Ausgabe 
12.8.1925
 
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Kaffau.

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11 Aug. 3m W® tätb hierleibst der A' Ernst össter-, _ der verstorbene n^ W er über e.n W» 'ib.irfö verwaltete. 1 « X Sraunlfi' ZW Ardeiler fanbenI J e,n«to9i'"*ml'lllh,6l» Seif «* V» ECSJ! ? Äj, rs 'VäSa

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^9. Bestem mittag y von Darmstadt bi wagen und der erste 5| Wodurch die beide, ; gesperrt wurden. Ber- End; der Sochschüdn. er Sprengung in > lKreis Heppenheim

drei Wochen btt. Schort aus Harten. . dah er bald darai?

'N. Der Ball», en Hochschule hat an s a h r t unternommen tof. Eberhard, önn für Lustfahrt an der Ne Fahrt, die um 10 r Hanau, dann über Hersseld bis in die n, wo btt Ballon um

werben wird. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge zu urteilen, wird sedoch der Plan verwirklicht wer­den. In letzter Zeit treten die Zigeuner im hiesigen fflebfet äutzersl stark auf Durch das Dill- tal kommen ganze Irupos, die nach Süden weiter« ziehen. (Ein jeder Kreis sucht nach Möglichkeit einen längeren Aufenthalt in seinem Gebiet zu verhüten und schiebt die braunen Gesellen weiter.

fpö. Frankfurt a. M, 10. Aug. Der 49jöh. rige 3beiHbinber Peter Schmitt aus der Bogcl- defanggafle stürzte am Samstagabend bei der 'icimfepr die steile Haustreppe hinab unb Itarb nach kurzer Zeit an den beim Sturz erlitte- nen Verletzungen. In einem Anfall geistiger Um­nachtung stürzte sich in der Nacht zum Montag eine junge Frau, die krankheitshalber im städtischen strankenhause weilte, aus einem Jen ft er des zweiten Stockes und war auf der Stelle tot.

spd Frankfurt a. M, 11. Aug. Gins Pvllzeistreisc. bic in der Nacht zum Dienstag morgens gegen 3 Uhr durch die Savignystraße ging, hörte plötzlich aus dem Haufe Nr. 25, in dem sich hie Direktion der Deutschen HandelS- gefellschaft befindet, Röcheln und leises TB i #h - m e r n. Sie alarmierte die nahe Polizeiwache und drang bann in das Hau- ein. Hier sand man in der Wohnung des Generaldirektors Hoof die tunge Frau Hoof anget leibet auf dem Fußboden liegen Eine Untersuchung ergab, dah auf die Frau mehrere Nevolverschüsse abgegeben traten, die in die linke Bauchseite eingedrungen waren. Der Revolver lag in einer Ecke des Zim­mers. die abgeschossenen Hülsen zerstreut im Zim­mer umher Die lebensgefährlich verletzte Frau wurde lvfvrt dem Städtischen Krankenhause zu­geführt, wo sie noch nicht vernehmungsfähig bar- nieherlkgt. Es erscheint fraglich, ob sie bei der Schwere der Schuh Verletzungen mit dem Leben davvnkommt Der Gatte weilte seit einigen Sagen in der Nhön und nahm dort an den Segelslugwettbewerben teil. Die ganze Sachlage läßt auf einen Nkordanschlag schließen Wer als Täter in Frage kommt, darüber ist man noch im Zweifel. Dorläufig fehlt es darüber noch an Anhaltspunkten.

Wiesbaden, 11. Aug. (WTB.) Heute vormittag ist aus bisher unbekannter Ursache in her Themi scheu Fabrik Mondors & Mauer­berger in Dotzheim bei Wiesbaden, in der Filmstreifen hergestellt werden, eine Cr - plofion entstanden. Dier Frauen ver­brannten. während der Fabrikant Mondors mit schweren Brandwunden in das Krankenhaus einaeliesert wurde, wo er kurz daraus verstarb. Außerdem zog sich ein Feuerwehrmann eine Schlagaderverletzung zu. Die Wiesbadener und die Dotzhebner Feuerwehren löschten schließlich den Brand.

