Ausgabe 
17.8.1925
 
Einzelbild herunterladen

die beste.

2)0311 hob io daß al|" überwmdb teinariih fyuifälanb renj teinesi Mit) ber fior

Autzlan'

Rom, ont Quirii öicherheits! tere An land ur und Deu zu mach, lachen 0 land dicn in bcn W W ßpihe

_ T'ati Ossensive ( tzist begii Dsischen 5 »u Ende wf einer Die angrei »ldisionen ^nfanteried Mit 12 Z !>ur 9 £cträ wnnnanöos Sebieis 6o

Sit lr[ jnmnwng n ,unge" l lanb iu.rl^ gerade m $ -hole" M nun, diesen I druck eiwns teilen läBf- Togen m fo is>. Ws jn)i|d)en iih raume Zeil Idjmerct ist, den Telegrc selbst der ' stellen verr

Jnzwisd tischen und Londoner durchblicken, lions- 1 Sinne gelös wissen mm nur dem ( basieren sc anuerknn prahijd} nii liinb j. 3. inö sich so würde. 3n i ferbunb feil dem mäc itti sein. (Samt) in einem lliolle über

nr. I1 «i Giehen^

-ff/« Äe SS S,

jjuinutt«

derben.

...Die Syi )°s^!chen Str «nbe Qu 5L* 58 /Wceitun, F "Zie O Erlauf. Dail auj.i

Sm« beVyufe mS fonn Sr

9?n d'?urd ZK?

vnb $

FrauLem Fob.

Roman von Anders E j e.

46. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Das Seil reichte, und die Oeffnung im Dach der Druckerei war nicht so weit entfernt, daß sie nicht mit ausgestrecktcm Arm genau danach hätte zielen können. Die Champagnerflasche segelte fein und elegant durch die Dachlucke und wurde sofort von ebenso erstaunten wie eifrigen Händen ergriffen.

Zwei Sekunden später wurde in der Ventila­tionsöffnung ein etwas echauffiertes, von Drucker­schwärze beschmutztes Gesicht sichtbar, dem bald ein Paar Schultern folgten. Sie gehörten dem Arbei­ter, der das Glück gehabt hatte, zunächst zu stehen und die in einem solchen Betriebe sehr seltene Gabe in Einklang zu nehmen.

Nun schaute er nach oben und suchte nach dem edlen Spender.

Sehr bald erblickte der Mann Gabby, die ihre Hände zu einem Megaphon geformt hatte. Es war deutlich, daß sie etwas sagte, aber in dem Lärm unten konnte es nicht verstanden werden. Der Mann gab ein Zeichen in die Druckerei hinein, und die Maschinen waren sofort zum Stehen gebracht.

Fräulein haben ein gutes Herz," sagte er,Sie denken an uns, die wir hier unten in der Nacht arbeiten. Und auch einen guten Verstand, der sich Dorftellen kann, wie angenehm es ist, hier acht Stunden lang bei 45 Grad Hitze zu stehen. Ein Hach auf einen solchen Arbeitgeber!"

Nicht die mindeste Ursache. Ich habe mit meinem Geschenk eine sehr egoistische Absicht."

Ich verstehe nicht, was Fräulein meinen."

Ich will für die Flasche etwas im Tausch haben. Können Sie mir es geben, sollen Sie noch eine erhalten."

Ob ich kann, weiß ich nicht, wenn Sie mir nicht sagen, was es ist."

Der Arbeiter ließ die Schnur los, und gab damit feine Geneigtheit zu erkennen, noch eine Flasche Champagner in Empfang zu nehmen.

Gabby zog sie hinaus und ließ sie mit der zweiten Flasche beschwert wieder hinunter.

Nun, was wollen Sie haben?^

Einen Schraubenzieher."

Eine Minute später war Herrn Fellips' ge­heimer Mechanismus unwirksam gemacht. Die Fol­gen kennt der Leser bereits.

XIX.

Drei Telegramme.

Einen Frühstückskaffee auf 117. Aber schnell!"

