Ausgabe 
10.7.1925
 
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Sonntag, den 12. Juli 1925

Samstag, den 11. Juli 1925

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Jahre statt, da der derzeitige Dürgermeister erst fünf Jahre im Amte ist.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg. 9. Juli. Am Sonn­tag fand dahier, wie schon kurz berichtet, die Wahl eines Beigeordneten statt. Ge­wählt wurde der seitherige Beigeordnete Friedrich Fritz mit 275 Stimmen. Sein Gegner Konrad Högy Hl. erhielt 54 Stimmen. Es machten ins- gefirmt 73 Proz. der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Bon einer Wahlagitation und einer Trinkerei vor der Wahl war nichts

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:: Pohl-Göns. 9. Juli. Rach der Be­rufs- und Volkszählung befinden sich in unserer Gemeinde 135 Haushaltungen. Die Einwohnerzahl beträgt 700, davon 347 männlich, 353 weiblich. Es sind 124 Wohnhäuser vorhanden

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spd. Frankfurt a. M, 9. Juli. Sn der Vorkriegszeit verkehrten im Frankfurter Hauptbahnh 0 f täglich nahezu 600 Züge. Diese VerkehrSkurve, die in der Rachkriegszeit äußerst gering war, hat sich später wieder gehoben und erreicht augenblicklich die Ziffer von 228 ein­treffenden und 233 auSsahrenden Schnell- und Personenzügen täglich.

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lungme Lieder. Die Freia Turnerfchsfk und der Gemütlich le itSverein veranstal­teten einen F a ck e l z u g. ebenfalls mit der Der- einsfahne voran. Auch die Deutsche Tur­ne r s ch a f t lieh es sich nicht nehmen, an der Huldigungsfeier sich zu beteiligen und dem Bür­germeister die Glückwünsche darzubringen. Es wurden verschiedene Ansprachen gehalten. Für den Gesangverein sprach Wilhelm Luh II.. Friedrich Kersting sprach im Rainen der Freien Turuerschaft und Gemütlichle.tsverein, und Karl Faber brachte die Gluck- und Segenswünsche der Deutschen Turnerschaft dar. Bürgermeister Volk bankte gerührt und gelobte, sein Amt auch in Zukunft treu und gewissenhaft zu führen, wie in den vergangenen elf Jahren, so daß er es vor Gott und Menschen mit gutem Gewissen verantworten könne. Sein Grundsatz sei: Sebent das Seine iGleiches Recht für alle. Er forderte alle Anwesenden auf. dahin zu w.rken, daß jeder in Zukunft bestrebt sein möge, Frieden und Einig. Feit zu stiften, fest zufaminenzuhalten und das Wohl der Gemeinde über die Partei zu stellen.

> Dorf-Güll, 9. SuIL Gestern feierten wir hier gemeinsam mit der Gemeinde Holz­heim unser diesjähriges M i s s i o n s f e sl. Es ist dies ein alter Brauch, der nun wohl schon 75 Jahre bestehen mag. Don Anbeginn verfolgt dieses Fest den Zweck, bei der Bevölkerung Interesse zu wecken für die Ausbreitung und Förderung der Inneren und Aeuheren Mission. Es findet jährlich am 1. oder 2. Mittwoch im Juli abwechselnd hier und in Holzheim statt. Früher nahm dieses Fest immer einen großen Umfang an. Tausende von Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung trafen sich hier und zeigten damit ihre Opferwilligkeit und An­teilnahme an diesem gewaltigen Hilfswerk. Auch gestern war, begünstigt durch die Witterung, ein starker Besuch festzustellen. Pfarrer K ö d d i n g , Eber st ad t, der nach dem Scheiden unseres Pfar­rers Freitag die Vertretung für unsere Gemeinde übernommen hat, richtete zunächst Worte dec Begrüßung an die Versammelten. Gemeinde­gesänge und Vorträge des hiesigen gemischten Chors wechselten miteinander ab. Als Redner waren gewonnen Pfarrer O b e r s ch m i d t. Frankfurt a. M. und Missionar Maus, Bar­men. Letzterer hat 38 Jahre In China gewirkt; äußerst interessant waren seine Ausführungen über seine dortigeen Erlebnisse. Das Schluß- gebet sprach Lehrer Ratz, Oberhörgern. Möge uns dieser alte Brauch noch lange erhalten bleiben.

