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/teil einen -tforttog über dke Arbeit veS Gustav-Adolf-Vereins. Er unterstützte feine Ausführungen durch eine große Anzahl sehr schöner, zum Teil bunter Lichtbilder. Umrahmt war der Vortrag von musikalischen * Darbietungen, die drei Marburger Studenten in ansprechender Weise zu Gehör brachten. Bei der Verpachtung der Fischerei in der Lumda wurden für einen Teil 200 Mark und für den anderen 195 Mark Jahres-- pacht erzielt.

V Londorf, 13. Febr. 3n Of fenbach a. M. verstarb dieser Tage der Lehrer und Kantor i. P. Adolf Vogel im Alter von 77 Jahren. Der Entschlafene hat, bevor er nach Offenbach a. M. an die israelitische Gemeinde berufen wurde, in der hiesigen israelitischen Re» ligionsgemeinde über 16 Jahre als Lehrer und Kantor segensreich gewirkt. Auch war er jähre- lcmg Dirigent des früheren GesangvereinsKon­kordia", der es unter seiner Leitung zu hoher Blüte brachte. Besonders bekannt und beliebt war Vogel durch seine ersten Hilfeleistungen bei Krankheits- und Unglücksfallen.

Londorf, 13. Febr. Bei der heutigen Brennholz - Versteigerung des Forst- nmts Rabenau wurden folgende DurchschniUs- preise erzielt: Duchenscheiter 14,80 Mk.. Eichen­scheiter 7,70 Mk., Duchenknüppel 10,95 Mk., Eichenknüppel 7,99 Mk., Kiefernknüppel 7,50 Mk., Fichtenknüppel 5 Mk., Duchenreisig 2,50 Mk., Fichtenreisig 1,20 Mk., Buchenstöcke 4,97 Mk., Eichenstöcke 3,20 Mk., Kiefernstöcke 2,92 Mk., Fichtenstöcke 1,10 Mk. je Raummeter.

t Grünberg, 13. Febr. Die Freiwil­lige Feuerwehr hielt gestern abend im .Rappen" ihre Generalversammlung ab, die von über 100 Mitgliedern besucht war. Der erste Hauptmann erstattete zunächst den Jahres­bericht, aus dem zu entnehmen war, daß die Wehr im verflossenen Jahre wieder ganz be­deutend an Mitgliedern zugenommen hat. Sie zählt zur Zeit 183 aktive Mi glieder. Dem Rech­ner wurde Entlastung erteilt. Der Vorstand, die Obleute und die Zugführer wurden wieder­gewählt. Hierauf wurden Auszeichnungen für 20-, 15- und lOjähriger Mitgliedschaft borge- nommen. Anschließend fanden eingehende Be­sprechungen über die Erbauung eines neuen Spritzenhauses, die Anschaffung einer neuen Spritze und von Schläuchen statt. Sehr begrübt wurde die Erbauung eines neuen Hochbehälters am QBartturm, durch die man nicht allein mit einer großen Wassermenge, sondern auch mit einem viel stärkeren Druck zu rechnen habe, was bei Feuersgefahr von gro­ßer Wichtigkeit sei. Bei der gestrigen H o l z - Versteigerung im hiesigen Stadtwald wur­den folgende Preise erzielt: Für 1 Meter Eichen- und Buchenreisig bis zu 1 Mk., für 1 Meter Fichtenknüpdel bis zu 7 Mk.. Hi- 1 Meter Eichen­knüppel 4 Mk., für 1 Mtter Cichenscheiter 6 Mk., für 1 Meter Kiefernscheiter 5 Mk.. für 1 Meter Eichenstöcke 8 Mk. und für 1 Meter Duchen­knüppel 9 Mk.

T Lauter. 13. Febr. Dis Gemeinde­vertretung beschloß einstimmig die Anschaf­fung einer neuen Turmuhr, da die alte schon eine ganze Reihe von Jahren unbrauchbar ist. Die Uhr soll in einer der größten Fabriken hergestellt werden. Die Lieferung wurde dem Llhrmachermeister Friedrich Jockel in Grünberg übertragen.

