Ausgabe 
13.11.1925
 
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sachverständiger Seite wird auch empfohlen, die Vertilgung der Mäuse int Frühjahr, wo ihre Zahl nur gering ist und die Tiere besonders hungrig sind, vorzunehmen. -- Zu dem heutigen V i e h m a r k t (Kleine Gallusinarkt) waren 332 Ferkel, davon 82 Stück von Händlern, auf­getrieben. Durch das Aussperren einzelner Orte zu dem Kleinen Gallusinarkt am 14. Oktober, bei dem ein Verkauf nicht stattfinden konnte, war die heutige Ware zum größten Teil sehr schön und stark. Die Preise waren zuerst un- tegelmähig und später ausgleichend. Es wurden für 6 Wochen alte Ferkel 30, für 7 Wochen 35. für 8 Wochen 38. für 9 Wochen 42, für 10 Wochen 46, für 12 Wochen und darüber 48 bis 52 Mk. pro Stück gezahlt. Ein unbedeutender äleberstand verblieb. Zahlreich waren die Ver- taufsstände jeglicher Art <

ri. Lich. 12. Aov. Auf Veranlassung der hiesigen Bezirlsvorsitzenden des internationalen Vereins fürFreundinnen junger d- ch c n", der Fürstin Reinhard zu Solms- Hohensolms-Lich. sprach die weit über Deutschland hinaus bekannte Schriftführerin des Aationalvereins. Frau D r. Blank aus Heidel­berg zu den hiesigen Frauen und Mädchen, die sich zahlreich eingebunden Hattert. Die Versamm­lung wurde durch Stiftsdechant Lenz mit einer Begrüßungsansprache eröffnet. Daraus schilderte die Rednerin die Entstehung und dos riesengroße Arbeitsfeld des in aller Welt wirkenden Vereins, von dessen Tätigkeit besonders die Bahnhofs- Mission und die Fürsorge für weibliche Aus» Wanderer weitereit Kreisen bekannt ist. Aach dem Vortrag sprach Sftftspfarrer Schorlemmer der Rednerin den Dank der Versammlung aus und wies mit Aachdruck auf die Bedeutung dieser Arbeit hin. Für die Arbeit des Vereins wurden von den Teilnehmerinnen des Vortragsabends 10,37 Mark gespendet.

Kreis

o Butzbach, 12. Nov. Wie wir vor einiger Zeit bereits Mitteilen konnten, findet hier am näch­sten Sonntag keine Stadtverordneten- wähl statt, weil diese nach Einführung der Städte­ordnung im vorigen Jahre bereits vollzogen wor­den ist. £)b das recht ist, wird jetzt stark angezwei- felt: denn nach dem neuen hessischen Gesetz vom 7. Oktober 1925, das am 1. Januar 1926 in Kraft tritt, hätte unsere Stadt mit ihren etwas über 5000 Einwohnern 18 Stadtverordnete aus vier Jahre zu wählen. Bei der Wahl im vergangenen Jahre wurden hier aber 21 Stadtväler auf drei Jahrs gekürt. Bon mancher Seite wird daher Angenommen, daß das hiesige Stadlparlameiu vom 1. Januar ab gesetzwidrig und daher nicht mehr beschlußfähig sei. Man sieht zwei Möglichkeiten, die strittige Frage zu lösen. Entweder müsse die Volkskammer, die bei der Formu­lierung des Gemeindewahlgesetzes die Fälle, in denen durch Einführung der Städteordnung schon vorher gewählt worden ist, übersehen haben, noch vor dem 1. Januar durch eine Gesetzesergänzung diesen besonderen Verhältnissen Rechnung tragen, oder es müsse auch hier eine Neuwahl noch vor dem 1. Januar erfolgen. Man darf gespannt sein auf die behördliche Entscheidung, die bezüglich dieser Meinungen getroffen wird, soviel uns bekannt, nimmt unter den hessischen Städten nur Butzbach die Sonderstellung ein, daß am kommenden Sonn­tag nicht gewählt wird. In der Umgegend spricht in den nächsten Tagen der Burenkommandant Jo oste an verschiedenen Orien. Der alte General ist in unserer Gegend aus früheren Jahren so be­kannt und beliebt, daß seine Vorträge immer wieder gern gehört werden.

