Ausgabe 
13.8.1925
 
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Berlin

Frankfurt a-M.

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12. August

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der Belegschaft wird von anderen Anlagen der Gesellschaft übernommen.

Der Betrieb der Zeche Prinz Friedrich der Essener Steinkohlen 01.=®. muh bis auf 125 Wann eingeschränkt werden. Zur Entlassung kommen etwa 250 Arbeiter sowie eine Anzahl technischer und kaufmännischer Angestellten. Die Betriebs­einschränkung soll bis zum 31. August durch­geführt werden.

Die Klocknerwerke beabsichtigen, die auf der Zeche Königsborn, Schachtanlage 1 bis 2 befind­liche Kokerei zum 15. August stillzulegen. Ent­sprechende Verhandlungen mit dem Demobil­machungskommissar fanden bereits statt. Zur Entlassung gelangen 70 Arbeiter und 4 Beamte.

Auf den staatlichen Möller- und Rhein­babenschächten in Gladbeck sind bis zum 31. Aug. 1565 Arbeiter (einschließlich 706 freiwillig Ab-

Klagen über Schäden durch Schwarzrost, anderer­seits sind auch die Druschergcbnisse in amerikani­schem Winterwetzen, soweit bisher zu erkennen ist, besser, als man erwartete. England hat infolge der überseeischen Bewegung mehr auf schwimmende bezw. schnell abzuladendc Ware zugegriffen und die Rolierungen am Liverpooler Markt erfuhren eine nicht unerhebliche Steige­rung. Auch der Kontinent hat für schnell erreich­baren Weizen mehr zugegriffen, wobei in Mittel- Europa hauptsächlich die unbeständige Witterung der letzten Wochen mit den Ausschlag gab. 3n Rußland zeigt sich mehr und mehr die Reigung zu Verkäufen. Die russische Ausfuhrbehörde hat nach England und Frankreich auf Augustabla­dung größere Mengen abgeseht. Es zeigt sich immer mehr, daß es der russischen Behörde dar­auf ankommt, größere Anzahlungen zu erhalten, um teilweise Geld für die anzukaufenden Ge­treidemengen in die Hand zu bekommen und andernteils finanziellen Bedürfnissen gerecht zu werden Was Deutschland anbelangt, so konnte Mitteldeutschland, das früher zeitweise als Hauptkäuser auftrat, in seinen Geboten mit den Preisen nicht immer Schritt halten. 3n West­deutschland wurde verhältnismäßig viel Wei­zen und Roggen an der Küste ausgenommen. 3n Ostpreußen ist das Gerstengeschäft noch wenig in Gang gekommen, während in Hafer sich eine gewisse Verknappung bemerkbar macht. Auch in Mais konnte ein rechtes Geschäft nicht auf­kommen, doch ist die Tendenz hier weiter fest. Der Kampf gegen eine zweite polnische Inflation.

Ministerpräsident Grabski hat gestern seinen plrlaub zum zweiten Male unterbrochen und ist nach Warschau zurückgeiehrt. Seine Rückkehr ist durch die Krise erforderlich geworden, die der Zloty gegenwärtig durchmacht. Der letzte Aus­weis der Dank von Polen zeigt einen erneuten Abfluß von neun Millionen Devisen, so daß die Zloty-Deckung sich weiter verdünnt hat. Gerücht­weise verlautet, daß ein Konsortium amerika­nischer Danken der Dank Polski eine Anleihe von sechs Millionen Dollar zu 71/2 Prozent auf sechs Monate geben wolle, um eine Stützungs­aktion für den Zloty zu ermöglichen. Diesen Gerüchten gegenüber ist äußerste Skepsis geboten. Für die polnische Industrie machen sich die Kurs­schwankungen des Zloty dadurch sehr unangenehm bemerkbar, daß die privaten Kreditverhandlun- gen mit ausländischen Geldgebern bis zur Klä­rung der Situation zum Stillstand gekommen sind.

Betriebseinschränkungen in der westdeutschen Kohlenindnstrie.

