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HUR DENTADE

Der Gietzener Flughaut

'Jlndj dein übereinstimmenden Urteil aller Sach­verständigen eignen sich dieO ch se n w i e s e n" ganz ausgezeichnet zur Anlage eines Flughafens. Sie sind demnach auch von der Stadt Gisßen für den gedachten Zweck zur Verfügung gestellt wor­den, und es bedarf nur verhältnismäßig geringer Umänderungen, Beseitigung einer kleinen Wald­parzelle hinter dem Häuschen des Wiesenwärters, Abstellen der Bewässerungsanlage und Ginebnen der Gräben, um den Platz gebrauchsfähig zu machen. 2er Platz beginnt etwa 300 Meter nördlich der Straße ließenRödgen und liegt 2- Kilometer

inten Verbesserungen der Bodenverhältnisse wird eine Unterkunft für den Monteur, ein Warteraum für die Fluggäste, eine Werkstätte und eine Tankstelle eingerichtet werden, ebenso werden eine Fern­sprechstelle und die Zufuhr von Wasser und elek­trischem Licht und Kraft geschaffen. Da zu hoffen ist, daß der landschaftlich so wundervoll gelegene Platz sich zu einem beliebten Stelldichein der Gießener entwickeln wird Gießen leidet ja nicht an lieber^ sluß hübscher nahe gelegener Ausflugsplätze, so besteht die Absicht, dort draußen ein nettes kleines Cafä zu errichten, um den Besuchern neben den

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dem Leidenden, das Streben aus dem Eigen! in u zum Gemeinsinn ist. Nur aus dieser Strebens­richtung kann die Kraft keimen, zu überwinden und wieder emporzuklimmen. Sie ist allein die Drucke zu deutscher Genesung. Zu ihr zu gelangen und sie in die Lat umzusetzen im tätigen indi­viduellen Leben, ist Sache des einzelnen, seine sittliche, nationale und menschliche Pflicht. Die Betätigung der Nächstenliebe ist vielen, besonders unseren Frauen, Herzensbedürfnis, aber die Ein- zeldetätigung reicht nicht aus, sie zersplittert sich und bleibt deshalb wirkungslos. Großes kann nur geleistet werden in einer großen Organi­sation mit bestimmten, wenn auch, den Zeitum­ständen entsprechend, wandelbaren Zielen.

Die Grundlage des Roten Kreuzes ist die caritas, und alle seine in 60jähriger Arbeit ge­troffenen Einrichtungen beruhen auf ihr. Der weites Ausbau schließt sich der jeweils hervor- tretenden Notlage des Volkes oder einzelner Devölkerungsschichten an. Da diese zur Zeit sehr groß ist, haben auch die Aufgaben des Roten Kreuzes einen größeren Umfang angenommen. Reben der früheren Betätigung in der Kranken­pflege. Krankentransport, Hilfeleistung bei Un­glücksfällen, Unterstützung des amtlichen Sani­tätsdienstes und Seuchenbekämpfung stehen heule im Vordergrund die Unterstützung der Kriegs­opfer, der Sozial- und Kleinrentner, der Flücht­linge, Schutz der Kinder. Förderung der Ge­sundheitspflege durch Belehrung weiterer Dolks- kreise. durch Einrichtung von Erholungsheimen, Tuberkulosen- Fürsorgestellen, Bekämvfung der Geschlechtskrankheiten und des Alkoholismus. Tag für Tag sind Männer und Frauen vom Roten Kreuz unabläflig am Werke, von den Mitmenschen körperliche und sittlich.' Gefahren abzuhalten, sie bei eintretenden Unfällen per dauernden Schäden zu bewahren, sie durch Belehrung zu einer syste­matischen Gesundheitspflege zu erziehen. Der Er­folg der damit verbundenen Arbeit kommt restlos dem Deutschen Volke und seiner Volkswirtschaft zugute und trägt zur Wiedererstarkung der Dolks- kraft bei.

