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Deutschland herrschenden Kapital- und Kredit- mangel, sowie durch die hohen Steuern, Bahn- tarifc usw. die Absahkrlsis Weiler verschärft wird Für die derzeitigen Schwierigkeilen ift die beträchtliche Anzahl der Konkurse und GefchäflS- aussichten ein bedenkliches Zeichen. Besonders haben sich die Konkurse in der letzten Zeit auch auf diejenigen Branchen erstreckt, die auf Grund der zu Beginn des Jahres durch die damals reichlich fliehenden Auslandlredite künstlich ber- vorgeriifene Konjunktur mit einer gleichbleiben- den oder sogar wachsenden Aufnahmefähigkeit des Publikums gerechnet haben: so sehen wir Schwierigkeiten im Textilhandel in der Tabak- branche . sw. Nur verhältnismäßig wenig Wirt- ' schaftSzweigc können einen lebhaften Geschäfts-

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".)

Samstag, 20. Juni.

12 Ahr: Nachrichtendienst. 3 und 4 Ahr: Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Ahr: Nachrichten­dienst. 4.30 bis 6 Ahr: Nachmittagskonzert deS Hausorchesters: Schlager. 6 Ahr: WirtschastS- meldungen. 6 bis 6.30 Ahr: Jugendstunde: Aus dem RomanReise deS kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" von Selma Lagerlöi. 6.30 bis 6.45 Ahr: Der Briefkasten. 6.45 bis 7 Ahr: Aus Historie und Phantasie (Anekdoten und Rätsel). 7 Ahr: Aebertragung aus dem Frant- furter OpernhausAmelia oder Ein Masken­ball". Oper in fünf Akten von Giuseppe Drrdi.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Ifr. Religionsgemeinde. GotteSd.i. d. Synagoge (Südanlage). SamStag, den 20. Juni. Dorabd. 7.45, morg. 8.30, abds. 9.00 u. 9.40.

Wirtschaft.

Grundsätzliches zur Wirtschaftslage.

Spezialität: Rahmeis in Portionen Schlemrrerbecher

Lieferung von Torten und Gebäck außer dem Haus6

Turnen, Sport und Spiel.

lieber 4000 Handballmannschaften in der D. T.

vo Wie stark das seit wenigen Jahren be­triebene, gewöhnlich schnell verbreitete Handball­spiel m der D. T. zugenommen hat, zeigt die soeben beendete Erhebung des Jahres 1925. Da­nach beträgt die Gesamtzahl der Mannschaften 4 093 gegenüber 3 406 im Vorjahre. Davon sind 2 479 Mannschaften der Männer, 1 413 der Ju­gend und 201 der Frauen. Die Zahlen beruhen

Schach.

Schachmeisterschaft von Hessen, vierten Runde des Darmstädter

Gerichtssaal.

verurteilte Taschendiebe.

D a c m st a d t, 18. Juni. (TA.) Dor dem hiesigen Bezirksschöffengericht standen drei in­ternationale Taschendiebe, der Kürsch­ner Felix Geier aus Krakau, der Dackergehilfe Josef Thau, der sich auch Fleißig nennt, aus Salatow (Bukowina) und der Maler Josef Kolm aus Berlin, die sich wegen fortgesetzten Straßenraubs. Taschendiebstahls und gewerbs- mäßigen Glückspiels zu verantworten hatten. Thau und Kolm wurden zu drei Jahren Zuchthaus und 1000 Mark Geldstrafe. Geier zu zwei Jahren Zuchthaus und 1000 Mk. Geldstrafe verurteilt. Sämtliche Angeklagte wer­den nach Derbühung der Strafe unter Polizei­aufsicht gestellt.

Geschäftliches.

