Ausgabe 
17.4.1925
 
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Um die neue

Nheinschiffahrtsakte.

In Straßburg ist am 15. April die Internationale ArrtrÄkommission für die Rhein- schiffahrt zufammengelreten. um an Stelle der aus dem Jahre 1868 stammenden Mannheimer AheinfchiffahrtKalte eine neue auszuarbeiten. Be­kanntlich hat der VerLailler Bert vag Frank­reich den Bau eines Rhein-Seiten- und Kraft-Kanals zugestanden, mit dem sich die französische, deutsche und nicht zuletzt auch die schweizerische Oeffentlichkeit seit Jahren beschäf­tigt. Jetzt will Frankreich an die A u s f ü h r u n g des Projektes Herangehen, was allerdings erst nach Schaffung eines neuen Abkoinmcns über die Rheinschiffahrt möglich ist Die Dinge sind noch insofern konrpliziert ah zwar die Schweiz ebenfalls an der alten Rhcinlchtn

Vie Präsidentschaftskandidaten.

Berlin, 16. April. (WTB. Amtlich.) Zum zweiten Wahlgang für die Reichspräsidentenwahl sind bis Ablauf der Einreichungsfrist, Mitter­nacht deS 16. April, drei Kandidaten nominiert worden, und zwar:

1. Paul von Hindenburg, General­feldmarschall, Hannover.

2. Wilhelm Marx, Reichskanzler a. D., Berlin.

3. Ernst Thälmann, Transportarbeiter, Mitglied des Reichstags, Hamburg.

Der Rcichswahlleiter hat diese drei Kandi­daten zugelassen. Die Anwärter werden in dieser Reihenfolge auf dem amtlichen Wahlzettel er­scheinen. Wie beim ersten Wahlgang enthält der amtlich« Stimmzettel außerdem ein freies Feld zur Einzeichnung evtl, anderer Kandidaten.

Der Wahlkampf.

Ein Aufruf des Reichsblocks.

Berlin, 16. April. (WTB.) Die Gegner, Ne auf jede Weise bestrebt sind, die Kandidatur Hindenburg herabzuziehen, behaupten, der Reichs­block sei eine Organisation der Schwerindustrie und des Großkapitals. Sie setzen geflissentlich Gerüchte in Umlauf, dem Reichsblock seien von einzelnen großkapitalistischen Stellen enorme Be­träge für den Wahlkampf zur Verfügung gestellt worden. Sie wollen damit Verwirrung in die Kreise unserer Anhänger tragen. Die gegneri­schen Behauptungen sind frei erfunden. Die Kan­didatur Hindenburg wird getragen von einer überparteilichen nationalen Mehrheit des deut­schen Volkes. Wir toenhen uns an jeden einzelnen in der Erwartung, daß jeder seine Pflicht tut und nach Kräften die Wahl finanziell unterstützt. Wir bitten alle Nejenigen, die dazu in der Lage sind, einen angemessenen Beitrag auf das Post- scheÄonto Berlin NW 7 Ar. 16 734 (Reichsbürger­rat, Konto Arbeitsausschuh der Reichspräsi­dentenwahl) zu überweisen. Jeder Pfennig, der für Ne Wahl unseres Hindenburg gegeben wird, hilft Ne Auferstehung unseres Vaterlandes durch ruhige und friedliche Arbeit sichern. Der Reichs- blvck, Berlin W 35, Potsdamer Straße 118c.

(Ein Ausruf des Dolksblocks.

Berlin, 16. April. (Wolff.) Das Vaterland ist in Gefahr! Die Reichspräsidentenwahl entschsidet üZer den inneren Frieden Deutschlands. Die Hinter­männer der Kandidatur Hindenburgs erstreben eine monarchistische Restauration. Sie bereiten, wir hoffen wider Willen, einen Bllgerkrieg vor. Sie stürzen Deutschland in neue internationale Schwierigkeiten und stören die Wiederausrichtung der Wirtschaft. Wer Deutschlands Zukunst sichern will, unterstützt die Kandidatur der verfassungstreuen Parteien. Der Wahlkampf kostet Geld! Wer die deutsche Ration retten will, zahle einen angemessenen Beilag auf dos Postscheckkonto desVolksblocks", Berlin Nr. 5400.

