Ausgabe 
15.1.1925
 
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Vrwusg vor <ni£tt «uwetcn öopdayumscn mit Ausnahme deS ZiusendiensteS für die SO-Mrl- liotren-Änleihe und die Verteilungskvsten der Kommissionen. Sollte die Summe von 55 Millio­nen Goldmark nicht erreicht werden, dann ae- wäbrt Amerika eine Stundung, erhält aber für diesen Betrag 4^/^ Prozent Zinsen bis zur voll­kommenen Lwzahlung. Auf Grund der deutsch­amerikanischen Feststellung vom 10. August 1922 erhallen die Bereinigten Staaten von Deutsch­land eine Reparationsentschädigung von 350 Millionen Dollar, die dermaßen ge­tilgt werden, daß ihnen an den Reparations­zahlungen 2V< Prozent zustehen, und zwar bis zum Höchstbetrage von 45 Millionen Goldmark im Lahre.

Don den Summen, die in den ersten vier Jahren des Funllionierens des DaweSplanes nach Begleichung aller Prioritäten übrig bleiben, erhält Belgien 1 Prozent für Restitutionen. 3m übrigen nimmt Belgien vom 1. September 1925 bis zur Tilgung seiner Prioritätssorderung mit 8 Prozent an den Iahreszahlungen teil.

Die tintrrha tungökosten für die französischen und belgische« Truppen im Ruhrgebiet abzüglich der normalen tinterhaltungskofte» die­ser Truppen in ihren Heimatgarrüsonen werden vergütet. Der Betrag der an Luxemburg gelie­ferten Kohlen- und Koksmengen für die gleiche Zeit wird als eine Sachlieferung an Frantrerch berechnet; als Geldeinnahme wird bezeichnet der Ertrag der Lizenzen, der Ausfuhrgenehmi­gung und der Zollcinnahmen sowie die Einnahme aus der Cisenbahnregie nach Prüfung der Ab­rechnung durch die Reparationskommission. Dre Kosten für die wirtschaftliche Ausbeutung des Ruhrgebiets werden von den Einnahmen der Wirtschaftlichen Ausbeutung in Abzug gebracht Und der belgischen Regierung der Restbetrag auf ihre Prioritätsforderung in Anrechnung ge­bracht. Die englische, französische und belgische Regierung stimmen zu, daß die Besatzungskosten bis zum 31. Dezember 1923 auf Sachliefe­rungen, die bis zu diesem Zeitpunkt erzrelt wurden, verrechnet werden, insofern diese Kosten nicht durch Requisitionen von Papiermark und durch Lieferungen auf Grund des § 6 der Rheinlandakte gedeckt sind. Das Abkommen ent­hält im einzelnen weitere Bestimmungen, um nachträglich in endgülliger Weise die von Deutsch­land geleisteten Reparationszahlungen unter den alliierten Staaten zu verrechnen.

Das Ende

der Pariser Konferenz.

Paris, 14. Ian. (DB/> In der Schluh- fitzung der Konferenz der alliierten Finanzminister hielt Finanzminister Clemente! eine Rede, in der er sagte: Wir haben ein Programm aus- gearbeitet, das nicht nur die Erzielung des möglichen Maximums an Repara­tionszahlungen durch Deutschland vorsieht, dessen Versagen mit vollem Recht das Weltgewissen aufgebracht hat, sondern das auch die finanzielle und wirtschaftliche Wiederaufricktung Europas vorbereiten kann, tim dieses Ziel zu erreichen müssen wohl noch viele Probleme gelost werden, in deren erste Reihe ich die Regelung der in ter al ti* ier t en Schulde »frage in einem friedlichen, ja ich möchte sagen, brüderlichem Geiste stelle.

Der Vertreter der Vereinigten Staaten, Bot- schafter K e l l v g, erklärte: Er habe V e r- -i trauen zum Dawesplan, der auf soliden Geschäftsgruudsätzen aufgebaul sei und für dessen Gelingen sich das Volk der Vereinigter Staaten, lebhaft interessiere.

