Ausgabe 
10.3.1925
 
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-Referent benotete folxrmt aber die bt- fetzt veranstalteten Dirtgentenkurfe und deren Bedeu­tung für daS Gesangvereinswesen. Weitere der­artige Kurse, darunter einer in Oberhessen, stün­den in Aussicht. Gr kam weiter auf die Gefangs- toettstreite mi sprechen, die mit Rücks cht auf die hierbei festgestellten Gntartungs- erfcheinungen auf eine Unterstützung seitens der hessischen Regierung nicht rechnen könnten. Rur durch sogenannte Wertungssingen sei ein ziel- bewuhtes harmonische- Zusammenarbeiten der Vereine gesichert. Der Redner besprach dann noch die Auszeichnungen der Vereine und die Ehrung der Sängerveterane durch die hessische Regierung und wies außerdem darauf hin, dah die Zentralstelle für Volksbildung den Vereinen bei der Ausstellung von Programmen für Kon­zerte usw. helfend zur Seite steht, um auf diese Weife auf gute Darbietungen hinzuwirken.

Anschließend an diese Ausführungen wartete Konzertfänger Schäfer» Darmstadt mit einem GefangSvortrag auf. Hierauf fang die »Hei­terkeit", Diesten zwei weitere Lieder: Loreley" undWogender Rhein".

In der folgenden Aussprache beantragte ein Vertreter der Friedberger Bundesmitglieder, im August ds. IS. ein Vezirksfest für die oberhess ischen Vereine zu veran- ft alten. waS zugesagt wurde. Vilbel bat um Teilnahme der Vundesvereine an dem in diesem Jahre dort stattfindenden Wertungssingen. An der weiteren Aussprache beteiligen sich Rektor Storch- Butzbach (Vorsitzender des Lahntal- sängerbundes) sowie Vertreter aus Diesten, Weil­burg, Mehlbach usw. 3m Schlustwort gab Di­rektor Hassinger Auskunft über die in der Aussprache angeschnittenen Fragen.

Bei der hieraus vorgenommenen Wahl der oberhessischen Vertreter für den Bundesvorstand entschied man sich für die Herren: Geng- nagel- Burg-Demünden, Storch- Butzbach, A r h a - Lauterbach, P r ö s ch e r-Vilbel, und Rutiger-Wetzlar. Als Kreisvertreter wur­den gewählt: Eberle-Treis, Koch-Diesten, Stork- Altenstadt, Hermann - Lanzenheim und Stumpf- Friedberg. Dem Musikauslchuh gehören aus Oberhessen an: Musiklehrer Del­ler- Diesten, Lehrer Dechtolsheimer-Dad- Rauheim, Chorleiter Schäfer- Angersbach, Lehrer Rothe- Marburg und ein noch zu be­stimmender Vertreter des Wetterauer Sänger­bundes.

Rach einem kurzen Schlustwort des Vor­sitzenden und einem weiteren Gesangsvortrag des Konzertsängers Schäfer-Darmstadt wurde die hai-monisch verlaufene Tagung gegen 5 Uhr ge­schlossen. k.

Wirtschaft.

Die Wirtschaftskrise im Ruhrgebiet.

Aus dem Ruhrgebiet gehen uns die nach­stehenden eindrucksvollen Darlegungen zu:

