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41. Fortsetzung.

(Aachdruck verboten.)

Die rote Kaschgar

Roman von Fedvr von Zobeltih

nungen. Die Zahl der Wohnungsuchenden be­trägt gegenwärtig 4800.

Hessen-Nassau.

] [ Marburg. 14. 3an. 3m Jahre 1924 erzielten die Gemeinden des hiesigen Kreises aus dem Verkauf des G e m c i n d e o b st e s eine Einnahme von 25 670 Ml. An dec Spche steht die Gemeinde Dauerbach mit 3071 Alt. Wie die Bürgermeisterei des an die Stadt- oemarkung grenzenden Dörfchens Macbach nnt- teÜt. hat sie ein gröberes Gelände zu Siede- lungszwecken zur Verfügung gestellt.

fpd. Frankfurt a. M., 13. 3an. 3m Frankfurter Verkehr ist schon wieder eine neue Serie von Falschgeld ausgetaucht. Die aus- gedruclte Reihenfolge ist recht undeutlich. Be­sonderen Wert haben die Falschmünzer auf die Vorderseite gelegt, die gut nachgeahmt ist. Da­gegen ist die Rückseite oft bis zur Llnleserlichleit falsch und schlecht gedruckt. Auch gefälschte Einmark-Stücke wurden sestgestellt. Sie tra­gen das Münzzeichen F. sind sehr leicht und las­sen sich biegen und leicht durchbrechen. Der Rand der Münzen ist rauh und auffallend. Ein junger Bankangestellter wurde beauftragt, bei einer Bank 10 000 Mark einzukassieren. Er führte den Auftrag aus. Auf dem Rückwege wurde er von einem Herrn angeredet, der sich als Kriminalbeamter ausgab und den 3ungen veranlaßte, mit nach dem Polizeipräsi­dium zu gehen. Die Fahrt führte aber nach dem alten Präsidialgebäude. Hier muhte der Junge auf einer Dank Platz nehmen. Der Mann nahm ihm mit der Demerkung, die Geldtasche sei gestohlen, die Tasche ab und ver­schwand dann auf Nimmerwiedersehen.

herunter zu Tale!'

Rach welcher Richtung? fragte Gert.

Vorläufig nordöstlich. Rotabene, das ist Masarbais Vorschlag, und ich möchte ihm stimmen. Wir kommen da in das Seegebiet des Kleinen Karakul, das gehört zu China und soll von einigen hundert Teit-Kirg.sen bevölkert sein. Möglich, dah wir uns mit ihnen über die weitere Wegrichtung nach der bucharischen Gren^i ver­ständigen können. 3ch wollte, ich wäre schon u?

Steuersorderungen der hessischen Handelskammern.

0 Darmstadt, 13.3an. Der Steuer' ausschuh des Hess. Handelskammer- tag es hat in Frankfurt in Anwesenheit von Vertretern des Finanzministeriums folgende Entschließung gefaht, die alsbald der Rc^ gierung überreicht werden soll:

1. die Handelskammern halten daran fest, daß die Erhebung der Gewerbesteuern auf Grund der Einkommen- und Körper!chaftssteuer- vorauszahlungen nur als eine vorläufige anzu­sehen ist, und verlangen, dah für 1924, und zwar in Verbindung mit dem Jahre 1925, eine richtige Veranlagung auf Grund der Vrrnrögenssteuer- werte mit Ertragszuschlägen erfolgt.

2. Unter dieser Voraussetzung sind die Kam­mern damit einverstanden, dah die für die ersten 6 Monate des Rechnungsjahrs 1923/24 z u w e- nig erhobenen Steuern durch Zuschläge auf die Zahlungen der folgenden Monate nach­erhoben werden unter endgültigem Verzicht au, die gestundeten Steuern des vierten Kalendec­vierteljahrs 1924.