Ministerpräsident Herriot erllärte: Das Be­streben seiner Regierung sei, in der Welt normale Arbeitsbedingungen, Vertrauen und Sicherheit wiederherzustellen. Die französische Regierung wende ihre ganz besondere Zuneigung der großen Famllie zu, deren Bildung der große Krieg herbeigesührt habe, der großen Familie der Alliierten. Die Tatsache, dah diese Famllie der Alliierten einig bleibe, sei das Hauptunterpfand der progressiven Wiederher­stellung der Ordnung in Europa und in der Well, die Frankreich mit Herz und Geist erstrebe.

Amerika und Rußland.

Möglichkeit einer Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen

London, 15. Jan. (WTB. Funkspruch.) Daily Telegraph" berichtet aus Reuport, dah verschiedene größere amerikanische Geschäfts-Kon­zerne. die mit Rußland wegen Ausbreitung ihrer Betriebe und der Ausfuhr von Handelswaren Verhandlungen anstrebten, über den Rück- trrtt des Staatssekretärs Hughes erfreut feien, da in einigen Monaten, wenn Kellog Staatssekretär sein werden, eine Aenderung der amerikanischen Politik gegenüber Sowjet-Rußland stattsinden könne.

In halbamllichen amerikanischen Greifen wird erklärt, daß Präsident C v o l i d g e die Absicht hat, eine besondere parlamentarische Kommission zur Prüfung der WieLerauf- nahme der diplomatischen Beziehungen zur Sow­jetregierung einzusetzen. Der Präsident macht dies jedoch von folgenden. Bedingungen abhängig:

L Die Sowjetrsgierung verpflichtet sich, die von der provisorischen Regierung Kerenskys in 6en Vereinigten Staaten aufgenontmene An­leihe von 250 Mill. Dollar nebst Zinsen zu­rück z u z a h l e n.

2. die Schadenersatzansprüche der amerikanischen Bürger zu bewilligen, die auf Grund der Beschlagnahme amerikanischen Eigen­tums in Rußland gestellt werden,

3. sich jeder Propaganda in Ame­rika zu enthalten.

Rach Erfüllung der vorstehenden Bedingungen werden die Beziehungen vorbehaltlich einer end- gilltigen Regelung unverzüglich wieder ausge­nommen.

Die Opfer von Herne.

Die Zahl der Toten von Herne hat sich auf 25 erhöht. Bei etwa 12 Schwerverletzten liegt noch Lebensgefahr vor.

Die Berliner Antersuchungskommisstoir 'm Herne.

Mittwoch morgen ist die auS sieben Herren bestehende tintersuchmrgSkommission aus Berlin in Herne eingetrofsen. Die Kommission besichtigte sofort die tinglücksstelle. Die Vernehmung deS Lokomotivführers wird im Laufe des Tages er­folgen

Die Danziger Postdrieskaften.

Polen soll die Briefkasten entfernen. Polnische Repressalien. Ein Appell an den Völkerbund.

Danzig, 14. Ian. (WTB.) Eine von dem Oberkommissar an den Senat gerichtete Mllteilung über die Frage der polnischen Post in Danzig bestätigt, daß der Oberkvmmissar den polnischen diplomatischen Vertreter ersuchte, die nötigen Schritte zu unternehmen.

um den Status quo wiederherzustellen.

Auf eine polnische Gegenerklärung erklärte der Oberkommissar weiter: Sollte die polnische Regierung nicht in der Lage zu sein, diesem Ersuchen Folge zu leisten, so werde er den Senat ersuchen.

die Briefkästen auf seine Anforderung und auf seine Verantwortung zu entfernen

mit Ausnahme des Briefkastens an dem Gebäude des polnischen Generalkommissars, der in An­betracht der Exterritorialität des Gebäudes nicht angerührt werden dürfe. Der Obcrtommissar fügte weiter hinzu, daß er davon Rachricht er­halten habe, daß die polnische Delegation beim Völkerbund in Genf angewiesen worden sei, den polnischen Standpunkt vor dem General­sekretär zu vertreten, mit dem er ebenfalls in dieser Angelegenheit in Verbindung stehe.

