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VücherAsch.

»Die Kun st". Monatsheft für freie und angewandte Kunst, F. Druckmann Ä.--G., Mün­chen, widmet die beiden grollen Maleraufsätze ihres staatlichen Dezemberheftes zwei sehr ver­schieden gearteten Künstlern. Carl Philipp Fohr, der vor einem Jahrhundert im Lrbrr ertrank, ein Frühreifer und Frühvollendeter gehörte dem Kreise der Deutschrömer an und kann als einer ider Besten unter den Malern der Romantik gelten; dagegen steht der Schwabe Reinhold R ä g e I e heute mitten im tätigsten Leben und Schaffen und verhilft mit seiner eigenartigen, ganz und gar selbständigen Kunst dem Humor zu seinem Rechte. Die selten schöne Kunst edelster Glasproduttion der tief in den Wäldern von Smaland gelegenen Glashütte von Orr^fors wird durch eine Reihe von Abbildungen veranschau­licht. Dem weihnachtlichen Charakter der Zeit tragen die Aufsätze und Abbildungen über die Krippe:: des Wachsplastikers Lothar Schwink und über das Krippeusviel des Marionettentheaters Münchner Künstler Rechnung.

Die bekannte MonatsschriftDeutsch­lands (Erneuerung" (I.F.Lehmanns Verlag, München SW 4; vierteljährlich 3 Mk.) schließt den Jahrgang 1925 mit einem besonders eindrucksvollen .hefte ab. Professor Hambruch (Hamburg) weist auf die Bedeutung einer planmäßigen Volkskunde hin. Politik ist nichts anderes als angewandte Volks­kunde, jedoch wird die Volkskunde niemals trennen,

Freiburger Münstereinweihung und des Wartburg- Sängerkriegs. _ _ .

Viele, viele feiner Gemälde künden damit aufs neue den alten Ruhm ihres Meisters, der namentlich in seinen freien, zunächst nur sich selbst zur Freude gemalten Schöpfungen sein eigenstes Erleben gab und auch auf diesem Grunde seinen eigenen Stil sucht. Welche Absicht bei ihrer Herstellung den Maler bewegte, wie weit ihm ein gegebener Auftrag Vor­schriften schuf und Grenzen steckte, und worin jedes­mal die Bedeutung dos einzelnen Bildes besteht, das hat abermals Fritz von Oftini in knappen, licht­vollen Würdigungen den Wiedergaben der Schwind- schen Bilder hinzugefügt.

In den Bildern Moritz von Schwrnds spiegelt sich nicht nur die Anschauungswelt und Kultur feiner Zeit. Was er davon aufzufangen scheint, ist in Wahr­heit ein Ewiges. Ist Deutschsein und Deutschempfin­den schlechthin. So wie es zu allen Zeiten das Wesen der Besten in allen Schichten unseres Vol­kes ausniachte. Und wie es heute, nach einer trüben Uebergangszeit, wiederum vernehmlich Einlaß begehrt bei dem deutschen Menschen. Wer ihm dazu verhilft, der leistet Dienst an unserem Volk.

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parzer, Lenau und Bauernfeld, und im Alter das innige Einsgefühl mit Mörike, vereinte ihn doch schon in jungen Tagen die tiefste Zuneigung mit Schubert, die Verehrung mit Beethoven. Aus dem Zuscimenklingen von Dichtkunst und Musik in dem Herzen des Malers erwuchs in Schwinds Seele das symphonische Erfaßen der Welt, das dann in seinen Bildern in einer Ueberfülle von Gestalten zum Aus- druck drängt. Dichterisch befruchtet, entstehen davon die Märchenbilder sowie die humorvolle Ucberwin- düng des Lebensoerdrusses inRitter Kurts Braut­fahrt". Dazu in epischer Breite die großen Wand­gemälde zur Verherrlichung des Freiburger Mün­sters und der Wartburg. Musikalisch tönt es wieder in dem Pinakothekbild^ derSymphonie", in dem WandgemäldeAus der Zauberflöte", den .,Figaros- Bildern, den geigenden Einsiedlern, der heiligen- cilia, dem Schubertabend bei v. Spaun u. a. m. Und beides wieder, Dichtkunst und Musik, schwingt herz­lich von Aasang an gemeinsam seinen heimlichen Reigen m allen Schöpfungen Moritz v. Schwinds, feine Malträme mit ihrem stillen Zauber zu er­füllen.