3. Untei allen Umstanden dürfen aber die Rachzahlungen im besetzten Gebiet nicht in höheren Prozentsätzen erfolgen tote tm uiibesetzten Gebiet, weil angesichts der Schaden des besetzten Gebietes aus dem Rhein- und Ruhrkampf ein höherer Zuschlag nicht tragbar ist und eine große Härte wäre. Ob und inwieweit noch ein Ausgleich der Minderzahlungen des besetzten Gebietes später stattzufmden hat, darüber soll unter Berücksichtigung der gesamten staat­lichen Einnahmen bei Beginn des neuen Rech­nungsjahres unter Zuziehung der Handelskam­mern verhnndckt werden. Alle Härten für das besetzte Gebiet sind Labei unbedingt zu vermeiden.

Dieser old damned fool hat endlich gestanden", rief er zu Gert hinüber.Er weih nicht, auf welcheni Passe wir stehen, der Tengis ist es nicht, er meint, es sei der Talldi'ck hol's dec Teufel, einer von ihnen ist Ls. und nun müssen wir

Dekan S c r i b a - Eichelsdorf überbrachte hierauf die Grüße der Dorfkirchenleute aus dem südlichen Oberhessen und wünschte der jungen Schwester im Rocden gute Erfolge. Gleichzeitig lud er zu einer Kirchenvvrste her tag u n g) in Dillingen ein, für die Geh. Obeckonsi- storialrat Dr. B e r n b e ck - Darmstadt und Lan­desjugendpfarrer Zentgraf - Erbach Vorträge übernommen hätten.

Den dritten Vortrag hatte Bibliothekar Dr Koch- Gießen übernommen über das Thema. ..Grundsätzliches zur Heimatf rage". Ausgehend von vier symbolischen Gestalten, dem Händler, Dauer, Handwerksgesellen und Missio­nar, die gleichzeitig beim Klang der Abend- glocken in ihr gemeinsames Dorf zurückkLhren, zeigte der Redner die verschiedenen Eindrücke der Heimat auf die Heimkehrenden, die er in die Worte zusammenfahte: Heimat und Verstand, Heimat und Gefühl. Heimat und Geist, Heimat und Glaube. Unter dem Dild der fünf konzen­trischen Kreise. Heimatland. Heimatort, Vater­haus. Seele. Gott, veranschaulichte der Redner die Perspektive auf das Ziel in der Heimat- betoegung: Gott. Richt nur in der Heimat- geschichte, dem HeimatliÄ>, sondern auch in der Heimatsage, ja in dem Heimatmärchen könne dieses Ziel gefunden werden. So sei ein Heimat­redner ausgegangen von dem MärchenDer Fischer und seine Frau", habe dann übergeleitet aus den Turmbau zu Babel und die Eroberungs­gelüste Rapoleons I. und die Zuhörer so gepackt, Laß sie wahrhaft erschüttert worden seien. Die edelste Ausgabe aller Erzieher sei, die irdische Heimat zu hüten und unsterbliche Menschenseelen für die himmlische Heimat heranzubilden. Don einer Aussprache dieses tiefdurchdachten und mit großem Beifall aufgenommenen Vortrags wurde abgesehen. .

Dekan Dr. äl n v e r z a g t - Alsfeld sprach urt Namen der Dekanate Alsfeld und Lauterbach den Rednern für ihre so anregenden Vortrage seinen Dank aus. und Pfarrer Georgi schlotz hierauf gegen 4 Uhr die Versammlung mit dec Hoffnung, dah alle Anwesenden reichen Gewinn von der Tagung mit nach Hause nehmen würden.

Dorskirchenlagung für das nördliche Oberhessen.

m. A l s f e l d, 12. 3an. Zur e r sie n Dor f - kirchentagung im nördlichen Teil Oberhessens hatten sich heute ca. 100Geist­liche und Lehrer aus den Kreisen Alsfeld. Lauter­bach und Schotten im Saale des Gasthauses Zur Erholung" dahier versammelt.

