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Die

Turnen, Sport und Spiel

Die Berliner

[er der Turner

Klug-weise

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st die Hausfrau

die ihre Garderobe (Damen-, Herren- u. Kinder­gelder), Decken, wollene und seidene Vorhänge, Kissen, Gardinen, Teppiche, Handschuhe, Federn etc.etc.chem.reimgen oderfärben läßt. Die meisten Gegenstände lassen sich sicher wieder wie neu herstellen. Neuanschaffungen werden gespart und dem persönl. Wohlbefinden Rechnung getragen.

V. f. B.

Die VerbandsspieLe in Süddeutschland.

Frankfurt a. M. 18. Oft (TU.)

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demselben Ergebnis wie die erste Instanz, hob aber in Anbetracht der Höhe der Strafe das erstinstanz­liche Urteil auf und erkannte unter Berücksichtigung der Vorstrafen des Angeklagten und der Geincin- gefährlichkeit, die aus der Art der Ausführung der Diebstähle sprach, auf eine Gesamtstrafe non 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis, indem es dem 2lngeklagten in Anbetracht seiner Jugend noch­mals mildernde Umstände zubilligte.

Idfenä/ unöernü/ erfrischens

Grundsteinlegung des Deutschen Sportforums.

Berlin 18. Oft. (WB.) Der Deutsche Reichsaus schuh für Leibesübungen hatte für heute vormittag zur Grundstein» leg ung des deuts che n Sportforums eingeladen, einer Bereinigung von Llebungs- und Wettkampfstätten aller Art sowie eine Zusäm-- menziehung der Ver'waltungshäuser der grohen Turn- und Sportverbände. wie sie in der Welt einzig dasteht. Trotz des stürmischen und reg- nerifchrn Wetters hatte sich zu der Feier eine gewaltige Festversammlung eingefunden.

Stehend und entblößten Hauptes wurde der Reichspräsident empfangen. 3n seiner Be­gleitung befanden sich sein>jutont Major v. Hindenburg und Staatsfekre.Lr Meißner, ferner erschienen Reichsminrster des Ärnern Schiele, Reichsfinanzminister v. Schlieben, . Reichswirtfchaflsmir.ister Neuhaus, Reichsver- lehrsminister K r o h n e, Reichs post Minister

S t i n g l, der Chef der Heeresleitung, General v. S e eck t, der Chef der Marineleitung, Admiral , Zenker, der Kommandeur des Wehrkreises 3, 'Generalleutnant Horn, und verschiedene Staats» -'fekretäre.

Die preußische Regierung war ver­treten durch den Ministerpräsidenten Braun, den Minister des Innern Severing und mehrere Staarssekretäre. Anwesend waren weiter die Ober» Präsidenten von Brandenburg und Hannover, Ober« bürge rmeifier Boeß, Oberbürgermeister Scholz, sämtliche Berliner Bezirksbürgermeister. Sachsen, Württemberg, Thüringen, Mecklenburg, Oldenburg, Hessen, Braunschweig, Hamburg, Bremen, Lü­beck und Anhalt hatten Delegierte entsandt. Der Feier wohnten ferner Mitglieder des Reichsrats, des preußischen Staatsrats und Vertreter von Han­del und Industrie bei. Außerdem waren zahlreiche Mitglieder des Reichstags und des Landtags, so­wie Abordnungen aus 54 Ortsgruppen des Deut­schen Rerchsausschusses zugegen.

Staatsfek e är L e w a l d, der Vorsitzende des Reichsausschusses, hielt die Festrede. Er verwies zu Beginn seiner Aussprache auf den 18. Oktober als den Tag der Leipziger Völkerschlacht und der Befre'ung vom fremden 3och hin. Er er- kiärie eiter, die erste Aufgabe des Sportforums fei, eine tteoungsstätte für Jung und Alt, für Reich unb Arm ohne Ansehen der Partei und des Delenntnisses zu sein. Mehr aber noch als eine äilebungsstätte und Lehrstätte soll uns, er­klärte der Redner, das Sportforum sein ein Wahrzeichen unserer Pflicht, ein Denkmal unserer Kraft uitb eine Hochburg unserer Sache. So sei uns daS Sportforum ein Wahr- und Mahn­zeichen, unsere Kräfte dafür einzusetzen, dah jeder deutsche Jüngling und jedes deutsche Mäd­chen in unsere Gemeinschaft eintritt, freiwillig und freudig und von der tteberzeugung erfüllt, dem Vaterlande in schwerer Zeit zu dienen. Fern von allem politischen Hader und fern von allen Unterschieden des Bekenntnisses trete jeder als Mitkämpfer in unsere Reihen, dem das höchste Gut das Vaterland ist, dann wird diese Stätte, die wir heule weihen, eine Schatzkammer künftiger deutscher Kraft sein. Wie der erste Reichs- Präsident Friedrich Ebert, dessen Andenken in Dankbarkeit wir heute wachrufen, unserer Arbeit ein treuer Förderer und Helfer gewesen