Zeder Leser wird die Ueberzeugung ge­winnen. daß das Deutsche Volk seinem Roten Kreuz zu Dank verpflichtet ist. Dank in der Form der tatlrästigen. vermehrten Unterstützung seiner im wahren Sinne vaterländischen Arbeit. Zeder einzelne Deutsche wird, wenn er sich die Bedeu­tung des großen Humanitären Werkes Flor macht, es als seine Ehrenpflicht erkennen, dieses Werk zu seinem Teile nach Kräften zu fördern. Der Wege dazu gibt es genug:

Jeder Männer- und Frauenverein nimmt mit Freuden neue Mitglieder auf. Wer zur persön­lichen Mitarbeit nicht in der Lage ist, steuere sein Scherflein in der Form von Mitgliederbeiträgen zu. Wer sich körperlich rüstig genug fühlt, trete den Männer- oder Frauenvereinen, den Sani­tätskolonnen als aktive Mitglieder bei und er­werbe in h:n Ausbst^ungslehrgängen die Fähig­keit, den leidenden Mitmenschen bei Unglücks­fällen sachgemäße erste Hilfe zu bringen.

Stell' Dich in Reih' und Glied, Das Ganze zu verstärken, Mag auch, w^r's Ganze sieht, Dich nicht darin bemerken.

Aus der Provinz.

, Landkreis Gießen.

L i ch, 9. Juni. Der Waldreichtum unserer Gemeinde und der nach dem Vogelsberg hin gelegenen Ortschaften bringt es mit sich, daß jcchraus, jahrein viel Holz durch unsere S.tadt gefahren wird. Dies betrifft sowohl Ähnittholz (Brennholz für die waldärmeren Ge­meinden oer Wetterau und Grubenholz für die Bergwerke des Ruhrgebietes), als auch besonders Langholz. Letzteres bereitete den Fuhrleuten oft beträchtliche Sorgen und mehreren Eckhäusern der Draugasse und Unterstadt manchen Schaden. Denn die prächtigen Fichtenstämme unserer Wäl­der tfinb mitunter von solcher Länge, daß ihre Schwanzenden schon Erkerscheiben beschädigt oder eingedruckt haben. Um diesem Uebelstand ab­zuhelfen, ist die Ziegelgasse an ihrer E i n° mündung in die Laubacher Straße für die aus dem Stadtwald kommenden Ladungen durch Abrundung eines vorspringenden Haus­gartens bedeutend verbreitert worden, so daß man jetzt säst fein Stammholz mehr, das für den Versand mit der Eisenbahn bestimmt ist. durch die Stadt fahren sieht. 3n Verbindung da­mit wurde auch die seither in der Stadt, unmittel­bar neben dem Bahnübergang der Langsdorfer Straße gelegene Verladeraistpe weit hin­aus verlegt, der Schiefersteinschen Maschinen- und Gerätefabrit gegenüber an der sog. Vogels- Hütte. Diese Rampe hat bedeutende Verbesserun­gen erfahren. Während die alte recht kurz viel zu kurz für den recht erheblichen Verkehr war und eine ziemlich steile und deshalb schwie­rige Ausfahrt hatte, ist die neue jetzt zirka 200 Meter lang und vollständig eben gelegen, was der Schonung der Zugtiere und damit der Beseitigung manches dem Tierfreunde ärgerlichen Auftrittes sehr zustatten kommt. Sicherlich sind bei ter Verlegung und Erweiterung der Einlade­stelle auch noch andere Gründe maßgebeird ge­wesen, die indes hier nicht näher erörtert werden sollen.

!*! Trais-Horloff, 9. Juni. Der R e u - bau eines Pfarrhauses wurdy von der Ge­meinde beschlossen. Die Rohbauarbeiten sollen sofort in Angriff genommen werden, doch dürste die Fertig­stellung kaum noch in diesem Jahr zu erwarten fein.