Rach Gesang und Schriftverlesung begrüßte Pfarrer Georgi- Ermenrod die Erschienenen und erteilte Lehrer Würz- Eichelsdorf das Wort zum ersten Vortrag über das Thema:Die Heimat imReligionsunterrich t". Die Forderung der modernen Schulmänner, die Schule immer mehr zu einer Arbeits- und Heimatschute zu gestalten, gelte vor allen Dingen für den Reli­gionsunterricht. Schon in der Slementarklasse sei bei Behandlung der biblischen Geschichte stets von der Heimat auszugehen. Weihnachtsfeiern. Beer­digungen. Hochzeiten u .dgl. würden reichliches Anschauungsmaterial geben. Auf der Mittelstufe seien die Geschichten auszuschalten, die in den Gottesbegriff her Schüler Verwirrung bringen könnten. Erst auf der Oberstufe seien diese Ge­schichten zu bringen. An einer ganzen Reihe von spannenden Erzählungen aus feiner Heimat- gemeinbe Eschenrod zeigte der Redner, tote schon Katechismus stücke, tote Nächstenliebe. Gottver­trauen. Mutterliebe. BarmherziakeU. ferner Kirchenlieder, Kirchengeschichte durch Heimatstoff illustriert werden können. Die Herausgabe einer Heimatkirchengeschichte sei daher dringend notig. 3n der Aussprache zu diesem Vortrag betonte zu­nächst Prälat D. Dr. Diehl-Darmstadt daß die Herausgabe einer Kirchsngeschichte für gellen vorgesehen fei. Weiter sprach er feine Anerken­nung darüber aus, daß der Redner em so reiches Geschichtsmaterial aus seiner H-ümaigMieinde ausgesucht habe, um den Religionsunterricht hei­matlich zu gestalten. Er ermahnte die anwesenden Geistlichen und Lehrer zur Racherserung. Real­lehrer Dotter- Alsfeld erwähnte, dah das Alsfelder Geschichtsmuseum, dem er vorstehe, reichliches Material für die Kirchengeschichtr her Stadt ' und ihrer Umgebung enthalte. Vater- effenten und Schulen sei es stets geöffnet. Pfarrer Knodt-Schlitz trat für Heimatblätter ein die das Geschichtliche aus dem kirchli.tzsn und rcXg Öfen Leben kle n rer D zicke enthalte wah­rend eine Kirchengeschichte für Hessen nur all­gemein gehalten sein könne. Die Anwesenden be- fanreten sich zu dieser Ansicht.

Der zweite Vortrag. «Die Heimat rn der Kirche", mußte leider ausfallen, da Der Redner, Pfarrer Mahr-Gießen, erkrankt war. Pfarrer Georgi- Ermenrod leitete hie Be­sprechung dieses Vortrages ein. Er betonte, wie

Damarkund!" Ä .

Ich auch" erwiderte Gert und nahm fern Gewehr von der Schulter. Es war ein russisches Derdangewehr, ein Geschenk russischer Freunde in Peking. Er legte an ein großer Raub­vogel strich mit weitgebreiteten Schwingen über ihm durch die Luft. Aber Masarbaii sah die Be­wegung und f .et ihm in den Arm. Ein ^chuß m die Höhe konnte die Lawinen aus den Bergen lösen. 3m Februar war die Gefahr am stärkste^ doch auch jetzt, im Anbeginn des März, noch ^^Die^Sonne stand schon zu tief, um heute noch mit dem Abstieg zu beginnen. Man lagerte auf dem Platze, schaufelte den Schnee zu Haufen und sand unter ihm noch etwas vurres Gras und holzige Tereskenwurzeln als Deckost zu dem Heu für die Gäule, die mit den Halstern zu- fammengebunben wurden, und kroch dann bald in d e Schl f äcke. Der Tagesanbruch versprach schönes Wetter, der Himmel war klar und hie Landschaft so übersichtlich, daß man in der Ferne einen Fuchs durch den Schnee schnüren sah. der sich hei seiner Rachtpartir v rspütet Huben mochte. Auch die Stimmung war gut, man konnte sich nur noch nach dem Komvah richten, aber es lies) sich nicht bezweifeln, daß man im Tal auf ttr- a s sche 3urten stoßen würde, wo man gegen kl ngenden Lohn v ckte'cht einen besseren Führer finden konnte als Masarbai war. der nun frei­lich wieder den Mund vollnahm und allen Berg» Höhen ringsum blödsinnige Ramon gab

(Fortsetzung folgt.)

