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tpuuiwite Dacht ben Mnbr-uch verabvedet Durch ein Fenster, dessen Scheibe sie einbrüdten, waren sie in das HauS eingebrungen. hatten die ihnen zusagenden Sachen In einem Koffer bereitgestellt, und waren. alS sie wider Erwarten im Zimmer auf ben Arzt stietzen. kurz entschlossen zur Anwendung von Gewalt übergegangen. Scherer ist vom Jugendgericht bereits zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden: Kempinski erhielt heute, dem Antrag des StaatSanwaltS entsprechend, wegen räuberischen Diebstahls fünf Zähre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust Er erkannte die Rechtskraft des ilrteito sofort an. Gin weiterer Angeklagter, der nach der Tat mit KempinSki den Anzug getauscht hatte, um ihm die Flucht zu erleichtern, und die Polizei irrezuführen, fotoie ein Dienstmädchen, das im Auftrag Kempinski« Scherer vor der Polizei gewarnt hatte, erhielten wegen Begünstigung empfindliche Geldstrafen: ebenso wurde ein dritter Angeklagter, bet nach der Ansicht deS Gerichts einige von ben gestohlenen Sachen an sich gebracht hatte, wegen Hehlerei zu einer Geldstrafe von 150 Ulf. verurteilt.
Die Verhandlung gegen den K G. von Wölfersheim und einem Genossen wegen Ur- kundensällchung und Betrugs muhte vertagt werden, nachdem sich der Verdacht ergeben hatte, bah auf Veranlassung deS G. unwahre Aussagen gemacht worden waren. Aus Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Angeklagte wegen Verdunkelungsgefahr sofort verhaftet.
Buntes Allerlei.
Mutterliebe bei den Vögeln.
Heue Züge für die oft beobachtete Mutterliebe der Vögel, die eine Art überlegten Handeln- bei ben Tieren voraussehen, werden von dem englischen Ornithologen Oliver G. Pike in einer Fachzeitschrift mitgeteilt.
.Vor einiger Zeit," schreibt er, .beobachtete und photographierte ich aus einem Versteck daS Familienleben be8 Haben. Es war ein austerordentlich Heister Tag und die Sonne brütete übet dem Rest. In diesem befanden sich drei junge Vögel, und sie suchten sich vor den Sonnenstrahlen dadurch zu schüfen, dast immer eines der Kleinen unter das andere kroch Als die Mutter mit Hahrung zurückkam, fand sie die Jungen, ganz ohnmächtig vor Hitze, mit offenen Schnäbelchen im Heft liegen. Sie gab ihnen die Nahrung, rief ihr Ehgesponst herbei, und nun schienen sie sich zu beraten, benn sie fliesten zahlreiche tiefe Guttural-Töne au«, die man sonst bei den Haben nur im Augenblick der Gefahr hört. Dann flog die Henne zu einem kleinen Teich in der Habe, füllte ihren Schnabel mit Wasser: das gleiche tat, wie ich deutlich sehen konnte, das Männchen, und bann flogen sie zum Heft zurück und gaben das Wasser ihren Jungen.
Ein atibcrmal hielt ich mich in der Hähe des Heftes eines HohrsängerS verborgen, und wieder war es die Sonnenhitze, die mir die Heber- legungSgabe des Tierchens zeite. Das Heft war im Vorjahre aus Schilfrohr gebaut worden und bot wenig Schuh gegen die Sonnenstrahlen. Das Weibchen sah mit Besorgnis, w e ihre Kleinen immer schwächer wurden, und suchte ihnen Kühlung zu bringen. Hm sie gegen die Sonnenstrahlen zu schützen, setzte sich die Mutter nicht etwa aus sie wie beim Brüten, denn dann hätte sie sie erstickt, sondern sie stellte sich in das Heft und öffnete ihre Flügel, so dast sie einen schützenden Schild bildeten, unter dem die Jungen im Schatten lagen und doch Lust bekamen. Aber damit nicht genug. Alle paar Minuten verlieh die Mutter das Heft und flog zu einem nahegelegenen Wasser, in dem sie die unteren Flügel- febem nah machte. Dann eilte sie zum Hest zurück, stellte sich über die Jungen und lieh die Wassertropfen auf sie herunterriefeln/
Schadet die Gasbeleuchtung den Zimmerpflanzen?
