Ausgabe 
15.6.1925
 
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Voranschlags passin. den Vorslhendtn ohne

Der kommunsstlsche heim, stellte eine lange ian nur als Agitation sämtlich, entsprechend ovinzialdireklors, tut alaußschuh überwiesen | agsteller wünschte, bah ile Geldmittel Hiertür ! gesagt werben sollte mtlichen Anträgen mit Ine des Antragstellers, ilumlagen in Höhe von w. Sinkommen- und > M Umsatzsteuer 5000 Am., ®et?erfe- ändige Temar/imgen

Vm. Der un- 1. JoH auf dem And- len. 3n brr Tesamt. rranschlag einst im« Zustimmung bei zevrbnrten, geneh-

Inheiden.

ber die Sinn ahmen [923 weist die W» narfjiflem aut Dir ipitalvermogen» wert der Papiere am ,te Gesamtsumme von

für 1025 W mit 754 000 B J in der Vermögen-ttt' ; Einnahme und 2ui xn glatt genehmig», f Oberhell" --G t bei einem am« 4,20 ®t) Mn 303' b,d)lÄinac LVem1^ »J

berung ber Alpen wird durch öauflure her 1787 den Mont "Blanc bezwang.

Die drei

einen 21 n g e ft eilten

Friedberg.

Seit ritz, und die vier

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einer

25. Juni einberufen worden.

den

11,

Phisch aufai Evas 5ur

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l a f f u n g gerichtetes Vorgehen gegen

Snl- gc-

Die 1 der . als

feinen Strom abzufctzen Ob es vielleicht an 1 gegenkommen gegenüber der Stadt Ziehen fehlt habe?

Provinzialdireltor (S r a e t antwortete Verhandlungen mit der Stadt Gießen wegen Lieferung von Strom waren schon im Gange.

vom Heberlanbwerk in

do. gelb 13,50 bis 14, Rapskuchen 15,40 bis 15 60, Leinkuchen 22 40 bis 22.30, Trockenfchniye! 1010 bw 10,20 TorfmelaNe 10. «artoffclfloden 19,30 bis 19,40.

Abg Fenchel- Ober-Hörgern sprach gleich- lalls fein Erstaunen und "Betauetn über den 3b- fchluß Gießens mit ter Ober-'Seter 3 G auS. ebenso darüber, daß die Stadt der Provinz vor dem Abschluß nicht Mitteilung gemach' habe wie zugesagt war

Provinzialdirektor Graef betonte fchiiaültch noch er bat? dem Oberbürgermeister Keller erftort. diele Entscheidung fei eine direkte Bla­mage für die Provinz. Der Obcrbürgermeiftet habe daraus geantwortet, die Entscheidung richte sich in (einer "Seife gegen die Provinz, fondern lediglich gegen den Staat wegen der unsicheren Faktoren, die in Wölfersheim vorlägen

Die zweite Angelegenheit betraf nach einem Antrag des Abg. Lur. ein auf ® len ft ent-

eingeleitet, ber 1 _---------- ..

Saustures Bezwingung bei OHont Blanc erregte

Olbftieq rächte sich daS Matterhorn grausam: das vorderen Teilnehmer stürz-

Modeschau im Eisenbahnzuge wurde kinematogra- phisch ausgenommen und wird jetzt unter dem Titel EvaS SilmreDue- in den Kinos gezeigt.

Buntes Allerlei-

Berühmte Bergeroberungen.

Der Versuch, den höchsten Gipfel der Erde, den Mount Everest zu bezwingen, der in den letzten Jahren dreimal, aber noch ohne völliges Gelingen, unternommen wurde, bildet das letzte Glied einer langen Rette von Bergeroberungen, in denen der Mensch sich allmählich die höchsten Erhebungen der Erde unterworfen hat. Der planmäßige Angriff auf die Hochgipfel hat erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts begonnen, und Jahrtausende hat es gedauert, bevor der Mensch die Bergbesteig- gung alS Sport aufnahm.