Münzenberg, 12. Aov. Zur © c rnernderatswahl find drei Dahlvor- ; schlage emgereicht worden. Gewerbetreibende, Landwirte und Arbeiter sind öle Berufsstände, 7 die besondere Listen präsentiert haben. 3m seit­herigen Gemeinderat hatte die Bauernschaft die - Mehrheit, wie es nach der Wahl werden wird, läßt sich schwer Voraussagen. Es wird angenom­men, daß der Wahltag lebhaft verlaufen wird, seither hatten wir 12 Gemeindevertueier. Da die Einwohnerzahl aber von 1026 auf 998 zurück­gegangen ist, sind nach dem Gesetz diesmal nur 9 Gemeinderäte zu wählen. 3m nahen Trais - Münzende rg ist man in der glücklichen Lage, von einem Wahlkampf verschont zu bleiben, da man sich auf eine Einheitsliste geeinigt hat.

CZ Niederslorstadt, 12. Nov, umher­ziehende Musikanten werden hier allmählich zur La n d p l a g e. Fast täglich bekommt man nicht immer schön wiedergegebene Musikstücke zu hören. Man kann auch die unmöglichsten Zusammenstel­lungen von Instrumenten beobachten. Vor kurzem hatte man sogar den Genuß eines Streichkonzerts unter freiem Himmel. Aus nur mäßiger Entfernung war lediglich das Brummen des Bosses vernehm­bar. Auch Hausierer und Bettler kommen derartig oft, daß viele Leute ihre Hoftore abschließen und nur auf Anruf von Bekannten öffnen. Ver­schiedene Häuser, die vor dem Krieg e i n st ö ck i g gebaut worden waren, wurden jetzt geräumiger ge­staltet, indem ein zweiter Stock darausgesetzt wurde. Manche Familien, die durch Verheiratung eines ober mehrerer Kinder in ihren Wohnräumen sehr beengt waren, haben sich auf diese Weise mit verhältnismäßig wenig Geld bessere Wohnungsver­hältnisse geschaffen.

Kreis Büdingen.

? Aidda, 12. Aov. Nächsten Sonntag veranstaltet ßer hiesige Gesangverein Sän­ge r k r a n z fein Herbstkonzert. Der Ver­ein, der oereits auf ein 86jähriges Bestehen ?urückblickt, ist stark mit der hiesigen Bürgerschaft verwurzelt und erfreut sich des guten Auses, mit fein abgestimmtem Programm und gutem gesanglichen Können vor die Oeffentlichkeit zu treten. Der Turnhallenneubau. dessen Grundsteinleugng vor einiger Zeit erfolgte, macht gute Fortschritte. An dem Haubtbau ist bereits das Dachgebälk aufgeschlagen. Der neue Bau, dessen Fertigstellung mit Aufwand beträcht­licher Mittel verbunden ist, wird nicht allein eine Zierde unseres Städtchens werden, sondern auch alle Anforderungen, die man neben seiner eigent­lichen Bestimmung an einen modernen Saalbau stellt, weitgehend befriedigen.

/x Nidda, 11. Nov. Der Auftrieb von Ferkeln zu dem heute hier abgehaltenen Mar­ti n i m a r k t war sehr stark, aber auch die Zahl der erschienenen Käufer war sehr groß. Die vor- zügliche Kartoffelernte veranlaßt manchen Landwirt, eine größere Anzahl Schweine zu holten als in früheren Wintern. Bei der regen Nachfrage ent­wickelte sich rasch ein lebhafter Handel, und die Preise gingen gegen den vorigen Markt durch­schnittlich um mindestens 10 Mark pro Stück in die Höhe. Ein Paar Ferkel von 6 Wochen kostete 70 bis 75 Mk., 8 bis 9 Wochen alte 90 Mk. Alle Ver­käufer setzten ihre Ferkel zu diesen Preisen ab. Es

