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I.Jan. Der Steuer' Handelskammer- rt in Anwcs^hcit von Ministeriums solgend? it, die alsbald der Av in soll:
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4. Die AdTtläbc Regierung wird ersucht, bei 6en Reich dahin zu wirken, bah die Devcrnla- gunfl bei Einkommen-- und Körperschaf'.ssteuer für 1924 durchgeführt und die geleisteten Vorauszahlungen darauf verrechnet werden. Die Vorauszahlungen für 1925 sind alsdann nach dieser Veranlagung für 1924 zu bemessen.
Wirtschaft.
Von der Reichsbank.
3n der jüngsten ZentralauSschuhsihung der Reichsbank berichtete der Reichsbank- präfident üb;r d.e Cn toi Huna des Statut« der Reichsbank, insbesondere über den Zahlungsmittelumlauf und bic Kced.t- gewährung während der letzten Wochen, und zog auch verschiedene Termine des Jahres 1924 zum Vergleich heran, wobei er zu dem Schluß kam, daß nach dem gegenwärtigen Stand der deutschen W rlschcist und der deutschen Währung eine weitere Ausdehnung des Votenbanlk edits, sowie des Zahlungsmittelumlaufes dem Reichs- bankdirektorunn nicht angebracht erscheine. Die Diskussion zeigte eine Uebereinstimmung der 2hv sichten deS Zentralausschusses m t der Auffassung der Reichsbank. 3n di.sem Zusammenhang wurde von verschiedenen Seiten in Uebereinstimmung mit dem ReichSbankdir-ktorium der Wunsch nach Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehr« durch die berufenen Stellen geäußert. Zur Frage deS Diskontsätze« der Reichs- bank wurde seitens des Vorsitzenden bemerkt, daß c« für die Reichsbank so lange unmöglich sei, einer Herabsetzung des Dankdiskonts näherzutreten, als nicht durch die Wiederaufrichtung de« Privatdiskontmarktes zu niedrige- Acren Sähen auf natürlicher Weise der Doden für die Herabsetzung des Bankdiskonts bereitet sei. Dagegen erklärte der Reichsbankpräsident auf Anfrage, daß die Reichsbank bereit sei. für einen zu vereinbarenden Betrag von Privatbankakzepten jederzeitige Rediskontierbarkeit bei her Reichsbank zuzusichern. Gr verspreche sich damit und bei den von den Danlvertretern kundgegebenen Förderungsabsichten unschwer eine Ingangsetzung des Privatdiskontmarktes. Heber die Zweimonatsbilanzen teilte der Vorsitzende mit, daß die Reichsbank den Reichskanzler um Aufhebung seines Erlasses vom September 1924, auf Grund dessen seinerzeit die Veröffentlichung der Zweimonatsbilanzen eingestellt wurde, gebeten habe, so daß die gemeinsame Bekanntgabe der Zwischenbilanzen für Ende Februar wieder einsetzen werde.
• Der deutsche Üleberseehandel im 3 ah re 1 92 4. Rach den bisherigen Ermittlungen ist der deutsche Heberseehanvel im 3ahre 1924 trotz bet schweren Wirtschaftskrise dieser Zeit im Vergleich zu 1923 beträchtlich höher gewesen. Die noch ausstehenden Ziffern können das Gesamtbild nicht mehr beeinflussen. Im Emdener Außenhafen war der Schiffsverkehr nicht regelmäßig-, die Ankünfte erfolgten stoßweise, so daß die vorhandenen Lösch- und Ladeeinrichtungen zur Bewältigung des Verkehrs zeitweise nicht auSreichten. An manchen Tagen mußte allerdings auch verkürzt gearbeitet werden. Die Srzzufuhren waren befriedigend. Die Leistungsfähigkeit deS Emdener Hafens und des Dortmund-Ems-KanalS reichte zu ihrer Bewältigung nicht immer aus. Es mangelte weiter an Kahnraum, so daß die Seedampfer größtenteils überfällig wurden. Im Monat Dezember sind im Emdener Hafen 2000 Donnen Grubenholz, 700 Tonnen Getreide und 175 Tonnen Erze eingegangen. Die Koks- und Kohlenausfuhr entspricht noch nicht dem Stand von 1914; dagegen zeigte sich eine Belebung in der Ausfuhr von Stahlerzeugnissen, die im Monat Dezember 8400 Tonnen betrug. Auch im Hamburger Hofen ist die Zahl der ein- und ausgehenden Schiffe de« Jahres 1914 noch nicht erreicht. doch ist der Güterumschlag gegenüber jenen Ziffern um 2 928649 Tonnen gestiegen. Im Flensburger Hafen gingen im Jahre 1924 insgesamt
1129 Schiffe mit 498 317 Art. (1923 : 987 SchtNc mit 345 678 Art.) ein. Seewärts gingen 1118 Schiffe mit 493 517 Art. Im Danziger Hafen gingen im Dezember 284 Schiffe mit 159 554 Art. ein, seewärts liefen 283 Schiffe mit 164 805 Art. 3m Hafen von Brake gingen 84 Schiffe mit 81 966 Art. ein, seewärts dagegen 69 Schiffe mit 80 976 Art. In Königsberg betragen die gleichen Z fsern 110 Schiffe mit 136 969 Art. und 101 Schiffe.
