Ausgabe 
19.8.1925
 
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den AuSstand nicht eingelreren. Der Streik macht sich im btraßenbilde auch gar nicht bemerkbar.

fpd. Frankfurt a. OH.. 18. Aug. 3n der Sonnemannttrah« stürzte Montag abend ein Mann von seinem Habe. Dabei drang ihm das feststehende Taschenmesser in den Unterleib und verlegte ihn derart schwer, dast e furz nach ter Sin'ieserung in das städtische Krankenhaus verstarb. Die Polizei hat ;C!)t eine Anzahl Polizeibeamten mit Stopp­uhren ausgerüstet, um die allzu schnell fahren­den Autofahrer zu prüfen. Das geschah »chon am ersten Tage mir ersichtlichem Erfolg, indem nicht weniger al» 50 Fälle übermäßig schnellen Fahrens festgestellt wurden. Die bc- t reff enden Krastwagenfuhrcr wurden mir recht hohen Strafzetteln bedacht. Die Kon­trolle wird jetjt täglich fortgesetzt. An der Main-Hcckarbrücke wurde in der vergangenen '.lacht ein unbekannter etwa 36 bis 38 Jahre alter Mann erschossen aufgefunden. Der Tote ist etwa 1.70 Meter groß, hat volles schwarzes Haar, blasses längliches Gesicht und kleinen Dchnurrdar: Der Tote war mit Wind- jade, dunkelgestreifter Hose, schwarzen Schnür­schuhen, Wollhemd und braunem weichen Filz- Hut bekleidet. Es liegt zweifellos Selbstmord vor. A n 10. Juli wurde ein hiesige» Post­amt um 21 200 Mark beraubt. Al» Täler er­mittelte man den Ausheiser Zimmermann und die Bruder £ i n b e m an n. All« drei gingen flüchtig unh waren seitdem verschollen Letzte Woche entdeckte man ihre Spur im Taunus, und zwar harte sich das Trio in einem Hotel in Altweilnau einlogiert und genoß dort feine Sommerfrische. Die Postpolizei störte das Idyll, das übrigen» auch durch em Mädchen Be­reicherung gesunden hatte, und verhaftete alle drei Hauber. 3n ihrem Besitz fand man noch annähernd 17 000 Mark. Die seit Montag hier weilenden spanischen Aerzte besuchten heute die städtischen Krankenanstalten und die Höch sl er Farbwerke. Sie waren des Lobes voll über die mustergültigen Anstalten.

spd. Aus dem Taunus, 18. Aug. Die Srombeerernte hat in den nahen Gebirgen dieser Tage ihren Anfana genommen. Sie fallt |ehr reichlich aus. Zahlreiche Familien, in bleiern Jahre auch viele erwerbslose Städter, sind mit dem oft recht mühseligen Pflücken der Beeren bcschästigt. Das Pfund Brombeeren wird in den Städten gegenwärtig mit 90 Pf. verkauft.

fpd. Bad Homburg v. d. f)., 18. Aug. Sur« direktor v. Holwede hat sein Abschiedsgesuch eingereicht und scheidet am 1. Oktober aus her Lei­tung der Homburger Kur-A.-G.

Hanau, 18. Ang. Die Typhus-Epi­demi c in Hanau ist nicht weiter fortgeschritten. Mit den Kranken aus dem Hinterland von Hanau sind im aanzen 79 Typhusfälle zu verzeich- nen Gestern ist eine 51jährige Frau gestorben, so daß sich die Zahl der Todesopfer auf acht erhöht.

Rundfunk-Programm

deS Frankfurter TenderS.

(Aus herHabio-Umschau".) Donnerstag. 20. August.