XX Scheuern b. Nassau, 11. Aug. Die hie­sige Ecziehungs- und Pslegeanstalt kann in diesen Tagen auf ein 75iähriaeS gesegnete- Bestehen zurückblicken. Insgesamt 1958 Pfleglinge ohne Unterschied der Konfession hat die Anstalt bis jetzt ausgenommen. Gegen­wärtig bildet sie 450 Geistesschwachen und Epi­leptikern ein Heim. Der Wiste, den Aermsten der Armen in christlicher Liebe zu dienen, das ist der Leitgedanke für die Arbeit der Anstalt bis heute geblieben.

Schadensersatzregelung für Ausgewiesene.

'Aach neuerdings von der Reichsregierung er- lassenen Richtlinien kann die Niederschlagung der an Ausgewiesene gewährten nichtabgedeckten Dar­lehen und Borschüsse auf Sach- und Personenschäden erfolgen, wenn

a) die Wiedereinziehung der Schuld nach Lage der Derhältnisse ausgeschlossen ist, z. B. wenn der Schuldner ohne Hinterlassung von Bermögen verschollen, verstorben ist oder sein Aufenthaltsort nicht mehr ermittelt werden kann;

b) bic Wiedereinziehung der Schuld unter Berücksich­tigung der persönlichen und wirtschaftlichen Der- hältnisie des Schuldners eine Härte bedeuten würde, weil sie seine wirtschaftliche Existenz ge- sährden ober ihn in schwere wirtschaftliche Not bringen mürbe;

c) die Wiedereinziehung der Schuld mit Mahnahmen verbunden wäre, die in keinem Verhältnis zu der Höhe der Schuld stehen.

Es handelt sich um bisher nicht abgedeckte Dar­lehen und Vorschüsse, die von der Reichsentschädi- gungsstelle Kassel gewährt worden sind, mit Aus- nähme der verzinslichen Darlehen zur Wiederauf­richtung der Existenz, auf die die vorstehenden Be- Kimmungen keine Anwendung finden.

Die Anträge der Hessischen Staats- und Kommu- nalbcamten und der aus Hessen ausgewiesenen An­gehörigen der freien Berufe bearbeitet die Hessische Zentralstelle für Ausgewiesenenfür- sorge (Darmftabt, Luisenplatz 5), bei der die zur Anmeldung au benutzenden Formulare unmittelbar anzufordern sind. Die Anmeldungen haben bis zum 31. August 1925 zu erfolgen.

Reichsbeamte und -bedienstete stellen die An­träge bei ihrer vorgesetzten Dienstbehörde.

Kleine Straffammer Gießen.

Gießen, 10. Aug. Der Gärtner Ludwig 2. in Neuhof bei Fulda hatte Ende November 1924 seinem Verwandten Kostrab H. von Steinfurth etwa 9000 Rosen (rosa canina) aus besten Garten gestohlen und sie in Fulda verkauft. Das Amtsgericht verurteilte ihn wegen schweren Diebstahls (Ginsteigen) zu 5 Monaten Gefäng­nis. In der Berufungsverhandlung konnte nur einfacher Diebstahl sestgestellt werdens demgemäß wurde die Strafe auf 3 Monate Gefängnis her- i bgefctjt

Erfolg hatte auch die Berufung des Mol- eceibesihers Adolf Ä. von Ruppertenrod, :r vom Amtsgericht wegen Pfandäuße» u n g zu 3 Tagen Gefängnis verurteilt worden war.' er hatte einen Ofen und 3 Stühle, die rdnungsmähig gepfändet waren, beseitigt.

Da er ungestraft ist. wurde in 2. Instanz auf eine Geldstrafe von 30 Mark erkannt.

Dem Amt4r>rknnDig«ng-bl5i.

DaS AmtSverkündigungsblatt Nr. 64 vom 11. August enthält folgende Ab­schnitte: Die Wahlen her Bürgermeister in den Landgemeinden des KreiseS Ueberwachung des Obstes an den Krcisstrahen. Unterhaltung der Krcisstraßen. UnfastverhütungSvorschristen für landwirtschaftliche Maschinen. Feldbereinigungen Grohen-Linden. Holzheim und Rödgen. Gefun­den, verloren. Nachtrag zur Ortslayung über den Bezug von Wasser aus dem Wasserwerk Glückauf" für die Gemeinde MainAlar.

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im Iahre 1913

1 Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers"^ Frankfurt a. M., 11. Aug. Es wurden no­tiert: Weizen, Wetterauer neuer Ernte 26 bis 27, Roggen, inländischer neuer Ernte 21,25 bis 21,75, Sommergerste für Brau,wecke neuer Ernte 26 bis 28, Hafer, inländischer 20,50 bis 23,50, Mais, gelb 22 bis 22,50, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 39,50 bis 40,25, Roggemnehl 29,75 bis -1,75, Wei- .jenfleie 11,60 bis 11,90, Roggenkleie 12,50 bis 12,75. Tendenz: Behauptet.