Von den Meldung m der Warschauer Blät­ter fei der gestrige Bericht desKurjer Polski" hier wiedergegeben:Der Hohe Kommissar des Völkerbundes in Danzig. Mac Donnell, schlug heute dem polnischen Generollommissar, Minister Strasburger, vor, sofort die Brief­kasten in der Stadt zu entfernen. Er begründete dieses Ersuchen nicht öimil, dah Polen eine voll­endete Tatsache geschahen habe, soadern mit dem Wunsch, to ite cn Zwischenfällen vorzu­beugen. Minister Strasburger lehnte entschie­den die ©LfüIIung dieses unbegründeten (!) Wunsches ab. Hierauf antwortete der Hohe Kom­missar, Mac Donnell, dah er dann

den Senat Danzig ermächtigen werbe, die Briefkasten wegzunehmen.

In Warschau fand unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten G r a b s k i eine De- sprechung der Departementsdirektoren des Finanzministeriums stall, um über finanzielle und wirtschaftliche Druckmahnahmen zu beraten, die Danzig gegenüber angewendet werden sollen, sofern es versuchen sollte, die Streitfrage nicht auf dem Wege des Rechts, sondern auf Will­kür aus der Welt zu schaffen. Rach dieser Sitzung hielt der Ministerpräsident eine außerordentliche Besprechung mit den in Betracht kommenden Ministern ab, in der in den Abendstunden, wie amtlich bekanntgegeben wird, wichtige Be­schlüsse gefaßt wurden, die jedoch vorläufig noch geheim gehalten werden.

Wichtig in diesem Zusammenhang erscheint eine Meldung, die eine offiziöse Aeußerung des polnischen stellvertretenden Ministerpräsidenten bringt:

Die von Mac Donnell, dem Döllerbunds- kommissar in Danzig, dem dortigen diplomatischen Vertreter Polens, Strasburger, zugegangene dringende Empfehlung, die unrechtmäßig im Dan­ziger Stadtgebiet angebrachten polnischen Brief» kästen schleunigst wieder abnehmen zu lassen, widrigenfalls er dem Senat raten werde, dies selbst zu tun, wird hier von der Regierung und, der Presse mit höchster Empörung zucückgewiesen'. Das politische Komitee des Ministerrats trat gestern in den Abendstunden zusammen und be­schloß, die ablehnende Haltung Stras- burgerS gegenüber der Donnellschen Empfehlung voll zu unterstützen. Rach Beendigung der Sitzung knapp vor Mitternacht empfing der

stellvertretende Ministerpräsident den Minister Thugutt und Vertreter der Presse, denen er u. a. erllärte:

Die letzten, aus Danzig eintreffenden Rach- , richten sind geeignet, neue Unruhe zu erwecken. Sie sprechen von einer auf ben Kommissar der polnischen Republik in Danzig ausgeübten Pres­sion, ja von

Drohungen, den Danziger Senat zu eigenmächti­gem Handeln aufzustachela.

Wenn wir auch von der unbedingten Richtig­keit unserer Anordnung überzeugt sind, die sich vor ollem aus dem Geiste des Vertrags von Versailles ergibt, so waren wir doch bereit, die Sache unseres Rechts dem zuständigen Forum, also dem Völkerbund zu unterbreiten. Es ist unser Recht, zu fordern, daß alle Streitfragen in einer den internationalen Gesetzen entsprechen­den Weise erledigt werden, doch kann Polen niemals zugebcn, daß die Streit­fragen mit Gewalt entschieden werden. Auf Gewalt mühte Polen mit entschiedener und sofortiger Abwehr antworten, wobei die Kraft der Abwehr ebenso stark wäre wie die der

Gewalt.

