Ausgabe 
15.6.1925
 
Einzelbild herunterladen

a/s l Arbei Ä Mch M« ! als trat iln/ olle, Red der den: NM für1 Er i sich lagu lade Krei Wahl

mein Mit recht Alai Tchi< ledig die f gefaf Deut werd verstc Arbe | auf! gewin tum f xiche' für j !°llten Anstel Wiede, nicht

9 di« e Sta- Duns meine

2 rigkei halt' die 9 ten - den^ der i des, Meck filmte wollte gerich die 2 Set l sie ai bert Parte Kirch Part bau tes. spar crsp Kcsl Sie als auch Part der

Feuer am Nordpol.

Technisch-politischer Roman aus der Gegenwart.

Bon Karl-August von Lassert.

66 (Sortierung (Nachdruck verboten.)

Ich bitte Sie nunmehr, meine Herren, sich alles Gesagte reiflich zu überlegen und mir bis heute abend einen detaillierten Operationsplan zu unterbreiten. Morgen nachmittag soll die Ausfahrt der Flotte aus Plymouth stattfinden, damit die iinterfeeboote in der Dunkelheit ungesehen bis Brest gelangen können. Der Morgen des nächsten Tages bringt dann die Entscheidring

Danken Sie Gott, meine Herren, daß gerade Sie dazu auserlesen sind, den wichtigsten Abschnitt der neuesten englischen Geschichte einzuleiten, und denken Sie stets an die stolzen Worte des großen Nelson bei Trafalgar: England ejrpects, that every man does his butg."

11.

Der französische Minister des Aeuhern war nicht mit nach Brest zur Begrüßung des englischen Geschwaders gefahren, sondern überließ dieses Ver­gnügen dem gern und viel redenden Präsidenten der Republik.

Er saß in seinem behaglich eingerichteten Ar­beitszimmer am Quai d'Orsay, dessen Fenster auf die Place de la Concorde hinausgingen. Der Kriegsminister, ausnahmsweise einmal wieder ein General und fein Advokat, war «gerade zur Rück­sprache erschienen.

Also gegen die deutschen Schweine am Nord­pol ist augenblicklich nichts auszurichten?" frage der Minister.

Wir müssen erst das Geheimnis der neuen Kampfflieger herausbekommen", meinte der Gene­ral.Das wird nur eine Frage der Zeit sein. Mit Geld ist alles zu machen. Und dann kann uns das neue Gold- oder vielmehr Platinland nicht ent­gehen."

Und unterdessen halten wir uns an Deutsch­land schadlos."

Es ist nur dort nicht mehr viel zu holen", meinte der General.

Aber noch genug zu zerstören" ,sagte der Mi­

nister.In diesem Jahrhundert darf Deutschland nicht wieder auf die Beine kommen."

Was wird der Völkerbund zu dem Hilfeschrei der deutschen Regierung sagen?"

Nichts werden sie sagen, diese Idioten, sonst drohen wir mit Austritt. Dann fliegt die ganze Sache auf, und die Delegierten verlieren ihre aus­gezeichneten Gehälter und die angenehme Stellung."

Es find auch Franzosen dabei", warf der Ge­neral mit leisem Vorwurf ein.

Das sind natürlich feine Idioten", erflärte der Minister.

Wie wird der englische Flottenbesuch ver­laufen?"

Mit dem gewöhnlichen Klimbim. Offizielle, ziemlich blödsinnige Reden, an deren Wirfung fein Mensch glaubt, als der Redner selber. Hurrage­schrei und besoffene Festlichfeiten. Und zum Schluß allgemeine Ernüchterung."

Was kommt denn für uns dabei heraus?"

Prestigegewinn und englische Orden. Sonst nicht viel. Immerhin sieht die Welt, daß auch das stolze Albion vor uns kriecht", sagte der Minister.