Diese Weisung wurde früh am Morgen nach jener Nacht, die wir gerade in Herrn Fellips' und Malvettes Gesellschaft zugebracht hatten, von einem verschlafenen Kellnerjungen des Grand Hotel erteilt und von einer möglichst noch verschlafeneren Kell­nerin weitergegeben. Im Grand war man nicht gewohnt, so srüh am Tage mit Bestellungen belästigt zu werden. Und über den so srüh erwachten Gast wurde ein kleines Gespräch geführt.

Der Kellnerjunge wußte zu erzählen, daß der fragliche Gast, eine junge Dame, um halb ein Uhr nachts gekommen sei. Da man schon ein paar Jahre im Hotel war, hatte man schon genug ge­sehen, Grafen und Barone und Fürstinnen, und war ein wenig blasiert geworden. Aber die hier, das war eine ganz eigene Nummer. Das war etwas so Entzückendes . , .

Hier mußte der Junge seine beabsichtigte, gewiß sehr enchusiastische Beschreibung der Dame auf 117 leider abbrechen, denn gerade klingelte wieder diese Nummer, und es war ein Signal, das an den Nerven zerren konnte.

Drinnen im Zimmer 117 stand der so spät'an­gekommene Gast schon in voller Tätigkeit. Es be­nötigt wohl kaum eines besonderen Scharfsinns, um zu erraten, wer es war.

In Gabbys frischem Gesicht war nicht eine Spur der Sensationen und Mühseligkeiten des ver­gangenen Tages zu bemerken. Jetzt wollte sie nur rasch ihr Frühstück nehmen, um sich dann mit furcht­barem Appetit auf die mannigfaltigen Probleme zu werfen, die ihre Mitwirkung erforderten.

Während des Frühstückes überdachte sie ruhig und genau die Möglichkeiten ihrer strategischen Stellung. Denn in diesem Augenblick der bis aufs höchste gestiegenen Spannung wußte sie tatsächlich weniger denn je, wie die Sachen eigentlich lagen.

Wo war Fob, um damit anzufangen? Die ganze Zeit früher hatte sie Fob mindestens in Reichweite gehabt. Aber jetzt? Jetzt war alles denkbar. Hatte Fellips sie ermordet? Und wie war es mit dem

Brief, mit Fobs Brief an Gabby? Konnte man annehmen, daß er dennoch echt war? Daß Fellips Fob derart belogen hätte, fo daß sie ganz und gar umgestimmt wurde? Nur um sie dann irgendwie zu entfernen und sich selbst beim Rendezvous ein­zustellen?

Nein, das war doch sehr wenig wahrscheinlich. Der Brief war gewiß eine Fälschung, über deren Entstehung Fob in bedauernswerter Unkenntnis schwebte.

Dann das Unternehmen Keylers. Das war wahr­haftig nicht das leichteste und auch nicht das unwich­tigste. War es denkbar, daß er mit Fellips im Komplott stände? Nein, auch das Mißtrauen mußte seine Grenzen haben. Gerade jetzt hatte er doch die stärksten Gründe, nicht zu Fellips zu halten. Wäre es aber vielleicht doch nicht das beste, alles einem erfahrenen Privatdetektiv anzuvertrauen?

Gabby überflog schon die Annoncenspalten der Zeitungen.Diskrete Hilfe durch das Detektiv­bureau . . ."

Sie warf die Zeitungen wieder weg. Dann plötzlich dachte sie an Horace Milltorp. Natürlich Warum sollte sie sich an jemand anderen wenden.

Neues wütendes Geklingel von 117. Gabby aei langte Telegrammblankette, obwohl sie im Zweifel war, wie sie alles, was geschehen, konzentriert in einem Telegramm wiedergeben sollte. Es war ja doch ein ganzer Roman. Aber es gelang ihr über Erwarten. Nur 36 Worte, hurra!

