Ausgabe 
10.7.1925
 
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Zwangswirtschaft, bie ja einen Bankerott erlitten I habe. Der Redner oerteidiat dann die Pläne der Reichsregierung und gibt eine dahinzielende Erklä­rung ab.

Äbg. H a u r y (2). 23p.) nimmt Bezug auf das Lob, das Äbg. Weckler der Erzbergerfchen Finanz- refvrm gespendet hat, hält ihm aber entgegen, daß dadurch die Länder in eine Abhängigkeit vom Reich gebracht worden sind; jetzt gelte es, diesen Fehler wieder gutzumachen, aber nur schrittweise, durch Gewährung eines Steuerzuschlagsrechts an Länder und Gemeinden. Das Selbstverwaltungs­recht und das Berantwortungsgefühl der Gemein­den müsse wieder hergestellt werden. Der Abg. Lux habe gemeint, die Steuerlast wäre zu ertragen. Wir glauben jedoch, daß die Last nicht zu tragen ist, die Handwerker sind wenigstens der Ansicht. Wenn es so weitergeht, so wird der Mittelstand ver­schwinden. Wenn behauptet wird, 80 Prozent der, Steuern würden von der Arbeitneh- me'r schäft getragen, so ist es richtiger, zu sagen von der Wirtschaft; wenn bieje ruht, so können auch bie Arbeitnehmer keine Steuern zahlen. In Hessen gehören bie Handwerker zu den am stärksten Besteuerten. Die Mietzinssteuer ist bie unsozialste Steuer; sie ist schon nach der Art ihrer Erhebung nicht burchführbar. Unbedingt ist eine Vereinfachung des g a n 3 en Steuer­systems zu verlangen. Es müssen Mittel zur Wiederher st ellnng von Altwohnun- nungen bereitgestellt werden; die Sondersteuer auf den bebauten Grundbesitz müßte aus dem Etat herausgenommen werden, um den Ertrag auch wirklich für Wohnunqsbauten zu verwenden. Sind) muß die alte Miete an bie neue angepaßt werben, sonst verfallen die alten Häuser. In seinen Schluß­worten empfiehlt ber Rebner bringenb Sparsamkeit und gibt im Namen ber Deutschen Volkspartei eine Erklärung ab, worin biese den Anregungen ber Reichsregierung in dieser Beziehung zustimmt.

Abg. Dr. Werner (Dschn.) sieht in der he>- sischen Politik zwei Schwächen, durch die sie sehr gefährdet werde: die Zentralisation der Finanzen durch die Erzbergersche Finanzreform und das Uebermaß von Verstaatlichun- g e n. Eine Reihe von politischen Führern aus an­deren Lagern der Redner- meint u. a. den Mi­nister v. Brentano habe die Schädlich­keit des Erzbergerfchen Systems anerkannt. Nach weiteren Ausführungen verliest der Redner eine Erklärung ber Deutschnationalen Partei, in der Forderungen aufgezählt sind, wie in den bekannten Ersparungsanträgen der Deutschnationalen. Der Staat habe sich in seinen Aufgaben übernommen, deshalb wird die Ucbertragung der Schuttasten und ber Baupolizei auf bie Gemeinden gegen Uebsr- lasiung von Steuern gefordert. Die Erklärung schließt mit der Ablehnung des Staatsvoranschlags und des Finanzgesetzes.

Um 2 Uhr werden die Verhandlungen abge­brochen.

Die Untersuchung des Falles Himmelsbach.

Darmstadt, 9. Juli.

Der Ausschuß zur Untersuchung des Falles Himmelsbach trat heute nachmittag wieder zu einer Sitzung zusammen. Anwesend sind Finanzminister Henrich und Landforstmeister im Ruhestand Joseph. Zunächst wird Ober­förster Eckardt eidlich vernommen. Er erflärt erst nach dem Tode des Oberforstrates Kallen­bach nach Darmstadt gekommen zu sein und hat mit ihm über die Angelegenheit nicht gesprochen und war nur mit der Abschätzung der Schäden durch die Holzhiebe der Firma Himmelsbach befaßt. Der Zeuge berichtet dann eingehend über die Holzbestände der Firma, nament­lich die im Ko st Heimer und im Dinger Hafen lagerten. 3m Anschluß an diese Mil-

teilungen verliest der Zeuge einen Treuhand­vertragsentwurf über die Holzlieferungen vom t Februar 1924 und erläutert die Punkte, die - sich auf Holzbeschlagnahme beziehen.

