Ausgabe 
19.5.1925
 
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kammertag anschliehe, der folgende Regelung Vor­schlägen werde: Das Gewerbe st euersoll wird zur Hälfte aus dem Anlage- und Betriebskapital aufgebracht, zur Hälfte durch Zuschläge auf dicEinkom- m e n st e u e r v o k a u Szahlu n g. Die Versamm­lung stimmt dieser Lösung zu, ist sich aber bewußt, daß diese Maßregeln, die jetzt getroffen werden, zu­nächst nur ein Provisorium 'sein können.

Der nächste Vortrag beti Direktor O. C. Sut - t e r vom Frankfurter Meßamt über

"Der Kaufmann im Mittelalter"

hielt, schlug die Brücke von der "Wirtschaft zum Gei- sligen, das den wahren Kaufmann auch durchdringen muß, will er seinen Beruf in der richtigen Weise ausüben. In großen Umrissen zeichnete der geist­reiche Portrag das Bild des mitelalterlichen Kauf­manns, der mehr war als ein bloßer Mittler der Waren. Er wurde ein Träger der Zivilisation, die ersten Träger der Staatsgesirsnung wuchsen aus seinen Reihen heraus. Bei ihm, der frühzeitig die 'Verbindung zu anderen Völkern herstellte, herrschte immer das Gefühl vor, daß sein Auftreten in der Osffentlichkeit Maßstab dafür sei. wie man sein ganzes Volk eiiifchötze Die Pfsge oes Geistigen, der Austausch von Gesinnungen, war dem Kaufmann neben dem Erwerb wichtige Lebensaufgabe. Wie er, tartn auch heute noch beispielsweise der Einzelhänd­ler auf dem entlegenen Lande, der oft als einziger durch Fäden mit oer Stadt verbunden ist, ein Vor­posten der Kultur sein, wenn er über seine Waren hinaus auch Gedanken vermittelt. Der Kaufmann des Mittelalters kann in seiner Bedeutung für Staat und Kultur für heute Vorbild sein. Und diesem Vorbild muß nachgestrebt werden, will der Kaufmann wie­der zu den, Ansehen komtnen, das die alte Kauf- mannschäst beschlossen hat. Auf die kaufmännische Erziehung sei sehr viel Sorgfalt zu verwenden. Un­sere kaufmännischen Schulen seien, was dis Päda­gogik ünbetresfe, in sehr gutem Stande. Aber sie wurden voll« Erfolge nur erzielen können, wenn hinter ihrer mehr formalen Bildung auch eine ge­sinnungsmäßig stehe. Der echte kaufmännische Geist im Sinne des alten Kaufmanns müsse zu einem güten Teil durch den Ehef vermittelt werden, der natürlich eine Persönlichkeit sein müsse, wenn er auf den jungen Nachwuchs emwirken wolle. Dis packenden Ausführungen, die mehr einer Weihs­stunde glichen und dem Derbanostage ein ganz besonderes Gepräge geben, fanden dankbare Auf­nahme und begeisterten Beifall.