Rur wenige einsame Vorläufer gibt es in der Geschichte, die ohne besonderen Zweck auf hohe Berge fliegen, fo Hadrian, der 126 n. Ehr den Aetna bestieg, so Petrarca und Leonardo da Vin­ci. Selbst Goethe, der auf feinen Schwe zer "Reifer, als einer der ersten die Wunder deS Hochgebirges genoß und beschrieb, war noch kein Alpinist im modernen Sinne.

die höchste Bewunderung der ganzen Menschheit: unter den folgenden Besteigungen des höchsten Ber­ges Europas tst keine mehr bewundert worden all die der 44 jährigen Mademotselle d' Angeville, die vor der Besteigung ihr Testament machte und unterhalb deS Gipfels wirklich zu sterben glaubte. .Tragt meine Leiche hinauf und Iaht sie oben", sagte te zu den Führern. Aber bann erreichte sie doch glücklich den Gipfel. Was die Eroberung des Mont Blanc für die Westalpen, bedeutet die deS Drost- Glöckners für die Ostalpen. Nachdem eine grobe Expedition des Fürstbischofs von Gurk 1799 miß­lungen und auch ber fpätere Bischof von Linz. Lieg- munb von Hohenwart, nur den Gipfel deS Älein- Glockners erreicht hatte, bezwang 1800 ber Pfarrer H 0 rafch von Dölsach alS erster die Grost-Glock- n er-Spitze

Am meisten wurde gerungen um daS Matter­horn. besten Bezwingung burch den englischen Berg­steiger Eduard Whvmper 1865 wohl die merkwür­digste Besteigung überhaupt ist. Wbymper hatte den Aufstieg mit dem italienischen Führer (Sattel beab­sichtigt, aber dieser wollte den Berg aus Rational» stolz von der italienischen Seite erobern, während Wbymper von ber Schweizer Seite her ausstieg. Er war nun von ber Angst gequält, die Italiener könnten ben Gipsei vor ihm erreichen, und so sand ein Wettlauf statt, wie er in der Geschichte bei Alpinismus einzig dasteht. Am 14. Juli 1865. um ,2 nachmittags, betraten Whymper und die Seinen als erste den Gipfel, sie sahen auf ber anberen Seite die Italiener noch ziemlich weil entfernt. Sie schrien und rollten Felsblöcke herunter, da flohen die Italie­ner und erzählten später, böse Geister hatten sie bedroht. Unten herrschte grobe Begeisterung über den Sieg, als man mit Fernrohren die von Whym­per aufgepflanzte Fahne bemerkte. Aber auf dem

Peluschken 20 bis 22. Ackerbohnen 20 bis 21, Wicken 22 bis 23. Lupinen, blau 10 bis V

'Berliner Bantfirma. Die der D. f). D. erfährt, hat sich die Firma Friedländer & Co. in Berlin an ihre Gläubiger gewandt, um einen frei­willigen Vergleich herbeizuführen. Man schätzt die Verbindlichkeiten auf nahezu 1 Mill. Mk., denen etwa 600 000700 000Mk. Forderungen gegenüber- stehen. Die Quote dürfe 3040 Proz. betragen.

' Süddeutsche Eisenbahngesell- schäft, Darmstadt. Aus dem 1,79 Mill. Rin. betragenden Reingewinn werden 8 Proz. Dioi> dende auf 20,8 Mill. Rm. Anfangskapital für die Zelt vom 1. April bis 31. Dezember 1924, also 10,7 pro ganzes Jahr verteilt. 2600 Rm. law tiemen werden ausgeschüttek und 34 210 Mk. vor­getragen.

Daimler Motorengesellschaft, Berlin. Das Rechnungswerk für das Geschäfts­jahr 1924 schliefst mit einem Gewinn von 431 673 Rm. ab. (Eine Dividende soll nach den Vorschlägen der Verwaltung nicht verteilt werden, um den Sta­tus der Gesellschaft zu stärken. Die 0. H. V. ist auf

dem unzulässige Machenschaften bri dem Hau!» kauf des llcberlanbtoerl» in Friedberg vorge­worfen wurden. Provinzialdirektor Graes be­stätigte. hab die Vorwürfe gegen den Angestell­ten berechtigt seien, bah ber Provinzialaustchuh bereits energisch eingegrissen und das unzuläs­sige Manöver rückgängig gemacht, zugleich auch dem Angestellten fein Mißtrauen ausgesprochen habe Der Mann habe daraufhin den Provinzial­ausschuh um Verzeihung gebeten. In der Aus­sprache wurde die Handlungsweise deS Ange­stellten von den Rednern verurteilt, zugleich wurde aber von seinem direkten Dienstvorgcfentcn erklärt, gegen die dienstliche Führung des De- tressenten lägen keine Einwände vor. Rach langer Erörterung zog sich der Provinzialaus­schuh zu einer geheimen Beratung zurück, in der er. wie der Vorsitzende nach Wiederaufnahme der Sitzung verkündete, ben einstimmigen Beschluss faßte, bei Gericht eine Feststellungs- klage bahingehend einzuleiten, ob die Hand­lungsweife des Angeklagten ein wichtiger Grund zur Entlassung fei. Der Provin- zialtag könne sich darauf verlassen, daß ber Pro- vinzialausschuh mit allein Ernst hier dutchgrei- fen werde. Daraufhin zog der Abg. Lur seinen Antrag zurück.