Gegen Anordnungen, die wir nicht als legal anerkennen können, mühten wir beim Völkerbund und bei Grohmächten, die die wahren Schöpfer des Friedensvertrages sind, Einspruch euüeaen. Cs wäre uns sehr unangenehm, wenn neben dem Polnisch-Danziger Konfl. kl noch weiterer zwischen Polen und dem Vvlterbundskommissar entständen. Wir keimen jedoch leine noch so große Ration, die gestatten konnte, daß man sie in einer mit dem Rechte übereinstimmenden Weise behandle. Wir werden um keinen Preis jeman­dem erlauben, daß man uns tote eine Horde Reger behandele.

Entsprechend der Haltung der Regierung ist die Sprache der Presse eine noch erregtere. Die nationalistischen Blätter sprechen von einer Her­ausforderung Polens in Danzig.

Echo Warczawske" spricht von einem noch nie Dagewescnen. an Erpressung grenzenden Zy­nismus des Dölrerbundstominissars Donnell und fordert die Regierung zu noch tatkräftigerem Handeln auf, da man nicht darauf warten könne, dah noch vor dem Ausbau des Danziger Hafens Preußen mit Hilfe von Donnell Polen vom Meere abschneide.

Auffallend hierbei ist. daß der sonst ge­mäßigte Minister Thugutt, der die neue Lo­sung in dem Streitfall ausgab, die Aufregung künstlich weiter schürt und vor Verbtrelern der Presse Polen als auf das tiefste beleidigt hinzustellen verstand. Herrn Thugutts Ausfüh­rungen richteten sich aber nicht mehr gegen Danzig, sondern gegen den Völkerbun d und seinen in Danzig ansässigen Vertreter Mac Donnell, der den Polen schon lange ein Dorn im Auge ist. Rachdem jetzt der Völkerbundkom- missar der polnischen Regierung die Abnahme der Briefkasten empfohlen hat, Warschau sich aber in den leidenschaftlichsten Ausfällen ergeht, darf man der Entwicklung des Konflikts mit einigem Interesse entgegensehen, da bei einem weiteren Verharren Polens auf seinem bisherigen Standpunkt der Völkerbund in Aktion wird treten müssen. Rach den bisherigen Er­fahrungen, die das Deutschtum mit diesem Insti­tut machen muhte, wird auch die Danziger Be­völkerung gut tun, sich keiner allzu groben Hoff­nungen hinzugeben.

Aus aller Welt.

Explosiv» in einem Stahlwerk.

In dem Stahlwerk Julien Hütte in Dvbrek bei Beuthen, entern der größten Werke Deutschoberschlesiens, geschah durch tim* kippen einer Mulde eine schwere Explosion. Durch den Luftdruck wurden die Fensterscheiben des Werkes sowie der umliegenden Gebäude in wei­tem timkreise sämtlich zertrümmert. Das dabei ausg^brochene Feuer verbreitete sich in einem timfange von 80 Metern auf die Dureauräume und die Säureanlagen des Werkes, wodurch eine große Gefahr für wettere Explosionen entstand. Durch das schnelle energische Eingreifen der Feuerwehr ist diese Gesahr beseitigt worden. Personen sind nicht zu Schaden gekommen.

Untergang eines Dampfers.

Der britische DampferJohn Harrison", der am 26. Dezember Aewcastlc verlassen hat, ist gestern an der holländischen Küste angetrie- ben worden. Die gesamte Besatzung von insgesamt 16 Leuten ist bei den Stürmen in der Rordsee um gekommen.

Eine Hilfeleistung desSvlumbus".

Der DampferColumbus" des RoiMeut-- scheu Lloyd, der sich auf dem Wege nach Plv- mouth befand, erhiell von dem DampferPrä­sident Carnvt das drahtlose Hilsssianal: Das.Schiff befindet fich in Seenot. DerColum­bus" eilte $uv Hilfeleistung mit Volldampf her­bei. Der Dampfer befand sich eine Meile von der Küste entfernt und hatte mit der Aussetzung der Boote begonnen.