* Oberbessingen, 14. Febr. Am näch­sten Dienstag vormittag, 10 Uhr, beginnt in der hiesigen Gemarkung unter Teilnahme aus den umliegenden Ortschaften ein dreitägiger praktischer Obstbaum-Schnitt- und -Pflege-Kursus, veranstaltet vom Sant>- wntschaftskammer-Ausschuh für Oberhessen in Gießen durch Obstbauinspektor Wiesner.

f df. Langsdorf, 12. Febr. Gestern abend fgnd hier der 3. Vortragsabend der Liga jVim Schuhe der deutschen Kultur statt. Ingenieur Ert e l- Gießen führte den Anwesen­den mehrere Filme vor. darunter die Skagerrak­schlacht. Rachdem der Aufmarsch und die Stel­lung der einzelnen Flotten sowie v'ele Aufnah­men von Schiffen, Arbeiten aus denselben, Klar­machen zum Gefecht u. v. a. im Bilde gezeigt waren, gab Herr Emil Walther noch einige Erläuterungen. Er hat die Seeschlacht auf dem KreuzerLühow". der 23 Volltreffer und 2 Tor» pedofchüsfe erhielt, mitgemacht. Rachdem die Lützow" gefechtsunsäbig war, wurde sie ver­senkt und die Mannschaft von Torpedoboten ausgenommen. Am Mittwoch mittag fand eine Vorführung von Filmen für Kinder statt.

Kreis Friedberg.

sf. Friedberg, 13. Febr. Die im Rats­keller Hierselbst stattgehabte Versammlung des Obst- und Garte nbauvereins für den Kreis Friedberg war außerordentlich zahl­reich aus den Gemeinden des Kreises besucht. An Stelle des seitherigen ersten Vorsitzenden, des als Provinzialdirektor nach Gießen versetzten seit­herigen Kreisdirektors Gräf, wurde dessen Rnchfolger Gebhardt einstimmig gewählt. Den Geschäftsbericht gab Garteninspektor Rentsch von der Landwirtschafts schule in Friedberg. Der Verein zählt zur Zeit 1200 Mitglieder in 49 Ge­meinden, 23 Gemeinden des Kreises sind noch nicht beigetreten. Die Tätigkeit des Vereins war sehr lebhaft. Die von Oberreallehrer Rings- Hausen vorgetragene Rechnung schließt mit einem Kassenbestande von 1624 Mk. ab. Für das Jahr 1925 sind Ausstellungen von Obst- und Gemüseerzeugnissen in den Ortsgruppen, sowie Vorträge und Gemarkungsrundgänge in den Ge­meinden mit Verlosung von Obstbäumen geplant. Der Beitrag für Mitglieder wurde auf 2.50 Mk. für Gemeinden auf 15 Mk. festgesetzt. Als Bei­sitzer in den Vorstand wurden die Herren Maul, Bernhard und Schieß gewählt, außerdem gehören dem Vorstande noch alle Obmänner der mehr als 30 Mitglieder zählenden Ortsgruppen an. Rach Schluß der Versammlung fand für die Teilnehmer die Vorführung eines L e h r f i l m s im Zentraltheater statt. Die erste Vorführung

zeigte die Bekämpfung der ObstbaumschLdttnge, besonders des Apfelblütenstechers, daran schloß sich die Darstellung des Betriebs größerer Ge­müsekulturen auf Zuchtgütern, zum Schlüsse das Wachsen und die Entwicklung der Pflanzenblüten.

