eine 3ugenb schare, die jung sein wolle unter den Augen Jesu Christi. Sodann setzte sich der Vortragende mit den neuen Arbeitsmöglichleiten auseinander, die durch das Reichsjugendwohl- fahrtsgefth auch für die Kirche geschaffen sind. Er rief die Knchenvorflände zu rühriger Mithilfe an drr Jugendarbeit in ihren verschiedenen Arbeitszweigen (Jugendgerichtshilfe, Schutzaufsicht u. a.) auf. In der anschließ enden Diskussion unterstrichen die anwesenden Lehrer und der Referent des Jugend- und Wohlfahrtswesens am Kreisamt Friedberg, Regierungsrat Grein, die Ausführungen des Redners aufs nachdrücklichste, indem sie betonten, daß vornehmlich die Kirchenvorstände zur Arbeit an der Jugend der Kirchengemeinde berufen seien. Damit schloß die Tagung, die unter der geschickten Vorbereitung des Ortsgeistlichen. Pfarrer Rühl- Reichelsheim, einen für alle Teile befriedigenden Verlauf genommen haben dürfte.
Schöffengericht.
* Gießen. 9. Febr. Hinter verschlossenen Türen verhandelte das Gericht gegen den Landwirt Adam Dauernheim aus Weckes- heim. Dauernheim ist kürzlich wegen eines Sittlichkeitsverbrechens, begangen an einem Kind, zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden; in der Verhandlung hatte eine andere Zeugin bekundet, er habe auch mit ihr in den Jahren 1918 bis 1920 fünfmal strafbaren Verkehr gehabt. Rach eingehender Verhandlung wurde der Angeklagte, der öffentlich verkündeten Llrteilsverkün- digung zufolge, der Anzucht in einem Falle für überführt erachtet. Die anderen Fälle gelten trotz der beeidigten Aussage der inzwischen eidesmündig gewordenen Zeugin als nicht genügend erwiesen. Die Strafe lautet auf zehn Monate Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust. Mit der früheren Strafe von zehn Monaten wurde eine Gesamtgefängnisstrafe von fünfzehn Monaten gebildet.
Gleichfalls unter Ausschluß der Öffentlichkeit wurden die Räherin L. I., die Mutter K. I., die Frau M. W.. alle in Glauberg und die Witwe A. V. in Hanau, die L. I. wegen Abtreibungsversuchs zu drei Wochen Gefängnis, die übrigen wegen Beihilfe zum Abtreibungsversuch zu je dret Monaten Gefängnis verurteilt. Die L. I. war bei Begehung der Tat noch keine achtzehn Jahre alt; das Gericht beschloß bezüglich ihrer, die Straf- Vollstreckung auszusehen. Die Angeklagten waren nur teilweise geständig, ihre Angaben ergänzten sich aber zu einem einheitlichen Bild.
Wegen Verfälschung einer Eisenbahnwochenkarte erhielt der Arbeiter F. W. von Heldenbergen eine Gefängnisstrafe von drei Wochen.
Buntes Allerlei.
Kinder mit mehreren Müttern.
Kürzlich wurde berichtet, daß in einem Tiroler Krankenhaus zwei Mütter um ein Kind stritten, von dem sie beide behaupteten, cs sei das ihre. Der Arzt traf die salomonische Entscheidung. daß der Säugling drei Jahre lang aufgezogen und barm entschieden werden solle, zu welcher Mutter er gehöre.
Derartige erstaunliche Vorfälle sind gar nicht so selten, wie man denkt. Vielmehr kommt es öfters vor. daß mehrere Mütter auf ein Kind Anspruch machen. So wurden in einem Londoner Krankenhaus zwei dreijährige Knaben behandelt, die beide an Diphterie erkrankt waren. Der eine Knabe wurde zwei Monate vor dem anderen entlassen und der Mutter des anderen Knaben übergeben. Der Irrtum wurde erst vvn der zweiten Mutter entdeckt, als man ihr den ärgeren Jungen übergab. Run wurden die Kinder ausgewechselt, wobei die erste Mutter erklärte, sie hätte sich bte Veränderung im Aussehen ihres Jungens dadurch erklärt, daß sie durch die Krankheit hervorgerufen sei.