Freigabe des Rundfunks für die Reichsprästdentschafts- kandidaren.

Berlin, 16. April. (WB.) Die Reichs­regierung hat auf Anregung des Reichsministers des Innern beschlossen, dsp Bewerbern um das Amt des Reichspräsident^ den Runüiunk zu Ansprachen an das deutsche Volk frei- zugeben. Voraussetzung ist selbstverständlich, daß die hinter den Bewerbern stehenden Parteien oder Gruppen keine gewaltsame Aenderung der Verfassung anstreben.

Hindenburg spricht imRundfunK

Nachdem die Reichsregierung den Rundfunk für die Bewerber des Postens des Reichspräsidenten im zweiten Wahlgang freigegeben hat, wird Gene­ralfeldmarschall v. Hindenburg am Freitag vor der Wahl abends in einer Rede, die über sämtliche deutsche Sender verbreitet wird, sprechen.

Hindenburg und das deutsche Handwerk.

Hannover, 17. April. Generalfeldmarschall o. Hindenburg wird heute vormittag an einer I u- biläumssikung der Hannoverschen Hand­werkskammer teilnehmen. Hindenburg und der be­kannte Führer des deutschen Handwerks, Plate, sind die einzigen E h r e n m c i ft e r d e s deut­schen Handwerks. Bei der Festsitzung der Handwerkskammer wird der Feldmarschall Be­grüßungsworte an das deutsche Handwerk richten.

atmen Pflichten gegen Vie anvem ausflkhven zu können.

Die Grundlagen dieser Außenpolitik können auch durch das Volksvotum über i n- nerpolitische Anschauungen nicht ge- än dert werden. Gin solches innerpolitisches Votum gibt den Empfindungen und der Stärke der Parteianschauungen Ausdruck. Es ist kein Abwägen der Stärke der Anschauungen über die künftige Gestaltung der Staatsform- die wirt­schaftliche und politische Entwickelung, die wir erhoffen, kann sich nut vollziehen auf der Grund­lage der heutigen Staatsform. Sie zu verteidigen gegen jeden, der sich vermißt, uns in den Kampf einer Abänderung hineintreiben zu wollen, wer­den auch Millionen von denen bereit fein, die aus patriotischen Gründen für die heutige Staats­form als der einzigen Grundlage einer gefunden deutschen Entwickelung eintreten. Das Ausland braucht weder zu fürchten noch zu hoffen, daß eine innere Zerreißung in Deutschland eintritt, sondern kann unbeschadet um den Streit der Parteien auf eine gesunde und vernünftige Ent­wickelung der deutschen Verhältnisse vertrauen.

Absatzkrise im Saargebiet.

Saarbrücken, lv. April. In einer Bespre­chung der Bergwerksdirektoren mit Vertretern der Organisationen machte Direktor St. E l a i r e D c r - Dille davon Mitteilung, daß die Bergwerksdirek­tion sich infolge Absatzmangels genötigt sehe, im Monat April zwei Feierschichten einzulegen. Für den Monat M a i seien weitere Feierschichten unvermeidlich.

Danderveldes

Regierungsprogramm.

