Ausgabe 
23.10.1925
 
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Idenburg.

°mr "2" bcnachbaric e Mltwochnachmittag der gabn! in Dbenweller iuJammen un* ie Arbeiter unter sich. Ein sieb- fer wurde aus der Stelle gt | ?n anderen kamen lebenszefähr 1 Sranfenhnus zu Offenbar?.

preu&en.

ieubahu Wetzlar-Mat tinjüijrung des Winterjahrplane.

> endlich der Perjonenvei Strecke Wctzlni-Lollc: menigftens mit zwei Zügen te : hrt wurde. Aber inan ift wird: c Enttäuschung reicher t$ ' man fidj her Hossming hin. bei ! etwas nad) halb 11 Ul): ab 8» n den Zug 10.20 Uhr von Grch oütbe. Ärchts von dem. Lew on ^rontfutl lommen ober n« J i oder Wetzlar zu tim Hoden - gibt es viele -, müfien den wette n ober Wetzlar bei Ächt zu jp iclc würden gerne cdrnds trat: , Gießen oder Wetzlai btiwohM

schreckliche Heimweg S * t es eine ganze ilnjalf Irtwter

Zur oder per Rad 'Ä rotiir n müjfen, obwohl sie taW ^one bezahlt haben. WM

Meälä»'r*S!

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reit» vollendet ift. Ein neues Backhaus wurde eben­falls schon vor längerer Zeit begonnen, konnte jedoch noch nicht fertiggestellt werden.

bl. Hirzenhain (Dillkreis), 21. Ott. Nunmehr wird unsere Gemeinde endlich ein neues Schul- gebäude erhalten, nachdem schon in jahrelangen Verhandlungen darnach gestrebt wurde. Die Raum­not, bedingt durch die Vermehrung der Einwohner­zahl, zwang zu dem Schritt, der schon vor dem Kriege vorgenommen werden sollte. Die Lehrerwoh­nungen im ersten Stock sind bereits vollständig fertig und beziehbar. Ende November gedenkt man die Einweihung vornehmen zu können. Die alten Schul­räume sollen alsdann zu einer Gemeindeschwester­wohnung und der Kleinkinderschule Verwendung finden. Evtl, soll das Bürgermeisteramt auch noch ?inen Na um erhalten.

bl. A u s d e m A l) r t a l, 21 Oft. Nachdem nun­mehr die K a r t o s f e l e rn t e zu Ende geführt wor­den ist, werden andere Herbstarbeiten erledigt. Die Felder werden gereinigt. So ist die D i ck w u r z - ernte in Gang. Die Erträge sind über Erwarten gut. In den breiten Wiesenflächen des Ahrtals wer­den Wasserläufe freigelegt, eine Arbeit, die nach der Polizeiverordnung im H c r b st vorgenom­men werden muß.

Frankfurt a. M. und Umgegend.

svd. Frankfurt a. M., 22. Oft. Eine Billa am Sachsenhäuser Berg, deren Bewohner schon seit geraumer Zeit verreist sind und die infolgedessen unbewohnt steht, wurde voll­ständig ausgeraubt. Der Schaden ist zu­nächst gar nicht abzuwägen. Cs fehlen sämtliche Silbersa^en, die gesamte Wäsche, viele Haus­geräte und auch zahlreiche Möbel. Die Diebe müssen den Raub in verschiedenen Rächten aus- qcführt hoben. Cs hat sich bitter gerächt, daß die Billenbewohncr aus Sparsamkeitsgründen während der Dauer ihrer Abwesenheit ihre Be­hausung keiner anderen Person anvertrauten.

Der frankfurter Straßenbahnerftreik.

spd. Frankfurt a. M., 22. Oft. Wenn nicht olle Zeichen trügen, neigt der Straßen-- bahnerstreik sich seinem Ende zu. Der Berliner Bermittlungsvorschlag gilt als angenommen, da von Frankfurt aus kein Widerspruch erhoben wurde. Cs ist mit Bestimmtheit damit zu rechnen, daß der Streik in oller Kürze abgebrochen und damit der Strahenbahnverkehr wieder ausge­nommen wird.