4 Dad-Rauheim, 13. Febr. Die jüngste Stadtverordnetensitzung zog sich in sehr regem Verlauf von 5 llhr nachmittags bis beinahe 9 ülhr abends hin. Da wichtige Fra­gen zur Verhandlung standen, nahmen etwa 80 Zuhörer daran teil, zumeist Arbeiter, Gast­wirte, Landwirte und Angehörige des Turn­vereins. Der Sitzungssaal hat sich für einen der­artigen Massenbesuch als zu Hein erwiesen. Viele Reugierige" muhten an der Türe wieder um» kehren, da der Raum im wahrsten Sinne des Wortes überfüllt war. Zur Vorbereitung des Gedenktages für die Opfer desWelt- krieges wurde ein viergliedriger Ausschuß mit dem Bürgermeister an der Spitze gewählt. Da es mit der Erlangung von Auslandkrediten immer noch seine Schwierigkeiten hat, soll bei der Kommunalen Landesban k ein Dar­lehen von 200000 Mark zu einem Zinsfuß von 11 Prozent aufgenommen werden. Zunächst soll die Aufnahme nur für ein Vierteljahr gelten. Für das im Dau befindliche Schwimmbad in der Rahe des großen Teiches (hinter dem Konihkystift) wurden weitere 9000 Mk. bewilligt, die für den Ankleideraum und weitere Hallen­bauten Verwendung finden sollen. Es ist be­kannt und auch von uns schon berichtet worden, daß die Stadt das im Januar fällige 5. Ziel der städtischen Sonderst euer vom be­bauten Grundbesitz seinerzeit erlassen hat, eine Tatsache, die überall im kommunalen Leben besondere Beachtung sand und auch anderorts Vorschläge zeitigte, die die Rachahmuna emp­fahlen. Man hat gehofft, daß nun auch das am 1. März fällige 6. Ziel dieser Sondersteuer ganz oder wenigstens teilweise erlassen werden könne. Stadtv. Krauß trat auch in heutiger Sitzung nochmals warm dafür ein, diesen Wunsch der Bevölkerung zu erfüllen. Rach Mitteilungen der Stadtverwaltung kann sie aber auf diese Ein­nahme nicht mehr verzichten. Beschlossen wurde aber, das 6. Ziel vorläufig bis April zu stunden. Rachdem kürzlich Stadtv. Rößler einen 30prozentigcn Abschlag der Mieten für die neuen städtischen Gebäude beantragt hatte, legte der Dauausschuh nach nochmaliger Prüfung er­neut seine Forderung vor, die an den von ihm ausgestellten Mieten festhält. Die Mietpreise be­wegen sich für eine 3-Zimmerwohnung zwischen 540 und 660 Marr. Der Antrag des Bauaus- schusses wurde gegen die Stimmen der Linken angenommen. Deren Sprecher lehnten unter Hin­weis darauf, daß die Friedensmiete für gleich­wertige Wohnungen nur 360 bis 450 Mark be­tragen habe, mit der Begründung ab, daß 80 Prozent der in Frage kommenden Mieter die neuen Sätze nicht auf bringen könnten. Der Verkehrskommissivn wurde zur ^Inter- Haltung des Verkehrsbureaus ein monat­licher Zuschuß von 200 Mark bewilligt, nachdem Beigeordneter Kissel die große Bedeutung des Verkehrsbureaus für die Allgemeinheit geschil­dert hatte. Zur Behebung der Woh­nungsnot ist unsere Stadtverwaltung in vor­bildlicher Weise in den letzten Jahren tätig ge­wesen. Zwei Punkte der Tagesordnung beschäf­tigten sich wieder mit den so wichtigen sozialen Maßnahmen. Für die Instandsetzung eines Hau­ses in der Dismarckstrahe wurden 4400 Mark bewilligt; außerdem wird die Errichtung eines städtischen Reubaues mit Laden und vier Wohnungen, Ecke Mittel- und Forsthausstrahe, beschlossen. Einem Gesuch der städtischen Arbeiter um eine 25prozentige Lohn­erhöhung wurde einstimmig stattgegeben. Es soll zunächst versucht werden, die Einwilligung des Marburger Verbandes zu erwirken. Versagt dieser seine Zustimmung, so soll die Lohn­erhöhung, rückwirkend vom 1. Januar ds. Js.» doch in Kraft treten. Dem L am d w i r t - schastlichen Verein wurden bis auf wei­teres jährlich 600 Mark als Zuschuß für die Faselhaltung bewilligt. Vor liegt ein Gesuch der Gastwirte und der anderen Alkohol­händler um Aufhebung der Getränke» steuer. Da die letztere etwa 60 000 Mark ein- bringt und die Stadt auf diese Einnahmequelle nicht verzichten kann, wurde das Gesuch abge­lehnt. Ein Antrag des Stadtv. Wiedermann, für die kleinen Gastwirte und Flaschenbierhändler die Steuer zu ermäßigen, soll nochmals geprüft werden. Die Pachtgelder für die Kleingärten wurden nach den vorher mit den Interessenten getroffenen Vereinbarungen festgesetzt; sie belaufen sich insgesamt auf etwa 6000 Mark. Für das Amtsgericht wurde die gesetzliche Friedensmiete auf 5491 Mark fest­gesetzt. Bei Holzversteigerungen kann die Zahllmg bei sicherer Bürgschaft bis zum 1. Juli gestundet werden. Ein Gesuch des Turnvereins 1 86 0, der monatlich um einen Zuschuß von 200 Mark bittet, damit er einen amtlichen Turn- und Sport­lehrer anstellen kann, wurde nicht direkt ab- gelehnt. Es sollen vorerst weitere Verhandlungen mit dem Verein gepflogen werden. Unter Besprechungen" wurde aus der Versamm­lung heraus eine im derDeutschen Allgem. Ztg." und in derBad-Rauh. Ztg." gebrachte Rotiz über Verlegung der Bürger­meisterei und des Polizeiamtes in andere Gebäude als irreführend b^eichnet. Der geforderten Berichtigung kann der Bürgermeister aber nicht zustimmen, da Pläne derart wirllich bestehen uno auch schon darüber verhandelt wird. (Die fragliche Rotiz ist übrigens zuerst im Gieß. Anz." erschienen und von dort aus von den genannten und weiteren Blättern über­nommen worden. Die Red.) Weiter wurde in allgemeiner Aussprache die Verdrängung der bewährten und mit den hiesigen Verhältnissen vertrauten alten Schutzleute und die zu starke Heranziehung von jungen Beamten kritisiert. Letztere zeigten eine Schneidigkeit, die von der Bürgerschaft schon mehr als Belästigung empfunden werde. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Strafanzeigen sich gegen das Vorjahr beinahe verdreifacht hätten, indem die Zahl von 700 auf 2000 angewachsen sei. Der Bürgermeister versprach, sich mit dem Vorstand deS Polizei­