Ganz meine Ansicht. Die Kerls werden all­mählich zu unverschämt. Aber zuvor müssen wir Deritschland so klein machen, das es froh ist, uns in einem Kriege gegen England unterstützen zu dürfen."

Das wird nicht leicht sein."

Was Napoleon fertigbrachte, muß auch uns gelingen. Erst noch ein paar Jahre feste die Hunde­peitsche und dann etwas Zuckerbrot, so was ver­fängt immer."

Das Telephon läutete an. Der Minister ergriff den Hörer.

Wer ist da? Ah, Sie sind's, Gerard! Ja, ist selber. Na, dann berichten Sie mal!"

Mehrere Minuten hörte er befriedigt zu, dann hängte er ab und sagte:

Gerard telephoniert auf unserer besonderen Leitung aus Brest. Alles in schönster Ordnung. Erst redete der englische Admiral und dann unser Präsi­dent. Selbsterverstöndlich den gewöhnlichen Mist. Wir werden die Rede drucken lassen, um sie in allen Gemeinden Frankreichs anzuschlagen. Jetzt sind sie bereits beim Frühstück auf demJnvincible". Hof­fentlich betrinkt sich der gute Präsident nicht, bevor auch die Engländer voll sind. Sonst verrät er ihnen

noch, daß er sie eigentlich alle auf den Grund des Meeres wünscht."

Ein Ministerialrat stürzte aufgeregt herein und rief:

Aeußerst wichtiges Telegramm, vom Eiffel­turm übermittelt!"

Er reichte es dem Minister. Dieser las laut: A n b i e Regierung Frankreichs.

Im gleichen Augenblick, wo die englische rind französische Flotte zu freundschaftlicher Begrüßung vereinigt sind, erlaubt sich Frankreich einen eklatan­ten Bruch des Friedensvertrages von Versailles, der geeignet ist, nicht nur neue Unruhe über die SÖelt zu verbreiten, sondern auch Englands Interessen aufs schwerste schädigt."

Der Minister hielt inne.

Hallo! Sind die Leute verrückt geworden!" rief er aus. Dann las er aufgeregt weiter:

Eine große französische Armee rüstet sich, in das ohnmächtige Deutschland einzufallen, das in keiner Weise dazu herausgefordert hat. Der durch­sichtige Grund dieses Unternehmens kann nur darin bestehen, sich eine unangreifbare Stellung im Her­zen Europas zu verschaffen. England darf eine der­artige Verschiebung des europäischen Gleichgewichts, die eine Wiederkehr der napoleonischen Weltmacht­träume bedeutet, nicht zugeben. Da Frankreich aber bisher alle ähnlichen Proteste unbeachtet ließ ober mit leeren Worten abspeiste, so sieht Englanb sich biesmal in bie Lage versetzt, ein greifbares Pfanb für bie friedlichen Absichten Frankreichs verlangen zu müssen. Als ein derartiges wirksames Pfand kommt der augenblicklich im Hafen von Brest versammelte Teil der französischen Flotte in Be­tracht."

Weiter vermochte der Minister zunächst nicht zu lesen, sondern mußte erst mal nach Luft schnappen. Schließlich keuchte er :

Was soll das heißen?"

Grobe Mystifikation!" sagte der General ruhig.Wahrscheinlich ein deutsches Machwerk."

Dieser Ansicht war ich anfangs auch", warf der Ministerialrat ein.Ich fragte daher nochmals bei der (fiffelftotion an, die mir bestätigte, daß es sich um einen offiziellen englischen Funkspruch handle."

Der Minister ergriff aufs neue das Telegramm und las fieberhaft :

Wir stellen somit an die Regierung von Frankreich das formelle Ersuchen, unseren Wün­schen nachzukommen und dadurch ihre friedlichen Absichten zu beweisen. Andernfalls müssen wir an- nehmen, daß Frankreich neue kriegerische Pläne verfolgt, die geeignet sind, den Frieden der ganzen Welt aufs schwerste zu gefährden.