Gerade, als sie das Telegramm an Milltorp ab- , schickte, dachte sie an den Tag, an dem sie telepho­nisch nach dem Aufenthaltsort der verschwundenen Fob sich erkundigte. Es wurde ihr damals mitgeteilt, daß der Ort, an dem Fob sich aufhalte, keine Tele­graphenstation hätte. Damals hatte sie dies ohne Mißtrauen geglaubt. Jetzt aber war ihr Glaube an die Menschen schon bedeutend erschüttert. Sie be­gann mißtrauisch zu werden wie ein in seinem Ge­werbe ergrauter Pfandleiher.

Nach dem Gang zum Telegraphenamt kehrte Gabby sofort wieder heim. Als sie burth die Halle ging, sprach sie der Portier auf das ehrerbietigste an. Hinter dem Glasfenster des Schlüsselkastens lag ein Telegramm mit zwei dicken feuerroten Strichen quer darüber. Ein Eiltelegramm also.

Der Portier reichte es ihr mit liebenswürdigem Lächeln, aber kaum hielt sie es in der Hand, zuckte

sie zusammen, weil hinter ihr gerade ihr Name ge­nannt wurde. Es stand ein Telegraphenbote mit einem neuen Telegramm da, gleichfalls einem Eiltelegramm.

Große Geschäfte im Zuge?" bemerkte der Por­tier respektvoll.

Millionengeschäfte", nickte ihm Gabby fröhlich zu und verschwand im Auszug, dessen Tür hinter ihr ins Schloß fiel.

Ihre fröhliche Nonchalance war aber nur eine Maske. Tatsächlich hatte sie starkes Herzklopfen, wäh­rend der Aufzug nach oben glitt, mit unleidlicher Langsamkeit, wie es Gabby schien.

Zwei Eiltelegramme, Schlag aus Schlag . . .

Was trugen sie wohl in ihrem Schoß? Erfolg oder Mißlingen, Sieg oder Niederlage? Unglück oder Freude? Alles wär jetzt so ungewiß, daß alles mögliche denkbar war.

In ihrem Zimmer angekommen, setzte sich Gabby uns Fenster und sah die Telegramme erst lange an. Warum waren sie gerade jetzt und auf einmal ge­kommen? Einen Augenblick kam es ihr vor, daß sie beide von Fellips abgeschickt wären, eine neue My­stifikationen, ein neuer Versuch, sic in eine Falle zu locken.

Welches sollte sie zuerst öffnen? Sie mischte die beiden und griff dann aufs Geradewohl noch einem. Es war in einem nahen, ausländischen Hafen ab­gesandt und lautete:

Erwarte mich morgen. Thorben."

Hura! Gabby jubelte, Nein, dies Telegramm tonnte nicht vom Bankier sein. Exzellenz kam gerade im rechten Augenblick. Es war eine Verstärkung der Streitkräfte, die vom Himmel kam.

Schon viel ruhiger öffnete sie das Telegramm Nummer zwei. Der Tag hatte ja so glänzend be­gonnen.

Das zweite Telegramm hatte folgenden Inhalt:

Die Papiere in meinem Besitz. Reise mit ihnen in einer Stunde ab. Segler. "

. Viktoria! Fellips war geschlagen, vernichtet. Die stärkste Waffe seinen geschmeidigen Händen ent­wunden.

Im ersten Augenblick vergaß Gabby ganz die Gegenleistung, die sie für die verhängnisvollen Dokumente versprochen hakte. Aber jetzt fiel sie ihr ein. Was hatte sie als Belohnung ausgesetzt? Nichts anderes als sich selbst. (Fortsetzung folgt.).

Turnen, Sport und Spiel.

Deutsche Schwimmeisterschasten in Bremen.

Die neuen Meister stehen fest, vier neue Rekorde wurden aufgestellt, drei Rekorde von den Damen und einer von den Herren in der Staffel dreimal 200 Meter beliebig. Frl. Reh- born-Dochum im 100-Meler-Rückenschwimmen mit 1.30,8 Min., Frl. Lehmann - Dresden im 100-Meter-Freistil mit 1.19,3 Min. und Frl. Murray im lOO-Meter-Brustschwimmen mit 1.30,8 Min. waren die Rekordbrecher.