Ein taubstummer Kriegsteilnehmer, der fein Ichbewußtsein verloren hatte, wurde von fünf verschiedenen Müttern als ihr Sohn „erkannt". Jede behauptete mit Bestimmtheit, es wäre ihr Äinb_ aber schließlich stellte es sich heraus, daß der Mann eine Waise war.
Ein sehr merkwürdiger Vorfall ereignete sich bor einiger Zeit. Eine Mutter und eine Tochter gaben im selben Hause und zu derselben Stunde einem Knaben das Leben. Infolge des freudigen Ereignisses war das Haus bald mit Verwandten und Freunden erfüllt, die die Babys von Hand zu Hand reichten, und da sich die beiden glichen wie ein Ei dem anderen, so wußte man plötzlich nicht mehr, welches das Kind der Mutter und welches der Tochter sei. In dieser schwierigen Lage erklärten die beiden Mütter, daß das eine Daby so gut sei wie das andere, und wählten nach Gutdünken das eigene aus. Aber die beiden Kinder werden niemals wissen, ob ihre „Mutter" ihre Schwester ist oder ihre Großmutter, und sie werden nie herausbelommen. ob der eine der Onkel des anderen ist oder der Reffe. Ein ähnliches Problem suchte man durch eine Blutprobe zu lösen. Zwei Frauen wurden in einem Entbindungsheim zur selben Zeit Mutter. Es scheint nun, daß die Wärterinnen die Babys verwechselten, denn merkwürdigerweise erklärten beide Frauen das eine Kind als das ihre. Unter- dessen starb das andere Baby, und nun entbrannte ein erbitterter Kampf unter den beiden Müttern, da jede das überlebende Kind haben wollte. Sie einigten sich schließlich dahin, sich der Entscheidung einer Dlutuntersuchung zu unterwerfen; ein Arzt untersuchte das Blut der beiden Mütter und das des Kindes und wies dann das Baby einer von ihnen zu.
Richt selten erhält jemand auf ganz natürlichem Wege, nämlich durch Adoption, zwei Mütter. Aber von diesem Mütterreichtum erfahren die Betreffenden manchmal erst sehr spät. So meldete sich bei einem Herrn in mittleren Jahren eine Frau, die erklärte, sie wäre seine Mutter; sie habe ihn als Kind der Frau übergeben, die er immer „Mutter" genannt, und diese habe ihn adoptiert. Da die andere „Mutter" tot war und der Herr nichts von der Geschichte wußte, glaubte er, die Frau sei eine Betrügerin,
und wies sie ab. Rachher entdeckte er aber, daß er tatsächlich adoptiert worden war, und suchte nun eifrig nach seiner wirklichen Mutter, konnte sie aber nicht wiederfinden. Derartige Streitfragen kommen wie zu Salonros Zeiten auch jetzt noch manchmal vor Gericht. Ein merkwürdiger Fall war der eines Fünfzigjährigen, der von zwei Müttern als ihr Sohn in Anspruch genommen wurde. Er bat den Gerichtshof, zu entscheiden. Eine der Frauen behauptete, sie hätte das Kind der anderen Frau zur Adoption übergeben. Aber das Gericht konnte feststellen, daß sie zur Zeit der angeblichen Adoption erst sieben Jahre alt war. und daher entschied das Gericht, daß die andere Frau seine Mutter sei.
Der schlagfertige Shaw.
Als sich Shaw nach der Uraufführung eines seiner Stücke auf der Bühne zeigte und vor dem brausenden Beifall des Publikums verbeugte, drang plötzlich aus einer Ecke ein schriller Pfiff an fein Ohr. Shaw blickte auf, sah scharf nach der Richtung, aus der der Pfiff gekommen war, trat ein paar Schritte vor und sagte dann, während alles gespannt stillschwieg: „Mein Herr, ich bin ganz Ihrer Meinung, aber was vermögen wir zwei gegen die vielen?"
Wirtschaft.
