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nach Recklinghausen versetzt, um die Leitung dortigen Schutzpolizei zu übernehmen.
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bei den Kriegsschuldeilunter- bei den Handelsvrrtragsver- Deutschland e.-heblich stärlen deS sranzöjischr.l Franken hat der geftr.gan Ereignisse schon
Milch mit sich führte, scheu. Die Pferde brann- durch, wobei ein Rod des Wogens brach und Liter Milch sich aus die Strotze ergossen.
Don einem Dullen totg »drückt.
Der 61jährige Gemcindebullenwärter Mül- in Rohrbach bei Heidelberg wurde beim
Wettervoraussage.
Wechselnd bewölkt, Winde aus südlicher Richtung, Temperaturen gleichbleibend, nur leichte Riederschläge.
Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 10,4, Minimum 3,8 Grad Celsius. Riederschläge: 2,3 Millimeter, Heutige Morgentemperatur: 0,6 Grad Celsius.
100 Liier Milch auf der Straße.
In Zweibrücken wurden vor einigen Tagen die Pferde eines Milchhändlers, der größere Men-
Deutsche Schutzpolizei in der Kölner gone.
Kassel, 21. Dez. Mit der Räumung „Der Kölner Zone von den alliierten Truppen werden auf Verfügung des preußischen Innenministeriums acht Hundertschaften der preußischen Schutzpolizei im Rheinland stationiert werden. So wird auch die zweite Hundertschaft der Kasseler Schutzpolizei unter Führung von drei Offizieren nach Köln verlegt werden. Der Leiter der Kasseler Schutzpolizei wird am 1. Januar
von liessen bemühen sich die\ Riftruppen um die Zurückgewinnung kleineren Gebietes. Aus französischer Seite wendet man jetzt die gleichen Kampsmaßnahmen an. wie die Riftruppen. Die ^Lingeborcnc-n.-Streitkräste, die auf Seite der Franzosen fechten, werden vorgesandt, um sich durch die Posten des Rifheeres durchzuarbeiten und hinter deren Rücken zu operieren. Eine Reihe von Stämmen, die bisher auf der Seit» 2!bd ei Krims standen, sind durch diese Kampfart zum Abfall vom Rifheer veranlaßt worden. Auf der spanischen Fronr macht sich ein erneuter Druck der Ri Gruppen geltend, besonders in der Richtung auj Ajdir.
Frankensanierungspläne der iranzösis chen Industrie
Paris, 21. Dez. (Prio.-Tel.) Die Industriellenvereinigung des Rorddepartemenls haben von sich aus den Jndustrieorganifationsn der anderen Landesteile Sanierungsoorschläge unterbreitet, die auf vier verschiedene Projekte hinauslaufen. Nach dem einen soll "eine Amorttsationskasse gegründet und eine Anleihe von zehn Milliarden Franken aufgenommen werden, bu durch die Aktiva der französischen Industrielle?! garantiert würde. Die Verzinsung und Amortisierung der Anleihe würde so geschehen, daß ein Drittel der Umsatzsteuer der französischen Industriellen verpfändet würde.
Nach einem anderen Vorschlag soll eine A f - tiengesellschaft gegründet werden, die Obligationen ausgibt, welche durch die Kapitalien der Mitglieder garantiert werden. Nach einem weiteren Vorschlag hätten die Industriellen einen einmaligen frei willigen Beitrag aufzubringen, der ihnen nicht wieder zurückgezahlt würde. Es würde sich somit um ein Geschenk an den Staat bandeln, um eine Art Reichsnotopser, wie in Deutschland. Nach dem vierten Vorschlag würden hie Industriellen dem Staat Bürgen sein, um in Amerika für die Besserung der Finanzlage eine Anleihe zu erhalten.
Der Abg. D e l e s a l l a vorn Rorbdeparte- ment, der bei dem Schritt der Industriellen der Wortführer war, hat erklärt, daß die französischen Textilindustriellen das größte Interesse an der Franken st abilisierung hätten. Der Franlensturz bie! ? ihnen keine Vor- :cile, da zwischen dem Ankauf der Rohware und dem Verkauf der Produr.e oft zehn Monate verstrichen, so daß keine Kalkulation mehr möglich sei. Außerdem bestehe die Gefahr, daß die 30 020 belgischen Arbeiter der nordsranzösischrn Textilindustr.e wieder nach Belgien zurüclwander- len, da jetzt der belgische Franken mehr wert sei als der französische. Der Präsident der Republik soll erklärt haben, daß der Vorschlag der Industriellen die Position des fron-
Aus der provinzialhauptstadt.