Der Gießener Schwimmverein hat durch Frl. Arndt wiederum einen glänzenden Erfolg erzielt.

Drustmeisterschaft für Damen, 100 Meter, 12 Teilnehmer.

3n die Entscheidung kamen. 1. E. Huneus- M.-Gladbach 1.30,9 Min. 2. E. Murray-Leipzig 1.33,1 Min. 3. 3. Dreimann-Düsseldorf 1.33,5 Min. 4. T. Arndt-Gießen 1.34,5 Min. 5. W. Simon-Hamburg 1.34,5 Min. Die Zeit von Frl. Huneus im Dorlauf bedeutet eine neue deutsche Bestleistung, der allerdings in der Ent­scheidung das Lebenslicht ausgeblasen wurde.

Entscheidung.

1. C. Murray-Leipzig 1.30I> Min. (neuer deutscher Rekord). 2. E. Hunecks-M.-Gladbach 1.32,9 Min. 3. T. Arndt-Gießen 1.34,5 Min. 4. 3. Breimann-Düsseldorf 1.34,7 Min. Scharfer Kampf um den 3. und 4. Platz.

3m Rückenschwimmen konnte Frl. Arirdt, ermüdet durch die nächtliche Reise und schlechte Quartierverhältnisse, nur den 4 Platz bäegen, in einer bei ihr ungewohnt schlechten Zeit. Frl. Arndt folgt nächsten Sonntag einer Einladung nach Dessau, wo sie wiederum mit Frl. Murray zusammentrifft. .

Buntes Allerlei.

Wodurch sich der Mensch vom Affen unierscheideL.

Der amerikanischeAffenprozeß" hat plötzlich die Affensrage" wieder in den Vordergrund gestellt, die vor einem halben Jahrhundert die Menschen so bewegte, und von der es jetzt so still geworden war. Ist der Affe wirklich mit dem Menschen ver­wandt, und wodurch unterscheidet er sich von ihm? lieber dieses Problem ist man sich trotz der hinter­wäldlerischen Ablehnung durch dieWeisen von Tennessee" im 20. Jahrhundert sehr viel klarer ge­worden, und was die moderne mikroskopische Gc- hirnsprschung, die Blutserum-Forschung, die Experi- mental-Physiologie und -Psychologie darüber" ein­wandfrei festgestellt hat, erörtert der bekannte Tier­kenner und Direktor des Berliner Zoologischen Gar­tens, Professor Ludwig Heck, in einem Aufsatz der Westermlmnschen Monatshefte". Die Bliiserum- Forschung ist heute imstande, die Verwandtschafts- Verhältnisse zwischen den einzelnen Säugetieren nach­zuweisen, und einen solchen Verwandtschastsnieder- schlag erhält man deutlich, wenn man Blut eines Menschenaffen, so Schimpansenblut, auf Menschen­blut reagieren läßt. Die Gehirnforschung hat nach- gewiesen, daß der allerwichtigste Teil des Menschen­gehirns, das Sprach- ober sog. Brocasche Zentrum, allen Tieren vollkommen fehlt, auch den menschen­ähnlichsten Menschenaffen. Ueberhaupt ist das Ge­hirn des Menschenaffen dem des Menschen weit unterlegen. Vergleicht man zwei entsprechende Hirn­windenfelder bei Menschen und Menschenaffen, so findet sich beim Menschenaffen gegenüber dem Men­schen höchstens ein Sechstel der Zentren oder Spe­zialorgane, von denen die verschiedensten Gehirn- leiftungen ausgehen. So zeigt die Wissenschaft einer­seits durch die positive Blutsverwandtschaftsreaktion den Zusammenhang zwischen Menschen und Affen, andererseits den ungeheuren Unterschied, der durch l die Ausbildung des menschlichen Gehirns bedingt ist . und sich besonders im Sprachzentrum offenbart, von ' bem ja mit der Fähigkeit der Sprache eigentlich - alles Menschentum ausgegangen ist. Dasfehlende ' Glied, das vielbesprochenemissing hink", das den liebergang vom Affen zum Menschen darstellt, fehlt uns trotz der verschiedensten Funde noch immer. Und so ist für den naturwissenschaftlich Denkenden die Afsen-Mensch-Frage" noch immer nicht befriedigend beantwortet, obwohl man theoretisch annehmen muß, daß die heute lebenden Tiere und Pflanzen in den ausgestorbenen ihre Vorfahren haben müssen.

