Ausgabe 
23.11.1925
 
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KreiS Alsfeld.

*e& BurgTemünden, 20. Rov Welch reiche Jagdbeute bei den .^^^hngen Treibjagden erzielt wurde, beweist die Tat­sache, daß gestern auf der Station Burg- und Nie- der^Gemimden 4 7 Rehe und fast eben oviel Ha­sen verladen wurden. Dabei muß berückI'chttgt. wer­den, daß die Jagd noch nicht beendet rst. Sämtliches Wild wurde in den staatlichen Waldungen, die zwi- schen Maulbach, Homberg, Dühleld und Nieder-Ge- münden gelegen sind, erlegt. Aus dem nördlichen Teil der Gemarkung Nieder-Gcmunden und m eini­gen Distrikten der Försterei Homberg kamen gestern insgesamt 17 Rehe, 11 Hasen und 1 Fuchs zur Strecke, währenddem ein zweiter aufgetriebener Fuchs rechtzeitig das Weite suchte, so baß ihn das W nicht mehr erreichen konnte. Daß m die.em Oflh- eine so große Beute an Rehwild erzielt wurde, Iwt seinen Grund wohl darin, daß der Abschuß in den beiden vorhergehenden Jahren nur in be­schränktem Maße erfolgte.

bl. H a i g e r, 21. Rov. Im Laufe dieses Jahres sind in unserer Stadt etwa 15 Neubauten in Angriff genommen worden, von denen der größte Teil bereits fertiggestellt ist. Die Häuser enthalten im Gesamt etwa 2 5 Wohnungen. Bon feiten der Stadt wurden 3 Gebäude errichtet, die im Roh­bau dastehen.

bl. Fleisbach, 21. Noo. Nunmehr sind auch in imfcrer Gemeinde Bestrebungen zwecks Errich­tung eines Kriegerdenkmals im Gonge. Der Kriegerverein hat sich der Sache angenommen.

bl. S e ch s h e l d e n , 21. Nov. Die hiesige evan­gelische Kirchengemeinde läßt z. Z. die K i r ch e r e - no vieren. So wird der Boden neu gelegt ui!b sonstige dringend erforderlich gewordene Ausbesse, rungen erledigt. Im Laufe dieses Jahres entftan* den in unserer Gemeinde etwa 10 Neubauten.

bl. Manderbach. 22. 'Nov. Vor einigen Tagen hat die hiesige Schwerspatgrube ihren Betrieb wieder ausgenommen.

Zirka 70 Arbeiter aus unserer Gemeinde unb dem Nachbarort Frohnhausen werden dadurch wieder lohnende Beschäftigung finden.

Maiugau.

WSN. Frankfurt a. M, 22. Nov. Sn der am 20. November stattgefundenen Ziehung der großen Wohlfahrtslotterie de» Dühnenvolksbundes ist der Hauptg«-» toinn, eine Billa mit vollständigem Mobiliar, auf die Nummer 419 705 entfallen. Der Gewinner ist ein unbemittelter jungverheira­teter Angestellter aus unserer Nachbarstadt Höchst <l M-, der noch keine eigene Wohnung ßcfitjt. Der zweite Hauptgewinn, ein Automobil, entfiel auf die Nummer 219 553. Das historische Frankfurter älhrturmchen in der Kai- serstraße wird seit Freitag abgebrochen, da es sich immer mehr als ein großes Verkehrshinder­nis herausgebildet hatte Es ist noch nicht be­kannt, wo es zur Neuaufftellung gelangt.

Turnen, Sport und Spiel.

Starkenburg.

Darmstadt, 22. Nov. Ein seltsamer Fall von .Unterschlagung beschäftigt d.e Darmstädter S t a a t s a n wa l t s cyof t. Zur Zeit reist ein Türke durch Deutschland, der eine Ne.hr von zahmen Bären mit sich führt. Den Bärenführern werden verschiedene Gegrn^n zu- gewiesen, wo sie die gezähmten Tiere vorsuhren. Einer der Führer, ein gewisser Ernst Dürr auS Tübingern ist mit s e i nem ren nicht wieder zur Truppe zurückgekehrt, so daß der Besitzer Anzeche bei der hrestgrn Staats- anwaltschast erstattet hat. Dürr führt einen jungen lilbergrauen Bären m;t sich. der d.e Größe eines mittleren Hundes hat. Der Dar hat angeblich einen Wert von über 1000 Mi.

