Ausgabe 
23.12.1925
 
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fchen Front gebaut SHc Westküste und die ihr vorgelagerten Inseln werden als Operationsbafis hergerichtet. Auf Hawaii steht schon im Frieden eilte ganze aktive Division, also der sechste Leit des stehenden Heeres' nichts kcnm besser diesen Hauptstützpunkt kennzeichnen, der bei Operationen in Ostasien die rückwärtigen Verbindungen der Flotte um ein Drittel verkürzt.

Weder Japan noch England und Amerika Hnb heute gewillt, in einer neuen Abrüstungs­konferenz ihre Macht, die zur Lösung der Ost­probleme vorerst nicht ausreicht, weiter zu schwächen. Die Presse der verschiedenen Der- ragstpartner spiegelt reges gegenseitiges Miß­trauen gegen die Durchführung der Abrüstungs- mahnahmen wieder. Die Sperrzone, deren eigent­licher Zweck doch der Schuh der eigenen Küsten und Besatzungen vor fremden Angriffen sein sollte, verhindert nicht den Dau eines neuen Befestigungsgürtels am Rand der Zone. Wenn sich die vertragschließenden Mächte den gegen­wärtigen Besitzstand im Ernst garantiert hätten, wozu dann fieberhafter Reubau und dauernde LI Verholung von Befestigungen? Reuerdings sollen die Engländer auf Ceylon den Bau einer weiteren großen Kohlen- und Oelstation planen. Rach englischer und amerikanischer Ansicht ist dasGleichgewicht der Mächte rm Pazifik" keines­wegs hergestellt, unb man muß dieser Ansicht bertreten. Japan ist noch auf Jahre hinaus im Fernen Osten die stärkste Macht, der die durch den japanische Ausdehnungsdrang be­drohten fernerstehenden Mächte vorerst nichts Ebenbürtiges entgegenzustellen haben.

Wirtschaft.

Die Spareinlagen in Deutschland

Die vom Statistischen Reichsamt zum erstenmal für den Monat September 1925 durchgeführte Reichsstatistik der Sparkasteneinlagen gibt die Mög­lichkeit, den Stand ber Spareinlagen für ganz Deutschland festzustellen, während bisher nur Ziffern für einige Einzelstaaten Vorlagen. Die Reichsstatistik weist für Ende September Spareinlagen in Hohe von 1375 Mill. Reichsmark und Giroeinlagen in Höhe von 862,1 Millionen Reichsmark auf, wobei zu berücksichtigen ist, daß für Baden und Thüringen die Angaben unvollständig sind, und beim Freistaat Sachsen die Giroeinlagen fehlen. Auf Preußen ent­fallen von dieser Gesamtsumme 948 Millionen Spareinlagen und 608,4 Giroeinlagen-, danach be­steht auch jetzt das gleiche Verhältnis zwischen den preußischen und außerpreußischen Spareinlagen wie in der Vorkriegszeit: es betrug damals in Prozenten ausgedrückt ungefähr 67:33 und heute 68,9:31,1. Preußen hat demnach seinen Anteil an der Kapital- bildung behauptet, trotzdem es durch den Friedens­vertrag den relativ größten Verlust an Gebieten und Einwohnern erlitten hat. Der monatliche Zuwachs im Sparverkehr betrugim September 71,2 Millio- nen, in Preußen 46,2 Millionen, also auch hier un­gefähr das alte Friedensverhältnis.