Gießen, den 22. Dezember 1925.
Dor Weihnachten.
Von
Bormundschafls- und Jugendrichter Franz G r o Nachdruck verboten.
gelung gebessert oder geschädigt werden durch eine Agitation, die ständig die von uns befolgte Politik falsch darstellt, und die geeignet ist, außerhalb Englands Zweifel über unsere Entschlossenheit. unsere Verpflichtungen zu erfüllen und über die Aufrichtigkeit unseres Friedenswunsches zu erregen. < Lauter Beifall.f
Das Unterhaus nahm dann die von Bald- tollt eingebrachte Resolution, in der die Politik der Regierung in der OratiTage gebilligt wird, mit 239 gegen 4 Stimmen an.
Schluß der Syrrendeb aite.
Vertrauensvotum sirr das Kabinett.
Paris, 21. Dez. (SU.) Im Verlauf der Racht'itzung der Kammer wurde die Debatte über Syrien zu Ende geführt. Der Sozialist Uhry stellte General Sarrail als Opfer ilerikaler Umtriebe hin und meinte, es wäre Aufgabe der republikanischen Regierung, die republikanischen Offiziere zu. schützen. Gr verlangte weiter die Alnabbängigtcit Syriens. Weiter wurde nach den Abmachungen de Ionve- ncls mit der englischen Regierung gefragt. Briand erklärte, daß der syrische Ober- tommissar während seines Londoner Aufenthaltes bie Frage der G r en z der icht i g u n g zwischen Syrien und Palästina behandelt habe. Cs feien Richtlinien für dir Arbeiten der Grenz- berichiigungstommiss'.on ausgestellt und weiterhin Maßnaymen vereinbart worden, durch die das llcbcrtreten dru lisch er Flüchtlinge auf palästini schon Boden verhindert wird-
Cs entspann sich dann eine längere Debatte über den Bericht des Majors Aujac. der bei General M i ch a u d . an den er gerichtet war, nicht eingegangen ist. Der Bericht gelangte durch eine Indiskretion in die Oeffentlich- feit. Die Gegner Sarcails stützen sich bei ihren Angriffe:', hauptsächlich auf die in diesem Schriftstück enthaltenen Angaben. Der Kommandant Aujac stellte fest, daß die ihm unterstellten Truppen nicht gefechtsbereit waren und ein Teil der Mannschaften mit der Handhabung der Gewehre noch nicht Berscheid wußte. Die Redner der Linksparteien vertraten die Ansicht, daß über die Weiterverbreitung des Berichtes eine kriegsgerichtliche Untersuchung eingeleitet werden müsse, womit sich Painlevö einverstanden erklärte. Bon verschiedenen Seiten wurde die Befürchtung geäußert. daß das syrische Grenzgebiet von türti- !chen Banden angegriffen werden könnte. Briand erklärte, daß bereits Verhandlungen mit der Türkei über die Grenzberichtigung getroffen worden seien. Damit schloß die allgemeine Aussprache. Von den einzelnen Gruppen wurden dann sieben Tagesordnungen eingebracht. Die Kammer entschied sich für folgende:
Die Kammer entbietet den Soldaten und Offizieren, die für die Z i v i l i s a 1 i o n in Syrien kämpfen, den Gruß. Sie vertraut der Regierung, das) sie eine Friedenspolitik im Einvernehmen mit dem Völkerbund in Syrien verfolgen wird. Die billig- die dem Ober» kommisfar gegebenen Instruktionen und geht zur Tagesordnung über.“
Der Teil her Tagesordnung, der der Rr- gierung das Vertrauen ausdrück.', wurde mit 3 00 gegen 29 Stimmen angenommen. Die Aufrechterhaltung des syrischen Mandats tourhe mit 428 gegen 33 Stimmen beschlossen.
Erhöhte Kampftätkgkeit in Marokko.
Betreten des Stalles von einem Bullen in dem Qtugenblid, als er ihn abbinbcn wollte, überfallen und gegen die Wand gedrückt. In schwer verletztem Zustande vermochte sich Müller noch in seine Wohnung zu schleppen, wo er zusammenbra:n. Im Krankenhaus ist er dann an innerer Verblutung gestorben.