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Die Essener Steinkohlenbergwerke sehen . gezwungen, die Schachtanlage Herkules 1 bis 5 und Viktoria zum 15. September stillzulegen. Zur Entlassung kommen auf Herkules 800 bis 850 Mann, für die die Verwaltung zur Zeit keine andere Beschäftigung hat. Auf Viktoria müssen 60 Mann entlassen werden. Der übrige Teil

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(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers" 4

Frankfurt a. M., 12. Aug. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 26,25 bis 26,50, Roggen (inländischer) 21 bis 21,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 26 bis 28, Hafer (inländischer) 20,50 bis 23,25, Mais (gelb) 22, Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 39,50 bis 40, Roggen­mehl 29,75 bis 30,50, Weizenkleie 11,60 bis 11,75, Roggenkleie 12,50, Tendenz: Ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 12. Aug. Der Produktenmarkt war auf niedrigere amerikanische Preise und großes inländisches Angebot erheblich schwächer, besonders für Brotgetreide. Gerste, gute Ware, behauptet, Hafer flau, Mehl zu nur stark ge­drückten Geboten begehrt. Futtermittel schwach. Es notierten pro Tonne: Weizen (märk.) 246 bis 250, Roggen (märk.) 178 bis 184, Gerste (märk.) 250 bis 277, Wintergerste 190 bis 198, Hafer (märk.) 207 bis 215, Mais (La Plata, loko Ber­lin) 213 bis 216, Raps 355 bis 360; per Doppel­zentner: Weizenmehl 32,75 bis 34,75, Roggenmehl 26,25 bis 28, Weizenkleie 13,90 bis 14, Roggen- kleie 13,65 bis 13,75, Viktoriaerbsen 27 bis 35, kleine Erbsen 25 bis 27, Futtererbsen 23 bis 25, Peluschken 23 bis 25, Wicken 26 bis 28, Lupinen

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Amst.-rüo" Buen-AireS Brss.-Antw. LWstianta. Kopenhagen Stockholm . 6eIfingforS. Htalkn. . . London. . Neunort . . Paris.... Schwei» . . Spanten. . Japan . .. Nio de Jan. Wien in D- Ceft abgest. Prag . . .. Belgrad .. Budapest. . Bulgarien. Lissabon Danzig.,. Konstantin. Athen. . -

835/10 P.

Hauptspringen: 2. Hans Geismar, Tv. 46 Gießen, 42z P.

Turnerinnen-Unterstufe: Haupt­

springen: 3. Gretel Sames, Tgm. Friedberg, und Marie Hauff, Tgm. Friedberg, 26 P. B r u st- st a f f e l, 4 m a l 5 0 M e t e r: 1. Tv. 1846 Gießen, 3,47 Min.

zen mit Erfolg beteiligt:

Turner-Oberstufe. Hauptspringen: 5. Sieg W. Schäfer, Tv. Wetzlar, 59 P.

Turner-Mittelstufe. Brustschwim ° men, 100 Meter: 1. Christian Ziegler, To. 1846 Gießen, 1,20z Min.; 3. Kurt Gerth, Tgde. Fried- ' berg, 1,63z Min. F r e i st i l s ch w i m m e n, 100 Meter: 2. W. Görding, Tgde. Friedberg, 1,13z Min.

Mehrkampf: 1. W. Schäfer, Tv. Wetzlar, Hans Geismar, Tv. 1846 Gießen,

anleihe gingen mit 0,140 um. Die anhaltende leich­tere Verfassung des Geldmarktes kam dem Börsengeschäft wenig zugute. Der Satz für täg­liches Geld betrug 8L bis 94 Proz., für Monatsgeld wurden 10* bis 111 Proz. bezahlt. JDlatt lagen schließlich am Kolonialmarkte Südsee-Phos- phate, die zu 35 angeboten wurden. Am Devisen­märkte traten heute einige kleinere Kursverande- rungen ein. Während nordische Devisen recht fest lagen, neigten die Wechselkurse London-Mailand, London-Paris und auch London-Amsterdam zur Schwäche. Die Reichsmark notierte in London 20,40, in Paris 5,09, Amsterdam 59,22.

Börsenkurse.

Wirtschaft.

Dom Weltgetreidemarkt.

