Ausgabe 
15.5.1925
 
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' dd>? u. dgl. desAlten Fritz" zum Dortrag I Lingen Am Sonntag wird ferner Rechts- iintoalt Lind- Grünberg einen Dortrag über dieAufwertung" batten Die Rehböcke daben hier infolge der guten Aefung im ver­flossenen Winter sehr gut ausgesetzt. Auch sind sie recht zahlreich. Außergewöhnlich gering aber ist ?cr Bestand der Hasen. Eie haben den schlim­men Winter 1923 24. der ihren Bestand so sehr minderte, noch nicht überwunden. Ebenso sind die Füchse ihrem Destand nach sehr zurückgegangen. Man sieht kaum noch solche. Das unbeschränkte Abschießen in den letzten Jahren, infolge der teuren Pelze, hat dieses schöne Wild sehr ge° mindert. Man kann tatsächlich befürchten, das) der Fuchs allmählich ausstirbt. Dicht besser wird es dein Rotwild gehen. Auch der Dachs hat im Bestand sehr gelitten.

Aus dem Vogelsberg, 14. Mai. Seitdem P f l a st e r st e i n e und Schotter R e- parationsgut geworden sind und gute Preise dafür bezahlt werden, stürzt sich das Untere nehmertum mit wahrem Heißhunger auf den Basaltreichtum des Vogelsbergs. Die früher un­rentablen BasaUsteinbrüche werden wieder in Be­trieb gesetzt, neue werden aufgemacht, und wo irgend günstige Abfuhrmöglichkeil vorhanden, schlägt man Löcher in den Riesenleib der Berge, sprengt, bricht, richtet und hämmert mit einem durch Akkordlöhne gesteigerten Eifer. Die so­genannten St eint richt er sitzen in Dretter- hütten, damit die frisch gebrochenen Steine nicht von der Sonne beschienen werden; denn die Ba- sattsteine können nur in erdfeuchtem Zustande bebauen werden. Gewandte Steinrichter ver­mögen bis zu 1000 Pflastersteinen täglich zu richten und bringen es bei einem Aktvrdsatz von 2 Pf. pro Stück zu Tageslöhnen von 15 bis 20 M k. Das natürlich bei mehr als acht­stündiger Arbeitszeit. Die Gemeinden erhalten für die älebcrlässung der Steinbrüche eine Der- güLung, die sich nach der Zahl der abrollenden Waggons richtet. Infolge des Zuzugs fremder Arbeitskräfte reichen vielfach in den von der Dasaltindustric begünstigten Orten die Wohnun­gen nicht aus, die Dachfrage zu befriedigen.

Atrcie Alsfeld.

H Alsfeld. 14. Mai. Gestern sand die festlich begangene Eröffnung der neuen Kraftpostlinien im Krei.se Alsfeld statt. Cs handelt sich um die Strecken Alsfeld-Deustadt lMain-Weser-Bahn), Alsfeld-Treysa ( Main- Weser-Bahn) und Alsfeld-Groß-Felda-Ehrings­hausen und Kirtorf-Alsfeld. Die neuen Wagen holten am Vormittag auf den einzelnen Strecken die zur Eröffnungsfeier geladenen Vertreter der einzelnen Gemeinden ab. In Treysa fand eine kleine Feier statt, bei welcher der Landrat des Kreises Ziegenhain des Ereignisses und seiner Wirkungen in trefflichen Worten gedachte, woraus Kreisdirektor Dr. Stammle r-Alsfeld namens der hessischen Gemeinden dankte. Die Wagen fuhren dann nach Alsfeld, woselbst in dem GasthausZur Erholung" ein gemeinsames Essen, bei welchem die städtische Kapelle kon­zertierte. stattfand. Ansprachen der Vertreter der Kreise Alsfeld und Ziegenhain, der Post- ucvtoaltung und mehrerer anderer Redner wür­digten die wirtschaftliche und kulturelle Bedeu­tung der Einführung der Kraftpostlinien für die Allgemeinheit, Abends um 6 Ubr fuhren die Wagen der einzelnen Strecken in Alsfeld ab und brachten die Gäste an ihren Bestim­mungsort zurück. Die neuen Wogen machen einen vorzüglichen Eindruck, sind auherordent- lich stabil gebaut und mit alle Errungenschaften der neuesten Technik des Automobilbaues ver­sehen.