Schwerer Anglücksfall zweier Kinder.
Donnerstag abend stürzten die beiden Kinder eines Arztes aus Schmargendorf bei Berlin a tt s dem dritten Stockwerk auf den Hos, wo sie mit schweren Schädelbrüchen bewußtlos liegen blieben. Man vermutet, daß der 10jährige Sohn sich zu wüt über das Valtongeländer vor- gebeugt hatte und seine 12jährige Schwester mit in die Tiefe riß.
Eine Luftlinie Berlin—Paris?
Wie der „Quotidien" inittcilt, stehen die Der- banhlungen zur Wiederaufnahme der deutsch- fransösischen Luftschiffahrt.'brziehungen günstig, die Vorbesprechungen zur Schaffung einer Luftlinie Paris-Kölw-Berlin sei sozusagen abgrschlos- sen. Auch sei es ziemlich sicher, daß eine deutsche Linie, die mit Zeppe linlustschissen befahren werden soll, geschaffen wird. Diese Linie würde von Berlin über München, Lyon, Madrid. Lissabon nach Südamerika führen.
Paris, 21. Dez. (511.) Rach den heutigen Nachrichten aus Marokko' beginnen die Feind- p fefigfeiten, die während tzt Regenzeit fast völlig eingestellt worden waren, wieder aufzu- t leben. Rach einer Meldung aus Casablanca sind die Rif truppen in lebhafter Tätigkeit, obwohl die Berge noch mit Schnee bedeckt sind. Besonders am oberen Llergha und in der Gegend
bedeutend gehoben.
Neue faszWZche ©exaltierten.
Sil. Innsbruck, 21. Dez. In Kaltem to.-.Xn die Kinder der deutsche Eltern gezwun- gc:. das italienische Piavelied, einen Hymnus auf Oesterreichs Riedergang auswen - dig zu lernen. Der Gesang muß öffentlich beim Gruße der Trikolore gesungen werden. Deutsche Lehrer, die in den Klassen nicht italienischen Unterricht erteilen, mußten die Einlernung des PiaveliedeS vornehmen. In E p p a n widersetzten sich die Kinder mit dein Bemerken, daß sie das. was sie nicht verständen, auch nicht lernen wollten. Die Folge davon war, daß die deutschen Lehrer in .Untersuchungshaft genommen wurden. Der italienische Schulinspektor Pini in Drixen hat angeordnet, daß die dort bestehende reichhallige deutsche BezirkSlehrer-Bibliothek verbrannt werde. Die deutsche Dürgerkapelle in Bozen wurde aufgelöst. Dagegen ist eine faszistischr Eisenbahnerkapelle gegründet worden.
Das BOmbsnattentat auf die „Kattowitzer Zeitung".
Beuthen, 21. Dez. lWTB.l Zu dem bereits gemeldeten Bombenattentat auf das Geschäftsgebäude der ..Kattowitzer Zeitung" erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Verletzungen von Personei! wurden nur dadurch vermieden, daß Der größte Teil des Betriebes bereits geschlossen war. Der Sacyschaden im Rota- tionemafd" inenraum, der elektrischen Schaltanlage und der Umformerstation ist so erheblich, daß der Betrieb nach umfangreichen Instands etzungs- arbeiten voraussichtlich erst heute wieder In beschränktem Umfange möglich ist. Am Samstagabend erfolgte ferner ein lieber fall auf die Geschäftsstelle der „Kattowitzer Zeitung" in M y s l o w i tz. Daß bei dem Attentat ein planvolles polnisches Vorgehen vorliegt, dürfte hervorge. _n aus den gleichzeitigen Anschlägen in Kattowitz und Myslowitz und aus der seit einiger Zeit wiedereinfetzenden Hetze gegen die deutschen Führer und die Einmütigkeit, mit Der die polnische Presse das Attentat als deutsche Mache hinstellt. Es gehen Gerüchte herum, daß, zur Einschüchterung der deutschen Bevölkerung die Gründung eines polnischen „Selbstschutzes" im Gange sei.
Dte WeihnachtsbeLhilse für die hessischen Beamten.