Auszeichnung für hervorragende Leistung. Die Schokoladenfabrik ,Ravia" in Dessau-Alten wurde auf der 5. Provinzialen Koch-, Fach- und Gewerbeausstellung in Gelsen­kirchen durch Verleihung einer goldenen Me­daille ausgezeichnet. Dies ist die zweite goldene Medaille, die die Firma innerhalb eines Ge­schäftsjahres erhalten hat.

Schutzgbrei und Kolonialwerte erheblich gebrüdt Die gestern noch bestehenden AuiwertungS- hoffnurg:n aus dem Gebiete der öffentlichen An­leihen scheinen sich schnell verflüchtigt zu haben. Don Li fer Haftung der immerhin noch lebhaft bearbeiteten Anleihen ging für die übrigen Mark g:biete eine gewisse Verstimmung auS, die jedoch lursmäßig ihrm N'ederschlag in nur weni­gen Werten fand Befestigen konnten sich sogar Kaliwerte, namentlich die des Freiverk.brs und weitere Spezialwerle Anreg nd wirkte der an die Reichsbahn gewährte amerikanische Kredit und die Aussichten ans weitere Auslandkredite für Zwecke der- Landwirtschaft Am Kolonial- markt hat d->s Interesse für Süd'ee (45) etwas nachgelassen. Am Devisenmarkt trat eine neuerlich bedeutende Abschwächung des italienischen Lire ein. daS trotz des freute offiziell um ein weiteres Prozent erhöhten Dis- kon s hes g g n London auf 133 zurü lging Auch Paris lag weiter gedrückt. Der Geldmarkt blieb unverändert.

nehmlich um solche Gewerbe, die eine Art dukticnsmonopol genießen, wie z. D. deutsche Kaliindustrie, die sich jetzt nach gung mit den elsässischen Kaliwerken in guten Position befindet. Hierzu gehören

gang und vor allem ein befried gen des Export­geschäft verzeichnen. ES handelt sich hierbei vor- - - - --- -

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Lage in Deuischland geht der in den meisten anderen Ländern

7,37. Äontanaktien: Buderus 57,25, Deutfch-Lurem bürg 73,50, Harpener 111, Mannesmann 83, Mans« selber 63,25. Phönir 94,25, Rheinische Braunkohlen 120,50. Chemische Aktien: Badische Anilin 119,75, Scheideanstalt 109, Clbcrselder Farben 111, Höchster Farben 110,75. Schisfahrtsakkien Hapag 78,50, Nordd. Lloyd 60. Jndustrieaktien: Adlerwerie Kleyer 61, AEG- 95 Fuchs Waggon 0,8, Elektrisch Licht und Kraft 98, Lahmeyer 68, Lechwerte 83, Rhein- mctoll 39, Sichel 38,62, Schuckert 6137, Franken- chalzucker 3,85.

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(Ohne Gewähr.!

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Märkte.

Frenkfuricr Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 18. Juni. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,50 bis 23,50, Roggen, inländ. 18 biS 20,50, Hafer, inländ. 18.50 bis 23.50, Mais (gelb) 21 bis 22,50, Weizenmehl, inländ. Spezial 0 36,75 bis 37,50, Roggenmehl 28.75 bis 29,75, Weizenlleie 11,75 bis 12, Roggenlleie 12,75 bis 13 Mk. Tendenz fester.

Frankfurter Schlachtviedmarkt.

Frankfurt a. M.. 18. Juni. Auftrieb: 20 Stück Rinder, darunter 13 Ochsen, 1 Dulle, 6 Färsen und Kühe, 1012 Kälber, 127 Schafe, 926 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfund Lebendgewicht: Kälber: Feinste Mastkä der 78 bis 85, mittlere Mast- und beste Saugkälber 70 bis 77, geringe Mast- und gute Saugkälber 62 bis 68, geringe Saugkälber 50 bis 59; Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50, gerin­gere Masthäminel und Schafe 35 bis 42. mäßig genährte Hämmel unb Schafe (Merzschafe) 20 dis 34, Schweine: Dollfleischige von 80 bis 100 Kg. 79 bis 80, unter 80 Kg 72 bis 78, von 100 bis 120 Kg. und von 120 bis 150 Kg 77 bis 80, unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 70 Mk. Marktverkauf: Kleinvieh bei regem, Schweine bei ruhigem Handel geräumt.