* Prokurist Wörne macht darauf aufmerksam, daß es sich um einen Vertragsentwurf und nicht um einen Vertrag handelt. Mit dem hier zur Verhandlung stehenden Gegen­stand habe dieser Vertrag so gut wie nichts zu tun. Die Fl 0 hlisten , die Oberförster Eckardt verlesen habe, seien falsch, denn es befinde sich darunter Holz, das nie der Firma Himmels­bach gehört habe. Prokurist Wörne weist ferner - darauf hin, daß zahlreiche Angebote, namentlich französische'-, deutscher und holländischer Firmen auf die Zusatzhiebe Vorgelegen haben. Der Zeuge Oberförster Eckardt gibt zu, dah auch anderes Holz als das der Firma Himmelsbach unter den Beständen war. Direktor 3osef Himmels­bach fragt den Zeugen, ob er denn nicht die viel größeren Mengen der Firma S t i n n e s und anderer Firmen gesehen hätte. Der Zeuge meint, es seien größere Mengen fremden Holzes nicht vorhanden gewesen. Aus den Fragen von Aus- fchußmitgliedern geht hervor, daß die Auf­stellung angezweifelt wird. Auch wird von einem Mitglied des Ausschusses auf den Ausdruck des ZeugenVermutung" auf­merksam gemacht. Direktor Himmelsbach hält dem Zeugen entgegen, daß er gesagt hat, die Firma hätte ein Vielfaches ihrer früheren Be- stände im Hafen liegen gehabt; Tatsache wäre aber gewesen, daß es viel weniger war. Dev Zeuge hätte doch einfach die Firma Himmels­bach um Auskunft angehen sollen, sie hätte ihm alle Auskünfte gegeben; anstatt dessen wären Erkundigungen von anderen Personen eingeholt worden.

Oberregierungsrat Pennrich soll über die Verhandlungen der Firma Himmelsbach mit Oberforstrat Kallenbach aussagen; er war früher schon vernommen worden. Wesentlich war seine Erklärung, . dah Oberforstrat Kallenbach die schwierige Lage der Firma anerkannte, aber eine Genehmigung des Vertrages sei nicht ausgesprochen worden, wie das auch aus der Antwort an die Firma Himmelsbach hervor- geht.

Finanzminister Henrich verlangt eine Fest­stellung darüber, ob Oberforstrat Kallenbach feine Befugnisse überschritten hätte.

Prokurist Wörne weist aber darauf hin, daß das Antwortschreiben keine.Ablehnung Dar» stelle, das könne man nicht einmal aus der ver­stümmelten Form, in der das Schreiben in der Denkschrift der hessischen Regierung wiederge­geben sei, abieiten.

Finanzminister Henrich erklärt, das widerstreite allem, was bisher von Oberforstrat Kallenbach und Oberregierungsrat Pennrich gesagt worden fei.

Abg. Kaul richtet an Oberregierungsrat Pennrich, der darzulegen sucht, daß das Ant-

wortschreiben eine Ablehnung sei, die Frage. War es ein Verbot?

Zeuge: Rein. (Bewegung.)

Vorsitzender: Die Sache ist doch woyi so: Sie wollten die Verträge nicht genehmigen, aber auch nicht ein Verbot aussprechen.

Der Zeuge bestätigt dies.

Abg. Kindt meint, die Firma hatte um Erlaubnis für die Schläge bitten müssen.

