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/ffex Setter der Dirigent deS Gesangvereins -Austizinfpektor DaPper t»n hier ist. Die Haupt- Kummer des Abends war ober die Aufführung der Wiefteschen Operette5>ic W i nzer - tiefer mit Chor und Orchesterbegleitung. Die Zuhörer spendeten den Sängern und Mitwirkem­den reichen, wohlverdienten Beifall. Ein gemüt­liches Tanzvergnügen bei einer vorzüglichen Musik bildete den Schluß deS in jeder Hinsicht wohlge­lungene« Konzerts.

nd. A i d d a, 20. April. Heute fand an der hiesigen Realschu le i_E. die Aufnahme von 1 4 neuen Schülern in die Sexta und eines Schülers in die Obertertia statt. Mit dem Be­ginn des neuen Schuljahres schied Lehrerin Elfe Petter, die nach Darmstadt versetzt tourt) c, nach vierjähriger Wirksamkeit dahier aus dem Lehrkörper der Anstalt aud; zu ihrer Nachfolgerin ist Schulverwalterin Hildegard Walther aus Darmstadt ernannt worden. Als neue Lehrkraft trat Lehramtsassessor Schott aus Darmstadt heute feinen Dienst an der Realschule an. Die neugebildete älnicrfefunba zahlt 12 Schüler.

A Fauerbach b. Aidda, 19. April. Die Tlnsicherheit in den Wäldern un­serer Gegend nimmt immer mehr zu. Bürger­meister Dieterich von hier begab sich vor einigen Tagen in den Markwald zwischen hier und Obev-Lais, um sein gesteigertes Holz zu be­sichtigen. Plötzlich sprang ein unbekannter Mann vor ihn und befahl ihm, sich schleunigst aus dem Walde zu entfernen. Als der Aufgeforderte er­klärte, daß er erst fein Holz suchen wolle, legte der Fremde mit einer Flinte auf ihn an und drohte mit Tvtschiesten. Zum Glück befanbcn sich in der Nähe rroch andere Leute von hier, denen der Bürgermeister zurief. Darauf ver­schwand der Schütze, wahrscheinlich ein Wild­dieb, schleunigst im Fichtendickicht. Auch in der Harb wurde ein junger Radfahrer von Ulfa auf dem Heimweg von einem Strolch angehalten. Da er dem Angreifer nichts geben konnte, wurde er m Handelt und ihm mit einem Messer die Kleider durchstochen. Es gelang dem überfallenen Burschen, auf seinem Rade zu ent­kommen.

Dleichenbach, 20. April. Ein Last­auto der Ortenberger Basaltwerke, das mit etwa 300 Zentner Steinen beladen war, kam im Dorfe einem aufgebrochenen Kanal zu nahe und versank. Rach Erleichterung des Autos und mehrstündiger angestrengter Arbeit konnte das Gefährt, ohne Schaden genommen zu haben, seine Fahrt wieder fortsetzen. Zur Zeit wird die hiesige Ortsdurchfahrt, die durch den starken Kraftwagenverlehr sehr leidet, neu beschottert und gewalzt.

Kreis Schotten.

Laubach, 20. April. Arn Samstagabend sand unter Leitung des Vorsitzenden des hiesigen KriegervereinS, Hermann Stotz, eine allgemeine Dersammlung statt zur Besprechung der ver­schiedenen Vorschläge zur Errichtung eines Kriegerdenkmals für die gefallenen Söhne unserer Stadt. Die Vorschläge wurden im ein­zelnen genau erörtert. Am meisten gefiel der Platz vor der Friedhofskapelle als Standort des Denkmals. Als solcher wurde auch die Süd­seite des Schloßgartens vor der Unterfrforte sowie der Rainsberg empfohlen. Mit der De- arbeitung der verschiedenen Pläne wurde Architekt Schmidt unter Mitwirkung verschiedener sach­verständiger Herren beauftragt. Auch soll Geh. Daurat Dr. W a l be - Darmstadt zu näherer De- gutachtung herangezogen werden. Gestern fand tin großen Saale desSolms er Hofs" die Auf- MHrung eines von Pfarrer Th. Rebel gedich­teten historischen Schauspiels statt. Das ttück führt den Titel3n Treue fest" und be- lndelt die Leiden des Dreihigjährigen Krieges, insbesondere die Ereignisse des Jahres 1636. Damals wurde die ganze Gegend durch Einquartierung, Durchzüge, Pest und sonstige Drangsale auf das schwerste heimgesucht, wie dies uns durch dieWetterfelder Chronik" (Gießen, bei 3. Ricker, 1882) genauer erzählt wird. Die Aufführung fand statt mittags 41/2 und wurde abends 8V2 Ahr wiederholt. Die Regie lag in den bewahrten Händen von Bern­hard Grafen zu Solms-Laubach, der fachmännisch geschult ist. Die Darsteller gehörten Laubacher Bürgerkreisen an und boten durch­gängig gute Leistungen- die Vorstellung zeuate in allen Teilen von sorgfältigster Vorbereitung. Die Bühnenbilder waren recht wirkungsvoll, das Spiel flott und sicher. Mit der Darstellung der schweren Kriegszeit ist ein Liebesidhll geschickt verflochten, das mit dem tragischen Ende des Helden schließt. Er fällt als siegreicher Vertei­diger von Haus und Herd bei dem Kampfe um die Anterpforte gegen Marodeure des Göhischen Heeres. Die Aufführung, die aus der Stadt und ilmgegenb gut besucht war, fand vielen Beifall. Der Dichter und die Darsteller wurden wiederholt und stürmisch herausgerufen.