Vs herrscht die allgemeine Anschauung, bah Zimmerpflanzen in Häumcn, die Gasbeleuchtung haben, nicht gehalten werden können. Das mag früher einmal zugetroffen haben, als die Glühlichtstrümpfe nicht die restlose Verbrennung des ausftröm enden Gases gewährleisteten, und es trifft auch heute noch überall zu, wo irgendeine Hndichtigkeit in der Leitung besteht, so bah GaS frei ausströmen kann, wenn auch in noch so geringen Mengen. Pllanzen sind gegen Koh- lengaS vielleicht noch empfindlicher als der Mensch Wo jedoch dem freien Ausströmen des Gases vorgebeugt ist, werden Hachtelle für die Pflanzen kaum je zu bemerken sein. Es bilden sich freilich durch den Gasverbrennungsprozeh schwache schweflige Hiederschläge, die unter Hm- ständen die.Poren der Blätter verstopfen und auf diese Weise schaden können. Hm das zu verhüten, genügt es jedoch die Blätter öfters ein
mal zu säubern, am besten abzuspülen. Es gibt übrigens einige Pflanzen, die auch dagegen völlig geschützt sind, z. D. der Lorbeer, die meisten Palmenarten und einige Farnkräuter, — lauter Pflanzen, die sich durch derbe, harte Blätter auszeichnen. Diele alle kann man ruhig in Zimmern mit Gasbeleuchtung halten.
Brütende Vögel im Eisenbahnwagen.
Tin Vogelnest in einem Eisen- bahnzug dürfte eine grohe Seltenheit sein. Hnb doch erzählt Dr. Bauer- Bonn in den .Mitteilungen über die Dogelwelt", verkehrte im letzten Sommer aus der Strecke Sieburg- Ober-Hoden täglich ein Eisenbahnwagen, in dem auf dem Hntergestell ein Hotfchwänz- <h e n fein Heft kunstvoll versteckt hatte. Die blinden Passagiere haben trotz Erschütterungen der Fahrt das Drutgeschäft im Hefte durchge- führt, dem fünf Junge entflogen. Die Fütterung wurde auf den Stationen durchgeführt.
Ein Weiher Wolf tm Frankfurter Zoo.
Ein Weiher Wolf, der als junges Tier im Balkan gefangen wurde, gelangte kürzlich in den Besitz des Frankfurter Zoologischen Gartens und ist im Haubtierhaus ausgestellt.
Wirtschaft.
* Ernste Lage der Krupp-Werke. Bei der Feier zur Ehrung der Jubilare der Firma Krupp, die 1031 Arbeiter und Angestellte umsaht, hielt Herr Krupp von Bohlen-Halbach die Festrede, in der er u. a. die wirtschaftliche Lage der Firma Krupp als sehr ernst schilderte. Es sei nicht möglich gewesen, allen arbeitswilligen HkifdangeOörigen die Arbeitsmöglichkeit zu erhalten, deshalb muhte eine Heihe von Betrieben verkürzt werden. Trotz alledem war es nicht möglich, die in Gang gehaltenen Betriebe soweit zu beschäftigen, bah nur ein Gleichgewicht erzielt werden formte. Hedner befürchtet, bah diesen Zuständen von feiten der Firma Hech- nung getragen werden müsse.
• Falconwerke in Ober-Ham stabt. Dieser Tage bat eine B sprechung der Hauptinteressenten (Deutsch Haifs iebankA G. Frankfurt, Deutsche Girozentrale Berlin-Frankfurt unb Gebr. Höchling Dank. Zweigniederlassung Frankfurt) stattgefunden, um über die den übrigen Gläubigern zu machenden Dergleichsvvrschlägs, sowie über die etwaige Weiterführung des Betriebes zu beraten. Dte Generaloersammlung findet am 21. März statt.
• Heichskreditgesellschast A. G, Berlin. Die H. V. genehmigte die Bilanz und die von der Verwaltung vorgeschlagene Dividende von 6 Proz. 2.4 Mill. Hm. wurden der gesetzlichen Hücflage überwiesen, die sich damit auf 8 Mill. Hm., bei einem Aktienkapital von 30 Mill. Hm., erhöht.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
fgn Billionen Mark oußgebriidt. Buenos Aires. London, 91t u» hort, Japan, Rio de Janeiro für eine Ein beit, Dirn und Bubaveit kür 100COO Einheiten, alle» übrige für 100 Ein beiten.)