Zwei Todesopfer einer Oelschalterexplosiori.

Die Oelschalkcrexploston in dem Umformer» werk Pankow der Reichsbahn, die dir Ur­sache der Störung der Licht- und Kraftversorgung Berlins war. hat zwei Todesopfer ge­fordert.

Raubüberfall in Berlin.

In die Räume des Deamtenwirt- schaftsvereins drangen drei mit Hand­granaten und Revolvern ausgerüstete mas­kierte Männer und zwangen dort die mit dem Aufrechnen der Tageskasse beschäftigten völlig überraschten Angestellten, drei Männer und eine Frau, sich/ a> die Wand zu stellen. Während zwei Räuber die Angestellten bewach­ten, plünderte der dritte die Tagestasse, die 1000 Mk. bares Geld enthiell und füllte drei mitgebrachte Rucksäcke mit Lebensmit'-Lln. Rach­dem die Räuber dann die Tür verschlossen und mit einer Eierhandgranate gesichert hatten, flüchteten sie. Erst geraume Zell später hortr ein Wächter die schwachen Hilferufe, woraus die Angestellten befreit wurden. Die sofort cmge- stelüen Ermittlungen der Kriminalpolizei Haven noch zu Leinem Ergebnis geführt.

Typhusepidemie in Weißenfels.

Rach Blättermeldungen aus Weißenfels ist dort eine Typhusepidemie auscebrochen. Rach dem Bericht des Gesundheitsamtes ist die Ursache der Krankheit auf den Genuß von durch Typhusbazillen verunreinigter Milch zurückzu- führen. LautVorwärts" sollen insgesamt 49 Personen erkrankt sein, von denen zwei gestorben sind. DerLokalanz." weih sogar von fünf Todesfällen zu berichten.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 15. Januar 1925.

Gießener Wochenmarktprerse

am 15. Januar (Händlerpreise).

Cs kosteten aus dem heutigen Wochemnarkt: Butter 160 bis 180, Matte 35, Käse 70. Wirsing 12, Weißkraut 10, Rotkraut 15, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 50. tinterkohlrabi 8, Grünkohl 20, Rosenkohl 60, Feldsalat ICO, Zwie­beln 15, Meerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 60, Kartoffeln 5, Aepsel 10, Dirnen 12, Rüsse 60, Endivien 100 Pf. das Pfund. Eier 18, Blumen­kohl 50 bis 150, Lauch 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück.

Paketannahmedienst. Das Postamt schreibt uns: Vom 16. Januar ab sind die Paket- annahmeschaller bei den hiesigen Postämtern von 8 bis 12 tihr vorm. und von 2 bis 6 tihr nochm. (bisher 9 bis 12 vorm. und 3 bis 6 nachm.) ge­öffnet,

vS> Verkehrseinschränkung. Vom 5. Februar ab werden die Zuge Pz. 255! Londorf ab 4.47 vorm., Gießen an 5.29 vorm., und Pz. 2552 Gießen ab 6.13 vorm., Grünbera (Oberh.) an 7.34 vorm. nur noch werktags gefahren. An Sonn- u. Feiertagen ver­kehren die^e wie folgt: Pz. 2551 Londorf ab 7.29 vorm., Gießen an 6.11 vorm., und Pz. 2552 Gießen ab 9.48 vorm., Grünberg (Oberhessens an >11.04 vorm.

** timtausch der Versicherunas- karten in der Ange stellten Versiche­rung. Die Ausgabestelle der Angcstelltrnver- sicherung Gießen-Stadt (Gartenstraße 2. Seiten­bau) hat mit dem timkausch der vollbetlebten Dersicherungskarteu begonnen. Arbeitgebern, die sich und ihre Angestellten vor Aachteilen schüt­zen wollen, wird empsohlen, die in ihrem Besitz befindliche:: Dersicherungskarten möglichst bald bei der genannten Stelle vorzulegen.