brachten eipe ganz besondere Üeberraschung in der Niederlage des T. S. D. Lichterfelde durch dis Berliner Turnerschast Leicht mit 3:5 (0:3), die auf das Versagen des Lichterfelder Torwarts zurückzuführen ist. Sonst gab es reichlich hohe Ergebnisse. Mtt 2:8 (0:4) mußte sich T. S. V. Nowawes 82 der T. d. B. beugen, nod} höher blieb die D. T. G. über den M T. V. Eberswalde siegreich Die Provinzler wurden mit 10:1 ge­schlagen. T. S. D. Spandau 1860 befindet sich wieder in bester Form und gab dem M. T. D. Mariendorf mit 1:7 (0:5) das Nachsehen. Guts­muts ging mit 7:2 (2:2) im Spiel gegen T. D. Dorner-Reinickendorf als Sieger hervor. T. V. Neuenhagen muhte von der B. T. 2. M. A eine 2:3-Niederlage hinnehmen, ein Anentschieden mit 2:2 gab es im Spiel T. B. Wilmersdorf gegen T. S. V. Tempelhof.

3m Gesellschaftsspiel blieb der V. f. L. Char- lottenburg mit 2:1 über die D. T. 7. M. A trotz besseren Spiels der D. T. Sieger. Der M. T. B. Adlersdorf schlug den Treptower T. D. ebenfalls mit 2:1.

3n den Damenspielen wurden durchweg die erwarteten Resultate erzielt Der deutsche Meister 'Berliner Turngenossenschaft schlug den Samen»

T. V. Brühl knapp mit 1:0 (1:0). Mit dem gleichen Ergebnis mußte sich Der M. T. V. Ad­lershof gegenüber dem V. f. L. Charlottenburg zufriedengeben. T. S. V. Schöneberg ließ sich von T. S.V. Lichterfelde mit 2:0 schlagen, mit dem­selben Ergebnis, wie 3ahn Neukölln der Berliner Turnerfchaft unterlag.

Süddeutsche Meisterschaft im 50-Kilometer-Gehen.

Frankfurt a. M.. 18. Oft. (£11.) Ungefähr 1500 Zuschauer ckoaren heute Zeuge des Kampfes um die Süddeutsche Meisterschaft im 50-Km.- Gehen, die H ä n e l - Erfurt sicher in der Zett von 4,42,59 Stunden gewann. Ergebnis: 1.- nel-Erfurt 4,42,59 Stunden. 2. Schmidt-Aschaffen­burg 1 ? Stunde zurück, 3. Zilch-Aschaffenburg Handbreite zurück, 4. Ströbel-Berlin Handbreite zurück.

Rund um Berlin.

Rund um Berlin", der Grohstaffellauf über 50 Kilometer, wurde vom Polizeisport- verein 1. Ma. in 2:34:35 vor Siemens 2:4°:36 nnb P. S. V. 2. Ma. gewonnen. Sieger der B.-Vereine wurden die Neuköllner reunbe- Die Nebenstaffel über 15 Kilometer gewann S. Dg. Adler 1912 in 45:53.

Deutsche Meisterschaften in Mannschafts boxen?

Vorrunde Colonia, KölnSportmann, Hamburg 9:8.

Die erste Vorrunde der diesjährigen Meister­schaft im Mannschaftsboxen brachte der B. E. Sportsmann-Hanrburg in Hamburg zum Aus­trag. Hier standen sich der norddeutsche Meister Sportmann und der westdeutsche Meister Co- lonia-Köln gegenüber, der Sieger hat dann ge­gen den aus dem Treffen B. C. Heros, Berlm- Ehemniher D. C. erfolgreich hervorgehenden Ver- em anzutreten. Den Reigen der Kämpfe eröff­neten die Fliegengewichtler Kayser-Köln und R e h n - Hamburg. Der Kampf verlief nach drei Runden unentschieden. 3m Mittelgewicht standen ftch in Müll er-Köln und Müller-Ham- burg zwei fast gleichwertige Boxer gegenüber, von denen der Kölcker einen knappen Punkt­sieg errang. -- 3m Halbschwergewicht trafen sich Rosen- Köln und Pourlencki - Hamburg. 3n der zweiten Runde gab Rosen auf, ein an­geblicher Tiefschlag konnte vom Arzt noch nicht festgestellt werden. Sieger Pourlencki.