A Rebgeshain, 20. Avril. 3n nächster Seit verläßt uns unser langjähriger Lehrer Wagner, um in Glauberg, Kreis Büdingen woselbst er als junger Schulverwalter nach feinem 6emtnarabgang einige Zeit wirkte, feine Amts­tätigkeit fortzusehen. Die einstweilige Verwal­tung der hiesigen einklassigen Schule übernimmt 6<f>uh>ettoalter Schnierle von dort.

!! Aus dem Vogelsberg, 20. April, ©eit etwa 27 3ahren finden im gesamten Vogels- berg 910 6 e O e dlandmeliorationen statt. Besonders hat sich das Kulturbauamt Lauterbachin dieser Angelegenheit sehr ver­dient gemacht. Man hofft, etwa 250 Morgen Wüstungen und Oedland in Ruhland zu ver­wandeln. Sobald eine solche Wüstung zur Melio­ration bestimmt ist, werden die Felsblöcke be­seitigt, das Gelände wird eingeebnet, Hügel wer­den abgetragen, Vertiefungen zugeschüttet die sogenannten Wundstellen werden neu eingesät das Ganze mit Kalk, Thomasmehl und Kalisalz gedüngt, und, wo es möglich ist. für Bewässe­rung gesorgt. Der Zweck ist die Vermehrung des Futterbaues. Durch die Wiesen und Hutweiden soll die Viehzucht gehoben und produktiver ge­staltet werden. Mancher Kleinbauer ist somit in die Lage versetzt, den Viehbestand zu ocrgröfjern und gesundes, leistungsfähiges Milchvieh wird auf den Hutweiden gedeihen. Ferner wird den zahlreichen Erwerbslosen Ge^genhcit gegeben, in der kritischen Zeit anderweit Verdienst zu finden Der hessische Staat leistet 50 vom Hundert zu den Ausfuhrunaskosten. 3m letzten Jahre sind im Kreise Lauterbach in Crainfeld Jtöes Raufen, Engelrod. Grebenhain, im Kreise Schotte n in Oberfe^men, Burkhards, Kaul stoß und Michelbach Meliorationen außgefübri worden.

Kreis Alsfeld.

!*! 21 u5 bem Steife SHsfelb, 20. April. Mit großem Eifer werden jetzt in unserem Kreise die 3el obereinig ungen ausgeführt. In den Flußtälern der Antrifft, Schwalm, Ohm und Fulda, wo die Landwirtschaft im Vordergründe steht, wißen die Bauern die Vorteile der Feldbereinigung zu schätzen, während der südliche Teil des Vogelsberges, wo die Viehzucht vorherrscht, noch mit der Feldbe­reinigung zurücksteht. In Atzenhain, Flensungen, Büßfeld und Nockenrode wurde die Feldbereinigung neu beschlossen, Udenhausen und Vieben sind bereits angefangen, 2fisfelb und Ober-Breidenbach sind in Arbeit. Eine Hutweidenmelioration wurde in der Gemarkung Bauerschwend vor genommen. Etwa 30 Gemeinden von den 83 des Kreises haben ihre Gemarkungen bereits bereinigt. In Altenburg, Brauerfchwend, Rainrod und Oberbreidenbach sol­len große Entwässerungspläne zur Ausführung ge­langen.

Starkenburg und Rheinhessen.