Der Gesamteinlagenbestand Spar- und Giroeinlagen beträgt 2237,1 Millionen. Da fast alle öffentlichen und unter Staatsaufsicht stehen­den Sparkassen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband angeschlossen sind, gibt diese Ziffer auch einen Anhaltspunkt für die Kapitalkraft der Spar­kassenorganisation. Um ein vollständiges Bild zu er­halten, sind dieser Summe noch die Kapitalziffern der Girozentralen zuzuzählen, die sich auf Grund der letzten Zweimonatsbilanz ergeben. Um einen ein­heitlichen Dergleichstermin zu erhalten, sind bei der folgenden Berechnung die Zifern der Girozentralen vom Stand Ende Oktober auf Ende September re­duziert, danach betragen die eigenen Mittel (Kapital imb Reserven) 107,5 Millionen unb bie fremben ^Selber 1219,4 Millionen. (Bei letzteren ist zu be­rücksichtigen, baß ein kleiner Prozentsatz auf Gut- chaden ber Sparkassen bei ben Girozentralen entfällt unb somit schon in ber vorher genannten Gesarnt- einlagenfumme ber Sparkasten enthalten ist.) Es er­gibt sich ein Gesamtkapital ber Girozentralen von 1327,0 Mill. Mk.

Die Kapitalkraft ber gesamten Sparkassen- unb Giroorganisation setzt sich bemgemäß zusammen aus dinlagenbeftanb ber Sparkasten 2237,1 Mill. Mk. Gesamtkapital ber Girozentralen 1327,0 Mill. Mk.

3564,1. Mill. Mk.

Vergleichsweise sei angeführt, baß bie an ben Zweimonatsbilanzen beteiligten Privatbanken 6,28 Milliarben Kreditoren ausweisen.

Die Deutsche Reichsbahn- ge ellschafL im November.

Gegen Ende Oktober ist, wie in früheren Jah­ren, mit bem Abflauen bes Obst-, Gemüse- und Kartoffelverkehrs eine Abschwächung des Güter­verkehrs eingetreten, die sich in dem verringerten Gesamtwagenbedarf im Monat November aus- brutft. Nach ben vorläufigen Ergebnissen sinb an drückt. Na chben vorläufigen Ergebnissen sind an gedeckten Wagen 241000, an offenen Wagen 180 000, zusammen also 421 000 Wagen weniger als im Monat Oktober gestellt worden. Zu be­merken ist allerdings, daß die arbeitstägliche Wa­gengestellung im November mit 24 Arbeitstagen etwa 1400 Wagen mehr als im Oktober mit 27 Arbeitstagen betrug. Infolge der guten (Ernte wur­den im November 296 800 Wagen gegen 255 400 im Oktober verfrachtet. Der Wagenbedarf für ben Kohlenversanb gestaltete sich levhaft. Der regel­mäßig im November zurückgehende Kartoffelver- fanb erforberte bie Stellung von 17 200 Wagen gegenüber 68 000 im Vormonat. Im Versanb von künstlichen Düngemitteln würben gegenüber 37 300 Wagen im Oktober 32 700 Wagen gestellt. In­folge ber Einstellung ber Bauarbeiter» waren für Zement nur noch 19 400 Wagen gegen 27 900 im Vormonat erforberlich. Für Zucker würben 4300 Wagen mehr als im Vormonat benötigt. Der Per­sonenverkehr war schwach.

Die Detriebsergebniste zeigen im Monat Okto­ber folgendes Bild:

Einnahmen:

1. Personenverkehr 116 303 000 Rm.

2. Güierverkehr 254 397 000

3. Sonstige Einnahmen 33 309 000

Zusammen 404 009 000 Rm.

Ausgaben:

1. Persönliche Ausgaben (einschl.

Lohne d. Bahnunterhaltungs-

nr.b Wenstättenarbeiter) 203 022 000 Rm.

2. Sachliche Ausgaben 110 196 000

3. Zinfendeiilst 700 000

Zusammen 313 918 000 Rm.

Außerordentliche Ausgaben:

Für werbende Anlagen 19 977 000

Dien ft ber Reparo

tionsfchuldverschr. 49771 000

Rückstellungen .20 343 000

Insgesamt 404 009 000 Rm.

Die Einnahmen haben sich im Monat Oktober zwar im wesentlichen planmäßig entwickelt, jeboch ergaben sich Ausfälle tm Personenverkehr infolge bes ungünstigen Herbstwetters, unb im Güterver­kehr bunt) bie schlechte allgemeine Wirtschaftslage. Auch ber Nottanf für Lebensrnittel, ben bie Reichs­bahn im Zusammenhang mit ber Preissenkungs­aktion eingeführt hat, verursachte Minbereinnah- men. Dem Generalagenten für bie Reparations­zahlungen würben bie monatlichen Zahlungen für ben vchulbverschreibungsbienst sowie bas Erträg­nis aus der Beförberungssteuer für Oktober recht­zeitig überwiesen.