Sie s nd gleichfalls mongolischen Stammes, das ist alles. Unh ein Teil von ißnen, die Dsungaren, kämpften unter Peter dem Großen gegen die K.cgisen und Baschkiren und setzten hier unten sich fest. Vielleicht vermischten sie sich mit den Bergvölkern. D elleicht haben sie auch ihre alten Stammeseigenlümlichkeiten bei»

Ein Aul mußte also in. der Rähe liegen, vielleicht ein Wolost, eine Vereinigung mehrerer Kirgisen­dörfer. ..Alai-Tal", sagte Masaroai triumphie­rend und wies in die Tiefe. Murray schüttelte den Kopf. Ec entsann sich der Karte gerade dieses Teils, denn ursprünglich hatte man über den Tengispaß gewollt. Aber hier steckte man zwischen Felsenkcg'ln und war nicht auf freier Kammhöhe. 3mmerhin, im Tal lebten Menschen. Also hinab!

Da kamen die Schwierigkeiten. Es gab vor­läufig kein Hinab, lieber den zerspülten Schlucht- Hang. durch die Schne wehen zwischen den toete> zerfressenen Schieferblöcken ließ kein Pfad sich bahnen. Masarbai triumphierte wieder. Wecker hinauf lag die Paßhöhe, morgen konnte man oben fein.

Schwindel", sagte Murray zu Gert.Der alte Esel hat vollkommen die Wegrichtung ver­loren. Aber wir smd in seiner Hand."

Das sind wir", wiederholte Gert.Er ist der "Leithammel, folgen müssen wir ihm. Und ich meine, es ist ziemlich Wurscht, über welchen Paß er uns führt. Es gibt nach meiner Erinne­rung ein halb Dutzend Niedergänge über die Berge. Irgendeinen werden wir ja erreichen."

, Weil, sagte Murray.3ch kapri^ere mich auch nicht auf den Tengispaß. Es sieht doch einer wie der andere aus."

Gert lachte.Gordon, wenn wir glücklich heraus sind aus diesem verflixten Lande, freue ich m ch auf die neue Weisheck, die du üver mich ausschütten to;rft. 3ch denke, du wirst mir bei Wh sky und Soda ganz genau erklären tonnen, welcher großen Horde b c Pamic-Kirgisei ange­hören und wie sie hierher gekommen sind

Murray stoofte fidj auf habendem Pferde seine kurze Pfe.fe.Das wckß ich heute schon . antoortete er.Aber mir fehlt noch cm Zwi­schenglied. ES muß in Pamir Kalmuckennester geben, die möchte ich gern finden."

2lha", sagte Gerl.Kalmücken! Die haben pichts mit 'den Kirgisen zu tun,

deckt war und mit einer feinen Sandschicht, in die sich die Hufe der Gäule gruben. Das war aber auch die einzige Spur lebende Wesen schienen vorher nicht diesen Felspfad benutzt zu haben, oder der Sand wurde beim Sturm von fernen Wüstendünen aus hierher geweht und hatte immer wieder die Spuren verwischt. Run schlossen sich in der Höhe die Felsenwande fast ganz, sie rückten oben so eng zusammen, day man den Himmel nur durch einen winzig schmalen Spalt leuchten sah, und da wurden hie Gaule unruhig als w tterten sie eine Gefahr. Masarbai ritt jetzt voran, wie ein Affe auf seinem zottel- haarigen Pony hockend, zusammengesackt, den Kopf geneigt. Unö plötzlich fbrang er ab, griff den Gaul an den Zügeln und machte eine aup fordernde Bewegung nach rückwärts. Der Weg verbreiterte sich jetzt, die Felsen traten zurück, es wurde Heller, man spürte wieder die Sonne. Und der W g führte bergauf! Führte unerwartet so steil auswärts, daß man auf den Pferden nicht vorwärts kam. Man mußte abste.gen und die Gäule nach sich ziehen. Es war eine schwere Arbeit, die wid r.benftigen T ere zu bändigen, denn hier lag Wieder der Schnee u^ darunter, ein unebenes Gelände voll spitzer, Steine mid tiefer Löcher, in denen zuweilen die Gaule bis 5um W bereift versanken