Telegraphische Auszahlung.
Banknoten.
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Frankfurter Abendbörse.
Frankfurt a. M., 10. März. An bet heutigen Abendbörse setzte sich die bereits im Mittagsvertehr hervorgetretene Abgabeneigung stärker durch. Die Stimmung war gedrückt und zurückhaltend, wobei die Kurse mehr ober weniger abbröckelten. Der Verkehr vollzog sich ungewöhnlich ruhig unb lustlos. Der Mont.inmarkt war vernachlässigt, aber schwächer. Für chemische Werte machte sich stärkeres Angebot benierL*ar, das zu stärker gedrückten Kursen führte. Am Dankenmarkt waren Berliner Handel gefellscha t und Heichsbankanteile stärker gedrückt. Die Abendbörse schloh in lustloser und schwacher Haltung. Deutsche Heichsanleihen: Sproz. H.eichS- anleihe 0,619. Ausländische Heuten: 41 prczen- tige Oesterreichische Staatsrente von 1913 2,5. Bankaktien: Berliner Handelsgesellschaft 154, Commerzbank 6.12, Darmstädter B ink 13,5, Deutsche Bank 129,25, Discontogesellschaft 123, Metallbank 113,50. Mitteldeutsche Creditbank 1,95, Heichsbank 147, Hheinische Ereditbank 3,45, Oesterreichische Creditaktien 9,20. Montanaktien: Ilse Bergbau 29,37, Mansfelder 4,50, Phöni? 60,12, Kali Westeregeln 22,50. Chemisch: Aktien: Badische Anilin 28.75, chemische Griesheim 24,cO, Scheideanstalt 142.50. Elberfelder Farben 25.40. Th. Gol'ichmidt 21,75, Höchster Farbwerke 25,40. Elektroattien: AEG. 11,30, Licht und Kr:st 6,:0. Transportwerte. Hordd. Lloyd 3,75 Sonstige Jndustrieattien: Aschaffenburger Zellstoff 105, Zement Heidelberg 90,75, Dyck.rhoff 4,35, W g= gonfabrit Fuchs 1,45, Gebr. Junghans 12,12, Mönus 2,55, Chemische Mainz 8,62
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Giehener Anzeigers".)
Berlin, 10. März. Die nur z.ge nbe Au - wärtsbewegung während der letzten Tage wich heute gleich zu Beginn einer entschieden festen Haltung. EL scheint, als wenn sich das Dubli- lum. angeregt durch das Vorgehen der Spekulation, nunmehr ebenfalls zu einer lebhafteren
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Beteiligung an ben Effektenmärkte!, veranlagt sähe. Der Auftragseingang bet den Mallem war jedenfalls heute bei Beginn lebhafter alS an den Vortagen. Eine Anregung hierfür bildeten zweifellos die sich jetzt ständig mehrenden Dividendenausschüttungen der Industrie Gesell- schctften und die nach ben neuen WirtschtftSbe- richlen nicht ungünstige Konjunktur- Entwickelung der Schwerindustrie. Dazu Tommt, bah der drohende Eisenl>ahnerstreik eine günstige Wendung erfahren zu haben fchnnt und bah bezüglich derPräsidentenschastS- wählen unter ben Parteien im Gegensatz zu deren bisheriger Haltung einigende Tendenzen hervortreten. Don der Geldseite h?r erfährt die jetzige Dorsenbewegunq eine w.itere gute Stütze durch wiederum reichlich vorhandene kurzfristige Mittel. Das Hauptinteresse lag anfangs auf dem Anleihemarkt, wo Kriegsanleihen [<b- beft umgeseyt wurden Es wurde sch->n vorbörs- lich ein Kurs von 0,635 bis 0,640 erzielt. Heichs- bantanteile waren wiederum sehr beg hrt, eb.-nso Kolonialwerte. Montanwerte w rea eher vernachlässigt, doch ebenfalls fest. Am Devisenmarkt zeigte der französische Franken auch heute ein freundliches Bild. Dis italienische Lire war nach der gestrigen Erhöhung zunächst unverändert.