Dec Geschäftsbericht, den der Syndikus Dt. Moetzner erstattete, gab einen kleinen Ausschnitt aus der Fülle von Arbeit, die die Vsrbandsleiftung im abgelaufenen Geschäfts­jahr zu leisten hatte. Neue Mitglieder wurden ge­wonnen, zusammen sind jetzt über 2000 Mitglieder organisiert. In Ober Helsen und Starkenburg sicht die Sache des Verbandes am besten; in Rhein­hessen dagegen haben viele Einzelhändler sich noch nicht zu dem Zusammenschluß entschließen können. So gilt es. weiter zu arbeiten, und die Lauen und Egoisten, die Früchte ernten wollen, wo sie nicht gesät, zu durchdringen mit dem Solidaritätsgefühl, das der Einzelhandel ebenso wie andere Beruss- organisationen voll Und ganz beseelen Muß. Steuer- fiägen, Ladenschluß, Sonntagsruhe, Notgssetze, Wan­dergewerbe, Handel anderer Berufsgruppen mit Gegenständen des Einzelhandels Usw. waren die hauptsächlichsten Aufgaben, Mit deren Bear- tung die DerbaNdsleitung immer wieder zu tun hatte. Als soziale Einrichtung ist in nächster Zeit die Gründung einer Unterstützungskasje für Sterbe- sälls im Einzelhandel geplant. Geschaffen wurde bs- . reite innerhalb des hessischen Einzelhandels ein Glasoersicherungsverein der gestern > absnd eine ordentliche Generalversammlung im : Hotel Bristol abhielt. Als dringende Notwendigkeit < wird erachtet,daß die Oesfentlichkeit durch die Tages­presse noch mehr als seither über die kausmän- r Nischen Berufs- und Arbeitsziele aufgeklärt wird.

Unter Leitung des 2. Verbandsvorsitzenden, Horn-Gießen, fand dann die Wahl des ersten Vorsitzenden statt. K a l b f u ß - Darmstadt, der nahe­zu ein Vierteljährhundert als verdienstvoller Führer im süddeutschen Einzelhandel tätig ist (die Schaffung des Süddeutschen Cinzelhandelstages mit dem Vor­ort Darmstadt ist in der Hauptsache sein Werk), wurde einstimmig auch für das kommende Geschäfts- ;abr die Verbandsleitung übertragen. Er dankte für das Vertrauen und versprach weiter zu arbeiten für Sen Stand, für jeden einzelnen und darüber hinaus für das ganze Vaterland. Einstimmig wurde daraus der

Ortsgruppe Gießen,

die tm nächsten Jahre auf ein Mähriges Bestehen zurückblicken kann, die Abhaltung des nächstjäh­rigen Verbandstages übertragen.

Bei dem sich an die Tagung anschließenden gemeinsamen Essen im VersammlungslokalSpru- debHotel" kam der vorzügliche Geist, von dem die Tagung getragen war, noch in verschiedenen Trink- svrüchen zum Ausdruck. Der Vorsitzende des his- figen Einzelhandeloereins, Nickel, begrüßte die Berufsgenossen, während Wolf- Bad-Näuheim ein Hoch aufs Vaterland ausbrachte. Notar Stahl- Bad-Nauheim sprach über die Beziehungen von Handelskammer und Einzelhandel sowie über die Tätigkeit und Bedeutung der Frauen im Einzelhan­del. Don Frauen galt jein Hoch. Horn Gießen übermittelte den Dank des Vorstandes und des Lan­desverbandes an die gastliche Kongreßftadi.

Der Spätnachmittag galt her Ausspannung nach getaner Arbeit. Das Konzert auf der Terrasse wu^de besucht. Außerdem konnten unter der sachkundigen Führung von Oberbaurat Berk die Badeanlagen besichtigt werden.

Das größte deutsche Stadion. Die Frankfurter Zentralspvrtanlage bot ihrer Einweihung.

Am Htimneisahrllage wird das Frank- f u r t c t Stadion feierlich eingewsiht. Es wird nach feiner Vollendung einstweilen ist es noch nicht in allen Teilen fertig -- die großartigste und schönste Sportanlage sein, bi Deutschland be­kommt. Die Anlagen haben bis jetzt über drei Millionen ohne das Gelände gekostet, das in­mitten des Stadtwaldes gelegen von der Stadt unenlgelilich zur Verfügung gestellt wurde; für die Fertigstellung d:s Luft- und Lichtbades sind noch sehr bebrütende Aufwendungen nötig. DaS Frankfurter Stadion ist eine deutsche Sportstätte, die auf allgemeines deutsches Interesse Anspruch erhebt. Das neue Deutschland ist auf Körper­kultur als Pflichtfach angewiesen; ev bebarf eines Nachwuchses, der einem gesunden Geist den ge­funden Körper schafsk. den wir zur Erreichung höchster QBeftbcmcrMfeif.'ungen unter den Döl- fern benötigen. Dri tiefere national-sittliche Ge­danke des Stadion ist die sbsl.'N'atstcho C&alfa- ertüchtigl'ng. und dafür Hal tich die Frankfurter