O Zur Ausnahme von Ausland- krediten durch Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände. Dem Reichsrat wurde durch das Reichsfinanzministerium die Geschäftsordnung der Beratungsstelle für Auslandkredite vorgelegt. Die Geschäfte der Beratungsstelle werden vom Reichsfinanzministerium geführt. Die der Beratungsstelle zur Begutachtung vorzulegenden Kreditpläne werden vom Reichsfinanzministerium einer vorbereitenden Prüfung und (Bearbeitung unterzogen. Soweit es erforderlich und zweckmäßig erscheint, wird das Reichsfinanzmrnisterium mit den Kredit- suchenden Vorverhandlungen führen. Die beschlossenen Gutachten werden vom Reichsfinanzministerium ausgearbeitet und durch den Vorsitzenden und ein anderes beauftragtes Mitglied der Beratungsstelle unterzeichnet. Die Zustellung der Gutachten erfolgt durch das Reichsfinanzministerium.
* Staatlich e Unterstützung der elsässischen K a l i i n d u st r i e. Das französische Ackerbauministerium trifft zur Begünstigung der Verwendung des Kalidüngers Vorbereitungen zur Einführung eines Prämiensystems. Die französische (Regierung will den Ertrag der Abgabe. der sich im Jahre 1925 auf etwa 4 Mill. Franken belaufen dürste, für Preisermäßigungen der elsässischen Kalidünger verwenden.
* Bochumer Verein für Bergbau und Guhstahlfabrikation zu Bochum. Das vergangene Geschäftsjahr verlief, wie der Geschäftsbericht des Vorstandes hervorhebt, infolge des Ruhreinbruches, der späteren Micum- Verträge und des Bergarbeiterstreikes unter außerordentlich ungünstigen Verhältnissen. Rach Wiederaufnahme der Produktion erreichte diese infolge der Arbeitswilligkeit der Belegschaft in verhältnismäßig kurzer Zeit wieder die alte Höhe. Es ist seither gelungen, den Werkstätten und Walzwerken einigermaßen ausreichende Beschäftigung zuzuführen. Die neuen Anlagen in Höntrop arbeiten mustergültig. Die gegenwärtige Beschäftigung ist zwar besser, doch liegen die Preise immer noch ungünstig. ,
• Amerikas Geldausleihungen im Jahre 1924. Rach dem Berichte des Handelsdepartements in Washington wurde im Jahre 1924 mehr amerikanisches Geld an das Ausland verliehen, als in irgendeinem anderen Jahre. Mehr als eine Milliarde Dollars wanderten an auswärtige Regierungen, Provinzoder Stadtbehörden, während 132 902 050 Dollar von Privatgesellschaften geliehen wurden. Der bei weitem größte Prozentsatz der Anleihesumme ging nach Europa. Es erhielt im ganzen 567 770 000 Dollar, während auf Kanada und Reu-Fundland 244 295 344 Dollar entfallen. Die Statistik führt nicht sämtliche amerikanischen Anleihen auf, die ans Ausland vergeben wurden, weil viele der Anleihen erst zum Schluß des Jahres vergeben wurden.
Frankfurter (llbendbörse.