:/: Utphe, 9. Juli. Am Sonntag wurde hier, wie bereits kurz berichtet, der seitherige Bürgermeister Friedrich Dietz, von vier Splitterstimmen abgesehen, e i n st i m m i g wiedergewählt. Von 327 Wahlberechtigten hatten sich 249 beteiligt. Am Abend wurde der Maien" nicht Motze wie es in einem andern Bericht dieser Tage hieß vor seinem Haus aufgepflanzt, ein Brauch, der in der Gegend hier allgemein üblich ist. Der Gesangverein Lorelei brachte ein Ständchen dar, worauf der Bei­geordnete Raab in einer Ansprache die Ver­dienste des wiedergewählten Bürgermeisters her­vorhob. Schon der Ausgang der Wahl zeigte, in welchem Maße er das Vertrauen der Ge­meinde genießt.

* Lumda, 9. Juli. Bei der hiesigen D u r - germeisterwahl wurde der seitherige Bür­germeister H. Schultheiß nicht mit 129 Stim­men, wie irrtümlich berichtet, sondern mit 22 8 Stimmen wiedergewählt. Stimmberech­tigt waren 269 Personen. Hiernach haben 85 Prozent für daS bisherige Ortsoberhaput ge­stimmt.

Bevölkerung gut Verfügung. Während bet Hauptprobe werden die vereinigten Posaunen- chdre von ölauberg und Obermockstavt. die in dankenswerter und selbstloser Weise ihre Dienste zur ^Beifügung gestellt haben, auf ein oder mehreren Plätzen unseres Städtchen» Blatz-Kon- zerl veran^altcn. D«r FestgotteSdlenst, der li­turgisch retch auigeftattet ist. bringt 2 Massen­chöre unter Leitung von Pfarrer Die. Stumpf- Eschenrvd. Die Fcstpredigt hält Pfarrer Rau- mann- Schwickartshausen. Rach einer Kaffee­pause beginnt um 4 Uhr die Rachfeier, die bei gutem Wetter auf dem zur Verfügung gestellten Marktplatz, bei schlechtem Wetter in der Kirche gehalten wird. Die Rachfeier steht unter dem a roß en LeitgedankenHeimat und Vaterland", oem Hof Prediger Widmann- Gedern in der Hauptansprache Ausdruck geben wird. Heimat- und Vaterlandslieder der Einzelvereine unb zwei große Massenchöre werden dtesen Gedanken im Lied verherrlichen und mit verschiedenen An­sprachen abwechseln. Auch der neue Superin­tendent von Oberhessen, Oberkirchenrat Wag­ner, hat zu der Rachversammlung sein Erschei­nen in Aussicht gestellt. Mit den Abendzügen werden die Gäste nach einem hoffentlich recht schönen Tage wieder unser Städtchen verlassen.

/- Lindheim, 8. Juli. Am Sonntag sand in unterer Gemeinde das erste der drei dies­jährigen Gustav-Adolf-Feste unsere» Dekanats statt. Im FestgotteSdienst predigte m eindrucksvoller Weise Pfarrer Göbel. Wolf, der in letzter Stunde für den leider erkrankten Festprediger eingesprunaen war. Gemeindeliedet und Chöre verschönten die Feier. In der Rach- versammlung sprachen außer dem Ortsgeistlichen die Herren Pfarrer Werner, Usenborn, und Pfarrer Göbel, Wolf, als Vorsitzender des Zweigverein» in begeisterter und begeisternder Weise übet die Gustav-Adolf-Sache. Das Fest war sehr gut besucht.

Stc».^enburg und Rheinhessen.

spd. Offenbach, 9. Juli. Durch plan­mäßige Detrügereten hat der erwerbslose 45jährige Heinrich Anton Müller von hier zahllose Offenbacher und noch mehr Frankfurter Geschäftsleute um erhebliche Sum­men geprellt. Müller kaufte gegen eine keine Anzahlung und dieVerpfändung" feine» Schreibtisches von den Geschäftsleuten Waren, besonders Wäsche. Sobald er im Besitz der Waren war, verschleuderte er sie zu Schund- preisen. An die Bezablung der erheblichen Rest- f um men dachte er nicht. Runmebr liefen die Anzeigen bei der Polizei hausenweise ein. Müller ist jetzt aus Offenbach verschwunden und soll in Frankfurt fein Schwindlerhandwerk fort- setzen.

