Datum:
fannt.
23. Sept2r.
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Getreidebörse.
Frankfurter
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Der Fußball-Länderkampf Ungar n— Oe st erreich, der in Budapest ausgetragen wurde, endete unentschieden 1:1.
179 bis 180. Md MeNcnburger 151 bi» 156. Gerste, märk 206 bi» 213. Wintergerste 172 bi» 175. Hafer, mdrf 172 bi» 180. Mo Oktober 178i . bi» 178. Mo Dezember 188 bi» 187, Wai» lloko Berlin) 205 bi» 209. Rap» 350; c» kosteten 100 Kilo Weizenmehl 28,50 bi» 32,25, Roggen- mehl 23 bi» 25. Weiten kleie 11. Roggenklele 10. Diktvriaerbfen 26 bi» 31, Futtererbsen 21 bi» 24.
• Das Amtsverkündigungsblatt Ur. 75 vom 22. September enthält Die Wahlen der Sradtverordneien, der Gc-meinderats-, der Kreis- und Provinzialtagsmitglieder. — Haupt- körungen im Jahre 1925. — Cchosräude in Rd.-Deslingen. — Feldbereinigung Stangenrod.
Die Ober schlesische Landesmeisterschaf t des Oppelner Motorradclubs gewann M o s l e r - Beuthen, der einen Stundendurchschnitt von 103 Kilometer auf der 3,5 langen Rennstrecke bei Oppeln erzielte.
Zu dem Ergebnis der Moskauer Auto- prüfungsfahrt ist nachzutragen, daß in der Lastwogenklasse bis 2i Tonnen Steyr und in der Lastwagenklasse bis 5 Tonnen Mercedes und K o m n i ck für beide teilnehmenden Wagen den ersten Preis erhielten.
Der Münchener W ö l p e r t stellte im Leichtgewicht im beidarmig Drücken mit 97,5 Kg. einen neuen Weltrekord auf.
gericht hatte sich der 32jährige Maurer Georg Philipp Wüst aus Steinau i. O wegen Meineids zu verantworten. Er hatte in einem Gerichtsverfahren vor dem Amtsgericht Reinheim beschworen, einen Brief nickt geschrieben zu haben. Gerichtechemiker Dr Popp- Frankfurt stellte aber fest, daß Wüst der Schreiber war. und dieser gestand dies dann auch ein. Dem Angeklagten wurden mildernde Umstände zugcbilligt. weil er sich bei wahrheitsgemäßer Aussage einer Strafverfolgung ausgesetzt hätte. Statt auf eine Zuchthausstrafe wurde auf Gefängnisstrafe von 6 Monaten
Die Deutsche Meisterschaft im Mannschaftsringen gewann der A. S. D.-Kreuznach mit 24:13 P. gegen die Sportvereinigung Ost-Berlin.
Bei einem Automobilrennen „Rund um das Mohrental" über 100 Kilometer fuhr Wege- Apolda auf N. A. (9. einen Stundendurchschnitt von 117,2 Kilometer.
Gerichtsfaal.
Darmstadt, 23 Sept Dor dem Schwur-
W, Leutkche RrichSan leihe . 4*o Teuischc ReichSanleidc . 8* ,* leuifche ^telchSanlrihe
Turnen, Sport und Spiel.
Sporlspiege'l
Der Schwede Lindstrom stellte bei einem Leichtathletik-Länderkampf, den Schweden mit 31. P. gegen Norwegen mit 27 P. und Dänemark mit 15 P. gewann, einen neuen Weltrekord im Speerwerfen mit 67,31 Meter auf.
Buntes Allerlei.
Wieviel Millionen die Amerikaner für geilungsreklame ausgeben.