! Offenbach, 20. April. Der soeben den Stadtverordneten vorgelegte Entwurf des städtischen Haushaltsplans für 1925 schließt mit rund 21 Millionen Marl in Einnahme und Ausgabe ab, bzw. mit einem Gesamt? uschuh- bedars von 86,50 Mk. auf den Kops der Bevölte- rung. Mehrausgaben verursachen hauptsächlich die Löhne, Besoldungen, Gebäudeinstandsetzun- gen. Bildungsbedürfnisse und Wohlfahrtspflege. Es steht darnach zu erwarten, daß Grund- und Gewerbesteuern höher in Anspruch genommen werden als 1924, obwohl aus der Reichseinkom- menfteuer bereits 2 600 000 Mk. vorgesehen sind, gegen 1300 000 im Voranschlag 1924. Die etwaigen Lasten aus der Aufwertungsgesetzgebung sollen von den Rücklagen an die Erneuerungs- sonds gekürzt werden. Für die Stadtverwal­tungen wird doch nun allmählich erkennbar, wie sehr gespart werden muß.

Hessen-Rassau.

bl. Dillenburg, 20. April. Schon seit längerer Zeit ist man damit beschäftigt, für den Bereich des Dillkreises ein Kriegs-Ge­ben k b u ch herzustellen. Das Gedenkbuch soll jeden einzelnen Gefallenen resp. Vermißten mit Wohnort enthalten und mit Photographien der Helden geschmückt fein. Die Gemeinden des Krei­ses sind aufgefordert worden, die nötigen Bild­nisse beizubringen. Wan hofft, daß zum l.Mai alle Unterlagen vollzählig vorliegen und man alsdann mit der Drucklegung beginnen Tann.

Wirtschaft.

** Ser Ausweis der Reichsbank vom 15. April zeigt einen weiteren Rückgang der Kapitalanlage der Bank und des Zahlungsmittel­umlaufs. Während die Lombarbforberungen zur Monatsmitte leicht um 9,6 auf 17 Millionen Rm. Zunahmen, ermäßigte sich bie Wechselanlage um 64,5 auf 1422,5 Millionen Rm. Sie Abnahme würbe durch bie Rebiskontierung von 34,8 Millionen Rm. on öffentliche Stellen und durch Abgabe von 31,3 Millionen Rm. an die Rentenbank herbeigefuhrt; von privater Seite machte sich eine unwesentliche Neuinanspruchnahme von Wechselkrediten in Hohe von 1,6 Millionen Rm. geltend. Sie Summe der rediskontierten Wechsel belief sich am 15. b. M. auf 616,5 Millionen Rm., das Sarlehen bei der Ren- tenbank auf 36,4 Millionen IKm. Ser Danknoten- umlauf verminderte sich in der Berichrswoche um 105,6 auf 2187,7 Millionen, der Umlauf an Ren­tenbankscheinen um 72,5 auf 1486,6 Millionen Rm.; insgesamt sloß der ansehnliche Betrag von 178,1 Millionen an papiernen Geldzeichen in die Reichs­bank zurück. Ihre Bestände an Rentenbantscheincn erhöhten sich durch diese Zugänge auf 426,7 Millio­nen Rm. Sie Zahlungsmittelrückslüfse führten zu einer Steigerung der fremden Gelder um 126,7 auf 859,6 Millionen Rm., bie Eingänge betrafen zum größten Teil öffentliche Gelber. Die Golb- 11 nb Seckungsbevisenbeftänbe änberten sich lucht nen­nenswert. Sie Notendeckung burch Golb bewerte sich infolge Abnahme bes Notenumlaufs von 43,8 auf 45,9 Proz., bie Seckung burch Golb- unb Seckungs- devisen von 58,3 auf 61,2 Proz. Sie Scheidemünzen- beftänbe verringerten sich um 0,5 Proz. auf 63,7 Proz. Millionen Rm.