Brussel, 17. April. (TU.) Der Sozialisten­führer Van der velde wird seine Bemühun­gen zur Bildung des Kabinetts bis Freitag fortsehen. Das Ereignis des gestrigen Tages war die Ablehnung der christlichen De­mokraten. sich an der Regierungsbiloung zu beteiligen. Die Liberalen haben sich iroch nicht endgültig entschieden. Das Programm Danderveldes läßt sich wie folgt zusaminen- faffen: Festhalten an den demokratischen Errun­genschaften und den gesellschaftlich:!, Freiheiten, Einschränkung der Militärdienstzeit. Llebernahme der Kohlengruben durch eine autonome Regie zugunsten des Staats, Beibehaltung des Acht­stundentages, Reform der Dersicherungseinrich- tungen, soziale Wohnungspolitik, Kampf gegen die Lebensmittelverteuerung, Ausgleich Bud­gets durch eine gerechte Steuerpolitik und Er­fassung der großen Kriegsgewinne, verschiedene Maßnahmen zugunsten der Heyen Handwerker und Bauern. Von einer Kapitalbesteuerung ist in dem Programm nicht die Rede. Seine Außenpolitik würde sich, wie Vandervelde erllärte, nicht wesentlich von der bisherigen unter­scheiden.

sahrtsatte Beteiligt ist, deren Rechte aoer mcht klar herausgearbeitet worden sind und weiter auch die internationalen Abmachungen des Pa­riser Friedens vom 30. Mai 1814 und des Wiener Kongresses vom 9. Juni 1815 heute noch Rechtskraft besitzen. Dem Deutschen Reich ist durch den Versailler Friedensvertrag leider die Bewegungsfreiheit auf dem jetzigen Kongreß in Straßburg nach Möglichkeit geraubt worden, dagegen ist die Schweiz um so eifriger am Werke, ihre Interessen am Oberrhein, die durch den französischen Seitenkanal ebenso tote die Deutschlands auf das schwerste ge­fährdet sind, zu wahren. Eine wesentliche Rolle spielt auch Holland, das bisher den deutschen und schweizerischen Standpunkt teilte. Belgien, England und Italien dagegen, die seltsamerweise auch in der Zentralkommission vertreten sind, haben bisher auf eine eigene Rheinschiffahrtspolitik verzichtet, sich vielmehr immer den Forderungen Frankreichs angeschlossen. Dennoch ist trotz des fran­zösischen älebergewichts nicht damit zu rechnen, daß in Straßburg schon in diesen Wochen irgend­eine Entscheidung fallen wird.

Der Straßburger Rheinschiff- sahrtskongreß.

Straßburg, 16. April. (WTB.) Die Zen- iraltommiffion der Rheinschifsahrt ist gestern hier zu einer Plenartagung zusamrnenHetreten. Haupt- agenstcmd der Beratungeni ft die Frage der Ver- befserung der Schiffbarkeit des Rheins von Klein- Kembs unterhalb Bafel bis Straßburg. Dem fran­zösischen Projekt eines Rhein-Seitenkanals fteht der Schweizer Regulierungsplan gegenüber. Das Deutsch Reich ist durch seinen Gesandten Seeli - g e r vom Auswärtigen Amt, der die hessische Stimme führt, Staatssekretär a. D. Wirklichen Ge­heimen Rat Peter- Preußen, den bayerischen Ministerialrat Greuling, den badischen Ministerial­direktor Fuchs, den hessischen Ministerialrat K r a n z- b ü h l e r als Delegierten, sowie durch die Abtei­lungsdirigenten Königs und den Ministerialrat Höbe! vom Reichsverkehrsministerium vertreten.

Schweres Attentat in Sofia. Eine Höllenmaschine in der Kathedrale explodiert. 54fr Tote.Verhaftungen.

Sofia, 17. April. Bei der Begräbnisfeier des vorgestern ermordeten Abgeordneten d r Re­gierungspartei K o f t a, in der Kathedrale Redilia explodierte eine Höllenmaschine. Rach vorläufigen Schätzungen wurden 50 Personen ge­tötet. Die Zahl der Verwundeten steht noch nicht fest. Gestern nacht wurden die Vertreter des Hauptausschusses der bulgarischen Bauern­partei, Marko ff und Ba kaloff, unter der Beschuldigung der Urheberschaft des Atten­tats auf den König verhaftet Die Polizei begründet diese Verhaftung damit, daß Markoss und Dakaloff am Vortage des Attentats den Ministerpräsidenten Zankoff besuchten und für die heimkehrenden Emigranten Straflosigkeit for­derten. Die ablehnende Antwort des Minister­präsidenten sollte das Signal zum Beginn einer Aktion sein.

