Ausgabe 
11.2.1925
 
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(Dachdruck Derboten.)

64. Fortsetzung.

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Ein Urteil über

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Schade& Füllgrabe

Die rote Kafchgar

Roman von Fedor von Zvbeltitz.

Mehding in bcr Umgegenb verurlachte ÄcIUmiL der feine Schwerer kannte, ahnte wohl etwas von den entschlutzreisen Dorbereitungen zu tbrei Reise an die Riviera aber auch seine Freude war herzlich, indes Tdeda jubelte. Gottlob, nun war ja alles in Ordnung, und sie konnte unge­stört und mit festen Schritten der Mutterschaft entgcgcngeben. auf die sie hoffte. Sie wollte ein Kind haben.

Gert hatte viel zu tun. er war von früh bis abends beschäftigt. und qönnte er sich einmal eine Paule, so hing er bie Flinte über die Schulter und pirschte in den Wald. Die Bei- Handlungen mit dem Anwalt und dem Gericht wegen der Aufhebung der Todeserklärung und bet Grbauseinanderfetzung nahmen ihn stgrk in An­spruch Dazu kam die Uebergabe de» Delitzes die Hcllmut nickt oberflächlich behandelte, er hatte doch den Ehrgeiz. Gert zu beweisen, daß er ein treuer und gewissenhafter Dcrwaltcr ge­wesen war Unb es war in der Tat erstaunlich wie er die vernachlässigte Gutswirlfchast in die Höhe gebracht hatte. Die letzte Ernte twr glän­zend gewesen die neuen Derluche In der Saat- >ucht hatten sich bewährt, mit Stolz konnte er auf seine Buchführung verweilen. Aber natürlich die Goldadern von Grvß-Pouar tvaren die Kali gruben Und in b:zug aus ihre kommerzielle Aus tcutung gedachte Gert, mit Hellmut Hand ir Hand zu gehen. Man nahm die Pläne des alter Geisbach wieder aus. man wollte die Derk.' von Lckwichelde unb G'-Ponar vereinigen dann hatte man auf dem Kalimarkte die Ueber- macht

Alexe war in dieser Zeit täglich mit Gert zusammen, man fuhr gemetnsam über die Felder man tuhr in die Gruben, man sah nachprüsend über den Büchern. Alere war schon Herrin in Groh-Ponar Sic hatte die Begabung, sich auch bei der Dienerschaft, bei den Feldarbeitern und Grubenleuien rafck beliebt zu machen. Die unerwartete Heimkehr Gerts wurde gefeiert: es war ein lebendiges (Bencnftüd zu der stiller Totenfeier in der Schloßhalle mit jener Büsti Gerte die mehr dem jungen Heine glich als dem Gefangenen im Kalmückenlager

lFortsetzung folgt.)

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unS heiraten. Schmähe uns. wenn du willst. Aur versuche nicht, uns zu trennen. Du kannst öS auch nicht diesmal bin ich die Stärkeve Du hakt keinen Beweis gegen mich, unb wenn bu töricht genug fein wolltest, bie Gerichte an­zurufen. so würbest bu bid) selbst strafbar machen, weil du verschwiegst, daß Gert noch lebte, als Dheda zur neuen Ghc schritt. Sündigte ich. so hast bu mitgesündigt '

»Aus Liebe zu ihm", schrie Freye und brach in die Knie.

Alexe beugte sich über sie unb zog sie cmfr. .Sei fein Kind. Frehe". sagt sie sanft. ..Es kommt ein anderer statt deS Erwarteten - wir wissen, er ist unterwegs, unb bu wirst mit ibm glücklicher werden als mit Gert. Hätte er dich begehrt, ich wäre still zur Seite geblieben. Er wählte mich, nun füge auch du dich"

.Geh", hauchte Freye mit schwacher Stimme

.Ja. ich will gehen. Vielleicht kam ich zum letzten Male zu bir. Vielleicht verfolgt mich dein Hast. Ach. Frehe. ich ertrage ihn. Meine Liebe besiegt deinen Haß. Ich bin ein Weib wie du. 3db habe ein Herz wie du Aber du unterlagst, weil ich die erste war! Tröste dich mit Hundert« tausenden und warte auf den Nächsten!"

Frehe fühlte einen Kuß aus ihrer Stirn, der sie erschauern ließ Dann hörte sie das Zu­schlägen der Tür und sah. daß sie allein war.

Sie setzte sich und weinte bitterlich. Alle­in ihr war in Ausruhr. Sie dachte nicht doch, sie dachte, dachte an ein Fläschchen Digitalis, das noch im Arzneischrank stand, die letzte Medi­zin. die die Mutter genommen hatte. TDenn sie cs leerte, setzte der Herzschlag aus Sie dachte an Gift und Tod wie verschmähte Liebe so oft an bas Sterben denkt.

Sie würbe sehr krank, und als sie nach über­wundener Krisis wieder zum Bewußtsein kam. sah sie Austien an ihrem Bette sitzen. Ein Zug­zusammenstoß zwischen Ssamara und Kinel hatte ihn schwer verletzt und zu einem längeren Ausent­halt im Hospital verurteilt. Run war ei seit drei Tagen zurück und sand zu seinem Erschrecken Freye krank vor. Ein Telegramm rief eine ärzt­liche Fachgröße aus Hannover nach Kappietlch. Der Mann erkannte sofort, daß es sich um keine organische Störung handelte, sondern um einen

Niederlage:

Robert Schönau

Olein, das gebe ich nicht zu. Gert hat noch die alte Freundschaft für dich

Die alte Freundschaft?" rief Freye.

