Saatgutbefchastung usm An Notgeld mürben ins. yfomt verausgabt 1782 961,73 Billionen Mark. Davon waren Ende 1924 noch 30 724,23 Billionen Mark in Umlauf. Die landwirlschasilichen Kredite wurden zu 6 Prozent bzw. 8 Prozent für das Jahr gewährt. Am Jahresfchluß war der Gefamtkredil in Höhe von 9 Millionen Reichsmark tdavon 3 Millionen Reichsmark für Saatgut und 6 Mill. Reichsmark für die Beschaffung von Runfl- bünger, Einstreu- und Futtermitteln) mit 3 852 163 Reichsmark 72 Pf. in 1287 Cinzelpoften in An sprach genommen. Nach Abschreibung von 173 488 Mark 96 Pf. auf Wertpapiere, die mit 1 Mark dann zu Buche stehen, und bei einem Unkostenaus. wand von 77 934,14 Mark beträgt der Gewinn 1 158 922,63 Mark.
• Seehandlung und Frankfurter Danken. Ivie die Frankfurter Zeitung erfährt, hat die Preußische Staatsbank soeben ein Ab- kommen al geschlossen, wonach diejenigen Frankfurter Bankhäuser und Banken, die Wechsel an die Verhandlung geben, sofort noch am gleichen Tage die entsprechenden Beträge bei der Frankfurter Bank zur Verfügung gestellt bekommen. Tie Veehandlung hat mit den Mehr rlot ihm gen an die Frankfurter Dan! bereits begonnen Das Abkommen Ift für die Gelddl-posttlonen am Frankfurter Platze von besonderem Wert.
' 8 Proz. Dividende im Anilin- Konzern. Am Montag Haden in Frankfurt a. M. die Bilanz-Besprechungen der Gesellschaften des Anilin-Konzerns stattgesunden. Wie dem „DHD." von der Berliner Verwaltung der A G. für Anilinfabrikation mitgeteilt wird, ift mit einer Dividend? von 8 Proz. zu rechnen.
* Badische Anilin- und Sodafabrik, Ludwigshafen. Vach Erkundigungen der „* *$). A Z." trifft eS zu, daft vor turzem Besprechungen mit der VorSk GlektriSk- kvael Stoss A G. über gemeinsames Vorgehen auf dem Gebiete der norwegischen Stickstofferzeugung stattgefunden haben. Diese Verhandlungen haben jedoch zu keinem positiven Ergebnis geführt. Es ist ferner richtig, daß die Gesellschaft ein Verfahren zur synthetischen Herstellung von Methylalkohol erfunden hat und mit Vorteil fabrikatorisch verwertet Cs ist auch richtig, daß sie mit dem Konzern der Deutschen Holzver- kohlung. zu welchem auch der Verein für chemisch? Industrie, Frankfurt a. M.. gehört, eine Verständigung über den Verkauf von Methylalkohol getroffen bat. Die Angaben, die in einigen Zeitungen über die Einfuhr von synthetischem Methylalkohol in Amerika gemacht wurden, sind phantastisch.
Zranlfurtcr AbendbEllr.