Prokurist Wörne macht darauf aufmertfam, daß kein Verbot bestand. Das R e i ch h a b e das Verbot aufgehoben. Eine Stellung­nahme der hessischen Regierung wäre trotz aller Versuche nicht zu erreichen gewesen. Erst am 98. Mai tarn das Verbot; hätte die hesslschs Regierung uns vor Abschluß Der Vertrage eine klare Antwort gegeben, so wäre rein Baum ge- ^^Rach längeren Auseinandersetzungen erklärt Abg. Ritzel: lieber die Unterredung des ver­storbenen Oberforstrates Kallenbach mit dem Vertreter der Firma Himmelsbach 'ft nur cm lebender Zeuge da, Oberregierungsrat Pennrich. Dieser gibt auf Befragen zu, daß Ooerforstrat Kallenbach ihm persönlich gesagt hat, er erkenne die Zwangslage, in der sich die Firma Himmels- oach befinde, an, aber man könne ihr nicht helfen. (Bewegung.) *

Cs wird dann für etwa eine halbe Stunde die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Hierauf wird Landforstmeister i. R. Joseph vernommen. Der nochmals betont, daß er nicht annehmen tonne, Oberforstrat Kallenbach habe eine abweichende Meinung als seine vorgesetzte Behörde gehabt. Direktor Himmelsbach behauptet, Landforstmeister Joseph habe den Finanzminister nur sehr man­gelhaft unterrichtet, der Minister haoe daraus den Vorwurf des Landesverrates gegen Die Firma erhoben. Minister Henrich erwidert, er habe sich allerdings geirrt über die ventes, aber an der Sachlage ändert dies nichts.

Prokurist Wörne stellt noch fest, daß em Raturdenkmal, die Kaiser- oder Taler-Eiche, ent­gegen der Behauptung des Landforstmeisters Joseph, nicht von der Firma Himmelsbach ge­fällt wurde. ,

Gegen 7 Uhr werden die Verhandlungen ab­gebrochen und auf Samstag 9 Uhr vertagt.

Deutscher Reichstag.

Trotz der umfangreichen Tagesordnung war das Haus am Donnerstag recht schwach besucht, d. h. der größte Teil der Abgeordneten hielt sich weniger im Sitzungssaal als in den Wandel- gängen und dem Reichstagsrestaurant auf.^llnter diesen Umständen wäre beinahe die ganze Sitzung an der Beschluß Unfähigkeit des Reichstags auf - geflogen, wenn nicht im letzten Augenblick zur Abstimmung übet den Antrag auf Frei­lassung der inhaftierten kommunistischen Ab­geordneten Heckert und Pfeiffer die Mit­glieder des Hauses im Sturmschritt herbeigeeilt wären. So kamen denn glücklich 176 für und 143 Stimmen gegen den Antrag zusammen. Die beiden kommunistischen Mitglieder werden also in Zukunft wieder die Linke des Hauses zieren.

Darm wurde in die erste Beratung des Ini­tiativantrages der Regierungsparteien über die Erhöhung der Bier - undTabaksteuer eingetreten. Sozialdemokraten und Kommunisten, die die ersten Redner vorschickten, benutzten diesen Antrag, um nicht nur die Bier- und Tabak­steuer abzulehnen, sondern auch das ganze Verhalten der Regierungsparteien in dieser Frage in Grund und Boden zu kritisieren. Die Vorlage ging aber trotzdem dem Steuerausschuß zu, wäh­rend das Finanzministerium den Regierungsent» wurf, der im Ausschuß abgelehnt wurde, zurückzog.

Der Handels- und Konsular-Ver- trag mit den Vereinigten Staaten wurde dem Handelspolitischen Ausschuß über­wiesen; dann trat das Haus in die Beratung des Grenzabkommens mit Polen ein, das bis auf die Regelung der Baulichkeiten in den Grenzgebieten angenommen wurde. Auch der Spitzbergen-Vertrag fand die Annahme durch das Plenum, das schließlich in die Weiterbera­tung des Haushalts des Ministeriums für die besetzten Gebiete eintrat.

Die Vorbereitung der deutschen Antwortnote.

Berlin, 9. Juli. (TU.) Wie wir erfahren, wird die deutsche Antwort auf Die Sicher- heitsnote Briands gegenwärtig noch im Aus­wärtigen Amt vorbereitet. Der Entwurf liegt dem Kabinett noch nicht vor.