DEN. Erbach i. O.. 22. Nov. Sn Mam- bullln im Deziri Miltenberg ist an zwer ver­endeten Katzen Tollwut festgeft'.llt worden. Lieber Mainbullen und verschiedene angrenzende Orte tourbe die Katzensperre verhängt, für dre dieselben. Besttmmui-.gen wie bei der Hundesperre gelten.

Nhemhessen.

WSN. Mainz, 21. Nov. Ein ISjähriger Zwangszögling, der durch die Erziehungs­anstalt versuchsweise bei einem Landwirt als Dienstknecht untergebracht war, bestahl sei­nen Dienst Herrn um einen größeren Betrag und verduftete. Der hiesigen Polizei ist es jetzt gelungen, den unverbesserlichen Burschen f est- zunehrnen. Bei der Durchsuchung fand man ein feststehendes Messer bei ihm. Nach verbüßter Strafe wird er wieder in einer Anstalt unter­gebracht werden. Zu Anfang dieser Woche rst der Laden eines hiesigen Bekleidungs- geschäftö erbrochen und um Schuhe und Kleider in größerer Menge bestohlen worden. Der Polizei ist es jetzt gelungen, den Dieb fest­zunehmen. Auch ein Teil der gestohlenen Sachen konnte wieder herbei geschafft werden.

Preußen.

Äreis Wetzlar.

Wetzlar, 21. Nov. Man schreibt uns: Zur Bürgermei st erwähl haben in einer Versammlung am 17. d Mts. auch die Beam­ten und Angestellten der hiesigen Stadtverwaltung Stellung genommen. Einstimmig wurde der Ansicht Ausdruck gegeben, daß cS ein nie wieder gut zu machender Fehler wäre, wenn die Lösung dieser Frage von anderen als sachlichen Gesichtspunkten aus erfolgen würde. Mit der Durgermeisterwahl experimen­tieren hieße dem Wohl der Allgemeinheit und der Entwicklung der Stadt Wetzlar keinen guten Dienst erweisen. Nestlos stellen sich die Beamten und Angestellten hinter den derzeitigen Bürger­meister, Herrn Dr. K ü h n, dessen Fortgang sie sehr bedauern würden, weil sie wissen, daß er die Stadt Wetzlar durch sein zielbewußtes Vor­gehen hochgebracht hat, und sie das Vertrauen zu ihm haben, daß er die Stadt in jeder Beziehung auf der Höhe halten und weiter mit Erfolg für die Fortwrttvicklung der Stadt tätig sein wird. H'eran ist letzten Enlns auch die Beamten- und Ange­stelltenschaft nicht uninteressiert, da es auch für ihre erfolgreiche Arbeit von Bedeutung ist, wenn die bisherige zielbewuhte Leitung die gleiche bleibt. Es Ware sehr bedauerlich, wenn die all­gemein anerkannte Entwicklung unserer Stadt einen Stillstand Erfahren würde nur aus dem Grunde, weil man sich auf die Person des der­zeitigen Bürgermeisters für fernere 12 Lahre Amtsdauer nicht einigen formte. Die Beamten und Angestellten setzen in die Herren Stadtverord­neten das Verttauen, daß sie sich bei der (Bürger« meisterwahl der Verdienste deS Herrn Dr. Kühn um das Wohl der Stadt und der Allgemeinhnt erinnern und frei von Interessen- und Partei­politik, die letzten Endes nur einseitig sein kann, und unter Hintanstellung von etwaigen persön­lichen Momenten am kommenden Wahltage Herrn Bürgermeister Dr. Kühn ihre Stimme geben. Auch die städtischen Arbeiter haben in der Versammlung erklären lassen, daß sie geschlossen hinter dem Herrn Bürgermeister stehen.

WSN. Burgsolms. 21. Nov. Heute vor­mittag 6,40 älhr wurde der Briefträger Emil Müller aus Burgsolms auf dem Liebergang an Kilometerstein 50L der Sttecke Wetzlar- Grävenwiesbach von einem Personenzug an gefahren. Müller starb auf dem Trans­port zum Krankenhaufe. Es liegt anscheinend älnvorsichtigkeit vor.