Personalien. Ernannt wurden: Der Lehrer Ludwig Lotz zu Leihgestern zürn Rektor an der Volksschule daselbst: der Lehrer Hermann R a u zu Beuern zum Lehrer an der Vottsichule iU Klein-Linden, der SchulamtSanwärter Fritz Bötticher aus Herbstein zum Lehrer an der Volksschule zu Stockhausen, Kreis Lauterbach, d« SchulamtSanwärter- Ludwig Deubel aus Rudingshain, ^reis Schotten, zum Lehrer an bet Volksschule zu Eichelharn, Krers Lauterbach: der Schulamtsanwärter Georg Pfeiffer aus Gießen zum Lehrer an der Volksschule zu Rim­bach Kreis Lauterbach: die Schularnlsanwär- terin Emilie Vierter aus Darmstadt zur Leh­rerin an der Volksschule zu Klein-Linoen, Kreis Gießen: der Schulamksanwärter Otto Philipp aus Watzenborn-Steinberg zum Lehrer an der Volksschule zu Ober-Seemei'., Kreis Schotten.

" Die Bereinigung für gerichtliche Psychologie und Psychiatrie in Hes­sen, der eine große Zahl ton Juristen und Äerzten angehören, hielt ihre 22. Tagung in diesen -tapen in Darmsladt unter dem Boriitz des Oberlandes­gerichtsrats Dr. M a y e r ab. lieber den neuen Ent­wurf des Strafgefegbuches referierte zuerst pros. Mittermaier, der den Entwurf eine entschie­dene Fortbildung des von W19 nannte und als brauchbar begrüßte. Bemerkenswert und heftig an­gefeindet i t di- große richterliche Freiheit, die aller­dings viel ach ohne genügend fe,te Leitung blerbt und eine ehr sorgfältige Durchbildung der Straf- rcditler fordert. Daneben ist die starke Rücksicht auf die Gesamtversönlichkeit des Täters Xu beachten, die auf die Schuldbetrachtung und die Anwendung der sogenannten sichernden und bessernden Maßnahmen einwirkt. Auch hier liegt natürlich eine gewisse Ge- jc.ijr. Die Verfeinerung des Schuldgedankens kann leicht zu übergroßer Milde führen. UcberatI zeigt sich die Bedeutung psychologischer Schulung. Bemer­kenswert ist es auch, daß das gemeinjchädliche Verhal­len der Arbeitsscheueii überhaupt nicht mehr bestrast, sondern nur im Arbeitshaus behandelt werden soll, wenn nötig, lebenslang! Während Rechtsanwalt K. Neuschäffer aus Darmftabt bie richterliche Freiheit begrüßte, hielt Professor Graf Dohna aus Heidelberg sie, übrigens mit dem Vorsitzenden, sur viel zu weitgehend. Ministerialrat Balser sprach über die ärztlichen Eingriffe unb freute sich, daß der Entwurf ihnen verständig gegenüberstehe, auch bei der Unterbrechung der Schwangerschaft. Aber es bleiben noch viele Zweifel, so z. B. in der Frage der Sterilisation. Hier blieben der Aerzte- schaft noch große Ausgaben für die Entwicklung ihrer Auffasfungeen. Die nächste Tagung soll in Mainz stcutsinden und über das Strafenwesen verhandeln. Am Nachmittag wurde der neueingerich- tete Erkennungsdienst des Polizeiamts besichtigt.

Bornotizcn.

Tageskalenber für Freitag. Katholisches 2^rernshaus 8 ilfor Konzert blinder Künstler. Lichtspielhaus Bahnhofstr.:Die Mäbchenhänbler von Reutzork'. Ästoria-Licht- spiele:Die Mäbchenhänbler von Reuyork."

Der Gewerbeverein hält heute, Freitag, abenb, pünktlich 8.30 Dlhr eine Verfarnm- Itmg ab, in der die Möglichkeit von Kredit-' beschaffung besprochen werben soll (siehe Anzeige).