3U$r: Wirtschaftsmeldungen. 4Uhr: Wetter­bericht der Gießener Wetterdienststelle. 4 Uhr: Wirtschastsmelbungen. 4.20 Uhr. Nachrichten­dienst 4.25 Uhr: Wirtschastsmelbungen. 4.30 bis 6 Uhr: Hachmittagskonzert des HauSorchesters, Hossini. Mitwirkung: Frl. Alice Baehr (Sopran), am Grotrian-Steinweg-Flügel: Herr Dr. Hein* hold Merten. 6 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde (AuS fernen Lan­dern). Aus dem Buch: .Unter Indianern Süd­amerikas'. von Prof. Dr. Max Schmidt, Berlin. 6.30 bis 7 Uhr: Hebertragung von Kassel. 7 Uhr . Wirtschaftsmeldungen. 7.30 bi» 8 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen HadiollubS (Vorlesung von 9. Decker aus dem KapitelKurze Wellen" von Prof. Dr. Ssau, Jena, aus demWegweiser durch die Hadiotechnik"). 8.30 bis 9.30 Uhr: Uebertra- gung von Kassel. 9.30 Uhr: Nachrichtendienst, Wettermeldung. 9.35 Ahr: Die Spätankündi­gung: ..Ted Snhderl". 9.45 Uhr: Sportfunkdienst. 10 bis 11 Uhr: Die Mitschuldigen, ein Lustspiel in Dersen und drei Aufzügen von Wolfgang von Goethe.

Wirtschaft.

Da» Branchenfernsprechbuch der Reichspostreklame G. m. b. H. Die In­dustrie- und Handelskammer Darmstadt erklärt zum Branchenfernsprechbuch der Reichspostreklame G. m. b. $).; Das Buch ist in seiner jetzigen Form für den praktischen Gebrauch vollständig un­geeignet. Bedeutende Firmen sind darin über­haupt nicht ober unter falscher Branchenbezeich­nung ausgeführt. Außerdem enthält es eine ganze Anzahl von Druckfehlem. Es empfiehlt sich, dieses Buches sich nicht zu bedienen, auch bei den Post- anftalten sollte cs keinesfalls als amtliches oder auch nur halbamtliches Verzeichnis geführt wer­den. 3m Hinblick auf die Schädigungen, die es durch seine Mangelhaftigkeit der Wirtschaft des hiesigen Bezirks bringen kann, ist sogar zu verlangen, daß es bei den Postanstalten, wo es offenliegt, schleu- nigst wieder entfernt wird.

Frankfurter Abendbörsc

F r a n k f u r t a. M., 18. Aug. An der heutigen Abendbörle hielt sich das Kursmoeau auf dem be­festigten Stande der Nachbörse. Für einige wenige Werte zeigte sich etwas Äaufncigung, doch verlie der Verkehr ruhig ohne nennenswerte Umsätze. Am Anleihemarkt setzte eine neue Befestigung für Kriegsanleihe ein. Die Abendbörse schloß ruhig mit Neigung zum Nachgeben der Kurse. Deutsche An- leihen: Sproz. Reichsanleihe 0,145, 3jproz. Preuß. Konsuls 240, Schuhgebietsanleihe 2750. Bankaktien: Bank für Brauindustrie 74,90, Bayr. Hypotheken» und Wechselbank 80, Commerzbank 93,75, Darm­städter Bank 110,50, Diecontogesellschast 103,50, Dresdner Bank 100,50, Neichsbank 121,25, Mitteld. Creditbank 93, Oesterreich. Kreditaktien 7,37. Mon- tanaktien: Deutsch-Luxemburger 55,12, Harpener 88. Mansselder 60, Phönix 62, Rheinische Braunkohlen 112, Rheinstahl 51,50, Kali Aschersleben 119. Che­mische Aktien: Badische Anilin 122, Elberfelder Far­ben 114,50. Theodor Goldschmidt 69^0, Höchster Farben 114,50, Rütgerswerke 62,50. Industrieaktien: AEG. 93,50, Bingwerke 48L0, Zement Heidelberg 67, Dyckerhoff und Widmann 28, Elektrisch Licht un > Kraft 90,75. Holzmann 52, Gebr. Iunghans 62,50. Julius Sichel 20,50, Wayß und Freytog 66,50, Zuckerfabrik Frankenthal 59,50, Zuckerfabrik Heil­bronn 54.

Berliner Börse.