Bürgerschaft im (Zahre 1920 begeistert ins Werk gesetzt, als unter dem Stadtrat Ernst Der- neck er, dem eigentlichen Schöpfer der groß­artigen Anlage, die Planung erfolgte und die ersten Mittel für die ungeheueren Erdbewegungen bereitgestellt wurden. Auf einem 3400 Hektar großen Gelände, d?n ehemaligen Militär-Schieß- stünden, find 70000 Kubikmeter Erbmassen irt "Bewegung gesetzt worden. Heute präsentiert sich die inmitten alten Waldbestandes gelegene, durch mächtigeAufmarschstraßen und ganz neu . Straßen» bahnstrscken mit breiten Rangierbahnhöfen er­schlossene Anlage als zwei Komplexe; die 30- bis 40 000 Zuschauer fassende Aad- und Motorrenn­bahn mit Innensp^ctslächen und die in einer Achse hintereinander angeordnete Kampfspiel­bahn. elfte Arena mit über 45 000 Sitzplätzen, in der die Aasen- und Turnsportfte(c vor sich gehen werden, auf der Aordseite begrenzt durch einen langgestreckten, in künstlerisch-monumentalen Bckufvrmen gehaltenen Tribünenbau, der auf bei­der Arena zugewandten Seite ein nach klassisch- aNtiken Vorbildern geschaffenes Freilichttheater enthält, während die andere Seite des mäch­tigen Bauwerks der Festwiese zugewandt i|t. auf der wiederum gewaltige Menschenmasfen sich in frohem Spiel und feierlichen Auszügen ergehen können. Hier ist der Tribünenbau Empfanas-, Derwaltungs-, Sportgebäude, eine eigentliche Palästra. Dann folgt das Sportfchwimmbcken für nicht weniger als 6030 Menschen mit allem Zu­behör, ein in riesigen Dimensionen gehaltenes Wasserbecken mit Springkurm und Sport­anlagen. Dahinter das Mächtige Licht- und Luft­bad, das noch am weitesten zurück ist. während die Kampfspielbahn mit den Tr bünenbauten und dem Theater vollständig fertig ist.

Die Großartigkeit der sämtlichen Anlagen wird bedingt durch die gewaltigen Dimensionen ihrer Projektierung, durch die sporttechnisch voll­endete AnssühruNg und durch den wundervollen landwirtschaftlichen Nahmen, der sie umschließt. Dei der Ausführung ist durchaus an die Bedürf­nisse der rasch wachsenden Großstadt aedacht. Sport und Leibesübungen sollen als selbstver­ständliche MasfeNqefunduvgsmiktel betrieben wer­den, und dafür hat die Stadt Frankfurt bereit­willig In schwersten Zeiten, wo kaum noch eine Hoffnung auf Wiedergeburt und Aufstieg vor­handen fchien, Opfer duf sich genommen, die dem Volksganzen dienen und ein neuer Beweis sind, wie im heutigen Deutschland BiGgergeist der Städte än der Erfüllung vaterländischer Pflichten arbeitet. Dabei darf allerdings nicht überleben werden, daß eine Schöpfung, tob das Frankfurter Stadion, bedeutungsvoll für das spOi"'iiche Leben eines weiten benachbarten Gebietes ist. L. W.

Buntes Allerlei.

Mord-Moden.