amtes ins Benehmen zu setzen. Don Stadtv. Hankel wurde über die Verschlechterung des Gases, bedingt durch die Entziehung wert­voller Bestandteile, die als Rebenprodutte ab- gesetzt werden, Klage geführt. In der nicht­öffentlichen Sitzung wurde über eine Reihe von Baugelände-Ankäufen Beschluß gefaßt, ferner die Gewährung von drei Bauhilfedarlehen in beträchtlicher Höhe beschlossen.

Kreis tsajoiten.

Schotten, 13. Febr. Rachdem die oberste Forst behörde die Gehaltsgrenze der Beamten für Losholzberechti­gung auf 1450 Mk. ihres reinen Grundgehalts erhöht, haben eine große Zahl von Beamten Anspruch auf Zu t eilun g des verbillig­ten Losholzes. Wenn man bedenkt, daß tn den losholzberechtigten Gemeinden jedem Richt» staatsbeamten, ohne Rücksicht auf die Höhe seines Einkommens, Losholz zugeteilt wird, so darf man es als erfreulichen Fortschritt bezeichnen, daß wenigstens den m'mderbezahlten Gehalts­gruppen jetzt die gleiche Vergünstigung zuteil wird.

Kreis Büdingen,

ÜDüdingen, 13. Febr. liniere Gemeinde­vertretung hat int Oktober v. Js. beschlössen, einige Wohnhäuser z u erbauen, um die dringendste Wohnungsnot zu mildern. Die Baukommissivn, die sich hierauf mit der Ange­legenheit befaßte, unterbreitete dem Gemeinderat verschiedene Vorschläge, die dieser zu Beschlüssen erhob. Als Bauart wurde das Gin-Fami- lienhaus mit ausgebautem Dach stock gewählt. Als Baugelände kommen verschiedene Plätze in Frage, so das Gebiet nordwestlich der Bruchwiese, und zwar von der Bahnhofstraße durch den Garten des Obst- und Gartenvereins bis auf die ebenfalls projettierte Straße Druno- straßeReuer Weg. und diese Straßen von dem vorgenannten Schnittpunkt bis Reuer Weg. Wei­ter von der Bahnhofstraße an der Mölleret vor­bei wieder bis zur projektierten Straße Bruno» straßeReuer Weg. In diesem Frühjahr soll vorerst mit der Erbauung von 56 E i n - F a - milienbä ufern begonnen werden. Je zwei derselben sollen an die Düdelsheimerstrahe, dem verlängerten Steinweg und die verlängerte Straße an der Molkerei gestellt werden.

