Ausgabe 
11.3.1925
 
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Freikarten aus Gründen der ungemein hohen Aufführungs­kosten aufgehoben!

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Dieser im Jahre 1924 mit einem Aufwand von 40 Millionen nach dem weltberühmten Roman von Sienkiewicz unter deutscher Leitung geschaffene Riesenfilm darf nicht mit den Vorjahren ge­zeigten italienischen Film gleichen Namens verwechselt werden, der zu einer Zeit hergestelit wurde, als die Filmkunst noch in ihren An­fängen war. Unser neuerQuo vadis-Film übertrifft den alten nicht nur um das Doppeltean Länge, er ist überhaupt in keiner Weise mit ihm zu vergleichen, denn es handelt sich bei ihm um ein völlig neues Werk, das alles überbietet, was die Lichtbildkunst bisher ge­schaffen hat.

Quo vadis

Das ewige Rom, aller Sitten und Religionen, aller Tugenden und Laster Mittelpunkt, es bildet den glanzbewegten, monumentalen Rahmen zu dieser Verfilmung des berühmten Romans von Henryk Sienkiewicz. Eines der meistge­lesenen Bücher der Weltliteratur hat eine würdige und mitreißende Uebertragung für den Film ge­funden. Das Schicksal Neros ist hier zu einem sichtbaren Kultur­bild umgestaltet, das den Wert des Romans und den Inhalt seiner Be­gebenheiten in einer bezwingenden Fülle von Eindrücken wiedergibt. Wilde Orgien entnervender Leiden­schaften bilden das Gegenstück zu der tiefen Andacht und Liebesglut, mit der die Christen für ihren Glauben leben und sterben. Die

Historisches Gemälde aus der Römischen Kaiserzeit. Frei bearbeitet nach dem gleichnamigen Roman von Henryk Sienkiewicz. Manuskript und Regie; Georg Jacoby u. Gaorieijno dAnnunzlo.

Der Film, der seit Bloaatea das Waliaaspräcbsthema bildet and In der ge­samten internalienalea Fach- nnd Tagsspresse wie folgt besprochen worfle:

offenbaren. Der Brand Roms leuch­tet als Fanal einer versinkenden Welt, über die das Kreuzeszeichen sich siegreich erhebt.

Diese Fülle packender und auf­wühlender Geschehnisse haben die Regisseure des in zwei Epochen und zehnTeile gegliedertenWerkes, George Jacoby und Gabrielino d'Annunzio, der Sohn Gabrieles, mit einer Meisterschaft lebendig gemacht, die für die Filmindustrie eine neue Epoche bedeutet Es ist unvorstellbar, daß Wirkungen, wie sie von dem Bacchanale in Neros Palast, von dem Brande Roms mit der nachfolgenden Pa­nik der Bevölkerung, von der Szene mit den Quadrigen in der Arena, von der Empörung d»s Volkes und anderen Bildern aus­gehen, überboten werden können. Alle Empfindungen aufreißend ist das Furioso, in das dieser Film ausklingt. Nero auf der Flucht, will sich töten, hat aber nicht mehr die Kraft dazu. Ein Sklave stößt ihm das Schwert in den Hals. Er stirbt mit den Worten: Welch ein Künstler stirbt in mir!

Diese letzten Worte, die der Film zu sagen hat, wählte Emil Jannings zum Motto seiner Dar­stellung als Nero. Er spielt diesen größten Missetäter der Welt als einen Menschen, dessen Taten auf pathologischem Defekt beruhen, im Menschlichen sucht er die Er­klärung für die Ungeheuerlich­keiten, die Nero begeht. Sein Nero ist ein Triumph der Film­schauspielkunst. Auch für die übrige Darstellung wurde das Beste genommen, wo es gefunden wurde, und trotzdem in diesem Film neben Italienern auch Deut­sche und Engländer mitwirken, ist die Einheitlichkeit des Ganzen

borgen Oonnerstiag; Oie große Premiere!

Das erschütterndste Drama, welches die Weltgeschichte kennt!

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