Ader man atmete doch auf. 3n Krümmungen schlängelte d.r W g ober dnSwas manso nennt, sich weiter in die Höhe, wurde auch fester blau spannte sich wieder der Himmel über die Land­schaft wenngleich m t schon sinkender Sonne, ge­waltig öffnete sich das Felsental - es war klar, nun erstieg man den Kamm. Auf emem freien Platze wurde Halt gemacht, man mußte Gäulen und Menschen Ruhe gönnen. Gert war auf einen Felsblock gestiegen un) schaute um sich, hochauf­atmend in der dünnen Luft. Man war sichtlich sehr hoch, man hatte einen Baß erreicht, ganz gleich w.lchrn. Von allen Se tm schlossen die Berge sch an, im Süd m ein isol ertec Kegel in CPf Q si mmerndem Weiß, im Südosten hinter Sactenlaminen ein ganzes Dergsystem n bläu­lichen und v.vielten Tönen mit wolrenveihangten Gipfeln im Norden eine kupferfarbig) Halde über einem schon dämmerverdüsterten Tal.

3nzw scheu zankte sich Mu.ray mit Masarbai.

Friedhof, Glocken. Kirchengerate. Denkmäler. Hausinschriften veichlich Stoß für Besprechungen im Äonfirmanbcn- und Katechismusunterricht auf heimatlicher Grundlage bieten würden. Auch in den Predigten müsse oer Heimatgedcmcke stets zur Geltung kommen. Besondere Gelegenheit hierfür würden Ernte-, Missxns-, R f rmatensprcd gten geben. Dies habe Gustav Fcenssen in feinen Dorf- Predigten so schon gezeigt.

Dad-Rauheim, 13. 3an. DieDab- Rauheimer Zeitung" berichtet: Die Ges amt- frequenz des Bades im 3ahre 1924 betrug 29 672 Kurgäste, wovon 25 918 Reichs­deutsche und 3754 Ausländer waren. Bäder wurden insgesamt 307 252 abgegeben. Rach Bäderarten verteilt sich diese Summe folgender­maßen: 25 744 Drunnenbäder. 28 426 Solbäder, 76 525 Thermalbäder. 83 164 Thermalsprudel- bäber. 91 236 Sprudelbäder, 362 Moorbäder. 1795 Süßwasserbäder. Die höchste Tagesbäderzahl am 4. August betrug 2383. und zwar: 207 Drun­nenbäder, 202 Solbäder, 631 Thermalbäder, 665 Thermalsprudeibäd.r. 674 Sprudelbäder. 4 Süß­wasserbäder. Die höchste Zahl der gleichzeitig an­wesenden Kurgäste betrug am 12. 3uni 4096 Peickonen.