Hreis Büdingen.

^.Blofeld, 10. Mai. Der heutige Sonntag Kantate brachte uns in unserem fast neuen, schmucken Kirchlein, das zur Zeit in einem Kranze blühender Obstbäume steht, einen Kun st- genust seltener Art. Musikdirektor Mül- l e r (Orgel), Friedberg, Frau Müller- Ar- mendinger (Sopran), Frankfurt a. M. und Frau Pfuhl - Flüring (Violine). Darmstadt, gaben ein Konzert, das in allen Teilen als gelungen be­zeichnet werden kann und bei den zahlreichen Zuhörern einen tiefen Eindruck hinterliest. Musik­direktor Müller spielte auf unserer schon ziem­lich gut ansprechenden Orgel Fugen von F. Men­delssohn-Bartholdy, Ioh. Seb. Bach, dasgroße Halleluja" ausMessias" von Gg. Fr. Händel. Frau Müller-Armendinger fang mit glockenreiner Stimme eine Anzahl Lieder älterer Meister, u. a. das zwar alle, aber ewig neueDie Himmel rühmen" von L. van Beethoven. Frau Pfuhl- Flöring entlodte ihrem Instrumente herrliche, weiche Töne und brachte mehrere Stücke von G. Fr. Händel, P. Martini, I. Ph. Rameau, G. Tortini zum Dortrage. Musikdirektor Müller be­gleitete mit geschickter Registrierung der Orgel Sologesänge und Violinstücke.

Hessen-Nassau.

][ Marburg, 12. Mai. Anläßlich der Einführung des Reichspräsidenten in sein Amt veranstaltete die gesamte Mar­burger Studentenschaft gestern abend einen Fackelzug, der sich von der Bahnhof­straße aus durch die im Flaggenschmuck prangende Stadt nach dem Kämpfrasen bewegte. Inmitten einer großen Menschenmenge nahmen die Stu­denten dort in einem großen Kreise Aufstellung, worauf der Rektor der Llniversität, Kons.-Rat Pros. D. Dornhäuser, eine Ansprache hielt, die mit einem Hoch auf Hindenburg endete. Die Feier wurde umrahmt von dem machtvollen Gesang der LiederBurschen heraus" und Deutschland über alles".

bl. Dillenburg, 14. Mai. Das hiesige Lehrerseminar wird zum Herbst ge­schlossen. Die letzte Klasse besucht derzell die Anstalt und wird im Oktober aus der Anstalt austreten. In das umfangreiche Gebäude sollen Behörden der Stadt untergebracht'werden. Ferner gedenkt man einigen Familien Wohnung zu ver­schaffen. Die Räume erfahren eine dement­sprechende ilmänterung. Jahrzehntelang hat das hiesige Seminar im Dienste der Lehrerbildung gestanden und bn vorigen Jahre konnte es noch auf ein 50jähriges Bestehen blicken.

Mittag- und Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine

fpd. Frankfurt a. M.. 14. Mai. Der von Bergen nach Seckbach führende Weg bildet in dem oberen Dorfteil eine g c f ä h r - lichc S-Kurve, die heute zwei Radfahrern zum Unheil wurde. Ein junges M ä d ch : n stürzte, da es sich auf dem Rade nicht halten konnte, ab und trug dabc.i lebensgefähr­liche Derlehungen davon. Darin raunte ein Radfahrer gegen ein Pferde­fuhrwerk, wurde überfahren und ) e h r e r - he bl ich verwundet, so daß er bewußtlos dem Krankenhause zugeführt werden mußte.