Kreis Marburg.

1[ Marburg, 22. Nov. Nachdem heute früh Abordnungen der Kriegervereine am Sagerüenlmal im Schülerpark einen Kranz nieüer- qefegt hatten, folgte um 3 llljr auf dem Fried­hof im Habichtstal eine große Gedächtnis­feier, an der außer den Kriegervereinen die gesamte Garnison, die Studentenschaft und eine mchrtausendröpfige Menschenmen-e teilnahmen. Am Denkmal für die Gefallenen des Weltkrieges und an demjenigen von 1870/71 wurden_ An­sprachen gehalten und Kränze 'niedergelegt. Später schloß sich noch eine Totenehrung am Kreis- kriegerdenkma l auf dem Friedhofs platz cm.

DillkreiS.

Dillenburg. 21. Nov. (WSN.) Ein älnglücksfall. dem ein Menschenleben 8um Opfer fiel, ereignete sich gestern abend auf der Adolfs Hütte bei Dillenburg. Der 63jährige Fuhrmann Weber aus Niederscheld geriet beim Rangieren einiger Waggons zwi­schen die Puffer zweier Wagen und erfi.it so schwere innere Verletzungen, daß der Tod in wenigen Minuten eintrat.

SporL-Uedersicht vom Sonntag.

Die sportlichen Ergebnisse des Sonntags werden diesmal hauptsächlich die Anhänger des Rasensports beschäftigen, da von den anderen Sportsgebietcn nichts Wesentliches zu berich­ten ist.

Fußball.

Sm Mainbezirk erlitten die bisher führen­den Offenbacher Kickers eine über­raschende Niederlage durch die Frankfur­ter Eintracht. Die Frankfurter konnten sechs Tore auf ihr Konto bringen, während die Offenbacher überhaupt kein Tor erzielten. Das Spiel des Fußballsportvereins gegen Germania endete mit einem sicheren Sieg des Fußball­sportvereins (4:0). Das Treffen Union-Nieder- rad gegen Hanau 93 brachte den Niederrädern, die mit drei Ersatzleuten spielen mußten, eine Niederlage mit 2:7.

Von den Spielen im Reich ist aus Süd­deutschland die Niederlage der Meistermannschaft des 1. F. C. Nürn­berg gegen München 1860 (1:3) hervorzuheben, ferner der Sieg der Sp.-Vgg. Fürth über die Augsburger Schwaben (2:0).

3m Bezirk Württemberg-Baden unterlag der S. C. Stuttgart gegen den 1. F. C. Freiburg (0:3). Der Karlsruher Fußballverein siegte gegen V. f. R. Heilbronn mit 4:1. V. s. D. Stuttgart schlug Birkenfeld mit 5:0.

3m Rheinbezirk blieb das Spiel F. C. Pirmasens gegen S. V. Darmstadt unentf^ieben (0:0), während Phönix Ludwigshafen gegen S.V. Mannheim-Waldyof mit 3:5 eine bedeu­tende Schlappe erlitt.

3m Bezirk Rheinhessen trafen sich F. V. Saarbrücken und F. S. V. Mainz (1:0). Das Spiel Griesheim gegen Borussia Neunkirchen ging unentschieden aus (0:0). D. C. 3dar siegte mit 2:1 über S. Gmde. Höchst.

Viktoria-Aschaffenburg konnte das Spiel gegen Helvetia-Frankfurt zu einem Siege (2:1) gestalten.

Rugby.

Aus dem Rugbypro-gramm ist lediglich das Spiel S. D. Offenbach 99 gegen B. f. R. Aschaf- fenburg erwähnenswert. Die Offenbacher fertig­ten die Aschaffenburger mit 36:0 ab.

H o ck e h.