Darmstadt, 21. Dez. Die Hess. Regierung gibt bekannt: Das CMamtminifterium hat der am Samstag beschlossene Auszahlung einer einmaligen Weihnachtsbeihtlfe an Die Beamten der Gruppen 1 bis 6 und an die ständig beschäftigten Staatsarbeiter zugestimmt Wie der Finanzminister schon vor dem Plenum, cvftärt hat, ist jedoch die Durchführung des zweiten Teiles D^ Antrages, einen Teil des Ianuargehaltes an Die Beamtengruppen von 7 aufwärts vor Weihnachten auszuzahlen, abgesehen vom Hindernis des Sperrgesetzes aus kafkentechnischen Gründen nicht möglich.
zösischen Staates Handlungen und Handlungen mit werde. Der Kurs sich auch infolge
Weihnachten fleht vor der Tür, das Fest der Liede und Freude. Nur noch wenige Stunden liegen zwilchen heute und dem Heiligen Abend. Für die einen gehört die Strippe im Stalle zu Bethlehem in das Reich der Fadel, iür die anderen lag und liegt in dieser Krippe die Fülle aller Liede. Die Kinder, ohne Ausnahme, macht dieser Glaube selig. An dieser Wahrheit ist nicht zu rütteln. Und selig ist, wer ein Kind selig macht.
Wenn der Waid in die Stadt kommt, wenn an sonst so düsteren Ecken die Weihnachtsbäume stehen und der Hand harren, die sie nach Hause trägt, wenn die Läden und Auslagen sich schmücken und des Abends in glänzendem Lichte erstrahlen, dann siohi man so viele unserer Kleinen auf den Straßen tn die Märchenwelt hinein lugen, in diese nahe und doch oft vielen so unerreichbar ferne Wunderwelt. „Mutter, kauf' mir dies", „Mutter, kauf' mir das." Und die Mutter spricht vielleicht: „Das Christkind wird drr's bringen!" . . . vielleicht.
Doch wir Großen gehen wohl mit anderen 'Augen durch die Straßen und Gassen, durch die sich die Menschen drängen. Von ganzeni Herzen gönnen wir Öen Kleinen das Sichversenken in Sie Zauberwelt der Spielwarenladen und ihres Flimmers. Wer aber ein ernstes Amt zu verwalten hat, schaut tiefer, schaut — Gatt sei's geklagt — zu gleicher Zeil so viel Not um sich her, denkt an bic 'vielen, bit kein fröhliches Weihnachtsfest feiern können, und her Vormundschaftsrichter denkt vor allem an die verlaßenen — Kinder und Mütter.
Es ist mir heilige Pflicht, einmal von ihnen zu sprechen, und wenn nur einer einzigen Mutter, einem einzigen lunde hierdurch geholfen würbe unb ich erführe das, wie wollte ich mich freuen, baß ich einem ber Aermften eine Weihnachtskerze bamit angeziinbet hätte.
Es ist Amtttag. Auf bem Flur bes Gerichts- aebäubes ober im Vorzimmer harren schon in ber Morgenstunbe gar manche, oft gar viele, bie, wie sie sagen, zum „Oderoormunb" wollen. Frauen und Männer, erstere meist in ber Ueberzahl. Der eine will nur eimncl das zur Aufwertung angemelbete gesperrte Spar lassen buch mit seiner oft so kleinen Einlage vorlegen, um etliche Mark abheben zu können, um nach ein „Christkinb" zu kaufen. Die onberen kommen unb flogen, baß ber „Vater" seine Pflicht gegen sie unb seine „Familie" nicht erfülle.
Ihre Klagen sinb unerschöpflich. Wollte man bie der armen Frauen alle aufzählen — es märe wohl schwerer, den Beginn als das Enbe ber unzähligen Einzelheiten zu finben. Nichts Bejammernswerteres gibt es auf der Welt als ben Menschen. Das Krankenhaus und die Gerichtsstube sind die Stätten, wo sich die Zeugen dieser griechischen Dichterweisheit in Hülle und , ille finden.