Der Gesamtpersonalstanb betrug Enbe Oktober 732 000 Köpfe gegen 730 873 im Vormonat. Die Reichsregierung hat aus bem von ihr bereitgestell­ten 5-MilIionen-Härtesonbs, aus bem u. a. bie burch bie Ruhraktion geschädigten Eisenbahnangestellten und »arbeitet im besetzten Gebiet einmalige Zu­wendungen erhalten sollen, inzwischen 4 Millionen Mark der Deutschen Reichsbahngesellschaft über­wiesen.

Von den deutschen Schlachtvieh« markten.

Npd. An ben deutschen Schlachtviehmärkten der vorigen Woche war ber Hanbel in ben einzelnen Gattungen unb an ben oerschiebenen Plätzen stark uneinheillich. Zwar überwog bei Rinbern, Kälbern unb Schweinen roteberum ein mittlerer Marktver­lauf, boch war ber Hanbel bei Rinbern verschiedent­lich schleppend bis schlecht, bei Kälbern an verschie­denen Plätzen langsam bis schleppend, anderwärts wieder alatt bis lebhaft, bei Schweinen vielfach gut oder lebhaft unb nur ganz vereinzelt schleppenb. Schafe hatten ganz uneinb?itlid)en Marktverkauf: mehrfach langsam unb mittel, aber auch ebensowohl schlechten wie glatten Marktverlauf. Die Auftriebs- Ziffern haben für Rinber, mehr noch für Kälber unb am meisten für Schweine eine nicht unbeträcht­liche Zunahme erfahren, während sie bei Schafen hinter denen der Vorwoche zurückgeblieben sind. Die Preise zeigen allgemein eine Tendenz zur Befesti­gung, was in besonderem Maste für Schweine gilt

Aus ben nachstehenben Märkten würben für ein Pfunb Lebenbgewicht in Pfennig notiert:

Berlin Bremen Breslau Chemnitz Dortmund Dresden Dustelborf Elberfeld Esten

Frankfurt a. M. Hamburg Hannover

Husum Karlsruhe

Kastel Kiel Köln Leipzig Magdeburg Mannheim München Stettin

Stuttgart Zwickau

Rinder Kälber Schafe Schweine 20 - 54 42 - 88 26 - 49 76 - 88 28 - 52 40 - 90 72 - 84 18 - 52 48 - 70 30 - 50 70 - 89 20 - 55 50 - 76 30 - 48 75 - 92 23 - 59 45 - 85 80 - 89 25-58 55-87 30-56 65-94 22-63 40-90 - 75-88

20 - 60 55 - 90 30 - 55 75 - 90

23 - 60 45 - 90 87 - 87 15 - 58 40 - 85 25 - 50 70 - 93 15-55 30-98 27-55 70-88 15 - 55 30 - 85 20 - 45 70 - 85

18 - 58 55 - 70 - 80 - 94 15-52 38-55 75-88

16 - 53 29 - 82 20 - 47 49 - 86 20 - 62 52-105 28 - 40 70 - 90 20-57 40-71 24-52 78-94