fpd. Höchst a. M_. 14. Mai. Die im 'Besitz von Joses Hattemer befindliche Urbans- Mühle in Hattersheim wurde heute vor­mittag durch eine Riesenfeuersbrun st zerstört. Dos Feuer brach vormittags gegen 9 ilbr in dem alten Oelmühlenbau aus und brei­tete sich, da es an den öldurchtränkten Maschi­nen, den reichen Vorräten und dem Holzgebälk überreiche Dahrung fand, mit rasender Schnellig­keit auf das ganze Gebäude aus, griff dann auf den Deubau über, setzte diesen in Brand und lohte schließlich an dem fünfstöckigen Spei­cher mit seinen bedeutenden Ge­treide- und Mehl Vorräten empor. Da die Hattersheimer. Okrifteler und Höchster Farb­werks- und Freiw'.llige Feuerwehr das Flammen­mehr nicht einzudämmen vermochten, alarmierte man die Frankfurter Wehr unter Branddirektor S chä n kers Leitung zur Hilfeleistung Diesen vereinten Kräften gelang es dann schließlich, gegen 2 älhr nachmittags den Brandherd zu lokalisieren. Es war auch möglich, den Silo, der bereits Feuer gefaßt hatte, zu retten. Dagegen wurden die alte und b i e neue Oe-lmühle, der Getreidespeicher, die meisten Wirt­schaftsgebäude und ein Teil des Wohn­hauses ein Raub der S lammen. Außer­ordentlich schlimm gestaltete sich die Gage für die unmittelbar angrenzenden Schokoladenwerke von Otto u. Quantz (Sitz Frankfurt). Diese Werke fingen wiederholt Feuer, da die brennenden Ge- treidekörncr und Mehlvorräte in ungeheuren Garben über das Dorf flogen und überall auf die Dächer niederprasselten. Unter Anwendung aller erdenklichen Abwehrmaßnahmen konnte schließlich die Gefahr der Einäscherung beseitigt werden. Kurz nach 2 älhr konnten die Wehren von Frankfurt abrücken. Die übrigen Wehren blieben als Brairdwachen an den rauchenden Trümmern zurück.. Der Brandschaden ist außerordentlich groß und wird von Fachleuten auf rund eine Million Mark geschätzt. Die Ursache des Brandes scheint nod) nicht ge­klärt zu fein. Es ist möglich, daß das Feuer durch das Heißlaufen einer Welle ent­stand. Das riesige Flammenmeer und die gewal­tigen Rauchwolken waren weithin in der Main- ebene und den nahen Gebirgen sichtbar.

Wirtschaft.

* Sie Preußische Staatsbank im Jahre 1 92 4. Die Preußische Staatsbank (See- handlung) legt nunmehr ihren Rechnungsabschluß für 1924 vor. Im allgemeinen Teil, der diesmal besonders interessieren dürfte, wird einleitend die eigentümliche Situation des Jahres 1924 besprochen, die bei beträchtlicher Geldflussigleit und starkem Ansteigen der fremden Gelder die sichere Anlage dieser Gelder mehr und mehr er­schwerte. Man versuchte mit umfangreichen un­mittelbaren Kreditbewilligungen an Industrie-' und Handelspreise der Wirtschaft zu helfen. Der Bericht gesteht sodann dieschweren und verlust­bringenden Mißgriffe" zu und betont, daß die Schuld daran neben Mängeln der sonst bewährten Geschäftsführung vor allem nicht geeigneten Per­sönlichkeiten zur Last zu legen ist. Fest steht, daß der aus dem Verkehr mit zweifelhaften Schuldnern erwachsene Verlust höher fein wird als der Reinertrag 1924; bei normalem Fort­gang hofft man die Verluste aus den Erträg­nissen der nächsten Jahre zu begleichen; eine Kapitalansammlung war daher unmöglich. Im übrigen bemühte sich die Staatsbank im Be­richtsjahr, durch Getreide- und Mühlenkredite in bester volkswirtschaftlicher Hinsicht zu wirken; der Landwirtschaft wurden 200 Millionen Ein­bringungskredite zur Ernte bewilligt, von dem Angebot guter Warenwechsel wurde im zweiten Halbjahr reger Gebrauch gemacht. Das Börsen-, Anleihe- und Konsortialgeschäft bewegte sich in engsten Grenzen. Das Personal wurde von 1135 auf 768 vermindert. Gegenüber der Goldmark­bilanz ist mit Ausnahme des Grundstückskontos ein Anschwellen aller Positionen zu erkennen. Die Gesamteinnahmen von 8 473 786 Rm. resultieren aus den Zinsen mit 5 780 885 Rm., den Provi­sionen mit 2 449 651 Rm., den Gewinnen aus Gemeinschaftsgeschäften und Wertpapieren mit 227 095 Rm., während Verwaltungseinnahmen 16 154 Rm. erbrachten. Demgegenüber erforderten Verwaltungskosten 3 332 049 Am., Geschäftsspesen 183 792 Am., Abschreibungen 159 690 Rm., der verbleibende Lieberschutz von 4 793 253 Rm. wird alsRückstellung für Kreditverluste" verwandt. Die fremden Gelder werden durch die ersten vier Positionen der Aktiven zuzüglich der Lombard­darlehen zu rund 67 Prozent gedeckt. Unter Aktiven erscheinen: Wechsel mit 190 519 331 Rrn., Lombarddarlehen mit 83 103 397 Rm., Schuldner mit 85 619 481 Rm., Kassenbestände mit zusammen 32 108 663 Rm., Rostroguthaben mit 12 441 605 Reichsmark als hauptsächlichste Poften, denen unter Passiven Gläubiger mit 402 950 288 Rm. gegenüberstehen. Der erhöhte Bestand an Wert­papieren mit 8 034 986 Rm. soll im laufenden Jahre durch gewinnbringende Verkäufe langsam vermindert werden.

v Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 13. Mai berechnete Groß- handelsinderzisfer des Statistischen Reichsamts gegenüber dem Stande vom 6. Mai ist um 0,3 v. H. auf 131 zurückgegangen.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. 0H., 14. Mai. An der Abendbörse war die Stimmung für Aktienwerte freundlich und weiter nach oben tendierend. Das Geschäft war ruhig. Die Rotizen am Montan- und Ehemiemarkt ließen neue Steigerungen ver­einzelt bis zu 1 Prozent erkennen. Recht leb­haft verlief dagegen das Geschäft am Anleihen-

und Pfairdbriefmartte, für derer. Werte Kauf­interesse anhielt und neue Kurssteigerungen zu vcrzmä.ncn waren. Kriegsanleihen gaben zum Schluß auf 0,607' nach. Die Börse schloß in fester Haltung. Deutsch.' Anleihen: bprozentige Kriegsanleihen 0,6120,610, 4prozentige Preuß. Konsuls 0,645 Bankaktien: Commerzbant 102,50, Darmstädter Dank 126,12, Deutsche Bank 125,25, Deutsche Effekten- und Wechselbant 98,25, Deut­sche Vereinsbant 79, Diskontogesellschaft 115,25, Dresdner Dank 105, Mitteldeutsche Kreditbank 99,82. Reichsbant 136,50 Rheinische Kreditbank 89, Oesterreichische Kreditaktien 7,90. QHontan» afticn: Gelsenkirchen 78,50, Klöcknerwerke 99, Mausseider 75, Caro 75,50, Rheinstahl 99,25, Kali Aschersleben 16,75, Westeregeln 21. Che­mische Werke: Badische AnUin 139, Elberfelder Farben 129, Ty. Goldschmidt 103,25, Höchster Farben 129,12. Schifsahrtsaktien: Rordd. Lloyd 73. Indust nealtien: AEG. 109. Aschaffenburger Zellstoff 94, Dyckerhofs 62, Eßlinger Maschinen 63. Hanfwerk Füssen 85,50, Holzmann 76, Inag 1,05. Gebe. Iunghans 12. Licht und Kraft 6,60, Julius Sichel 54, Wayh und Freytag 93,87.

Börsenkurse.

Datum:

B a n l n o t e n.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(In Billionen Mark auSgtbrürft. Buenot-AirrS, London, Neu» üort, Japan, 91 io de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.)

Telegraphische Auszahlung.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".!

Berlin, 14. Mai. Die in den letzten Tagen leichte Lage des Dörsengeldmarktes

mfebect Montau ....... TelluS Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutsrher Llovd . . , Lhcramilche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Hostmanu......

Anglo-Tonl.-Guano . . . . . Badische Anilin........