blieb fein Ueberstand. Bei sonnigem Herbstwetter | erfreute sich auch der K r ä m e r in a r f t nachmittags eines guten Besuchs, erreichte aber keineswegs mehr den Zuspruch wie vor dem Kriege. Damals erschienen aus den umliegenden Orten die Burschen und Mäd­chen, und in mehreren Lokalen fand Tanz statt. Auf dem Martinimorkt hier bildeten sich die einzelnen Gesellschatten der Dörfer für den Winter, die am nächsten Abend ihre Spinnstuben eröffneten. Diele Sitte ist jetzt fast ganz verschwunden. Auf recht sonderbare Weise ist ein hiesiger Landwirt um ein wertvolles Stück Vieh gekommen. Er hatte in seinem Stalle ein Rind nut' eine Kalbin nebeneinander stehen, wovon letztere mit einer ver­hältnismäßig langen Kette um den Hals angebunden war. Nachts hatte sich das Rind quer vor die Krippe und dabei auf die Kette der Kalbin gelegt. Als der Besitzer am Morgen die Tiere auf- treiben wollte, fand er die Kalbin erdrosselt vor. Das schöne, trächtige Tier war erst vor zwei Monaten auf den, hiesigen Herbstmarkte mit dem 1. Preis prämiiert worden und etwa 500 Mark wert. Leider hat der Geschädigte, wie jetzt so viele Landwirte, sein Vieh nicht mehr versichert.

g. Geiß-Aidda, 12. Aov. Dieser Tage wurde hier eine Hochzeit gefeiert, an der etwa 150 Gäste teilnahmen. Durch Schlachten eines Aindes und zweier Schweine und durch dos Verbacken von vier Zentner Mehl zu Kuchen, sowie den nötigen Weinvorrat war für, die Bewirtung der Hochzeitsgäste hinreichend gesorgt.

Kreis Lchotteu.

lg. Gedern, 12. Aov. Eine Ortssamm­lung für die Zeppelin-Eckener-Spends ergab hier den 'Betrag von 93,10 Mk. Dieser Tag? fand die Taxation des Pferdever­sicherungsvereins Gedern statt, dessen 'ckgreil sich bis jetzt au? 'die Orte Gebern#, Burkhards, Kaulstos. Sichenhausen, Herchenhain, Hartmaimshaiu, Dolkarlöhain, Ober-, Mittel­und Aiederseemen, Merkenfriy, Steinberg. Glas­hütten, Wenings, Hirzenhain, lowie die preußi­schen Orte Völzberg und Wüstwillemod erstreckt. Der Verein hat dank seiner günstigen Ver- sicherungLbedingungen in letzter Zeit einen gün­stigen Aus schwang genommen. Der Pserdever- sicherungsverein ging hervor aus der Pferde- kasse Gedern, die bei einem durchschnittlichen Dersicherungsstand von 50 bis 60 Tieren oiwa 50 3ahre lang eine recht segensreiche Tätigkeit entfaltete. 3m Frühjahr 1924 organisierte sich der Verein neu, nachdem während her* 3nffation die Versicherungstätigkeit geruht hatte. Seil feiner Reorganisierung waren 4 Schadenssälle zu regulieren, wozu die Erhebung einer besonderen Umlage erforderlich wurde. Als Vorsitze.'./ ?r des Vereins fungiert Bürgermeister Müller- Gedern. als Rechner Karl Franz IV.

Kreis Alsfeld.

er. Homberg a. d. Ohm, 12. Aov. Der hie­sige Verschönerungsverein, der ein Zweigoerein de» ..Oberhefsischpn Gebirgsvereins" ist, entsandte am Montag eine Kommission zur Einweihung des wiederheraestellten Rimbergturmes. in der Aähe von Caldern, Kreis Marburg, gelegen. Der Turm hatte 25 3ahre Wind und Wetter ge­trotzt. bis ihn ein Blitzstrahl arg beschädigte. Dank der Regsamkeit des Marburger Zweig- vereinS. der die übrigen Zweigvereine besonders nach der finanziellen Veite zu begeistern verstand, ist dir Instandsetzung so rasch ermöglicht worden. Trotz der Ungunst der Witterung hatten sich zahl­reiche Wanderlustige eingefunden, so daß sich die Feier zu einer erhebenden gestaltete. Berg und Turm, die eine Höhe von 370 Meter aufweisen, gewähren einen wunderbaren Ausblick. Deshalb ist der Besuch dieser Stätte wärmstenS zu emp­fehlen: denn aus der Kenntnis der Schönheiten der Heimat erwächst die Liebe zur Heimat und damit auch die Liebe zum deutschen Vaterlande.