Berlin, 16.Aug. Die Stimmung ist heute tneieniürf) freundlicher geworden. Die Speku- latioi. schritt verschiedentlich zu Deckungskäufen, da men bei Beginn des Verkehrs leichte Internen - tionen zu beobachten glaubte. Begünstigt wurde die bessere Tendenz durch die sehr günstige Dersasiung des Bcrsengeldmarktes und die etwas zuoer- sichtlicher gehaltenen Berichte aus der Eisen- i n b ii ft r i e. Die Shnrfe konnten sich daher bei den variablen Papieren durchweg um 1 bis 2 Pro- zent heben, in Spezialwerten noch darüber hin­aus. So wurden besonders einige Auslandanleihen, namentlich Budc.pefler Stadtanleihe, begehrt, letztere im Zusammenhang mit der erfolgten Neuregelung des Zinsendienstes. Auch heimische Anleihen leroegtcn sich etwas höher. Die gestern stark an- gebotenen Aktien der Darmstadter und National- bank gingen nicht weiter zurück, da die Spekulation bereits Eindeckungen m Blankoengagements vor- nahm. Die erste Notiz stellte sich auf 109,5. Am Geldmarkt waren die vorhandenen Mittel kaum unterzubringen, namentlich in tag- lichem Geld. Die offiziellen Leihsätze stellten sich aus 8-9,5 Prozent, es wurden aber auch Abschlüße bis 7 Prozent herunter getätigt. Monatsgeld 10,5 bis 11,5 Prozent. Am Devisenmarkt zeich- ne:c sich Kopenhagen d >rch eine recht feste Notiz aus (gegen London 21,18). während Oslo mit 26,39 legen London eher etwas ermäßigt war. Auch 8rüffel, Mailand und Amsterdan lagen eher etwas chwächer. Die Reichsmark notierte in London 20,41, Paris 5,13), Amsterdam 59,08.

Börsenkurse.

$nmtfnrt a-M

Berlin

18- Ängnft

17 August

Banknoten.

Berlin. 18 August.

Briet

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«olaariea Lissabon Daiulg. . Äonfl .-meta Lchen. .

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

On StOtonen Mart aaäeebrärtt. enenol-Htre«. London, Neu- hort. Iapau. Rio de Janeiro für eine Etnbeti. »ien und Bubepeflffc 100000 (Etit betten. alle» übrige für 100 Ltnhettau) Telegraphische Auszahlung.

Lmerttanische Noten

Belgische Noten........

Dänische Noten Englische Noten Hramoüsche Noten......

Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten T eutich^ Cefterr-. ä 100 jtronen Rumänische Noten Lkbwcdiiche Noten Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten.......

»eld

1.19 18,65 OS 01

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5% Deutsch- Reich»ouleihe . V t Tcatschc Reichs-./leihe .

3',"/» Deutsche Reich: :nl-i!)e 3°,; Deutsche ReichSanleive . Deutsche täparpramicnanleibe 4",o 'preußische KonsolS . . . 4% Hessen...........

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dto. Toll-Schatz-Amreisng')

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Setliner Handel-geselllchast. cLommcr;. und Prlvat-Banl. Tannft. und Nanonalbank . Deutsche Bank.........

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Mitteldeutsche Srebithanl . . Lesterreichiiche Creditanstalt. Weltbank............

Bochumer Sah........

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Deutsch Luxemburg WdknHrdjener Bergwerke. . Harp.ner Bergbau......

Kaliwerke Äscherülebea. . . . Kaliwerk Westeregeln.....

La urahütte...........

Oberbedars...........

Phöntr Bergbau ..... Rheinstatrl...........

Siebert Montan

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eurg-Amerika Paket. . .

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Cberamische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......

Anglo-Cont-Guano

Badische Anilin.......

Chemische Mäher Slapin . . Goldschmidt..........

Örie4 betonet Electron . .. Höchster Farbwerk« ..... Holzverkohlung RütgerSwerke......

Scheideanstalt.........

All«. Elektrizität»-Gesellschast Bergmann...........

Mainkra-twerke........

Schurtert............

Siemens <t HalSke......