18 - 55 38- 70 23 - 40 72 - 90 14 - 60 52 - 78 24 - 36 70 - 90 18-55 56-76 58-88

10 - 52 35 - 90 15 - 42 70 - 84 13-56 58-76 60-94

15 - 52 40 - 70 25 - 48 86 - 98

* Adlerwerke norm. Heinr. Kleyer A. G., Frankfurt a. M. Man berichtet uns: Die Automobil-Vertreter ber Ablerwerke norm. Heinrich Kleyer A. G. aus dem ganzen Deutschen Reich ver- anftalteten In Frankfurt a. M. eine Vertreter- Tagung, auf welcher gemeinsam mit ber Direktion ber Werke beraten würbe, welche Schritte zu unter­nehmen sinb, um ber schwierigen wirtschaftlichen Lage gerecht zu werben. Bei den Verhanblungen kam einmütig zum Ausbruck, baß die Ablerwerke burch Beibehaltung ihres Prinzips, unter allen Um­ständen Qualitätsarbeit zu leisten, auf bem rechten Mnb, unb baß nur burch akkurate unb soll- ertmannsarbeit, wie sie von jeher bei ben Adlerwerken üblich war, bie beutsche Inbustrie bem Auslanb gegenüber konkurrenzfähig gehalten wer­den kann. Nachdem Kommerzienrat Dr.-Jng. h. c. Heinrich Kleyer die Leitung der Ablerwerke wie­der durch erhöhte Tätigkeit unterstützt, ist das Der- trauen der angesehenen Handlerschaft, über welche die Adlerwerke von jeher verfügt, von neuem ge­stärkt, so daß die Werke bezüglich des Absatzes ihrer Produktion durchaus optimistisch in die Zukunft blicken können. Die Zusamenkünfte ber Adler-Auto- mobil-Vertreter, welche sich zu einer ihre Mitglieder wirtschaftlich gegenseitig unterstützenden Gemein- schäft zusammengeschlossen haben, sollen regelmäßig wiederholt werden, um Erfahrungen auszutauschen unb neue Gebanken für bie Weiterentwicklung ber Ablerwerke unb ihre Verkaufsorganisation zum Nutzen bes gemeinsamen Ganzen bearbeiten zu können.

Konkurse unb Geschäftsaufsich­ten im November. Zm Monat Rovember wurden im .Reichsanzeiger" 1343 neue Konkurse außer den wegen Massemangel abgelehnten Anträgen auf Konkurseröffnung und 967 angeordnete Geschäftsaufsichten bekanntgegeben. Gegenüber den entsprechenden Oktoberziffern ist also wieder eine erhebliche Zunahme zu verzeich­nen. Sie beträgt bei den Konkursen 15,4 Proz., bei den Geschäftsaufsichten sogar 52,8 Proz.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) B e r l i n, 23. Dez. Das Börsengeschäft flaut im Hinblick auf die bevorstehenden Feiertage immer mehr ab. Das Publikum fehlte völlig am Markte und die Spekulation zeigte ebenfalls große Zurückhaltung. Angeblich werden größere Abgaben in Aktten des Anilin-Konzern aus Lombardbeständen einer süddeutschen Seite vorgenommen. 3m Freiverkehr von Bureau zu Bureau war die Tendenz verstimmt, umso­mehr, als vom Roheisenverband gemeldet wurde, daß die Dersandziffern im Dezember so ungün­stig sind, wie sie es seit Jahren nicht waren. Bei Eröffnung des Verkehrs trat dann eine Besserung ein, da verlautete, daß in der Frage der Montantrustbildung unter den be­teiligten Werken bis auf unwesentliche Einzel­heiten Äebereinstimmung besteht und die Grün­dung nur noch der Beschlußfassung der General­versammlung unterliegt. Von Monlanaktien

zogen Phönix, die heute vormittag mit 58.75 um­gingen., auf 60,25 Geld an. Auch Schiffahrts­aktien zogen leicht an. 3m übrigen eröffnete der Markt unter den gestrigen Kurzem Am, Geldmarkt war die Rachfrage nach Tages­geld mit Rücksicht auf die Feiertage sehr gering. Der Sah war unverändert 7,5 bis 9 Prozent. Monatsgeld, das meist zu Prolongationszwecken gefragt wurde, ging mit 8,5 bis 10,5 Prozent um. 3m Devisenvertehr notierte Paris an­fangs wesentlich schwächer mit 133,50 gegen London. Gegen Mittag besserte sich dann der Kurs auf 132,50. Warschau gegen Kabel un­verändert 8,50 bis 9. Rordische Valuten waren eher befestigt. Die Reichsmark notierte gegen Mittag in London 20,37, Amsterdam 59,25, Zürich 124,27V.,

Börsenkurse.