So gelangt e sauch zum Ausdruck in dem neuen Prachtwerke des Verlages von Peter Luhn:Aus Moritz von Schwinds Füllhorn", über 100 feiner schönsten Bilder mit Porträt und Biographie des Malers sowie verbindendem Text von Freiherrn Fritz v. Oftini, München. Fritz von Oftini, der feine Nachfühler unserer deutschen Meister der Romantik, hat tn der Einleitung weit mehr gegeben, als eine Biographie des Malers. Er spricht aus feiner Arbeit ein inniges Vertrautfein mit allen künstlerischen und menschlichen Vorzügen und Schwächen Moritz von Schwinds, aber zugleich eine solche Liebe zu dem in Schwinds Bildern gestalteten Stück deutschen Volkstums.

Die zahlreichen Bilder aber, in der sorgfältigen Auswahl und feinen, farbigen Wiedergabe der Kunst- anstalt Peter Luhn, sind wie ebenso viele köstliche Erinnerungen, die bis in die Tage unserer eigenen Jugend zurückreichen. Da werden sie wieder lebendig, wie sie damals in unsere Seele gelegt wurden. Die alten Märchen von Rübezahl, von Elsen, Gnomen und Nixen, vom Aschenbrödel, vom gestiefelten Kater, von den sieben Raben, vom Machandelbaum, von der schönen Melusine. Und der deutsche Wald rauscht um sie her. Und die mittelalterlichen Städtlein tun ihre Tore auf. Da grüßt uns in denlyrischen Bildern" die liebliche ..Morgenstunde" und die das eigene Ehe­glück preisendeHochzeitsreise". Da lärmt vor uns Der heitere Marlttumult in Ritter Kurts Bro ul fahrt" mit dem schier unübersehbaren Vielerlei seiner Ge­stalten, da lächelt uns fast wie mit weh,nötigem Scherz das Spielmannsfchicksal in derRose" an, da lockt der schöne Kindersries, bravst die vielgestal­tige Sy.nphonie, bannt der Figurenreichtum der

sondern neu verbinden und neue Kraft aus heimat­lichem Boden spenden. Aus diesen Gedanken gründet sich auch die neue ViertelsahrsschristVolk und Rass e , die vom nächsten Jahre ab den Heften von D.E." als geschlossenes Ganzes beigegeben wird.

Daheim, 62. Jahrgang, Heft 11. Vorweihnachtsstimmung bringt dies Heft durch ein schönes Gedicht und mehrere Aufsätze. Theodor Hampe, der Kustos des Gerrrranifchen Museums, spricht von Kinderspielzeug vergangener Zeiten, der Taubstummenlehrer G. Große über ein Weihnachts- spiel kleiner Taubstummer, H.C. von Zabeltitz be­spricht Bücher für den Gabentisch. Sehr amüsant plaudert Paul Weyrich inVom Fichtenwald zur eleganten Damenkleidung".

Europäische Gespräche. Hamburger Monatshefte für Auswärtige Politik. Herausgegeben von A. Mendelssohn-Bartholdy. (Deutsche Verlags- Anstalt, Stuttgart, Berlin und Leipzig.) 3. Jahr­gang, Heft 11, November 1925. Als Parallele zu dem Aufsatz über die englische Sicherheitspolitik im letzten Heft wird im Novemberheft in einer histo­rischen Studie von W. Hallgarten die französische Sicherheitspolitik in eine interessgilte Beziehung zu den französischen Staatsfinanzen gSfTßütt Wenn die französische Staatsgewalt schon früher mit den jeweiligen, damals freilich inländischen Inhabern der Subsistenzmittel für die Armeen Kompromisse zu schließen genötigt war, so ist letzl-ich für den Gang Frankreichs nach Locarno wohl bestimmend ge- wesen, daß den amerikanischen K-ditgebern Auf­wendungen für das französische Heer nicht mehr als produktive Ausgaben erscheinen wollen.