Frankfurt. 10. Februar. Die bessere Stimmung der Mittagsbörse, die bereits an der Rachbörse einer schwächeren Strömung weichen mußte, ist an der Abendbörse durch neue scharfe Abgaben völlig zum Erliegen gekommen. Das abgegebene Material, für das sich nur geringes Entgegenkommen zeigte, übte einen weitgehenden Druck aus, so daß die Besserungen wieder ver- koren gingen und neue Kursverluste bis zu 4 Prozent zu verzeichnen waren. Die schwache Tendenz, in welcher die Abend börse schloß, erstreckte sich auf den ganzen Markt. Starkes Angebot zeigte sich namentlich für Kriegsanleihen. für die eine amtliche Rotiz von 0.765 festgesetzt wurde, aber späterhin auf neues scharfes Angebot bis auf 0,745 sank. Stärkere Kurs- einbuhen hatte wieder der Montanmarkt, aber auch die Werte des Chemiemarktes mußten ansehnlich im Kurse zurückgehen. Am Elektro- und Bankenmarkt erfolgten nur geringere Rückgänge. Die Börse schloß in größter Lustlosigkeit in schwacher Haltung. Deutsche Anleihen: 5pro- zentige Reichsanleihe 745, 4^ ^-Prozentige Preußische Schätze 0,6. Ausl. Renten: Zolltürken 11,12. Bankaktien: Adca 3,6, Dank für Brauindustrie 2,15, Bayerische Hypotheken- und Wechselbank 4,15, Berliner Handelsgesellschaft 163, Commerzbank 6,50, Darmstädter Bank 13, Discontogesell- schafk 17,15, Metallbau! 18,25, Mitteldeutsche Creditbank 1,95, Reichsbank 74.50, Oesterreichische Kreditaktien 9,80. Montanaktien. Harpener 138. Mannesmann 66,50, Caro 12,50, Phönix 61,87* Rheinstahl 57,50, Rombacher Hütte 3050, Stin- nes-Riebeck 46,50, Tellus 3,75, Laurahütte 8, Kali Aschersleben 19, Westeregeln 23,50. Chemische Aktien: Badische Anilin 30, Chemische Griesheim 24,50, Elberfelder Farben 25.12, Th. Goldschmidt 22,25, Höchster Farben 23,35, Holzverkohlung 9,10, Rütgerswerke 18,50. Elektroaktien: AEG. 11,80, Licht und Kraft 7,90, Felten 44,50. Sonstige Jndustrieaktien. Kleyer 3,90,
Aschaffenburger Zellstoff 31, Deutsches Erdöl 60,50. Dyckerhoff 4,50, Spinnerei Hammersen 21,62, Gebr. Junghans 13, Metallgesellschast 16, Rheinisches Metall 10,85, Julius Eichel 2,60, Badischer Zucker 4.
(EorfenTurfe.
5e/> Deutsche Rcichsanscibe . 4n,d Deutsche Reichsanleihe . 37}% Deutsche Reichsanleihe 3% Deutsche Rcichsanleihe . Deutsche Svarprämienanleihe 4fi/0 Preußische KonsolS . . . 4” o Hessen...........
3’770 Hessen..........
3% Helsen...........
Deutsche Werib. Dollar-Anl. dto. Doll-Schatz-Anweisug.') 4°/0 Zolltürken.........
5% Goldmexikaner Berliner Handelsqesellschaft. Commerz« und Prrvat-Bank. Darmsr. und Nationalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche Bereinsbank . . . . DiSconto Commaudit .... Metallbank...........
Mitteldeutsche Creditbank. . Oestcereichische Creditanstalt. Weltbank............
Lochumer Guß........
Buderus............
Caro .............
Deutsch-Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau......
.irallwerke Äschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln.....
Laurahütte...........
Oberbedars........ . .
Phonir Bergbau Rheinstabl...........
Nie deck Montan ....... TelluS Bergbau........
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Zlopd Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Anglo-Cont -Guano Badische Anilin........
Chemische Mäher Alapin . . Goldschmidt..........
Gricsi eimer Electron .... Höchster Farbwerke......
Holzverkohlung........
RütgerSwerke ....... Schctdeanstalt.........
Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann...........
Mamkrastwerke Schuckcrt.......... .
Siemens & Halske......
Adlerwerke Kleher ..... Daimler Motoren. ..... Hehligenstaedt Meguin.............
(frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesellschast Frankfurt. Pet. Union Ä.-G-. Schuhfabrik Her; Sichel * Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
ftrnnFfurt-t. M.
Berlin
Schluß, fiurs
iSchluhk. Avend- börfe
Schlutz. Kur,
Schluß. Mittag. b7r|e
9. 2.
| 10 2.
9. 2.
10 2.