Kirche und Schule.

hml. Lauterbach. 22. Okt. Am Mittwoch wurde dahier der Dekanatstag des De­kanates Lauterbach gehalten. Im Gottes­dienste Predigte Pfarrer R e u n o b e l - Rieder- Moos über dos Schriftwort 1. Petri 2. Der Dekanstellvertreter Stadtpfarrer Schlösser- Lauterbach eröffnete die Tagung mit der Be­grüßung der erschienenen Abgeordneten und ge­dachte mit Worten der Anerkennung und des Danke! der langjährigen treuen und unermüd­lichen Arbeit des seitherigen nach Gießen ver­zogenen Dekans und Oberpfarrers Müller. Das Andenken des verstorbenen Mitgliedes Organisten und Lehrers Hch. Römer-Lauterbach ehrte die Bersammlung durch Erheben von den Sitzen. Rach Verlesen des Bescheides des Landeskirchen- omtes auf die Verhandlungen des letzten De- sanatStages kam der Vorsitzende auf einzelne Punkte des Jahresberichtes deS Dekanatsaus- schuskes über die Jahre 1923 und 1924 zu sprechen. Der Jahresbericht war gedruckt worden und den Pfarrämtern zur Liebermittelung an die Kirchenvorständc und Kirchengemeindevertretun­gen zugegangen. Bei den nun folgenden Wahlen wurden gewählt »um Dekan Stadtpfarrer Schlösser- Lauterbach, zum Dekanstellvertre­ter bet seitherige Stellvertreter im Dekanats­ausschuß Stadtpfarrer B ö ckn e r - Schlitz, zum Stellvertreter de« Dekans und Dekanstellver­treters Pfarrer Becker-Herbstein. Rach Prü­fung der letzten Rechnungen und des Voran­schlags der Dekanatskasse für 1925 27 hielt Psr. Becker- Herbstein einen eingehenden, fesselnden und von tiefem Verständnis für die in Betracht kommen Fragen zeugenden Vortrag über das von dem Landestirchenamte vorgeschlogenen Thema: ..Welche Bedeutung haben nach der neuen Kir- chenverfassung die Kirchengemeindevertretung und der Kirchenvorstand für das Gemeindeleben und für das allgemein-kirchliche Leben? Wegen der vorgerückten Zeit konnte Pfarrer Bönning - Freienstein nur Weniges aus seinem Ergün- zungsvortrage mitteilen. Aus demselben Grunde mußte von einer Besprechung der Vorträge ab­gesehen werden. Rach einem kurzen Schluß­worte des Vorsitzenden wurde der Dekanatstag mit dem 1. und letzten Vers des Liedes:Ach bleib' mit deiner Gnade", geschlossen.

Wirtschaft.

* Dic amtliche Grohhandclsindex- z i s f e r. Die auf den Stichtag des 21. Oktober berechnete Großhandelsindexzisser ist gegenüber dem Stande vom 14. Oktober (125,1) um 1,4 v. H. auf 1233 zurückgegangen.

* Frankfurter Hypothekenbank, Frankfurt a. M. Aus Grund des Beschlusses

Berlin

Schlich» § Anfang Nur» l'i-'.

2L 10. | 22. 10,

Datum:

21. 10. 22. 10.

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Znter-

Berlin, 22. Okt. Die Gefahr, daß die

93.13

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Börse.

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Ivrantfurt a.M.