Die Attentäter auf König Boris eingekreist.

Berlin, 16. April. (TU.) AuS Sofia wird gemeldete Die mit Karabinern, Revolvern und Degen ausgerüstete Bande, die das Attentat auf König Doris von Bulgarien verübte, und die im Gebirge von Militär und Zivilmiliz e in- gekreist worden ist. dürfte kaum entkommen. Rach der Zugehörigkeit der Angreifer zur agrar» kommunistischen Partei sowie ihrer an Emi­grantentracht crinnctnben Kleidung wird an­genommen. daß das Attentat politischer Ratnr gewesen ist.

Das Ende

des Kurdenaufstandes.

Angora, 16. April.Agence d'Anatolie mel­dete Die Regierungstruppen haben die Ortschaft Guendje, den Herd der Aufstandsbewegung, sowie alle in dem Gebiet der Insurgenten gelegenen Amts­sitze besetzt. In allen diesen Ortschaften üben die regulären Behörden ihre Tätigkeit wieder aus. Der Führer der Aufständischen, der Scheich Said, der sich mit seinen hauptsächlichen Helfershelfern und einer bedeutenden Bande in Achion nördlich von Guendje befand, wurde umzingelt und mit allen feinen Begleitern in dein Augenblick gefangen genommen in dem er die Flucht noch Osten antreten ivollte Die Regicrungstruppen haben zahl­reiche 'iricintütfc betreffend Organisation des

AUssranoes unD eine große üumme wewes erbeutet. Die von ihren Führern verlassenen Empörer ergeben sich massenweise. Die militärische Aktion gegen den Aufstand ist nun beendet.

Kritische Lage an der Mossul-Grenze.

Konstantinopel, 17. April. (211.) Die Lage an der provisorischen Mossulgrenze ist sehr beunruhigeitd geworden. Die türkische Regierung lasse durch halboffizielle Blätter erklären, daß unter englischem Druck die neftorianischen Stämme immer noch türkisches Gebiet überfallen und die Bewohner der türkischen Dörfer ermorden. Deshalb habe die türkische Regierung beschlossen, die Armee a u ver­stärken und die Iahresklassen 1920/21 für An­fang Mai cinberufen.

Aus aller Welt.

Unfall eines englischen Riesen- lustschisfes.

Berlin, 16. April. (TA.) Das lenkbare L u f t s ch i f f R. 33 hat sich während eines Sturmes von seinem Ankermast in Pulham l o S g e r i s s e n. An Bord befanden sich zwanzig Mann. Das Luftschiff nahm Richtung auf London.

Man glaubt, daß es mit einer solchen Be­mannung nicht schwierig sein werde, das Luftschiff zu navigieren, zumal genügend Ben­zin für eine Zweitagesrcifc an Bord war. Die Kraft des Sturmes hat nach den letzten meteorologischen Beobachtungen a b g e n o m - men. Man hofft, daß es möglich sein wird, das Luftschiff gegen Abend an Land zu bringen. Inzwischen wurden drahtlose Instruktionen an das Luftschiff gesandt, um es in nördlicher Rich­tung zu leiten, damit es möglich sei. vor dem Winde zurückzufahren, der sich gegen Abend vor­aussichtlich drehen wird. Der Funkentelegraphist aufR. 33 hat Rachricht gesandt, daß an Bord alles in Ordnung fei.

Rach einer Rachricht aus Bremen funkte der japanische DampferAmazon Maru", dessen Standort sich auf 52,5 Grad nördlich und 4,12 Grad östlich befindet, daß das englische Luftschiff R. 33, welches mit zerbrochener Spitze in Richtung Egmond (Holland) treibt, Hilfe verlangt. Später fünfte derselbe Dampfer an einen holländischen Schlepper via Scheve- ningen:

Das Luftschiff R. 33 befindet sich jetzt über Land, etwa acht Mellen südlich von Dmuiden.