Adlerwerke Kleyer Daimler Motoren Hehligcnstaedt.........

Meguin.............

Motorenwerke Mannheim .

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesellschaft Frankfurt. Pct. Union A-8 Schuhfabrik Herz Sichel Zellstoff Walddof.......

Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

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6.55

1.54

6.56

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht he»Gießener Anzeiger»'^

Frankfurt a W.. 18. Aug. ES wurden

notiert: Weizen (Wetterauer, neuer Ernte- 25 bis 25,25, Hoggen (inländischer, Üeuer Ernte) 20 bis 20,50, Sommergerste (für Brauzwecke, neuer

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W Orb ach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mittei­lungen. Lötungen ufw. find #u richten an die Schachredaktion deS »Gießener Anzeigers".

Problem Nr. 24.

Bon G. Hume In Nottingham. 1. PreisHationaltibenbc" in Kopenhagen.

8

6

7

5

4

2

8

6

5

4

3

2

1

Schwarz.

ä bc ä e i gn , Weiß.

Matt in drei Zügen.

Weiß: 9 Steine. Ka2, Tb3, Tb7, Lc8, Sb6, Ba3, Bb2, Bc4, Bd6.

Schwarz: 5 Steine. Ka5, Tg5, Ba6, Bb5, Bg4.

der

1.

2.

3.

4.

62-64 c2-c4

Sbl-c3 Lcl-g5

12

13. Lg5-f4

14. b2xc3

15. Lf4x66 16. c3-c4

12. Sf6-c4

13. Se4xc3

14. Lc7 66

15. D68X66

16. b7-b5

Partie Nr. 16.

Nachfolgende kombinationsvolle Partie wurde in 1. Runde zu Breslau am 19. Juli 1925 gespielt.

Indische Partie

Weiß: Dr. Tarrasch.

Schwarz: Moritz.

1. Sg8-f6 2. e7-e6 3. 67-65 4. Lf8-e7

5. Sb8 - 67

6. 0-0

7. c7-c6 8. a7-a6

5. e2-e3

6. Sgl-f3 7. Tal-cl

8. D61-C2 9. c4x65

Dieser Zug sichert dem Weihen verschiedene Vorteile: er stellt Schwächen des Damenflügels a5. b6, c5 fest, sichert günstige Entwickluna, eine Möa- lichkeit der späteren Aufrollung des Damenslügels durch a3, b4, b4b5 usw., auch ist der rechte Flügel des Schwarzen hierbei sehr schwer zu mobilisieren.

9 9. e6x65

10. Ul-63 10. Tf8-e8

11. 0-0 11. 567-18

12. h2-b3 um den Le8 einzufchränken.

Ueberraschend, doch schlecht, da hiernach Weih in den Besitz der offenen c-Linie gelangt, besser war 6c: nebst Le6, Ta 68.

17. c4xb5 17. c6xb5

18. Dc2-c5 18. Te868

19. Sf3-e5 19. Sf8-c6

20. Dc5c2 20. g7-g6

21. f 2 f4

Der Beginn eines wuchtig und elegant durch, geführten Mattangriffs, allerdings mit starker Unter- stützung des Schwarzen.

21 21. Lc8-b7??

Schwarz erkennt nicht Mt Gröhe bar Gefahr, onft hätte er durch f5 den weißen Angriff acftoppL 22. 14-15

23. f5xe6ü

Ein glänzendes und überraschendes Damenopjer.

23 23. Tc8xc2

24. e624. Kg8-f8 Bester Kg7

25. Telxc2 25. T68-c8

26. Tc2-f2 26. TcS-68

Das planlos« Hin- und Herziehen beweist die Hilflosigkeit der schwarzen Stellung.

27. Lc2xg6! Der Todesstoß.

27 ... . 27. H7xg6

28 Tf2-f6 (Siehe Anm. 24. Zug-

28 28 Dd6-a3

29.

30.

31.

32.

33.

Se5xg6+ n-f8D+ Sg6xf8 Kgl-h2 Tf6-f7+

29. Kf8-g7

30. TdSxfS

31. Da3xe34-

32. Lb7-c8 Aufgegeben.

Losung de» Problems Sr. 23.