V Lehrbach, 12. Aov. Es ließ sich beim Hochziehen urtferer neuen Glocken nicht vermei­den. daß die Schieserdeckuny des Kirch­turmes an einigen Stellen mcht unerheblich beschädigt wurde. Dieser Schaden, sowie noch verschiedene kleinere am Dach des Schisses wur­den nun durch Dachdeckermeister Fuhr von Homberg behoben, sodaß jetzt keine Gefahr mehr besteht, daß das 3nnere unseres schönen Gottes­hauses durch ein Dringenden Regen notleidet.

(!) Windhausen, 12. Aov. Hier ist für die Gemeinderatswahl nur e i n Wahl­vorschlag eingereicht worden. Der Vorschlag ent­hält nur die Aamen der bisherigen Demeinde- räte, die mithin als gewählt gelten.

(!) Kestrich, 12. Aov. Auch in unserer Gemeinde ist nur ein Wahlvorschlag zur Ge­meinderatswahl gemacht worden. Die Ge­nannten, sämtlich bisher schon Mitglieder des Gemeinderats, sind damit gewählt.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

X Dutenhofen, 12. November. Eine Straßenwalze aus Limburg mit anbän- gendem Wohn-, Material- und W a s f er­wäg e n. der hier die sehr steile Dorfstraße hinabfahren wollte, kam an der steilen Kurve in der Aähe des Rathauses ins Rutschen, wo­bei die anscheinend zu spät gebremsten An- hängewagen einen starken Druck ausübten. Die Lokomobile rannte nach rechts gegen eine Mauer und fiel dort um, während die Wagen zum Teil nach links in die tiefe Rinne sich umlegten. Dadurch wurde die ganze Straße gesperrt: es dauerte säst den gan­zen Tag, bis alle Fahrzeuge wieder auf die Räder gebracht waren. Glücklicherweise wurden bei dem Tlnglück Menschen nicht verletzt. Da­gegen ist erheblicher Materialschaden entstanden.

Kreis Biedenkopf.

xx Biedenkopf. 12. Aov. Die Samm­lung zugunsten der Zeppelin-Eckener- Spende hat in hiesiger Stadt den ansehnlichen Betrag von 1057,10 Mark ergeben.

T Waldgirmes, 12. Aov. Die geplante Autopost WetzlarRodheim kommt auf Anregung des LandrctteS von Biedenkopf m i t dem 1. Dezember zustande, da die inter­essierten Gemeinden das Unternehmen stnanzir- ren. Damit ist aber keine tägliche Verbindung mit Gladenbach und Biedenkopf hergestellt. Der Wagen fährt morgens 7,30 Uhr von Rod- Heim, 8,15 Uhr von Waldgirmes nach Wetzlar, und 3,15 Uhr wieder von Wetzlar zurück. Ob die Einrichtung auf die Dauer bleibt, ist frag­lich, da zwischen hier und Rvdheim, acht Kilo­meter Entfernung mit ziemlicher Steigung, der Wcmen meistens leer fahren wird, da er für Ar- Auch die Arbeiterbevölkerung von WoldgirmeS beiter um diese Zeit nicht in Frage kommt.

und Raunheim kann ihn nicht benutzen. Dieser kann nur eine Wagenfahrt hin und zurück zum Schichtwechsel um 6 Uhr morgens, 2 Uhr nach­mittags und nach 10 Uhr abends dienlich sein, mit einer Zwischenfahrt gegen 7 Uhr morgens für die Ang-stellten und Schuler mit dem Anschluß In Wetzlar an den Zug 7,26 Uhr nach Gießen und Rückfahrt abends 6,30 Uhr mit Anschluß an den Zug 6,15 Uhr ab Gießen. Damit nicht morgens und abends eine Leerfahrt von und nach Wetzlar gemacht werden müßte, was das ganze Unternehmen verteuerte, ist die Errichtung einer Autohalle in Waldgirmes not­wendig. Da cs sich bei dieser Beförderung täg­lich um etwa 500 Personen von hier und Raun-, heim handelt, darf man wohl annehmen, daß die diesbezüglichen Ginget;en aus beiden Orten wohl­wollende Prüfung und Enrgegenkommen erfahren.

Kreis Marburg. i'

xx Weipoltshausen, 12. Aov. Seit einigen Tagen ist die Hasenjagd offen, und die Treibjagden haben eingesetzt. Hier wurden durch eifrige Aimrode 10 Rehe und 13 Ha- s e n erlegt.