Frankfurter Getreidebörse
(Eigener Drahtbericht deS .Giestener Anzeiger-".) Frankfurt, 10. März ES wurden notiert: Wetterauer Weizen 21,50 biS 25, Hoggen, inländ 22 biS 24,75, ©ommergerft? für Brau- zwecke 23 bis 31, Hafer, inländ. 17,50 bis 22,75, Mais (gelb) 22, Weizenmehl, inländ., Spezial0 41,75 bis 44, Soggcnmcbl 35 bis 38, Weizenkleie 13 biS 13,50, Hoggenficie 14,25 bis 14,50. Tendenz: unverändert.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 10. März. Am Produktenmarkk fogen die Preise für Brotgetreide, besonderste Weizen, weiter an infolge höherer überseeischer Auslandpreise. Gerste und Hafer wenig umgeseyt. Mehl blieb still und Futterartikel ohne Interesse. Es notierten pro Tonne: Weizen, märt 253-255, do. Mai 294' ^-295'/-,. Tendenz: Fester. Hoggen, märt. 247 249, do. April 266 bis 274, do. Juli 256— 257. Tendenz: Fester. Gerste, märt 247—260. Futtergerste 215—232. Tendenz: Huhig. Hafer, märt 189—194, bo. März 197—200, do. Mai 202—205. Tendenz: Stetig. Mais lloko Berlin) 215, do. Mai 187-186. Tendenz: Matt. Haps 395-- 400. Tendenz: Stetig. Es notierten per Doppelzentner: Weizenmehl 34,50—37. Tendenz: Behauptet. Hoggen- mehl 33,75—36,25. Tendenz: Huhig. Weizenkleie 14—14,30. Tendenz: Still Hoggcntleie 14—14,30. Tendenz: Still Diktoriaerbsen 26 bis
31, kleine Erbsen 20—22, Futtererbsen 19-21. Peluschken 18—19, Ackerbohnen 19-21, Wicken 18,50—20, Lupinen, blau 12,25—13,75, do gelb 14,50-16, Seradella. neu 14.25—16,50. Haps- kuchen 17—17,20, Leinkuchen 22- 22.50, Trocken- schnitzel 9,50—9,60, Torfmelasse 9,30, Kartoffelflocken 19,30—19,50.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
<AuS der „Hadio-Hrnschau".) Donnerstag, 12. März:
11.55 Hhr: Zeitangabe. 12 Hhr: Hachrichten- dienst. 12 55 bis 1 Hhr. Hauener Zeitzeichen. 4 Hhr: Wirtschaftsmeldungen. 4 20 Hhr: Hach- richtendienst. 4.30 biS 6 Hhr: Offenbach-Hach- mittag des HausorchesterS. 1 Ouvertüre zur Oper „Die schöne Helena", 2. Phantasie aus Der Oper „Blaubart", 3 Gesang, 4. Phantasie ander Oper „Pariser Leben". 5. Musette (Air de Ballet) für Cello. 6. Gesang, 7. Intermezzo und Darcarolle aus der Oper „Hoffmanns Erzählungen". Mitwirkung: Herr Hiebei (Tenor) vom Frankfurter OpemhauS. 6 Hhr: Wirt- schastsmeldungen. 6 bis 6.30 Hhr: Die Lesestunde «Aus fernen Ländern) Aus dem Buch „Die Herrlichkeit des Sudan" von Leo Frobenius. 7 bis 7.30 Hhr: Stenographischer FortbildungS- kurfus für alle Systeme (Diktat von 80 Silben auswärts). 7 bis 7.30 Hhr: Die Diskussion: ..Cssperanto oder Ido". Dortrag von Prof. Dr. Büttner. 730 bis 8 Hhr: Funkhochschule. Prof. Künzel: „Aus der Geschichte des deutschen Hntet- nehmertums", 4. Dortrag 8 30 bis 9.30 Hhr. Sinsoniekonzert. 1. Ouvertüre „Genovesa" H. Schumann, 2. Sinfonie Hr 3 in A-Hloll (Schottische) Mendelssohn, Musikalische Leitung: Dr. Ludwig Hottenberg. Erster Kapellmeister des
' ’ffurter Opernhauses — Ausführung Ein r aus Mitgliedern deS Frankfurter usorchesters. 9.30 Hhr: Hachrichten, eldung. Sportbericht. 10 bis 11 Hhr B^musik vom Orchester des Frankfurter Her- kehrsvereins.
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