** Hessi sche Auwaltslammer. Zum Vorsitzenden der Hessischen Anwaltskammer ist Iustizrat Dr. Denver $u Darmstadt, zu dessen Stellvertreter Geh. Iristizrat Winbecker zu Friedberg gewählt worden. Schriftführer ist

'^echtsanwalt Dartoriuszu Darmstadt, dessen Stellvertreter Rechtsanwalt S n g i s ch zu Gießen.

Vom Hessischen Sängerbund. Der Provrnzialverband Starkenburg des Hessi­schen Sängerbundes wählte am Sonntag in einer starkbesuchten Versammlung in Darmstadt die Provinzialvertreter zum Bundesvorstand. Der Bundesvorsitzende, Ober-Regiervngsrat Sic- gert, teilte mit. daß demnächst in Rheinhessen und Oberhessen die cntsprechLnden Wahlen statt» finden: dann werde der Bundesausschuh den Dundcschormeister wählen.

Preußen und die Saatgutbe­schaffung. Aus einer Verfügung des preu­ßischen Landwirtschaftsministers teilt der Amt­liche preußische Pressedienst mit: Soweit für die Beschaffung von Saatkartoffeln dis zur Ver^ fügung gestellten Mittel für diese Zwecke noch nicht Verwendung gesunden haben, bürfen sic zur Versorgung der Landwirte mit Sommer- saatgut, wozu auch Klee, Serradelle und ankere Sämereien zu rechnen sind, in Anspruch genom­men werden. Für die weitere Versorgung mit Saatgut hat der Finanzmmrster aus preußischer Staatsmitteln weitere 20 Millionen Mark zur Verfügung gestellt, die von den Landwirten mit 6 Prozent zu verzinsen und im Dezember 1925 zurückzuzahlen sein werden. Die 'preußische Staatsregierung hat nunmehr also zur Ver­sorgung der Landwirte mit Saatgetreide 50 Millionen Mark aus eigenen Mitteln zur Der- fügung gestellt und für diese Summe, sowie für weitere 20 Millionen Mark, die zu 10 Millionen von der Girozentrale und der Landesbanken­zentrale hergegeben sind, die Herabsetzung des Zinsfußes auf 6 Prozent auf die Staatskasse übernommen. Die Einbeziehung von sonstigen Bedarfsgegenständen der Landwirte, msbeson" öere von Kunstdünger, in diese Deschaffunge- attion hat sich leider nicht ermöglichen lassen. Der Minister ist jedoch um die möglichst reich­liche und günstige Versorgung der gesamten Land­wirtschaft mit dem erforderlichen Kunstdünger bemüht.

Keine Kriegsauszeichnungen mehr. Die im Februar 1924 vom preußischen Staatsminifterium dem R.rchswehrm.nisteriun' übertragene Abwicklung der damals noch vor liegenden Atrträge auf Verleihung des Eisernen Kreuzes ist durchgesührt worden. Jegliche Ver­leihung von KriegsauszeichnuirgLn ist unwider- ruslich und ausnahmslos eingestellt worden, ebenso Beförderungen, Charakter- und Uniform» Verleihungen für die alte Wehrmacht, das Heer und die Rkarine und das tiebevgangvhser. Die Dienststellen sind angewiesen worden, die allen­falls doch noch einlaufenden Anträge unbearbeitet und kurzhändig zurückzugeben.

** Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: Och­sen 6. Bullen I, Färsen und Kühe 13, Kälber 994, Schafe 627, Schweine 760.

Bornotizen.

Tageskalender für Donners-- tag. Sladttheater, 6^/4tihr,DerTeufelsschüler". Bortragsvereinigung: 8 tihr, Aula der tini- versität, LichtbildervortragDer Harz". Licht­spielhaus Bahnhofstraße:tim Krone und Reich". Astoria-Lichtspiele:^ulevard^ Blut".