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlug- Kur»

flur»

Schluß- Sur«

Anfang fluro

Datun,7

22. iS. 1

23.12.

22. 12.

23. 12.

5% Deutsche Rctchsanleihe . 4% Deutsche Reichsanleihe .

8V*% Deutsche Reichsanlethe

0,18»

0,1905

0,19

0,21

0,19

0.2

02»

S% Deutsche Reichsanlethe . Deutsche Sparprämicnanleihe

".29

0.32

0 31

0,106

0,110

-

4% Preußische Konsolö . . .

4° o Hesicn....... .

0,18

0,2

0,195

31/,% Hessen . .....

0,19

0 185

91, :5

Deutsche Wend. Dollar-Anl.

90,25

dto- Doll-Schatz-Anweiing.*)

98

98 2

4*/0 Zolltftrken.........

7 75

7,7

5% Äoldmerikaner ...

12.5

42,5

45

Berliner Handelsgesellschaft.

Commerz- und Privatbank

0.137'

95.75*

IJ7* W*

136,1*

96.5*

Darmst. und Nationalbank .

104,2'

104,2*

104,5*

Deutsche Bank.........

104.7*

104,5*

104.5'

Deutsche Vereinsbank ...

DiSconto Tommandik . .

103,2*

103,2*

101 5*

Metallbank......... .

69

69

Ntilteldeutsche Creditbank. .

Oestcrreichische Ereditauftalt.

88.5*

6.2

88,75'

6.2

89

6.4

6,2

0,03

0,03

Bochumer Guy . .......

100,75*

26.25

60,5*

36

Buderus . . ........

26.25

26,25

Caro ............

36,25*

38

Deutsch Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke . .

58.8' 61*

57,25* 63'

58,75'

62.25*

Harvcncr Bergbau......

Kaliwerke Äschersleben....

88'

92.5

93.3

87 75*

92,2.5

89*

93,.',

Kaliwerk Westeregeln.....

93,5

9;.d

92.5

Laurahüttr..........

34

_

25

24

Oberbedarf...........

35,5*

36,25

36.25

D°ni? Bergbau ......

60

60,25*

60,3*

59,75'

Nbeuinabl ...........

4?*

46.5'

68.5

47,5*

Nie deck Montan .......

68.5

67,25*

Tellus Bergbau. . ......

38

__

Hamburg-Amerika Paket. . .

Norddeutscher Llovd.....

89,75* 91,25*

89,75*

89* 91,25*

90.6*

92,25'

Cheramischc Werke Albin . .

_

Zementwerk Heidelberg . . .

60,2

60

E-

Philipp Holzmann.....

19,5

39,62

Angio-Cont ^Gmmo .....

69.25

Badische '.lnilin........

101.4*

102,4

101 1*

101 .r

Chemische Mayer Akapvr . .

Goldschmidt....... .

50,75

51,5

_

Gries> eimer Electron ....

101,2*

102.1*

03,2*

Höchster Farbwerke......

IU1.2*

102,4*

104 7*

101,9*

Holzverkohlung ........

40

40

NülgerSiverke .........

44

45,25

-

Scheideanstalt . ......

79,5

79,4

«llg. Elektrizitäts-Gesellschaft

8>.62*

86,2V

87.5*

8> 75*

Bergmann ......

64*

-

65*

65*

Mainkraftwerke ........

63.25

-

Schuckert...........

52.75'

54,35*

51'

55

Siemens 4 Halske .....

67*

68*

Ablerwerke Kicher ......

21.5

22

22,25

21.25

Daimler Motoren. ......

21

31.75

20.5

Heyligenstaedt.........

Meguin.............

5

27.12

28,13

Motorenwerke Mann beim .

Frankfurter Armaturen . . .

Konservenfabrik Braun . . .

19

Metallgescll'chaft Frankfurt.

.-2

Pct. Union A-G........