Eine volkswirtschaftliche, höchst bedeutsame Aufstellung ist soeben von der Bereinigung der amerikanischen Industrie in Verbindung mit dem Verleger-Verein über die Höhe der amerikanischen Reklameunkosten ausgestellt worden. Diegröh- ten Ausgaben für Reklame hatte die Talling. Maschinen-Company, die insgesamt 3 Millionen Dollar für ihre Reklame ausgab. von denen 2800000 Dollar jährlich auf Zeitungen entfielen, während nur 200000 Dollar auf Plakat-Reklame, Lichtreklame uud andere Arten der Ankündigung kamen. Die
Buen.-Aires Brss-Antw- Sbdftiania. .Qopinbngen Stockbolm . HclsingforS- Htalten . . . London • ■ Neunork . . Dari». . .
Schweiz . . Spanien. . Japan . - . ?Hlo de Jan Wien in D- Oest. abgeft. Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien . Lissabon Damtg - . . »onftinttn. Athen. . . Canado. . -
Uruguay
Worträtseln geschmückt stnd. 3n den größten Lichtspieltheatern werden Vie ckaratteristischen Kreuz- wonauadrate auf die Leinwand projiziert-
Kirche und Schule.
b. Lauter, 21. Sept. Gestern feierte unsere Schule unter sehr starker Beteiligung der Gemeinde nnd vieler aurwäNiaer Gaste ihren diesjährigen I u g e n d t a g. Die Veranstaltung stand im Zeichen einer Rheinlandfeier und wurde nach vor- ausgegangenem Musikstück durch einen Gedichtvor- trag „Der Rhein" eingeleitet 3n seiner Ansprache wies Lehrer Bender aus die Bedeutung der Rheinlande für das Reick bin, gab dann einen geschichtlichen Ueberblick und schloß mit einem Treu- gelöbni« für Reich und Rhein. Die Schuler führten auf der Freilichtbühne das Jugendspiel ..Jung-Sieg- rieb" und das dramatisierte Märchen „Rotkäpp- chen" auf. Schülerchöre, Chore des Gefangvercins. Mufikvorträge unteres Musikoereins, Reigen, turnerische Hebungen und Spiele vervollständigten das Festprogramm. Rach den Dankesworten des Bür- germeUters '21 f f an Veranstalter und Mitwirkende and die wohlgelungene Feier ihr Ende. Eine freiwillige Sammlung ergab den Betrag von 43 Mk., die teils zur Deckung der entstandenen Unkosten, teils zum weiteren Ausbau unserer Dolksbibliothek Verwendung finden soll. Es wurden auch Brezeln unter die Schüler verteilt, die die Gemeinde gestiftet hatte.
Gießener Jugendgericht.
Wirtschaft.
Der deutsche Außenhandel im August.
Nach der amtlichen Statistik weift die reine Wareneinsuhr im August gegenüber dem Vormonat eine Steigerung von 24 Millionen Reichsmark auf, wahrend die reine Warenausfuhr demgegenüber etwas zurückgegangen ist, nämlich um 18 Millionen Reichsmark. Die sich auf Grund des reinen Warenverkehrs ergebende Passivität der Handelsbilanz beträgt im August 4 3 4 Millionen Reichsmark gegenüber 411 Millionen Reichs mark im Zull. Die Einfuhrsteigerung verteilt sich hauptsächlich auf Lebensrnittel und Getränke, nämlich vier Millionen Reicksmark. An dem Ausfuhrrückgang sind beteiligt Lebensmittel und Getränke mit 6 Millionen Reichsmark und Fertigwaren mit 15 Millionen Reichsmark.
Konkurse undGeschästsaufstchten im August.
Aach Feststellungen des Statistischen-Reichsamte» wurden im August 751 neue Konkurse und 379 angeordnete GeschäftSaufsichten im Reichsanzeiger dekanntaegeben. Den entsprechenden Iultzlffern gegenüber bedeutet da» bet den Konkursen eine Abnahme von 5,8 Pro,., bet den GeschäftSaufsichten eine Zunahme von 1,9 Proz. Ein Vergleich mit den Vormonaten ergibt folgendes Bild: Konkurse. 3uni 766. Juli 797, August 751. GeschäftSaufsichten: Juni: 328. Juli 375, August 379. Die meisten Konkurse entfallen auf die Gruppe de» Warenhandels, während In der Gruppe Danken die geringste Anzahl von Kvnkursfällen zu verzeichnen ist. Unter den Ve- schästsaussichten entfällt die größte Anzahl auf die Gruppe Industrie, der nach einem kurzen Abstand auch hier die Gruppe Warenhandel folgt. e
• Krupp und die neue Eisengesell- schaf t. Wie die .Köln. Ztg" erfährt, hat die Firma Friedrich Krupp A. G. Essen die Detetlt- gung an der Gründung der neuen Eisengeseil* schäft formell zurückgezogen. Dem weiteren Vernehmen nach werden die Verhandlungen über etwaige Unterbeteiligungen fortgesetzt.