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61

815 Fällen der Konkurs verhängt wurde, ergibt sich, dast jetzt ^wenn man Konkurse und

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91.75 »4.65

2633 gegen London gebessert Verstimmung bestand dagegen am Zloty Marti. wo die ichlechte Entwick­lung der polnischen Währungsverhältniste einen un­günstigen Eindruck machte. Die Reichsmark wurde gegen Mittag notiert in London 20,40, Paris 5,08$, Amsterdam 59,18.

Börsenkurs?.

(Ohne Gewähr.)

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43

DeschästSaustichten zusammenzählt und wenn man die Derringerung des Reichsgebietes berücksich­tigt. die Anzahl der Zahlungseinstellungen min­destens 50 Proz. über Friedenshöhe liegt Dabei ist zu bedeicken, dast in Viesen Fällen die Eröff­nung des Konkurses wegen Fehlens einer irgend­wie in Betracht kommenden Masse unterbleibt Sine Untersuchung über den Anteil der einzelnen Warengattungen an den Zahlungsschwierigkeiten ergibt, dast lganz allgemein audgebrüdt) die Kon- kurSzistem in den Produltionsmittelgütern eine Neigung zum Sinken zeigen, während im Der- brauchsgütergewerbe eine starke Steigerung zu verzeichnen ist: sie stieg hier von 28 Proz. aller Gewerbezweige im dritten Dierteksahr 1924 auf 43 Proz. Mitte 1925. Daraus lässt sich schliesten, dast der Abbau in den Produktionsmittel- getoerben bereit« weitgehend durchgeführt ist, während die anderen Gewerbe noch mitten in ihm find. Besonders stark in Mitleidenschaft gezogen find die erst in der Nachkriegszeit gegründeten Firmen. Bon sämtlichen Konkursen und Ge­schäftsaufsichten entfällt mehr als die Hälfte auf die seit 1919 gegründeten Firmen, also auf In­flationsgründungen. Bemerkensv»ert ist. dast der Warenhandel jetzt mit über 50 Proz. an den Konlursen beteiligt ist. gegenüber nicht ganz 40 Proz. in der Borkriegszeit. Auch die Banken weifen steigende Konkursziffern aus. ein älmftaniy der insbesondere deshalb bemerkenswert ist. tue# bereits im vorigen Iahre gerade im Bankgewerbe die Zahl der Betriebseinstellungen sehr grost war.

Auch jetzt ist das deutsche Gewerbe immer noch zu stark überseht. Das geht schon daraus hervor, dah jeden Tag aus allen Gewerbezweigen und auS allen Gegenden Meldungen über Be­triebseinstellungen kommen, die der Anpassung der Produktion an den Bedarf dienen sollen. Interessante Rückschlüsse auf t>ie älebersehung der deutschen Wirtschaft läßt auch die Kartellstatistik zu: sie zeigt, dast wir 1905 nur rund 420 Kar­telle in Deutschland hatten, Ende 1924 dagegen ca. 3100. Dast die Abbautendenzen unter diesen Berhältnissen weiter fortgeben müssen, daran ist wohl nicht zu zweifeln. Es genügt, darauf hinzu­weisen. dast gerade in den letzten Monaten eine ständige Zunahme der Wechselproteste (der Bor­läufer von Konkursen) zu verzeichnen ist. Man tut gut daran, sich in allen Gewerbezweigen auf diele Entwicklung noch stärker als bisher einzustellen.

Frankfurter Abendbör-e.