Am Freitag begibt sich der Reichsinnemnini- ster Schiele nach Königsberg zur Tagung des Vereins deutscher Zeitungsverleger und am Samstag fährt der Reichskanzler zu dem angefünDigten Besuch nach Dresden. Es ist daher anzunehmen, daß sich das Kabinett kaum vor Montag über die Antwortnote schlüssig werden wird, so dah die vom Reichskanzler zu­gesagte Aussprache über die Rote im Aus­wärtigen Ausschuß des Reichstages frühestens in der Dienstag-Sitzung stattfinden Dürfte.

Die politische Aussprache im Reichstag, die nach der Absendung und Ver­öffentlichung Der deutschen Antwort erfolgen soll, wird voraussichtlich mit der dritten Lesung des Etats verbunden werden.

Der englisch-russische Konflikt.

London, 9. Juli. (WTB.) Infolge der mini­steriellen Erklärung im Unterhause nimmt die Be­sprechung der e e n g l i s ch - r u s s i s ch e n Be­ziehungen in der Presse beträchtlichen Raum ein. Während dieWestminster Gazette" und der Daily Herald" melden, daß Radowski gestern im Flugzeug eingetroffen sei, glaubt dieDaily Mail" zu wissen, daß der russische Geschäftsträger allen Erwartungen entgegen nicht in London eingetroffen sei. Dem Blatt zufolge befaßte sich das Kabinett gestern nicht mit der Krise in den englisch-russischen Beziehungen. Die Politik der Regierung sei augen­blicklich abwartend. Ein wichtiger Faktor sei jedoch die wachsende Unruhe der Mitglieder der Konser­vativen Partei, die sich Lord Birkenhead in der Forderung anschlössen, daß die Beziehungen mit Rußland abgebrochen werden müßten. Wie verlautet, widersetzen sich sowohl Baldwin wie Chamberlain jeder derartigen Aktion. Der Bruch mit Rußland würde die Lage des russischen Außen­handels beinträchtigen und die industrielle Lage des Landes nicht bessern.

Auf zahlreiche Fragen wegen der englisch-russi­schen Beziehungen erklärte Chamberlain, das Unterhaus habe alle Informationen erhalten, die er geben könne. Tom Williams wies auf die Meldung

In Der Bucht von Ohmurs stürzte ein M i l i-

waren auf der Stelle 101.

Aus Stadt und Land

Pf.; Salat,

Stück 50 bis

Pf.; Rettich,

Strecke GießenFrankfurt an Sarns-

von sen

Gießen gefahren, Frankfurt ab 12,57 nachm. Gießen an 2,42 nachm., der Zug hält in Vilbel Groß-Karben, Rieder-Wöllstadt, Friedberg, Dad-

tärwasserflugzeug aus einer J etwa 300 Metern ab. Die beiden I

tagen der Vorzug 794, Gießen ab 4,39, gefahren. Strecke Frankfurt Schlitz: Dom Sonntag, 12. Juli ab, verkehrt der Personenzug 2512 (S) Schlitz ab 4,30 nachm. wie an Werktagen,

Aus aller Welt.

Schweres Explosionsunglück bei Berlin.

Berlin, 8. Juli. (TA.) Heute nachmittag ereignete sich in Britz bei Berlin ein schweres Explosions- und Drandunglück. In Den Detriebsräumen Der Zilmverwertrngsgesell- schäft Eandt & Co. fing ein Filmstreifen Feuer, das schnell um sich griff. Bisher sind zwei Tote und acht Schwerverletzte zu verzeichnen.

Zu der Brandkatastrophe in Britz erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Die Feuer­wehr ist ummterbrochen tätig, um des Feuers Herr zu werden. Sie spritzt Wasser aus einer B- unD drei C-Röhren. Der Lagerraum, in dem etwa 2000 Kilo Fi lme lagerten, ist voll­ständig ausgebrannt. Von dem anliegen­den Wohnhaus Jahnstratze sind die Fenster bis zum dritten Stock hinaus ausgebrannt. Die Zahl der Opfer läßt sich noch nicht übersehen. Die Firma Scrndt u. Co. verarbeitete alte Filme. Das

Vandervelde, diese Besetzung sei eine inter­alliierte und keine belgisch-französische An­gelegenheit und setze einen Meinungsaustausch zwischen den Mächten voraus.

Die beiden Minister werden morgen ihre Beratungen im Verlaufe des Frühstücks fort» sehen, das der belgische Botschafter zu Ehren Vanderveldes geben wird.