" Ergebnis der Viehzählung in Bayern am 1. Dezember 1924. Laut amtlicher Zählung war in Bayern folgende Stückzahl vorhanden: Pferde 396 570, Rindvieh 3563 279, Schweine 1810 685. Schafe 625 781, Ziegen 499134, Federvieh 10675918 Stück. Gegenüber dem 1. Dezember 1922 ist eine Zunahme eingetreten bei Pferden von 12 347. bei Rindvieh von 21 767, bei Ziegen von 40 960 und bei Federvieh von 413 819 Stück. Dagegen ist bei Schweinen eine Verminderung um 44 859 und bei Schafen eine solche von 50993 erfolgt.
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(Ohne Gewähr.)
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(Ohne Gewähr.)
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Frankfurter Abendbörse.
Frankfurt a. M., 13 Jan. Die lebhafte Kaufbewegung kam im heutigen Abendveriehr zum Stillstand: auch die Kurssteigerungen fanden keine Fortsetzung. Allgemein ließ sich eine weitgehende Zurückhaltung beobachten und die Spekulation war eher geneigt, au realisieren. Der Markt blieb aber, obwohl ftd) leichte Gewinnmitnahmen e nst eilten, widerstcu^»ofä!)ig, so daß die meisten Werte in gut behaupteter Haltung schlossen. Auf dem Anleihemarkt war das Geschäft außerordentlich klein, die Kurse kaum verändert. Am Montanmarkt waren die Abbröckelungen — bis i'4 Proz. — überwiegend. Chemische Papiere behauvtcten ihren Stand. Am Glektro- marft setzten Alk.m latoren die Aufwärtsbewegung fort und erzielten einen neuen Gewinn von 3'Proz. Der Bankakticmmarkt behielt mit geringer Ausnahme ferne feste Haltung bei. Don ausländischen Renten waren türkische und ungarische Renten weiter gut brachtet. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanlcihe 0,95, 3> -Proz. Preuß. Konsols 1445, 4V.proz. 1924er Schahanweisungen 0.7, Agio-Schätze 0,75, 5proz. 1925er Schätze 0,37. Bankaktien: Allgenreine Deutsche Kreditanstalt 3,60, Barmer Bankverein 1,80, Commerzbank 7, Darmstädter Dank 14,62, Deutsche Bank 13,65, Deutsche Dereinsbank 0,35, Diskontogesellschast 19.12, Dresdner Bank 9,37, Mitteldeutsche Credit- bank 1S5, Rheinische Kreditbank 3,70, Reichsbank 71. Oest erreich ische Kreditaktien 11,05. Montanaktien: Buderus 23,25. Deutsch-Luxemburg 96,75, Gelsenkirchen 99,75, Mannesmann 70,75, Mansfelder 5,37, Phönix 60,25, Rheinische Braunkohlen 46.80, Rheinstahl 56 50, Rombacher Hütte 31. Laurahüte 7,62. Kali Westeregeln 24. Chemische Aktien: Badische Anilin 33.87, Chem. Griesheim 27,25, Scheideanstalt 26.90, Elberfelder Farben 28,50, Th. Goldschmidt 27.75, Höchster Farben 28,40. Holzverkohlung 11.37, Chemische Rhencmia 8.15. Elektroaktien: Akkumulatoren 63,
AEG. 12.40. Labmetzer 13^5. rairoporttoene: Aordd Lloyd 4. Ausländische Renten: Zolltürken 1080, Türken von 1908 8, Qltonaftir 11, l Anatolier 9,75, ilngarifdK Goldrente 10,30, 4' proz. Ungarn von 1924 9.25. 5proz. Silbermexikaner (abgcstempeU) 17,50, 3proz. Mexikaner (abgeft.) 12. Sonstige Jndustrieaktien: Kleyer 4.05, Daimler 5.90. Aschaffenburger Zellstoff 33, Zement Heidelberg 29, Dtzckerhoff und Widmann 5.10, Deutscher Eisenhandel 7. Fuchs Waggon 11,75, Holzmann 6,70 Deutsches Erdöl 61, ®cbr. Jung- hanS 13,25, Rheinmetall 12.87. Pokorntz und Wittekind 8,10. Voigt und Häffner 2,12. Badischer Zucker 4,725. Frankenthaler Zucker 5,87, Heil- bronnzucker 4,50, Offsteinzucker 4,65, Löwenbräu München 72,75.