Unb in ber Gerichtsstube steht auch neben ber unglücklichen Frau bas verlassene Mäbchen. Unb steht bas vaterlose, in bas Leben gesetzte Kinb. Mit seinem mehr als ungewissen Schicksal. Wo ist ber Vater? Schlägt ihm nicht bas Gewissen in biejer stillen heiligen Weihnachtszeit, ba er sich baran erinnern sollte, baß er selbst einst ein Kinb war ? Unb daß dieses Kind — sein Kinb — irgenbmo in stummem Verlangen bie leeren, bittenben Haube nach ihm ausstreckt? Wie gern möchte boch jeher Berufene solch' einsamen Kinbern helfen! Und es könnte ihnen geholfen werden, wenn die „Väter", die es angeht, gerade in dieser heiligen Weihnachtszeit einmal tiefernste Einkehr bei sich halten wollten.
Bald erscheinen in den Blättern bie „Weihnachtsgeschichten", in denen, o Wunder!, ausgerechnet am Weihnachtsabend, etwa der bisher vermißte Vater „zurückkehrt". In taufend Fullen liegen diesen rührenden Erzählungen ebensolche Fabeleien zugrunde. Der Richter aber sieht die Welt, wie sie ist, nicht wie sie sein konnte. Nichts Menschliches, ja Allzumenschliches, bleibt ihm dabei fremd. Unb ba faßt ihn oft der Menschheit ganzer Jammer an, wenn er sieht, wie so viele „Väter" bas eigene Kinb der seligmachenben Weihnachtszeit berauben. Wo wäre unter allen diesen auch nur einer, ber von sich sagen mochte: „Ich bin glücklich, weil ich meine
Aus aller Welt.
Ein deutscher Dampfer gestrandet.
Bei W i s b y an der Westküste von Gotland ist infolge schweren SchneesturmeS der deutsche Dampfer „Poseidon" aus Königsberg gestrandet. An Bord befand sich die aus 17 Köpfen bestehende Besatzung. Bei dem Versuch, die Besatzung zu retten, wurden zwei Lotsen von einer Sturzwelle fortgespült unb ertranken. Auch ber Besitzer bes Kalksteinbruchs, bei bem ber Dampfer seine Labung eingenommen hat, ertrank bei bem Versuch, mit einem Kahn nach ber kleinen Insel zu gelangen, vor ber ber Dampfer liegt. Der Sturm hat sich mittlerweile zum Orkan gesteigert, so baß bie Lage bes Dampfers sich stänbig verschlimmert.
Explosion in einem Dhnamitlager.
In dem an der saarländischen Grenze gelegenen lothringischen Ort Freimengen erplo- dierle das Munitionslager der S.ra,-Mosel-Gesellschaft. Etwa 400 Kilo Dynamit flogen in die Lust, wobei 18 bis 20 Personen durch herurn- fliegenoc Splitter verletzt wurden. Fast sämtliche Schaufenster im Ort und in den benachbarten Gemeinden sind zertrümmert. Der Schaden geht in die Millionen Franken. Als ein Glückszufall ist es zu bezeichnen, daß die Explosiv.! nicht auf das nur 40 Meter entfernt liegende große Lager Übergriff, in dem etwa drei Waggon. Dynamit lagerten.
Grohfeuer im pasiauer Bahnhof.
In Passau brach im Kellergebäube des Hauptbahnhofs Feuer aus, bas auch auf bie Bahnsteige Übergriff. Die Rauchentwicklung war so stark, baß bie Feuerwehr nur mit Schutzmasken Vordringen konnte. Die Löscharbeitcn würben auch noch baburd) erschwert, baß bis Hybranten eingefroren waren.
Drei Ruübmöcber verhaftet.
Am Abenb bes 5. Dezember würbe auf ber Lanbftrahe bei Pyritz (Neumark) ein Viehhändler von drei Mannern beraubt unb durch mehrere Schüße fo schwer verlegt, daß er am nächsten Tage starb. Die Kriminalpolizei stellte fest, baß als Tater b r e i polnische Schnitter in Frage kamen, unter benen zwei entsprungene Zuchthäusler sind. Der Kriminalpolizei ist es nun gelungen, bie Drei Räuber zu verhaften. Auf ihr Kerbholz komm! auch hie Beraubung und Erschießung des Nechnung'iührers Virchow bei Sallentin am 17. Oktober b. I.