Don K. Stal in Göteborg.

1. Le5-g7. 866: (V.) 2. Sf4+ ufw. (V.) a) 1. ... Kf7 2. 8(8-4- usw. b) 1.....K67 2. SfS-4- usw-

c) 1. . . . , K65 2. T64++ usw. SS droht 2 818 ufw.

Die rheinische Meisterschaft.

Die Austragung der Meisterschaft deS Hheins. die im vergangenen Jahre in Köln statt­gefunden hat, wird für dieses Jahr vorn Mittelrheinischen Schachbund übernommen. GS ist demselben gelungen, den herrlichen Badeort Münster am Stein dafür zu gewinnen. Die rheini­schen Schachverbände. Zweckverband Kölner Schachvgreine. Mittelrheinischer Sch^chbund, Ober­rheinischer Schachbund. Hheinisch-'Destfäl scher Schachbund, Saarländischer Schacht erband,Pfälzi­scher Schachbuird sind demzufolge eingeladen wor­den. zwei beste Spieler nach dort zu entsenden. Das Turnier findet in der Zeit vom 6. bis 13. September statt. Vorläufig erhalten die Teil­nehmer des Meistertumiers freie Verpflegung sowie Unterkunft: die drei ersten Sieger Heise- vergütung sowie Wertpreise.

gesten?

Unvermeidliche Folge.

Wer Abbau

Wer A sagt, muß auch B sagen.

Wcr Avus jagt, muß auch Beinbruch sagen.

Wer Abd el Krim sagt, muß auch Blamage agen.

Wer Amundsen sagt, muß auch Beinahe agen.

Die Narrenkappe.

Splitter unb Sparren vom HedakttvStnifch.

Lin Kenner.

A.:Welchen Gaul hatten Sie gewettet?"

B.:Auf Aditi, vom staatlichen Gestüt mtefelb."

A: .Hat er denn gewonnen?"

B.:Nein, er war weit zurück."

A.:Er war wohl den Instanzenweg gelaufen?"

(Lustige Blätter.)

Seine Entschuldigung.

.Hast du denn deine Aufgaben dreimal laut ge­lesen. wie ich dir sagte?"3a, Mutti."Aber du kannst ja nicht ein Dort." ,Lch habe beim Lesen nicht ganz genau zugehört."

Gleich.

Mutti, um wieviel Uhr bin ich eiaenllich ge­boren?" fragte Fritzchen.Um zehn Uhr."Ach, dann haben wir wohl gleich zusammen Frühstück ge«

sagt, muß auch Beamtennot agen. Wer Annunzio sagt ,muß auch Brechmittel agen. Wer Arroganz sagt, muß auch Benesch [aaen. Wer Affenschwanz sagt, muß auch Briand sagen. Wer Auswertung sagt, muß auch Bescheiden sagen.

(Lustige Blätter.)

Ernte) 26,50 bi» 28,50, Hafer (inländischer, alter Ernte) 20,50 bis 23, Mais (gell») 22, Weizen­mehl (inländisches, Spezial 0) 39,50 bi» 40,25, Hoggenmehl 29,50, Weizenkleie 11,50 bis 11,65, Hoggenkleie 12,25 bi» 12,50. Tendenz: Huhig.

Berliner Produk:?..bvrfe.