Dillkreis.

bl. Dillenburg, 12. Aov. Der Dill­kriegerbund veranstaltet eine Wohltätig- keitslotterie, deren Reingewinn den Hin­terbliebenen und Kriegsbeschädigten des Kreises zugute kommen soll.

bL Manderb ach, 12. Tlov. 3m Laufe dieses Jahres sind in unserer Gemeinde 15 Bauten entstanden bzw. gehen der Fertigstel­lung entgegen. Für unser Dorf^ ist diese Zahl der Aeubauten eine recht beträchtliche.

Turnen, Sport und Spiel.

V. f. B. Gissten.

Nächsten Sonntag findet das entscheidende Spiel um die Me: sterIchaft des Lahnkreises statt. V. f. B. hat seinen aus der nachstehenden Ta­belle ersichtlichen Vorsprung gegen Germania 08, Marburg, zu verteidigen. Germania war bis jetzt der einzige Gegner, der V. f. B. im vorjährigen 4:4-Spiel den einzig verlorenen Punkt abnehmen konnte und gegen andere Vereine des Lahnkreises und auch Bezirks- (Gau-) Ligavereine zum Teil sehr hohe Siege herausgeholt hat. Die Mannschaft 'st als äußerst stabil an ^»sprechen. Jbre Hauptstütze ist der rechte Verteidiger, Lotz. Dieses Spiel ist von allergrößter Bedeutung für die Marburger Mann­schaft. Je nach dem Ausgang ist ihr die Möglichkeit gegeben, die Kreismeisterschaft zu gewinnen und damit zur Bezirksliga aufzurücken oder aber auch für das nächste Spieljahr der Kreisliga anzuge- bören. In Anbetracht dessen wird der Verein natür­lich in stärkster Aufstellung nach Gießen kommen und unter allen Umständen 'mit allen zur Verfügung stehenden Kräften ein günstiges Resultat herauszu­holen versuchen. V. f. B. tritt selbstverständlich eben­falls in bester Besetzung an und will sich die Meisterschaft ganz sichern.

Wenn nun der Wettergott noch gnädig ist, sind alle Voraussetzungen für einen großen und intcr essanten Kampf gegeben. Nur wird diesen Kampf der eigentlich selbstverständliche Rahmen fehlen, der Rohmen, der wie in allen anderen Städten ge­bildet wird durch die Masse der Zuschauer, die den Spor! nicht nur anerkennt, sondern sich an ihm begeistert und durch ihre Begeisterung die Spieler zu höheren Leistungen anspornt. Hoffen wir, daß diese Befürchtung für nächsten Sonntag nicht zn- lrifft, denn wer die Spielweise der D. f. B.-Liga kennt, weiß, daß ein Gang zum ideal gelegenen Waldsportplatz sich lohnt. Es wäre diesem Spiel wirklich ein richtiger Massenbesuch zu wünschen.

Vom vorigen Sonntag ist noch der 14:0-Sieg der D. f. B.-Liga über die Dillenburger Liga nachzu- melden. Obgleich beide Mannichaften komplett waren, war das Resultat sehr ungleich. Das Re­sultat spricht für sich.

Kressliga-Tabette.

Vereine

Spiele

gern.

unent.

verl.

P-

V. f. B. Gießen

10

9

1

0

19

Germ. Marburg

11

8

2

1

18

B. C. Wetzlar

10

5

1

4

11

Sp. Dg. 04 Gießen

10

3

2

5

8

D. f. R. Butzbach

9

3

2

4

8

.Hessen" Frankenberg

10

1

4

5

6

Sp. u. Sp. Dillenburg

12

1

0

11

2

Kreisspieltag des Mittelrhemkreises der D. T.

c. Der diesjährige Kreisspieltag des Mittel­rheinkreises der D. T. findet am kommenden Sonntag in der Turnhalle zu Mainz-Kaste! statt. Da der Mittelrheinkreis im Spielbetrieb nach dem Sachfenkreis an weitaus führender Stelle steht, so hat diese Zusammenkunft der Turnerspieler immer besondere Bedeutung, zu­mal die neuen Handballregeln in Anwendung kommen und neuerdings die Einigung auf die in allen Verbänden geltenden Schlagballregeln er­folgt ist. Für den Gau Hessen werden außer dem Gauspielwart, Turner F. Seibert- Wchlar, noch 5 weitere Turnspieler daran teil- nehmen.