Der englische Marinestab teilt mit: Das Luftschiff R. 33 ist um 6.30 Ahr nachmittags in abnehmender Entfernung von dein Küstenplatz Egmond in einer Höhe von 200 bis 300 Meter gesichtet worden. Die britische Regierung hat die Besatzung des R. 33 drahtlos angewiesen, zu versuchen, Köln zu erreichen. Zu­gleich fragte sie bei der nieder ländischen Regie­rung an, ob für das Luftschiff die Möglichkeit! bestehe, in Holland zu landen. Die nieder­ländische Regierung teilte darauf sofort auf draht­losem Wege mit, daß die Möglichkeit zu landen in den Lufthäsen von Depocv (Insel Ter- schellingt u>id Soest er berg bestände und letz­terer Platz wegen der Windverhältnisse der ge­eignetere wäre. Sämtliche Mannschaften in diesen Lufthäfen wurden in Bereitschaft gehalten, um bei einer eventuellen Landung Hilfe zu leisten. Ferner ist ein Torpedoboot nach dem Küstenplah Egmond gesandt worden.

Die Lage des R. 33 hat sich um 7.45 Ahv abends geändert, und das Luftschiff fliegt in südwestlicher Richtung auf Zandvoort.

Das Luftschiff erweckt den Eindruck, als ob die Maschinen arbeiten und Oie Besatzung die Ab­sicht habe, wieder die Richtung auf England cm» Zuschlägen. Aus Amsterdam wird weiter ge­meldet- R. 33 befand sich gegen 10 Ahr abends in her Rähe von Roordwyck. Offenbar sucht die Besatzung des Luftschiffes einen geeigneten Landungsplatz Der Führer des Schiffes, Major Scott, befindet sich nicht an Bord, doch dirigiert er durch drahtlose Meldun­gen Die Fahrt.

Die Cittheitsknrzschrift.

Berkin, 16. April. (WTB) Die Rach­richt, der Innenminister habe auf Grund eines Beschlusses des Blldungsausschusses des Reichs­tages vom 3. April Maßnahmen zur Einführung der Einheitskurzschrift im Geschäftsbetrieb der Reichsbehörden zurückgestellt, ist, tote uns von zu­ständiger Seite mitgeteilt wird, unzutreffend. Der Reichsminister des Innern hat tm Dezember 1924 die obersten Reichsbehörden um Aeuherung ge­beten. inwieweit die Kurzschrift vom inneren Behördenverkehr angewendet werden kann und dabei eine Vertreterbesprechung für Anfang März 1925 in Aussicht gestellt. Da eine abschließende Prüfung dieser Frage bis zu diesem Zeitpunkt sich nicht ermöglichen ließ, hat er durch Rund­schreiben vont 10. März den obersten Reichs­behörden mitgeteilt, daß es ihm verfrüht er­scheine. zu einer Besprechung der Frage, ob und in welchem Umfange im Geschäftsbetrieb der Behörden die Kurzschrift einzuführen ist, schon jetzt ein^ulaben. Die Maßnahmen find keineswegs zurück- oder eingestellt worden: sie nehmen vielmehr ihren Fortgang. Die Aus­arbeitung von Vorschlägen für die Anwendung der Kurzschrift im inneren Dehördenvcrkehr ist im Gange.

Deutsche Maschinen für Brasilien.

Die Armaturen- und Maschinenfabrik A. G. Dornt. I. 21. Hilpert in Nürnberg soll von der Stadt Sao Paulo einen Auftrag zur Errichtung einer Maschinenanlage bekommen haben, die zur Errichtung eines neuen elek­trischen Kraftwerks gebraucht wird. Die alte Kraftanlage Sao Paulo genügt nicht mehr den gewachsenen Anforderungen.

Wetterstürze im Schwarzwald.