Aus dein internationalen Polizeiköngreß, der jetzt tn Äeuhork tagt, ist wieder heroorgehosten worden, daß es die Aufgabe der Polizei ist, immer neue Waffen zu schmieden gegen die immer neuen Methoden der Verbrecherwelt. Da­bei macht man daraus aufmerksam, daß esMooe- verbrechen" gibt, die so lange mit Vorliebe ge­wählt werden, als man glaubt, ihre Bekämpfung lei unmöglich. Besonders die Mörder richten sich nach der Wissenschaft, wobei ihnen freilich auch manches Malheu' passieren kann. So tötete vor einiger Zeit ein Mann fein Opfer mit Akonit, weit er gelesen hatte, daß die Anwesenheit dieses Giftes im Körper nicht festgestellt werden lÖrtne. Er wurde aber überführt, denn er hatte eine veraltete Auslage benützt Die Bakteriologie hat überhaupt dieMordmode" stark bestimmt, wie die zahlreichen Mords und Mordversuche be­weisen, bei denen dem Opfer gefährliche Krank­heitskeime zugeführt wurden. Aber auch dies ist nichts Aeues, denn die chinesischen Chroniken be­richten, daß schon vor 2000 Jahren ein Kaiser des Himmlischen Deiches einen ihm unbequem *n Staatsmann auf die Weife beiseite schaffte, daß er ibn in seinen Palast einlnd und im Bett eines Aussätzigen schlafen ließ. Der berühmteste Fall dieser Ärt, der die Verwendung von D.ikterim zu Verbrechen in Aufnahme brachte, war der des Abenteurers Laceh O'Brien in Petersburg 1911. Dieser Hochstapler hakte die Liebe eines schwer- reichen Mädchens gewonnen, deren Angehörige aber die Verbindung nicht zulassen wollten. Durch das Versprechen einer Belohnung von einer halben Million Rubel brachte er einen Arzt, Dr. Pafchenko, dazu, den Verwandten des Mäd­chens, die er behandelte, Cholera- und Diphthe- lisbazillsn beizubringen. Die Opfer erkrankten auch schwer, aber das Verbrechen konnte ent­deckt werden. Die Wissenschaft findet schnell Mittel zur Aufhellung der Wege, die sie zuerst gebahnt, und sie gleicht so der Lanze des qrie« chifchen Gottes, die die Wunden heilte, b'.' sie geschlagen

Wirtschaft.

ArbCitsmarkt

und WirtschafLsZage.

Tis teilweise Besserung bet Lage des Ar- beitsmaiktes. die int Februar und März trotz mancher ungünstigen Anzeichen zu e-kennen war, hat sich im April nut für einen kleineren Teil ber Industrien ivrtgesetzi. Ini ganzen sind der Besserung des Beschäftigungsgrades in Deutsch­land enge wirtschaftliche Grenzen gezog.n. Die außerordentlichen Absatzschwierigkeiten des Kohlenbergbaues haben sich nicht gemifbert und die Fördsitmg ist zurückgegangen. Die Arbeit wurde durch Einlegen von Feierschichten gestreckt, im Ruhrgebiet kam es zur Entlassung von Berg­arbeitern. Aber auch in einzelnen Industris- zwcigen zeigte sich ftn Berichksmonat die Absatz- qi-lMcrbeit vermindert Der Kapitalmangel machte sich allgemeiner und ftärfer als im Fe­bruar und März fühlbar. Obwohl die Anfragen im allgemeinen nicht abgenommen haben, kommt cd nicht mehr so ost zu Geschäftsabschlüssen, weil vii fleförgtrten langfristigen Zahlungsbedingun- aev die Wirtschaftlichkeit des Verkaufes in Frage stellen. Verschlechterten sich bereits im Vormonat vielfach die Zahlungseingänge, so sind sie im Avril noch schleppender geworben. 3464 typische industrielle Betriebe mit 1,5 Millionen Beschäf­tigten belichteten an das Reichsarbeitsblaft übet ihren Beschäftigungsgrad im April und machten Veigleicdsangabe' zum Vormonat. Der Anteil bei Arbeitskräfte, die Detrisbsn mit schlechtem Geschäftsgang angehörten, ging von 30 Prozent auf 28 Prozent zurück. eS stieg dafür bei Anteil bet aut beschäftigten Betriebe von 29 Prozent auf 31 Prozent Die Zahl der Beschöstigten in den berichtenden Bet, ftlxm erhöht-- sich uni 0,6