Da Frankreich bereits begonnnen hat, fünf seiner Armeekorps zu mobilisieren, und da wir an­dererseits nicht zugeben können, daß seine Flotte sich ebenfalls in Kriegsbereitschaft versetzt, so sieht sich die Regierung Englands genötigt, die Beant- Wartung ihrer Forderung binnen drei Stunden verlangen zu müssen.

Wir hoffen, daß Frankreich den Weg der Mäßigung und des Friedens wählen wird, der allein zu einer endgültigen Versöhnung der Völker führen kann.

Die Regierung von Großbritannien."

Ausgeschlossen!" rief der General, sobald der Minister geendet hatte.Solche Sprache würde England niemals wagen!"

Der Minister ergriff schnell entschlossen den Hörer und rief Brest an. -

Hier Gerard" tönte es zurück.Ich wünsche dringend den Herrn Minister zu sprechen."

Bin selber da. Was ist los?"

Unerhörtes Ereignis", antwortete Gerard. Englisches Ultimatum, bas"

Haben wir eben hier bekommen", unterbrach der Minister.Was macht der Präsident?"

Hat sich sofort an Land begeben, um sich mit dem Flottenchef zu beraten."

Wann empfingen Sie die Nachricht?"

Vorhin, kurz nachdem ich Sie angerufen hatte. Ich eilte damit zum Präsidenten, der gerade mit dem englischen Admiral Verbrüderung feierte. Dieser fragte den Engländer direkt, was das zu be­deuten habe. Jener tat höchst überrascht, behauptete, keine Ahnung zu haben. Darauf beiderseitiger über­eilter Aufbruch."

Was macht die englische Flotte?"

Sie hatte bereits Dampf auf, wußte also natürlich genau Bescheid. Jetzt setzt sie sich in Be­wegung in Richtung (Boulet de Brest, den bekann­ten engen Ausgang der Reede."

(Fortsetzung folgt.)

ft8 *hre Garderobe (Herren-, Damen- u. Kinder- IrlA Kleider), Decken, woll. und seid. Vorhänge, III BlSrHI \||1 Gardinen, Federn, Handschuhe etc. etc. |jte|l |1|EZ Die meisten Gegenstände lassen sich durch 6$! chemisches Reinigen oder Färben sicher wieder

" wie neu herstellen. Trauersachen in 1-2 Tagen.

20D

Färberei Gebr. Rover

Laden: Marktplatz 8.

Ruth

Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen hocherfreut an

Karl Decker

und Frau Anni geb. Wörner

Gießen, den 13. Juni 1925.

kalasiris

patentiert in allen Kulturstaaten, mit allen Vorteilen, aber ohne die Nachteile des bestsihenden Korsetts, macht elegante, schlanke Figur, stützt Leib und Rücken, ohne sonstwie zu beengen. Für Gesunde und Kranke.

Verkauf: Jeden Mittwoch in Gießen, Plockstraße 13 I

Vertretung: Frau M. Kopp, Marburg

Schulsttaße 10.

Gießen (Kath. Schwesternhaus), 13. Juni 1925

Die Geburt eines gesunden Mädels zeigen in dankbarer Freude an

Ernst Dinslage und Frau Klothilde geb. Wetter

Die Geburt eines Mädels zeigen hocherfreut an

W. Rahnefeld und Frau Erna geb. Wanderer

Halle a. b. S., ben 5. Juni 1925

Geschäfts-Empfehlung.

Interessenten zur gefl. Kenntnisnahme, daß wir unseren Fuhrpark durch einen

5-Tonnen-Lastwagen

vergrößert haben. Wir sind nun in der Lage, Transporte jeglicher Art, auch Umzüge, im Aah» und Fernverkehr jederzeit auszufuhren.

Hochachtungsvoll

Hellmold & Plank

Spedition, Lagerung, Fuhrgeschäft. - Telephon 858.