sf. Fried berg, 12. 3an. Am Freitag­abend veranstaltete die 3 u n g - D.-H.-C.- Gruppe der Schillerschule unter der rührigen Leitung ihres Vorsitzenden, Studienrats Dr. Riedel, einen ihrer beliebten älnterhal- tungsabend. Derselbe bot reiche Abwechslung von Liedern zur Laute, Gruppenbildern, deklamato­rischen und theatralischen Vorführungen. Be­sonderen Beifall fand der oberhessische Dolks- dichter Georg H e ß aus Leihgestern durch seine sowohl' bem 3nhalte als auch der Vortragsart nach gleichbedeutenden Dichtungen. Die Auf­führung war sehr gut besucht, der Reinerlös soll für einen guten Zweck bestimmt werden. Den Schluß bildete die Aufführung des be­kannten Körnerschen LustspielesDer Vetter aus Bremen", das eine dankbare Aufnahme fand, obgleich es hier wohl schon öfter gespielt wurde. Auch im hiesigen Volksbildungsver- cin sprach Professor Halm überMeine Er­lebnisse in Rußland und Sibirien" und entwarf erschütternde Bilder über das Schicksal dieser Unglücklichen, auf die das Wort Dantes an­wendbar istLaßt alle Hoffnung fahren, die ihc hier eintretet." Es erübrigt sich, hier näher auf den 3nhalt des Vortrages einzugehen, da auch von anderer Seite darüber berichtet worden ist, erwähnenswert ist nur besonders die Feststel­lung, daß sich die Verhältnisse seit dem Sturze des Kaisertums in Rußlmid unb Einführung der Sowjetregierung in keiner Weise Oer belfert, sondern eher noch verschlechtert haben.

Kreis Schotten.

n Laubach, 13. Fan. Wie man hört, wird auch yier imSolmser Hof" der Bethel-Film vorgeführt werden. Dieser Film behandelt das menschenfreundliche Wirken des Pastors Dodel- schwingh und hat überall, wo er geboten wurde, einen vollen Erfolg erzielt. Man hofft auch hier auf guten Besuch.

?" Rainr od . 12. 3an. Am vergangenen Samstag feierte unsere Gemeinde in seltener Einmütigkeit den 7 0. Geburtstag ihres Altbürgermeisters, des Mühlenbesitzers Vie hl. Vor 3ahresfrist bewogen ihn Alters- rücksichten, das Bürgermeisteramt, das er jahr­zehntelang in vorbildlicher Treue, Gewissen­haftigkeit, Sachlichkeit und persönlicher älneigen- nützigkeit versah, niederzulegen und aus dem kom­munalen Leben zurückzutteten. Als langjähriges Mitglied des Kreistages und Kreisausschusses, als Vorsitzender der kreislichen Landkrankenkasse und Mitglied der verschiedensten Kommissionen erwarb er sich unbestrittene Verdienste um das Wohl des Kreises. Weitab von bureaukratischer Kleinlichkeit und verhängter Kirchturmsenge schöpfte er bei allen feinen Entschließungen aus einem warmen, fühlenden Herzen, dem die wirt­schaftlichen und seelischen Röte des Volkes nicht frem» waren, ohne dabei die übergeordneten großem Gesichtspunkte aus dem Auge zu ver­lieret Man kannte ihn selbst im entlegensten Krei^orse und schätzte den Rat, den seine ver­trauenerweckende Persönlichkeit in allen Lagen des Lebens zu geben wußte. Wenn es sich nun unsere Gemeinde nicht nehmen ließ, dem 70. Ge­burtstag dieses Mannes durch Fackelleuchten, Lied und Wort eine besondere Weihe und Füer- lichkeit zu geben, so entsprang diese Feier dem Wunsche, eine Persönlichkeit zu ehren, die im Dienste der Gemeinde, des Kreises und der Ml- gemeinheit überaus segensreich gewirkt. Wir wünschen, ein gütiges Geschick möge weiterhin über diesem Mann walten und seinen späten Lebenstagen noch recht viel Licht, Sonne und Freude geben.