Der Weltergewichtskampf Romberg- Köln gegen Walter- Hamburg endete mit dem Siege des Hamburgers. Aus dem Kampf der Bantamge­wichte gmg Hera arten-Köln gegen Ander­son - Hamburg als Sieger hervor. Im Federge­wicht trafen stch D ü b b e r s - Köln und Ulrich« Hamburg, das Punktgericht gabunentschieden". Den «chlußkampf bestritten die Leichtgewichte Domgörgen - Köln und Trödel- Hamburg. Nach drei erbitterten Runden blieb Domaörgen Sieger.

Das Ergebnis dieser Kämpfe war somit 8:8, der unentschiedene Ausgang erforderte nach den Ver- bandsbestimmungen einen Stichkampf, für den die Fliegengewichte ausgelost wurden, Rehn-Ham­burg und Kayser-Köln. Der interessante Kampf nahm das erstemal unentschieden diesmal mit dem Punktsieg des Kölners fein Ende, der durch größeres Körpergewicht im Dotteil war. Somit hatte Colonia, Köln die Vorrunde mit 9:8 im Ge­samtergebnis gewonnen.

Um dasGoldene Rad" von Frankfurt.

Frankfurt a. M, 18. Ott. (TU.) Die für heule angekündigten Radrennen um das »Goldene Rad" des Frankfurter Stadions fie­len infolge der schlechten Witterung aus.

Deutscher Schwimmverband.

Der Derbandstag des Deutschen Schwimmverbandes, der alle zwei 3ahre abgehalten wird, ftndet nicht, wie zuerst vor­gesehen, im nächsten 3ahre in Berlin, sondern m Stettin statt.

Kirche und Schule.

Das evangelische Dekanat Rodheim hielt am Mittwoch eine Konferenz seiner Pfarrer auf dem Selzerbrunnen bei Groh-Karben ab. Nachdem ider Lester der Konferenz, Dekan Heußel aus Altenstadt, die bei dm neuen Dekanatsgeistlichen, Pfarrer 3 o b in Rodheim vor der Höhe und Pfarrer Ramge in Rendel be­grüßt hatte, wurden geschäftliche Angelegen­heiten erledigt. Der wissenschaftliche Teil brachte ein umfassendes Referat von Pfarrer Buch- hold aus Ober-Eschbach über den Mithvas» kultuS. daS in tiefgründiger Weife die Beziehun­gen dieser Grlösungsreligion des ausgehenden Altertums zu dem Ehristeittum beleuchtete. D.

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sf. Friedberg, 17. Oft. Zn der Aula der Augustinerschule fand heute zur Feier der 7 S j ä fr rigen Neubegründung der Realschule eine Feier statt, an welcher sich außer dem Lehr­körper der Anstalt, den Schülern der oberen Klas­sen, den Vertretern der Stadt und der hiesigen Schulanstalten noch eine größere Anzahl früherer Schüler und sonstiger Bewohner teilnahmen. Die Augustinerschule blickt auf ein mehr als 380jähriges Bestehen zurück, in der Mitte des vorigen Jahr­hunderts glaubte man dieselbe nach den damals herrschenden pädagogischen Grundsätzen mit der Musterschule zu vereinigen und nur einige Klassen mit erweitertem Unterrichte aufsetzen zu können. Bald aber überzeugte man sich davon, daß eine

Mt, so begrüßen wir am heutigen Tage voller Ehrfurcht^ und in tiefem Danken den deutschen Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg. Wo er fein Panier auspflanzt da strömt Deutschlands 3ugend freudig und gläubig hin. Weiter dankte Staatssekretär Le- Wald der Reichsregierung, dem Reichsrat. dem Reichstag, der preußischen Regierung, der Stadt Berlin und allen Förderern in Wirtschaft und Wissenschaft und schloß seine Rede mit den Worten: ,,3ch we'he dick, deutsches Sportforum, als urdeutsckes Werk, als Kennzeichen deutschen Geistes tm Sport unserer Zeit, als Kraftquelle der 3ugend und als Hort deutscher Einigkeit. Drr Vaterland, gilts!" 2lls der Redner an den früheren Reichspräsidenten Ebert und an das jetzige Reichsoberhaupt herzliche Dankesworte für die Förderung des großen Werkes richtete, er­hob sich spontan die Menge und brachte Hinden­burg eine ergreifende Huldigung dar.