* Roch kein Jusivn»vertragtnder Anilin gruppeunterschrieben. Wie der DHD. von DerwaltungSseite erfährt, sind Me Meldungen über den Abschluß der Fusionsverhandlungen in der Anilingruppe durch Unterschrift des FusioNsvertrage» verfrüht- Dekanntltch schweben die Verhandlungen bereits seit längerer Zeit und haben keinerlei Schwierigkeiten ergeben. Die Transaktion wird jedoch kaum vor Anfang Oktober zustande kommen. Llähere Einzelheiten aus den Verhandlungen können noch nicht be- lanntgcgebcn werden. Alle bisherigen Meldungen sind nur Vermutungen. Auch Verstörten über eine Fusion- ober Interessengemeinschaft mit der japanischen Farbindustrie entsprechen nicht den Tatsachen
• Ende des (Bergarbeiterft rett» im unteren Lahntal. Der Streik der Berg- leutc in den Dl ei- und Zinkerzgruben der unteren Lahn in der Rahe von Draubach. der volle drei Monate dauerte, ist beendet- Durch ein vom ReichSarbeitSministerium eingeleitete« Zwangs. Schlicktungsversahren wurde ein Vergleich her- beigeführt', das die Dertrauensmännerkonferen- des Dezirksverbande« annahm. Die Arbeit wurde unter Beibehaltung der alten Löhne wieder ausgenommen
Frankfurter Abendbörfe.
Frankfurt a. M. 23. Sept. An der heutigen Mendborse zeigten Aktienwerte bei belanglosen Umsätzen vereinzelt leichte Erholungen, zum Teil waren die Kurse gehalten. $ic Stim- ntung war also etwas sreundlicher. Das Anleihegeschäft stagnierte. Pfandbriefe hatten bei geringem Geschäft unveränderte Haltung. Die Abendbörse schloß in gut behaupteter Tendenz. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsan leihen 0,210, Schutzgebietsanleibe 5,100. Ausländische Junten. Zolltürken 7,50. Oesterreichische Staatsrente 2,10. Dankaktien: Commerzbank 95, Darmst. ‘Banl 109, Deutsche Dank 110, DiscontogeseMchaft 102,75, Dresdner Dank 100, Mitleid. Lreditbank 93.25, Reichsbank 134.75. Oesterreichische Kreditaktien 7.50. Montanaktien: Deutsch-Lurernburg 69. ManSselder 67,50, Phönix 70,75. Kali AfcherS- leben 119. Chemische Aktien: Dadifche Amlm 122.25, Th. Goldschmidt 70. Höchster 118,75, Holzverkohlung 75,50. Industrieaktien: AEG 93.50, Dhckerhoff 28. Vhlinger Maschinen 38. Hammersen Spinnerei 16,75, 3naq 0,48. Karstadt 100. Lahrn eher 76,50. FuchS Waggon 0,48. Am Montag, 28. d Mts., findet keine Abendbörfe statt.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtberichi des ..Gießener Anzeigers".) Berlin, 23. Sept- Infolge der anhaltenden Gcschäftsstille neigte man anfangs an der Börse zu Abgaben, die auf das Kursniveau drückten. Die Tendenz war anfangs -schwächer gestimmt, vor allem mit Rücksicht auf die neuerdings einqctrctencn Schwierigkeiten bei der Bildung des Westdeutschen Eisentrusts, ferner den ungünstigen Verlauf der Kreditoerhandlungen mit Amerika und schließlich der Geldknappheit, die sich mit dem heran- nahenden Ouartals-Ultimo bemerkbar macht. Demgegenüber übte die Tatsache, daß die Bremer Stabt- anleihe gestern in Amerika überzeichnet wurde, und daß die Auflegung deutscher Anleihen in Amerika
3n her Sitzung vom 18. September 1925 waren als Jugendschöffen tätig: Vermessuntzs- oberfefretär Ludwig Dörin a und Bureaugehilfe Peter T a st e i n . beide von Gießen.