0,825
0,745
0,830
0,785
—
—
1,10
1,04
1,10
1,08
1,09
1,07
1,525
1,43
1,505
1.47
0,560
0,550
0,595
0,54
1,312
1,29
1,28
1,24
—
1,3
1,34
1,50
1,40
1,4
—
1,6
1,30
—
1,30
1,39
94,75
00,2
94,75
90,25
94,75
94,75
90,2
90,35
11
11,13
10,75
11,25
41
41
——
45,75
163
163
162,25
6,50
164,90
6,50
6,50
6,50
1.3
13
13,2
13,20
12,55
12,75
1?,6
12,62
0.4
0,40
- —
**
18,15
17,25
18
18
18,40
18.25
1,95
1,95
2
*>
9,62
9,8
9,75
9,75
0,125
0,13
0,2
—•
88.5
—
N,75
89,75
19,5
19,90
18.25
19,80
12,10
12,50
12.4
12,9
82,5
84,5
82.50
84,25
90,75
93
90,6
92,75
140
19,5
’S
137,5
143,13
19,90
24
23,50
23,25
23,75
8,25
8
8,10
8.1
12,4
13,75
12,65
13
63 4.
61,9
62,6
64
59
57 5
57,50
56 60
46
46,5
45,75
47,25
3,75
3,75
—
—
28,25
29,25
28,62
28,62
3,8ö
3,75
3,70
3,75
98,75
98,75
5,50
5,62
5,1
5,7
—
—
1.56
160,5
30,9
30
30
30,50
0,52
0,5
—
—
21,13
22.25
21,25
22,90
24,62
24.5
24,50
24,62
25,9
25,6?
25,50
25,75
9
9,10
—
18,5
18,50
18
18,6
21
21,25
—
—
11.85
11,80
11,70
12
19,25
19,50
18,90
19,10
13,6?
14
—
70
70.5
68,5
70,60
79
82.75
79,75
81,75
1,10
3.90
4
4
6
5.8
5,7
6
3,75
.3,75
—
10,5
10,75
11
10,5
0,63 |
0,62
—
1,1
1,1
1,1
1,1
16,25 |
16
2,525 1
2,525
2,5
2,5
4,2
4,62
4,2
4.2
2,60
2 60
2,65
2,65
12,62
12,65
12,50
12,75
4,6
4,75
——
•—
4
4
— 1
—
Devisenmarkt Berlin
—Frankfurt a. M.
(In Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-Atres, Loudon, Neu«
hört, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit. Men und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.)
Lslegrap bische
Auszahlung.
9. Februar
10. Februar
Repart.
Amtlich« Notierung
Mimlid): Jtotierjii
•
Geld .
Brief
Geld
'Brief
9. I 10.
Am».-Rott.
168,84
169.26
168,94
169,36
vol^voll
Brss.-Antw.
21,47
21,53
21,41
21,47
volljvoll
Christiania. Kopenhagen
63,99
64,15
64,07
64,23
vollcholl
74,91
75,09
74,61
74,79
volljvoll
Stockholm . Helsingfors.
113,03
113,30
113,02
113,30
voUwoll
10,557
10,597
10,559
10,599
voll^voll
Italien. . .
17,42
17,46
17,38
17,42
voll voll
London. . .
20,025
20,075
20,007
20,12
voll voll
Rcupork . .
4,195
4,205
4,195
4,205
DOUiDoU
Baris....
Schweiz . .
22,57
22,63
22,69
22,77
vollwoll
80,90
81,10
80,90
81,10
voll voll
Spanien . .
Wien in D -
59,78
57,92
59,73
■ 59,87
volllvoll 1
Oest. abgcst.
5,909
5.929
5,908
5,928
voll^voll
Prag
Budapest. .
12,37
12,41
12,36
12,40
vollwoll
5,805
5,825
5,815
5,835
voll voll
Buen.-Aires
1,672
1,676
1,674
1,678
vollwoll
Bulgarien .
3,055
3,065
3,052
3,062
voll voll
Japan . . .
1,628
1,632
1,648
1,652
ÜOlLuoU
Rio de Jan.
0,479
4,181
0,469
0,471
vowvoll
Belgrad . .
6,84
19,98
6,86
20,02
6,89
6,91
ooüooll
Lissabon . .
19,98
20,02
.oUiooU
Banknoten.
Frrnw 10. Februar.
GeV»
Brie?
Report
Amerikanische Raten .....
4,172
21,35
4,192
21,45
ton toll
Belgische Roten ....
Dänische Roten ....