,.3a. Du hast sie für Liebe gehalten. Das war dein Recht, es konnte dir niemand wehren. Aber mich trafst du damals mitten ins Herz Denn ich war die erste. Freye. und ich habe alle Bitterkeit und Verzweiflung schmecken müssen. alS ich fühlte, daß diese kleine, sanfte, elegische Freundschaft über meine Liebe trumphierte. Der Triumph ist zu Ende, weil ich meinen ewigen Menschen wiedergesunden habe. Weiht du. was da- heißt? Es heißt das Selbst meiner Per­sönlichkeit. das zum letzten Kampfe rüsten konnte. Freye. mir liegt nichts daran, dir wehe zu tun im Gegenteil, in meinem Glück mochte ich auch dich glüdlich wissen, und da- Glück wird mit dir sein, wenn du vernünftig bist. Aber begreife auch meine Kampfstellung zu dir. Stellung nur, eS braucht keine Amazonenschlacht zu werden. Du tratst zwischen mich und den Mann, den ich liebte. Run wirst du »urüdtreten müssen."

CeK. rief Freye,bu hast mich betrogen! 2lls"du Gerts Brief verbranntest, da sprachst du nicht von meiner alten Freundschaft, sondern von meiner alten Liebe! Unb rietst mir mit deiner falschen Zunge, ich möge schweigend seine Rückkehr erwarten dann sei er frei und mein!

,Und nun ist er mein", antwortete Alexe. Auch sie stand auf. 3&re Stimme klang noch immer ruhig, der Ton nicht scharf. Aber die ..Kampfstellung" war da. Zwei Rivalinnen schau­ten sich in die Augen.....3d) zog nicht aus.

ihn mir zu gewinnen. 3ch betrog dich also auch nicht 3d> reiste ihm im 3ntereffe von Theda und Hellmut entgegen, um zwischen beiden Par­teien gütlich zu vermitteln. Run sahen wir uns wieder nach langen 3ahven. Und unver­mutet standen wir beide vor der Entscheidung. Wir hörten die Rohrflöten der 3ugend unb holten auS der Tiefe der Erinnerung, was frisch und blühend geblieben war Wir sanden uns zurück. Wir haben uns verlobt. Wir werden

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Hören Sie das Urteil Ihrer Leidensgefährten:

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S rfctzetnunaSkvmpler. der auf eine UebergangS- form zwischen Hystcrte und Reurafthenie schlichen ließ, und da er derbe Ausdrücke liebte, so erfiärtc er einfach:Es ist nii weiter wie ein Rerven- klaps. hervorgerufcn durch irgendeine ungewöhn­lich starke seelische Erregung. 3d) kann nur ein bisfel Brom verordnen, aber Trost, ermutigender Zuspruch, liebevolle Behandlung. Ruhe unb Orts­wechsel sind in diesem Falle besser aU Medi­zin . . Austien. der sich im Miss Ions tuje cinquartiert hatte, lieft eine geprüfte Pflegerin kommen und txxir selbst tagsüber beständig im HauS auf der Höhe, um die Kranke überwachen zu können. Sein Entschluß stand fest, wenn Freye gesundet und mit ihm einverstanden war. wollte er sie sofort mit auf feine Güter nehmen, gleichgültig, was die Gemeinde und bie Leute ringsum zu dem plötzlichen Aufbruch sagten. Die Hochzeit konnte nachgehvlt werden . . .

Freye sah mit den wieder klar blickenden Augen verwundert auf den Mann neben ihrem Bett. Wat das Bruder Dorolheus? Er trug nickt mehr den bis zum Halse geschlossenen luthe­rischen Schwarzrock, sondern war modisch ge­kleidet. unb sein gebräuntes Gesicht lächelte fie ssTÜtig und licbcnb an. unb dann kniete er vor dem Bette nieder, küßte zart ihre Hand und sagte:

Run bist du erwacht. Frehe unb nicht wahr, nun erkennst bu mich wieder? Unb nun werbe ich noch einmal um dich, in unveränderter treuer Liebe. Ich pflege dich gesund, und bann packe ich dich sorglich ein unb nehme dich mit. OrtSveränderung. Land lüft und Ruhe sind alles, was der Arzt verordnet hat ein berühmte- Tier, dem man Glauben schenken kann. Und das sollst du haben. Ich habe ein Gut im Scharkatal. löstlich gelegen zwischen,den Moldaubergen, da wollen wir hin . .

Es wat wie die Stimme eines Erlösers. Sie sah in seine treuen Augen und hatte nur das Gefühl eines großen Danks.

3a". flüsterte sie,nimm mich mit, nimm mich mit. nimm mich fort. Unb bald . .

----- Gert wohnte im Forstvorwerk. mitten im Buchenwald Das war ihm recht so, denn hier hörte er nichts von dem Getose. daS seine Heimkehr und seine Verlobung mit Alere von

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