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Oft Heute vallendet bte tn unserer Stadt. Frau ’6; Lebensjahr, Sie uwwirts Wam Lipp iu >et Post) und die Ditve erstorbenen Distri/ts-Si«. «nrich Aausch, (St Dar Distrikts-Einnehmer, trat \b, verbrachte seinen Le» wurde jedoch aus seinen !■ 5i<m Lausch empfindet Beschwerden des Wcrs, ist isch, nimmt an ihrer Um» änleil und freut sich sehr • Die Jagd zeiai in die» Ergebnisse. SS gibt wenig ühner. Lus der Gemeinde« nt ßdjunl Dom Din-- e nur eine eimige Kett» Dir Fasanen M Mig n gibt es zirMch Lehe, nd Dachse. Der Destand )t gelichtet. Ein kapitaler 10. August am Ostrand rschossen. Die Losen deS n Umfang von 23 Zenti» : von 3 Zentimeter. Denn auf der diesjährigen Aus» eine Krone von 22'/, Zrnst« goldene Medaille erhielt, leidmannsglükl bei Laubach diesjährige Kartoffel« ,en befriedigen. Das ickge den Landleuken sehr zustat» ile Knollenfrucht sehr unter stretchen Feldmäusen, nc" liit wieder FcmlmS. den Sorten,tzemat , und Auch die Dickwurzeln it. Jedoch Mn sie eben» dmäufen und dem fonst gen n”&n HMf g '* . Winterfrucht Ww en teilweise wieder verhee-
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den Vater Rhein in ihrem Schoße birgt, gestattet die herrlichsten Ausblicke nach allen Richtungen. Gleichzeitig bildet diese Gegend mit ihren vorzüglichen Bahnverbindungen auch das natürliche Bindeglied zwischen Rord- und Süddeutsch- land"
• Alichelstadt, 11. OIL Der Streit der hiesigen Metallarbeiter ist jetzt, nach fünfwöchiger Dauer, durch einen Schiedsspruch des Lantesschlichters bei gelegt worden.
Rheinhessen.
Aus Rheinhessen, 10. Oft. Seither war es den entfernteren Orten des Kreises Oppenheim nur möglich, mit dem Umweg über Mainz zu ihrer Kreisstadt zu gelangen, was einer vollen Tagesreise gleichkam. Versuche dieser Orte, nach Dingen oder Alzey eingeglie- Bert zu werden, die sie durch kurze Bahnfahrt erreichen konnten, blieben ergebnislos. Die Einlegung einer Autopost Oppenheim— Bingen hat nun einigermaßen erträgliche Zustande geschaffen, indem sie den Einwohnern des Kreises die Möglichkeit gibt, in Verhältnis- mäßig kurzer Zeit ihre Kreisstadt zu erreichen und wieder zurückzukehren. Eine zweite größere Autopostlinie, die ganz Rheinhessen durchquert, wird im Laufe dieses Monats zur Durchführung kommen. Sie geht von Mainz aus, berührt in der Hauptsache abseits des Dahnverkehrs gelegene Orte und fuhrt über Partenheim—Sprenblingen nach Kreuznach Diese beiden Autopostlinien werden vi*t zur Vereinfachung des Personenverkehrs und zur Verbesserung der postalischen Verhältnisse beitragen, die seither für viele Gemeinden im Innern der Provinz sehr trübe waren.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
• Kinzenbach. 12. Oft. Die Firma Berkenh off & Co., Metallwerk in Kinzenbach, schreibt uns, daß die in unserer Freitagausgabe unter unrichtiger Firmenbezeichnung und Betriebsart gemachte Mitteilung irrig sei. Von einer Stillegung sei keine Rede. Eine 14tägige Betriebsruhe habe lediglich einer zeitweiligen Arbeitsstreckung gedient. Heute wurde der Betrieb mit der vollen Belegschaft wieder ausgenommen.