Rachdem im Getreidehandel in der letzten Zeit eine gewisse Stagnation eingetreten war, scheint nunmehr eine Aenderung eintreten zu wollen. Die Ernte des letzten Jahres konnte tn Menge wie auch tn Güte nur wenig zufrieden­stellen. Wenn im Geschäft von 1924/25 eine ge­wisse Matertalknappheit herrschte, so erschwerte auch noch die tetlweise geringe Qualität, wie die Preise, die vom Erzeuger gefordert wurden, das Geschäft sehr, so daß die Mehrzahl der Kauf­leute zu keinem günstigen Geschäftserträgnis kommen tonnte.

Die diesjährige Ernte wird sehr große Men­gen an den Markt bringen, deren Verwertung nicht leicht sein wird. Trotzdem die Bestände im Handel wie bei den Mühlen ziemlich geräumt sind, ist es sehr die Frage, ob die Kaufleute und die getreideverarbeitende Industrie wieder Vorräte in dem Umfange, wie eS früher als selbstverständlich galt, auf Lager nehmen. Unter den heutigen Verhältnissen ist eine Barzahlung nicht mehr zu erreichen und die Diskontierung der Wechsel, die von den Käufern jetzt allgemein gegeben werden, erschwert die Verwertung des Getreides.

Wie Deutschland, so befinden sich auch die anderen europäischen Länder augenblicklich im Uebergang von der alten zur neuen Ernte. Zum größten Teil hat man die Srntearbeiten noch nicht beendigt. Während in den südlicheren Ge­genden die Druscharbeiten flotter vorangehen, sind in Mittel- und Rvrdeuropa die Landwirte noch zu sehr mit der Einbringung der Ernte beschäftigt, um bereits jetzt den Bedarf in grö­ßerem Maße zu versorgen. Der Versuch eines Vorstoßes der amerikanischen Hausse-Spekulation wird auf dem Weltmarkt nicht ohne Einfluß bleiben, zumal die Konfumländer mit einer reichen Ernte noch nicht gänzlich auf ihre eige­nen Zufuhren rechnen können. In Ehicagv er­fuhren die Preise eine Befestigung um 12 bis 15 Cents pro Dushel, dagegen scheinen für die kanadische Srnte die guten Erwartungen nicht in Erfüllung gehen zu wollen. Man erwartet hier Zeine große Veränderung gegenüber den Schätzungen im Juli. In ben Vereinigten Staa­ten, wie auch in Kanada, hört man raum noch

(blau) 12,50 bis 14,50, Lupinen (gelb) 15 bifl 16,50. Rapskuchen 16,60 bis 16,80, Leinkuchen 23,60 bis 24, Trockenschnihel 12,20 bis 12,50, Tvrf- melasse 10, Kartoffelflocken 26,30 bis 26,60, Zucker 22,40 bis 22,60.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Der Präsidentenbesuch in München.

München, 12. Aug. (Wvlff. Funkspruch.) Aus der Fahrt zur Dienstwohnung des bayrischen Mini­sterpräsidenten wurde Reichspräsident von Hinden­burg von einer nach Tausenden zählen­den Menschenmenge, die die Straßen dicht umsäumte, stürmisch begrüßt. Bor dem Hause des Ministerpräsidenten hatte sich ebenfalls eine große Menschenmenge eingefunden, die dem Reichs­präsidenten zujubelte und das Deutschland­lied an stimmte, als er sich auf dem Balkon des Hauses zeigte. Der Reichspräsident begab sich dann in Begleitung des Ministerpräsidenten Dr. Held und des Statssekretärs Meißner zum Staatsmini st erium des Aeußern, wo er die Vorstellung der Stgatsminister und der Staats- räte entgegennahm. Das Außenministerium war mit Blumen reich geschmückt und trug Fahnen- schmuck in den Landesfarben.