Kreis Friedberg.

\ Bad-Nauheim, 9. Juni. Die Fest­veranstaltung Bad-Nauheimer Der­ek n e zu Gunsten eines Ehrenmals für Sie im Weltkriege gefallenen Söhne unserer Stadl fand nach gründlicher Vorbereitung, um die sich vor allem Oberstleutnant a. 'S), v. Strzemiec- zn y anzuerkennende Verdienste erworben hat,

vom Schützenhaus (Endpunkt der Trambahnhalte- stelle) entfernt. Er bietet für Start und Landung die denkbar besten Möglichkeiten, ist vollkommen eben, mit einer guten Grasnarbe versehen und von oben leicht erkennbar. Seine Ausdehnung von Nor­den nach Süden beträgt ca. 500 Meter, von Osten nach Westen ca. 600 Meter. Der Zubringerdienft für Fluggäste wird durch Autoverkehr geregelt, die Kosten für diesen Dienst sind für Inhaber von Flugkarten in den Flugpreis einbegriffen. Jeden­falls liegt der Platz, was die Entfernung vom Zentrum der Stadt anlangt, viel günstiger als viele andere Flughäfen, z. B. Frankfurt a.M., Hannover, Kassel, Wien, Croydon von London, Le Bourget von Paris usw.

Der Flughafen wird vorerst nur ganz bescheiden vor die Oeffentlichkeit treten. Neben den bezeich-

gestern abend im Großen Konzerthause statt. Alle Kreise der hiesigen Bevölkerung nahmen regen Anteil daran. Weniger zahlreich waren leider die Kurgäste vertreten. Das reichhaltige Programm gab ein erfreuliches Bild von der Leistungsfähigkeit der hiesigen Vereine. Außer der Kurkapelle wirkten mit die beiden Turn­vereine, der Sportverein, die Radfahr-Veretni- gung 1892/96, der GesangvereinFrohsinn". Die Verschiedenartigkeit der Darbietungen lieh Lange­weile nicht aufkommen. Besonderen Anklang fanden die von den Mitgliedern aller Vereine gestellten lebenden Bilder. Ein Vorspruch von Oberstleutnant a. D. W. Schrobsdorf, von Schauspieler Juhnke (Gießen) packend vorge­tragen, führte in gedankenreicher Sprache in den Zweck des Abends ein, dessen Reinertrag, wie wir schon mitteilten, als Grundstock für das hier noch zu errichtende Kriegerdenkmal angelegt werden soll.

4- Bad-Nauheim, 8. Juni. (Das neue Schwimmbad.) Vor vielen Jähren schon ertönte hier der Ruf nach einem Schwimm­bad. Nachdem die einzige, an sich vortreffliche Schwimmgelegenheit im Großen Teich, die von den Badelustigen ab und zu benutzt wurde, durch das im Interesse der Kur liegende V e r - b o t der Bad- und Kurverwaltung ein für alle­mal genommen war, nahm sich unsere weit­blickende Stadtverwaltung der Sache an. Sie trug den immer deutlicher vernehmbaren Wün­schen der gesamten Bevölkerung Rechnung: im Spätsommer vorigen Jahres lagen die Pläne zu einem Schwimmbad den Stadtverordneten zur Beschlußfassung vor; im Herbst gingen hundert Hände fleißig an die Arbeit, und heute ist unsere Badestadt um eine weitere Bade­gelegenheit reicher, zugleich um eine An­lage, die Dem städtischen Tiefbauamt, das die Pläne entworfen und ausgeführt hat, alle Ehre macht. Seit einigen Tagen tummelt sich von früh bis spät jung und alt in Dem frischen Naß ober auf Dem Sandstrande, Der für Luft- und Sonnen­bäder Dient. Heute staunen voll Verwunderung auch die, Die zu Fastnacht noch dasStrand­bad" als Hauptzielpunkt ihrer Satire gewählt hatten. Bei Der für jedermann sehenswerten An­lage handelt es sich nicht um ein Hallenbad, wie es unsere Nachbarstadt Friedberg besitzt, sondern um ein nur im Sommer zu benutzendes

interessanten Flugbetrieb auch Gelegenheit zu Er­frischungen zu bieten. Eine Flugzeughalle wird wohl erst im kommenden Jahr erstellt werden müssen.