Die Hoffnungen, die man auf eine B l?bung des Absatzmarktes für Bergwerkserzeugnisse ge­setzt hatte, haben sich nicht erfüllt. Die Lage des Ruhrkohlenbergbaues verschlechtert sich viel­mehr von Woche zu Woche. Feierschichten über Feierschichten werden eingelegt, da das Syn­dikat sich genötigt sah, die Aördevziffern von 62 Prozent der Beteiligung auf 50 Prozent her- abzusetzen. Die Kohlenlager auf den Zechen find überfüllt; eS ist mindestens die Förderung von 4 Wochen aufgestapelt. Den Zechm entsteht da­durch ein ganz bedeutender Zinsverlust, der auf monatlich etwa 15 Mill. Mk. zu schätzen ist. Dah unter solchen Verhältnissen der Bergbau nicht in der Lage ist, kürzere Arbeitszeit und höhere Löhne zu gewähren, liegt auf der Hand. Don kvrnmu- nikilcher Seite waren getoaltige Anstrengungen gemacht worden, um am 2. März die Knappen drzu zu bringen, nach siebenstündiger Schicht auszufahren. Aber selbst die politisch-radikalen Bergleute sahen es als Wahnwitz an, jetzt einen Generalstreik herauf zubefchwören; sie folgten nicht der Parole der eigens ins Ruhrgebiet entsandten Moskauer Draht'ieher, sondern der der vier in der Arbeitsgemeinschaft zusammen­geschlossenen Gewerkschat en. Di?se haben nun zwar sich mit dem Zwangsschiedssp'.uch über das Arbeitszeitablommen abge'uni)en, sie haben je­doch das Lohnabkommen gekündigt unb wollen eine Lohnerhöhung, die sie auf 20 Prozent be-> m.'ssen. Seit dem 1. Januar sind die Löhne im (Bergbau stabil geblieben. Die Zechen, die bei der geringen Absatzquote bei gleichbleibenden Gene- ralunfoften meist mit Verlust arbeiten, werden schwerlich bereit sein, eine Lohnerhöhung zuzu- bllligen, da diese ohne Herauf chung des Kohlen­preises ober durch erhöhte Mehreinnahmen in­folge verstärkter Absatzmöglichkeit für sie nicht tragbar ist.

Die Lage des Ruhrbergbaues ist kaum so ungünstig gewesen tote derzeit. Die Bergleute haben ein Reineinkommen, das kaum für den allerdringendstcn Bedarf ausreicht. Roch vor zwei Jahren hatten sie in der Arbeiterschaft den Spitzenlohn, auf den sie auch im Hinblick auf die Schwere unb Gefährlichkeit ihres Berufes Anspruch erheben dürfen. Heute beträgt bet Spiyenlvhn des Hauers, der bestbezahlten Gruppe, je Schicht 7 bis 7,60 Mk. Für Steuern, Knapp- schal tsgefälle gehen 16 bis 20 Prozent vom Lohne ab. Oegeru'icr anderen Arb iterfatego'ien (Mau­rer, Anstreicher) bleibt der Lohn des Bergmannes zurück; er ist dem gleich in der Eisenindustrie. Aber während hier der Beschä'tigungsg ad zu- genommen hat und die Zahl der Arbeitslosen sich verringerte, und in einzelnen Bezirken, so im märkischen Kleineisenindustriegebiet die Fabriken voll beschäftigt sind, haben die Knappen auf vielen Zechen monatlich drei und vier Feier­schichten. was ihre Einkommensverhältnisse sehr herabdrückt.

Die Krise im Bergbau hat sich so verschärft, dah sie nachteilig auf das ganze Geschäftsleben einwirkt. Aus d'N fast allein auf den Bergbau als Rähr- unb Steuerquelle angewiesenen Städ­

ten erschallen Aotscyrete. Die geschwächte Kauf­kraft der Bergarbeiter und der breiten Masse überhaupt wirkt lähmend auf alle anderen De- werbezweige. Die Kaufmannschaft von Buer, der grotzen Kohlenstädt, von Recklinghausen und an­deren Dergtoerksgemeinden hat sich in dringenden Eingaben nach Berlin gewandt. Maßnahmen zur Förderung des Kohlenabsahes zu treffen.

Durch das Geschrei über die der Ruhr­industrie gezahlte Entschädigung für Repara­tionsleistungen ist im Reiche ein ganz falsches Bild über die wirtschaftliche Lage im Mvntan- Revier entstanden. Demgegenüber muh hier ein­mal von unparteiischer Seite festgestellt werden, dah die vielgenannte Summe nicht allein den Zechen und Eisenwerken zugeflossen ist, fonbern dah daraus auch die anderen ErwerbSzweige entschädigt worden sind. Die Gesamtschäden, die das Ruhrgebiet erlitten hat, sind nicht entfernt abgegolten, etwa 40 Prozent bleiben ungedeckt. Darunter leidet das ganze Gebiet.