XX Krofdorf, 11. Okt. Kraftpoft Gieße n — Krofdorf — Fellingshausen. Eine in der abgelaufenen Woche hierselbst tagende Versammlung der beteiligten Gemeindevertreter, zu der sich auch eine größere Zahl von Vertretern interessierter Gewerbetreibender und Bauern eingefunden hatte, hat endlich eine Lösung dieser seit längerer Zeit schwebenden Derkehrsfrage gebracht. Das südliche Hinterland, welches seit altersher mit der Stadt Gießen wirtschaftlich aufs engste verknüpft ist, wird dadurch auch immer mehr dem Verkehr erschlossen. Dio von der Reichs- po st Verwaltung geforderte Garantie- s u m m e, sind die beiden Gemeinden bereit, aufzubringen. Desgleichen werden die für die Errichtung einer Autohalle erforderlichen Kosten gemeinsam getragen. Der Referent der Oberpostdirektion glaubte danach eine alsbaldige Einrichtung der K r a f t p o st l i n i e in Aussicht stellen zu können.
bl. Ehringshausen, 10. Oktober. Uns«e Eisensteingrube „H e i n r 1 ch s s e g e n"leidet- and) unter dem wirtschaftlichen Druck, der sich Lhtzr die hiesige Gegend ausgebreitet hat. In der letzten Zeit mußten Bergleute entlassen werden.
bl. K a tz e n f u r t, 10. Okt. Etwa zehn Minuten von unserem Ort entfernt erhebt sich am schönen Waldessaum unser Kriegerdenkmal, das vor noch nicht langer Zeit eingeweiht wurde. Das Ehrenmal ist schmal, aber hoch erbaut und bekommt durch den Waldhintergrund ein anmutiges Gepräge. In Steine eingemeißelt leuchtet vor dem Monument weithin sichtbar das Eiserne Kreuz. Vier weiß gestrichene Bänke und terrassenförmige Anlagen umgeben das Ganze geschmackvoll.
tr Dillkreis.
fpd. Dillenburg, 11. Ott. Auf einer gefährlichen Krümmung bei Haiger rutschte ein Auto aus Butzbach in rasender Fahrt aus, überschlug sich und wurde gänzlich zerstört. Wie durch ein Wunder blieb der weit herauSgeschleuderte Chauffeur fast unverletzt, der Mitfahrer mußte schwer verletzt dem Krankenhause zugeführt werden.
bl. Driedorf, 10. Okt. Die Postverwaltung wird in aller Kürze eine Autobuslinie von hier nach Weilburg einrichten. Die Fahrt soll voraussichtlich über Herborn gehen. Geplant ist der Verkehr mit täglich zwei Wagen. Die Maßnahme findet allseits freudige Aufnahme. An Sonntagen war es seither äußerst schwer, aus der hie- 5gen Gegend in das Lahngebiet zu kommen, da eine Frühzüge verkehren. Zudem kürzt die Strecke Sanz wesentlich ab. Es steht zu erwarten, daß sich as Unternehmen durch fleißige Benutzung sehr rentabel gestattet.
Kreis Marburg.
][ Marburg, 11. OIL Gestern trug sich der seltene Fall zu, daß em Ehepaar, der Schremermeister Georg Konrad und Frau, gemeinsam zur letzten Ruhe gebracht wurden. Der Mann war zuerst und einige Stunden später die Frau gestorben. Sie kamen in ein gemeinsames Grab. — Seit Montag wird ein 16 Jahre altes Mädchen auS Wetter und seit Mittwoch ein etwa 55 Jahre alter Mann von hier vermißt.