Aus dem 4. Bezirk im Turngau Hessen«

Der 4. Bezirk im Turngau Hessen (D. T.), dem die Turnvereine Alsfeld, Lauter­bach, Schlitz und 18 ländliche Turnvereine der Kreise Alsfeld und Lauterbach angehören, hielt die erste Bezirksvor- turnerftunbe im Arbeitsjahre 1925/26 am Sonntag in der nach dem Schöpfer des hessischen Schulturnens (Adolf Spieß) benannten Spieß­turnhalle in Lauterbach ab. Die umsichtige Leitung lag in den Händen des bewährten Be- zirksturnwarts B a st i a n (Tllsfeld). Anwesend waren 40 Turnwarte und Vorturner, die sich auf 17 Vereine verteilen. Richt vertreten waren die Turnvereine Eichelhain, Grebenhain, Kirtorf und Brauerschwend. Die Beteiligung muß als gut bezeichnet werden, wenn man berücksichtigt, daß es bei der großen räumlichen Ausdehnung des Bezirks und den schlechten Derkehrsverhältnissen für viele Vereine ein Opfer ist, die Vorturner­stunde zu besuchen. Durchgeturnt und eingehend besprochen wurden die fürs nächste Jahr bei den Bezirks- und Gauveranstaltungen vom Turn- ausschnß des Gaues vorgeschriebenen Freiübun­gen. Auch die Geräteübungen des Turnplans 1926 waren Gegenstand gründlicher Belehrung, sowohl in theorettscher, als auch in praktischer Hinsicht. In der an die sehr anregend ver­laufene Turnstunde sich anschließenden Beratung erstattete der Bezirksturnwart einen zusammen- fassenden Bericht über die Tätigkeit des Bezirks im abgelaufene nT u r n j a h r e. Richt nur bei den Bezirksveranstaltungen, auch beim Gauturnfest in Friedberg und beim Kreis­turnfest in Gießen waren den Turnern des Bezirks erfreuliche Erfolge beschieden, die des­halb besondere Anerkennung verdienen, weil der fast rein ländliche Bezirk abseits der turnerischen Zentrale des Gaues liegt unö daher im allge­meinen nicht die reiche Anregung haben kann, die sich anderorts bietet. Besonders Erfreuliches konnte der Bezirksturnwart vom Hermanns- Laut der D.T. Mitteilen, der alle Bezirks­vereine mit Begeisterung auf dem Plan sah. trotzdem die Erntearbeiten damals die Turner stark in Anspruch nahmen. Die durch Stimm«

zettel vorgenommene Wahl der technischen Lei­tung des Bezirks ging sehr flott DmxUattcn. Mit Begeisterung und lebhaftem Beifall wurde vor allem die einstimmige Wiederwahl des 1. Be- zirksturnwarts Bastian (Alsfeld) ausgenom­men. Da der seitherige 2. Bezirksturnwart Kehm eine Wiederwahl ablehnte, wurde K. Bücking (Alsfeld) mit dem Amt betraut, wah­rend als Dezirkswart für das Dollsturnen F. Bohn acker (Schlitz) bestimmt wurde. Eine zweite Bezirlsvorturnerstunde ftndet im Dezem­ber statt. Auch tragt sich der rührige Bezirks­vertreter, Ehr. ©u n t r um (Schlitz), mit der Ab­sicht, im Laufe des Winters die Vereinsvorsihen- den des Bezirksvereins zu einer Versammlung einzuladen, um wichtige Fragen der Verwaltung in gründlicher Aussprache zu beraten.

Iung-DeutschLcmd, Darmstadt - Moenus-Offenbach 6:4.

vv. Moenus-Offenbach hatte sich am letzten Sonntag zu einem Klubkampfe gegen 3ung- Deutschland-Darmstadt in Darmstadt eingefunden. Zehn Staffeln waren die Grundlage zu dem zwischen beiden Vereinen getroffenen Klub- kämpfe. Darmstadt zeigte sich von der besten - Seite Wenn es auch in vier Staffeln das Aachsehen hatte, so war ihnen doch der Sieg sicher. Berges vom Veranstalter zeigte, das . er in der kurzen Strecke noch zu siegen ver­steht. Mit 29,2 formte er um Handschlag Gils mit 29,4 auf den zweiten Platz verweisen. Im ; Wasserballspiel waren die Darmstädter eben- - falls erfolgreich. Dung-Deutschland-Darmstadt zweite Mannschaft fertigte Möve-Darmstadt mit ' 4:2 und die erste Mannschaft den Frankfurter £ SV. mit 7:0 ab.