Schluß. I-Uhr. fiut» Nur,

67.75* 87'

34.75

pretation der Verträge von Locarno in den ver­schiedenen Ländern eine, Regierungskrise herausbe­schwören könnte, übte an der heutigen Börse einen merklichen Druck aus. Auch der unübersichtliche Stand der Verhandlungen zur Bildung eines west­deutschen Eisentrusts hat die Spekulation, die nach den bisherigen Meldungen mit einem baldigen Ab­schluß gerechnet hat, enttäuscht. Schließlich machen sich jetzt bereits Anzeichen einer beginnenden Verstei­fung des Geldmarktes bemerkbar, so daß man mit Schwierigkeiten bei der Heberroinbung des Ultimo rechnet. Diese ganze Sachlage veranlaßte die Spe­kulation an den Terminmärkten, namentlich in Mon­tanwerten, mit Leeroerkäufen vorzugehen, was zu teilweise nicht unerheblichen Kursab - schwächungen führte. Das Geschäft in den Wer-

5% Deutsche ReichSanleihe . 4% Deutsche Reichsonlew« 3'/,°/, Deutsche ReichSanleihe 3P/n Deutsche ReichSanleib« . Deutsche Svarprännenanleihe 4°/0 Preußische Konsolä . . . 4'7« Segen 3,7/a Hessen

3°/° Henen...........

Deutsche Werch. T ollar Anl. dto. Doll.-Schatz-Anneilng.') 4*/e Zolltürken 5% Äoldmeritaner Berliner Handelsgesellschaft. Lommerz- und PttvaviVauk. Dannst. und Nationalbank . Deutsche Bank Deutsche BercinSbank .... DiSconto Commandit .... Metalldank...........

Mitteldeutsche Treditbank . . Oestcrreichische Kreditanstalt. Weltbank ..........

Bochutner Guß ...

BuderuS . Caro . DeutschfLureoiburg......

<?elsenkirchcner Bergwerke. . Harvcner Bergbau lioliwerke Aschersleben.... .Kaliwerk Westeregeln l'anrobütte Oberbcdars . Phönix Bergbau ...... Rbeinstabl...........

Mebeck Montan .......

Tellus Dergbaa

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd

Cheromische Werke Albin . . I Zementwerk Heidelberg . . .

Philipv Holjmann......|

Anglo-Cont.-Guano Badische Anilin Chemische Mayer Alapin . . Goldschmidt fflrieäbelmer Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung ....... RütaerSwerke ........ E-chetdeanstalt.........

»llg. ElektrstitätS-Gesellschafl Bergmann Mamkrastwerk« Schuckcrt . . , Siemens & Halske .....

Adlcrwerke Kleyer .....

Totmler Motoren. ......

Heyligenstaedt ........ Megnin.............

Motorenwerke Manubeim . srrankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgeselllckaft Frankfun. Pet. Union Schuhfabrik Her;.......

Sichel Zellstoff Waldhof....... Zuckenabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Dagbäulel . . .

Berliner

131,5

»5

107

109

des AufsichtSratS vom 14. Februar d. Z. hat die Gesellschaft, nachdem bereits eine erste Reihe Zprozentiger Geldpfandbriefe über 4 Millionen Reichsmark ausgegeben und am 11. März d. 3. zum Handel an der Frankfurter Börse zugelassen worden ist, mit der Ausgabe einer zweiten Reihe achtprozcntiger Goldpsandbriefe zunächst im Höchstbetragc von 5 Mill. Reichsmark be­gonnen. Für diese 5 Mill. Reichsmark Gold­psandbriefe beantragt die Gesellschaft nunmehr die Zulassung zum Handel und zur Rotiz an der Börse in Frankfurt a. M. Der Gesamtumlauf der Zprozentigen Goldpfandbriefe beträgt also jetzt 9 Mill. Reichsmark.

* D i e Anleiheverhandlungen des Rheinisch-Westfälischen Elektrizi­tätswerks in Essen. Die durch die Darm­städter Rationalbank mit einer unter Führung der Rational City Dank in Reuyork stehenden Gruppe geführten Anleiheverhandlungen des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks stehen, wie dieKöln. Ztg." hört, vor dem Abschluß. Die Anleihe (man spricht von 30 bis 40 Millionen Dollar) soll in Abschnitten begeben werden. Der erste im Betrage von 10 Millionen Dollar soll bereits in kurzer Zeit herausgebracht werden. Die Anleihe ist tprozentig. Der Heber nähme» kurs scheint noch Gegenstand von Verhandlungen zu sein. Die Anleihe dient zu neuen Anlagen, die zur Erweiterung der- Stromversorgung des Ge­biets, namentlich in Süddeutschland, notwendig sind.