Frankfurt a. M, 13. Mai. Die Abend- börfe war in ihrem Unterton freundlich, aber ohne nennenswertes Geschäft, bei gehaltenen Kursen Am deutschen Rentenmarkt lagen Kriegsanleihen weiter fest, gaben aber zum Schiufr im freien Verkehr etwas nach Am Dankenmarkt konnten Reichsbankanteile 0.5 Prozent an- Aiehen. Die Dbendbörse schloß ruhig in behaupteter Haltung. Deutsche Anleihen: 5prozentige Reichsanleihen 0,584. Ausländische Renten: Zoli- kürken 9,49. Dankaiiien: Commerzbank 102.37, Darmstädter Bank 126, Deutsche Vereinsbank 79, Diskontogesellschaft 115, Dresdner Bank 105,25, Vitt l eulsche Kreditbank 99,87. Reichsbank 131.50. Oesterreichische Kreditaktien 7.95. Montanaktien: Phönix 113, Kaki Aschersleben 16,62, Kali Westeregeln 20,50. Chemische Aktien: Badische Anilin 137,75, Elberfelder Farben 128, Th. Goldschmidt 102.62, Vchiffahrtsaktien: Vordd. Lloyd 71.50. 3nbuftricatticn: Adlerwerke Kleyer 3,10, AEG. 107,75. Afchassenb. Zellstoff 91. Dycker Hoss ä Widmann 62.37, Gßlinger Maschinen 65, Frankfurter Maschinen Pokorny & Wittekind 57,25, Spinnerei Hammer len 25,12, Fnag 1,10, Rheinmetall 53. FukiuS Sichel 53,75, Siemens & Halske 68,50, Voigt und Häffner 87, Wayß und Frey- tag 92, Stuttgarter Zucker 3.
Berliner Dorfe.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers"^
Berlin. 13. Mai. Die gestern abend eingetretene Entspannung wirkte auf die heutige Börse günstig ein, ebenso der glatte Verlauf der letzten Terminabwicklungen und der Getreideabschlüsse. Die Börse beurteilte ferner die schwierige Lage der deutschen Tertilindustrie etwas günstiger, nachdem die Preisverluste am englischen Wollmarkt nunmehr zum Stillstand gekommen find. Die Tendenz des Marktes war unter diesen Gesichtspunkten von vornherein f c st. In einer Reihe von führenden Spekulationswerten besteht noch ein Decouvert, was zur Erhöhung der Kurse infolge Deckungen beitrug. Die Befestigung erstreckte sich heute gleichmäßig auf alle Märkte. Das Publikum scheint aus seiner bisherigen Zurückhaltung herauszutreten, und auch das Ausland tritt wieder als Käufer hervor. namentlich Holland. Eine lebhafte Vvrstoh- ahion unternahm die Spekulation am Markt der heimischen Staatsanleihen, indem sie einmal die Ausführungen des neuen Reichspräsidenten bei der Amtsübernahme zu ihren Gunsten auslegt und weiter hartnäckig behauptet, daß neue Anträge im Reichstage zur Verbesserung der Aufwertungsvorlage zu erwarten seien. Schuhgebietsanleihen und andere Staatsvapicrc sind fester. Hypothekenpfandbriefe schlossen sich der freundlicheren Strömung an. Der Geldmarkt behält sein flüssiges Aussehen. Tägliches
Börsenkurse
Geld 7,5 bis 9 Prozent. Monatsgeld 9.5 bis 11 Prozent. Am Devisenmarkt gab der französische Franken feine gestrige Besserung wieder her. Die Mark notierte in London 20.37. in Paris 4,58. in Zürich 123.025, in Amsterdam 5952.
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4.05
—
_
2,975
3
3,1
—
Devis?ktma'"t Verkin—Frankfurt a. M.
(Sfn Billionen Mark ausyedrückt. BuenoS Aires, Strnbor, Neu- vork, Japan, Mo de Janeiro für eine Einheit, Wien erb Budapest für 106000 Emheiten. alles übrige für 100 Einheiten.)
Telegraphische Auszahlung.
12 Mai
13. Mat
Ämtlichc Noli rang
Amtliche Noticruna
'^elb
Bries
Gelb
Brief
Kmst.-Roti.
168.67
169,09
168.69
169,11
Buen.-Aircs
1.653
1,657
1.676
1,680
Brss.-Anlw
21,21
21,27
21 145
21,245
Gbrlftianla
70,33
70,51
70,21
70,39
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79,05
79,25
78,85
79,05
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112,46
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7.91
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Banknote
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Berlin, 13. Mai.
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Brief
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Belgische Noten
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Dänische Noten . .......
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Englische Noicn...•••••
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Französische Noten ......
21,81
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vollänbische Noten......
168,28
169,14
Italienische Noten ......