Berliner Praduk,'-

Berlin, 18. Juni. Am Produktenmarlt trat eine Befestigung ein. Das Jnlandangebot bleibt gering, aber die Preise verhältnismäßig hoch. Gerste, gute Ware, begehrt. Kanada-Hafer ver­mehrt iimgefetzt. Mehl lebhafter Handel. Futter- artikel ruhig. Es wurden für 1000 Kilogramm notiert: Weizen, märf. 266269, Weizen, Juli 264 bis 264,50, Roggen, märt. 211215, Roggen, Juli 210,50209, Gerste, märf. 226242, Futtergerste 200215, Hofer, mark. 232240 , Hafer, Juli 192,50, Mais (loko Berlin) 207211, Raps 360 bis 370; für 100 Kilogramm wurden notiert: Weizenmehl 33,7536,25, Roggenmehl 29,25 bis 30,50, Weizenkleie 13,4013,50, Roggenkleie 14 bis 14,20, Biktoriaerbsen 2529, kleine Erbsen 24,50 bis 26, Futtererbsen 2124, Peluschken 2123, Ackerbohnen 2122, Wicken 2326, Lupinen, blau 1011, Lupinen, gelb 13,5014,50, Rapskuchen 15,6015,80, Leinkuchen 22,4022,80, Trocken- schnißel 10,2010,45, lorfmelaffe 10, Kartoffel­stöcken 19,2019,40.

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D i e Grobhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 17. Juni berechnete Groh- handelSinderziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stande vom 10. Juni (134,3) um 0,7 v. H. auf 133,3 zurückgegangen.

Sächsische Staatskredite für d i e Wirtschaft. Der sächsische Landtag bewilligte 3Vs Milft Mark als Kredithilfe für Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe. Die Darlehen sollen bis zum Betrage von 5000 Mark zu einem Zinssatz von 5 Prozent gewährt werden.

* Günstige Entwicklung des deut­schen Handels mit Kuba. Die deutsche Ausfuhr nach Kuba ist laut Londoner Meldung deS Fachblattes ..Industrie-Kurier" im Jahre 1924 auf 9 804 257 Dollar angewachsen von 7 937 582 Dollar im Jahre 1923. Die Einfuhr nach Deutschland aus Kuba ist von 629 639 Dollar auf 1 408 384 Dollar gestiegen. Auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres hat nach vorläufigen Schatzungen der Handel sich weiter günstig ent­wickelt.

Frankfurter Abendbör!:.

Frankfurt a. M., 18. Juni. Die lebhafte Kurssteigerung wurde an der heutigen Abendbörse durch die Erklärung des Reichssinanzministers über die ungünstige Finanzlage des Reiches, die zur Zu- rückbattung Anlaß gab, etwas zurückgedrangt. Die Tendem war unregelmäßig. Ueberwiegend liehen sich leichte Abschwächungen feststellen, doch blieb der Markt im allgemeinen widerstandsfähig. Stärker gedrückt waren wiederum Deutsche Anleihen, na­mentlich Kriegsanleihen. Der Montanmarkt ver­kehrte uneinheitlich. Chemie- und Eleklroaktien gaben zumeist mäßig nach. Bankaktien unverändert. Recht fest wurden Schiffahrtsaktien umgesetzt bei einem Plus für Hapag und Rordd. Lloyd von je 2 Proz. Pfandbriefe gaben weiter nach. Die Abendbörse schloß ruhig mit Neigung zum Nachgeben. Deutsche An­leihen: 5proz. Reichsanleihe 0,420, 3*proj. Preuß. Kvnsols 0,640, Schutzgebietsanleihe 5,700, 3jproz. Bayern 0,740. Bankaktien: Commerzbank 99, Darm­stadter Dank 122, Deutsche Bank 121, Dresdner Bank 102,62, Mitteldeutsche Creditbank 98,50, Rhei-