wg. Gedern, 12. 3an. Am gestrigen Sonn­tagnachmittag versammelte sich eine große An­zahl von Angehörigen des ehemaligen Leib-

garbe=3nranterle^Kegtments (1. Droyh. Hessisches) Rr. 115 aus Gedern und älmgegend un Gast­haus ..Zur Traube", um die Arbeit des im Fahre 1920 gegründeten Dez irksve reins ehemaliger 115er neu zu organisieren. Der Vorsitzende des Vezirtsvereins. Hofprediger Widmann (Gedern) begrüßte m einer länge­ren Ansprache die Erschienenen und wies aus die wichtigen Aufgaben der Vereinigung hin: Wach­halten der Erinnerung an die im Regiment ver­lebte Dienstzeit, Erhaltung des Gefühls der Zu­sammengehörigkeit zum alten Truppenteil, Pflege kameradschaftlichen und vaterländischen Geistes. Hierauf sprach Postinspektor D o p f (Darmstadt), 2. Vorsitzender des Leibgardistenbundes, über die Ziele des Bundes, über das neue Dundes- organDer Leibgardist" und über den Plan, für die Gefallenen des Regiments in Darmstadt ein Denkmal zu errichten. Seine Ausführungen wurden noch ergänzt durch Eisenbahnsekretär Schlorb (Darmstadt), Vorstandsmitglied der dortigen Leibgardisten-Vereinigung. Die Aus­führungen der drei genannten Herren wurden mit großem Beifall ausgenommen, und man be­schloß, sich tatkräftig für die Bundesziele em- zusetzen und die Arbeit, die infolge der 3nfla- tionszeit geruht hatte, aufs neue zu beginnen. 3n den geschästssührenden Vorstand des hiesigen Bezirksvereins wurden folgende Kameraden ge­wählt: Hosprediger Widmann als Dorfitzen- der, Lokomotivführer Rüb als stellvertretender Vorsitzender, Postschaffner Diehl als Rechner und Rentamtsgehilfe Diehl als Schriftführer-, außerdem soll dem Vorstand noch angehören je ein Vertrauensmann aus den Ortsgruppen der benachbarten Gemeinden. Rachdem der Beitrag festgesetzt und auf das unbedingt notwendige Halten desLeibgardisten" nochmals hingewie­sen war, schloß der Vorsitzende mit Worten des Dankes und der Hoffnung auf eine ersprießliche Weiterarbeit die erhebend verlaufene Versamm­lung, die ein lebendiges Zeugnis davon ablegte, daß die Sache der ehemaligen 115er in hiesiger Gegend gut marschiert und daß sie ein wesent­liches Moment darstellt bei der Wiederaufbau­arbeit unsres schwergeprüften Vaterlandes.

Kreis Alsfeld.

c Homberg a. d. O-, 12. 3an. Hier fand gestern eine gutbesuchte Vorturner stunde des 4. Bezirks im Turngau Hessen statt. Der turnerische Aebungsstosf dieses 3ahres wurde durchgeturnt. Besprochen wurde auch das Gerätewetturnen des Bezirks, das in nächster Zeit in Schlitz stattfindet. Der jüngste Ver­ein des 4. Bezirks ist der Turnverein Pfordt, der unter treuer Obhut des Brudervereins in Schlitz sich rasch entwickelt. Ein Unterhaltungs­abend, den er gestern veranstaltete, zeigte außer theatralischen und gesanglichen Darbietungen auch wohlgelungene turnerische Vorführungen, die be­reits ein schönes Können verraten.

.Kreis Büdingen.

Aus dem südlichen Vogelsberg, 13. Äan. Die Belästigung durch Zigeuner» Horden ist in letzter Zeit immer schlimmer- geworden. Zuge von 3 bis 4 Wagen sind keine Seltenheit. 3hce Zudringlichkeit überschreitet öfter alles Maß. Man kann beobachten, daß dieselbe Horde innerhalb eines Monats dasselbe Dorf wiederholt besucht. Die Polizeibehörden sollten hier schärfere Maßnahmen treffen. Erfah­rungsgemäß ist die Feuerspritze immer noch dus beste Abwehrmittel, denn vor bem Wasser haben die braunen Gesellen, noch dazu in dieser 3ahres- zeit, eine heillose Hochachtung.

Starkenburg und Nheinhesfen.