Daumittel für bas llebctlanbtocrf.

Den Abgeordneten war ein Bericht über die Entstehung und Entwicklung des Hebcrlanb- werkes Oberyeffen zugegangen, worin tveitere Maßnahmen zum Ausbau ber oberhesfifchen Wasserkraft unb zur Reservebelieserung vor- geschlagen wurden. Es wurde vom Drovinziah- auSfchuß beantragt, wegen der Durchleiiung des Stromes von der Ober-Weser-A-G. ein Um- spannwerk in Wölfersheim au errich­ten und hierfür 225 000 Mk. zur Verfügung zu stellen, die aus dem Anleiheweg beschafft werden sollen. Auf Rückfrage bemerkte der Dorfitzende, das; der Staat auherdem zur Deckung der Kosten auch noch einen Betrag von 175 000 Mk. auf­bringe. Darauf wurde die Vorlage einstimmig angenommen.

Beteiligung der Provinz an der Luftverkehr-A.-G. Oberhessen-

, Lahngau

Der Provinzialausschuh suchte um die Er­mächtigung nach, die Provinz tm Falle des Zu­standekommens der Gründung bis zu 40 000 Mk. an ber Lustverkehr-A -G. Oberhessen-Lahngau zu beteiligen und das Geld auf dem Anleiheweg zu beschaffen, ferner sich an der Derkehrsgarantie für das erste Betriebsjahr bis zu 3000 Mk. zu beteiligen. Die Vorlage wurde gegen 2 Stimmen angenommen

Darauf schloh der Vorsitzende die 4 Stunden dauernd« Sitzung.

ich hierher kam Wir haben wiederholt An­gebote an die Stadt gemacht, mit der wir dauernd in Verbindung standen. Wir muhten, dah die Stabt (Sieben eine gewisse Vorliebe für Borken batte. Wir sind allen Wünschen der Stadt (Sichen bis an die Grenze des Möglichen entgegen- gekommen Heute sollte Ihnen eine Vorlage unterbreitet werden, nach der Sie die Provin­zialverwaltung ermächtigen sollten. 400 000 Mk. auszunehmen, um dafür für die Stadt (Sieben eine besondere direkte Stromleitung von Wölfers- heim nach Diesten zur Sicherstellung ihres Be­zug» zu bauen. Wir haben Diesten wiederholt ertlärt." bah wir in jedes Angebot von Borken eintreten, wir leisteten jede Sicherheit, die (Sichen verlangte, wir haben das Finanzministerium mit hinzugezogen und haben erklärtWir wollen (Stehen unter allen Umständen anschlichen, selbst wenn wir vorübergehend zulegen müssen, weil wir eS all unerträglich anfeben. dast ein Fremdling in das Derforgungsgebiet Obcrhessen herein- kommt. (AllscitigcS Sehr richtig!) Borken must nach Frankfurt- es hat dazu =,toci Wege, ent­weder durch Oberhessen oder darum herum. Für uni stand damals die Sache fo: Sollen wir i t Anfchlust an Borken an der Frage ber Ver­sorgung von (Sichen scheitern lassen ober nicht. Wir wollten natürlich alles daransetze». um (Sichen für und zu bekommen. Aber wenn Giesten sich für Borken entscheibet, kann unser Vertrag mit Borken daran nicht scheitern. Wir sind zur Feit von Wölfersheim völlig abhängig, wenn dort etwas Ernstes passiert, steht Obcrhessen einfach still. Für und ist Borken eine Lebensfrage ge­wesen. Deshalb schlichen wir jetzt mit Borken ab, selbst wenn Giesten für unS ein unsicherer Faktor ist. ES haben Duhcirde von Konferenzen stattgefunden. Wir haben uns in Besprechungen mit dem Finanzministerium auf den Standpunkt gestellt,in dem Falle ziehen Staat und Pro­vinz an einem Strang, wir toollan die Verant­wortung für das evtl. Scheitern nicht auf unsere Schultern nehmen". Giesten hat viele Rückfragen gestellt, es hat seine Herren auSgeschickt und Beobachtungen anftcllen lassen, es hat sich ein Gutachten erstatten lassen, unb auö einer privaten Mitteilung beS Oberbürgermeisters habe ich bann gehört, bah Giesten sich auf Grund dieses Gut­achtens für den Anfchlust an Borken entschlossen hat. DaS war für uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Mir und Provinzialrat Wolf war zu- gefagt worden, dast, wenn Schwierigkeiten ent- ständen, wir noch mal darüber sprechen könnten. Hns war auch zugesagt, dast wir Kenntnis von dem Gutachten bekommen sollten. Wir haben aber gar nicht! erfahren, sondern bann nur in zwei Zeilen die Mitteilung erhalten, dast Giesten sich für Borken entschieden habe.