51

60,5

Schuhfabrik Her,

20,5

30.5

20,25

Sichel. ..........

1,75

83

1 75

1

Zellstoff Soldhof.....

83,5

82,5

Zuckerfabrik Frankenthal

Zuckerfabrik Waghäusel . . .

38,1

32,25

38.1

33

34,75

Devisenmarkt BerlinFrankfurt cu M.

Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.

22 Dezbr.

23. Dez.r.

Amtliche Noti rung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Brief

Amst.-9ioil

168.49

168,91

168,57

168.91

Buen-Mireo

1.7.48

1,742

1.736

1.740

Brff. Antw

19 025

19.065

19,0'

19,00

Chrisliania.

85,14

85,36

85 29

85,51

Kopenhagen

104,3-1

104,58

104,17

104,43

Stockholm .

112,61

112,89

112,61

112,79

HEngforS

10.545

10,585

10.6.5

10,59

Aralien. .

16.925

16,925

16,93

16.97

London.

*0.84

20,34

20.345

20,3b5

Ncuhork . .

4,190

4,205

4,195

4.30.,

Paris. . .

15.50

5.54

15.48

15,52

Schweiz .

HO 95

11.15

so,97

81,70

Spanien .

59,28

59,42

uJ.23

59,8.'

Japan . . .

1.805

1,809

1,809

1,813

?Kio de Ian

u tu

J.62

0.600

0.6J2

Wien In D -

Ccft. abgcst

59,19

69,3;

59.23

59,37

Prag ...

12,415

12,455

12.415

12,455

Belzrad . .

7.48

7.45

7.43

7,45

Budapest. .

6,875

5,89.5

5,875

5,89j

Bulgarien

3.015

3,025

3,015

3,021

L-ssabon

41 2«ö

21,3L>

41,2.5

1,325

Danzig. .

SO-66

«0.8fi

80,66

80.86

Konst ntin.

4.245

2,"255

2.235

2,245

Siuien

. 29

5.41

5.34

5.36

Canada.

l 195

4,2 5

1.195

1.205

Uruguah

1,255

1.265

1,265

4,275

Berlin, 22 Dezbr

Geld

Bries

Amerikanische Note» .....

i.197

4.217

Belgische Noten . ......

Dänische Noten . ......

18,965

104,01

19,06। 101,56

Englische Noten........

20,31

20,41

15 5.

Französische Noten......

Holländische Noten .....

15,47

168,10

168.94

Italienische Noten......

Norwegische Noten.....

16.105

16.985

84.95

85 86

Deursch-Oesterr-, ä 100 Kronen

59.00

69,30

Rumänische Noten......

Schwedische Noten.....

112.34

112,90

Schweizer Noten.....

80,90

81.30

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

59.03

59 83

12.887

12.447

Ungarische Noten . o . ,

5 88

5,86

Frantfurter Börse.

(Eigener Drahtbenchi desGießener Anzeigers".) Frankfurt, 23. Dez. Tendenz: befestigt. Nach den anbauernben heftigen Rückschlägen konnte sich heute an ber Börse eine etwas freund­lichere Stimmung durchsetzen. Für eine Reihe stark gedrückt gewesener Werte konnte sich eine kräftige Erholung durchsetzen. Die Erwartung, bah mit bem Zustanbekornmen bes Westbeutfchen Eisen­trusts nach den jetzt bekannt geworbenen Einzel­heiten bestimmt gerechnet werben kann, brachte ein etwas flotteres Geschäft zustanbe, das sich beson- bers am Montanmarkte günstig auswirkte. Hier waren Kursbesserungen bis zu 1 Prozent zu verzeichnen. Da auch das scharfe Angebot inEhe- mic roe rten zum Stillstand kam, wandte sich bas Interesse biefen Werten roieber etwas zu, unb es konnten Besserungen bis zu 1 Prozent erreicht werden. Die übrigen Märkte verkehrten weiter ruhig bei kleinen Kursbesserungen. Elektroaktien lagen nicht einheitlich, aber überwiegend höher. Schuckert plus 1,5, Lah- nieger plus 1, aber AEG minus 0,5. Bankaktien goschäftslos. Für Schiffahrtsaktien bestand bei um

Keine Weihnac'itskarte ohne

Wohlfahrtsbriefmarke

für die Deutsche Nothilfe, 11W9sb

veränderten Kursen nur wenig önttrtff».