Zwei jugendsi-pe Zigeunerinnen, die offenbar diebisch veranlagt, jedoch noch nicht vorbestraft find, entwendeten anfangs September in Watzenborn aus der Kasse eines WirtSzimmer», in dem sich sonst niemand befand, einen Geldbetrag von 36 Mk. Sie wurden dabei jedoch ertappt und sitzen seit Meser Zeit in Untersuchungshaft. Urteil: Reun Tage Gefängnis.
Ein Sechzehnjähriger, der es hier in seiner Lehrstelle grundlos »nicht aushielt". ging auf Wanderschaft und irrte dann planlos umher, wobei er gelegentlich auch, jebod) immer nur vorübergehend. Arbeit fand. In Thüringen packte ihn kurz vor Pfingsten das Heimweh. Um nach Gießen zurückkehren zu können, entwendete er in Bitterfeld ein Fahrrad, wurde jedoch in Fulda abgefaht. Er erhielt wegen der Gemeingefährlichkeit der immer wieder vorkommenden Fahrraddiebstähle eine Gefängnis st raf e von einer W o ch e. Die Strafe wurde jeboeb ausgesetzt und, die Bewährungsfrist auf drei Ckrbre festgesetzt.
Gin junges Mädchen aus Wieseck benutzte die Abwesenheit von Hausmitbewohnern. um zu verschiedenen Zeiten ein Stück neues Tuch, zweimal fünf Man', insbesondere aber auch em silbernes Armband und eine goldene Damenuhr zu ent wenden. Sie will diese -Ubr an den hiesigen Alt Händler A. Eh. für drei Mark verkauft haben Das Mädchen wurde zu einer Gefängnisstrafe unter Strafaussetzung verurteilt. Gleichzeitig wurden Erziehungsmahregeln angeordnet Deren Auswahl Sache des VormundschaftSrichters sein wird. Gegen den Althändler stand Hauptverhandlungstermin vor dem Sinzeirichter an Aach Eintritt in die Beweisaufnahme wurde der Termin zwecks Herbeischaffung weiteren Materials durch die Staatsanwaltschaft vertagt.
In Mainz hatte eine Anzahl älterer Jungen auf dem Landgoaf-Philipp-Platz ihre Freude daran, abends nach eingetretener Dunkelheit ein junges wehrloses Mädchen derart mit Schneeballen zu bewerfen, daß es weinend nach Hause lief. Roch am andern Tage verspürte es die durch die Schneeballwürfe verursachten Schmerzen. Im Hinblick darauf, daß die ilnfitte des Schnee- ballwerfens in der Stadt und die damit verbundene Belästigung des Publikums nicht dadurch sanktioniert werden Tann, daß man etwa hier einen „besonders leichten Fall" aimiinmt, in dem nach dem Iugendgerichtsgefeh Straflosigkeit cin- treten kann, sprach das Gericht eine kleine Geldstrafe au«.