Die Frachtsätze für Kohle sind viel zu hoch, so dah die ober-schlesische Kohle bis Hannover vvrdringt, die englische die Wasserkante unb Holland der Ruhrkohle streitig macht. Eine ge­fährliche Konkurrentin ist der Ruhrkohle in der rheinischen Braunkohle entstanden. Diese för­dert über 100 Prozent, die Ruhrkohle jst auf 50 Prozent eingeschränkt. Eine halbe Million Ruhr-Knappen befindet sich in gedrücktester Lage. Alle Kreise des Ruhrgebietes fordern gebietei'ifch eine Herabsetzung der Eisenbahn-Koylentarife, die zum Teil das Doppelte unb Dreifache ber Friedensfrachten ausmachen unb nur auf weite Entfernung hin diesen sich nähern.

Die Lage im Ruhrgebiet hat sich sehr ernst gestaltet. Es ist hoch an der Zeit, bah man sich in Berlin ernstlich mit den wirtschaftlichen Fra­gen beschäftigt unb das politisch? Parteigezänk beiseite stellt. Das Ruhrgebiet, das immer die milchgebenbe Kuh für den Staat war, das aber in den letzten Jahren als Reparationsprovinz ungeheure Opfer gebracht hat, muh in die Lage verseht werben, seinen Millionen Arbeitern aus­kömmlichen Lohn zu geben. Das Ruhrgebiet unb seine arbeitsame Bevölkerung erwarten von der Regierung bie Maßnahmen, die notwendig sind, um die Wirtschaft aufrecht zu erhalten.

Stillegung des Stahlwerkes der Thyssen-Hütte. Aus Mühlheim (Ruhr) wird demD. H. D." gemeldet, dah das Stahs- toen der Thyssen-Hütte wegen Unrentabilität stillgelegt toerben soll. Es wird beibfichtigt. die Belegschaft von 250 Mann möglichst in anderen Abteilungen der Thyssm-Hütte untergubringcn. doch ist mit der Möglichkeit zu rechnen, dah ein Teil der DUegsch rft erwerbsls werd n wird.

Schlechter Absatz im Mitteldeut­schen Braunkohlenbergbau. Die außer­ordentlich milde Witterung verursacht mturgemäfj einen schwachen Konsum in Hausbr-n kohle. Der schlechte Absatz macht sich namentlich im Mifel- deutschen Dr uni hlenbcrgba. bemerkt) r inneren Bezirken (Bitterfeld u. a.) werben bereits Feier­schichten eingelegt.

Frankfurter Abendbörse.

Fr ankf urt a. M. 9 März. Im Einklang mit der gebesserten Haltung an der Rachbörse nahm der heutige Abendverkehr einen ziemlich angeregten Verlauf, wobei neue teilweise an­sehnliche Kurserholungen zu verzeichnen waren. Die Rachricht. dah sich Anzeichen eines Ab­flauens des Eisenbchnerstreiks bem rfbar machen, konnte die freundliche Strömung nur fördern und gab Veranlassung zu Rückkäufen, die sich aber nur auf Montan- und Chemieaktien konzentrier­ten, gröberen Umfang aber nicht annahmen Re­ben der Rachfrage, bie für diese Werte hervvr- trat, waren auch einzelne Bankaktien gesucht unb höher, während Elektrowerte vernachlässigt blie­ben. Auch für deutsche Anleihen blieb ein ge­wisses Interesse bestehen, doch konnten Kri gsan- leihen ihren Kursstand nur um ein ganz Ge­ringes verbessern. 3m Freiverkehr wurde ber Kurs zu 0,625 genannt. Die Abendb rse schloß angeregt unb in fester Haltung. Deutsche An­leihen: 3prozentige K Schahanweisungen (1 unb 2) von 1923 1,875. Ausländische Renten: Oefler- reichische Staatsrente v-m 1913 2,45. Bankaktien: (Berliner Handelsgesellschaft 154, Crmmcrzbank 6,10. Darmstädter Bank 13,25, Deutsche Brak 127,62, Discontogesellsch rft 122/5 Dresdner Bank 114,25. Metallbank 113,90, Reichsbank 148.50, Oesterreichische Kreditaktien 9,30. Montanaktien: Gelsenkirchen 86, Harpener 141, Phönix 60,25, Rheinstahl 54.50, Rombacher Hütte 29,37, Stinnes- Riebeck 43, Tellus 3,55, Kal, Aschersleben 13,25, Kall Westeregeln 22,50. Chemische Aktien: Ba­dische Anilin 28,75, chemische Griesheim 24,70, Elberfelder Farben 25,37, Th. Goldschmidt 21,25 Höchster F-rben 25,50. Holzverkohlung 8,37, Rüt° gerdtoerte 16,50. Elektro.ktien: D.rgmann 17.87, Elektrische Lieferung 100, Licht und Kraft 7,1, Felten 48,25. TransportaHien: Rordb. Lloyd 3,80* Sonstige JndustrieUtien: Kleyer 3.70, Zement Heidelberg 90,25, Dyckcrhoff 4,30, Hol mann 5,80, Gebr. 3unghans 12,12, Karstadt 3,25, Neckar­sulmer 8.75, Peters Union 2,175. 3ulius Sichel 2,6(5, Rheinmetall 69, chemische Mainz 9. Weyh und Freytag 3,60, Badischer Zucker 3,40, Franken­thalzucker 4,40, Osfsteinzucker 3,50.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht des(Siebener Anzeiger«".)