Frankfurt a. M. und Umgegend.
fpd. Frankfurt a. M, 11. Oft. In Königstein haben mehrere Vertreter der Bürgerschaft erneut den Plan einer elektrischen Verbindungsbahn nach Frankfurt a. M, deren Herstellung und Bau bereits vor dem Kriege diskutiert wurde, auf gegriffen. Man sagt, daß eine solche Verbindung Den vorderen Taunus und Königstein ungleich besser als seither drin Touristenverkehr erschließen könne, wie überhaupt eine schnelle und regelmäßige -Verbindung des Taunus mit der Großstadt F> ankiart notwendig sei. Als Linienführung wird vorgeschlagen Königstein—Mammolshain—Kleinschwalbach — Sossenheim—Frank surL — Unter Vorzeigung g e - fälschter Invalidenkarten gelang es dem Dreher Adolf Vitt, in zahlreichen Städten Deutschlands, unter anderem in Frankfurt a. M. Wiesbaden, Köln, Leipzig ufro.. von öffentlichen oder privaten Wohlfahrtseinrichtungen Unter- stützungsbet.räge zu erschwindeln. Er scheint bereits feit etwa 11/? Jahren seinen Lebensunterhalt fast nur durch Unterstützungsbetrügereien gefristet zu haben. Vitt kam dieser Tage in H a f t. — Als der Metzgermeister D a p p r i ch von Unterliederbach bei Höchst a. M. von einem fahrenden Straßenbahnwagen springen wollte, fiel er auf ein vorb eis ährendes Auto und schlug so heftig mit dem Kopf auf das Pflaster, daß er sich einen schweren Bruch zuzog. 3m Krankenhaus starb er kurz darauf an der erhaltenen Schädelverletzung.
Selbstmord durch Gasvergiftung
5 Menschen tot.
fpd. Frankfurt a. M, 11. Ott. Heute mittag bemerkten Rachbam und Bewohner des Hauses Kleine Splllingsgasse 14 in B o r n h e i m, daß einer Wohnung durchdringender Gasgeruch entströmte. Sie schöpften Verdacht und öffneten gewaltsam die Tür, wo sich ihnen ein furchtbarer Anblick darbot. Alle fünf Bewohner hatten den Tod durch Gasvergif. t un g gesucht und gefunden. Es sind dies die Witwe Sophie Schmidt, eine Frau Werkeln und drei Kinder, zwei Knaben und ein Mädchen. Die Motive zu der entsetzlichen Tat sind noch unbekannt.
Das neue hessische Kommunalwahlgesetz.
Die Form, in der das Gesetz über die Wahlen für Gemeinden und Gemeindeverbände (Kreise und Provinzen) aus den Abstimmungen des Landtages hervorgegangen ist, läßt sich wie folgt durch die Wiedergabe einiger Hauptbestimmungen kurz darstellen:
Die Stadtverordnetenversammlung in den Städten und der Gemeinderat in den Landgemeinden bestehen bei einer Einwohnerzahl bis zu 500 auS 7. von 501 bis 1000 aus 9, von 1001 bis 3000 aus 12, von 3001 bis zu 5000 aus 15, von 5001 bis 8000 aus 18, 8001 bis 10 000 aus 21, von 10 001 bis zu 20 000 aus 24, von 20 001 bis zu 30 000 aus 36. von 30 001 bis 60 000 aus 42, von 60 001 bis 90 000 aus 48, von 90 001 bis 120 000 aus 54, von 120 001 und mehr aus 60 Stadtverordneten oder Gemeinderatsmitgliedern (Gemeindevertre- tern).
Der Kreistag besteht bei einer Einwohnerzahl bis zu 50 000 aus 21. von 50 001 bis zu 60 000 aus 24, von 60 001 bis zu 70 000 aus 27, von 70 001 und mehr aus 30 Kreistagsmitgliedern.
Der Provinzialtag Besteht bei einer Einwohnerzahl bis zu 350 000 aus 35, von 350 001 bis zu 450 000 aus 40, von 450 001 bis 550 000 aus 45, von 550 001 und mehr aus 50 Provinzialtagsmitgliedern.
Die Stadtverordneten und die Gemeinbe- ratsmitglieder, die Kreistags- und die Provin- zialtagSmitglieder werden tn allgemeiner, gleicher, unmittelbarer und geheimer Wahl nach den Grundsätzen der Verhältniswahl auf vier Jahre gewählt. (Die ursprünglich in der Regierungsvorlage vorgesehene indirekte Wahl zum Provinzialtag ist vom Landtag abgelehnt worden.)