Börsenkurse.

teil, die von einer Freigabe des deutschen Eigentums in Amerika profitieren könnten, hat bereits wieder aufgehört, nachdem von Bankenseite skeptische Ver­lautbarungen bekannt wurden. Glattstellungen und Gewinnsicherungen verursachten auch in diesen Wer­ten Kursabschwächungen. So gingen Schiff- fahrtswerte um 2 Proz. zurück. Verhältnis­mäßig gut geholten waren heimische An- le.ihen. Von ausländischen Renten san­den Russen-Werte einiges Interesse. Am Geld­markt hörte man für tägliches Geld 8A10 Proz., Monatsgeld 10114 Proz. Im Devisenoerkehr war Paris auf die Mitteilung, daß beabsichtigt sei, den Banknoten-llmlauf um 9 Milliarden zu erhöhen, sehr stark abgeschwächt auf 111,15 gegen London. Brüssel blieb dagegen gehalten. Die Reichsmark no­tierte in London 20,33, Amsterdam 59,23, Zürich 123,55, Nordische Valuten waren wenig verändert.

Devtsenmartt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.

2t OVbr.

22. Oktbr.

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

(«clb

Briet

Geld 1 Brief

Amll- JtOtL

168.63

169,04

168.63

169,05

Buen.-Aires

1.727

1.731

1.729

1.733

Brff.-Antw

19 12

19,1'1

10,13

19,17

Cbriftlania

85,89

86,11

85,39

85,61

.ctop-libaaeli

104,23

104,49

103,07

104,23

Stockholm .

112,23

112,51

112,27

112,55

HelttnyfcuS.

10,551

10,591

10,655

10,595

Italien. . .

16,763

16,805

16,u65

16,6m

London. .

40,313

20,363

20.32

20,37

Ncuvort . .

4,195

4,205

4.195

4,2-35

Poris....

18,53

18,57

18,22

18,26

Schwei» . .

W1.8O

81,00

80.83

81,03

Svanicn.

60.17

60,33

59,97

60.13

Iavcm . . .

1,726

1,730

1,720

1,724

Rio de Jan.

0 628

1.630

0.633

0,635

Wien in D--

Oest. abgeft.

59,12

69,26

59,12

59,26

Prr.g ....

12.42

12,46

12,43

12,47

Belgrad . .

7,44

7,46

7,44

7,46

Budapett. .

>,87

6,81

5,87

6,89

Bulgarien .

O.O.i

8.06

3.03

3.06

Lissabon

21 075

21,125

21,125

-0,175

Daiijig. . .

60 57

80.89

80.60

80,80

Qonftantni.

2.475

2,385

7,37

2,38

Alben. . .

5 59

5.61

549

5.51

Canada. . .

4,195

4,205

4,195

4,205

Uruguay . .

4.245

4.255

4.235

4,265

Berlin, 22. Oktbr.

Geld

Brief

Amerikanische Noten.....

4.185

4.205

Belgische Noten........

19,03

19,16

Dänische Noten ........

103,74

104,24

Englische Noten........

20.273

20.3,3

^ran;önsche Noten......

18,40

18,5ü

Holländische Noten......

italienische Noten......

168,25

16,54

169.09

1 i,62

Norwegische Noten......

85,19

8..61

Dentsch-r>sterr., a ioo Kronen

58.93

69,23

Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

111,94

113,60

Schweizer Noten .......

811,70

81.10

Spanische Noten.......

59,75

ii 0,05

Tschechoslowakische Noten . .

12, bO

12,45

Ungarische Noten.......