Betrifft: Landespolizeiliche Abnahme des erweiterten Anschlußgleises der Stadt Gießen an der früheren Margaretenhütte.

Bekanntmachung.

Der auf Dienstag, den 16. d. Mts-, anberaumte Abnahmetermin wird auf An­ordnung des Ministeriums der Finanzen auf Mittwoch, den 24. dS. M1S.» vor­mittags 11 Uhr, verlegt.

Gießen, den 15. Juni 192 \ 601H)

Der Oberbürgermeister: 3. D. Dr. Seih.

Tel. 240

la Handkoffer

sehr billig 1606c

Carl Schunck

Liebigshöhe

Donnerstag, den 18. Juni, abends 8 Uhr

1. Abonnements-Konzert

6010D

tolle

Amateure.

Alle Photo-Arbeiten Entwickeln und An­fertigung der Bilder schnell und gut im Photo-Baus Kam, Lchulstraße. [536D

sowie

Roßhaar-Kapok-Wolle MATRATZEN

Patent-Matratzen

finden Sie in reichster und preiswertester

Auswahl nur in dem Spezialgeschäft

POLSTERMOEBELHAUS

Gießen A. Wehrheim Löberstr.17

5331D

Achtung!

Salatgurken Stück 60 - 70 Pf., Spargel 90 Pf., Kirfchen70Ps., Erdbeeren, Blumen­kohl und andere Gemüse billigst.

Verkauf Dienstag früh von 8 Uhr am (Eingang vom Botanischen Gatten. 05181 Frau Frosch

Bestellungen frei Haus Telephon 1051.

CAFEASTORIA

wieder eröffnet!

Gleichzeitig empfehle meine vollständig neu hergerichteten

Billards

mit neuen Bällen und Banden

Saarkundgebung

Deutsch Orden.

Bund Wiking.

Deutscher Offiziersbund.

Nationalverband deutscher Offiziere.

Gruppe Hüttenberg.

Gruppe Busecker-Tal.

Sperrplatten

prompt ab Lager lieferbar-

Offiziersvereinigung 116. Hessischer Vaterländischer Block:

von 3-30 mm Stärke in allen Größen

Der Stahlhelm Bund der Frontsoldaten.

Leopold Rosenthal,

Holzhandlung. Wetzlar. Teleph. 100 M9r,D

(Eintritt 30 Pfennig. Reservierte Plätze Mk. 1. - bei Challier, Neuenweg, und Zugendschristenvettrieb Herbert Kostorz, Bahnhofstraße 33 I. 6015D

in Buche | Erle Gabovn Kiefern nur beste Fabrikate Eiche I n'fx Qnnor Ri

der unterzeichneten Verbände

in der Turnhalle am Osrvaldsgarten

Es sprechen:

Dr. vonllraewel, Landgerichtsdirektor, Frankfurt a.M. Direktor Vogel, vom Sund8aar-verein", Berlin vergeßt die deutschen Brüder an der Saar nicht! Hessischer Vaterländischer Block, Dezirksverband Gießen: Saar-Verein. Ostmarken-Derein. Vereinigung der vertriebenen Elsaß-Lothringer, Ortsgruppe Gießen. Alldeutscher Verband. Hessischer Landjugendbund. Hochschulring deutsch. Art. Fördererkreis des Hochschulrings deutsch. Art.

Größter Zchlager

der Sureaubedars; Znduftrie

Zedermann kauft den neuen Glasradierer in eleganter Nickelhülle. G98Sss Glänzender Verdienst! Vertreter an allen Plätzen gesucht. Alstäöler & Schmidt Köln a. Rb., Kamckestr. 21.

Etil erhalt Eialrak

für Metzger billig zu verkaufen.

Wilhelm Hartmann 5906V

Stockheim (Oberhesien). Telephon 27.

MlWllWl des MWeles!

Zeder deutsche Mann und jede deutsche Zrau

erscheine

am Samstag, dem 20. Juni, abends 8Vs Uhr

zur