Eine Tennishalle in Frankfurt am Main.

In Frankfurt a. M. wird im Dezember eine Tennishalle eröffnet, die auf dem Festhallen­gelände in Frankfurt (in der früheren Tabak­halle des Messegebäudes) für die Zwecke des HallentLnnisfports eingerichtet worden ist. Die f Halle ist durch sechs mächtige Bogenlampen mit j Lichtquellen genügend versehen, ist heizbar und >1 auf drei Seiten von einem Daikon umgeben. /

Deutsche Meisterschaften im Mannschastsfechten.

vo. Zu den am 14. und 15. Aov. in Berlin (Landw-ehrkasino) stattfindenden Meisterschaften' im Mannschastssechten des Deutschen Fechterbun- drs haben gemeldet: im Florett Hermannia-- Frankfurt, F. C. Offenbach 63, F. E. Ravenna-Berlin. Dresdner F. C.. Fech'.club Deut-// sche Bank Berlin: in Säbel: außer den im Florett 7 Gemeldeten Offizier-Fecht- und Reitdereln, Deut­sche Fechterschaft 96 Berlin: im Degen: Her- mannia-Frankfurt. Offenbacher F. E.» - Dresdner F. C.. Berliner F. E.

Sportvorschau

für Sonntag, 15. November.

vo. Der kommende Sonntag bringt kaum ein den Durchschnitt der sportlichen Veranstaltungen überragendes Ereignis, man ist im Rasensport bei den Punktspielen eifrigan der Arbeit", man turnt, ist im leichtathletischen Wintertrainig, schwimmt selbstverständlich in der 5)aUe und sammelt sich, bereitet sich vor zu kommenden Veranstaltungen größeren Stils.

Rasensport:

Die Punktsviele stehen im Fußball ungefähr an dem Ende der ersten Serie. Norddeutfchland be» ginnt die Spiele um den Norddeutschen Fußball- pokal mit den Vorrunden in Kiel, Lübeck und Bre­men. Die Handballspiele stehen ebenfalls im Zeichen des Kampfes um die Meisterschaft, ebenso der Hockeysport. Sofern überhaupt Gesell­schaftsspiele ausgetragen werden, sind sie kleinerer Art. Golf und Tennis, das zum Teil in der Halle gespielt wird, ruhen im Freien -- ganz.

Leichtathletik und Turnen:

Die Leichtathleten stehen noch vor ihren Hallen­sportfesten, die Turner bringen Wettkämpfe und Schauturnen mehr ober weniger unbedeutenden Charakters.

Schwimmen:

Innerhalb eines kreisoffenen Jubiläumsschwim- . mens des 1. Duisburger Samen S. C. wird Frl.// B r e i in a n n einen neuen 200-m-Dainen-Brust-, schwimrn-Wettrekord-Versuch unternehmen. Delphin Stuttgart-Canstatt veranstaltet ein verbandsoffenes Jubiläumswettschwimmen, während Gau I ein kreis- / offenes Damenjugend-Schwimmfest zur Ausführung bringt. Zu einem Gauoffenen treffen sich die Schle-,. fier in Bunzlau. Clubkämpfe vereinigen in Hannover den Hannoverschen S. V. mit den Wasserfreunden Hannover und Hannover-Linden 99 und in Bremen' den Bremer S. V. und Stern Hamburg.

Boxen:

Die Kölner Boxkämpfe mit der Entscheidung, Wiegert-Domgörgen in der Deutschen Mit- ' telgewichtsmeisterschast erwecken höchste Spannung. Stuttgarter Boxkämpfe werben ben Weltergewichts­meister Grim in im Ringen sehen.

Fechten:

Der Deutsche Fechterbund bringt unter guter Be­teiligung seine Meisterschaften im Mannschaftsfechten in Berlin zur Entscheidung.

THototfpocf:

Der Berliner M. C. bringt seine Clubmeister­schaft über 150 Kilometer von Berlin nach Anger­münde und zurück zum Austrag.

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