LanokrciS Gictzen.

al. A l l e n b o r f (Lahn), 8. Juli. Arn Sonn­tag fanb in hiesiger Gerneinbe, wie schon kurz berichtet, bie Dürgermei st erwähl statt. Die ganze Woche vorher konnte man ein reges Trei­ben im Dorfe beobachten. Seit 47 Jahren stan­den trieber zum erstenmal z we i Kanbrbaten einanber gegenüber: Der seitherige Dürgermeister Volk unb der pensionierte Eisenbahnschaffner Ludwig Di eh mann IV. Trotz der rührigen Tätigkeit der Gegner konnten diese keinen Ersolg erzielen, unb Dürgermeister Dolk siegte mit großer Stimmenmehrheit. Im ganzen wurden 458 Stimmen abgegeben, wovon Bürgermeister Doll 357 auf sich vereinigte. Ludwig Dieh- m an n IV. erhielt 96 Stimmen, Philipp Wall- häufer 3; zwei Stimmzettel waren ungültig. Schon kurz nach 8 älhr abends war das Wahl- kvkal umstellt, berat jeder war gespannt auf bas Wahlergebnis. Auf ben Straßen bot sich ein Dilb, wie es Allendorf noch rächt erlebt hatte. Gegen i/210 Uhr, als bas Ergebnis bekannt wurde, Drängte alles äu der Wohnung des Bürger­meisters, um diesem zu gratulieren. Der Musik­chor unter seinem Dirigenten Theodor Wag­ner spielte verschiedene Weisen, das LiebFrei­heit, bie ich meine wurde von allen Anwesenden mitgesungen. Der GesangvereinEin­heit", mit der Fahne voran, fang unter Lei­tung seines Dirigenten Köhler vier wohlge-

zu merken. Die Wahl nahm einen sehr ruhigen, schönen Derlauf.

,4rcid Alsfeld.

>-r> Alsfeld, 8. Juli. (Stadtoorstands- f» yung.) In der heutigen Sitzung gab der Dor- fitzende unter Mitteilungen eine Erklärung ab in der Angelegenheit der Verlegung der H a u s - haltungs schule in Lindheim nach Fried­berg. Es fei in Kreisen der landwirtschaftlichen Be- oölterung des Kreises Alsseld das Gerücht oer- breitet, die Stadt Alsfeld hätte die Schule nach Als­feld bekommen tonnen, die Stadt habe aber dieses Angebot abgelehnt. An diesem Gerücht sei kein wahres Wort, ein solches Anerbieten sei nie- mals der Stadt gemacht worden. Er habe an der beschloßenen Verlegung der Schule nach Friedberg erst durch eine Zeuungsnotiz über die Friedberger Stadtverordnetensitzung Kenntnis erhalten. Die Stadt Alsfeld hätte ^cherlich dasselbe Angebot ge­macht wie die Stabt Friedbera. Voranschlag der Ober - R ealfchule Alsfeld für das Rj. 1 9 2 6. Der Doranfchlag sieyt eine Zufchuß» leiftung der Stadt für das Rj. 1926 in Höhe von 30 773 Mk. vor, während der Doranfchlag für 1925 einen Zuschuß von 32 279 Mk. vorsah. Trotzdem die persönlichen unb sachlichen Kosten um etwa 11 OOO Mk. gestiegen sind, ergab sich eine Derrinsie- rung des städtischen Zuschußes, die veranlaßt wird durch die etwa 10 OOO Mk. betragende Mehrein­nahme aus Schulgeld, infolge Der allgemeinen Schulgelderhöhung und durch den Umstand, daß der Anteil der Stabt an den ungedeckten persön­lichen Kosten für das Rj. 1926 35 Proz. oeträgt, während er für 1925 40 Proz. beträgt. Der Vor- anschlag wurde ohne Aussprache genehmigt. Voranschlag der höheren Bürger- Mädchenschule für bas Rj. 1 92 6. Der Voranschlag, der sich mit 12 856 Mk. in Einnahme und Ausgabe beweg!, sieht eine Zuschußleistung der Stadt in Höhe von 3027 Mk. vor. Der Voranschlag wurde gleichfalls genehmigt unter derselben Dor- aussetzung wie im Beschluß vom 19. August 1924, b. h. die Eltern müßen sich verpflichten, den un­produktiven Teil der persönlichen Ausgaben durch ein erhöhtes Schulgeld selbst aufzubringen. Wie der Vorsitzende bemerkte, beträgt diese Erhöhung des Schulgeldes 4 Mk. monatlid). Vergebung von Arbeiten und Lieferungen: Die noch dem diesjährigen Doranfchlag vorgesehenen Arbeiten für NeuherPellung von Bürgersteigen, für den weiteren Ausbau der Jugendherberge unb für Verlegung der Wasserleitung vom unteren Walk­mühlweg, sowie für Ausbesserungen am Zwöls- familienhaus wurden nach den Vorschlägen der Baukommission jeweils an den Wenignehmenden vergeben. F e sl h a l l e : Für die neuerbaute Festhalle wurde die Anschaffung von zwei Hand- feuerlöschapparaten beschlossen. Bei dieser Gelegen­heit wurde von mehreren Seiten angeregt, zur Er­zielung einer beßeren Rentabilität der Festballe während des Sommers dort an Sonntagen Dolks- k o n 3 e r t abzuhalten. Der Vorsitzende gab bekannt, daß derartiges bereits geplant fei, das erste Volks- konzert finde am Sonntag, 19. Juli, in der Halle statt. Verschiedene kleinere Vor­lagen, Gewährung einer Mietsentschädigung für vorübergehende Einstellung eines Postkraftwagens in einer Scheune, Erhöhung der Mietsentschädigung für den zweiten Geistlichen und Gewährung einer Vergütung für den Mitprediger an der Dreifaltig­keitskirche wurden genehmigt. Ein Gesuch um Genehmigung zum Abbruch eines Hauses, an dessen Stelle ein Neubau treten soll, wurde genehmigt, jedoch darf die Niederlegung nicht eher erfolgen, als bis für den Mieter non dem Wohnungsamt eine andere Wohnung beschafft ist. Eine Anzahl Reklamationen gegen d i e Einschätzung des Wassergelbes wurde nach den Vorschlägen der Finanzkommission erledigt. Ein Gesuch des Siedlungsver- e t n 5 um Anbringung einer Zapfstelle der Wasser­leitung für das verpachtete Kleingartengelände am Friedhofsacker wurde gegen Zahlung eines Waffe» gelbes von 10 Mk genehmigt. Die her Vor­sitzende noch mitteilte, findet morgen in her Alice- ftraße eine Teerprobe mit dem neuen Staub- binöemittel Dialit statt, zu der er die Her­ren des Stadtvorstandes zwecks Besichtigung ein­lade. Je noch dem Ausfall der Probe sollen alsdann weitere Straßen damit geteert werben.