Das Hest Nr. 4213 derIllustrierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber, Leipzig) erscheint als erste Weihnachtsnummer und zeigt sich demgemäß inhastlich schon von dem kommenden Feste beein- fluhl. So führt uns ein illustrierter Aufsatz von E. H. Schrenzel .Buche", ein Christfest tn Abes- _ firnen", nach Afrika und läßt uns dort an einer seltsamen Weihnachtsfeier teilnehmen. Weihnacht­lichen Charakter tragen auch die Reproduktionen der GemäldeSonniger Wintertag" von K. Mullec- Kurzwelly undWeihnachtsträume" von W. Hood. Die beiden AufsätzeEin Straßenjubiläum in Neu- york" undFünfzig Jahre unterirdische Schwach- stromkabel" bringen dem Leser den gewaltigen Fortschritt, der auf technischem und kulturellem Gebiete zu verzeichnen gewesen ist, deutlich vor Augen. An künstlerischen Beiträgen ist zu nennen bic Wiedergabe des GemäldesDie Flüchllinge" von Professor A. Kampf. Für die Dame bestimmt ist ein ModentableauFür Tee und Tanz". Wie immer bietet der aktuelle Bilderteil alle Ereignisse des Jn- und Auslandes, die gegenwärtig besondere Aufmerk­samkeit auf sich ziehen.

A«r Moritz v. Schwinds güShorn

Don Albert Herzog.

Eine frohbesonnte Welt steigt vor uns auf. Ein Freuen der Seele an allem Schönen. An allem Jn- sichstarkeu und Wertvollen. An allem das Herz Be­freienden und Erhebenden. Moritz von Schwinds Som liegt ausgegosfen da. Und was dieser

er deutscher Romantik tn seiner Kunst als Freude und Sehnsucht, als Glück und Schmerz, als deutschen Empfindungslebens innersten Gehalt in feinen Malerträumen gestaltete, nun tritt es wieder vor uns hin als eine Offenbarung unseres besten Volkstums.

Mst ihrem prachtvollen WerkeAus Carl SpitzwegsWelt" hatte die Kunst- und Lerlags- anstall Peter Luhn in Da r tn e n vor Jahres­frist mitten in das haftende, oberflächliche Leben un- feter Tage die romantische kleinbürgerliche Idylle urdeutscher Beschaulichkeit der Biedermeierzeit getragen. Sie hatte sich durch dieses Her­vorheben der feinsten Schätze, die im Grunde der deutschen Volksseele ruhen ob auch vielfach verschüttet und von alterndem Moos beberft ein nicht geringes Verdienst erworben um die Wiedererweckung deutschen Gemütslebens, be­trautet durch die freundliche Brills eines sinnierenden Künstlers. Nun hat die freudige Aufnahme, die diese Wiedererweckung und Betonung deutscher Kunst in dru weitesten Kreisen unseres Volkes fand, dem Ver­lage den Willen gestärkt, fortzufahren auf einem Weg, der uns von verstiegenen Bahnen wieder zu­rückführen soll zu den frischsprudelnden Quellen deut­scher Empfindungs- und Erfindungskraft. Denn viel­fach stehen wir da, gleich weiland Kaiser Maximilian an der Martinswand, wo ihn Meister Schwind ge­malt, und wißen nach all den steilen Irrwegen zu­letzt nicht mehr aus und ein, wenn wir nicht auf starken Flügeln unserer Sehnsucht wieder zurück- getragen werden in das Heimatland der deutschen Seele"

Unk so rief Peter Luhn, in Erkenntnis dessen, was die fretgewählte Aufgabe von ihm erwartete, die Kunst Moritz o. Schwinds, des in jeder Faser seines Fühlens und Gestaltens deutschen Meisters, daß sie in einem neuen, großen Prachtwerke das reiche Füllhorn ihrer Gaben vor uns ausbreite. Daß sie uns stolz mache aus diese Offenbarungen deutschen Dolksgemüts und wir an ihnen den Sinn erfrischen, wie an einem zauberasmen Gesund­brunnen.

Moritz von Schwind ist als Maler ein Begna­deter, in dem Dichtung und Musik mitschwingen und in seine Bilder ihren Gemütsguell und ihre Jnnen- melodie fließen lassen. Verband ihn doch schon früh die herzlichste Freundschaft mit Dichtern wie Grill­

Den knappen Geldverhältnissen des kaufenden Publikums trage ich dadurch Rechnung, daß ich ohne jede Rücksicht auf Gestehungs­kosten schon jetzt die Preise meiner Winterartikel ganz bedeutend herabgesetzt habe (zum Teil bis zu 30 Prozent). Es ist damit jedermann möglich, noch vor dem Feste wirklich billige Einkäufe zu machen.

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Eiligste Preise