Der Sportklub 1880 spielte mit seiner ersten Damen- und Herrc-mnarrnschast in Nürnberg. Die Herren gewannen gegen den Nürnberger Hockey- und Tennisklub mit 7:2, während die Damen den Nürnberger Hockey- und Tennisklub mit 2:1 besiegten. Von den Frankfurter Spielen ist der Sieg der Eintracht über den Sportverein Gries­heim-Elektron bemerkenswert. Eintracht siegte überlegen mit 8:4. 3n Aschaffenburg brachte Viktoria dem Turnverein Sachsenhausen 1857 eine knappe Niederlage (2:1) bei. Ein Werbespiel für den Damenspvrt, von den Damen der Ein­tracht und Sachsenhausen 1837 in Aschaffenburg gesielt, führte zu einem Erfolg der Eintracht mit 5:0. Aus Süddeutschland sind ferner die Spiele Wacker-München gegen T. S. C. Mün­chen (10:2) und V. f. B. Stuttgart gegen T. D. Göppingen (4:1) zu erwähnen.

Boxen.

3n München siegte der deutsche Halbschwer­gewichtsmeister im Amateurboxen, Otto Rispel- Berlin. über Sebastian Neuner nach Punkten. 3n Offenbach fanden die ersten AusfchÄdungs- kämpfe der Amatemchoxer um die Meisterschaft des Mainbezirks statt. Von ben verschiedenen Kämpfern zeigten besonders Schönig (Eintracht Frankfurt) und Roder I. (Frankfurter Turn­verein 1860), daß sie ein gutes Training hinter sich haben.

Goelhegymnafium Wetzlar Oberrealschule Metzen 3:2 (1:1)

Ein schönes und und abwechselungsreiches Hand- ballwettfviel fand am Donnerstagnachmittag auf dem Trieb statt. Das Goelhegymnafium befindet sich zur Zeit in sehr guter Form, es hat schon meh­rere Spiele gegen andere Schulen sehr hoch ge­wonnen. Um so mehr erstaunt war man, daß ihnen die Gießener zum größten Teile überlegen waren. Sie führten den auswärtigen Güsten ein äußerst flottes und gut durchdachtes Spiel vor, das diese nur mit großer Mühe und viel Glück für sich ent­scheiden konnten. Der Schiedsrichter, Sportlehrer Schneider von der Reichswehr, leitete das Spiel mit großer Umsicht. In dieser Aufstellung hat die Mannschaft der Oberrealschule sicher sehr gute Aus­sichten auf weitere Erfolge.

Westdeutscher Fußball von gestern.

Ruhrbezirk.

F. C. Gelsenkirchen 07 B. V. Attenessen 2:10. B. V. Dortmund 08 Essener Sp. V. 99 1:1. Preußen Essen Alemaimia Dortmund 2:3. M B.V. Linden Union Geilenkirchen 4:6.

Niederrhein-Bezirk.

B.D. Beeck - V. f. B Ruhrort 1:3. F.D. Duisburg 03 V.f. L. Creseld 5:1. Sp. D. Oberhausen°Styrum Duisburger Sp. V. aus- gcsallen. Hamborn 07 Duisburg 99 1:3. ilnion Creseld Union Hamborn 3:2. Meide- richev Sv. V. D. f. D. Bottrvpp 8:1.

Rhein-Bezirk.

Germania Düren Dürenec Sp. V. 4:2. Borussia München-Gladbach Rhe hdter S. V. 9- o S C M.-Gladbach V.'l. B. Aachen 1: '.

Bezirk Westfalen.

D. f. L. Osnabrück Westsalia Schernebeck 5:2. V. f.D. Bielefeld Osnabrücker F.D. 1:1. Arminia Dielefeld Greven 09 4:1.

Bergisch-Märkischer Bezirk.

Turu Düsseldorf Spiel und Sport Elber­feld 4:1.

Berliner Oberliga.

Tennis-Borussia Union Potsdam 6:1, Hertha BSC. 1. FE. Neukölln 5:1, BSD. 92 Union SEE. 5:3, Norden NW. Meteor 3:2, Alemannia Wacker 04 3:1, Kickers Tasmania 2:1.

Neuorganisation

im Deutschen Hockeybund?

Der Mitteldeutsche Hockey-Verband wird dem nächsten Bundestag einen 2lntrag einreichen, nach dem eine ilmorganifation deS Deutschen Hockeh- bundes in der Weise erfolgen soll, daß dem. Bund die einzelnen Landesverbände angeschlossen sind und nicht wie bisher die Vereine direkt^ Damit würde eine größere Selbständigkeit der Landesverbände möglicherweise auf Kosten des Bundes erzielt werden. Das Präsidium wird dem Bund Ablehnung des Antrags emp-> fehlen.