Prozent. Die Entlastung des Arbeitsmarktes, die sich im April zeigt und besonders an dem Rück­gang der unterstützten Erwerbslosen von 514 576 am 1. März auf 394 292 am 15. April zu erken­nen ist. geht in erster Linie auf den Bedarf der Auhenderufe zurück, wie er alljährlich mit Ein­sehen günstiger Frühjahrswitterung Cintritt.

Heber die Lage des Kohlenbergbaues ist zu berichten, daß im Ruhrgebiet die Förderung von Steinkohlen weiter zurückaegangen ist. Die Zahl der eingelegten Feierschichten hat im Marz 618 670 betragen. 3m April ging die unmittel­bare Zahl auf etwa 400 000 zurück, doch drückt sich in diesen Zahlen kein befferer Beschäftigungs­grad LeS Bergbaues aus, da die Zahl der Feier­schichten nur infolge zahlreicher Arbeiterentlassun- qen zurückging. Insgesamt wurden int Marz und April rund 10 003 Belegschaftsmitglieder entlas­sen. Schätzungsweise stellt sich die Arbeikerzäbl im Ruhrkohlenbergbau auf durchschnittlich 462 000. Der Beschäftigungsgrad in der Textilindustrie zeigte gegenüber dem Vormonat eine geringe Ver­schlechterung. Sn der chemischen Industrie hob sich die Ausfuhr wenigstens für einzelne Zweige. Die Dauwiitschoft hat im April trotz der günstigen Witterung nicht ganz den Aufschwung genommen, der nach den vorliegenden Anzeichen und Vor­bereitungen von manchen Seiten erwartet worden war. Der gute Beschäftigungsgrad der Papier­industrie ist von 62 auf 66 Prozent gesttegen.

ZinserMäßigung für Exportkre­dite. Dem Vernehmen nach'steht eine Ermäßigung des Zinsfußes für Exportkredite von 8 auf 7 Proz. durch die Deutsche Golbdiskontbank unmittelbar bevor.

* Alkali-Werke Westeregeln. Ein gewalkiger Wassereinfluß brachte die den Alkali- Werken Westeregeln gehörige Braunkohlengrube Irmgard zmn Ersaufen. Die verzweifelten Ver­suche, den Rachbarschacht Cäsar, ott der gleichen Gesellschaft gehört, durch Sprengen großer Ge­steinsmassen zu retten, blieben erfolglos. Auch der Schacht Cäsar ist ersoffen. Dadurch sind viele Hunderte von Bergleuten einstweilen arbeitslos geworden.

Börsenkurse.

y*j Dtrnlüv Nelchlanitlye *®L Dttüsche 'jkitb'anlcihe .

V]fk Dcnlschr Michsanleihe y/o Deutsche Reichsanleide Deuljche Svarprämicnanleih« 4»/0 Preußische Kontols . . . 4% Hessen aj/A Hellen S°/o pesten........ .

Deutsche Wertb. Dollar-Ank. dlo- Doll -Schay-Anweitrrg.') <% Votttiirlen.........

Wd Goldmeftkan« ... - Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privak-Bank Darmsr. und NaUonalbauk . Dentiche Bank........

Deuljche BerelnSbank .... Disconio Eommandit . . Metallbant Mitteldeutsche Ereditbonl . t3esterretchische Erevitanstalt. Weltbank .........

Bochumer GaS .

Buderus . . ......

Karo

Deutsch ^Uirenibnre ..... Gelsenkirchener Bergwerke. . Horpeiker Bergbau jlflltiüerfe ?!schcrsieben.... kkallwerk Westeregeln .... Lauradütt- .....

