart Oustel Metz - Stuttgart Else Metz - Stuttgart Anna-Liese Metz - Stuttgart Rose-Marie Metz - Stuttgart

Berlin,23. Sept. 1925. Dr. Ernst Metz und Familie - Gießen Hermann Metz Berlin.

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