74,36
74,74
voll
Englische Noten....
Französische Roten . .
20,06
20,16
voll
22,61
22,73
toll
Holländische Noten . .
168,50
169,36
voll
Italienische Noten . .
17,46
17,54
voll
Norwegische Noten. .
63,84
64,16
voll
Dcutsch-Ocstcrr., a 100 Kronen
5,91
5,93
voll
Rumänische Noten . .
2,14
2,16
voll
Schwedische Noten . .
112,72
113,28
voll
-schweizer Roten.......
80,95
81,35
voll
Spanische Noten.......
59,55
59,85
voll
Tschechoslowakische Noten . .
12,33
12,39
voll
ungarische Noten . . .
. • e e
5,78
5,80
voll
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 10. Febr. Die Börse eröffnete heute in freundlicherer Stimmung, die in der Hauptsache auf Rückkäufe der Spekulation zurückzuführen ist. Doch auch die Rachrichten, die aus Päris über eine günstigere Entwicklung der Handelsvertragsverhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland kommen, wirkten in belebendem Sinne auf die Börse ein. Das Kursniveau setzte im allgemeinen gegenüber den gestrigen Schlußkursen höher ein. Am Montan- markt betrugen die Kurserhöhungen ca. 0,5 bis 3,5 Prozent. Sehr lebhaftes Interesse bestand für Harpener. Der Markt der E l e k t r o w e r t e zeigte ein lebhafteres Aussehen, besonders gefragt waren Felten; auch Stinneswerte vermochten ihre Kurse erheblich zu befestigen. Am Schifffahrtsmarkt blieb die Tendenz uneinheitlich. Eine nennenswerte Befestigung erfuhr derKali- markt, auch Freiverkehrskaliwerts lagen gebessert. Von chemischen Werten bestand für Oberkoks größeres Interesse. Am Bankenmarkt zeigte sich gesteigerte Rachfrage nach Berliner Handel, die ihren Kurs befestigen konnten. Auch Reichsbankanteile waren leicht gebessert. Der Markt der ausländischen Renten liegt fest. Wesentliche Kurserhöhungen
erfuhren hier Zolltürken. Größeres Interesse Be» stand auch für Kolonialwerte, angeregt durch den Antrag des Senators Dorah im amerikanischen Senat auf Freigabe des beschlagnahmten feindlichen Eigentums. Auch am heimischen Renten markt herrschte flottes Geschäft. Die Lage des Geldmarktes ist konstant geblieben. Am internationalen Dev isenmarkt sind keine nennenswerte Kursveränderungen eingetreten.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Diahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M.» 10. Febr. Cs wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,50 bis 25,75, Roggen, inländischer 22 bis 25,50, Sommergerste für Brauzwecke 25 bis 32, Hafer, inländischer 14,50 bis 23, Mais (gelb) 22,75 bis 23, Weizen- mehl, inländisches, Spezial 0 41 bis 44.50, Roggenmehl 36,50 bis 40, Weizenkleie 14,75 bis 15, Roggenkleie 15 bis 15,25. Tendenz: ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 10. Febr. Der Produktenmarkt zeigte eine neue Abschwächung, da die Aus- landmeldungen ermäßigt und in solcher Situation die täglichen Abgaben der Reichsgetreide- stelle um so nachdrücklicher wirken. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märf. 247 bi« 250, do. März 269. do. Mai 2& bis 285. Roggen, märf. 246 bis 249, do. März 263, do. April 272 bis 273, do. Mai 280 bis 279,50. Gerste, märf. 255 bis 270. Futtergerste 215 bis 240. Hafer, märf. 188 bis 195, do. Mai 225 bis 224, Mais (loko Berlin) 226 bis 228. do. Mai 212, Raps 400. Leinsaat geschäftslos; für je 100 Kilo: Weizenmehl 34,25 bis 36,50, Rog- genmehl 34,25 bis 36,50, Weizenkleie 16, Rog- genkleie 16, Viktoriaerbsen 29 bis 34, kleine Erbsen 22 bis 23, Futtererbsen 20 bis 22, Peluschken 18 bis 19, Ackerbohnen 21 bis 22, Wicken 19 bis 20, Lupinen, blau 12,50 bis 14,50, do. gelb 15,50 bis 17, Serradelle, neu 16 bis 18,50 Rapskuchen 18,40 bis 19, Leinkuchen 24,50 bis 25, Trockenschnitzel 9.60 bis 9,80. Torfmelasse 9 80, Kartoffelflocken 20,40 bis 20,80.
geitschristenschau.