Norwegische Noten......
17,23
17,31
70,08
70,38
T cntsch-Lestcrr-, 5100 Kronen
59,05
59,3.1
Rumänische Noten......
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Cchwebische Noten......
111,87
112,43
Cchwcitcr Noten ......
81,13
81,53
Cvanische Noten ....... Tschechoslowakische Noten . .
60,58
60.85
12,444
12,501
Ungarische dielen . . ...
>.877
5.897
Sranffyrtct lÄetrerdebörfe.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M., 13. Mai. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 22 bis 24, Roggen,
in ländischer 20 bi* 23,75, Sommergerste für Brau zwecke 21,50 bis 26,50, Hafer, inländischer 18 bis 23, Mais, gelb 21 bis 22,75, Weizenmehl, inländisches «Spezial 0) 37,25 bis 38,75, Roggen- mehl 30.75 bis 32,50, Weizenkleie 13.50 bis 13,75, Roggenkleie 14,50 biS 14,75. Tendenz: stetig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 13. Mai. Der Produktenmark! war im Einklang der höheren Auslandspreise Miet besonders für Weizen. Hohe AuslandSforderun- gen für Brotgetreide zeigte man wenig Inter- effc Gerste, Hafer und Futtsrartikel bei wenig veränderten Preisen ruhig. Mehl bleibt gefragt. SS notierten für je 1000 Kilo Weizen, mark. 261 biS 263. do Mai 267 50, 3uli 223 bis 226, Roggen, mark. 223 biS 226, do. Mai 224, do. Juli 221 bis 221.50. Gerste, märk. 224 dis 238. Futtergerste 198 bis 212. Hafer, mär!. 216 biS 224, do. pomm. 208 bis 220, do Mai 202,50, Mais.fr. Hamburg 197. do. loko Berlin 200 bis 205, für je 100 Kilo: Weizenmehl 33,50 biS 36,50, Roggenmehl 30,25 biS 32.75, Weizen - Hcie 14,80 bis 15, Roggenkleie 16,20 bis 16,30, Diktoriaerbsen 22, bis 28, kleine Erbten 21 bis 24, Suttererbfen 18 bis 20, Peluschken 18,50 bis 20, Ackerbohnen 19 bis 20, Wicken 19 biS 21, Lupinen, blau 10 bis 11,50, do. gelb 11,25 bis 13,50, Serradelle 14 bis 15,50, Rapskuchen 15,20 bis 15,60, Leinkuchen 22,40 bis 22,80, T rocken- schnitzel 10,40 bis 10.60. Torfmelasse 9,50 bis 10, Kartofselfkocken 20, Zucker 17,50 bis 18
Buntes Wertet
Sportsischersi: nd Fischer Schutz.
Auf der kürzlich in oagoiii.-... avgehaltenen zweiten Hauptversammlung des ..Schutzverbandes der Bayerischen Sportangler e. B." erstattete der 1. Dvrsihende des SchuyVerbandes. Herr Eisvogel, Bericht über die bisherige Tätigkeit des Verbandes, der sich in eingehender Weife der Fnteressen der bayerischen Sportfischer annimmt und darauf hinwirkt, durch Anwendung der gefehlichen Bestimmungen, die wohl vor- banden sind, um die sich aber niemand kümmert, oen früher überall in Bayern vorhandenen Jisch- reichtum wieder herzustellen und den tmtibge- rechten Betrieb der Fischerei durch feine Mitglieder zu fördern. Es wurde zum Ausdruck gebracht. daß daS bayerische Fifchereigefetz. obwohl es noch unter den deutschen Bundesstaaten das beste fein mag, trotzdem sehr reformbedürftig ist, und daß bei einer Reuregelung darauf hin- zuwirien ist, daß auch insbesondere die Sportfischer gehört werden. Die bisherige Dvrstand- schafi, bestehend aus den Herren Eisvogel. Dr. Schindler, Rechtsanwalt Dogl, R. Storz. Direktor Zick, Dr. Feustel, Obermedizinalrat Dr. Wohl- muth. Kipfer, Herold, G. F. Mayer. Schwarz, Direktor Brennecke wurde wiedergetvähli unter Hinzuziehung je eines weiteren Beisitzers 8er neu in den Schuhverband aufgenommenen Vereine, des Fischerbundes Roris und des Reu- buiger Anglerklubs. Der zum Derbandsorgcme de- Schutzverbandes gewählten schönen illustrier-- ten Zeitschrift ^Der Sportfische r", herausgegeben vom Fischerrisportverlage Dr. Hanns Schindler. München II. Karlstraße 44. wurde uneingeschränktes Lob ausgesprochen. Ais Ort der nächstjährigen Hauptversammlung wurde Rürn- berg gewählt, in dem sich zwei angeschlossene Vereine befinden.