Obcrbedarf Phönix Bergbau ..... Rbeinitalll . . ....... Rieben Montan ....... TelluS Bergbau. .....

Hamburg-Slmerlka Paket. . . Norddeutscher Llovo kbermnilche Werke Albin . . /stinennverk Heidelberg . . Pvilibv Hotzmann ...... Singlo <5om -tÄuan» . .... Badische Anilin ...... Cbcmtiche Mader Alavw .. Goldschmidt .... . . Griesbeimee (gleciron .... Höchster Farbwerke HoUvcrkodluttg........

RlitgcrSwerke Scheideanstalt .

ANg ElektriziiStS-Gesellschatt B-.kgniann .........

Ncamkraftwerke . ...... Schuckcrt Siemens 4 Halöke ..... Adlerwerke Kletssr .»««»« Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt Meguin. ,

Morvrenwelle Mannheim . ssi'anlfurter Armaturen . . .goiUcrr'enfabrlr Braun . . . Mctatlgelesl-chüst ^ranffuw. Bet. Union A.-G. ....

Schuhfabrik Herz Sichel . Hellflop Aoldhat.......

ftiMer-abrlk FrlMkevkbal . . tiiiatrfabrir Waghäusel . -

Frankfurt a.M

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Frunksukter Ab-ndbürss.

Frankfurt a. M. 18. Mai. Die Abend­börse zeigte heute abend sehr geringe Unter» nehmungslust, daß nur wenig Votierungen zu­stande kamen. Die Tendenz war im Gegensatz zu der schwächeren Rachbörse behauptet. Knrs- änberunoen von Belang sind aus keinem Gebiet zu verzeichnen. Der Pfandbriefmarkt verkehrte ruhiger mit Reigung zur Abschwächung. Frins- prozcntige Kriegsanleihen gingen im freien Ver­kehr zu 0,587'. . um. Die Abe idbörse schloß zurück­haltend und lustlos. Bankaktien: Commerzbank 102,25, Deutsche Bank 125, Deutsche Dereins- bant 79. Dresdner Bank 105, Mftteldeutfche Cre- ditbant 100,50, Oesterreichische Krebitaktien 7,75 Transportwerte: Baltimore 64,75. Kaliwerte: Kali Aschersleben 16, Westeregeln 19,50. Che­mische Werte: Th. Goldschmidt 102,50, Höchster 127,75. Industrieattien: Eßlinger Maschinen 67,5, Inag 1,10, @ebt. Iunghanö 80,50, Mainkrast 90,25, Peters Union 2.40, Voigt & Hässner 90.

Derliner Dorfs,

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Berlin. 18. Ollai. Die neue Woche nahm einen verheißungsvollen Anfang. Gleich zu Beginn Öc5 heutigen Verkehrs ent­wickelte sich am Markte der Schuhacbiet- an leih en ein ungemein reges Geschäft, das den Kurs für dieses Papier von 5,8 auf 6 bis 6,75 heraufsetztc. Es besteht anscheinend ein star­kes Decouvert, während die Spekulation-zu ©in» bedungen gezwungen ist Von dem lebhaften ®c» fchäft in Schutzgebietanleihen profitierten auch die übrigen heimischen Staatsanleihen Am E s s e k t e n m a r ! t wurde der tchr stille

Verkehr bei Wochenschluß von einer lebhaften ilmfatjtätigfcit abgelöst. Ramentlich am Ollon» 1 anmarkt trugen rheinische Käufe und svätcre Meinungskäufe der Spekulation zu einer Befesti­gung der Kurse bei, während A n i l i n w e r t e mehrfach für süddeutsche Rechnung aus dem Markte genommen wurden. Es kam noch hinzu, daß die Lage bes Geldmarktes weiter sehr flüssig bleibt und daß die aus einzelnen Pro­vinzen kommenden Rachrichten über eine weitere Besserung der Arbeitsmarktlagc günstig wirkten. Die Börse eröffnete daher in allgemein freund­licher Stimmung, wobei i> an insbesondere auch auf daß Interesse des Publikums für Kassa- werte hinwies. Immerhin toitfie sich die Alm» satztätigkeit auf die Börse selbst nur in be­schränktem Almfange aus. Am Geldmarkt nannte man tägliches Geld mit 7 bis 9 Prozent, Monatsgeld mit 9,5 bis 11,5 Prozent.