Hierbei wurden die schon gemeldeten Ansprachen gewechselt. An die Vorstellung der. Staatsminister und Staatsräte schloß sich um 10 iltflr der

Empfang des Canbtagspräfibenfen und der Vertreter der Landtagsfraktionen

an, ebenfalls im Gebäude des Staatsministeriums des Aeußern. Landtagspräsident Königsbauer begrüßte den Reichspräsidenten mit folgenden Wor­ten:Hochverehrter Herr Reichspräsident! Namens des Bayerischen Landtags habe ich die Ehre, Sie als den erwählten Führer des deutschen Volkes herzlichst und ehrerbietigst zu begrüßen. Millionen bäuerischer Landeskinder werden heute freudigen uno dankbaren Herzens Ihres unser Land und Volk hoch ehrenden Besuches gedenken. Ich bin über» zeugt, daß auch die große Zahl jener Volksgenossen, die aus sachlichen Gründen eine andere Wahl wünschten, Sie mit Zuversicht und Ver­trauen als den Repräsentanten des Deutschen Reiches anerkennen. Die bayerischen Volksvertreter wissen, daß das Versailler Friedensdiktat zur Er­füllung der uns auferlegten Pflichten eine zen­trale Zusammenfassung aller Kräfte erforderlich macht. Trotzdem hat der Bayerische Landtag in voller Uebereinftimmung mit der baye­rischen Staatsregierung es wiederholt für feine na­tionale Pflicht angesehen, vor einer Heber* spannung des Zentralismus zu war­nen, und deshalb bitte ich auch Sie, Herr Reichs-, Präsident, Ihren Einfluß dahin geltend zu machen, daß trotz aller Nöte der Zeit die staatliche Selb- ständigkeit in politischer, finanzieller und kultureller Hinsicht wieder zweifelsfrei festgelegt wird. Nach der festen lleberzeugung des bayerischen Volkes wird damit die innere Einheit des Reiches um so sicherer verankert. Der Name des aroßen Heerfüh­rers Hindenburg verbürgt dafür, daß die Außen- Politik des Reiches dasselbe Ziel wie die erdrückende Mehrheit des banerischen Volkes verfolgt: Wieder­herstellung der Eyre und des guten Namens unseres deutschen Vaterlandes, Gleichberechtigung im Rate der Kulturvölker, Freiheit der Geistes- und Hand­arbeit des deutschen Volkes! Nicht zweckloses Rache» und Kriegsgeschrei wollen wir, daß unseren ehemali­gen und heutigen Gegnern nur erwünscht fein kann, aber unseren Brüdern im besetzten Gebiet nur neue Drangsale bringen würde, sondern eine f efte, klare deutsche A u ß e np o lr§ i k, geleitet von dem Gedanken, daß die Well ein arbeitsfrohes Reich, ein feiner Tätigkeit bewußtes deutsches Volk nicht entbehren kann!

Von der Gestaltung unserer internationalen Be­ziehungen hängt unsere Produktion und unser Warenabsatz zum größten Teile ab, sie sind maß­gebend für die Erleichterung der drücken­den Steuerlasten und für die Vermeh­rung der Arbeitsgelegenheit. Möge mit Ihrer Mithilfe, Herr Reichspräsident, die Reichs, regterung alle Mittel anwenden, die unserer Wirt- schäft wieder den Weg zum Weltmärkte öffnen und durch eine kluge Steuer- und Verkehrspolitik die Neubildung von Betriebskapital in allen Teilen des deutschen Vaterlandes gleichmäßig fördern. Und nun noch eine Bitte, wenn dieselbe auch bei Ihnen als dem großen Führer des alten deutschen Heeres selbstverständlich ist: Wachen Sie bitte darüber, daß trotz aller großen Not und 93e* drängnis das deutsche Volk seine Ehrenpflicht an den Kriegsopfern nicht verabsäumt.

Der Herr Reichspräsident erwiderte darauf:

Für die Grüße, die Sie, Herr Präsident, namens des Bayerischen Landtages mir gewidmet habere danke ich Ihnen von Herzen. Ich bitte Sie, überzeugt zu fein, daß die politischen, wirtschaftlichen und kul­turellen Sorgen, denen Sie soeben Ausdruck gaben, in gleicher Weise auch die Reichsregierung und mich persönlich aufs tiefste bewegen. Es wird, der Zu­sammenfassung aller schaffenden K r ä f t e im Reiche und in den Ländern, es wird der Mitarbeit aller Schichten unseres Volkes und des guten Willens bedürfen, um dieser Nöte Herr zu werden. Aber es muß auch mehr noch als bisher der Geist der inneren Einigkeit und das Bewußtsein engster Schicksalsverbundenheit aller Glieder un­seres Volkes in uns lebendig werden, wenn wir diese drückenden Schwierigkeiten meistern wollen."