-!- Offenbach, 12. 3an. Der Oberbürger­meister beantragt bei der Stadtverordnetenver- fammlung die grundsätzliche Zustimmung zur Er­weiterung des Straßenbahnnetzes vorbehaltlich der Entscheidung über die Kosten­frage. Eine der geplanten Linien soll vom Morkt- plcch durch die Waldstvaße und die andere soll vom Hauptbahnhof durch die Dismarckstraße. Sprendlingec Landstraße nach dem Taunusring führen, beide also in das Südend der Stadt. Rachdem dieses in den letzten Fahren sich baulich stark toeitcrenttoidclt hat und nachdem dir Höher­legung der Staatsbahn in kurzer Zeit beendet sein wird, liegt zweifellos ein dringendes Der- tehrsbedürsnis in der erwähnten Richtung vor.

* Darmstadt, 12. Dez. (Eigener Bericht.) Die Stadt Darmstadt errichtet gegenwärtig eine Anzahl größerer Baracken als Rotwo h°

behalten." , .

Ra", meinte Gert,du wirst schon dahinter kommen, wenn wir die ersten Kalmücken gefaßt haben. Woran erkennt man sie denn?"

Das wirst du ja sehen", entgegnete Murray, und damit schwieg er wieder. Die Sonne be­gann zwischen den Felswänden zu brennen und brachte den Schnee in den Schrunden des Schie­fers zum Tropfen. Auch der Schnee auf dem schmalen BTg.- wurde schlackig, hin und wieder gibt eins der Pserde aus, verlor seinen Ballast und mußte neu bepackt werden. Aber so lange der Himrnel sonn g war, gab es nichts zu klagen. Mit Entzücken flog das Auge G.-rts über d.e Wunder des Hochlands. Be: Gott, h.ec oben wuchs die Luft an der Froheit! Wie lange zurück lag doch alles Vergangene! War es gestern g.wesen oder vor hundert Fahren, da er in die toten Öl igen der E.ämmce Savary ge­schaut hatte? Und hundert Fuhre vorher m d-e kcankmüden Augen der kleinen Theda un) ot), vor einem Jahrhundert in ein dunkles Elsen- grau und wieder in blaues Märzenücht Clemence, Theda, Alexe, Freye ihr se.d zu Traumb ldern geworden oder zu füllenden Ster­nen, ihr seid verwehender Duft aus zerrißenen Rrsenketten! _r

Enger schloß sich dec Felsenpf id. Aucy Unter Hand stiegen nun die Hinge an, wurden aus Blocken uno K g In zu Wänd-n und versperrten die Aussicht in das Tal. Maa mußte hinterein­ander recken, so schmal wurde der Korridor, fast senkrecht ste tten die 'Fesen -ich aus die Sonne crang nicht in die Schatten des Hohl­wegs, es war kalt wie in dec Rächt. Olid wun­derlich g n g der Weg schien lich, zu teiten, es g. g to.c- nickren hinr.n in das Herz dec Berge, und von unten heraus schock hörbar ein Gurgeln und Plätschern, als rinne in dec Tiefe des Ge­wölbes ein Fluß. Gert beobachtete den Boden, dec m.t Gecöck und glitzernden Steinschuppen be- >

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* Der d Jahre 19i hingen ist de 1924 trotz der im Vergleich Die noch aus samtbild nich Außenhafen 1 mäßig', die Q die Vorhände zur Eeioältic ausreichten. 2 auch verkürzt waren befried (Menet $ofei reifte ju ihre Es mangelte tt Leedimchfrr gri Monat DrzcÄ Sonnen Srubi 175 Tonnen C Kohlenausfuhr 1914; dagegei Ausfuhr von Dezember 84C bürget Mn gehenden Sch! reicht, doch ist Äffern um 2! burger Hafen

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daß es sei, einer Herc M'enM i -es Privat Acten 6^enQ die HeraMu dagegen au Anfrage, M einen zn vcr bankchepten bei AeichM öamit und bei gegebenen M gangfehung bt 3toebnonatsb:. ba& die Reich Hebung seines auf @nmt> des der Zweimcna beten habe, so der Ävischenb' einsehen werd