Damenhockey-SLädtekamps Hamburg - Berlin 2:2.

oo. Bei trübem, zu Regen neigendem Wetter fand am gestrigen Sonntag in Hamburg (THC.-Platz) der Städtekampf der Damen HamburgBerlin statt. Beide Mannschaften lieferten sich ein schönes, im großen und ganzen ausgeglichenes, faires Spiel. Wenn die Hamburger Damen auch zeitweise etwas mehr vom Spiel hatten, so reichten sie doch wieder­um an die vorzüglicbe Kombination der Bereliner Stürmerinnen nicht heran.

In der 15. Minute der ersten Halbzeit fällt durch eine verwandelte Ecke das erste Tor für Berlin. Fünf Minuten später schäften die Hamburgerinnen durch den Durchburch der rechtsaußen spielenden Stürmerin den Ausgleich. 1:1 zu Halbzeit. Acht Minuten Mb Wiederbeginn geht Berlin mit 2:1 in FuhrunAMber schon vier Minuten später gelingt es Hornburgs Mitte, einen glatten Durchbruch zu verwandeln. Beim Stande 2:2 bleibt es, bis zum Schluß sieht man offenes Feldspiel und manche kritischen Momente, besonders günstig für die Ber­liner Damen. Doch zu einem zählbaren Erfolg kommt es nicht mehr.

Berliner HandbaAmeisterschast Äer Turner.

vo. Die Spiele der Berliner Handballmeistsr schäft der Turner brachten fast durchweg die er­warteten Favoritenftege. Der Kreismeister TSV Lichterfelde gewann gegen den Liganeuling MTV Adlcrshof 2:0 (0:0). TV Gutsmuths mußte im Spiel gegen BT 7. M. A. auf seinen altbe­währten Tormann verzichten, konnte aber trotz­dem 3:1 gewinnen. 3m Spiel DTG TD Dörner errang die Turngenossenschast nur einen knappen 1:0 Sieg. Heber Erwarten gut schnitt M. T. V. gegen TSV Spandau 1860 ab, indem er dem Altmeister nur mit 5:4 die Punkte überließ. Die einzige Lleberraschung des Tages gab es in dec Begegnung BT 2. M. A. gegen TSV Tempelhof, indem hier BT mit 1:3 ver­lor. TSV Schöneberg setzte sich mit einem 2:0 Siege über VfL Charlottenburg an die Spitze der Tabelle. 3m Gesellschaftsspiel mußte MTV Mariendorf von Nowawes 62 eine 2:4 Nieder­lage chinnehmen.

Von den beiden Tumerinnenspielen endete die Begegnung MTV Adlersdvrf gegen BTSD Frieden unentschieden 0:0, während die Turn- gemeinbe i. D. ihren größten Rivalen, die BT, mit 2:1 (0:0) zu schlagen vermochte.

Tagung des 5 chwimniausschusses der D. T.

vo. Dieser Tage trat der Schwimmausschuß der Deutschen Turnerschaft zu einer Tagung in Mainz zusammen, in der einige wichtige Fragen ihre Er­ledigung fanden. Das Schwimmfest der D. T. kann nicht, wie beabsichtigt, in Leipzig ausgetragen wer­den, da die Schwimmbahn nicht den Anforderungen von Meisterschaftskämvfen entspricht. Es sind dafür Düsseldorf oder D u i s b u r g_ in Aussicht ge­nommen, doch ist eine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen worden. Bekanntlich hat sich auch der Kreis Mb Berlin um die Austragung der Veran­staltung beworben. Als reichsoftene Veranstaltungen wurden folgende Schwimmfeste aenehmigt: Jahn- schwrmmen der Halleschen ^.urnerschaft am 13. und 14. Februar: das Jubiläumsschwimmen des Turner­bundes Stuttgart am 25. April anläßlich des lOjähr. Bestehens: im Rahmen der Kampfspiele das Fest des Turnvereins Frankfurt a. M. im Oktober und eine Veranstaltung des Stettiner Turn­vereins, deren Termin aber noch nicht festgelegt ist. Auch zu den Deutschen Kanrpsspielen zu Köln wird die Deutsche Turnerschafl ihre besten Schwimmer entsenden. Die Schwimmlehrgänge werden von der D. T. auch finanziell unterstützt. Die hierzu verfüg­baren Gelder werden nach Maßgabe des Schwirnm- wartes der D. T. angewiesen. Recht erfreulich ist es, feststellen zu können, daß die Turnerschaft alle Bestrebungen der Deutschen Lebensrettungsgesell- schast tatkräftig unlerstutzt. Auf dem Turntag 1926 in Bremen wird der Antrag gestellt, daß jeder Turnkreis die Mitgliedschaft der B. L. R. G. zu