Aus Triberg wird berichtet, daß im Schwarz­wald ein heftiger Wettersturz mit schwerem Sturm und Regenfällen eingetreten ist. In den höheren Lagen herrscht Frost und bis zu 900 Me­ter herab liegt Schnee.

Unfall bei einer Schupoübung.

Nach einer Blättermeldung aus Stettin wurde in der Schupokaserne in der Linsingenstraße bei einer Hebung mit Platzpatronen ein U nter Wachtmeister durch die Kugel einer scharfen Patrone so schwer verletzt, daß er bald darauf starb. Wie die scharfe Datrone unter die Platzpatronen geraten ist, ist noch nicht aufgeklärt. ff*> ist eine Untersuchung eingeleitet.

^naocyenmorv ort Torgau.

Rach einer Meldung aus Halle wurde bt einem Hause in Mühlberg a. d. Elbe in einer verschlossenen Kammer eine weibliche Leiche gefunden, die in einem Paket verschnürt war und schon lange in der Kammer gelegen Haber- muß. Es handelt sich um ein 19jährtges Dienst­mädchen namens Frieda Herrmann. Ws ver­mutlicher Täter wurde der 24 Jahre alte Handlungsgehilfe Stöckel verhaftet, der jedoch jede Schuld bestreitet.

Fürst Günther von Schwarzburg f.

Der ehemals regierende Fürst zu Schwarz­burg, Günther Viktor, ist im 73. Lebens­jahre gestorben.

Landung eines tschechischen Flugzeuges In Bayern.

Wie aus Weiden berichtet wird, landete in der Nähe der Stadt ein tschechisches Flug­zeug. Der Pilot wollte wieder aussteigen, wurde aber beim Anwerfen des Motors vorn Propel­ler e r fa ß t und schwer verletzt. Das Flugzeug wurde von der Polizei beschlagnahmt.

Eine Schiffskalastrophe.

Ein Marinemotorboot mit-off Mann Besatzung ist auf dem Hedwahflusfe mit einer Motorbarke zusammengestoßen und ge­sunken. Sechs Personen werden vermißt. Es ist anzunehmen, daß sie ertrunken find.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 17. April 1925.

Die Gewerbesteuer für 1925.

Das Gesetz über die Gewerbesteuer für 1925, das kürzlich vom Landtag verabschiedet worden ist, wird jetzt amtlich bekanntgegeben. Seine wich­tigsten Bestimmungen lauten:

Die Gewerbesteuer wird erhoben nach dem Wert des in dem Betriebe arbeitenden Anlage- und Betriebskapitals und von den in Artikel 7 Absatz 1 Ziffer I und 2 und Absatz 2 des Ge- meindeumlaa mgcsehes bezeichneten Betrieben auch nach dein Gewerbeertrag.

Für die Feststellung des gewerblichen An­lage- und Betriebskapitals ist der Stand vom 31. Dezember 1923 auch für die Betriebe maß­gebend, bei denen regelmäßige jährliche Ab- schlüsse an einem aitberen Tage als dem 31. De­zember 1923 stattfinden. Betriebe, bei denen regelmäßig Abschlüsse in der Zeit von einschließ­lich 30. Juni bis einschließlich 30. Dezember stattfinden, sind jedoch berechtigst, für die Fest­stellung des gewerblichen Anlage- und Detriebs- kapitals nach Art und Menge (Inventar) den letzten vor dem 31. Dezember 1923 gemachten Ab­schluß zugrunde zu legen; auch bei Zugrunde legung eines solchen Abschlusses sind die Qter« mögenggegeuflänbe ausschließlich nach den Rcichs- vorschriften zu bewerten. Für die Veranlagung bev Betriebe, bte am 31. Dezember 1923 noch nicht bestanden haben, über öle im Laufe des Rechnungsjahres 1925 zu veranlagen sind, ist der Stand und Wert des gewerblichen Anlage- und Betriebskapitals nach dem Stand und Werte der Bestandteile zu Beginn der Steuerpfllcht zugrunde zu legen.

Die Ermittelung des gewerblichen Ertrags wirb burch besonberes Gesetz geregelt.

