44. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
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Ihr blondes, von Wasserstau!) bcperltcs Haar berührte seine Stirn, als sie sich zu ihm beugte und antwortete:
„Und wenn es nicht gebaut wird, kommt Hanns um seine Kraft und seine Zuversicht und ist nicht mehr der Hanns."
Ein Fisch schnellte wie ein silbernes Messer über den Hungerstein in den weißen Strudel.
Ruth kniete sich auf den flachen Boden des Rachens. Trotzig warf sie den Kopf zurück.
„Es ist Zeit. Hermann. Ich muß nach Haus. Was du da gehört hast, das ist ein unsinniges Gerücht. Sie müssen ja froh sein, wenn gebaut wird. Es ist ja ein Werk, so groß, daß es hier alles in Schuß bringt. Stoß ab!"
Das kurze Schlagruder mit dem Eisenstachel in den Händen, duckte sie sich noch tiefer in den Kahn.
Hermann setzte die Stange ein und stieß den Rachen vom Hungerstein in den Wirbel. Bretthart schlug der erste Guß über sie hin. Laut schrie der Eisenstachel des Ruders, als Ruth ihn an den Felsen rannte Mit einem höllischen Schmatzen setzte das Boot in den tieferen Kessel, kippte, richtete sich wieder auf, schwankte einen Augenblick wie betrunken und schoß dann in das Gewild der Lauffenenge, die es wirbelnd stromab hetzte.
Als der Rachen auf St. Josephs Acker, der bei der Trockenheit weit in den Strom reichte, auflief, fiel Ruth vornüber, und Hermann stürzte in die Knie. Gerade wie damals, als er mit der kleinen Lo ins Treiben gekommen war.
Ruth war wie aus dem Rhein gezogen. Ihr leichtes Kleid klebte, das Haar hing ihr in einer schweren, dunkelgefärbten Masse tief über den Rücken.
„So kann ich mich in St. Joseph nicht zei-
Ungelegen kam sie auf die Terrasse und in ihre Stube.
Eine Stunde später trat sie zu ihrem Vater ins Zimmer. Sie war ihm nie jünger, frischer erschienen und nie so getragen von innerer Kraft, so daß er seine Angst wie einen Alpdruck entweichen fühlte.
Er ging auf sie zu und legte ihr den Arm auf die Schulter.
Mit gekünstelt ruhiger Stimme sagte er beinahe sachlich kühl:
„Mädel, da ist ein Bericht vom Bürgermeister. Wir haben zu früh ans Ende gedacht. Der Lauffen bleibt, wie er ist. Das Werck wird nicht gebaut."
„Richt gebaut! Das Wert nicht gebaut!"
Als ein Schrei, ein Schmerzensschrei, zu dessen herzzerreißender Qual die Worte gar nicht passen wollten, riß sich die Antwort aus ihrem Mund. Keine Antwort — eine Klage war es, eine wilde, aufschreiende Klage, ein Ausbruch, der furchtbarer als Tränen und Zammerlaute ihr Gesicht in wachsktarer Blässe erstarren lieh.
Er hielt sie fest, ganz fest. 3n diesem Augenblick wurde ihm offenbar, wie wenig er sie kannte. Seine Wissenschaft, seine Autorität, sein ganzer Einfluß versagte, er konnte nichts tun, als sie halten und ihr durch die körperliche Hm= armung zu verstehen geben, daß er ai war, bei ihr war.
Langsam löste sie sich aus seinem Arm.
„Darf ich den Brief lesen?" fragte sie tonlos.
Er reichte ihr den Brief und die Karlsruher Zeitung.
„Danke, Papa, es ist, wie du gesagt. Die Finanzierung ist in die Brüche gegangen. Run kann er nicht bauen."
Engelhardt wollte ausfahrert, ausschütten, was er auf dem Herzen hatte, aber er fürchtete sich, Ruth in dieser Stunde weh zu tun, und schwieg.
Gr drückte sie in einen Sessel.
Bleib ruhig sitzen, Kind. Ich laß dich allein. Du mußt damit fertig werden.
Lind Ruth blieb allein.
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Stumm gehorchte er. Er hatte den Brief seines Bruders in der Tasche, hätte ihr mitteilen sollen, daß Hanns heute komme, und hatte es nicht getan. Richt tun können. Und wenn man ihn deswegen mit dem Tode bedroht hätte. Er konnte nicht. Die Sonne war schon wieder glutstrahlend als lodernder Feuerball aufgeftie« gen, hatte alle Himmelsfarben versengt und fraß nun 'die Kühle des Stromes.