?" Geiß-Ridda, 13. Febr. Lehrer Lenh dahier ist jetzt 25 Jahre als Dirigent des MännergesangvereinsOrpheus" tätig. In dieser langen Zeit'vanne war es ihm vergönnt, dem strebsamen Verein ein zielbe­wußter Führer zu sein, der ihm auf gesang- wett st reitlich em Gebiete manchen schönen Sieg erringen half. Auch bei sonstigen Veranstaltungen standen die gesanglichen Leistun­gen des Vereins unter feiner Führung jederzeit auf beachtlicher Höhe. Lentz ist gleichzeitig Vor­sitzender des Sängerbundes.Umgebung von Ridda", dessen Interessen er mit gleicher Umsicht und Sachkenntnis leitet und fördert. Lange Jahre war er auch Dirigent des Männergesangvereins n g erkr a n z" zu Ridda, der ihm manchen gesanglichen Erfolg zu verdanken hat.

Etarkcnburg und Nheinhessen.

D a r m st a d t, 23. Febr. (Eigener Bericht.) Die Stadtverordnetenverfammlung bewilligte gestern für ein Wohngebäude, das 2-Znnmerwohnungen enthält, 140 000 Mk. Ferner wurden für die Gartenbauausstellung ein Garantiebetrag von 5000 Mk. und ein un­verzinslicher Kostenvorschub von 20 000 Mk. be­willigt, sowie dem hiesigen Ortsverein der All­gemeinen Deutschen Kunstgenossen- schäft für eine Ausstellung in diesem Sommer ein Zuschuß von 10 000 Mk. gewährt. Die Wohnungsluxussteuer wird mit Ablauf des 31.März außer Kraft gesetzt.

Kreis Wetzlnr.

± Dutenhofen, 13. Febr. Einen schon lange gefaßten Plan, der aber immer an der heillen Geldfrage scheiterte, will unsere Ge­meinde nun endlich doch ausführen. Die Wellergasse, die eine Verbindung der Bahnhofstraße mit der Hauptstraße Gießen Wetzlar herstellt, ist in den letzten Jahren durch den lebhaften Auto- und Fuhrwerks- Verkehr und begünstigt durch das anhaltende Regenwetter in der letzten Zett sehr stark ausgefahren und in ein reines Schlammbad verwandelt worden, sodaß sie für den ge­samten Fährverkehr, sowie auch für eine große Anzahl Arbeitern aus den Äachbardörfern, die von und nach der hiesigen Haltestelle diesen Weg zu benutzen gezwungen sind, fast unpassierbar geworden ist. Die Gasse soll nun in diesem Jahr vollständig aus­gebaut und chaussiert werden, worauf sie vom Kreis übernommen wird. Die Kosten hierfür sind mit 9000 Mark veranschlagt. Gleichfalls ist der Ausbau des fast grund­losen Verbindung sweges nach Atz- bach vorgesehen. Die Gemeinde Atzbach hat in ihrer Gemarkung schon vor einigen Jahren eine schöne Sttaße angelegt, sodaß nach dem Ausbau der diesseitigen kurzen Sttecke von der Lahnbrücke bis an den Atzbacher Damm eine gute direkte Verbindung zwi­schen linker und rechter Lahnseite bestehen wird. Der Ausbau der beißen Wege, der für unsere Gemeinde einen großen Kosten­aufwand darstellt, wird sicherlich allerseits dankbar begrüßt werden.

E Wetzlar, 13. Febr. Der Kreistag des Kreises Wetzlar beschloß in seiner jüngsten Sitzung unter dem Dorfth des Land­rats Dr. Sartorius u. a, den Haushaltsplan der Kreissparkasse für 1925 auf 47208 Mark festzusetzen, was gegenüber dem Vorjahre ein Mehr von 16000 Mk. bedeutet. Erne Wege­vorausleistungsordnung. die zur Verbesse­rung des Kreis st raßennehes dienen soll, wurde gutgeheißen. Ein von der Klein» siedelungsgefellschaft in der Kaiser­straße in Wetzlar errichtetes Beamtenwoh n-