Dann begab sich der Reichspräsident, bei der Fahrt burdi die Stadt überall begeistert begrüßt, zum Reichsfinanzhof, wo er die Meldung der leiten­den Beamten der Reichsbehörden in München ent­gegennahm. In ihrem Namen begrüßte

der Präsident des Reichsfinanzhofs, Exzellenz ' van Jahn,

den Herrn Reichspräsidenten. Der Reichspräsident erwiderte mit folgenden Worten:

Ich danke Ew. Exzellenz für die freundlichen Begrüßungsworte, mit denen Sie mich im Reichs­finanzhof und im Kreise der leitenden Reichsbeamten in München willkommen hießen. Es ist mir ein leb­haftes Bedürfnis, auch die leitenden Beamten der Rcichsbekörden in Bayern kennen zu lernen, ihnen und zugleich auch allen Beamten der Reichsoerwal- tung Bayern die Anerkennung des Reiches für ihre selbstlose Arbeit auszusprechen und ihnen meine Wünsche dafür zu übermitteln, daß ihre Arbeit un­serem Vaterlande in seiner Gesamtheit zum Vorteile und zum Segen gereichen möge."

Brief

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1 MarktstreOe 34, 7473t

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(»n Billionen Mark anSgrdrückt. vnenos-StreS. London, Nea- borf, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, wt«nod BaboipeOb: 100000 ®mbdten, aöeS übrige für 100 kinheitou.» Telegraphische Auszahlung.

viminc Schwan, Mto. Gießen, Gretel Scheer, Tv. '-äSetilar, Ella Schultheiß, To. 1860 Bad-Nauheim, 83 P.; 29. Johanna Wagner, Mtv. Gießen, 82 P.; 30. Elisabeth Eifer, Tv. Hungen, Ria Mörler, Tv. 1860 Bad-Nauheim, Elfr. Kisiow, T. u. Spv. Mar­burg, 81 P., 31. Emmi Schaum, T. u. Spv. Butz­bach, Toni Heldufer, T. u. Spv. Butzbach, 80 P.

Dreikampf der Frauen

(75-Meter-Lauf, Hochsprung, Kugelstoßen.)

31 Teilnehmerinnen, 29 Siegerinnen. 1. Anna Urban, Tgde. Bruchköbel, 61 P.; 4. Anna Mörler, Tv. 1860 Bad-Nauheim, 50 P.; 6. Annelie Schwarz, Tgde. Friedberg, 48 P.; 14. Lina Haubach, To. 1846 Gießen, 40 P.

Fechten.

In die Kreissonderklasse, die zur Teilnahme an den deutschen Meisterschaften im Fechten berechtigt, kam als einziger vom Gau Hessen im Florett Georg Zörb, Mtv. Gießen (9. Sieger), wahrend er im leichten Säbel den 16. Sieg errang. An den Er­folgen im Degen ist unser Gau nicht beteiligt. Beim

IHufferriegentumen der Turner waren folgende Vereine des Gaues erfolgreich:

Klaffe 1 (Notesehr gut"): To. 1846 Gießen (2 Barren, 31 Teilnehmer); T. u. Spv. Butzbach (Freiübungen, 17 Teilnehmer); Verein für Leibes- Übungen Marburg (Barren, 11 Teilnehmer); Tv. Wetzlar (Pferd, 10 Teilnehmer); T. u. Spv. Mar­burg (Reck, 10 Teilnehmer).

Klaff e 2 (Notegut"): Mtv. Gießen (2 Pferde, 13 Teilnehmer); Tv. 1846 Gießen (3 Barren, 33 Teil­nehmer); To. Grünberg (3 Barren, 30 Teilnehmer); Tv.Gut Heil" Treis a. d. L. (Barren, 12 Teiln.); Tv. Wetzlar (Barren, 12 Teilnehmer); Tv. Krof­dorf (Barren, 12 Teiln.); Verein für Leibesübungen Marburg (11 Teilnehmer); Tv. Alsfeld (Barren, 10 Teiln.); Tgm. Marburg (Barren, 10 Teiln.); To. Hochelheim (Barren, 11 Teiln.); Tv.Frisch auf" Griedel (Barren, 10 Teiln.); Tv. Burgsolms (Bar- ren, 10 Teiln.);Tv. Ober-Mörlen (Pferd, 9 Teiln.); Tv. 1860 Bad-Nauheim (Barren, 9 Teiln.); Tgm. Marburg (Reck, 8 Teiln.); Tv. 1859 Nidda (Barren, 8 Teilnehmer). t