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Schachturniers gewann Orbach ein im besten Angriffsstil burchgeführtes Damengambit gegen Dr Wolff nach breistünbigern Spiel. Dleutgen führte eine Spanische gegen Sixt durch gutes Spiel zum Siege. Die Partie Flander gegen Gud- kewitsch wurde von Flander durch ewiges Schach remis gehalten. Dr. Adam gelangte durch vor- trefflrche Behandlung einer Indischen Partie gegen Orth zur besseren Stellung, versäumte aber im entscheidenden Augenblick die Gewinn- fortsehung und wurde die Partie bei ungefähr gleichen Chancen abgebrochen.

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Derliuer Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers"!

Berlin, 18. Juni. Während an der Dor­börse die Effekten-Kurse eine recht feste Haltung zeigten, trat sofort bei Beginn des offi­ziellen Derfthrs auf den führenden Marktge­bieten eine Abschwächung der Tendenz ein. Die heutigen Abschläge waren anfangs mini­mal, gedrückt lagen nur Anleihen, so 5» prvzentige ReichSanleihe, die in den Dormittags­stunden noch mit 0,465 gehandelt wurden, bei

Devisenmarkt BerlinIranksurl a. M.

(9n Billionen Mark anLgedrnckt. Bnenor-AtreS, London, Neu- hork, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle» übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

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einige Werke der chemischen Industrie, deren Erzeugnisse (vor allem pharmazeutische Präpa­rate) stets auf einen internationalen Absatz rechnen können, sodann die Kunstseideindustrie, ferner die Stickstoftindustrie und die Aluminium- Hüttenwerke, die bei bedeutendem Derbrauch in ihrer Zahl und ihrem Umfang beschränkt sind. Auch einige Zweige der Elektroindustrie (z. B. die Werke der Schwachstrombranche) haben einen relativ günstigen Geschäftsgang aufzuweisen, ebenso wie die Papierindustrie und die 2Iuto- mvbilindustrie, die allerdings ausschließlich für den inneren Markt arbeitet.

Die erwähnten Gewerbe bilden aber ins­gesamt nur Ausnahmen. Ihnen steht die Mehr­zahl der ^Intcrnehmungen gegenüber, bei denen von einem Ertrag nicht die Rede sein kann. Dieser Zustand kommt in den Jahresabschlüssen der Aktiengesellschaften klar zum Ausdruck. Noch auS Anlaß der Goldumstellung hatte man sich dem Glauben hingegeben, daß infolge der durch eine scharfe Zusammenlegung ermöglichten Bil­dung großer stiller Reserven die Ausschüttung einer Dividende möglich sein werde; diese An­nahme hat sich in vielen Fällen als nicht stich­haltig erwiesen. Zum Teil hat hieran die rigo­rose Steuerpolitik Schuld; zum Teil haben aber auch solche Werke, die mit ^leberschuh gearbeitet haben, es nicht verantworten zu können geglaubt, bares Geld aus dem Betrieb herauSzuziehen, um es den Aktionären zukommen zu lassen. Bei diesen Erwägungen dürfen jedoch die betreffenden Gesellschaften nicht vergessen, welche Einwirkun­gen die Dividendenlosigkeit auf die künftige Kre­dit- und Finanzierungsmöglichkeiten haben wird, insbesondere unter Berücksichtigung des 11m- standes, daß nicht unbeträchtliche Aktienposten auch im Auslande untergebracht worden sind. Ferner muß in Betracht gezogen werden, daß im Gegensatz zur Inflationszeit der inländische Aktienmcfiher weit mehr wie früher den Aktien­besitz nicht als Spekulation, sondern als Anlage- besih betrachtet. Diese Gesichtspunkte werden bei den Gesellschaften, die trotz der schwierigen Der- hältnisse eine Dividende zur Ausschüttung ge­bracht haben (insbesondere den Braunkohlen­werken. Brauereien. Danken. Chemischen und Tektilunternehmungen il a.) mit Recht eine Rolle gespielt haben. Auf jeden Fall ist zu wünschen, daß die Dividendenlosigkeit nicht gewissermaßen zu einem Programm wird, das auch solche Gesell­schaften befolgen zu müssen glauben, bei denen eine Dividendenverteilung an sich nicht außer­halb deS Bereiches der Ölköglichkeit läge.