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| paus wird auf den Kreis übernommen. Weaer beschloß man, die Bürgschaft für die aus Anlaß der Rotstandsaktion ausgegebenen und noch auszugebenden Kredite für Saat- gutbefchassung zu übernehmen und sich an den Beihilfen für die letzten Hochwasser­schäden zu beteiligen. Rach den Mitteilungen des Vorsitzenden sind durch die Hochflut wchö- den in Höhe von rund 185 000 Mt. entstanden zu deren Deckung auch der Staat mit beiträgt Die Schularztgeschäf te und die Impf- g e s ch ä f t e wurden dem Kreisarzt bis auf wei­teres übertragen. 3m nächsten Jahre soll in eine neue Prüfung der Anstellung eines be­amteten Krciskommunalarztes eingetietcn wer­den. Schließlich faßte man den Beschluß, ange­sichts der jetzt noch bestehenden Anttarheit übei die Entwicklung der Steuergesetzgebung im Rech­nungsjahre 1925 den Kreishaushalts­plan für 1924 zunächst auch für das Rech­nungsjahr 1925 anzuwenden und die für das Rechnungsjahr 1924 beschlossenen Kreis - steuern für das Rechnungsjahr 1925 als D o r auszahlungen zu erheben.

* Braunfels, 13. Febr. Heber die ge­lösten Durchschnittspreise bei den jüngsten Brenn Holzversteigerungen der Fürst­lich S o l m s s ch e n B e r to a 11 u n g ist zu be­richten: Fürstl. Forstrevier Hei st erber g, Kr Wetzlar: Duchenschetter 12,07 Mk.,-Buchenknüppel 9,70 Mk.. Duchenreifer 0,72 Mk. je Raummeter. Fürstl. Forstrevier Hungen (Oberh.): Buchen- scheiter 15.69 Mk.. Buchenknüppel 9,95 Mark, Buchenstöcke 8,40 Mk., Buchenreifer 2,30 Ml. je Raummeter.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 13. Febr. Der De­zernent des Wohnungsamtes, Stadt­rat Z i e l o w s k i, hat die Folgerungen aus den schweren Angriffen gegen feine Geschäftsführung gezogen und den Oberbürgermeister Dr. Land- mann ersucht, ihn für die Dauer der Unter» suchung von der Leitung des Woh­nungsamtes zu entbinden. Der Ober­bürgermeister hat der Bitte sofort stattgegeben. Die Staatsanwaltschaft hat gegen einige der ungetreuen Beamten des Wohnungsamtes be­reis Anklage wegen passiver Bestechung und anderer Straftaten erhoben. Die Haupt­angeschuldigten, Baurat Gresser. Kaufmann H o s ch und Abteilungsvorsteher Könemund, haben gegen ihre Haft Beschwerde eingelegt, der aber vom Oberlandesgericht nicht stattgegeben wurde. Rechtsanwalt Dr. Rhode, der als Stadtverordneter gegen das Wohnungsamt schwere Anklagen vorbrachte, wurde jetzt von der Staatsanwaltschaft vernommen und machte hier besonders belastende Aussagen. Die Stadt­verordnetenversammlung stimmte den Anträgen auf Wiedereinsetzung der Straßen­bahner in das alte Angestelltenverhältnis zu. Sie bewilligte gegen die Stimmen der Kommu­nisten die Mittel für den Ausbau des Reb- stockgeländes zu einem internatio­nalen Flughafen und stellte auch die jähr­lich zur Unterhaltung des Platzes erforderlichen Gelder von rund 90 000 Mk. bereit. Die Kommu­nisten lehnten die Bewilligung mit der Be­gründung ab, daß der Flugverkehr doch nur eine kapitalistische Einrichtung fei, und ließen sich auch durch den Hinweis, daß sie doch nicht kommu­nistischer als die Moskauer Zentrale, die starken Flugverkehr unterhalte, fein sollten, nicht ab­halten, gegen die Vorlage zu stimmen. Im Ost Hafengebiet wurden vor einigen Tagen in einem Schutthaufen drei menschliche Unterkiefer gefunden, über deren Herkunft in der Stadt die feltfamften Gerüchte umgehen Selbst die Ermittlungen der Polizei haben in der Angelegenheit noch keine Klarheit gebracht. Cs spricht vieles dafür, daß es sich bei dem Fund um wissenschaftliche Präparate handelt, anderer-» fetts ist der Umstand bemerkenswert, daß die Kiefer, wenn sie wissenschaftlichen Zwecken dienen sollten, nicht richtig präpariert waren. Man nimmt an, daß die Kiefer aus einem aus­wärtigen Institut stammten und wahrscheinlich von einem Studenten mitgenommen wurden. Es handelt sich um die Unterkiefer eines jüngerer und zweier älterer Männer.

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