* Die Kommunale Landesbank in Darmstadt gibt ihren Bericht über das dritte Geschäftsjahr (1924) hwaus. Hiernach Hit sich die Zahl der angeschlossenen Kommunalverbände, Stadt- und Landgemeinden feit Erscheinen des vorjährigen Berichtes um rund 100 erhöht und beträgt jetzt über 230. Rach der Bilanz von Cnde 1924 betrugen die kurzfristigen Darlehen an Mitgliedsgemeindm rund 7.3 M llionen Reichsmark, die langfristigen Darlehen rund 1.3 Millionen Reichsmark. Der Gesamtumsatz für 1924 stellte sich auf rund 877 Millionen Reichs­mark. Die Zinsen, die die Dank den Mitglieds­gemeinden berechnete, hielten sich wesentlich unter den Tagesgeldsätzen. Zur Zeit der Drucklegung des Berichtes zahlten die Mitglieder für bei der Bank aufgenommene Vorschüsse 11 Prozent für das 3ahr. Auch dem hessischen Handwerk und hessischen Landwirten konnte die Vank gute Dienste leisten. Seit 1. 3anuar besteht eine Arbeitsgemeinschaft mit der He'f scheu Lanbos- bank (Staatsbank). Verhandlungen weaen der vollkommenen Verschmelzung der beiden Anstalten sind im Gange.

e Erneuerung des Kohlenfyndi- t a t s. Rach 24stündiger Verhandlung ist beute früh 8 Ahr die Erneuerung des Kohlensyndikates vollzogen worden.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M., 20. April. Die Abend- börse nahm wieder einen lustlosen Verlauf. Da­bei ist allerdings festzustellen, daß ein weiterer Rückgang bet Kurse im allgemeinen nicht ein» getreten ist. Rui ganz vereinzelt tarn es zu neuen leichten Abschwächungen. Die Umsätze waren sehr gering, da das 3nteresse für Aktten sowohl wie für Anleihen andauernd sehr gering ist. Die Kurse konnten sich zumeist behaupten. 3m freien Verkehr hörte man fünfprozentige Anleihen zu 0.625. Die Vörse schloß lustlos in behaupteter Haltung. Ausländische Renten: Bagdad II 9.12, Zolltürken 9.87. Bankaktien: Commerzbank 109 50 Darmstädtet- Bant 136.50, Deutsche Bank 134* Discvntogesellschaft 115 62. Dresdner 107.12, Mit­teldeutsche Creditdank 99.135, Oesterreichische Kre- bilaltien 8.10. Mvntanaktien: Maasfelder 84 Kali Aschersleben 15 75, Kali Westeregeln 21 Chemische Aktien Badische Anikn 134.12, Elber­felder Sachen 25.90. Th. Goldschmidt 104.50, Höchster Farben 130, Holzverkohlung 7, Rütgers- toette 14.90. Sonstige 3ndustrieaktien: Kleyer 3.40 AEG 10 90, Dyckerhoff & Widmann 3 40. Gebr' Iunghaus 11 80, Reckarsulmer 9 Rheinisches Mc°

- toll 56, Thüringer merrnziteu Dvttza 81, -botgt tt Häffner 74, Frankenthalzucker 4.1, Offstein- zucker 3.25.

Börsenkurse.

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Deutsche Dereinsbauk .. . . DiSconto Commandft . .. . Mctaltbank...........

Mitteldeutsche Ercditbank . . Ocstc»ir!chische Creditanstakt. Sßtitbaul......... . .

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Anglo-Cont -Guano . . .. Badische Anilin...... *

Cbeinische Blayer «lavin I. Goldschmidt.........

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Siemens & Halske Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Hcyligenstaedt Meguin Motorenwerke Mannheim .

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Weizenkleie 13,25 bis 13,50, Roggenkleie 14,25 bis 14,50, Erbsen 25 bis 30, Linsen 40 bis 45, Heu, süddeutsches, gut, trocken 9,50 bis 10, Weizen- und Roggenstroh 5,50 bis 6, Treber, getrocknet 17 bis 18. Tendenz: Ruhig.