Neben dem Reichspräsidenten stehend, ergriff sodann der Reichsminister des 3nnern Dr. Schiele bai Wort und führte u. a. aus: Das löcrf, das heute hier begonnen wird, soll ein Symbol des mächtig aufstrebenden deutschen Sportgedarckens fein, und wie der Gedanke der Ertüchtigung unseres Volkes und der Erziehung unserer 3ugend zu charakterstarken und leibes­tüchtigen Männern durch die Pflege von Turnen und Sport eine der vornehmsten Mifgaben jeder Regierung und Behörde ist, so haben auch alle in Frage kommenden Stellen gern und freudig zu der Verkörperung des Ertüchttgungsgedankens ihre Mitarbeit zugesagt und bewiesen. Freudi­ger und opferbereiter Zusammenschluß aller Glie­der unseres Volkes und nicht zuletzt der Ver­bände, die das Volk durch Leibeszucht zur Höhe führen wollen, ist die Forderung der Stunde Es gilt, einen edlen Leib zu bilden, der der Träger aller Geistigkeit ist. Aber die höchste körperliche Leistung wird erst gefrönt durch Cha­rakterbildung. Sie erst schafft die Persönlichkeit.

Nach dieser ebenfalls mit starkem Beifall auf< genommenen Ansprache begaben sich zahlreiche Fest­teilnehmer unter Vorantritt des Reichspräsi­denten auf den freien Platz, um die Grund­steinlegung zu dem Hochschulgebäude des Deutschen Sportforums vorzunehmen. Als erster tat der Reichspräsident die drei Hammerschlage mit folgenden Worten:Die deutsche Jugend, der dieses Werk gewidmet ist, werde treu, werde einig und werde stark und hart." Dem Reichspräsidenten folg­ten ebenfalls mit kurzen treffenden Sprüchen die übrigen Taufpaten.

Nachdem stehend die Nationalhymne gesungen worden war, begaben sich sämtliche Festtcilnehmer. während die Musik einen Marsch spielte, nach dem Stadion, wo dem Reichspräsidenten und der zahlreichen Zuschauerschaft Sportspiele aller Art oorgesührt wurden.

Aus Anlaß der Einweihung des Sportforums veranstalteten die städtischen Behörden am Sams­tagabend einen Empfang, zu dem Vertreter der Reichs-und Staatsbehörden, wie führende Persön­lichkeiten des deutschen Sports erschienen waren.

Am Sonntagabend fand noch aus Anlaß der Grundsteinlegung im Staatlichen Opernhaus in Der. lin eine FestvorstellungDie Afrikanerin" von Meyerbeer statt, die die Mehrzahl der Teilnehmer an der Grundsteinlegung noch einmal bei festlicher 1 Gelegenheit versammelte.

Der Geschäftsführer Otto S. von Wetzlar hatte sich wegen Verstoßes gegen die Verordnung über die Arbeitszeit und gegen die Gewerbeord- nung zu verantworten. Der Angeklagte war durch amtsrichterlichen Strafbefehl mit 300 Mk. Geld­strafe belegt worden. Auf feinen Einspruch er­mäßigte das Gericht in Anbetracht der wirtschaft­lichen Lage des Angeklagten die Strafe auf 160 M k., Hilfsweise für je 10 Mk. ein Tag Ge­fängnis.