Wirb ein Gewerbe in mehreren Gemeinden betrieben, so wird, unbeschadet der Vorschriften des Artikels 1 Absatz 2 des Ausführungsgesetzes zum Finanzausgleichsgesetz vom 27. Marz 1924. in jeder von chnen die von dem Anlage- und Betriebskapital und vom Gewerbeertrag zu ent­richtende kommunale Steuer nach dem Stand des in dem Betriebe innerhalb der Gemeinde arbei» lenden Anlage- und Betriebskapitals erhoben. Für die Verteilung ist in erster Lime eine etwa zwischen hen beteiligten Gemeinden unb dem Steuerpflichtigen getroffene Vereinbarung maß­gebend.

Hebet das gewerbliche Anlage- unb Be­triebskapital, sowie ben gewerblichen Ertrag ist von bem Steuerpflichtigen auf Ersuchen ber Der- anlagungsbehorde eine Steuererklärung innerhall» einer regelmäßig auf minbestenS brei Wochen zu bemessenden Frist abAugeben.

Solange bic Erhebung der Gewerbesteuer auf Grund ber 'Bestimmungen dieses Gesches nicht burchgeführt werben kann, kann sie vorläufig nach ben Vorschriften über bic vorläufige Gewerbe­steuer für 1924 vom 27. März 1924 weiter er­hoben werben.

Wettervoraussage.

Wechselnd bewölkt, zeitweise heiter, tagsüber wärmer, kurze Regenfälle nicht ausgeschlossen.

Das Zentrum bes Tiefbruckwirbels. hoffen Ausläufer gestern ben unruhigen Witterunas- charaktcr bei zeitweise frischen Winden unb öfte­ren Regenfällen verursachten, ist schnell ostwärts abgezogen und liegt schon über dem Baltikum. Aus seiner Rückseite strömen zunächst kühle Rord- Westwinde südwärts. Es sind aber Anzeichen vorhanden, daß bic Witterung noch feinen be­ständigen Charakter annimmt, ba westlich von Irland eine neue Depression anzurücken scheint.

** D i e Wählerliste für den zweiten Wahlgang zur Reichspräsidentenwahl liegt vom 19. bis 22. April zur Einsichtnahme offen. Näheres in der heutigen Bekanntmachung.

*' Der Straßenbahn betrieb wird von jetzt ab an Sonn- unb Feiertagen vormittags wreber aufgenommen. Rähetos in bet heutigen Bekanntmachung.

* Leichenschau und Leichenbeklei­dung. Zu der gestern berichteten Berordnung de» Kreisamts über Vornahme der Leichenschau bei un­bekleideten Leichen teilt uns ein Arzt des Kreises sein vollstes Einverständnis mit. -Gr schlägt ben Ge­meinderaten noch vor, als Leichenbekleidung ein­heitlich ein Leichenhemd cinzusühren, das man nach der Einsarguny nur seitlich einzustecken Hal. Aus diese Weise können die noch wertvollen Kleider anderweitig Verwendung finden, zumal das An­kleiden einer Leiche in erstarrtem Zustand fast eine Unmöglichkeit ist, der Leichenbeschauer aber in den seltensten Fällen bald nach eingetretenem Tod zur Stelle sein kann. Es fehlt nach Ansicht des einsen­denden Arztes nur an dieser Anregung, die sicherlich Überall Anklang finden wird. Bisher scheute sich aber jeder, den Anfang zu machen, wie ihm wiederholt schon versichert wurde.

** Richt Hauszins steuerpflichtig. Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Der Minister für Volkswohlfahrt hat bestimmt, daß bic burch Zuschüsse gefbebeden Land- ar beiter Wohnungen (Werfwohnungen unb Eigenheime) nicht ber Dritten Verordnung zur Durchführung der preußischen Steuernotver- orbnung vom 12. Juli 1924 unterliegen unb baher nicht hauszinsstcuerpflichtig finb. Eine befonbere

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