Frankfurter Echlachtviehmarkt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 20. April. Auftrieb: 983 Rinder, darunter 379 Ochsen, 36 Bullen, 568 Färsen und Kühe, 366 Kälber, 45 Schafe, 3815 Schweine. Preis für 50 kg Lcberchgewicht: Ochsen: vvllfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 60 bis 65 Mk., junge fleischige, nicht außgemäftete und ältere ausgernästete 52 bis 59, mäßig genährte junge uni) gut genährte ältere 40 bis 50; Bullen: voUfleifchigc aus- gemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 50 bis 56, vollfleischige jüngere 40 bis 48; Färsen unb Kühe: vosifleifchige ausgernästete Färsen höch­sten Schlachtwerts 58 bis 65, vollfleischige aus- gernästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 48 bis 55, wenig gut entwickelte Färsen 50 bis 56, ältere ausgernästete Kühe.,und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 35 bis' 45, mäßig genährte Kühe und Färsen 25 bis 35, gering genährte Kühe und Färsen 15 bis 25. Kälber: feinste Mastfälber 75 bis 80, mittlere Mast- unb beste Saugkälber 70 bis 75. geringere Mast- unb gute Saugkälber 60 bis 70, geringe Saugkälber 50 bis 55. Schafe: Maftlammer unb Mast- hämmel 48 bis 50. Schweine vollsieifchige von 80 bis 100 kg 62 bis 65, unter 80 kg 58 bis 62, von 100 bis 120 kg 62 bis 65, von 120 bis 150 kg 62 bis 65, Fetlichweine über 150 kg 62 bis 65. unreine Sauen unb geschnittene Cbei 50 bis 56 Mt. Marktverkauf Großvieh unk Kleinvieh lebhaft gehandelt unb ausverkauft. An Schweinern art t ruhiger Handel mit etwas Heber« stand.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 20. April. Arn Prvduktenmartt war die Tendenz heute matt, infolge der niedri­gen amerikanischen Preise. Brotgetreide im Preise etwas nack^elassen. Gerste in guter Ware ver­käuflich. Hafer gefragt und Suttcranitet ruhig. Cs notierten je 1000 Kg.: Weizen (märf.) 244 bis 246, Weizen (Mai) 251. Weizen (Juli) 250 bis 247, Roggen (mark.) 221 bis 223, Roggen (Maft 215 biS 214, Roggen lJuli) 216 bis 214. Gerste (märf.) 210 bis 230. Futteraerste 185 bis 205 Hafer (märf.) 195 bis 204, Hafer (April) 190. Hafer (Mai) 184 bis 185.5. Mais (Mai) 179.5. für je 100 Kg.: Weizenmehl 32.00 bis 34.25, Roggenmebl 29.75 bis 32.00, Weizenkleie 14.25 bis 14.35. Roggerckleie 15.20. Viktoriaerbsen 22.00 bis 28.00, kleine Erbsen 20.00 bis 22.00, Futter­erbsen 19.00 bis 20.00, Peluschken 19.00 bis 21.00. Ackerbohnen 19.00 bis 20.00, Wicken 19.CC bis 21.00, Lupinen (blau) 10.50 bis 12.00. Lu­pinen (gelb) 12.50 bis 14.50. Serradelle 14.75 bie 16.00, Rapskuchen 15.50 bis 15.80, Leinkuchen 22.20 bis 22.50, Trockenschnihel 10.30 bis 10.40. Tvrsinelafse 9 30, Kartoffelflocken 19.30 bis 19.70 Zucker 17.75 bis 18.50.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(In Dillionen Mark auSgedrückt. BumoS-Stres, London, 9tea» York. Japan, Rio de Faneiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Ein betten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

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Schwedische Noten .......

11' 80

in ?6

Schnx-tcer Noten.......

>1 4

n 44

Spanisch,- Noten.......

59.389

59 689

Tschechoslolvakische Noten

1* 40,

U «65

Ungarische Nocen . ...

6,785

5,805

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers

Berlin, 20. April. Sie Börse zeigte auch zu Beginn der neuen Woche insofern ein wenig ver­ändertes Pild, als die Umsätze nach wie vor außer­ordentlich gering blieben. Sie innerpolitischc Lage legte begreiflicherweise der Spekulation größte Zu­rückhaltung auf, zumal aus dem Wirtschaftsleben keinerlei Anregungen zu erwarten sind. Immerhin dürften sich die Auslassungen in der Generalver­sammlung der Seutschen Bank über die Entwick­lung des Geschäftes im neuen Geschäftsjahre noch dahin ausgewirkr haben, daß vereinzelt Seckungs fäufe vorgenommen wurden, deren Ergebnis kleine Kursbesicrungen waren. Das gilt vor allem für den M 0 ntanm 0 rkt. Der Markt der Anleihen zeigte nur geringes Geschäft, die Kurse waren ziem­lich gehalten. Ser internationale Sevisenmarkt blieb ruhig. Ser französische Franken notierte gegen Lon­don ziemlich unverändert 91,30. Die Mark wurde genannt in London mit 20,1, Paris 4,55, Amster­dam 58,65, Zürich 12.3,10. Der Geldmarkt ist leicht. Tagesgeld ist stark angeboten, so daß der Zinsfuß auf 79 Prag, ermäßigt werden konnte. Monatsgeld notierte unverändert 9^114 Proz.