Der frnnzösische„BaterderFluqkunst".
Ein Pionier des Fliegens ift mit Element Ader gestorben. Der 84jährige, der dieser Tage in Toulouse verschied, gilt in Frankreich als „der Baker der Flugkunst", obwohl seine in den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts unternommenen Versuche zu keinem praktischen Ergebnis führten. Ader halte sich von früher Jugend an dem Flugproblem zugewendet, und wie unser Lilienthal nahm er sicy den Vogelflug zum Vorbild. Er hatte sich in seinem Garten zu Passy einen großen Vogelkäfig erbaut, von dem aus er die gefiederten Flieger beobachtete 1866 begann er mit dem Bau einer Ftugmoschme, die nach vier Jahren vollendet war. Seine Versuche mit dieser „Eole" genannten Maschine wurden ganz geycim angesteUl, und es ist nicht erwiesen, ob er einige Fuß damit geflogen ist, wie er behauptete. Ein zweites Modell ging bei einem Versuch zu Satory zugrunde. Seine dritte Maschine, die er „Avion" nannte, wurde am 14. Oktober 1897 in Gegenwart von Vertretern des französischen Kriegsministeriums erprobt: es war eine merkwürdige Konstruktion mit fledermausartigen Flügeln und zwei Schraubenpropellern, die mit einer Dampfmaschine angetrieben wurden. Der Versuch fiel aber nicht so aus, daß die Behörde Zutrauen zu der Erfindung gefaßt hätte, und deshalb wurde die Verwertung der Erfindung durch die Regierung abgelehnt. Dieser Schlag traf Ader so schwer, daß er alle tteitere Arbeit ausgab, seine Entwürfe und Maschinen verbrannte und sich in sein Heimatdorf Muret zurückzog. Erst nach dem großen Aufschwung der Flugtunst wurde man wieder auf seine Arbeiten au!-uerksam, und er erhielt nun als Vorläufer vielfache Eftritngen, wurde Kommandeur der Ehrenlegion, betomm: jetzt ein Denkmal, und die fron« zcchscheu Militärstugmafchinen werden nach seiner Maschine .Amons" genannt.
Die größte Zelkung der Welt.
Vor kurzem gaben die „Neuyork Times" die größte Zeitungsnummer heraus, die jemals die
Rotaliansmnschine verließ. Sie stellt mH ihren in 12 Sektionen eingekeilten 192 Seiten großen amerikanischen Format» fast ein Lexikon dar. Die Auflage von 565 000 Exemplaren wiegt 875 000 Kilogramm. Der Transport diefer Auflage würde einen Güterzug mit 87 Wagen erfordern.
Büchertisch.