Jeder Gemeindewahlvorschlag muh bei einer Einwohnerzahl der Gemeinde bis zu 300 von mindestens 5, bis zu 500 von 10, bis zu 1000 von 20, bis zu 3000 von 30, bis zu 5000 von 40, bis zu 10 000 von 50, bis zu 20 000 von 60, über 20 000 von 70 (Mindestzahlen) nach der Wählerliste stimmberechtigten Personen unterzeichnet sein. Jeder Kreistagswahlvorschlag und jeder Provinzialtagswahlvorschlag muß von mindestens 50 stimmberechtigten Personen unterzeichnet sein.
Mit 2 0 Jahren ist man wahlberechtigt, aber nicht, wie bisher mit 21 Jahren, sondern mit 25 Jahren wählbar. Die Dauer des Wohnsitzes zur Erlangung des Wahlrechtes ist für alle Arten von Wahlen jetzt gleichmäßig auf 6 Monate festgesetzt. Die Wahldauer für die Beigeordneten in den Stadt» gemeinden, der Bürgermeister und Berufsbürger- meister in den Landgemeinden bleibt bei sechs Jahren, bei einer Wiederwahl beträgt sie neun Jahre
Aus dem Amtsverküttdi^uitqc-blatt.
• Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 80 vorn 9. Oktober enthält: Maul- und Klauenseuche in Bellersheim. — Forderung der
Dottsbibliothelen Felddereinigung Drohen- I Linden und Lang-Göns. — Ortsfatzung über den Bezug von Wasser aus dem Wasserwerk der Gen'.einde Billingen. — Ortsfatzung über die Benutzung der Biehwage der Gemeinde Stein- Heim.
Auswertungs-Grundduch- eintragungen in (Bolbmarh. Zn der Praxis der Grundbuchämter sind Zweifel darüber entstanden, ob auf Grund des Aufwertungsgesetzes die Aufwertung der Beträge von Hypotheken in das Grundbuch in Goldmark oder in Reichsmark einzutragen sind. Im Ergebnis würden beide Arten von Eintragungen zu demselben Ziel fuhren, da nach dem neuen Münzgesetz eine Reichsmark denselben Wert hat wie eine nach Feingold- preis berechnete Goldmark. Da jedoch nach^ der ersten Durchführungsverordnung zur 3. Steuernotverordnung die Aufwertungsbeträge in Goldmark einzutragen waren, und demgemäß in zahlreichen Fällen bereits Eintragungen in Goldmark bewirkt sind, erschien es im Interesse einer einheitlichen Buchung der im Aufwertungsgesetz bestimmten Aufwertung und zur Erleichterung des Grundbuchverkehrs zweckmäßig, die Eintragung wiederum in Goldmark vorzunehmen. Die Reichsregierung hat durch eine auf Grund des § 88 des Aufwertungsgesetzes erfaffene Verordnung ange ordnet, daß die Eintragungen auch weiterhin in Goldmark zu erfolgen haben.
Oberhesfischer Kunstverein.
Im Turmhaus am Brand, dessen Ausstellungs- faal sich nach dem Umbau in größerer Welte und Helligkeit zeige, hängt gegenwärtig eine Kall- morgen- Ausstellung. Der Künstler, dessen Schaffensfreude im Odenwald und an der Wasserkante ihre Nahrung fand, zeigt sich als fleißiger Arbeiter, der in Treue zum Detail steht, der die technischen Dorassetziingen des Zeichenstiftes kennt und unentwegt durchfühtt. Drei Studienköpfe aus dem Jahre 1889, Holländer Mädchen, sind deß Beleg. Die feie Schwere des Bodens und die nasse Sattheit der gedämpften Farben in der norddeutschen Küstenluft lassen ihn den Pinsel freier führen, und In weicher Verschwommenheit gelöst, gibt er sich in den Hafen- und Wafferblldern. Licht und Kolorit des Vorwurfes sind ihm unantastbar: unverrückt und treu gibt er wieder, was er sah. In den Bergen des Odenwaldes fand er mein ^dankbares Motiv, das er mit dem Stift umreißt und dem er bis in die feinsten Details nachgeht. — Die ausgestellten Plastiken von F. Best (Cronberg) in den Fensterbänken sind kräftig gesehen und, wie das ,Kälb- chen", von guter Arbeit. Auch die „Jungfrau" und der „Borer" sind von Körperfreude erfüllt. e-s.