Märkte.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 20. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetteraucr 20 bis 23,50, Roggen, inlandrs.sie" 19 bis *22,50, Sommergerste für Brau­zwecke 20 bis 26, Hafer, inländischer 17 bis 21, Mais, gelb 19,50 bis 19,75, Weizenmehl, inländisches Spezial 0 35,50 bis 37,50. Roggenmebl 30 bis 32,

Schöffengericht Wetzlar.

2 Wetzlar, 18. April. Wegen fort» gefetzt en s ch weren Dieb st a hl s stand der H. W. aus Dillenburg unter Anklage, weiter waren angeklagt wegen Hehlerei die E. Z. aus D a r m ft a b t sowie deren Mutter, welch letzter-, heute krankheitshalber nicht erschienen ist unb bezügl. der das Verfahren abgetrennt wurde. Wie die Anklage deßauptet. hat der als Güter-' bobenarbeiter auf Bahnhof Dillenburg beschäftigte Angeklagte W. wiederholt aufgege­bene Frachtfenbungen mitunter ganz beteiligt, mitunter auch von diesen nach Erbrechen der D hältnisse sich Teile ihres Inhalts ungeeignet. Auf diese Weife erbeutete er Rauchwaren, Wein, Schokolade usw.. einmal auch ein Fahrrad. Don bi Jen Gegenständen sandte er den größten Teil an seine Braut, die Angeklagte Z., welche bie Waren mit Hilfe ihrer Mutter verkaufte unb sich dirserhalb heute wegen Hehlerei zu verant­worten hatte. Der Angeklagte W. gab im all- gemeinen die Taten zu, auch die Angeklagte Z. bestritt nicht den Verkauf der Sachen, beftrüt aber, etwas davon gewußt zu haben, wo die Sachen herstammten. Sie behauptete, in gutem Glauben, die Sachen feien rechtmäßig von W. erworben, gehandrtt zu haben, obwohl der An­geklagte in den den Sendungen beigelegten Schrei­ben stets betonte, es brauche kein anderer etwas davon zu toiffen. Diese Behauptungen der An­geklagten Z. waren ihr nicht zu widerlegen. Während die Staatsanwaltschaft bie Angeklagten als der ihnen zur Last gelegten Taten überführt ansah und daher gegen W. 2 Jahre Gefängnis und gegen Z. wegen gewerbsmäßiger Hehler-ci I Jahr Zuchthaus 6 xmtragte, tonnte das Gericht zu einer Verurteilung in beiden Fällen nicht gelangen. Der Angeklagte W. erhielt 9 M 0 - n a t c Gefängnis unter Anrechnung von 6 Monaten LlntersuchungShoft, die Angeklagte Z. wurde sreigesprochen.

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders.

(Ans betRadio-Amschau-.i

Mittwoch, 22. April.

12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 und 4 Uhr Wirt chaftsmeldungen. 44.30 Uhr: Kinderstunde. 4.20 Ihr: Nachrichtendienst. 5.307 Uhr: Tanznachmit tag des Haus-Orchesters. Programm: Die neuesten amerikanischen Tanzschlager. 7 Uhr: Dirtichaftsmel- düngen. 7.308 Uhr. Funlhochschule. Paul Bet terMusikgeschichtliche Wandlungen. 19. Vortrag: Die Spätromantik, Brahms, Bruckner und die Nachromantik". 88.30 Uhr: Uebertragung von Kassel:Die Frühjahrsbestellung im Gemüsegarten", Vortrag von Fritz Schwend, Dozent on der Hohe ren Lehranstalt für praktische Landwirte, Stoffel Wolfsanger. 8.309.30 Uhr: Drei Satiren des Lu- kion. 1. Der Hahn oder Der Traum des «Sdjufters. Personen: Der Hahn, der Schuster Simeon. 2. Die Fahrt über den Styx ober Ser Tyrann. Personen Ehawn, Klvtho, Hermes, Kyniskus, Megapenthis, Myctllus. 3. Ikaromenippus oder Sie ßuftreije. 9.30 Uhr: Nachrichtendienst, Wettermeldung, Ver kehrsnachrichten, Sportbericht. 1011 Uhr: Heber tragung von Kassel: Kasseler mundartliche Vorträge.

Schlechte Säfte im Blut

sind die Mrfadjc vieler Leiden. Wir raten Ihnen, in der Apotheke 60 oder 30 Gramm echte Herbex- Kerne zu kaufen unb gerade jetzt im Jrühling eine Blutreinigungskur zu unternehmen. Sicher erhälll.: LlniversitätöapvthekeZum goldenen Engel". Die Bestandteile sind auf d«r Packung angegeben. ,M1A

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