Ratifizierung des Washingtoner Abkommens.

Paris, 8. Juli. (WTB.) Die Kammer hat das Washingtoner Abkommen betref­fend den Achtstundentag ratifiziert. An der Abstimmung haben sich 545 Abgeordnete betei­ligt.

Rauheim, Butzbach. Ebenso wird auf der

also Schlitz ab 4,13, Bad Salzschlirf an 4,37 zum Anschluß an Salzschlirf an Personenzug 556 nach Gießen (Gießen an 7,33).

Di e Gewerbesteuer-Erhebung des Kreises wird in unserem heutigen An­zeigenteil angekündigt. Man beachte Die Be­kanntmachung.

** E i n Schwindler treibt gegenwärtig in unserer Stadt sein Anwesen. Er erschien ge­stern mittag bei Dem Kassierer eines hiesigen Vereins und zeigte einen Schein vor, nach Dem er den Betrag von 19.50 Mk.für Die von dem Vorsitzenden bestellten Bücher" zu kassieren habe. Als der Kassierer erklärte, ohne ausdrückliche schriftliche Zahlungsanweisung des Vorsitzenden könne er nichts auszahlen, tat der Mann sehr erstaunt, verschwand aber doch schließlich. Das­selbe Mannöver versuchte er Dann bei dem Kas­sierer eines anderen Vereins, und hier hatte er das Glück, auf seinen Wisch 16 Mk. zu er­halten. Ratürlich hatte Der Vereinsvorsihende keinerlei Bestellung aufgegeben. Da anzunehmen ist, dah Der Gauner sein übles Treiben auch anderweitig fortsetzen wird, fei hiermit vor Dem Kumpan gewarnt und empfohlen, wenn irgend möglich, seine Festnahme zu veranlassen. lieber Die Tätigkeit eines andern Schwindlers meldet Der Polizeibericht: Zu Der betanntgetoor» Denen Festnahme eines Schwindlers in, Fried- berg ist mitzuteilen, Daß es sich Dort um Den langgesuchten Betrüger Ernst Queiser geb. am 6. Februar 1879 zu Kassel, hanDelt. Er hat bei seiner Festnahme selbst zugegeben, daß er im Kreise Gießen beim Kolportieren Der illu­strierten MonatshefteHessenlanD" etwa 60 Per­sonen geschäDigt habe. Da bisher nur in einem Falle Anzeige erstattet wurDe, werben Die Ge- schäDigten ersucht, Der Kriminalpolizei Gießen weitere Unterlagen zu geben.

Filme in großen Bottichen getrocknet zur Ge­winnung von Bromsilber. Man vermutet, daß Mel Dabei zulässige Höchsttemperatur von 40 Prozent; überschritten worben ist, so daß Selbstent­zündung in Frage kommt. Die bisher heraus- geschafften Leichen, eine männliche und eine weib­liche, konnten noch nicht identifiziert werden. ,

Grohfeuer.

6,48 nachm. Strecke GießenGrun-

uer berg: Von morgen ab erhält der Personenzug

Paris, 8. Juli. (WTB.) Außenminister 569, Gießen ab 10,46 Ahr nachm., in Göbelnrod Briand hat heute abend 6.30 Ahr den bet- Aufenthalt; Ankunft in Grünberg 11,28 Ahr gischen Außenminister Vandervelde empfan- nachm. Strecke FrankfurtGießen: gen. Die Unterredung dauerte 45 Minuten. Ab morgen, Samstag, wird Der Vorzug 793 Vandervelde sprach sich über Das Ergebnis s Samstags beschleunigt von Frankfurt nach Der Unterredung mit Briand sehr befriedigt aus. Pressevertretern versicherte er, Die Richt­linien Der belgischen Außenpolitik seien Durch Das LonDon er Abkommen unD Das Genfer Protokoll fest gelegt. Auf eine Frage über Die Räumung Der Städte Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort antwortete

_. .. rr^ Blumenkohl, Stück 0.10 bis 1.70

Dre italienische Frnanzkrise. Stück 10 bis 15 Pf.; ©aiatgurien,

Rom 9 Juli. Wolff.) Der Finanzminister 70 Pf.; Einmachgurken, Stück 10 bis 15 Psi; De Stefani und der Wirtschaftsminister Ober-Kohlrabi, Stück 20 bis 25 Pf.; Rettich, Rava sind zurückgetreten. I Stück 20 Pf.; Radiescyen, Bund 15 Pf.