Gerichtssaal.
* Darmstadt, 10. Okt. Das Bezirks - schöfsengerlcht verurteilte einen Tin ter wacht- meister der Schutzpolizei, der einen anderen ilnterroadytmeifter, seinen Freund, mit seinem Dienftrevolver aus Fahrlässigkeit getötet hatte, zu sechs Monaten Gefängnis. Der Angeklagte hatte den Lauf gegen den Freund gerichtet und im Scherz abgedrückt, worauf dcrs Unglück geschah. Das Gericht sprach aus, daß es schwer gewesen sei, die richtige Strafe zu finden, und gab der Meinung Ausdruck, daß die Strafe auf dem Gnadenwege gemildert werden könnte.
Buntes Allerlei.
Perlen in deutschen Flüssen.
3m grünen Gewölbe zu Dresden, dieser märchenhaften Schatzkammer köstlicher Kleinodien, befinden sich zwei berühmte Perlenschnüre von erlesener Schönheit, die neben 228 orientalischen Perlen 177 prachtvolle Perlen enthalten, die aus der Elster stammen. AuS der Elster? wird mancher Leser erstaunt fragen. Werden denn Perlmuscheln auch in deutschen Flüssen gefangen? Es gibt in der Tat eine ganze Anzahl deutscher Bäche und Flüße, in denen die Fluhperlmuschel, die Erzeugerin der heimischen Perlen, lebt. Da die Perlmuschel nur in kalkfreiem oder sehr kalkarmen Wasser gedeiht, be- schräntt sich ihr Verbreitungsgebiet auf die Gewäsier des llrgebirges, des Kambriums, Silurs und Buntsandsteins. Sie lebt vor allem in den vom Fichtel- und Glstergebirge und vom Bayrischen Wald ab- fließenden Bächen, doch kommt sie auch im Gebiet des oberen Mains, der Fränkischen Saale und in der Kinzig, in der Steinach (Odenwald), im Spessart, in der Lausitz, im Riesengebirge, tn der Lüneburger Heide, auf dem Hunsrück, in der Eifel und im hohen Denn vor. Seit dem 15. Jahrhundert wird die Perlmuschel tn einzelnen, besonders geeigneten Gebieten planmäßig gehegt. Von manchen LandeS- fürften wurde die Perlfischerei zum Regal erhoben, auf besten Verletzung drakonische ©trafen standen.
Die bis 14 Zentimeter lange Perlmuschel findet sich einzeln oder zu Kolonien vereint an geröll- und pflanzenarmen Stellen der Gewäster im Sand. Jedes Perlmuscheln führende Gewäster ist in genau abgegrenzte Reviere eingestellt, deren jedes alle 12 bis 15 Jahre einmal abgesicht wird. Die Perlsischerei wird in den Monaten Mai bis August betrieben. Dabei werden die Muscheln in einem mit Wasser gefüllten Gefäß gesammelt, dann vom Fischer sorgfältig geöffnet und etwa vorhandene Perlen mit einer besonderen Zange herausgenommen. Die untersuchten Muscheln werden meistens mit einem besonderen Zeichen versehen, wieder in das Gewäster
gesetzt. Bei diesem Verfahren bleibt das Muscheltier am Leben, was wirtschaftlich von höchster Bedeutung ist, da sich unter 1000 Muscheln höchstens 4-10 Perlenträgerinnen sich befinden. Wollte man in den deutschen Gewästern die beim Fang der Seeperlmuschel übliche Methode anwenden, bei der das Tier stets zugrunde geht, so würden die deutschen Muschellol onien bald verödet sein.