Frankfurt a. M., 11. Aug. Auch die heutige Abendbörse stand unter dem Zeichen der Abgaben- Neigung, wobei das Angebot eine Steigerung zeigte. Bei lustlosem Geschäft setzten sich die Rückgänge auf allen Gebieten fort. Die stärksten Verluste wies wie­der der Montanmarkt auf; bann folgten chemische Werte. Dagegen konnten sich Bankaktien behaupten. Am Rentenmarkt zeigte die Kriegsanleihe ebenfalls eine nach unten gerichtete Tendenz. Sie l'chlost zu 0,147* Schutzgebietsanleihe 2,600. Der Schlich der Abendbörse war weiter lchwach. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihe 0,155, Schutzgebietsanleihe 2,675. Bankaktien: Commerzbank 93, Darmstädter Bank 111,50, Deutsche Bank 112,75, Deutsche Ver- einsbank 60, Diskontogesellschaft 102,75, Dresdner Bank 100,25, Mitteldeutsche Creditbank 93, Reichs­bank 120,37, Oesterreichische Kreditaktien 7,4. Mon­tanaktien. Bochumer 55,50, Dcutfdj-Vuremburger 55,50, Mannesmann 57, Phönix 60, Rheinische Braunkohle 109, Rheinstahl 49, Nombacher Hütte 48,75, Kali Aschersleben 119. Chemische Aktien: Ba­dische Anilin 121,62, Elberfelder Farben 113,75, Höchster Farben 113,87. Jndustrieaktien: AEG. 92,75, Dyckerhofs 30, Ehlinger Maschinen 43, Licht unb Kraft 89, Fuchs Waggon 0,55, Inag 0,53, Krauß Lokomotio 33, Lechwerke 71,50, Peters Union 67, Schuckert 51,50, Heilbronn Zucker 54.

Berliner Börse.

((Sigenet Drahtberich! des..Gießener Anzeigers".) Berlin, 11. Aug. Der gedrückte Verlauf des gestrigen Spätgeschäftes, der durch erhebliche an ben Markt gelangte Aktienposten der iührenben Spekulationspapiere veranlaßt war, verstimmte auch ben Berkehr an ber Frankfurter Abenbbörse unb wirkte auch heute nach. Wenn fick auch bas Tempo ber Kursabschläge etwas verlangsamte, so herrschte bod) bei Beginn ber Börse bie Abgabeneigung vor, bie zu einer Verschlechterung b e s Kursnioeaus führte. Allerdings war heute bas Angebot weniger bringend als gestern, so daß nach Festsetzung der ersten Kurse das Gesamtbild etwas sreundlicher wurde. Die durch Annahme ber Steuer- vorlagen erfolgte Halbierung bes Börsenstempels blieb ohne Eindruck, da man diese Ermäßigung für zu gering hält, um das Börsengeschäft beleben zu können. Man diskutierte vielmehr eifrig über bie Abwicklung ber Stinnesoerpflichtungen, deren Der- lauf sich aus dem in den nächsten Tagen zu ver­öffentlichenden neuen Status ergibt. Am Geld­markt setzte sich die E r l e i ch t e r u n g der letzten Tage fort, io daß der sag für tägliches Geld auf 64 bis 104 Pro;, ermäßigt werden konnte. Monats­geld 104 bis 114 Proz. Am Devisenmarkt konnten sich Pans und Malland nach dem gestrigen Rückgänge wieder etwas erholen. Auch Oslo lag mit

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Berlin, 11. Aug. Der Produktenmarkt neigte weiter zur Schwäche, wobei das wachsende Angebot aus der neuen Ernte eine Rolle spielte und auch die andauernde Unklarheit der Zollregelung stört. Es wurden notiert: Weizen, märkischer 251 bis 254, September 26L5O, Oktober 262,50; Roggen, mär­kischer 184 bis 190, -septcmber 201 bis 202, Oktober 204,5 bis 205,5; Gerste, märkische 255 bis 280; neue Wintergerste 192 bis 200; Hafer, märkischer 215 bis 213, Oktober 198; Mais, La Plata (loco Berlin) 213 bis 216.Weizenmehl 33 bis 35; Roggenmeh! 26,75 bis 28,50; Weizenkleie 14; Roggenkleie 13,75; Raps 355 bis 360; Diktoriaerdsen 27 bis 34; kleine Erbsen 25 bis 27; Futtererbsen 23 bis 25; Pelusch­ken 23 bis 25; Wicken 26 bis 28; Lupinen, blau 12,50 bis 14,50; Lupinen, gelb 15 bis 16,50; Raps kuchen 16,60 bis 16,8*'; Leinkuchen 23,60 bis 24; Trockenschnitzel 12,20 bis 12^0; Torfmelasse 10; Aartoffelflocken 26,30 bis 86,60; Zucker 22,40 bis -22,60.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(Sn Billionen Mart ouSaebructL Buenos-Aires, London, Vito- York, aapan. Rio de Janeiro für eine 6tnbcit, Wien und Babavef: für 100 000 Linhetten. alle» übrtae für 100 Einpeitru.»