Der Bauhilfsarbeiter Hermann B-, der Muff- macher Payl R. und der Dreher Karl S., sämtlich aus Waldgirmes, waren wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes angeklagt. Die Beweisaufnahme ergab folgendes: An einem Sonntag im Mai um die Nachtzeit traf der Nacht Wächter B. aus Atzbach auf einem Dienftgang drei Burschen an, die laut singend durch die Örtsftraße zogen. Als der Beamte, nachdem er sich zu er­kennen gegeben hatte, die Leute aufforderte, sich ruhig zu verhalten, nahmen diese eine drohende Haltung an. Der Nachtwächter ging daraus zurück. Die Burschen verfolgten ihn, immer einige Schritte hinter ihm bleibend, trotzdem der Nachtwächter die drei Burschen mehrfach aufgeforbert hatte, ihres Weges zu gehen und ihn nicht in der Ausübung seines Amtes zu stören. Schließlich kam noch eine vierte Person aus der entgegengesetzten Richtung. Als diese Person vorbeigehen wollte, stieß einer der drei Burschen den Pasianten gegen den Nacht­wächter, gleichzeitig wurde der Beamte von hinten gefaßt, zu Boden gedrückt und durch Schläge, die anscheinend mit einem harten Gegenstand geführt wurden, bearbeitet. Auch versuchte einer der Angreifer, dem Nachtwächter den Stock zu ent­reißen. Als dies nicht gelang, ließen sie von ihrem Opfer ab. Der Nachtwächter erlitt durch diese bru­tale Behandlung mehrere Verletzungen nm Kopf und in den Hüften. Erkannt hatte der UeberfoHene die Angreifer in der fraglichen Nacht nicht. Erst gelegentlich des Sängerfestes im Juni ds. 9$., als die drei Uebeüäter in Atzbach waren, wurden sie von dem Nachtwächter als die Täter festgestellt. Alle drei Angeklagten bestritten die Tat. Der Zeuge Nachtwächter B. behaupete dagegen heute unter Ei-, daß er die Angeklagten bestimmt als die Tater wiedererkenne. Das Urteil lautete wegen gefähr­licher Körperverletzung in Tateinheit mit Wider­stand gegen die Staatsgewalt auf Geldstrafen von je 300 Mk., Hilfsweife für je 5 Mk. ein lag Gefängnis. Auch wurden den Angeklagten die Kosten dDeharesnrr,bkuGLkehrt.Dßpasvüoünsüxch,ß Kosten des Verfahrens auferlegt.

Amtsgericht Meßen.

'Gießen, 17. Ott. Während des hiesigen Turnfestes bemerkte der Polizeiwachtmeister K. während feines Patrouillengangs uaf dem Trieb morgens gegen 5 Uhr in einem Wirtschaftsraum einen Mann, den er zuächst für einen Wächter hielt. Als er naher kam, bemerkte K., daß der Mann in lnieendsr Stellung an dem Likör- und Zigaretten­stand herumhantierte. Er beobachtete ihn eine Zeit- lang und fragte ihn dann, was er da mache, worauf er die Amwori erhielt, er müsse hier adjtgeben, daß nichts gestohlen werde. K. gina daraufhin um den Stand herum und sah, wie ihn der Mann beob­achtete und ihm nachsah. Als er bann feststellte, daß der eigentliche Wächter schlief, kehrte er zurück und nahm den im Wirtschaftsraum befindlichen Mann fest. Dieser hatte in feinen Taschen drei Flaschen Schnaps und außerdem 50 Zigarren und 45 Ziga­retten im Gesamtwert von 35 Mk. stecken. Der An­geklagte, ein Schaustellergehilfe, will von der ganzen -sache nichts mehr wissen, da er sinnlos betrunken gewesen sei. Dies war jedoch nach 'Angabe des Wachtmeisters nicht der Fall. Der rückfällige Dieb wird daher unter Annahme mildernder Um­stände zu drei Monaten Gefängnis ver­urteilt. Ein Monat Untersuchungshaft wird hierauf angerechnet.

Amtsgericht Wetzlar.

-- Wetzlar, 17. Oft. Wegen Diebstahls im Rückfälle und Betrugs stand der Arbeiter Peter K. von Wetzlar unter Anklage. Der Mann hatte in einer Wirtschaft eine Flasche Cherry gestohlen, 'und außerdem war er ohne Bezahlung seiner Zeche aus dem Lokal verschwunden. Das Urteil lautete, zumal der Angeklagte schon mehrfach wegen Dieb­stahls vorbestraft ist: wegen Betrugs auf 2 Wochen und wegen des Diebstahls auf 4 Monate Gefäng­nis, zurückgeführt auf eine Gesamtstrafe von vier Monaten 1 Woche Gefängnis.

gestrigen Kämpfe brachten folgende Ergebnisse: Mainbezirk.

Fußballsportverein gegen Viktoria Aschaffen­burg 3:0. Germania 94 gegen Union Niederrad 1:0. Helvetia gegen Eintracht 0:4. Kickers Offenbach gegen Hanau 93 3:3.

Nheinbezirk:

Sportverein Darmstadt gegen V. f. D. Wann- beim 2:7. Waldhof gegen 03 Ludwigshafen 4:2. Phönix Ludwigshafen gegen Maimheim 08 6: 0. Pirmasens gegen Neckarau 1:3.