Kreis Büdingen.

)( Ortenberg, 9. Juli. Die Dorbereitun­gen zu der am Sonntag, 12. Juli, hier ftatt- finbenben Derbandsfeier bet Kirchen- gesangvereine Bübingen, Gebern, Glau- berg, Obermockstadt. Ortenberg, Wallernhausen unb Wenings sinb fast beendet. Heber 300 Quartiere stehen bank bet Gastfreunbschaft ber

Hessen-Nassau.

Jl Kirchhain, 8. Juli. Die Leber- e g e l f e u ch e, die im hiesigen Kreise zuerst auf­trat unb ben Diehbesrtzem so großen Schaben brachte, scheint allmählich zu verschwinden. Es werden nur noch wenige Fälle gemeldet: es steht zu hoffen, baß sie nach unb nach ver­schwindet.

1( Biedenkopf, 8. Juli. Dom Un­glück verfolgt wird die Familie des Wege­wärters F i s ck b a ch aus oem nahen Dorfe Eickelshausen. Rackdern vor etwa Jahres­frist die Ehefrau Fischbachs bei einem Bahn­übergang von einem Zuge überfahren unb getötet wurde, kam jetzt daS 4jährige Töch­terchen der Famllie unter das Auto einer Firma aus Wallau und blieb auf der Stelle t o 1.

bl. Dillenburg, 8. Juli. Die Stadt­verordneten beschlossen in ihrer jüngsten Sitzung dem Kriegerverein den Paradeplay zwecks Errichtung eines Denkmals für die Gefallenen des Weltkrieges zur Verfügung zu stellen. Die Kosten beS Ghrenmals schätzt man auf 14 000 Mark, bie zur Hälsie von ber Stabt unb zur Hälfte durch eine Lotterie gebeckt werden sollen.

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