ouaies> Allerlei.

Die Ursache von Unfällen.

Gewöhnlich macht man den Zufall für Un- gluckssalle verantwortlich oder spricht von den Ge­fahren. die unser Maschinenzeitaltcr mit sich bringt. 21bcr die größte Zahl aller Unfälle muß auf per­sönliche Eigenschaften der Betroffenen zurückgeführt werden, wie der Sachverständige der Berliner 6tra- [enbabn Tramm in einem Aufsatz der Frankfurter Wochenschrift .Llmschau' auSsuhrt.

Nach der Statistik sind an den gesamten Un­fällen Betriebseinrichtungen und Maschinen mit 43 Prozent, menschliche Willenleistungen mit 14,5 Prozent und menschliche Eigenschaften mit 37,5 Prozent beteiligt. Die Zahl der durch Maschinen hervorgerufenen Unfälle beträgt 20 Prozent.

Schon auS diesen Ziffern geht hervor, daß der Mensch selbst als Hauptursache der Unfälle zu be­trachten ist. Ebenso weist eine Statistik über öic bei Unfällen verletzten Körperteile auf menschliche Ur­sachen hin. Die Abnahme der Leistungsfähigkeit in den späten Dor- und Nachmittagsstunden, daS sog. Montagsgefühl, Ermüdungserscheinungen in d n Sommermonaten und im kritischen Lebensalter laRen sich deutlich als llnlallSursachen erkennen. Nach Erhebungen der amerikanischen Straßenbahnen nimmt die Zahl der Unfälle mit dem zunehmenden Dienstalter ständig ab. Während sie im ersten Be­schäftigungsjahr am höchsten ist, beträgt sie nach 3 Jahren nur noch die Hälfte und erreicht bei 6-7 Dienstjahren den niedrigsten Stand. Tramm aber hat zwischen dem 25 und 30 Dienstjahr eine starke Zunahme der ilnfäflc beobachtet, die auf Einflüsse des Alters zurückzuführen sind. Bei sei­nen Untersuchungen erkannte er, daß es in den weitaus meisten Fällen menschliche Eigenschaften sind, die die Unfälle Hervorrufen, und zwar haben persönliche Sorgen einen besonders starken Einfluß. Als Eigenschaften und Fähigkeiten, die da« Ent­stehen von Unfällen begünstigen, bezeichnet er: Sorglosigkeit und Leichtsinn, persönliche Mißver- hältniffc, Trunksucht, Fallsucht, Ohnmacht und Schwindelansälle, nervöfe Erregtheit, Schreckhaftig­keit, ungenügende Aufmerksamkeit, geistige Schwä­che und Schwerfälligkeit, ungenügende Bewegungs­geschicklichkeit, ungenügendes Gesicht und Gehör Die notwendigen Fähigkeiten, durch die Unfälle verhütet werden, sind etwa folgende: Gesicht, Gehör, genügende Begabung, Geistesgegenwart, Ausmerk- samkert, Bewegungsgeschicklichkeit. Anlernfähigkeit und Llebungsfähigkeit, Wille zur Sicherheit und Gesundheit.