Berlin, 9. März. Die Streik! aae bei der Eisenbahn und ihre Rachwirkung auf die Wirt­schaft wurde heute an der Börse lebhaft be­sprochen. Wenn auch zur Bellegung des Kon­fliktes die Möglichkeit noch offen steht, den ReichS- arbeitsminister als Schlichtungsstelle anzurufen, so befürchtet man doch eine schädliche Rachwir> tung des Ausstandes. Das Geschäft an den 3nöuflricaftienmärften kam nur sehr zögernd in Gang. Soweit zum Teil Kurse ge­nannt wurden, lagen sie unter denen des freund­lichen Wochenschlusses. Eine Ausnahme hiervon machten oberschlesische Montanwerte,

Tür ote nch mtt Rücksicht auf ote begonnenen Verhandlungen bett, eines oberschlcsischen Stein- kohlen-SyndrkateS 3ntereffe zeigte. Auch der A n- leihemarkt lag heute zunächst recht fest. Am Geldmarkt ist die Lage bei Wochenbeginn weiter verhältnismäßig leicht, indbefonbere für tägliches Geld. Ss wird unverändert ein Satz von 911 Prozent genannt. Si.ie Kleinigkeit un­günstiger liegen die Dinge für Monatsgelb, das aber gleichfalls unverändert zu 1113 Prozent zu Haven ist. Privatvistont 8 Prozent. Am De­vise n m a r 11 zeigten sich für den französischen Franten mehrere Schwankungen, doch wurde die Tendenz gegen Mittag etwas fester. 3talien trotz der Diskonterhöhung kaum verändert.

Börsenkurse.

Damm:

5®/ Teatldjr 9if(d)5nnfttt)e 4%. Dru'tchk RrlchSaulrihe 87»% Deutsche Reich, anleihe 3°/ Deutsche Reichs inleihe Deuitche Soarvraiiiienaulethe 4% Preußische «onsolS . . . 4° o Hessen...........

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Berliner Handelsgesellschaft. Somnirrj. und Brtvat.Bank Türmst, und WatlonalUont . Deutsche Bank.........

Deuische Beretußbank . . . . DiSconto Commandlt . . . . Metallbant Miiteldcutiche Ereditbank . . Ocsle.rctchtsche Ereditaustalt Westdank...........

Bochumer Guß ......

Buder..S........ . . . .

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»Luxemburg irchencr Bergwerke. .

Harpener Bergbau.....

Kaliwerke Äjchersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln.....

Laurahiitte..........

£ bcrdcdarf Pilönix Bergbau Rl-einilahl...........

9(iiberf Montan ....... TelluS Bergbau Hamburg Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd Eheramtsche Werke A-btn . . Zementwerk Heidelberg . . . Pbilipp Holjmann......

Anglo-Tonl -Guano Badische Anilin..... . .