Lhemilche Mayer rklapür .. Goldschmidt . . Gricsl.ciinec Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung RütgerSwerke ...... Echetdeauftalt ........

Allg. Elektri-ilLIL-Gesellschatt 'öugmonn Mamkrastwerke . ..... Schustert.....

Siemens 4, Halske . . . . . .

ALI-rwerke ökleyer ...... Daimler Motoren. ...... Hepligenstaedt......

Megutn........... .

Motorenwerke Mannbetm .

Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Mctattgeselltchaft fftanffart. Pet. Union A..G Schuhfabrik Her» . . . . . . < Sichel Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel . . .

5% Deutsche llkctchSantetdr <% Deutsche Reichsanleihe .

Deutsche ReichSanlethe 3% Deutsche Reichsan leibe . Deutsche Sparpramienanleih« «1% Preußische KonsolS . 4% Hessen .... ..... 3>/»% Hessen 3°/o Hessen Deutsche Wertb. Dollar-Ank. dto. Doll °Schatz->Antrcisna.')

4% Zolltürken 5°/e Goldmerikaner - Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank . .....

Deutsche Bereinsbank . . . . Disconto Commandit Metallbank Mitteldeutsche Crcditbank. . Ocsterreichiscoe Creditanstalt. Westbank .........

Bochumer Guß ....... BuderuS ..... . . . .

Caro

»-Luxemburg .....

irchener Bergwerke. . Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . .. Kaliwerk Westeregeln. . . .. Laurahüttc ....... Oberbedarf .. Pbönir Bergbau

Frarüsult a.M.

Berlin

Schuch. Kur»

Schlichs«. Nt-en0. uBric

Schluy. flut»

Schluß» Mittag

13. 5.

14 5.

13. 5.

14 5

0.584

0.610

0.5825

0.595

0.6

U.6075

0,60

0.5925

0,595

0,73

0,74

0,34

0.740

0,75

0,302

0.30

0,355

0,02

0,63

0,64

0.64

0,75

0,75

0.72

0.7.!

0,75

0.725

0,70

0,70

0,68

0,66

94,75

94,75

94,75

94.75

92.5

92,4

92.4

92.6

9,4

9,4

9,3

9,3

37,5

37,5

40

1.37

137

139.5

139,50

102.40

102.50

102.25

102,25

126

126,12

126.40

126.40

125,4

125,25

125,25

125,25

79

79

115

115,25

115,10

115,10

103,50

103

99,90

99.82

100

100

7,95

7,9

7.9

7,9

0.11

0.11

0,2

0,2

74,5

75.9

71,25

71.25

71.5

72,25

75.5

75

77

95,50

97

96

97,75

75,75

78,5

76,13

78.50

128

130,25

128,13

129.5

16,62

16,75

16,75

16,80

20,50

21

20.50

20.60

68

68

67,25

67,62

8

8

8.25

8.25

113

115

113,70

115

97

99,25

97 40

98.75

_

96

96,25

3,2

3.2

69,50

70,25

70,25

71.12

71,50

73

72

73,40

7ö,5O

76

_

74

76

74,25

<0,40

-

125,5

121

137,75

139

137.62

138,50

0,47

0.5

102,62

103.25

103

103,1

127,9

127,75

127,75

127,62

128.10

129.12

128.40

128,30

7.2

7,2

88

90,25

14,25

90

121

121

---

107,75

109

107,25

108,25

87,75

SS

87,6

87,75

91,12

91

82,75

81,50

83.62

68,5

70,25

68.75

70,5

3.1

3,175

3,2

3.20

5,025

5,1

5,5

5,12

49

47,5

6,7

6.9

7

6.9

r

100,75

101,25

0,5

0.48

--

1.0»,

1,15

1,2

I

120

119,5

2,25

2,3

i.2

81,5

2.25

3

3,25

53,75

54

53,5

52

11,75

11.8

11,90

11,90

4,05

4,20

3

3,1

3

13 Mai

1 i. Mai

Amtliche Noti runa

ckmtlichc Notierung

Geld

Brief

Geld

Briet

!lmst-Nvtl.