Ruth flocht die verwirrten Haarmassen auf und stellte sich mit dem Rücken gegen die Sonne. Auf dem weißen Kies zwischen den Weidenbäumen blieb sie mit geschlossenen QlUgen stehen und spürte, wie die Sonne die Rasse aus den Kleidern zog.
So still war es in St. Joseph lange nicht mehr gewesen. Die Hitze hatte die Gäste vertrieben. Gestern war sogar Frau von Rothammer nach St. Blasien in die Höhe geflüchtet. Kaum fünfzehn Gedecke kamen noch auf den Tisch. Ein Hungerjahr — der Stein behielt recht.
Zn der Frcmdenliste von St. Blasien, die Frau von Rothammer hatte kommen lassen, stand noch sein Rame. Frau von Rothammer hatte laut vorgelesen: Frau Kommerzienrat Ty- lander aus Berlin, Herr Gerhart Tylander.
Run waren es schon vier Wochen. Er war am anderen Tage nach St. Blasien zurückgekehrt. Aber er hatte gesagt, daß er feiner Mutter Rheinau und den Lauffen zeigen wolle, ehe sie wieder nach Berlin reisten. Seither machten die Automobile, die durchs Tal fuhren. Ruth nervös.
Sie wollte ihn nicht Wiedersehen.
Der Frühzug pfiff vom Tunnel her.
Sie tastete nach ihren Haarsträhnen. Es war Zeit, nach Hause zu gehen. Durch den Anger, über die Treppe auf die Terrasse, da sah sie niemand. Schwer schlug das feuchte Haar nach vorn, als sie cs über die Schulter warf, aber es lockerte sich schon und spann schon wieder goldene Fäden. Rasch steckte sie es in zwei tiefgewellten Zöpfen am Hinterkopf zusammen und ging über den knirschenden Kies ans grüne Ufer.
Eine Hupe rief durchs Tal, als sie über die Wiese lief. Sie erschrak, aber nein, es war ja nicht der seltsame, wilde Bogelschrei seiner Trompete gewesen.
Sengende Sommerglut zitterte über den Feldern, der Tannenwald stand starr und spröde, in eherner Bläue spannte sich der Himmel über der Welt. Der Lauffen rauschte müde, nur in der Rächt tonte seine Stimme stärker. Kühlung verheißend, in die Ferne. Der Hungerstein war zutage getreten. Seit siebenunddreißig Zähren zum erstenmal wieder. Seine abgeschliffene Flache lag nackt und bloß, von Runen gekerbt, zutage, einige kaum noch lesbar.
Hermann Zngold fuhr Ruth zu ihm him Um sie her spritzten die Wasser. Zwei Tage vorher war die neue Zahreszahl eingemeißelt und in der „Alten Post" mit altern Elfenauer Edelwein geweiht worden.
Cs war in der ersten Tagesfrühe. Lachsfarbene Morgenröte färbte den Horizont. Kein Wölkchen schwamm am glasklaren Himmel.
Von der Strömung an den breiten Stein gedrückt, der als hohe Schwelle aus dem Lauffen ragte, lag Zngolds Kahn wie angeschmiedet. Die neue Zahl war rot wie eine frische Wunde.
„Fraulein Ruth, wenn das Werk gebaut wird, muh auch dec Hungerstein weichen."
„Das tut nichts, Hermann, wenn das Werk steht, brauchen wir keinen Stein mehr, der Hungerjahre anzeigt."
„Vielleicht kommt es gar nicht zum Bauen", sagte Zngold nach einer Weile.
Als er ihren Schrecken gewahr wurde, setzte er hastig hinzu: „Zch meine in diesem oder dem nächsten Zahr noch nicht. Rektor Schnell erzählte, daß die Bauvorschriften der Regierung für die Gesellschaft unannehmbar seien."
Sie starrte ihn, immer noch von blassem Schrecken erfüllt, an.
„Und Hanns! Was wird aus Hanns!" schrie sie plötzlich in das Tosen des Rheins.
Er rückte dicht zu ihr hin und sagte mit erstickter Stimme:
„Fräulein Ruth, wenn das Werk gebaut wird, müssen sie den Vater mit Gewaft aus feinem Haus treiben!“
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