— „Das Th eats r", die bekannte illustrierte Halbmonatsschrift für Theater und Gesellschaft, bringt auf dem soeben zur Ausgabe gelangenden ersten Heft des sechsten Jahrgangs ein Vierfarbenbild der Käte Dorsch als 3ayt Dazu wird in einem kleinen Artikel allerlei Amüsantes über die Entwicklung und die Anschauungen dieser Künstlerin erzählt. Fritz Engel behandelt im Anschluß an die jüngsten Vorgänge in dem Leitartikel „Der Star" die wirtschaftlichen Fragen, die den deutschen Bühnen gegenwärtig so viele Sorgen bereiten. Sehr aufschlußreich ist ein reich illustrierter Aufsatz von Emil Pirchau über „Dis Geburt der A u s st a t t u n g". Aros plaudert über die filmischen Ereignisse des letzten Monats. (Verlag »Das Theater", Berlin-Charlottenburg 2.) 1595
„D i e Große Welt" überrascht in ihrem 10. Heft durch einen Roman: „Die entführten Toten", von Hilde Stein. Gin auf konsequent kühner Logik und unter exakter Kenntnis modernster Technik raffiniert-geschickt geschriebener Kriminalroman. (Verlag: Leipziger Verlagsdruckerei G. m. b. H., Dorrn. Fischer & Kürsten. Leipzig, Johannisgasse 8.) (5)
Die „Lustigen Blätter", daS beliebte und in der ganzen Welt bekannte Witzblatt, eröffnen ihren 40. Jahrgang mit einer besonders prächtig ausgestatteten Revue-Runnner. Reizvolle Bilder von Ehrenberger, Heiligenstaedt, Dombrowski, Fontan, Simmel, Trier, köstliche Textbeiträge von Moszkvwski, Presber u. a. machen die farbenfrohe Rümmer zu einem fröhlichen Genossen, mit dem es sich vergnügt ins neue Jahr hineinrutschen läßt. (7)
— Die „M eggendorser-Blätter" bringen in jeder Rümmer durch immer neue Witze, Anekdoten und Humoresken so viel Anregung zum Lachen und zur Freude, daß frohe Stimmung alle Leser ergreift und festhält bis zum nächsten Heft! Lyrische und aktuelle Gedichte, Zeitglossen und satirische Betrachtungen ergänzen den durch künstlerische Bilder und Karikaturen stets abwechslungsreich und amüsant gestalteten Inhalt, der — stets unpolitisch — damit eine immer erfreuliche Lektüre ist — für jedermann.
Briefkasten der Redaktion.
Fragesteller. Leer vermietete Zimmer im Llntermietverhältnis unterliegen b:r Wohnung-- zwangswirtsch.aft nicht, wenn sie an Ginz el- personen vermietet werden. Werden sie aber an eine Familie abgegeben, dann gelten noch die Bestimmungen des Mieterschutzgesehes. — Wegen des Militärpasses müssen Sie sich an die zuständige Reichsarchivstelle des Truppen* teils wenden, dem Sie zuletzt angehörten. Die Adresse dieser Reichsarchivstelle erfahren Sie auf dem Dersorgungsamt in Gießen, Alte Klinik.
Ein Versuch wird Sie überzeugen
t köstlicher Geschmack
' würziges Aroma
neue volle Formate
Rot U Pfg., grün 5 Pfg., Salem Covr.'ier 6 Pfg. Cabinet 8 Pfg..Exquisit 10Pfg. das Stück. Nur echr mit Firma:
Oriental. Tabak-u. Cigaretten - Fabrik Xenidze" Jnh. Hugo Ziete. Dresden.
■> /
• ■
™ C/ZrC Otfi 1880