. Vanknoten.

Dsöftenmarkt 26srlftrAranifttri a. M,

DiruWien Mart vu«k!tdräckl. Bn«no§-?NreZ, Strtibott. Reu» York, Java«, Rio de Ianeirs für eine Ein hei r, Wien und Budovelt für 100000 Einheiten, all-? iibriflr für 100 Einheiten.) Telegraphis ch e Auszahl u n g.

Akcfttkfurt-x ö Z.'.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 18. Mai. Es wurden notiert: Weizen, Wetteraucr 22,50 bis 24,25, Roggen, inländischer 20,25 bis 24, Sommergerste für Brauzwecke 21,50 bis 26,50, Hafer, inländi­scher, 18 bis 23, Mais, gelb 21,25 bis 23, Weizen- mehl, inländisches (Spezial 0) 38 bis 39.25, Rog­genmehl 31 bis 32,75, Weizenkleie 13,25 bis 13,50, Roggenkkeie 14,50 bis 14,75, Erbsen 24 bis 27,50, Linsen 28 bis 36, Heu, siwdeutsches, gut und trocken 9,50 bis 10, Weizen- und Rog­genstroh 6 bis 6,50, Treber, getrocknet 16 Ml. Tendenz: befestigt.

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Amtliche

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Brief

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Brsf--2lmw. Chrtstianta. .«kovenhagen

21,165

70,16

21,215

70,31

21.11

70,31

21,17

70,49

78,60

78, SO

78.80

79,06

Skftclholm .

112,21

112,41

112,18

112,46

Helsittgfors.

10.567

10,64)7

10 567

10,607

Italien. .

17,12

17,16

17,1.2

17.16

London.

20,363

20,413

20,36.5

20,41.5

Rcunork . .

4,19-5

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1,205

Baris. . .

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Scbw«i; . -

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81,39

81 19

81,39

Spanien.

60,67

60,83

60,65

60,81

Japan .. . Rio de ftan.

1,763

1.767

1,763

1,767

0,424

0,426

0.419

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Wien in D.-

Lest, abgrtt

69,055

59,195

59.055

9,19.5

Prag .... Bel-rod ..

12,43

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12,47

6,81

6,82

6,80

6,82

BudapdU. .

5,89

5,91

5.89

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Biilgarien

3,045

3,055

3,015

3,055

Lllsabon

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20,425

20 375

20.425

Donua.. Konftanttn-

80,78

80.98

80 79

10,99

2,768

2.778

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2.295

Alben. .

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Berlln, iS. Mat.

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Aincrtkantftbe Noten

Belgische Noten Dänische Noten Englische Noten. ....... Franzöiische Noten ...... Holländische Noten......

(italienische Moten ...... Norwegische Noten ..... Deiusch-Oeftsrr.gioo Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten ...... Svantsche »Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Nolcn ... , . .