und daß auch einmal die Uebergangsform vom Affen zum Menschen gelebt hat. Die Menschenaffen sind jedenfalls nicht unsere leiblichen Vorfahren. Kopf und Gebiß, Körper und Gliedmaßen des Menschenaffen sind allerdings im allgemeinen sehr menschenähnlich, und zwar ist der junge Menschen­affe dem menschlichen Kinde ungleich ähnlicher als der ausgewachsene Affe dem erwachsenen Men­schen. Namentlich am Kopf des erwachsenen Asfen- männnchens vollzieht sich eine unverkennbare Ab­kehr vom Menschlichen ins Tierische, indem der Hirnteil im Wachstum zurückbleibt und der Gesichts­teil, die Schnauze, immer weiter vorwächst. Zugleich treten im Gebiß verlängerte Eckzähne auf, und der Affe nähert sich dem Raub- und Klettertier. Das Ge­hirn bleibt aber dermaßen zurück, daß es beim größten, mehrere Zentner wiegenden Gorillamann nicht großer ist als bei einem neugeborenen Men­schenkind. So tritt die Sonderstellung des Menschen als des eigentlichenGehirn- und Denktieres" ent­scheidend hervor, und in dieser Sonderstellung unter­stützt ihn die Hand, die besonders durch den deutlich getrennten und weit vorn sitzenden Daumen zum feinen und vielseitigen Organ gemacht wird. Beim Affen dagegen ist der Daumen schwach und nicht nur zurückgebildet, sondern auch zurückgerückt. Ganz ent­gegengesetzt zum Handdaumen, durch dessen Stel­lung alle Affen vom Menschen getrennt sind, ist die Daumenzehe ähnlich wie bei uns der Handdaumen stark ausgebildet und weit abgespreizt, so daß der Affe einen ausgesprochenen Kletterfuß erhält. Heber die g e i ft i g e n Leistungen des Menschenaffen ist Klarheit durch die bekanntenUntersuchungen des Prof. Kohler geschaffen worden, dem man ja jetzt seine Vorträge in Amerika verbieten will. Danach haben die Menschenaffen zweifellos Intelligenz, d. h. eine gewisse lleberlegung und Einsicht in ur­sächliche Zusammenhänge, sie sind nicht nur des Ge­brauchs von Werkzeugen fähig, sondern leisten sogar die ersten Anfänge primitiver Selbstanfertigung von Werkzeugen. Im Charakter zeigt der Menschenaffe als echtes Herdentier eine weitgehende Eindämmung des Einzelegoismus, Dankbarkeit und Anhänglich­keit, aber das angeborene Zwangsmäßige dieser Eigenschaften schattet doch eine moralische Wertung aus.

Wirtschaft.

Berliner fffs.