Der König hat Die Demission angenommen.

Er ernannte zum Finanzminister den Grafen <- Fahrplan-Aenderungen. Don Dalji, Den früherren Gouverneur m ^npohd, h^e, Freitag, ab verkehrt auf Der Strecke unD zum Wirtschaftsmimster Den Abgeordneten G rünb e r gL on Do r s der Werktagszug Belluzzo. 2568 ab Gießen 3 Min. später, also Gießen ab

Du?U 2 e i ^n°a b m e an der Hußfeier ist Gießen, den 10. 3uh 1925.

das Recht eines jeden freien Staatsbürgers, gleich- Rektor her Landes-»

viel welche Stellung er bekleidet. Wie immer wir -Ver 1 UVi. -vuhwv»

die Sachen betrachten, der Schritt ist eine UniDerfttÖt»

Stampf an läge. Aus dm Schritt des Nun,ms das Lektoratsjatzr 1925/26 wurde der

muh geantwortet werden Wenn Rom ohne ®e- DI&cntti$2 Professor Dr. Karl Surfer »um anöten be, uns auskommt, |o wird d,° Republik Rektor unserrn LniPerfilät gewählt.

ohne Gesandten beim Vatikan auskommen.

Das Echo in Oesterreich. Gießener Wochenmarktpreise.

Wien, 9. Juli. (WB.) Der Konflikt zwi- am ^ 3uh 1925 MnDlerpreise).

scken Der Tschechoslowakischen Republik unD Dem Es kosteten auf Dem heutigen Wochenmarkt. Vatikan begegnet in Oesterreich großem Interesse. Butter, Pfd. 2.00 bis 2.10 Mk.; Matte, Pfd. Sie ©tunDe melDet bnite, in Wiener katholi- 35 Psi; Käse, Pfd 65 Psi: Wirsing PfD. 40 Pf.; scheu Kreisen sei aus Der Besorgnis heraus, daß Weißkraut M. 40 Pf-I gelbe Ruben, Pichen eine längere Dauer Des Konfliktes 25 Psi; rote Ruben, Päckchen 2o Psi; Römisch- das Vrestiae Der katholischen Kirche I kohl. PfD. 15 bis 20 Pf.; Bohnen, Pfd. 60 Psi; auch^m Ausland- schädigen könne, Erbsen, Psd^ 40 Ps.t Mischgemüs^ Psd^ 20 Pstt Der Gedanke aufgetaucht, von hier aus eine ^omaten, ^fD. 0.80 bis 1.00 ^k., Zwiebeln, Vermittlung zwischen Den beiden streitenden Pfd. 20 Psi; Tcharbarber, Pfd. 20 Pf., P6ze, Parteien herberzuführen. Von einer Persönlich- JPfb. 50 Psi; Kartoffeln neue Pfd. 15 Psi. feit die volitifch Dem Katholizismus sehr naye I Dorrobst, Pfd. 35 Pf-, Kirschen, Pfd. 70 bis stehe, und d^rch ihre offline Stelle , biploma- 80 93t, SeibeKeeren 5ßfb 50 P t Stachelbeeren, tisch zur Intervention qualifiziert erscheine, werde Pfd. 35 Pf. Johannisbeeren, PfD. 35 bis 40 Psi, bereits inoffiziell an Den Vorbereitungen einer Erdbeeren Md- .1-20 Mk.; Himbeeren, Pch. 70 derartigen Vermittlung gearbeitet. Pst 1.20 ' Mk.7°Ei?r IZ bks Ä" PI

eines Morgenol^lies hm. nach der alle Informa­tionen, die für den Abbruch der Beziehungen not­wendig seien, sich 'n den Händen des Forel gn Office befinden. Chamberlain sagte, der Abbruch der diplomatischen Beziehungen werde von der Re- qierung gegenwärtig nicht erwog en. Er ver- ivies dann auf seine frühere Erklärung daß die Re­gierung sich volle Aktionsfreiheit vorbehalten müsse.