Wenn man aus diesen bescheidenen Anfängen Schlüsse auf die spätere Bedeutung des Gießener Flughafens ziehen wollte, würde man sich irren. Wer hat seinerzeit, als die primitiven Stations­häuschen an den ersten Bahnlinien entstanden geahnt, zu welch gewaltigen Zentralpunkten sich die Hauptbahnhöfe der Jetztzeit ausgebildet haben? Wenn der Flugverkehr auch auf die Wintermonate und auch auf die Nachtzeit ausgedehnt wird, wenn Radio-Funkendienst und Nachtbeleuchtung eingeführt werden, wenn die Flugplätze zu meteorologischen Stationen ausgebild^ werden, dann erst wird es sich zeigen, welch idealen ausbaufähigen Flugplatz die Stadt Gießen sich geschaffen hat.

offenes Schwimm-, Luft-, Licht- und Sonnenbad. 2m Mittelpunkt liegt das be­tonierte Wasserbecken, das bei einer zwischen 0,50 und 2,70 Meter wechselnden Tiefe 60 Meter lang und 25 Meter breit ist. Die rund 2500 Kubikmeter betragende Wassermenge ist in einen Raum für Schwimmer und in einen solchen für Nichtschwimmer abgeteilt. Die letzteren sind zu­nächst noch in beträchtlicher lleberzahl, weil sich hier seither ja kaum eine Möglichkeit zur Er­lernung Der Schwimmkunst bot. Gespeist wird das Becken vom Großen Teich durch eine Guhrohrleitung von 250 Millimeter lichter Weite, der ständige Abfluß geht nach der äl f a. In hygienischer Hinsicht Ist für das denkbar beste Dodenwasser gesorgt; Das ursprüngliche von der Ufa kommende Wasser hat auf seinem langen Wege durch den Großen Teich schon einen gründ­lichen Reinigungsprozeß durchgemacht. Dor sei­nem Eintritt in das Schwimmbad geht es noch­mals durch ein feines Sieb, das eine etwaige "Verunreinigung durch unangenehme Wasser- tierchen völlig ausschließt. Am Rande des Beckens sind ein Hochsprung- und Niedersprung- gerüft, außerdem mehrere Einsteigeleitern wie zahlreiche Wasserspeier angebracht, welch letztere neben Dem großen Zuflußrohr auch für ständigen Zufluß sorgen. In unmittelbarer Ver­bindung mit Dem Becken ist ein Sonnenbad angelegt, das mit einer hohen Fluhsandschicht bedeckt ist. Zwei Kaltwasserduschen (Leitungs­wasser) stehen für solche, Die sich abhärten wollen, direkt am Becken zur Verfügung, während in einer gedeckten Halle für die Körperreinigung noch neun Brausen (Beckenwasser), zwei Unter- brausen, Fußbadewannen vorhanden sind; auch Klosettanlagen fehlen nicht: In einer massi­ven Halle sind der Kassenraum, die Aus- kleidezellen und die Aufbewahrungsschränke untergebracht. Die ganze Anlage, die über drei Morgen groß ist, ist mit Drahtgeflecht eingefrie­digt und mit wildem Wein und Heckenrosen bepflanzt. Das Ganze ist geschmackvoll in die Umgebung eingefügt und ist in' künstlerischer Hinsicht von eindrucksvoller Wirkung. Der Ver­kehr ist bis jetzt weit großer gewesen, als man nur ahnen konnte. Das Bad ist abwechselnd für das weibliche und das männliche Geschlecht geöffnet. Der 'Bademeister, im blendendweißen Sommeranzug ist ein gedienter Pionier. Er über-

.cj)t mit ilmfidjt das lebensfrohe Treiben, daS iid) von den frühesten Morgen- bis zu den späten Abendstunden im Bad - Nauheimer ..Strandbad" abfpielt. Die Kosten der Gesamt­anlage belaufen sich auf etwa 70 000 Mark.