Berlin, 15. Aug. Der Produktenmarkt war bei ruhigem Geschäft ziemlich unverändert. Es notierten vro Tonne: Weizen (märk.) 246 bis 250, Weizen (September) 257, Weizen (Oktober) 260 bis 259, Roggen (märk.) 179 bis 185. Roggen (September) 198,50 bis 197,50, Roggen (Oito&cr) 204 bis 203,75, Roggen (westpreuß.j 172 bis 176, Gerste (märk.) 240 bis 269, Futter­gerste (neue) 190 bis 198. Hafer (märk.) 198 bis 206, Mais (La Plata, loko Berlin) 215 bis 218, Raps 355 bis 360: pro Doppelzentner Weizen­mehl 32 bis 35, Roggenmehl 26,50 bis 28, Weizenkleie 13,80, Aoggenrleie 13,50, Diktoria- erbsen 27 bis 35. kleine Erbsen 25 bis 27, Futtererbsen 23 bis 25, Peluschken 23 bis 25, Wicken 26 bis 28, Lupinen (blau) 12,50 bis 14,50, Lupinen (gelb) 15 bis 16,50, Rapskuchen 16,60 bis 16,80, Leinkuchen 23,60 bis 24, Trocken- fchnihel 12,20 bis 12,50, Torfmelasse 10, Kar­toffelstöcken 25,50 bis 26, Zucker 22,60 bis 22,70.

Büchertisch.

Warum vergessen w ir so s ch n e l!? Ein Wort zur Sicherheitsfrage. Don Oscar Müller, Ministerialdirektor z. D. Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin SW 48. Preis 1.50 Mk.

Frankreich hat das himmelschreiende Unrecht auf sich geladen, nach einem vierjährigen Kriege, nach vierjähriger nachgewiesen härtester, grausamster Behandlung seine deutschen Gefangenen entgegen allen Verträgen, entgegen den Stimmen seiner Alli­ierten und der Welt, entgegen allem Menschenrecht nach Beendigung des Kampfes noch jahrelang zu- rückbehalten und \a den körperlichen und seelischen Tod von Abertausenden drüben und in der Heimat verschuldet zu haben. Während und nach dem Kriege haben die Süddeutschen Monatshefte in mehreren Sonderheften die Weltdarauf hingewie­sen, wie Frankreich in der Behandlung der Ge­fangenen die von ih mfelbft unterschriebenen Grund­sätze der Genfer Konvention mit Füßen getreten hat. Den Schlußstein setzt die Zeitschrift ihrer Ar­beit auf diesem Gebiete durch ihr neuestes Sonder­

heitDie Zurückführung der deutschen Kriegsgefangenen aus Frankrei ch". Viele Tausende Kriegsgefangene mit ihren Ange­hörigen wissen heute noch nich!, warum sie so lange in Frankreich schmachten mußten. Sie schieben zum Teil heute noch dem eigenen Volk und den dama­ligen Regierungen die Hauptschuld zu. Hier erfah­ren sie die Wahrheit.

Die st rah lende Sonne und das gleißende Gold leuchten uns von der Ein­bandzeichnung Erich Gruners zum neuesten Band (14) der beliebten SammlungAlte Reifen und Abenteuer" entgegen, der soeben unter dem Titel Francisco Pizarro, Der Sturz des I n k a r e i ch s" bei F. A. Brockhaus, Leipzig, er- . scheint. Das sind die beiden Wahrzeichen, unter denen das fageimmwvbene Land Peru zur Zeit Kaisers Karl V. stand. Wie erschütternd ist der jähe Sturz des in sich selbst morsch gewordenen Reichs, als von außen das kleine Häuflein wagehalsiger Spanier unter Francisco Pizarros Führung über es hereinbrach. Es gibt nicht viel authentische Be­richte über diese Ereignisse, wie viele haben nur eine unklare Vorstellung von sagenhaften Goldschätzen und einem grausamen Eroberer! So ist es zu be­grüßen, daß in der bekannten wohlfeilen Form eines schmucken Brockhaus-Bändchens, mit vielen interessanten Abbildungen versehen, Dr. Baute zwei sehr geschickt ausgewählte Berichte zusammengestellt hat, die ein packendes, höchst dramatisches Gesamt­bild liefern. 459