Telegraphische Auszahlung.

_________(Ohne Gewähr.)______________

Wirtschaft.

Der Abbau der deutschen Wirtschaft.

Seü einiger Zeit lassen tich die Ablauten- denzen der ticurdxn Wirtschaft deutlicher all früher erkennen. Bor allem lomml der Abbau, der in einzelnen industriellen Zweigen, wie dem Luhrbergbau. seit längerer Zeit dukchge'ührt worden ist. nun auch im Handel stärker «.um Ausdruck Nach ^iner Statistik der Berufs- genessenschaft des Wuschen Einzelhandels hat bie Zahl der in den Gm,;- mdelsgefchäften beschäl - tigten Personen in der letzten Zeit nicht unerheb. lich abgenommen. Verschiedene Handelskammern haben Feststellungen dabinaehend actroffen. hast zwar die Zahl der bandelsgerichtlich eingetra­genen Firmen vielfach 70 bis 30 Pro^ über Friedenshöhe liegt, dast aber von htefen Finnen in der Regel höchstens zwei Drittel ihr Geschäft tatsächlich ausüben.

Besonders interessant ist eine 'Verfolgung i>er Konkursstatistik Soweit für dieses Iahr Zahlen­mäßige Angaben vorliegen, betrug die Zahl der-

1'eDuS Bergbau. .... .

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Schwedische Roten.....

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5,8-5

Düchertisch.

..Rheinischer Hau Skalen der 1 9 2 6". Herausgegeben von Dr Martin Rockendach, künst­lerisch gestaltet von Walter o. Beats. Hering (Bonsti & Co.. Adln. Preis 1.2U Mk. 3m ..Rdei- nischen Hauskalender' ist der Bersuch gemacht, einen Bolkskalcnder mit modernen künstlerischen Mitteln aus unserer Zeit heraus zu schaffen.Es ist denn auch gelungen, rin rheinisches Jahrbuch in Äa* Icnbcrform zu schenken, das i ber da» 3abr hinaus bleibenden Wert behält. Der Kalender hielt es für die dringende Aufgabe des Jahrgangs 1926. zu­nächst die uns alle bedrängenden Fragen unserer sozialen unb politischen Wirrnis auf ui rollen, zu ernster Besinnung auhurufen und aus Grund rhei­nisch offenen Blicks in die Welt frohe Hoffnung ju schöpfen .n froher Hoffnung auch mutig zu lachen her Kraft zum Wiederoufdan tkibeim und im Bokk gewiß In schöner Harmonie ist Ernst der Zeit und fröhlicher Scherz und Schwank zugleich gepflegt worüen 461

Der Bölkerbun? 3n- und austöndif He Stimmen Soll Deutfch'and eintreten? (Süd­deutsche Monatshefte Heil 9i

Die Frage, soll Deutschland in den Völker­bund eintreten oder nicht, kann man ja wohl beute als d i e Frage der deutschen Austenpolitik bezeichnen. Eng mit ihr im Zusammenhang steht die andere Frage: Können wir von dein Völker­bund. wie er heute besteht, überhaupt eine ge­redete Regelung ber Geschichte erwarten Wir kommen hier zu der mertmürbigen Tatsache, dast dem heutigen Völkerbund nid), nur die Macht fehlt, die Geschichte nach seinen Grundsätzen zu lenken, sondern, daß ihm auch hie Grundsätze selbst fehlen. Wenn man seine bisherige Tätig­keit überschaut, so edennen wir, daß er abwech­selnd von den verschiedensten Prinzipien sich let­ten liest «Selbstbestimmungsrecht der Bölker, na­türliche Grenzen, machtpolitische Gesichtspunkte u. a.) und ein einheitlicher f5l*runi>fah nicht zu erkennen ist. Dies und eine Füll' anderer Fra­gen. behandelt von In- und Ausländem, von Freunden und Gegnern deS DölkerbundeS, ent­hält das äußerst lesenStverte Heft.