Seifenfirma Levers Brothers gab 21/, Millionen Dollar für Reklame aus, von denen nur 50 000 Dollar auf Plakatreklame entfielen, während der' ganze übrige Rest Den Zeitungen zugute kam- Eine Automobil-Fabrik, welcke die Dodge-Auto- mobile herstellt, verwendete gleichfalls 2 Millionen Dollar in einem Jahr für Zeitungsreklame, wobei allerdings die Ausgaben für Zeichner mit einbe- griffen sind. Diese Fabrik beschäftigt ein eigenes Zeichnungsbgreau, das nur die Vorlagen für Rekla- meklifchees zeichnet. Diefe Firma hat andere Reklame als Zeitungsreklame überhaupt nicht gemacht. Es werden noch eine große Anzahl anderer Firmen genannt, die auch mindestens 1 Million Dollar für Zeitungsreklame ausgegeben haben. Sie sind aber so zahlreich, daß sie sich nicht nennen lasten. Richtig ist aber, was der König der Reklame über das WeseneinerwirkungsvollenReklame auSführt.
Der Direktor einer Grammophon-Gesellschast, die gleichfalls für 27, Millionen Dollar Reklame im letzten Jahre machte, erklärt, daß er immer mehr davon abgekommen ist, Reklame in anderer Art als Zeitungsreklame zu machen. Während er in früheren Zähren die Hälfte der ausgeworfenen Summe für Plakatreklame und nur die Hälfte für Zeitungsreklame verwendete, läßt er jetzt nur noch in Zeitungen inserieren, da er die Erfahrung gemacht hat, daß nur diese Reklame wirkungsvoll ist. Alle anderen Reklamen rauschen so schnell am Auge des Betrachters vorüber, als daß sie Eindruck hinterließen. Es sind immer wieder die Zeitungsinferate gewesen, welche die großen Bestellungen brachten. Den Grund dasür steht dieser Meister der Reklame darin, daß ein Zeitungsinserat mit Ruhe und Sorgfalt gelesen wird und auch die Möglichkeit gibt, den Suchenden genau zu unterrichten. Die Psychologie des Volkes geht dahin, etwas, das man laufen will, in feiner Zeitung zu suchen oder ein Urteil darüber in der Zeitung zu finden. Andere Empfehlungen haben nicht die Autorität beim Käufer, welche gerade den Zeitungsinseraten innewohnt, Auf diefe Autorität aber kommt es fehr viel an, denn der Käufer muß das Zutrauen haben, das er in den meisten Fällen, wie der Reklamekönig festgestellt hat, aus den Zeitungen und ihren Empfehlungen gewinnt. Wenn man also etwas zu verkaufen hat, so muß man es in den Zeitungen anzeigen, die ihr ständiges Leserpublikum haben und täglich auf« genaueste gelesen werden. Ein Zeitnugsinserat bringt fast so viele Leser, wie die Zeitung Abonnenten hat. Ein Plakat aber wird in der Hast und Eile der Geschäfte noch nicht vom hundertsten Teil der Vorübereilenden betrachtet. Wenn es beachtet wird, wird es ganz flüchtig gelesen. Wenn man also nachdrücklich au den Käufer wirken will, dann muß man die Ware dort anpreisen, wo der Käufer gewohnheitsmäßig feine Blicke hinlenkt, nämlich in der Zeitung.
Der (Erfinder des Kreuzworträtsels in Europa.