Klasse 3 (Notebefriedigend"): Tgm. Fried- berg (2 Reck, 16 Teiln.); Tv. Lang-Göns (Barren 10 Teiln.); Tv. Großen-Linden (Barren, 10 Teiln.); To. Dornassenheim (Barren, 10 Teiln.); To. Lauter- dach (Barren, 10 Teiln.).

Vereinsriegen der Turnerinnen.

Klasse 1 (sehr gut): Tv. 1860 Bad-Nauheim (Barren, 10 Turnerinnen).

Klasse 2 (gut): Mtv. Gießen (Keulenübungen mit Schrittbewegungen, 9 Turnerinnen).

5onberoorfül)tungen.

Klasse 1 (sehr gut): T. u. Spv. Butzbach lSportliche Freiübungen, Turner); Tv. Wetzlar (Freiübungen, Turnerinnen).

Klasse 2 (gut): Tv. Krofdorf (Gewandt­heitsübungen, Turner).

Klasse 3 (genügend gut): T. u. Spv. Mar­burg (Volkstänze, Turnerinnen).

Freiübungen der Gaue.

Dazu waren 25 Gaue angetreten. Der Gau Hessen war mit 300 Teilnehmern der am stärksten vertretene Gau. Nach ihm folgten Gau Rhemhessen (240 Teilnehmer), Gau Frankfurt (206 Teilneh­mer), (Bau Saar-Blies (194 Teilnehmer) usw. Be­wertet wurden die Vorführungen des Gaues Hessen (47 Punkte) mit der Notegut".

Schwimmen.

Der Gau Hessen war an folgenden Konkurrenz

5*7o Deutsche RetchSanletbr . 4% Deutsche RcichSonletoe .

8'/«% Deutsche NeichSan leide 3% Deutsche Reichsanleibe . Deutsche Sparvränncnciii leibe 4°/0 Preußische Konsols . . 4* o Hessen 3*/t6/o Hessen 9% Hessen Deutsche Wertb. Dollar-An!, dto- Doll -Schatz-Anweisng.')

*lo HoHtfirten.........

6% Gokdmerikaner

Berliner Handelsgesellschaft. Lommerz- und Prtvat»Bank. Darmst. lMd Natioualbank . Deutsche Bank.........

Deutsche veretnSbank .... Disconto Commandi« Metallbank...........

Mitteldeutsche Kreditbank. . Ocfterreichische Kreditanstalt. Weltbank

Bochumer Guß .

BuderuS ..........

Caro ........

Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke ..

^(166 Bergbau......

erfe Aschersleben....

Kaliwerk Westeregeln ....

Laurahütkc .......

Obrrbedarf.....

1P»6.;:::::: Mebeck Montan Tellos Bergbau .....

Hamburg-Amerika Pakt. .; Norddeittscher Llovd ...

Cheramische Werke Albt» .. Zementwerk Heidelberg ... Pbtlivv Holzmann ......

Anglo-Cont-Guauo .....

Badische Anilin.......

Chemische Maver «lapür ..

Goldschmidt

Grieß beimcr Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzvcrkobluua ........ Rütgerswerke Scheideanstalt ......

Allg. ElektriztkätS-Tesellschaft Bervmmm .......... Mainkraftwerke ....... Schachert . . ........ Siemens & Halskd .... Adlerwerre Kleyer ..... Daimler Mowre». ..... Hevligenstaedt ........ Meguin......... *

Motorenwerks Mannheim .

Frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . ..

Schuhfabrik Her, . . .... Sichel

Berlin, 12. August.

Amerikanische Note» .... Belgische Noten . ...... Dänische Noten ........ Englische Noten. ...... Französische Noten ..... Holländische Noten ..... Italienische Noten.....

Norwegische Noten ..... Deutsch-Oesterr., ä 100 Kron« Rumänische Noten......

Schwedische Noten ..... Schweizer Noten Svantsche Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten ... . . .