Aktien hoher. Zuckeraktien ebenfalls gebt* fern Reichs anleihe (5 Droz.) eröffneten ml* S',19, Schutzgebiet mit 4100. Auslandif Renten unverändert, ebenso die Werte des F r et- verkehrs. Api 0,32, Beckerkohle 37, Benz 24 Brown-Booeri 51, Entreprise 8, Growaa 36, UM 48, Ufra 51 Proz. Im weiteren Verlaufe fiel bet Geschäft wieder in bie lustlose Haltung zurück, und bin Tenbenz neigte eher zum Nachgeven. Im all­gemeinen nahm bie Umsatztätigkeit fein größere* Ausmaß an. Am Geldmarkt ist das Angebot unverändert groß. Tagesgelb 99,50 Proz., Dio- natsgelb 1011 Proz. Bankbiskonten 7 Proz., In- bustrie-Akzepte 9 Proz. Im Devisenverkehr notierte Paris gegen London 133,50. erneut schwä­cher. Die übrigen Valuten sind unverändert.

Frankfurter Getreidebörse

Frankfurt a. M, 23. Dez. Es Warden notiert: Weizen. Wetterauer 24,25, Roggen, in­ländischer 17 bis 17,50, Sommergerste für Drau- Awecke 22,50 bis 25, Hafer, inländischer 18,50 biS 21,50. Mais (gelb) 21, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 40,25 bis 40,75, Roggemnehl 26 bis 26,25. Weizen- und Roggenkleie Tl'-Tendenz stetig.

Frankfurter Schlachtdiehmarkt.

Frankfurt a. M., 23. Dez. Auftrieb: 39 Ochsen, 5 Färsen und Küpe, 690 Kälber, 119 Schafe. 117 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Kälber: Feinste Mastkälber 76 bis 82, mittlere Mast- und beste Saugkälber 68 bis 75, geringere Mast- und gute Saugkälber 60 bis 67. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 40 bis 45, geringere Masthämmel und Schafe 30 bis 38, mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 22 bis 28. Schweine: Vollfleischige v-on 80 bis 100 Kg. 90 bis 92, unter 80 Kg. 82 bis 89, von 100 bis 120 Kg. und von 120 bis 150 Kg. 90 bis 92. Marktverlaust Kleinvieh lebhaft, Schweine langsam geräumt.

berliner Produktenbörse.

Berlin, 22. Dez. Die bevorstehende lange Feiertagspause und auch anhaltende flaue Aus- landmeldungen gaben der Berliner Produkten­börse das Gepräge. Tlnternehmungslust besteht zur Zeit keine in nennenswertem Umfange. Da» Angebot des 3nlandes in Brotgetreide blellbtz sehr gering und keinesfalls dringlich während andererseits auch mit Ausnahme von Roggen keine allzu große Auftrahmeneigung besteht. Am Lokomarkt eröffneten die Kurse etwa 1 Mars niedriger. Bezeichnend für die äußerst große Ge- schäftsstille ist der Umstand, daß seitens der amt­lichen Makler im Zeitgeschäft nur drei erste Kurs« fest gestellt werden konnten. So eröffnete Weizen per März 2,50 Mark, per Mai 2 Mark niedriger. Roggen per März 1,50 Mark schwächer. 3m freien Verkehr zeigte Roggen per Mai ein ungefähr unverändertes Absehen. Der Kurs touri>e hier ungefähr mit 183 Brief abgenommen. Gerste steht rm Zeichen des schleppenden Verkehrs, Hafer im Angebot ruhig, Mehl still, Futtermittel ohne be­achtenswerte Veränderungen. Es notierten per 1000 Kilo: Weizen, märt. 239 bis 244, do. pomm. 239 bis 245, do. Dez. 250, do. März 258 bis 259 biS 258,5, do. Mai 262 bis 261,5, Roggen, märt. 137 biS 146, do. pomm. 137 bis 146, do März 172 bis 175, do. Mai 183,5 bis 184,75, Gerste, märt. 184 biS 212, Futtergerste 154 bis 168, Hafer, märk. 157 biS 167, Raps 360 bis 365; per 100 Kilo: Weizenmehl 31,25 bis 35,25, Roggenmehl 21 biS 25, Weizenkleie 11,50 bis 12,50, Roggen­kleie 9,75 bis 10,20, Viktoriaerbsen 26 bis 33. kleine Speiseerbsen 22 bis 24, Futtererbsen 19,50 bis 20,50, Peluschken 18 bis 19, Ackerbohnen 21 bis 22, Wicken 21 bis 23, Lnvinen, blau 11 bis 12,50, do. gelb 12 bis 14.50, Rapskuchen 14,75 biS 15, Leinkuchen 23,60 bis 23,80, Trockenschnihel 8,20 biS 8,30, Torfmelasse 7,60 bis 7,75, Kartoffel- flocken 14,50 bis 15,25. Sohaschrot 21,30 bis 21,60^