Der volkstümlichste aller Amerikaner weilt feit einigen Tagen in Paris, der Erfinder deS Kreuz- Worträtsels Mister Gellet Burges. Er wollte ursprünglich ein berühmter Maler werden. Als seine Gemälde nicht den gewünschten Erfolg errangen, entschloß er sich, seinen Ambitionen eine andere Richtung zu geben. Er veröffentlichte eine Reihe humoristischer Bücher, die besonders durch ihre bizarren Titel ausgefallen sind. Auch eine Sammlung von Gedichten hat Gellet Burges unter dem Titel .Die purpurne Kuh" erscheinen lasten. Dor zwei Jahren hat er die erste Sammlung von Kreuz- worttätseln herausgegeben Der Versuch schlug ein. Das Buch wurde in wenigen Wochen in einigen hunderttausend Exemplaren vergriffen und erwies sich als die große Sensatton des amerikanischen Büchermarktes. Gellet Burges ist heute Millionär. Selbst seine früheren Werke werden vom Publikum eifrig gelesen und vor kurzem erhielt er von einem Verleser Den Auftrag, einen Roman, in besten Mittelpunkt ein Kreuzworträtsel stehen soll, zu schreiben . . - Gellet Burges befindet' sich derzeit auf einer Vortragstournee in Europa. Zn Paris oird r über die Entstehung des KreuzworirätselS zwei Vorttäge halten, und hat die Absicht, eine Reihe von europäischen Großstädten, vor allem London, Berlin uni Wien zu besuchen. Allerdings halte er einen Vorfahren, den Journalisten A. Franklin, deS Rätselredakteur der.Aeuyork World", der bereits im Jahre 1857 mehrere Kreuzworträtsel veröffentlichte. Ja Franklin hat sogar eine größere Geschicklichkeit in der Erfindung von Kreuzworttät- feln an den Tag gelegt. Er verwandte hierzu nicht nur Quadrate, sondern alle möglichen geomettischen Formen. Allerdings war ihm nicht eingefallen, mit dieser Kunst Geld verdienen zu können. Er erzählte dem Vertreter eines Pariser 'Blatte», daß in Amerika selbst die Wände der Eisenbahncoupes mit Kreuz-
4% Preußische Konsole . . . 4° o Hessen...........
3' .,♦/<, Hessen y/0 Hessen Truiscdc Send. lollar Aut. d'o. Doll -Schatz-Anweilng.') 4*/e Zolltürken 5% Solbnicrifancr . . •
Berliner Handelsgesellschaft. tfommerv und Privat Bank Darmst- und Nationalbank . Deutsche Bank........-
Tcursche Beretnsbank .... DiSeonio Eommandit . . . Metallbank...........
Mitteldeutsche Lreditbank . Oesterreichische Lreditanstalt. Vestbank • .......
Bochumer Guh BnderuS............
Taro .
Deutsch ^lucmburo Gelsenkirchener Bergwerke . . Harpener Bergbau......
Kaliwerke AscherSleben...» Kaliwerk Westeregeln Laurabütte...........
Oberbedars Phönix Bergbau Rheinttahl Nicdcck Montan ....... TelluS Bergbau........
Hamburg.Ämerika Paket. . . Norddeutscher üloöb Theramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philivv Holzman»......
«nglo-Tont (Huano . . . . Badische Anilin........
Theuülche Mader Alapiu . . Soldschmidi (Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung RuigerSwcrke.........
Lchcideanstali . . .
«llg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann...........
Matnkrastwerke.......
Schultert . . Siemens A Halske ......
Sdlerwcrke Kleber .....
Daimler Motoren Hcyligensraedr Meguin............
Motorenwerke Mannbeim
Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgcselllchaft Frankfurt. Pet. Union L.-G........
Schuhfabrik Her; ■ • . . . . Sichel .........
Zellsto-' Waldhof Zulkersabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
beoorfttht (Elektt. Derk A.-G. Freistaat Bayern) keinen nennenswerten Einfluß aus. Die Börse be- indek sich eben in einem Stadium großer Lustlosigkeit und geht über die vorliegenden Anregungen wirtschaftlicher und polittscher Art hinweg. Dorkriegspfandbriese waren gegenüber dem Vortag niedriger, ebenso Goldpfandbriefe. Dageaen konnten ausländische Renten, vor allem Buüapestec Stadtanleihe und tschechifche Titres, ihre befestigten Dortagskurse behaupten. Arn Geldmarkt blieb der Bedarf rege, doch stellte sich lagesgelb unverändert auf 8 bis 9i Pro;., Monatsgeld auf 10 bis 111 Pro;. Arn Devisenmarkt wurde seitens der Bank Polst, interveniert, io daß der Zloty-Kurs bei 6,1 gegen Kabel keine weitere Senkung erfuhr. Nordische Währungen zeigten eine schwächere Veranlagung, ebenso Mailand. Die Reichsmark notierte gegen Mittag in London 20,35, Amsterdam 59,25, Paris 5,03j.
Börsenkurse.