Erzählungen und Schwänke von Hermann Kurz. Ausgewählt und eingeleitet von Dr. Owlglaß. Dr. Owlglaß hat seiner geschickten Auswahl ein kurzes, warmes Vorwort voraus- gestellt, das in das Leben und Wesen des wahrlich nicht vom Schicksal verwohnten Dichters einführt. Der Leser, der nicht schon Näheres von Hermann Kurz weiß, ersieht daraus, daß die seltsame Chemie > des Lebens hier wieder einmal aus essigsauren Trauben den süßesten, fröhlichmachendsten Wein gekeltert hat; aus einem an Enttäuschungen, ja bit­terer Not reichen Leben den Trank des echten Humors reifen ließ. Dazu bedurfte es allerdings, wie bei jedem echten Humoristen, eines so guten Destillierapparates, wie es das treue, reine, an Gott und Menschen unoerbitterte Herz des Dichters Her­mann Kurz war. Mit Freuden folgen wir ihm in feine liebe schwäbische Welt, lassen den Bergzauber der ersten größeren Ferienreise aus denJugend­erinnerungen" auf uns wirken, hören imFeudal­bauer" manch luftiges, Fluges und von der weit­herzigen Freigebigkeit reicher schwäbischer Bauern zeugendes Stücklein, lauschen inSt. Urbans Krug" einer grausig-lustigen Schelmengeschichte und stehen vor ollem in Freude und Bewunderung vor der ErzählungDie beiden Tubus", die den Wettmeister­stücken des Humors angehört. 390

Dierck Seeberg: 6 r b traft bei Otto ödjlingloff in Essen. Der Verfasser, der durch mehrere Epen und neuerdings auch durch den Ro­manMauer um die Stadt" bekannt geworden ist, legt hier ein Werk vor, das die Summe seiner Weltanschauung zieht und sich gleichzeitig mit dem großen Weltkriege indirekt auseinandersetzt. Die drei Mächteffweiche in dem großzügja dramatisier­ten Werk miteinander kämpfen, sind das Geld, die See und die Erde. Der Held kehrt nach reichen Erfahrungen im Alter geläutert zu dem zurück, aus dem die Menschheit geboren ist: der fruchtbaren Scholle. 370

Hermann Wagner: Die Frau mit dem sehnsüchtigen Herzen. Wenn in Deutschland eine förmliche Sehnsucht nach einem humoristischen Roman herrscht, der uns über die 'Nöte und Kümmernisse unserer trüben Tage hin­weghelfen soll, so ist dieser neueste Band von E n - gelh 0 rns Romanbibliothek wirklich als eine Art Erfüllung zu betrachten.

Madison Grant, Der Untergang der großen Rasse. Ins Deutsche übertragen von Professor R. Polland. München, I. F. Leh­manns Verlag. Grant schildert ausführlich an Hand der Geschichte den Untergang der großen Kulturvölker des Altertums und des Mittelalters und führt ihn genau rate deutsche Schriftsteller auf das Versiegen der kutturschöpferischen großen, der nordischen Rasse zurück. Er zeigt auch, daß dasselbe Schicksal, dem die Perser, Griechen, Römer, Goten, Spanier und Portugiesen erlegen sind, auch den heutigen Trägern der raesteuropäischen Kultur droht. Auch bei ihnen ist ein deutlicher Rückgang des nordischen Blutes, ein rasches Eindringen süd- und osteuropäischer Völker mit geringerer Kultur- begabung festzustetten. Amerika mit seiner bis vor

kurzem überaus starken Einwanderung derartiger Völker, erscheint dem Verfasser in erster Linie be­droht. Se^ne warnende Stimme hat in den Ver­einigten Staaten, wo man nüchtern und verstan­desmäßig, unbeschwert von falschen Humanitäts­idealen, zu denken und zu handeln gewähnt ist, die erhoffte Wirkung gehabt. Grants Bemühungen ist es gelungen, als erstes die Einwanderung uner­wünschter Rassenelemente zu verhüten. 425