Reichsgründungs feier. Mau schreibt unS: Wir weisen darauf hin. daß bei der am Sonntag von der Deutschen Volkspacici und der Deutschnationolen Vollspcrrtei gemein fani im Stadttheater veranstalteten Reichsgrün­dungsfeier tiniversitätsprofessor Dr. 5t ün ^et aus Frankfurt a. M. die Festrede übernommen hat. Der Genannte ist als glänzender Redner bekannt. Der Besuch der Veranstaltung kann warm empfohlen werden. Karten sind bei Chal- Her zu haben. (Siehe heutige Anzeige.)

Der Camera-Club Gießen anstaltet am morgigen Freitagabend bn großen Hörsaale der tiniverfitat für seine Mitglieder einen Lichtbilder-Vortrag über den derzeitigen Stand der Farbenphotooraphie an Hand von etwa 60 naturfarbigen Ausnahmen, die zum Teil von Mitgliedern des Camera-Clubs selbst ausge­nommen wurden. Der Vortrag dürfte auch für Richtmitglieder Interesse haben. Freurrdc der Lichtbildkunst finfc eingekaden. (Äähercs im gestrigen Anzeigenteil.)

OB ft» und Gartenbauverein Samstag abend bei Hopfeld Wttgliederversamm-' hing mit Vortrag von Gartenbauinspcrtor Aentfch (Friedberg) überUnser Beerenobst" (Siehe gestrige Anzeige.)

Wichtig für Pensionäre und Deamtenwitwen. Wie aus dem gestrigen Anzeigenteil ersichtlich ist, findet am kommende« Samstag, m'ttaHs 3Vs tihr, eine Versamm­lung aller Pensionäre und Deamtenwitwen von Gichen und timg-genb imHessischen Hof" statt beh fs Grü idung einerGruppe Gießen" des Hess scheu Pensionärvereins. Den Bericht über die bisher-ge Tätigkeit traft Vereins wird Oberreallehrer Kahd. Darmstadt, erstatten.

WettervoranHsage.

Vielfach neblig, sonst trocken und kalt,

Landkreis Gießen.

X Lang-Göns, 14. Ian. Im Jahre 192 4 wurden im hiesigen Standesamts­register 39 Geburten, 20 Sterbefällc und 19 Trauungen verzeichnet. In diesen Tagen san­den in der Turnhalle verschiedene Feiern der hiesigen Vereine statt. Den Höhepunkt der Ver­anstaltungen bildete die Feier des Turn Vereins unter RMwirkung der Durngc- meinde Griesheim bei Darmstadt. Die Turnhalle war vollbesetzt, es mögen gegen 600 Personen zugegen gewesen sein. Die Darbietun­gen, die man hier noch nicht aesehen, fanden allgemeineli Beifall. Ganz besonders vorteilhaft waren die Aeiaenvorführmrgen der Damen und deren rhythmische Bewegungen zu dem Lied LWir saßen am sonnigen Morgen", gesungen vom hiesigen Dvppclquarteti, welches auch an diesem Abend wieder mehrfach bewies, dah seine Leistungen auf großer Hohe stehen. In bester Weise verschönte auch der Orchester- verein den genußreichen Abend. Mir Worte" wärmster Anerkennung dankte der 2. Gauvor- sitzende Schneider -Butzbach unter ftarEerZu­stimmung der Zuhöver allen Mitwirkenden für ihre vom vollsten Erfolg gekrönten Bemühungen um das gute Gelingen der Veranstaltung.

T Grunberg, 14. Jan. Rach Beschluß des Eisenbahnausschusses des hiesigen Ge­meinde ratS soll sich die Bürgermeisterei mit der Verwaltung der ButzbachGrün- berger Si senbah'n zwecks Erbauung eines Wohnhauses für die Beamten auf dem in der Rahe der Eisenbahn gelegenen Gelände ins ^Benehmen setzen.

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Anfrage gerichtet, dch in der 2bei ^nser Kaiser" gef öffentlichen Sitzung

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