Rheinhessen-Saar:

Neunkirchen gegen Mainz 2:2. 3dar gegen Saarbrücken 1:2. Sp. G. Höchst gegen Wormatta Worms 2:1. Griesheim gegen Wiesbaden 4:4.

Bayern:

Spielvereinigung Fürth gegen 1. FE. Nürn­berg 1:5. Wacker München gegen Bayern Mün­chen 3:3. Schwaben Augsburg gegen 2SV. Nürnberg (ASD. Nürnberg spielte gegen V. f. R. Fürth) 1:2.

Württemberg-Baden:

Kickers Stuttgart gegen KFV. Karlsruhe 3:2. 1. F. E. Pforzheim gegen Freiburger FE. 1:3.

Norddeutscher Fußball.

vo. Viktoria Hamburg St. Georg Ham­burg 4:1: Union Altona 93 5:1 (!); Ham­burger S. V. Holsatta Kiel 2:2.

Berliner Fußball.

Der Fußb-ll in der Berliner Oberliga brachte am Sonntag zwei große Ileberraschungen. 3n der Abteilung A verlor Tennis Borussia wieder 2 Punkte durch die 0:2 Niederlage gegen Vor­wärts . 3n Abteilung D leistete sich der vor­jährige Berliner Abteilungsmeister Allemannia die Lleberraschung, vom Spandauer S. E. eine 1:3 Niederlage geschlagen zu werden. Die Er­gebnisse:

Abt. A: Tennis Borussia Vorwärts 0:2; Weißensee 1900 Spandauer S. D. 2:7; D. S. D. 92Union Potsdam 2:5: Hertha B. S. C. Allemannia Haselhorst 6:1; Union Oberschvne- weideMeteor 2:0.

Abt. B: AllemanniaSpandauer S C. 1:3; Wacker 04Norden Novbwest 4:8; Preußen- Union 92 2:3.

Handball der Turner.

Verein für Bewegungsspiele.

V. f. B. hatte gestern Großkampftag und konnte auf drei Fronten bedeutende Siege verzeichnen, auf einer nur eine leichte Schlappe.

Eingeleitet wurde der Tag durch die erwähnte Niederlage, die sich die neugegründete Dritte gegen die gleiche von S p i e l v e r e i n i g u n g holte. V. f. B. trat allerdings nur mit 9 Mann an, hielt sich aber gegen die komplette Mannschaft des Geg­ners, die noch durch mehrere Spieler der Zweiten verstärkt war, sehr gut. Das Resultat 2:1 für die Spielvereinigung. Das Tor für V. f. B. trat A l - b o l d in wunderbarer Manier.

Die 1. Jugend war nach Butzbach ge­fahren und trug dort mangels bestätigten Schieds­richters (der amtlich befohlene war wieder mal aus- gebfiqben!) ein Gesellschaftsspiel aus und gewann 3:1. Bei regulärer Spielzeit wäre das Resultat noch höher ausgefallen. Die Kleinen spielten nach an­fänglichem Hin und Her einen sauberen Fußball. Die drei Tore wurden von Bro m m (zwei) und Wilhelmi (eins) geschossen.

Die zweite Mannschaft gewann eben­falls chr Spiel, indem sie sich die X-Meisterschaft sicherte, mit dem knappsten aller Resultate 1:0. Der Schütze war der Halblinke Schmidt.

Alle wurden überboten durch die Liga, die die Liga von V. s. B. Butzbach mit einer haushohen Niederlage heimschickt. 8:1 lautete am Schluß das Resultat. Die V. f. B.-Mannschaft lieferte eins ihrer besten Spiele und spielte wie aus einem Guß. Alle waren gut, den einen loben hieße den anderen zu­rücksetzen. Die Els gewinnt von Spiel zu Spiel an Durchschlagskraft. In glänzender Kombination wurde Angriff auf Angriff vorgetragen und durch rasanten Torschuß gefront. Es war eine Freude, diesem Spiel zuzusehen. Es war ein Spiel, wie es fein soll. Die einzelnen Aktionen nochmals schildern, erübrigt sich. Es ist alles ausgedrückt durch das Resultat 8:1, wobei noch das eine Tor für Butz­bach ein Eigentor war, an dem aber keinen der Beteiligten eine Schuld traf. Die Tore wurden er­zielt von 61 e g e r (vier), Mandler (zwei), Möller und B i ck h a r d t je eins.

Alles in allem bedeutet der gestrige Sonntag einen Markstein für die ftihballsportliche Geschichte