In ber Aussprache betonte Abg. Brauer- Aiedcr-Osleiden. bet Provinzialausschust sei stets bestrebt gewesen, ber Stadt Giesten soweit wie nur irgend möglich entgegenzukommen. Der Pro- VinzialauSschust bedauere allster ordentlich, dast Dietzen mit der Ober-Weser A. G. abgeschlossen babe.

Provinzialdirektor Graes bemerkte weiter, das Lihbcrgcr W4rrk könne jetzt restlos ausgenllht werden. Zur Zeit seien Verhandlungen wegen Lohnerhöhungen in WölfcrSheim im Gange. Der Staat müsse bann auch höhere Preise für ben Strom nehmen.

Mg Lux erklärte sich mit den Aufklärungen des ProvinzialdtrektorS zufrieden, er müsse fetzt annehmen, das) Giesten dir Schuld an dem Schei­tern der Verhandlungen habe, und er bedauere, dast Giesten als oberhessische Prvvinzialhaupt- stadt nach austerhalb gegangen fei.

Prvvinzialdirektor Graes wies u. a. noch daraus bin. dast die Provinz in dem Augenblick, wo sie mit Borken zusammengeschlossen sei, über grobe Schwierigkeiten hinweg sei. Der Rheinifch- Wcstfälische Elektrizitäts-Konzern baue eine 220 000 Dolt-Leitung nach Baden. Dabei müsse er durch hessisches Gebiet, womit sich auch der hessische Staat einverstanden erklärte Dadurch sei die Möglichkeit gegeben, dast Wolfersheim unb Lihberg mit ihrer überschüssigen Produktion sich an den Rheinisch-Westfälischen Konzern an- schl testen.

2 453 239 32 Mk Ortsnetze mit Strastenbeleuch- tung und Hausanschlüfsea mit 2 969 818 65 Mk.. Wasserkraftwerk Listlerg mit 754 659.59 Ml . Transformatoren - Stationen (Gebäude) mit 502 697.85 Mark, Transformatoren-Stationen (Ausrüstungen) mit 493 730.87 Ml Drans- foimatcrcn 5000 unb 20 000 Volt mit 314 657.92 Maik. Zähler unb Schaltuhren mit 657 359 40Ml Tienftgcbäube mit 204 885 Mk.. Austenftänbe mit 306 201 19 Mk. Bankguthaben mit 552 996 Mk. Tie Schuldenseite weist u. a. au« Kapital- schuld 6 583 341 13 Mk. Rückstellung für (Er­neuerungen 2 363 120 Mk

Ter Voranschlag für 1 925 schliesst in Hinnahme und Ausgabe mit 2 750 000 Rm. ab. Rus dem CUDinbcifduf werden 2 322 500 Rm. erwartet

Sämtliche Vorlagen wurden einstimmig ge­nehmigt Vorher kamen aber noch zwei An- Gelegenheiten zur Sprache, die eine sehr lange Grörterung zeitigten Die erste betraf ben Konflikt der Provinz mit der Stadt

Giesten wegen deS Strombezugs.