Edenmche Mayer Slapüt . . Goldsamildt . GrieS eimer Electron .... Höchster ^arnwerte Holjvertoblung ....... Nütgcrswerke........

Echeideanstalt Dllg. Elektriittätr-Sesellschaft Bergmann ..........

Mainkrastwcrke Schubert...........

Siemen- 1 Halske ..... »dlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ...... Henligenstaedt......

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Motorenwerke Mannheim . frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgcsell ebaft Frankfurt. Pct Union A.-Ä Schud'abrik Her» Sichet...........

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Zuckenodrtk Frankenthal . . Zuckerfabrik Wogdauiel . . .

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Telegraphische Auszahlung.

Danknoten.

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Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht deSOiefiener Anzeiger«".) Frankfurt a M., 9. März. (Drahibericht desGießener Anzeigers".) Es wurden notiert: W^;en, Wetterauer 21,50 bis 25, Roggen, tn- ländischer 22 bis 24,75, Sommergerste für Brau- Sweae 23 bis 30, Hafer, inländischer 17,50 bi«

22,7o, Mai«, gelb 22, Weizenmehl, inländtfcheO (Svl-zial 0f 41.50 bis 44. Roggenmehl 35 bi« 38, Weizenkleie 13 bis 13,50, Roggenkleie 14,25 bis 14,50, Erbsen 28 bis 35, Linsen 42 bi« 50, Heu, süddeutsches, gui unb trocken 9,50 bis 10, Weizen» und Roggenstroh 5,50 bis 6, Treber, getrocknet 20,50 bis 21, Speisekartofseln: Industrie au« hiesiger Gegend 4, weißschalige aus hiesiger Ge­gend 3,30 bis 3,50 Mk. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger-*.^ Frankfurt, 9. März. Oluf trieb, 1410 Rin­der; darunter 483 Ochsen, 40 Bullen, 887 Färsen unb Kühe, 484 Kälber, 153 Schafe, 4531 Schweine, Es wurden bezahU für 100 Pfund Lebendgewicht: Rinder: Ochsen: vollft i chiqe ausgewachiene höchsten Schlachtwerts 52 bis 57, junge, fleischige, nicht ausgemästete unb ältere ausgemästete 43 bis 51, mäßig genährte junge unb gut genährte ältere 35 bis 42. Bullen: vollfleischige ausge­mästete Färsen höchsten Schlachtwerts 45 bis 50, vollsleischige jüngere 37 bis 44. Färsen und Kühe: vollsleischige ausgemästele gärten höchsten Schlachtwerts 50 bis 56, vollfleischige ausge­mästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 40 bis 48, wenig gut entwickelte Färsen 40 bis 49, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 30 bis 38, mäßig genährte Kühe und Färsen 22 bis 30, gering genährte Kühe unb Färsen 10 bis 20. Kälber: feinste Mastkälber 72 bis 80, mittlere Mast- unb beste Saugkälber 62 bis 70, geringere Mast- unb gute Saugkälber 50 bis 60, geringe Saug- Aber 40 bis 46. Schafe: Weidemastschafe: Mastlämmer und Masthämmel 42 bis 50. ge­ringere Masthämmel unb Schafe 32 bis 40, mäßig genährte Hammel unb Schafe (Merz. schafe) 22 bis 28. Schweine: ovllfleischige von 80 bis 100 Kilo 63 bis 65, vollfleischlge unter 80 Kilo 58 bis 62, vollsleischige von 100 bi« 120 Kilo 65 bis 67, vollfleischige von 120 bi« 150 Kilo 64 bis 66, unreine Sauen und geschnit­tene Eber 50 bis 60. Marktverkauf: Grvhvi^ langsam, Schweine und Kleinvieh lebhaft ge­handelt. Groß- unb Kleinvieh ganz. Schweine nahezu ausverkauft.