Valerpslicht nicht erfülle!" Seine eigenen Freunbe wiirbeu ihn verlachen, so er solches behaupten wollte. Was hält ober manchen von ber Erfüllung feiner Pflichten zurück? Dem Einem ist es bic Selbstsucht oder ber Leichtsinn, beim Aubcrn falsche Scham, fast überall das fehlenbc Gewissen, lehr selten die Unmöglichkeit, den richtigen Weg ber Pflicht zu gehen. Ein Jeder, den es an° geht, weis; unb kennt bas richtige Ziel. Auf bieses richte er (einen Schritt.
Wo ist ber Volksgenosse, unb sei er auch ein „Weltkinb" — man wirb mich richtig verstehen —, bem bas Schicksal seines Nachkommen gleichmütig wäre? So es ober doch so sein sollte, wäre er besser selbst niemals geboren worben. Heber ben Errungenschaften ber Technik, und leien sie noch so vollenbet unb wirtschaftlich wertvoll, über ber oft zweifelhaften Wissenschaft steht boch ber Wert ber in uns selbst lebenden unb tuirfenben Empfinbun- gcn, steht nicht bas exakte Wißen, so sehr cs bic Technik förben unb Handel unb Wandel hebt, sondern die allein wahres Menfchenglück verbürgende 5) e r 3 e n 5 b i l b u n g. Sie ist es, bie gerabe in der Jetztzeit so oft in ihrem Werte j&rfannt oder gar verlacht wirb. Das merke sich unsere reifere Iugenb.
Unb wie oft besitzt sie gerabe ber „kleine Mann", der sich ber Not seines Kinbes annimmt — unb wie ort sogar ber bes f remben —, es buchstäblich in Winbein wickelte, während anberc, die ihre Pflichten vergeßen, denen der äußere „Nimbus" aber alles ist, aller Herzensbildung und damit aller Herzensfroheit bar sind.
Herzensfroheit! Wann konnte sie größer und schöner herrschen als zur Weihnachtszeit?
Weihnachtszeit sei in dem Sinne, ben ich hier meine, Herzensbilbungszeit.
Krersausschuh (Biegen.
Aus der öffentlichen Sitzung bes Kreisausq f ch u f f e s bes K r e i f c s Gießen vom Samstag, 19. Dezember, ist zu berichten.
Der E. H. zu Gießen hatte um Zulassung zum Führen von Kraftwagen nachgesucht. Das Krsisamt Gießen hatte aus Grünben, bie in der Person des Gefuchstellers liegen, Bedenken, die Zulassung zu erteilen. Er legte deshalb die Akten bem Kreisausjchuß zur Entscheibung vor. Der Kreisausschuß beschloß, bei Vorlage ber erforderlichen Papiere v e r s u eh s w e i s e auf 1 Jahr ben Führerschein zu erteilen.
Frau E.H. in Gießen hatte für ihren noch nicht 18 Jahre alten Sohn um Zulassung z u m Führen von Kraftwagen nachgesucht. Auch hier hatte bas Kreisomt Gießen mit Rücksicht auf bas jugenbliche Alttr bes Zuzulaßenben Be° denken, bie Zulassung zu erteilen. Es würbe bieser- halb bie Entscheidung des Kreisausschußes angerufen. Mit Rücksicht auf bas jugenbliche Alter bes Gesuchstellers würbe dos Gesuch abgelebt.
Weiter hatte P. Sch. zu Gießen ebenfalls um Zulassung zum Fuhren vonüraft- wagen nochgesucht. Auch hier hatte bas Kreisamt aus in bei- Person bes Gefuchstellers (iegenben Grünben Vebenken, bie Zulassung zu erteilen. Diese Angelegenheit wurde ebenfalls bem Kreisausfchuß zur Entickeibung vorgelegt. Auch bieses Gesuch würbe vom Kreisausschuß a b g e l e h n t. und zwar hatte ber Kreisausjchuß bie gleichen Bebenden, wie bas Kreisamt Gießen.