Dre Stadt Giesten hat lange Zeit mit der Pro­vinz und mit der Obcr-Weser-A-G. (Grostkraft- weik Borken) wegen des Bezugs von Frcmdstrom verhandelt. Schiiestlich hat sie einen Vertrag mit der Obcr-Wcser-A-G. abgeschlossen, nach welchem diese den Fremdstrom an das (Siebener Elektrizitätswerk liefert

211 g. Lus - Rieder-Florstadt fragte nun heute die Provinzialverwaltung, wie es gekom­men sei. dast sich die Verhandlungen mit der Stadt (Sieben kurz vor dem Abschiust zerschla­gen hätten Der Staat, als Stromlicserant ber Provinz, müsse doch groben Wert daraus legen.

ten in den Avgrund. nur Whhmper und die beiden Führer Taugwal der, die sich mit aller Gewalt sest» gestemmt hatten, blieben am Leben. Zwei Tage später tarn Cairel von der italienischen Seite hinaus.

Die Bergfahrten der Brüder Zsigmondtz zusam­men mit Ludwig Purtickcller bilden den Höhepunkt in der Eroberung der Alvenwclt. denn sie dehnten zuerst bad führerlose Gehen auf daS vergletscherte Hochgebirge aus unb erlangten 1879 mit der Erst­ersteigung des schier unbezwinglichen FeldlopsS in den Zillertaler Alpen einen besonderen Triumph. 3n den austereuropäischen Hochalpen war 2lkran- der von Humboldt der Bahnbrecher, der bei seinen Desteigungsversuchen des r5 h i m b 0 r a z z 0 und Cotopaxi 1802 die grösste bis dahin von Men­schen erreichte Höhe von 5810 Meter bezwang.

Der Sarg eineS altsächstschen Königs gefunden.

Bei Restaurationsarbeiten in der schönen Ma- rienkapelle der alten Abtei von Sherborne in Eng­land Riehen Arbeiter auf einen alten Skeiniarg. in hem man menschliche Stno ten fand Der Sarg wurde als der des Honig Ethclbert erkannt, und damit sind die Zweifel beseitigt, die bisher noch über die letzte Ruhestätte dieses Sohnes von Sthei- irulf. König der Westsachsen. bestanden. Im Jahre 16->8 hatte man bei Grabungen in ber Abtei den Sarg des Königs Gthelbaid gesunden, der ein Bruder Gthelberts war. Diese beiden westsächsifchen Könige waren Brüder Alfreds d. Gr., der in der Abtei von Sbcrborne erzogen wurde. Die alten Chroniken berichten, dah diese beiden Beherrscher des alten Englands, die unter höchst schwierigen Verhältnissen um ihr Reich kämpften, von ihrem Lehnsmann Bischos Gulstan zu Shcrborne beerdigt wurden, und nachdem man den Sarg EthelbaldS gefunden, hatte man lange nach der Leiche Gthcl- oerts gesucht, die man ganz in seiner Rähe beer­digt glaubte Aber erst jetzt ist ber Sarg zu Tage getreten, cs ist kein Marmorsarg, wie der Ethcl- balds sondern ein einfacher Steinsarg Die ilebcr- rcste zeigen, dast Ethelbcrt ein Mann von kleiner Statur war. Er starb 866, 6 Jahre nach Ethelbald. Wenn auch die kurze Rccherung Ethelbcrts keine grobe Bedeutung in ber altenglischen Geschichte be­sitzt. so wird doch durch ben Fund eine historische Streitfrage geklärt, die die Gelehrten viel beschäf­tigt Hal.

Gin neuer Ausgrabungsbericht auS Aegypten.

Das ägyptische Amt für Altertümer veröffent­licht einen Bericht. In dem die Entdeckungen zu- fammengeftcUt find, die während der letzten GrabungSsaison zu Sakkara und Daschur gewonnen wurden. Die hauptsächlichen Ergebniffc, die von grober wisfenschailftcher Bedeutung find, waren bereits früher bekannt gegeben, Die einzige neue Entdeckung sind die Uebcrrefte eines wundervoll mit Kalksteinreliess geschmückten KönigswegeS am Rande ber Wüste. Diese Prunkstraste, die durch einen Brückenbogen überwölbt war, ist in ihrer Art einzig Der Bericht meldet von der jetzt aufge deckten Mastaba. die sür das Grab des letzten Pharao der 4. Dynastie Schcpseskaf gehalten wird, sic sei bereits vor etwa 103 Jahren geöffnet und noch nicht ganz durchforscht worden. Es wird erst in der nächsten Grabungssaison sestgestellt werden, ob daS Grab noch unberührt ist oder, wie so viele andere, durch Räubereien gelitten hat

Die Modeschau im Zuge.