Konflikt ZWiichenVatikan imh h(>r 5fdhcdbo51owolicie I Bei der (Stettiner Schreibmafchl- UUV nengefcllfcbaft ist Feuer ausgebrochen.

Abbernfunq dcs päpstlichen Gesandten Das rasch um sich griff und das Lager ein- " Rom 9 Juli (WTB.) DerOsservatore Ko- «scherte Der Schaden ist beträchMch. Der Brand' ÄÄ b'ta hann Huß, das in Prag am 6. 3uli mit be- Thphusepidemle.

soliderer Feierlichkeit in Szene gesetzt wurde, der QiuS Düsseldorf wird gemeldet: In Re- Präsident der Republik den Ehrenvorsih und der yiges wütet feit Wochen eine Typhusepi- Ministerprasident die Leitung ehrenhalber ubernom- p e m i c, Deren Ursache noch nicht ermittelt ist. men haben, Hal der heilige Stuhl den Pro- Bisher wurden 36 Todesfälle von Typhusver- gcr Runlins Monsignore Marmaggi den Alls- hacht gemeldet, von denen sich 23 als positiv trag gegeben, entschieden Verwahrung emjulegcn erwiesen haben. Die Seuche verläuft ziemlich und rag sofort zu verlassen. harmlos. Rur ein Todesfall ist. eingetreten.

DieDebctfe Augenblicklich befinden sich noch fünf Typhus-

tränte im Krankenhause.

LM tschechrscyen Senm. In Kranichs elD a. D. 3 Im finD 25 gjer-

iöraa 9 Juli. (WB.) In Der heutigen Tonen an Typhus erkrankt. Das BaDen in Sitzustg D& Senats ergriff Senator Rienner der Ilm wurde verboten. (Deutsch-Soz.) nach Der Beratung des 5)anDelS- Hitzewelle in Amerika.

abkommens mit Amerika das Wort zu^einer Rede $n ben östlichen Staaten ist eine starke hitze- aber Die ^kugelegen^it Maragg . welle aufgetreten. In Den beiden letzten Tagen

klärte: Es ist befreindlich^daß siish ereigneten sich aus diesem Grunde etwa neun

(Seiten einer Erörterung der Angelegenheit aus Todesfälle. Eine große Anzahl Gebäude wurde gewichen worden ist. Der Affront, Den per vis beschädigt,

hörige päpstliche Runttus gegen Den Präsidenten Durc9 oen 'ÖU9 8 Der Republik und gegen Die Regierung unter- | Flugzeugabsturz,

nonunen hat, geht alle Staatsbürger un. Ich glaube, daß der freisinnige Teil Der tschechischen Ration alle Ursache hat, sich über diesen Vor­gang auf das Heftigste zu erregen. Sind wir ein selbständiger Staat und haben wir unsere poli­tischen und kulturellen Ziele selbst zu besttmmen, i oder hat eine auswärtige Macht, wie der Wettervoraussage.

Vatikan das Recht, sich in unsere Ange- Zeitweise starker bewölkt, tagsüber warmer, legenh eiten einzumischen? Die Ab- später Abkühlung, keine oder schwache Rieder- reise des Runtius an sich ist höchst schläge. belanglos, aber nicht nebensächlich ist Die Absicht, Die Damit verbunden war, das Be- treben, sich in unsere innere Angelegenheiten

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Sani al Allendl ; tag sand in hiesi berichtet, die Dur j ganze Woche doch- , ben im Sor/e beot ben nüber jum erfa einander gegenüber: Volk und der pe didwig Diehmai tätigfeit der Segne1 ! rzielen, und Düra ; xoßer Etimmenme!

68 Stimmen abgej Bolt 357 auf sich rann IV. erhielt 9 fauler 3; Mi ( Tchvn kurz nach 8 s ! lokal umstellt, dem | Wahlergebnis. Auf i M, Vie es Allen TiW i,io Uhr, als drängte alles »u i Meisters, um diesem chor unter seinem ne/ pielte verschick yeit, die ich meine" mltgesungen. Der seit", mit der $ tung seines Dirig.

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