168.69

169,11

168,67

169,09

Buen.-AtreS

1.676

1,681

1,666

1,670

Bril.-Antw.

21 145

21,245

21.215

21,275

Lhristiania -

70.21

ai,39

70.71

70,89

Kopenhagen

78.85

79,05

78.95

79,15

Stockholm .

112.16

113,44

112,15

112,45

HclsingsorS.

10 567

10,607

10,567

10,607

(Italien. .

17.23

17,27

17.20

17,24

London. .

20.35

20,40

20,358

29,408

Weubort . .

4.195

4,205

4,195

4,205

Paris. . .

21.83

21.89

21,90

21,96

Schweiz . -

81 185

81.185

81,19

81,39

Spanien

60.45

60,61

60,87

61,03

Japan . . .

1,758

1,762

1,768

0.419

1,772

nio de Jan- Wien tnD--

0 419

1.421

0.421

Oest. abgest

59.055

19,195

59.055

59,195

Prag ...

12,43

12,47

12,43

12,4h

Belgrad . .

6.81

6,83

6,81

6,82

Budapest. - Bulaarlen

5.887

1,055

5,907

3,065

5,887

3,055

5,907

3,015

Lissabon

20 375

20,425

20,375

20,425

Danzig. .

Ikoustantin.

89 75

SO, 95

80,77

80.97

2,28

2,29

-.27

2,28

Athen. .

7 84

7.86

7.79

7.81

Berlin, 14. Mai.

Geld

Brief

Amerikanische Noten . . . ».

4,170

4.199

Belgische Noten .......

21,16

31,26

Dänische Noten .......

78.75

79.15

20,327

20,4'7

sk-ranjösische 'Noten ......

21,88

21,98

Holländische Noten .....

Italienische Noten ......

168,33

17,21

169,19

17,2'.-

Norwegische Noten......

70,62

70,98

Deutsch.Oestcrr-, 5 löO Kronen

59,05

60.35

Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

111,87

112,43

Schweiler Noten - ......

81,12

81,62

«Lvanische Noten.......

60 80

Tschechoslowakische Notar . .

12,441

12,504

Ungarische Nolev. . ...

.865

5.885

U niversitäts-Restau rant

Plockstraße 5 Inh,: F. C. Günther Fernsprecher 198

Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen

hielt heute weiter an. Sie erfuhr sogar eine wet­tere Fortsetzung. Dies kam darin zum Ausdruck, daß erste Firmen tägliches Geld bereits mit 63/1 Prozent, angeblich vereinzelt noch darunter, erhielten. Der allgemeine Satz für kurzfristige Ausleihungen bewegte sich zwischen 71/2 bts 9 Prozent, während Monatsgeld unverändert mit 91/2 bis 114 2 Prozent genannt wurde. Diese Verfassung des Geldmarktes war es vor allem, die der heutigen Börse eine Stütze bat Der allgemeine Verkehr vollzog sich daher bei Beginn angeregt und f e ft. Den Hauptteil des Geschäftes bildeten aber unverändert die Umsätze unter der Maklerschaft selbst, da die bis­herigen Decouverts sicher noch nicht völlig ab­gelebt sind, und das Publikum ebenso wie das Ausland und die Rheinprovinz sich noch stärker zurückhielten. Der feste Verlauf des gestrigen Kassamarktes bot für Rebenwerte Anregung, die heute etwas lebhafter als sonst beachtet toaren. Am Kali- Aktienmarkt wirkten ins­besondere die Ausführungen in der Gesellschafter- Versammlung des Kali-Syndikats anregend, und am Markte der chemischen Aktien wurden die günstigen Ertragsziffern der -Höchster Farb­werke freundlich auf genommen. Als Spezialgebiet der Spekulation trat heute der Anleihemarkt stärker hervor. Die Rachrichten über Verhand­lungen zwischen der Rsichsregierung und den Parteien für eine Annäherung der Auffassungen in der Aufwertungsfrage führten zu einem Herauftreiben der Kriegsanleihen auf 0,6. Auf Gewinnficherungen hin trat jedoch später hier wieder ein Rückgang ein. Im inter­nationalen Devisen verkehr unterlag der französische Franken leichten Schwankungen. London gegen Paris 93,05. Rordische Devisen waren verhältnismäßig gut gehalten. Die Mark notierte in London 20,37, in Paris 4,56, in Zürich 123.021 '2, in Amsterdam 59,23.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 14. Mai. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 22 bis 24, Roggen (inländischer) 20 bis 23.75, Sommergerste für Drauzwecke 21.50 bis 26.50, Hafer (inländischerf 18 bis 23, Mais (gelb) 21 bis 22.75, Weizenmehl (inländisches. Spezial 0) 37.25 bis 38.75, Roggen­mehl 30.50 bis 32.50. Weizenlleie 1325 bis 13.50. Roggenkleie 14.50 bis 14.75. Tendenz: Ruhig.