Kreis Schotten.

; Schotten, 9. Juni. In den letzten Mo­naten fieht sich die Landkrankenkasse des Kreises ständig wachsenden Ausgaben gegenüber, die bereits zu einer Erhöhung des Prozentsatzes Der Beiträge führten. Eben schweben Verhandlungen darüber, ob es nicht zweckmäßig sei, wieder einen K r an len f o n t rolle u r für Den Kreis anzustellen, um vielleicht auf diesem Wege die Ausgaben zurückdämmen zu können. Zu einem bindenden Entschlüsse ist es noch nicht ge­kommen. Der Reichsbund Der Kri ; g s- beschädigten und Hinterbliebenen hat eine Sterbekasse ins Leben gerufen, an der sich jedes Mitglied beteiligen muh. Es werden 90 Mk. Sterbegeld gewährt, für die ein Moiratsbeitrag von 25 Pf. zu leisten ist.

Ober-Schmitten, 9. Juni. In der Nacht zum Montag wurde in einem abseits vom Dorfrand stehenden Neubau zwei Messing- höhnen und ein Wasserbecken nbgeschraubt und mitgenommen. Der Dieb, der offenbar mit den Räumlichkeiten vertraut war. nahm seinen Weg durch den Keller, stellte dort die Wasserleitung ab, um Dann ungestört die angegebenen Gegenstände zu lösen und in Sicherheit zu bringen. Die Polizei stellte bereits Ermittlungen an, die nach auswärts führten, ohne Den Täter bis jetzt erfaßt zu haben.

Kreis Alsfeld.

!*! Ruppertenrod, 9. Juni. Die Eisen­stein-Industrie beginnt sich allmählich wieder zu heben, denn es werden jetzt wieder etwa 500 Ar­beiter in Den Gruben Luse und Luise beschäftigt. Dadurch ist den Arbeitern aus Den Dörfern Rup­pertenrod, Weickartshain, Lardenbach, Atzenhain, Mücke, Flensungen, Ilsdorf, Nieder-Ohmen und Stockhausen Berdienstmöglichkeit geboten. Die Grube bei Lardenbach ist stillgelegt worden, da sie aus­gebeutet ist. Der Verdienst entspricht allerdings nicht Der schweren Arbeit eines Bergmannes, Denn die Löhne schwanken zwischen 3,60 Mk. und 4,20 Mk. am Tage.

Starkenburg und Rheinhessen.

D a r m st a d t, 9. Juni. (Wolff.) Ueberall in deutschen Gauen rüstet man, um mit Den 9t 1) e t n - landen Deren tausendjährige Zuge­hörigkeit zum Deutschen Reich zu be­gehen. Auch die hessische Provinz Rheinhes­sen wird sich an dieser Jubelfeier beteiligen. Es werden in verschiedenen Städten der Provinz, ins­besondere in Mainz, Veranstaltungen stattfinden. Am 28. Juni findet im Akademiesaal des nunmehr S wiederhergestellten Kurfürstlichen Schlosses in liz unter Teilnahme Der ooerften Reichs- und Landesbehörden die feierliche Eröffnung zweier Ausstellungen statt. In einer Kunstausstellung werden prachtvolle Stücke aus rheinhessischem Pri­vatbesitz zum ersten Male in Der Oeffentlichkeit gezeigt. Im Rahmen Dieser Ausstellung roirD eine Sammlung von prachtvollem Höchster Porzellan aus Deutschen Museen unD privaten Sammlungen zu sehen sein. Zur Feier Des 525jährigen Geburts­tages des großen Mainzer Meisters Gutenberg und zum 25jährigen Jubiläum Der (Sittenberg- gese11fchaft roirD am 28. Juni unter Beteili­gung Der gesamten Kulturwest Die Buch» ausftellung:Dos schöne Buch feit 1900" er­öffnet roerDen. Im Rahmen Der Jahrtausendfeier findet ferner in Mainz anläßlich der Tagung des Vereins deutscher Rosenzüchter eine herrliche R o senausstellung unter Leitung und Durch­führung von Fachleuten statt.