Wahl bes Gemeinberats ber Gemein be Bellersheim: Zu ber am 15. November in ber Gemeinde Bellersheim stattgefundenen Gemeinberatswahl waren 2 Wahlvorschläge zugelaßen worben, zwecks Wahl von 9 Gemeinbe- ratsmitgliebern. Bei ber Abstimmung erhielt ber Wahlvorfchlaal 76, ber Wahlvorfchlag 2 176 Stimmen. Bei Der Sitzeverteilung erhielt WahlVorschlag 1 3, ber Wahlvorschlag 2 6 Sitze. Gegen bie Wahl waren Einweisungen erhoben worden, weil ein Wähler bie Stimmzettel seiner Frau unb Schwiegermutter sowohl für bie Gemeinberats-, als auch für bie Kreis- unb Provinzioltagswalßen selbst bezeichnet hatte, obwohl er auf bas Unzulässige seiner Hanblungsweise aufmerksam gemacht worben war. Der Kreisausschuß hat jetzt bie gegen bie Gemeinberatswahl erhobenen Eiuwenbun - gen als unbegrünbet zurückgewiefen, weil Tatsachen nicht vorlagen, burch bie bas Wahlergebnis beeinträchtigt werben konnte.
Wahl bes Gekneinberats ber (Ze- m e i n b e Eberstabt: Auch zu ber in ber Ge° meinbe Eberstobt am gleichen Tage ftottgefunbenen Gemeinberatswahl waren 2 Wahlvorschläge zuge- laßen worben, zwecks Wahl von 9 Gemeinberats- mitglicbern. Hier fielen bei der Abstimmung auf Wahlvorschlag 1 120, auf Wahlvorschlag 2 123 Stimmen. Bei ber Sitzeveneilung erhielt Wahloor- schlag 1 4, ber Wahlvorfchlag 2 5 Sitze. Auch gegen bieje Wahl waren Einwenbuiigen erhoben roorben; weil angenommen würbe, es habe burch bas Versprechen eines Wählers, er werbe im Falle feiner Wahl zwei Schweine zum besten geben, eine Wahl- beeinflußung stattgefunben. Ferner würbe behauptet, cs feien gesetzliche Vorschriften verletzt worden. In ber Sitzung, zu ber eine größere Anzahl Zeugen geloben waren, kannte ber Kceisaus- schuß sich nicht bavon überzeugen, baß bie erhobenen Einwendungen gerechtfertigt seien. Dia Wahl wurde deshalb für gültig erklärt.
Wahl des Bürgermeisters der Gern e i ti b e Grüningen : Durch Urteil bes Kreis- ausjchußes vom 19. Oktober war bie am 5. Juli statigehobte Wühl bes Bürgermeisters ber Ge- meinbe Grüningen aufgehoben worben. Nachbem die Parteikii auf Einlegung ber Berufung geasn dieses Urteil verzichtet hatten, fanb am 6. d. M. Neuwahl statt. Als Konbiboten traten biefelben Personen auf, wie bei ber ersten Wohl. W. E. erhielt bei dieser Wohl wieder die meisten Stimmen, unb zwar 16 Stimmen mehr als ber Gegenfanbi- bat. Auch gegen biefe Wahl erfolgten Einmenbun- gen, bie bah in gingen, daß bei der am 6. d. M. ftottgehabten Wahl 'nicht die am 15. November b. I. zu den Gemeinderats-, Kreis- unb Provinzialtogs- wechten benutzte Wählerliste zu oermenben gewesen wäre, fonbern bie bei bem ersten Wahlgang am 5. Juli b .I. benutzte Wählerliste. Auch sonstige Formfehler sollten bei bzw. nach ber Wahl vorge- rommen sein. In ber Sitzung würbe burch bie 2lus- soge von Zeugen festgestellt, daß bie vorgebrachten Einwendungen nicht stichhaltig waren. Letztere wurden deshalb k o st e n p f 1 i ch t i g zurück g e w i e s e n.
Dsr gerettete Efeubaum.
Wer jüngst als Raturfreund die Ostanlage passierte, konnte mit Befriedigung wahrnehmen, daß der „Eseubaum" im Garten des Amtsgerichts der jetzigen und hoffentlich noch öee kommenden Generation erhalten bleiben wird. Unter fachkundiger Leitung eines Jüngers der grünen Farbe wurden die dürren Aeste Der vom Efeu umschlungenen Lindin entfernt. Das Todes-
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7g Pfennig.
#» Achfu Der PoiiM vier Tagen MM rt zeihen A un geh«"-" d fettigem®« den, lech Milch, «"ti. miyuteilen.
"Hoch b« letzten § erheblichen A hat Der Wies mengen E' gehende Du überschwemmt üch'Lgebände M unDall« Ijch in ihrem bei Gießen ii Bett geblicb Dutenhofen zahlreiche Äc Deg von D abend noch i früh gleicht
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