Frankfurter SchkaMtviehmarkt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M. 14. Mai. Auftrieb:

3 Ochsen, 9 Färsen und Kühe, 1364 Kälber, 355 Schafe, 1939 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Kälber: Feinste Mast­kälber 72 bis 80, mittlere Mast- und beste Saug­kälber 62 bis 70, geringere Mast- und gute Saug­kälber 52 bis 60, geringe Saugkälber 42 bis 50 Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 36 bis 44, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 30 bis 35. Schweine, vollsleischige von 80 bis 100 Kg. 70 bis 74, unter 80 Kg. 65 bis 70. von 100 bis 120 Kg. 70 bis 73, von 120 bis 150 Kg. 70 bis 73, unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 64. Marktverkauf: Kleinvieh bei lebhaftem Handel geräumt, Schweine hinterlassen bei langsamem Geschäft ileberftanb.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 14. Mai. Der Produttenmartt hatte heute ein sehr ruhiges Geschäft. Die schwachen Auslandmeldungen wirkten hier etwas preis» drückend. Bei wenig älmsähen waren Gerste lust­los, Hafer ruhig, Mehl still, ebenso Futterartikel. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt 261 bis 263, do. Mai 267 bis 266,50, do. Juli 260,50 bis 260, Roggen, märt. 221 bis 224, do. Mai 222,50 bis 222, do. Juli 219 bis 218, Gerste, märt 226 bis 240, Futtergerste 200 bis 214, Hafer, märt 216 bis 224, do. pornm. 208 bis 220, do. Mai 202, Mais (loko Berlin) 199 bis 203, do. Mai 196; für je 100 Kilo: Weizenmehl 33,50 bis 36, Roggenmehl 3025 bis 32,50, Weizenkleie 14,60, Roggenkleie 16, Viktoriaerbsen 22 bis 28. kleine Erbsen 21 bis 24. Futtererbsen 18 bis 20, Peluschken 18,50 bis 20, Ackerbohnen 19 bis 20. Wicken 19 bis 21, Lupinen, blau 10 bis 11,50, do. gelb 11,25 bis 13,50, Serradelle 14 bis 15,50. Rapskuchen 15,20 bis 15,60, Leinkuchen 22,40 bis 22,80, Trockenschnitzel 9,80 bis 10,30, Tors­melasse 9.75, Kartoffelflocken 19,80 bis 20.

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(In einem Teil der Auflage wiederholt.) ß

Schwerer Auiounfall

bei Frankfurt.

Frankfurt ,a. M., 14. Mai. Im Vorort Preungesheim, rannte dec Kraftwagen- fj^hrer G. Schneider, der mit vier Personen eine sogenannteSchwarzfahrt" nach Hamburg unternommen hatte, mit dem Kraftwagen gegen einen eisernen Masd der Straßenbahn, rannte diesen um unb sauste dann gegen einen Baum, wobei das Au to- mobil vollständig zerschellte. Dabck wprde die Ehefrau Böckler aus Frankfurt sofort getötet, der Führer Schneider uni» die übrigen drei Insassen trugen Arm- und- Beinbrüche sowie s ch w e re innere Verletzungen davon und wurden in hoff« nun gslosem Zustande in das Heiliggeist' Spital eingeliefert. Rach den bisherigen amt' lieben Feststellungen befanden sich die Auw- Insassen samt dem Führer in sehr angehei­tertem Zustande.

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