Der Verlag Brodhaus kündet das Mille Mai beginnende Erscheinen des K l e i n e n B r o d • h a u s oii, eines einbändigen Handbuchs des Wissens. Hal schon der vierbändige „Reue Vrockhaus" in den paar Jahren, die er als erstes größeres Friedenslsrikon vollständig vorliegt, seine allseitige Brauchbarkeit und unüdertreffNche Zuverlässigkeit bewiesen, so wird der Kleine Brodhaus gewiß in noch weiteren Kreisen der unentbehrliche Liebling des deutschen Volkes werden, schon weil er trotz feinet Fülle von Stichwörtern (4i> 000) und der zahlreichen bunten und schwarzen Abbildungen und Karten (5400) in schmuckem Einband bei Subskription nur 21 Mark kostet. Und wem diese Ausgabe auf einmal luftig fällt, der kann auf die Liese- vungsausgabo subskribieren die in zehn vier- zehittagigen Lieferungen zu je 1,96 Mark erscheint, so do« dioier Iostbare Biidungcstosf während ungefähr eine halben Jahres wöchentlich nur 95 Ps. erfordert. Wir werden unsere Leser über die Lieferungen unterrichten.
- Die .Große Welt", das elegante Magazin, bringt in dem neuesten Hest eine ganze dreiaktige Komödie von Etienne Michel Karl Freund Plauderi allerlei Filmgelreimnisse au8 und Andreas Lahko führ! ans nach der Wunderinsel Ceylon. Dunkler Aberglaube wird in Hülsens Rovelle .Das Käuzchen" grelle Wirllichkeit. Bilder vom Film des Monats, von 5^ünftle- rinnen und überdies Anekdoten. Rätsel und Illustrationen. (Leipziger Verlagsdruckerei G. m. b. H.. vorm Fischer & Kürsten. Leipzig, ZohanniS- gasse 8.)
Das soeben erschienene Hest Rr. 13 der „Lustigen D l ä f t c r". zeichnet sich durch seine reichhaltigen Jlluftrationen aus Das Titelbild inauguriert mit einem reizenden Freilichtbild von Geslwicki den FrühlinA Zahlreiche Scherze und satyrisch' Gedichte sowie eine reizende Humoreske von Rudolf Prcsber vervollständigen das Heft.
— Von der Verlagsabt. der Speditionsfirma: Andree & Wilkerling. Hamburg 1. ist ein neuartiges kleines Weltadreßbuch (1925) der Spediteure, Reedereien, Banken. V^rficherungS- gesellschafien, BezugSguclien l^ndustris-Handel) in sechs Sprachen herausgegeben. 274
Rundfunk-Programm
des Frankfnrter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Freitag, 15. Mai:
12 Uhr: Aachrichtendienst./ 3 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 3.30 Uhr: Vortragszyklus des Stadtgesundheilsamles: Anläßlich des 62. Stiftung-feste« des Zahnärztlichen Vereins zu Frankfurt a. M.: „Die Zahnpflege in den Schulen", Vortrag von Privatdozent Dr. Kcnnad Cohn. Generalsekretär de- Deutschen Zentralkomitees für Zahnpflege in den Schulen 4 llbr: Wirtschaftsmeldungen 4.20 Uhr: Rachrichtendienst 4.30 bi- 6 Uhr HauSsrauennachmittag In Musik und Wort Programm u. a.: „3ft Gas im Haushalt wirklich feuergefährlich und gesundheitsschädlich? Vortrag von Chef-Ehentlker Dr. Becker. 6 Uhr: Wirtschaft-Meldungen. 6 biS 6.30 Uhr: Zuristenfunk. 6.30 bis 7 Uhr: Die Lefeftunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fortsetzung). 7 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 7 bis 7.15 Uhr: Die Besprechung. 7.15 bis 7.30 Uhr: Esperanto-Unterricht. 8 vis 8.30 Uhr: Anläßlich des „Heiligen Jahre-": „Sprachliche und prattische Winke für Ftalienreisendr". 8.30 bi- 9.30 Uhr Tanzmusik von Fonnys Hawaiian-Band Wiesbaden. 9.30 Uhr: Rachrichiendienst. Wettermeldung, Sportbericht. 10 bis 11 Uhr: Die Lokaldichtung. (Frankfurter Dichtungen aus alter und neuerer Zeit.) 16. Abend: Gedichte und Erzählungen von Friedrich Stoltze.
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