5 ic Damen sollen selbst während der Reise jetzt die ihnen willlommenste Unterhaltung haben unb zugleich zum Erwerb eleganter Toiletten angeregt werden- Die Modeschaucn, die fich überall, nicht nur in ben groben Geschäften, sondern sogar in Ea^'s und Restaurants eingebürgert haben, wer­den selbst in den Eisendahnzug verlegt. So wurden die Paffagiere des Morgenzuges, der von London nach Harrogate fährt. Zeugen einer großen Mode- schau an der die elegantesten Mannequins der englischen Hauptstadt teilnehmen ES waren für die Probierdamen besondere Umkleideabteile eingerich­tet. und wahrend der ganzen Fahrt zogen sie in langer Parade auf dem schmalen Durchgang des D-Zuqes an den Abteilen vorüber, von Damen unb Herren höchlichst bewundert Diese neuartige

Wirtschaft.

Kreditprobleme der Gegenwart.

Der Kapitalbebars ber deutschen Wirtschast entsteht nicht nur aus ber bekamt len , Flucht in die Sachwerte", fonbern auch fortlaufend aus den nottoenbigen Ersahanschaffungcn, Verbesse­rungen unb Erweiterung en brr Produktion. Dem Debars gegenüber reicht bas Angebot an Kapital bei weitem nicht aus. Das Dollseinkommcn wirb auf etwa 25 Milliarden Mark gegen 40 Mill ar- den Mark vor dem Kriege geschäht. Stellt man diesem Mi Übereinkommen die um 30 bis 40 Pro­zent erhöhten Preise gegenüber unb berücksich­tigt man die vier- bis zehnfach höhere Steuer­leistung. bann kann für eine Reubildung von Kapital burch Sparen nicht viel übrig bleiben. Geschäftlich drückt sich biefe Tatsache In der Formel aus. hohe Kosten, kleiner Umsatz, hohe Preise. Run sind zwar bie Depositen ber Danken erheblich gestiegen. Das kommt in ber Haupt­sache aber baher, bah ber Mangel an Kapital die Betriebe zwingt, erhöhte Kafsenbestänbe zu haften. Der kurzfristige Charakter biefer (Selber bestimmt ihre Derwenbung. Eie finben in erster Linie am Gelbmarkt Unterkunft, b. h als kurz­fristig gegebenes tägliches Gelb. Der in ber Hauptsache langfristige Krebitbedars ber Wirt­schaft kann bagegen von ben Banken nicht be» friebigt werben. So ergibt fich ber bic Lage ber Volkswirtschaft trHberfplegelnbc Zwiespalt: am Kapitalmarkt großer Mangel an langfristigem Kapital, am Geldmarkt Uebersluh an kurzfristigen Geldern. An dieser Gestaltung sind in besonderem Maße auch die öftentlichen Kassen beteiligt, die zeitweilig über 1 Milliarde Mark unb mehr zur Verfügung hatten. Telle dieser (Selber sinb zeit­weilig banktechnisch salsch unb volkswirtschaftlich bedenNich verwandt worden. Die inzwischen er­folgte Verständigung sicht auch langfristige Ver­wendung für einen Teil dieser Gelder vor: ein erheblicher Teil sucht jedoch nach wie vor Anlage am Gclomarft. so dah die zu beobachtende Flüssig­keit nicht zuletzt auf bie öffentlichen (Selber zu­rückzuführen ist. Mit bem Aufhören bes Heber- ftusses bezw. ber Zurückziehung dieser Gelder werben neue Schwierigkeiten entstehen.