5,84

5.88

Frankfurter Getreidebörse

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 22. Okt. Es wurden no­tiert: Weizen, Wetterauer 24, Roggen, inländischer 17,50 bis 18, Sommergerste für Brcmzwecke 24 bis 25, Hafer, inländischer 19,50 bis 21,50, Mais, gelb 19, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 37,75 bis 38,25, Roggenmehl 25,25 bis 26, Weizenkleie 9,75 bis 10, Roggenkleie 10,50. Tendenz: Ruhig.

Frankfurter Schlachtviehrnarkt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M.. 22. Oft. Auftrieb:

2 Kühe. 1002 Kälber, 1307 Schafe und 908 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Kälber. 'Feinste Mastkälber 80 bis 88, mittlere Mast- und beste Saugkälber 70 bis 78, geringere Mast- und gute Saugkälber 60 bis 68, geringe Saugkälber 50 bis 58. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50. ge­ringere Masthämmel und Schafe 35 bis 44, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 24 bis 34. Schweine: Dollfleischige von 80 bis 100 Kg. 85 bis 87. unter 80 Kg 78 bis 84, von 100 bis 120 K§. 87 bis 89, von 120 bis 150 Kg. 86 bis 88, unreine Sauen und geschnittene Eber 70 bis 80. Marktverlauf: Kleinvieh flott, nord­deutsche Mastkälber über Rotiz gehandelt. Schweine gedrückt, ausverkauft.

Bücherlisch.

Der He rb st-Piper-Bote wird soeben vom Münchner Verlag R. Piper & Co. versandt. Auch diesmal hat der Bote in seiner Mappe viel des Interessanten und Anregenden. Zwei Gedächt­nistage stehen im Mittelpunkt des Heftes: Ani 18. Oktober jährt sich zum 60. Male der Geburtstag und zugleich zum 10. Male der Todestag Karl Eugen Neumanns, der durch seine groß­artigen Verdeutschungen der Reden und Sprüche Buddhas diese große Weltreligion uns naheyebracht hat. In den Reden Gotamo Buddhas sind die tiefsten Aufschlüsse über das Leben gegeben. Sie wenden sich, erhaben über alle Zeiten, Räume und Gebräuche, an jeden, als ein Gipfel menschlicher Erkenntnis. Die Reden und Sprüche Buddhas sind bei Piper in handlicher, schön gedruckter Taschen­ausgabe erschienen. Der zweite Gedenktag ist der 100. Todestag Jean Pauls. Das Heft bringt die wunderbare Rede des toten Christus vom Welt­gebäude herab zum Abdruck, eine der ergreifendsten Prosadichtungen Jean Pauls. Ferner bringt das

Heft ein schönes Kapitel aus Meier-Graefes bio­graphischem Roman Vincent. Agnes Miegel, die oftpreußische Dichterin, zeichnet das Charakterbild der Gattin Dostojewskis, deren Lebens­erinnerungen zu den schönsten Frauenbüchern ge­hören. die wir haben. In einem zweiten Aufsatz behandelt das Heft Dostojewskis Bekeh­rung zu Deutschland. Der große russische Dichter, dessen Snmpathien ursprünglich auf fran­zösischer Seite standen, ist gegen Ende seines Lebens zu einem begeisterten Bewunderer deutscher Kultur geworden. Den Beschluß macht eine unterhaltsame Plauderei aus der Werkstatt des Verlages. Das schmucke Heft wird schon wegen seines billigen Preises von 40 Pf. allen Bücherstebhabern will­kommen sein.

Unter dem TitelR e m b r a n d t" erscheint demnächst bei der Deutschen Verlagsanstast, Stutt­gart-Berlin, ein umfangreiches, mit 100 Tafeln ge­schmücktes Werk von Wilhelm H a u { e n ft e i n , das von der außerordentlichen Kunst dieses For­schers, das menschlich Wesentliche aufzuspüren und dem modernen Gefühl brennend nahe zu bringen, Zeugnis ablegt.