Alwin ©eilenfelö, Praktischer allgemeiner Wegweiser durch den Z 1 0 i l p r 0 z e ß. Hamburg 1925. Das ca. 60 Selten zahlende Büchlein ist, wie schon der Titel besagt, für bie Allgemeinheit geschrieben. Es will vor allem ben Laien mit ben Orunblagen bes Zivilprozesses vertraut machen unb ihm eine Anleitung geben, wie er sein Recht bei Gericht burchzusetzen hat. Mit befonberer Sorgfalt finb Gerichts- unb An­waltskosten behanbett. An vielen Beispielen und Tabellen wird bas im Text gesagte genau unb für jebermann verständlich erläutert Das Büchlein bildet einen wertvollen Bestandteil für jede kauf­männische Bibliothek. 339

Es ist erfreulich, daß der Verlag Brockhaus sich entschlossen hat, in einem einbändigen Handbuch auf engstem Raum alles Wissenswerte aus allen Gebieten zusamenzufassen. Alle, die nicht in ber Lage sind, sich den vierbändigen Brockhaus an» zuschafefn, werden gern zumKleinen Brock- b n u s" greifen, zumal der Preis äußerst niedrig bemessen ist, unb durch das Erscheinen in^zehn Liefe­rungen die Anschaffung erleichtert wird. Auch ein billigerer Subskriptionspreis ist festgesetzt, ber aber im September bieses Jahres erlöschen wird. Die eben erschienene 5. Lieferung gibt wieder des Inter­essanten die Fülle.

* Melchers, Vater, i ch rufe d i ch! (Union, Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart.) Das Buch erzählt den hebensr'oman eines Priesters, aber nicht zu polemischen Zwecken, nicht um allgemeine P r 0 bl e m e zu lösen. Er will nur in schlichter Weise das Schicksal eines Menschen im Priesterrock schildern, ohne dies zu einem typischen Geschick zu stempeln. Dieser Umstand macht im Ver­ein mit der plastischen Anschaulichkeit in der Zeich. nung eines Schicksals voll Lebens- und Wesensfülle das Buch für jedermann ohne Unterschied der Welt­anschauung wertvoll und interessant. 415

Der Schutz der la n d w i r s ch a s t» lichen Erzeugung als Vorbedingung der deutschen Wirtschaft. Diese Denkschrift zur 55. Vollversammlung der Deutschen Landwirt­schaft bient einer objektiven Darstellung über bie gegenwärtige Lage ber Landwirtschaft unb der Be> beutung ber Sckmtzzollfrage für die Landwirtschaft und die Allgemeinheit. 384

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders.

(Aus derRodio-Tlmschau".)

Dienstag, 18. August.

3Uhr: Witeschaftsmeldungen. 4 Uhr: Wetter- berichk der Gießener WetterdienststeUe. 4 Ahr: Wirtschaftsmeldungen. 4.15 Llhr: Rachrichten­dienst der Industrie- und Handelskammer Frank­furt a. M.--Hanau. 4.20 ähr: Nachrichtendienst. 4.25 älhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.30 bis 6 älhr: Rachmittagskonzert des Hausorchesters, ein musi­kalischer Liebesroman. 6 älhr: Wirtschaftsmel­dungen. 6 bis 6.30 Ähr: Die Lesestunde (Meister­werke der Weltliteratur): AusDon Quichote" von Cervantes. 7 Tlhr: Wirtschaftsmeldungen. 7.30 bis 8 Uhr. Die Bücherstunde. 8 bis 8.30 Tlhr:Chinesische Kunst I: Baukunst, Bronzeguß, Malerei", Dortrag von Mafor a. D. Bansa. 8.30 Uhr: Brüder (ein fein, Altwiener Singspiel in einem Akt von Leo Fall, musikalische Leitung: Kapellmeister Albert Mischel. Hierauf: Die Der- lobung bei der Laterne, Operette in einem Akt von 3acques Offenbad), musikalische Leitung: Kapellmeister Albert Mischel. Anschließend: Rachrichtendienst, Wettermeldung, Sportfunkdienst.

Kreuz-Drog. August Noll, Neustadt-Drog. Hans Noll, P. J. Nüds, Seifenfabrik, Germania-Drog. C. Seibel, Adler-Drogerie W. VJaldschmidt, Drogerie Georg Wallenfels, Drogerie Otto Winterhoif. 46c