erwerben hat. Auch ift beschlossen, auf dem Turntage eine Sitzung der Kreisschwimmwatte abzuhalten. Ein Schwtmmiehrgang für Turnerschwimmer soll bei der Preußischen Hochschule für Leibesübungen beantragt werden.

Turner-Schwimmwettkampf.

Die Tumerschwimmer trafen sich zu einem Stadtekampf in Hamburg, der von den besten Mannschaften der Städte Hamburg und Berlin ausgefochten wurde. Nur sehr knapp konnte Ber­lin den Sieg sichecstellen. Mit 44 Punkten gegen 43 Hamburgs hatte sie das bessere Ende für Nch. Berlin gewann die Punkt« in der 4x40- Metcr-Lagenstafsel, 100-Meter-Brustfchwimmen, lOck'Meler-Del.-Schwimmen, 100-Meter-Rücken- Schviimmen, während Hamburg das 100-Meter- Seitt-Schwimmen, 4x40-Meter-Bruststaftel und die Schnellstafsel gewann. Beim Springen und Tauchen teilten sich beide Städte in die Punkte.

Gesallenen-Gedächtnis- schwimmen des S. S.C. 89 Berlin Das bereits traditionell gewordene Ge- fallenengedächtnis-Schw.mmen. das der Schwimm­sportclub vdn 1889 Berlin alljährlich am Toten- foimtag zum Austrag bringt, erfreute sich auch diesmal reger Beteiligung und 'eine- für Berlin nicht immer ztr findenden guten Besuches. Eine vorzügliche Leistung stellte Schubert - BreSIau im zweiten Rück-iftchwimmen über 200 Meter auf. Mit 2:54,8 schuf er Rekordzeit, die jedoch keine Genehmigung finden kann, da die Dahn nichi den Vorschriften entspricht. Das 1. Brustschwim­men 100 Meter und auch über 400 Meter gewann Kummert-Hellas-Magdeburg. Heinrich Pos.-Leipzig hatte in 400 Meier Freistil in Neitzel keinen schweren Gegner. Dagegen tonnte er die 100 Meter nur knapp gegen Holt­mann- Magdeburg und Dahlem- Breslau an sich bringen. Das Zürner-Gedächtnissprinqen sah Luder- Berlin knapp vor Schrotte r-Breslau als Sieger. Die zweite Senior-Freistil- uitZ> auch die zweite Senior-Lagenstaffel konnte Posei­don- Berlin beide Mal« vor S. S. C. 89 ge­winnen.

Wirtschaft.

Die Lage auf dem Kohlen- und Eisenmarkt.

(Bon unserem Essener Mitarbeiter.)

Die Lage auf dem Kohlenmarkt hat sich in der letzten Zeit ziemlich erheblich verschlechtert, wie schon die neuerlichen Stillegungen, Feierschichten usw. beweisen. Sowohl in Industrie- als auch in Hausbrandkohle ist der Absatz zur Zeit sehr schlecht. Besonders unangenehm ist auch die Verschlechte­rung des Ausfuhrgeschästs. In den letzten Monaten hat sich die Einfuhr an Steinkohle erheblich ge­steigert, während die Ausfuhr deutscher Steinkohle zuruckgeaangen ist, eine Verschlechterung, die zum großen teil von dem stärkeren Eindringen der von der englischen Regierung subventionierten englischen Kohle herrühtt. Große Schwierigkeiten machen zur Zeit auch die Einfuhrerschwernisse, die oon verschie­denen Ländern (z.B. von Belgien) der deutschen Kohle bereitet werden. Die jetzt festgesetzte Lohn­erhöhung macht, auf die Tonne berechnet, eine Der teuciung der Förderkosten von etwas Über 60 Pf. aus. Dadurch wird die infolge der Steigerung der Leistung erstelle Selbstkostenverbtlligung oon 30 Pfennig wieder restlos hinsällitz. Da auch die Ge­winne aus der Nebenproduktton und aus öem Kohlenhandel nur relativ geringfügig sind ins­gesamt 75 Pf. je Tonne Nutzförderung bei ver lustbringenden Preisen in der Förderung, bezeichnet der Ruhrbergbau allgemein die Lohnerhöhung als untragbar.