Frankfurter

11 August Amtliche Noti ru'ng Geld I Brief

gegangenen) zur Entlassung gekommen. Von 1246 Abgekehrten der Mbllerschächte wurden 168 auf Rheinbaben und 90 auf der Kokerei Möller wieder eingestellt. Heber einen weiteren Abbau sind noch keine Beschlüsse gefaßt worden.

Auch die Zeche Rhein-Preußen hat mit dem 1. August den Betrieb der Schachtanlage 1 unb 2 stillgelegt. Für die Instandhaltung der Anlage bleiben noch 786 Mann beschäftigt. Von den übrigen Belegschaftsmitgliedern ist ein Teil nach der Schachtanlage 4 bis 5 verlegt. Der größte Teil aber entlassen worden. Zum 30. September mußten weiteren 56 technischen und kaufmänni­schen Beamten gekündigt werden.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M., 12. Aug. An der Abend- börje tarn die im Verlaufe der Mittagsbörse ein= fetzende scharfe Abwärtsbewegung zum Stillstand. Die Kurse waren bei weiter luftlosem Geschäft und kleinsten Umsätzen im allgemeinen gehalten. Das Angebot zeigte sich nur noch vereinzelt. So waren am Montanmarkt Mannesmann erneut um 2 Proz. niedriger. Etwas Interesse zeigte sich für chemische Aktien, ohne jedoch Einfluß auf die Kursgestaltung zu haben. Anleihen gaben weiter im Kurse nach. Kriegsanleihen wurden zum Schluß mit 0,135 bis 0,140 genannt. Die Abendbörse schloß in gut be­haupteter Haltung. Deutsche Anleihen: öprozentiae Reichsanleihen 0,135, 3,5proz. Preußische Konsols 0,190. Ausländische Renten: Zolltürken 5,75. Bank­aktien: Berliner Handelsgesellschaft 125, Commerz­bank 93,25, Deutsche Bank 113, Discontogesellschaft 102,50, Dresdner Bank 100, Mitteldeutsche Credit- bank 93, Reichsbank 121,50, Oesterreichische Kredit- aktien 7,40. Montanaktien: Mannesmann 55,25, Mansfelder 55, Phönix 58,50, Rheinische Braun-- kohle 109, Kali Aschersleben 119. Chemische Aktien: Badische Anilin 121,25, Elberfelder Farben 113,75, Höchster Farben 113,75, Holzverkohlung 4,80. Transportwerte. Baltimore 47. Industrieaktien: AEG. 92, Zement Heidelberg 66,50, Licht und Kraft 89, Julius Sichel 20,75, Siemens & Halske 70,50, Thüringer Elektrizität 69,50, Wayß & Freytag 66, Heilbronnzucker 54.

Berliner Börse.

Berlin, 12. Aug. Die letzttägige schwächere Verfassung der Börse setzte sich auch heute fort. Die Aktienmärkte eröffneten allgemein zu Kursen, die einige Prozent unter den gestrigen Sätzen lagen. Ihren Ausgangspunkt nahm diese Bewegung von der anhaltend ungünstigen Verfassung des Montan­marktes. Verstimmend wirkte auch die Vermutung, daß die Aufnahme des Terminhandels möglicher­weise erneut hinausgeschoben werden soll, und zwar bis zum 1. Oktober. Wenn auch nach anderen Ver­sionen nur eine Verzögerung von 14 Tagen über den 1. September hinaus in Frage kommen wird, o zeigen doch diese Erwägungen, mit welchen Schwierigkeiten die Börse zur Zeit überhaupt zu kämpfen hat. Am heimischen Anleihemarkt wurden wiederum lief f urf e erreicht. Kriegs»

Amtliche Notierung Brief

_ Geld

4,189

18,85

96,01

20,341

19,66

168,25

15,23

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Getreidebörse.

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1,1225

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71

114,5

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114

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113.75

115

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4,8

67

»

66

62

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98

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92

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82

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**

7»

51,50

51

□2.13

51,18

72

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49

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40

33

w

43

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67

67

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SS

35

35

38

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21

20

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8.8

S

8,9

60

60

58

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57,5

168.79

iöMi

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1,693

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6.56

6.54

6,56

im