Hat der Fischer eine Perle gesunden, so nimmt er sie in den Mund, reinigt sie ouc diese Weise von dem anhaftenden Schleim und überaibt sie dem ihn beglei e iben Kontrolleur. Die ei z Lien Perlen sind nach Größe und Güte natürlich außerordentlich verschieden, doch finden sich stets auch Stücke darunter, die keinen Vergleich mit den schönsten orientalischen Perlen zu scheuen brauchen. Der ©rlrig der deutschen Perlenfischerei fällt gegenüber den Mengen, die von den orientalischen Far g -' l! n in den Welthandel kommen, kaum ins G^w cl t So liefern z. B. die oberfränfischen Gewästern jährlich im Durchschnitt nur eine Ausbeute von 1600 bis 1700 Perlen. Trotzdem verdient die deutsche Perlfischerei als kulturgeschichtliche Merkwürdigkeit mehr Ausmerffamkeit, als ihr im allgemeinen zuteil wird.
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Briefkosten der Redaktion.
(Rechts, : . :'Jen sind ohne Verbindlichkeit des Redaktion.)
G. H. Der Prozentsatz der Miete beziffert sich, wie wir am Donnerstag bereits mitteilten, in Gießen auf 84 Prozent, für September sowohl wie für Oktober. Eine anderweitige Mitteilung, daß der Zuschlag 83 Prozent betrage, ist falsch Die Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz beträgt zur Zeit in Gießen 60 Pfennig von 100 Ml. Steuerwert. Eine Erhöhung ist noch nicht beschlossen, weshalb auch eine Heraufsetzung des Prozent'ahes der Miete noch nicht erfolgen konnte. Es bleibt also für September und Oktober bei 84 Prozent der Miete.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Ltt.uel übernimmt die Redaktion dem Publikum V antwvttung.)
Eisenbahnwünsche
von Dorlar und Umgegend.
Dem sehr berechtigten Artikel „Eisenbahn* wünsche von Dorlar und Umgegenb“ in Rr. 235 des „Gießener Anzeigers" können wir nur lebhaft zustimmen. Besonders die Eltern von Dorlar und anliegenden Sorfent, die ihre Kinder m die höheren Schulen von G r e'ßen und Wetzlar schicken, würden es mit Freube begrüßen, wenn diesen durch die Haltestelle Dorlar eins große Erleichterung des Schulweges geschaffen würde. Man käme auch damit den Wünschen vieler in Wetzlar beschäftigten Arbeiter entgegen. Vielleicht wäre es angebracht, eine Liste umgehen zu lassen, um Unterschrift t en zu sammeln, und diese an die zuständige Stelle zu schicken.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Dienstag, 13. Oktober.
4,30 bis 6 Uhr Rachmittagskonzert des Haus- orchesters: Operetten. 6 bis 6,30 Übt: die Lesestunde: Aus ,Till ällenspiegel und Lame Grei- zack" von Charles de Coster. 6,30 bis 7 Uhr „Helfende Mitarbeit in der Fugendwohlfahrtspf löge", Vortrag von Jutta von Daremtin. 1 bis 7,30 Uhr Uebertragung von Kassel: Vortrag von Oberregisseur Willi Chenelnitzky „Das Regieproblem des Ürfauft“. 7,30 bis 8 Ufjr Dorttag von Dr. med. Gotthilf „Die Willensschwäche". 8 bis 8,30 llhr Italienischer Sprachunterricht. 8,30 bis 9,30 ilbr Mozart-Zyklus des Arnar- Quartetts. 10 bis 11 ilbr Altitalrenifche und altdeutsche Arien.
'VERTRETER* H. Elges jr.
Gießen Seltersweg 68
Zum festesten
renii te
Cier- - Nudeln,