Ein gemeinsames Mittagessen vereinigte für einige Zeit die Teilnehmer der Hauotversammlung. Bei diesem Zusamensein wurde der höchsten Reichs- leitung mit einem
vegrühungstelegramm an den Reichspräsidenten von Hindenburg
gedacht, das folgenden Wortlaut hatte: „Die 70. Hauptversammlung der Gustao-Adolf-Dereins entbietet Ihnen, Herr Reichspräsident, in tief dank- barem Gedenken an Ihr (Eintreten für die Evangelischen in Ober-Ost und im Vertrauen auf Ihr künftiges Wohlwollen für unser, insbesondere der Kirche des Auslonddeutschtums gewidmetes Werk ehrerbietigsten Gruß.
D. Rendtorff, D. Frhr. o. Heyl."
Die Drahtantwort des Reichspräsidenten
hat folgenden Wortlaut: ,Lch danke Ihnen aufrich- tig für das freundliche Meingedenken und wünsche Ihren Beratungen reichen Erfolg. Mit freundlichen Grüßen v. Hindenburg, Reichspräsident."
Abends fand in der UnioersitStsaula ein Dortrag mit Dorführung des Siebenbürgenfilms statt. Ein sehr großer Besucherkreis folgte der Darbietung mit starkem Interesse.
Beim Bergrennen des A. D. 81. E. auf dem Pöhlberg fuhr Paetzold- Köln auf einer Imperiamaschine mit 2:21,3 auf der 2* Kilometer langen Strecke die beste Zeit des Tages.
(Eigener Drahtberichi des „Giehener^Anzeigers".)
Frankfurt a. M., 23. Sept. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 23,75, Roggen, inländischer 18,50, Sommergerste für Brauzwecke 25 bis 27,50, Hafer, inländischer 20 bis 21, Mais, gelb 20,50, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 38,50, Roggenmehl 26,50 bis 27, Weizenkleie 10,50, Rog- genkleie 11,75. Tendenz: Geschäftslos.
3c;iincr Pro? ' c - . rfe.
(Berlin, 23. Sept. Der Prvduktcnmarkt hatte bei kleinen Ansätzen" ruhiges Geschäft. Die Preise blieben fast unverändert Es kosteten 1000 Kilo: Weizen, märt 204 bis 210, Mo. September 225» s, Mo Oktober 2251 3 bis 227, Mo Dezember 234 bis 235. Roggen, märf. 153 bi« 160, Mo. Oktober 1721; bis 173, Mo. Dezember
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt <l M.
/f*n vtlltlwrn Mark ouSgedrückt. vuenos-LtreS, London, Nru- Vork. Japan. Rio bc Janeiro für eine Ewheik, Wien und Sudave» für 100000 Einbriten, aVe& übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.
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1.718
1.722
1.715
1,719
0.581
0.583
0 578
1.580
.9.09
59,23
59,09
59,23
12.432
12.472
12.432
12,472
7.48
7,50
7.45
5.47
5.88
S.90
0.88
5,90
3.055
1.065
3,055
3,065
21.075
-0.125
21 075
21,125
<O.b4
80.84
80,62
80,82
2,365
2,31
2,34
6-09
6 11
609
6.11
4,195
4,205
4,19.
4,205
4.161
4.195
4.185
0.195
Banknoten.
Berlin, 23 Septbr.
Geld
Briet
Amerikanische Violen .....
1.24
4.26
Belgische VZöten .......
Dänische Noten........
18,25
101.33
18,35
101,83
Englische Noten........
Französische Noten......
Holländische Noten......
20,29 19,88
'20,39
19 98
168,16
l69.0*i
Italienische Noten......
17,13
17,21
Norwegische Noten......
s6,9l
87,37
Deulsch-Oetterr-, a 100 pronen
58.91
59,21
Numänische Noten......
—
Schwedische Noten......
112,32
112,88
Schweizer Noten.......
80,75
81,15
Cvanilchc Vtoicn.......
-0.15
>0.15
Tschechoslowakische -Noten . .
12.395
12.455
Ungarische Noreu . . ....
5.835
5.875