In den deutschen gewerblichen Betrieben ereig­nen sich jährlich etwa 10 000 tödliche Unfälle, 35 000 Unfälle mit dauernder, 58 000 Unfälle mit vorüber­gehender Erwerbsunfähigkeit, 575 000 gemeldete Unfälle, und daraus ergibt sich für unsere DolkS- wirtschast ein Kapitalverlust, den man mit 2,8 Milliarden Goldmark beziffert hat. Es ist daher von größter Wichtigkeit, in gefährlichen Betrieben die Arbeiter bei Einstellung und in Zeitabständen daraufhin zu untersuchen, ob die unfälleverhütenden Fähigkeiten bei ihnen vorhanden sind.

WaS man im Fallschirm empfindet.

Trotz der Unglücke, die sich noch hie und da beim Abspringen aus Flugzeugen mit Fallschirm ereignen, bürgert sich der Fallschirm doch immer mehr als Rettungsmittel aus großen Höhen ein. Eine anschauliche Schilderung der Empfindungen, die man beim Sturz durch den Raum empfindet, gibt ein englischer Militärflieger. Bei den eng­lischen Luststreitkräften ist der Fallschirm eingeführt, damit sie sich bei Katastrophen retten können. »Das einzig Unangenehme sind die ersten 150 Fuß," schreibt er. Man fällt nämlich 150 Fuß herunter, bevor der Fallschirm sich öffnet, und nachdem man etwa 50 Fuß gefallen ist, glaubt man, man wäre bereits die ganzen 150 Fuß herabgestürzt und be­kommt Angst, daß der Fallschirm nicht funttioniert. Dann aber erfolgt ein kräftiger Zug an der Leine, öie um den Leib befestigt ist, und nun erkennt man mit großer Erleichterung, daß man sich im Schutze des Fallschirms befindet. Don nun an hat man ein wundervolles Gefühl. Man hat garnicht den Eindruck, als ob man fiele, sondern meint eher, dec Boden stiege langsam zu einem herauf, je mehr man sich ihm nähert. Der rotweiße Fallschirm über dem Kopf gibt ein beruhigendes Gefühl der Sicher­heit. Dann kommt ein plötzliches Schießen durch die Luft, ein Niedertauchen, und man steht auf festem Boden."

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16,06

16,10

15,41

15.45

London. .

20,388

20,410

20.38-

20,438

yieunort ..

4.195

4,205

4.195

4.205

Ports. . . .

Schwct» . .

20.08

20,14

19.72

19.76

81.445

81.645

81465

81.665

Spanten.

61.07

61.23

61.12

61,28

Fapan . . - Rio de Jan.

1,708

1.712

1.708

0 441

1,712

0.464

0.466

0,443

Wien in D--

Oest. adgest.

59,057

59,197

59,057

59,197

Prag ....

12,425

12,475

12.435

12,475

Belgrad . .

7,392

7,412

12.35

12,37

Budapest. .

Buloarten .

o,b!5 3.055

5,915

3,065

a.835

3.045

0,913

3,055

Lissabon .

20,475

20,525

20 475

40,525

Danzig. . . Sonftandn. «then. .

80,83

81.03

80.81

81.01

8,225

2.235

>225

2,235

7.04

7.06

6 89

6.91

Banknoten. (Ohne Gewähr.)

Berlin, 18. Juni.

Geld

Brief

DmerttanIlLe SRotee . . , . ,

4,18

1,20

Belgische Noten .......

19,42

1.1.52

Dänische Noten .......

79,50

80,20

Englische Noten........ straruöfifche Noten ...... Holländische Noten......

20.355

20.455

19,70

19,80

168,13

168,97

Italienische Noten......

15,51

15,59

Norwegische Noten...... Deuksch.Oesterr, ä 100 Kronen

70,77

71,13

59,09

59.39

Rumänische Noten......

Schwedische Noten . . ...

111.97

113,53

81,89

Schmetter Noten.......

81,49

Spanische Noten.......

60,90

61,20

Tschechoslowakische Roten . .

12,425

12,485

Ungarische Noten . . ...

5.87

5,91