Berlin, 18. Aug. Der Prodüktenmarkt war bei sehr stillem Geschäft und bei größerer Zurückhaltung der Verkäufer ziemlich feft. Gerste wenig verändert, Hafer preishaltend. Älehl war ruhig. Es notierten pro Tonne: Weizen (mark.) 240 bis 244, Weizen (mecklenbg.) 238 bi» 243, Weizen (September) 254,50 bts 255, Weizen (Oktober) 257 bi» 258, Weizen (Dezember) 262 bis 263, Hoggen (märt.) 177 bis 184, Hoggen (September) 196 bi» 196,50, Hoggen (Oktober) 202,50 bi» 204, Hoggen (Dezember) 207, Hoggen (westpreuh.) 168 bis 173, Gerste (märt) 240 bis 269, Futtergerste 189 bis 197, Hafer (märt.) 189 bis 198, Hafer (September) 183, Hafer (Ok­tober) 190, Hafer (Dezember) 195, Mais (loko Berlin) 214 bis 218, Haps 345 diS 350; pro Doppelzentner: Weizenmehl 32,50 bis 35, Hoggenmehl 26,25 bis 27,75, Weizenkleie 13,60, Hoggenkleie 13,30, Viktoriaerbfen 27 bis 35, kleine Erbfen 25 bi» 27, Futtererbsen 23 bis 25, Peluschken 23 bis 25, Wicken 26 bis 28, Lupinen (blau) 12,50 bi» 14,50, Lupinen (gelb) 15 bis 16,50, HapSkuchen 16,60 bi» 16,80, Lein» kuchen 23,60 bis 24, Trvckenschnitzel 12.20 bis 12,50, Torfmelasse 9,80, Kartoffelflocken 25,50, Zucker 22.40 bi» 22,60.

Büchertisch.

IameS Drhce. dem wir daS außer­ordentlich aufschlußreiche und auch heute noch nicht veraltete Standardwerk über Amerika ver­danken. ist auch der Verfasser eines grohange- legten dreibändigen Werkes über .Moderne Demokratien", das der unternehmende Drei-Masken-Verlag in München soeben in einer m elfter gültigen ileberfc^ung von Karl Loewen- ftein und Albrecht Mendelssohn-Bartholdy t>or- legt Der soeben erschienene 2. Band behandelt die Demokraten der angelsächsischen Welt: die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Heuseeland nach ihrer staatsrechtlichen Entwick­lung und Struktur hin, Hegierung, Parlament und öffentliche Meinung und schließlich die politischen Haupttendenzen. Die Lektüre ist keine leichte, aber lohnende Arbeit

Ausführliches Lehrdu ch einer Stenographie. Don Dr. E. Fleischer. (Verlag F. Nemnich, Mannheim.) Ein ookalsymbolisierendes System (wie Gabelsberaer. Stolze-Schrey), besten Hauptbestreben auf Erzielung einer wesentlich bes­seren Ebenmäßigkeit der stenographischen Schrift | gerichtet ist, die durch eine zweizekltge Lokalisation,

bei der nicht nur der Konsonant des Auslautes, son­dern auch der des Anlautes in ausgiebiger Weife zur Symbolisierung der Vokale benutzt wird, zu erreichen ist. Bei der Aufzählung der Vorteile feines Systems erwähnt der Verfasser, das System sei nicht schwieriger als andere zu erlernen. Diese Behaup. tung ist dahin einzuschränken, daß sie sich nur auf einen Vergleich mit anderen symbolisierenden Systemen beziehen kann, während der Verfasser lei- der die vokalschreibenden Systeme überhaupt nicht in den Kreis seiner Betrachtungen zieht. 205 Rudolf Huch:Der Kirchenbau", Lustspiel in 5 Aufzügen. (Band 6557 von Reclams Unioersal-Bibliothek-, Preis geb. 80 Pf.) Rudolf Huch, der bekannte Romantiker und Satiriker zeich­net in diesem Bühnenwerke die Komödie des Egois­mus. Von überlegener Warte sind die Lächerlich­keiten unb Verlogenheiten eines kleinstädtischen Ge­meinwesens geschaut und gestaltet worden. Das Werk wird bei allen Lesern ein befreiendes Lachen auslösen. 373

OskarMeyer,^)allo-Tohuwabohf" Telephongötter und Opfer. (Göttingen 1925 im Selbstverläge des Deriaffers.) An Hand eines um­fangreichen Akten-Materials legt der Verfasser Miß­stände im Telephonverkehr dar. Seine Ausführun- aen haben besonders in Kreisen der Getreidemakler<> firmen berechtigtes Interesse gefunden. 207 ________L --- «

ineZe^ant^rzpraUi« (ck&'Dtudduuypf, pachung.

CtoARETT E NFABKIK

CONSTANTIN

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