Berliner Produktenbörse

Berlin, 9. März. Der Produktenmarkt war ziemlich fest. Die Preisforderungen für inländi­sches Brotgetreide wurden nicht bewilligt. Dio Lieferungspreise für Weizen stellten sich höh« als für Roggen. Gerste still. Hafer mehr ge­fragt. Das Geschäft in Mehl unb Futterarme! blieb ruhig. Es notierten je 1000 Kg.: Weizen (mär!.) 250 bis 256. Weizen (März) 275, Weizen (Juli) 295 bis 294, Tenbenz stetig. Roggen (märt) 245 bis 248, Roggen (Juli) 252 bi« 253.50, Tendenz stetig. Gerste (märt) 247 bi« 260, Futtergerste 215 bis 232, Tendenz ruhig. Hafer (märt) 186 bis 192, Tendenz behauptet. Mais (loko Berlin) 217, Tendenz ruhig. Rap« 395 bis 400, Senbetu stetig. Für je 100 Kg.: Weizenmehl 34.25 bts 36.75, Tendenz ruhig,

Roggenmehl 33.75 bis 36.25, Tendenz ruhig.

Weizenlleie 14.20 bi« 14.30, Tendenz still.

Roggen kl eie 14.30 bi« 14.40, Tendenz still.

Diitoriaerbsen 26.00 bis 31.00, kleine Erbsen 20.00 bis 22.00, Futtererbsen 19.00 bis 2100. Peluschken 18.00 bis 19.00, Ackerbohnen 19.00 bis 21.00, Wicken 18.50 bis 20.00, Lupinen (blau) 12.25 bis 13.75, Lupinen (gelb) 14.50 bis 00, Serradelle (neu) 14.25 bis 16.50, Rapskuchen 17.00 bis 17.20. Leinkuchen 22.00 bi« 22 50, Trockenschnitzel 9.50 bi« 9 60. Torfmelasse 9.30, Kartoffelslocken 19.40 bl« 19.60

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus berRadio-Umschau". >

Mittwoch, 11. Marz:

1L55 Uhr: Zeitangabe. 12 Uhr: RachrichkeNM dienst. 12 55 bis 1 Ufjr: Rauener Zeitzeichen. 4 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Uhr: Rach- richtendienst. ,4.30 bis 5.30: Kinderstunde. 5 30 bis 7 Uhr: Rachmittags-Konzert des Haus­orchesters unter Mitwirkung eines Solopiston«. 1. Radetzkymarfch Strauß. 2 Ouvertüre zur Oper «Flotte Burschen" Supps. Schlaf wohl. Du süßer Engel Du (Piston-Solo) A t. 4. Puppenfee­walzer Bayer, 5. Brief aus Sorrent (Piston­solo) Zerkowitz, 6. Potpourri aus der Oper5)et Dettelstudent" Millöcker, 7. Auf der Wacht (Ton- gemäloe mit Pistonsolo) Dierig, 8. Deutschmeister- Regimentsmarsch Jurek. 7 bis 7 30 Uhr: «Das deutsche Handelsschulwesen", 1. Dortraa von Di­rektor Lühr. 7.30 bis 8.30: Funchochschule. Paul Beller:Musikgeschichtliche Wandlungen (Ein Ueberblick über die Geschichte der Musil von den Anfängen bis zur Gegenwart". 13 Dortrag: .Die Oper bis Gluck". 8 bis 8.30 Uhr: A de Rora lieft aus eigenen Werken. 8 30 Uhr: Übertragung von Kassel: Sinfonie­konzert ^Serenaden). Programm: Dolkmann, Fuchs, Reinecke. 9 30 Uhr: Rachrichtendienst. Wettermeldung, Derkehrsnachrichten. Sport. 10 bis 11 Uhr: Ouvertüre, Arie und Finale, ein Zyklus. Singspielabend. 1. Die beiden Geizigen (Ouvertüre, Romanze, Duett, Ariette der Hen- riefte, Marsch der Janitscharen) Grßtry. 2 Die Jagd (Arien von Röchen, Hannchen und Christel) Hiller, 3. Doftor und Apothe.'er (Arien des Gott­hold, des Sturmwald und der Rosalie) Ditters­dorf, Ausführende: Lena Dößnecker (Sopran), Max Roller (Tenor) und Walter Schneider von Frankfurter Opernhaus. Ein Kammerorchestei unter Leitung von Dr. Merten vom Frank, furter Opernhaus.

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