* Darmstadt, $un- Der Gemeinderat von Groß-Gerau beschloß mit 11 gegen 10 Stimmen die Einführung Der Städteord- nung.

fpd. Griesheim a. M., 9. Juni. Der Minister des Innern hat die Griesheimer Gemeinde- vertreterversammlung aufgelöst. Diese Maßnahme ist auf einen Streit zurückzuführen, der zwischen Den einzelnen Fraktionen über Die Frage, ob Das Dorfparlament aus 21 oder 18 Köpfen be­stehen solle, entftanDen war unD bis zur Stunde nicht geschlichtet roerDen konnte. AußerDem war Die letzte Wahl angefochten roorDen und hatte bereits mehrere Instanzen beschäftigt. Als Die Verschleppung Der EntscheiDung über Diese Frage immer weiter ge­trieben ^wurDe, legten Demokraten, Zentrum und Sozialdemokraten ihre Aemter nieder. Jetzt hat nun Die Staatsregierung Die OemeinDeoertretung auf­gelöst.

Kreis Wetzlar.

fpD. Wetzlar, 9. Juni. Die Belegschaft Der Sophienhütte bei Wetzlar mürbe heute vormittag von Der Verwaltung ausgesperrt. Durch Schiedsspruch war Den Arbeitern Die 53-Stun- Denwoche zugesprochen roorDen. Montag nachmittag 4 Uhr machten Die Arbeiter FeierabenD. Als sie heute früh an Die Arbeitsstätte kamen, rourDen Die Arbeiter ausgesperrt. Es hanDelt sich um 1600 Mann.

Hessen-Nassau.

spd. 5 r a n I fu r t a. M, 9. Juni. Die Stadt- verordnetenversammlung wählte zum Direk­tor des Hochbauamtes Prof. Elsässer- Köln und zum Städtebauer den Architekten Ernst M a y - Breslau auf die Dauer von 12 Jahren. Der Polizeipräsident hat soeben außerordentlich strenge Maßnahmen gegen den zunehmenden Unfug des überschnellen Fahrens mit Motorrädern und Au- t o s erlassen. Besonders scharf sollen die Polizei­beamten gegen die schnellen Fahrer auf der Straße einschreiten, bei lebhaftem Verkehr sollen die Leute so langsam fahren, daß die Wagen auf kürzeste Entfernung zum Stehen gebracht werden können. Die Polizeibeamten felfen von ihren Stoppuhren recht reichlichen Gebrauch machen und gegen schnelle Fahrer sofort Straf­anzeige erstatten, möglichst unter Zuziehung von einwandfreien Zeugen aus dem Publikum. Die

Dr. med. A. Henschel & Co., G< m. b. II., Berlin NO 43. Niederlage bei:

Hirsch-Apotheke, Fritz Bauer, Frankfurter Str. 4; Viktoria-Drogerie. E. Guth, Marktstr. 5: Univ.-Apotheke e. gold. Engel, A. Habrik, Marktplatz; Central-Drogerie, Emil Karn, Schulstr.: Kreuz-Drogerie, August Noll, Bahnhofstr. 51; Neustadt-Drogerie, Haus Noll, Neustadt 82.

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