.Die Kunst", Monatshefte für freie und angewandte Kunst (Münch n. Verlag §. Druck­mann A.-D i Das Augustbeft zeigt neben der köstlichen Fülle und Schönheit der Abbildungen auch den besonders reizvollen Wechsel der Dar­bietungen. Zunächst lernen wir die beste t Werke au« der diesjährigen Ausstellung des Münchner Glaspalastes kennen. Als ein Plastiler von gro­ber Eigenart und außerordentlicher Destaltungs- krasl. wird uns der Hamburger Bildhauer Lud­wig Kunstmann vorgesühr' Im Gegensatz zu diesen mächtigen Gebilden wirkt die ornamentale Ausgestaltung deS Biktoriatheaters in Pforzheim durch den Bildhauer Anderson höchst a.unutSvoll und heiter. Ein vorzügliches Beispiel der Kricgerehrung ist die so wundervoll in die Land­schaft f)inctngefct)te KriegergebächtniSk.'.pest^ in Reit im Winkel (Bayerni ton Bruno Biehler.

Für unsere Kinder, ein nützliches Bil­derbuch. Bierteljahresschrift. Herausgeberin Klara Sander, Köln. Verlag G. Braun, G. m. b. H. in Karlsruhe i. B. Reizende, praktische Kleidung für Buben und Mädchen für den kommenden Herbst zeigt das neue Heft. Die Sorge ber Mutter wird nicht sein: Wie ziehe ich meinen Liebling an? Sie wird nur zu wählen haben: Welches der Kleidchen und Mäntelchen ist das allerschönste? Das Heft ent­hält Kleidbeschreibungeii und verkleinerte Schnitt- Übersichten; Schnittmuster sind lieferbar.

Die neueste Nummer der I 11 u ft r i e r t c n Zeitung (I. I. Wever, Leipzig) führt dem Leser in Wort unb Bild das vor Augen, was die Reichs- ausstellungDeutscher W e i n" in Koblenz der ganzen Welt zu zeigen gewillt ist. In einem reich illustrierten Artikel gibt Dr. "v v. Bassermann Jor­dan einen historischen Ueberblirf über die Entwick­lung des Weinbaues, wahrend ein anderer Aufsatz in Form einer Chronik über die berühmten Wein- jc.hre in den letzten dreihundert Jahren berichtet. Dr. H. Zillig, schildert in seinem AussatzBon ber Rebe bis zum Wein" bic harte unb mühevolle Ar­beit bes Winzers, zahlreiche interessante Abbilbun- gen, barunter bie farbige miebergegebene Zeichnung von Rudolf Lipus ,Ln ben .Kellereien der Ber­einigten Weingutsbesitzcr in Koblenz", tragen auch hier zur Beranschaulichung des Textes bei.

Zwei Hauptmotive geben dem Inhalt der fa­chen erschienenen Nr. 32 derL u st i g e n 'Blät­ter" den Anstrich: Politik und Babesaison' Beides durch Künstlerhand unb scharfen Witz in eine Form gebracht, hie auch ben anerkanntesten literarischen Feinschmecker gefallen muß.

Run dfunk-Programm

des frankfurter TeuderS.

(AuS der ^Radio-Umschau".)

Donnerstag, 13. August.

3Uhr: W rtschastsmelbungen. 4Uhr: Wetter­bericht der Gießener Wetterdienststelle. 4 Uhr: Wirischastsmeldungen. 1.20 Uhr: Nachrichten­dienst. 4.25 Uhr: W'rlschaftsmeldungen. 4.30 bl< 6 Uhr: Nachmittagskonzert des HausorchesterS, Klassische Schaulpiel-Ouvertüren. 6 Uhr Wirt- schastsmeldungen. 6 bis 6.30 Uhr Die Lese­stunde (Aus fernen Ländern, AuS dem Buch: ..Unter Indianern Südamerikas", von Prof. Dr. Max Schmidt, Berlin. 6.30 bi«# 7 Uhr: liebet* tiagung von Kassel. 7 Uhr W rtschaftsmeldun- gen. 7 bis 7.30 Uhr BortragszykluS der In­dustrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.- Hanau:Die Ausireriungsaesehe: erster Dortrag: Die Aufwertung der öffentlichen Anleihen." 7.30 biS 8 Uhr: Dortrag von Dr. P. Lertes:Die Entdeckung der elektromagne'.ischen Wellen durch Heinrich Hertz". 8.30 bis 9.30 Uhr Heber» tragung von Kastel. 9.30 Uhr: Nachrichtendienst, Wettermeldung. 9.35 Uhr Die Spätankündigung: Udet!". 9.45 Uhr: Sportsunkdienst. 9.56 Uhr: Drei Minuten der Hausfrau. 10 bis 11 Uhr: Ballmustk. veranstaltet vom Harmonieorchester des Franst. OrchestervereinS, Leitung: Kapell­meister Westert.

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