Buntes Allerlei.

Wie wirb ber Winter?

Der Franzose 3ules Gabriel hat das Er­gebnis einer eingeheirden Tlntersuchung der Wit­terungsverhältnisse veröffentlicht. Gabriel hat ein» Aufstellung gemacht, aus der hervorgehet, daß wir in diesem 3ahre einen äußer st strenge» Winter zu erwarten hätten, ähnlich denen vor 373 bzw. 186 Fahren, also den Wintern der 3ahre 1552 bis 53 und 1739 bis 40. Der Winter 1739/40 war einer der strengsten in ganz Europa mit der größten Kälte im Februar, ebenso toi» auch der sehr kalte Winter 1708/09. Rach der von Gabriel errechneten Periodizität würde der Winter 1925/26 dem von 1739/40 in jeder Hin- sicht entsprechen. Auch der schwedische Professor Otto Petterson, der das Studium klimatische« Fragen zu seinem Spezialstudium erwählt hat. kommt zu dem Resultat, daß der Winter 1925/26 oder der des folgenden 3ahres, unter Tlmständsn sogar beide, äußerst streng werden dürften. Be­sonders für den Februar sei mit ganz außer­ordentlicher Kälte zu rechnen. Freilich kann nicht bestritten werden, daß wenigstens im Rorden der bisherige Verlauf des Vorwinters 1925 der Behauptung Prof. Pettersons und Gabriels eine gewisse Berechtigung insosern verliehen hat, als der Ottober im Rorden eine sehr niedrige Mitteltemperatur aufwies und bereits in den ersten Rovembertagen tm hohen Rorden 26 Grad Kälte beobachtet wurden.

Aus dem Amtsverkündigun^sblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 99 vom 22. Dezember enthält: Ankörung von Privathengsten. Wahl der Mitglieder des Kreisausschufses. Kreistagsfihung. Höchst­sätze für Erwerbslofenfürsorge. Maul- und Klauenseuche in Großen-Linden. Abgabe von Feuerwerkskörpern. Dienstnachrichten.

Rundfunk-Programm

deS frankfurter Tender-.

(Aus der »Radio-Umschau".) Donnerstag, 24. Dezember.

3.30 bis 4 Tlhr. Stunde der 3ugend. 5 biS 6 Tlhr: ^Übertragung des Geläutes der Weih­nachtsglocken, darunter der Karolusglocke, vom Frankfurter Dom. 6 bis 7'Uhr: Weihnachts- Musik des Hausorchesters. 7 bis 7.15 Ahr: Di» Besprechung. 7.15 bis 7.30 Tlhr: Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 8.05 bis 9.30 Ahr: ilebertragung von Kassel. 10 Ahr: Süddeutsche Weihnachtsdrchtungen.