Berliner Dorfe
(Eigener Drahtbericht des »G.chene-.- Anzeigers".)
Berlin. 13. Jan. Die Börse hat sich von den innen- und außenpolitischen Hemmungen vollständig freigemacht und es herrschte heute schon an der Vorbörse auf nahezu allen Märkten lebhaftes Geschäft, das im wesentlichen auf die Spekulation zurückzusühren ist. Am M o n t a n m a r 11 waren wiederum Käufe für rheinische Rechnung zu bemerken. Auch das Ausland beteiligte sich wieder. Int Mittelpunkte des Interesses standen Montanwerke und von diesen waren namentlich Stinnes kräftig gesteigert. Von den übrigen Werten find besonders zu nennen Petroleum, Kali um) Auto- Aktien. Am Kolonialmarkt hält sich wieder reges Geschäft, ebenso am Markt bet Auslandrenten. Die Gründe für die. allgemein feste Haltung der Jnduslriepapiere sind einerseits in den günstigen Aussichten der Industrie, andererseits in dem überaus flüssigen Geldmarkt zu suchen. Auch heimische Renten lagen ziemlich f c ft im Hinblick auf die Aussichten. daß eine Rechtsregierung zustande kommt, doch konnten sich die vorbörslichen Kurse im weiteren Verlaufe nicht halten. Der Geldmarkt blieb, wie bereits erwähnt, außerordentlich leicht. 'Tägliches Geld ist zu 8—12 Proz. p. a. angeboten. Monatsgeld 9>bis 12> Prozent. Privat-Diskont ist mit 8' gesucht.
♦
Märkte.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbencht deS „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M.. 13. Jan. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 21,50 bis 24,75, Roggen, inländ. 22 bis 24.23. Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 32, Hafer inländ.. 18 bis 22,50. Mais, gelb 22 bis 23, Weizenmehl, inländ.. Spezial 0. 39.50 bis 42, Roggenmehl 34 bis 38.50, Weizenkleie 14,25 bis 14,50, Roggenkleie 13,50 bis 14. Tendenz: Fest.
Berliner Produktenbörse.
Berlin. 13. Jan. Der Produktennrarit war weiter fest. Trotz der inländischen Zurückhaltung wirken die fortgesetzten Haussewellen des amerikanischen Marktes zurück. Roggenmehk gefragt. Cs notierten je 1000 Kg.: Weizen (mark.) 244 bis 249, Weizen (Mail 284,50 bis 284, Roggen (märf.) 234 bis 240. Roggen (März) 264.50. Roggen (Mai) 274 bis 273,75, Gerste (märt) 285 bis 296. Gerste (neue) 205 bis 291, Haler (märt) 180 bis 191, Hafer (pomm.) 170 bis 183, Mais (La Plata' 220 bis 223. Mais (Mai) 213, Raps 405, Leinsaat 420 bis 425: für je 100 Kg.: Weizenmehl 33.00 bis 35.50, Roggen» mehl 32.25 bis 35.25, Weizenkleie 16.00 bis 16.20, Roggenkleie 15.50 bis 15.70, Viktoriaerbsen 31.00 bis 34.00, kleine Erbsen 21.00 bis 23.00, Sutter» erbten 19.00 bis 20.00. Peluschken 16.00 bis 17.70, Ackerbohnen 18.00 bis 20.00, Wicken 16.00 bis 18.00, Lupinen (blau) 11.00 bis 13.00, Lupinen (gelb) 16.00 bis 16.50, Serradelle (neu) 16.00 bis 18.00, Rapskuchen 18.40 bis 18.50, Leinkuchen 26.00, Trockenschnihel 9.30 bis 9.80. Torfmelasse 9.60 bis 10.00, Kartoffelstöcken 19.50 bis 19.80.
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artikel, Kostenanschläge ohne Ber« vstlchlung. 439D A. Krawehl Stettin.
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Nach Ivjähriger Unterbrechung findet Donnerstag, den 12. März 1925 Mer MNikll mit einer Bullenversteigerung der Landwirtschaftskammer, sowie Prämiierung und Verlosung in Butzbach statt. «OD
Hauptvertrieb der Lose erfolgt durch 9t <P! o d». Bi'hback 9Betdor«rBrafic 26