4,179 21,06

78,62

20,340 21,7-55 168.30 17.105

70,09 -9.05

111,34

81,12 60,50

12.44.5

5.88

4,199

21,16

79,0-2

20,440

21,8.5.5

169.16

17.185

<0,45

59.3»

112,50

81,62

60,9»

12,50.5

5,90

Frankfurter 6<blar ,i ' markt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M.. 18. Mai. Auftrieb: 1535 Rinder, darunter 538 Ochsen. 39 Bullen. 958 Färsen und Kühe, 484 Kälber, 85 Schafe, 3842 Schweine. Rinder: Ochsen: Vvllfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 56 bis 60, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 46 bis 55, mäßig gewährte junge und gut genährte ältere 40 bis 45; Dullen: Vollst, ciusgemäftete Färsen höchsten Schlachtwerks 48 bis 54, vollst jüngere 41 bis 47; Färsen und Kühe: Dollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 55 vis 60, vollst, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 48 bis 54, wenig gut entwickelte Färsen 45 bis 54, ältere ausge­mästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 37 bis 47, mäßig genährte Kühe und Färssn 25 bis 36, gering genährte Kühe und Färsen 14 bis 20. Kälber: Feinste Mastkälber 70 bis 75. mittlere Masi- und beste <3augfä!her 60 bis 68. geringere Mast- und gute Saugkälber 50 bis 58. geringe Saugkälber 40 bis 45. Schweine: Doll­fleischige von 80 bis 100 Kg 70 bis 72, unter 80 Kg. 63 bis 70, von 100 bis 120 Kg. und von 120 bis 150 Kg. 70 bis 72, unreine Sauen und geschnittene Eber 55 bis 65 Mt für 100 Pfund Lebendgewicht. Marktverkauf: Kleinvieh ruhig, etwas Aleberstand: Schweine lebhaft und aus­verkauft. Wegen Himmelfahrt und Pftngsten finden die Märkte wie folgt statt: Mittwoch, 20. Mai. Schweinemarlt. Freitag. 22. Mai, Klein- vishmarkt; Dienstag, 2. Juni, Hauptmarkt.

Berliner Prodsttten'.<>fe.

(Berlin, 18. Mai. Der Produktenmarft lag heute überwiegend fest. Rkai-Wrizen wie auch Juli-Weizen stellte sich teurer, ebenso Roggen zog im Preise an. Gerste war still. Das Weizenmehlgeschäft hat sich g'.eiserl. Roggen- mehl weniger gefragt. FutterartikÄ ruhig, spatere Lieferung war dagegen ziemlich ;dt. Cs wurden notiert für je 1000 Kilogramm Weizen, mär» ktschcr 265 bis 267. do. Mai 281.50 bis 282,50, do. Juli 273 bis 274. Roggen, märkischer 222 bis 225. do Mai 226,5 b : 227, do. Juli 224,50 bis 224, Gerste, mörftsche 226 bis 240, Futtergerste 20C bis 216, Hase., mär!. 218 bis 226, do. pomm. 210 bis 222. do Mai 203,30 bis 204. Mais (tote Berlin) 200 bis 204; sür je IOC Kilo: Weizenmehl 33,75 bis 36,25. Roggenmehl 30.50 bis 32,75. Weizenkleie 14,50 bis 14,60. Roggenkleie 15,80 bis 16, D-ftoriaerbsen 22 bis 27. kleine Erbsen 23 bis 25, Futtererbsen 19 bis 21, Peluschken 18,50 bis 20, Ackerbohnen 19 bis 20. Wicken 20 bis 22, Lupinen, blau 10 bis 11,50, do. gelb 11,50 bis 14, Serradelle 13 bis 15. Rapskuchen 15,20 bis 13,60, Leinkuchen 22,46 bis 22,80, Trortenschnitzel 9.80 bis 10.30, Torf- melasse 9,75 bis 10, Kartoffelslocken 19,70 bis 2?.

Korpulenz verunftaliet die Uörperform und macht alt. Allen zum Starkwerden Veran­lagten raten wir, in der Apotheke 30 Gramm echte Toluba-Kerne zu kaufen, die völlig unfchädliche, dabei wirksame, den Ansatz verhindernde Stoffe enthalten. Sicher: Akniversft.-Apvth. zum goldenen Engel, Die Destandieile sind auf der Packung angegeben. 4860A