Aus dem Eisenmarkt ist die Lage nach wie vor flau. In der Schwerindustrie, die in normalen Zeiten eine der stärksten E'isenverbraucher ist, wer­den Neu- und Umbauten kaum errichtet. Die wei­terverarbeitende Industrie kauft nur das Aller- nötigste: sie schließt neue Käufe erst nach Verarbei­tung des bereits lagernden Materials ab; außerdem geht sie teilweise sogar dazu über (wie z. B. die Werften), oon den eigenen Lagerbeständen die überflüssigen Mengen abzustoßen, um dadurch ihre finanzielle Lage zu erleichtern, auch findet man häufig zwischen befreundeten Firmen Umtausch von Material, um dadurch neue Bestellungen zu er­sparen. Der Handel kauft nur soviel neu ein, wie er vorher an seine Kundschaft an alten Beständen verkauft hat. Das Auslandgeschäft hat sich in der letzten Zeit erheblich verschlechtert; der dauernde Rückgang des französischen Franken macht den französischen Werken eine starke Steigerung ihrer Dumpingverkäufe möglich. In der letzten Zeit ist daher die Einfuhr französischen Eisens nach Deutsch­lang ungefähr 67mal stärker als in der ent sprechenden Zeit des Vorjahres. Für die deutschen Werke sind die im Ausland erzielbaren Preise so verlustbringend, daß die Verluste durch die Jn- landpreise nicht mehr ausgeglichen werden können. Von den Auslandverhandlungen auf dem Eisen­markt hört man beinahe nichts mehr; die Forde­rungen der Franzosen sind unerfüllbar.

Die Preise sind schlecht; sie halten sich auch für die in Verbänden zusammengeschlossenen Pro­dukte vielfach nicht unerheblich unter den offiziellen Sätzen. Die Beschäftigung der Werke ist verschie­den; da, wo ausgesprochene Qualitätsware herge­stellt wird, dürfte sie für längere Zeit reichen. Die neuen Aufträge der Reichsbahn, des Auslandes usw. sind im Vergleich zur Gesamtproduktion bei weitem nicht so groß, als daß eine grundsätzliche Belebung durch sie herbeigesuhrr werden könnte, von diesen Aufträgen ist mehr Aufhebens gemacht worden, als ihrer tatsächlichen Bedeutung ent­spricht, da sie sich weit mehr unter den in nor­malen Zeiten üblichen Ziffern halten. An eine Besserung des Eisenmarktes in der näheren Zukun'i wird allgemein nicht geglaubt, zumal die zahlreichen noch lausenden Dorverbandsabschlüsse infolge der mangelnden Aufnahmefähigkeit dieses Marktes zu ihrer Abwicklung doch längere Zeit gebrauchen, als man ursprünglich gedacht hatte. Stabilisierung des französischen Franken und befiere Versorgung des Kapitalmarktes m Deutschland sind die ersten Vor­bedingungen für eine grundlegende Besserung des Eisengeschäftes; daß diese beiden Voraussetzungen bald eintreten werden,daran ist wohl nicht zu denken. #

Vom Erzbergbau im Oktober. Aus dem Lahn-Dillgebiet und Ober - Hessen wird gemeldet: Entsprechend den ver­mehrten Stillegungen von Hochöfen im Ruhr- gebiet hat sich die Lage auf dem Eissnrrzmarit im Monat Oktober weiter verschlechtert. Dir Dedarssbasis ist enger geworden, und eS ergab sich ein äleberangebot hochprozentiger Ausland-