DaS Problem aller Probleme sinb bie aus- länbischen Kredite. Die so viel beklagte Zunahme ber Passivität unserer Hanbclsbilanz ist zu einem groben Teil aus bic Umwanblung der ausländi­

schen Ärcbitc in Waren zurückzuführen. Sofern die auslä'-bifchen Kredite zur Umwandlung in Mark-Zahl gsmMeln verwand! werben müffen fte inflationistisch wirken wenn nicht b e Reichs- dank ihre Kredite einlchränkt. Da d.es in völligem Umfang nicht möglich ist. fo besteht tatsächlich die Gefahr der Goldinslation. wenn bie Aus« lanbtreblte in höheren Beträgen herein,ommen. BolkSwirt'chastftch betruch'.et finb bic auslänbi- schen Krebite in gewisser Beziehung nötig, um den dringen st en Kapitalbedarf zu stillen: sie haben tatsächlich eine gewisse Entsvamning am Kapitalmarkt Herbeigeführt unb insbelonbere zur Senkung ber Zinssätze am Gelbmarkt beigetragen. Wenn auch der hohe Devisenbestand der Reichs­bank bis >u einem gewissen Grade eine Sicherung für die fpätere Rückzahlung barsteift, so bebeuten die hohen Zinsen doch eine nicht unerhebliche Belastung der Zahlungsbilanz aus lange Zeit. Betriebswirtschaftlich sind die ausländ schen Kre­dite auf jeden Fall eine Gefahr, weil sie einen zu großen Anteil des Gewinnes verschlingen unb bei schlechter Konjunktur den Betrieb in Zah­lungsschwierigkeiten bringen. AIS notwendiges Hebel müssen sie bald einer anderen Art Finan­zierung weichen. HebrigenS ist (wie vielsach über­sehen wirb» bie Erhältlichkeit weiterer Krebite aus bem Ausland nicht so sehr von politischen Stimmungen abhängig, als vielmehr gerade von bem Gesichtspunkt der Rentabilität des Detr ebeS. Diele sicherzustellen, ist nicht nur eine privat- wirtschaftliche. sondern auch eine eminent volks­wirtschaftliche Ausgabe. Die Heilung ber Kapi- talnotfrilc muß in erster Linie von ben Betrieben selbst kommen. Reue Betriebsmetboben, Vermin­derung ber Kosten, nichtige Preise, großer Um­satz. Steigerung ber inneren Kaufkraft, Sparen unb Bildung von Rcukapital. Das sind die Ent­wicklungsstufen auf einem noch sehr beschwer­lichen und dornenvollen Wege. Die Wirtschasts- politik. insbesondere die Steuer- und die Sozial­politik. muß wieder mehr aus bic Lcbcnsinoglich- keiten der Einzelwirtschaften Rücksicht nehmen, anstatt sie wie bisher nach Möglichkeit zu drücken.

-MakfcaMni

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* Fellen & Guilleaume C a r l s w e r k, A. (tz. K ö l n - M u l h e i m. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Reingewinn von 4 064 279 Mk. ab, aus dem vier Prozent Dividenden und 2 Proz. Superdividende verteilt werden. Rach Zu­wendung an den Reservefonds und Gewinnanteil für den Aussichtsrat werden 208 891 Rm. vorge- traflen. Im Bericht führt der Borstand aus, daß bie Gesellschaft eine zwar nicht starke, ober ziemlich stetige Beschäftigung gehabt habe. Der Bericht be­tont weiter, die schweren Lasten, die auf der Wirt­schaft liegen. Die Gesellschaft sei bestrebt, durch Ber- oollkommnung der Technik die Belastung möglichst auszugleichen. Hierbei seien berits wesentliche Vorteile zu verzeichnen, so daß die Gesellschaft der Zukunft Vertrauen entgegenbringen kann.

Beriiner

Berlin, 13. Juni. Der Probuktenmarkt war trotz erhöhter amerilanischer Forderungen ruhig, unb neigte zum Teil zur Schwäche. Mehl blieb still. Roggen mehr begehrt. Futterariikel per Herbst verschiedentlich gefragt. ES notierten per 1000 Kilo: Weizen, märt. 26? bis 2?0, do. 3uli 267 bis 267' ., Roggen, märt 215 bis 220, do. 3ah 214. Gerste, märi. 226 bis 242. Futtergerste 200 ^>is 213. Haser. märt. 237 bis 245 bo. 3uli 193 bis 198,50, Mais (La Plata) (loko Berlin) 211 bis 214, Raps 365 bis 375; per 100 Kilo: Weizenmehl 33,75 biS 36,25, Roggenmcbl 29,50 bis 31,50, Weizenkleie 13,90 bis 14. Roggen- fiele 14,30 bis 14,40, Diftoriaerbsen 24 bis 23. kleine Erbsen 24 bis 26, Futtererbsen 21 bis 24,