Der Kunstwort" (München, Ver­lag Georg D. W. Callwey) tritt mit Beginn des 39. Jahrganges in seinem Oktoberheft nicht nur in völlig veränderter, äußerer Ausstattung und mit vermehrtem Umfang, sondern, was wich­tiger ist, mit einem durchgreifend erneuerten, er­weiterten und vertieften Programm auf den Plan. Schon in dem neuen UntertitelDeutscher Dienst am Geiste" will der Kunstwort wohl deut­lich erkennen lassen, daß er allem farblosen und verschwommenen weltbürgerlichen geistreichen Schönrednertum absagt und seine ihm durch die große Tradition anvertraute kulturelle Ausgabe imDienst am Geiste" auf dem Boden deutsch eigentümlicher Art und deutschen Kulturwillens zu erfüllen entschlossen ist. Dabei gedenkt er nicht, das altbewährte Kulturprogramm der ..Kunstwort-Arbeit" im Kerne aufzugeben: nur tiefer will er seine Aufgabe fassen und weiter feine Ziele stecken, die er letzthin in der Lösung der Frage sieht: Wie denn sollen wir leben, um richtiger zu leben als bisher? Wie ver­heißungsvoll die Verwirklichung dieses Pro­gramms sich anläßt, beweist der Inhalt des Oktoberhelles. Im Leitoufsah spricht Schumann weitausholend überKulturarbeit und Kultur­politik", ihre Aussichten und Aufgaben in Deutsch­land. Conrad Ferd. Meyers gedenkt zum 100. Geburtstag C. K. Fischer, lieberDie Oper in Deutschland" läßt sich in sehr beachtenswerten Ausführungen und Verbesserungsvorschlägen Franz Grahl vernehmen. Der 1. Deutsche Ratur­schutztag in München gab Anlaß zur Wieder­gabe des Vortrags von Professor Paul Schultze, Raumburg, überRaturschuh und Industrie". VomGlück des deutschen Menschen" weiß Rudolf Hans Bartsch, den Kern deutschen Wesens in einigen trefflichen Beispielen zeichnend, in feiner Innerstes aufschließenden Art, erfrischend und stärkend zu erzählen. In der RundschauVom Heute fürs Morgen" wird über Bücher, Berliner Theater, Erlebnisse in Lappland usw. berichtet. Eine farbige Kunstbeilage von Wenzel Hablik, ferner zwei einfarbige Blätter von Michelangelo und A. M. Junckers schmücken dgs Heft, und zwei Rotenbeilagen bestreiten den munkalischen Teil.

-- - K

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Isr. ReliglonSgemeinde. Gottesd. i. d, Synagoge lSüdanlage). Samstag, 24. Oktober 1925. Dorabd. 5.00, morg. 9.00, abds. 5.25 u. 6.05.

Gottesdienst der isr. Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, den 24. Oktober 1925. Freitag abds 4.50, Samstag norm. 8.30, nachm. 3.30, Sabbat­ausgang 6.05. Wochengottesdienst morg. 6.45 und abds. 4.30.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Amschau".) Samstag, 24. Oktober:

4.30 bis 6 Ähr: Rachmittagslonzert des Hausorchesters: Reue Tanz- und Schlagermusik. 6 bis 6.30 Ubr: Die Lesestunde (für die reifere Jugend): AusDie rote Koppel" eine Tier­geschichte von Sven Fleuron. 6.30 bis 7 Uhr: Johann Strauß", Vortrag von Adolf Stahl. 7 bis 7.30: Der Briefkasten. 7.30 bis 8 Uhr: Schachstunde. 8 bis 8.30 Uhr: Stunde des Franko furter Bundes für Volksbildung Vortrag von Frau Oswalt-Rosenhaupt:Die Frank­furter Dialektdichtung". 8.30 bis 9.30 Uhr: Tanz­musik der Tanzkapelle Steinmetz. 10 bis 11 Ahr: Herbstdichtung und Herbstgesänge.

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