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Die Oberwalder.

Ttoman von Alfred Dock

17. Fortsetzung. (HatfcDrutf her boten.)

Die Frau machte Augen so groß tote ein Teller. Jemand toie4 ihr den Weg ®t hatte gerade die Kasse aufgenom- Augen so groß wie ein Teller. Jemand w.es ihr den Weg. Er hatte gerade die Kasse ausgenom­men, hatte die GolDstücke hingezählt. Die funkel­ten. 'S war eine Lust. Dun trat sie herein. Er tat ganz kühl: .Ei, Hermine, da bist du ja, Sie ge­traute sich nicht von der Stelle. Sie sah gar nicht abgezehrt auS. Eher war sie ein bißchen dicker geworden. Gr streckte ihr die Hand entgegen. Aus einmal hing sie an seinem HalS. Und schluchzte, Daß cS ihm daS Her- zerriß. Und er strich ihr bad wirre Haar auS der Stirn. Wahrhaftig! Da glitzerte eS weih und grau. Sie muhte doch viel gelitten haben. .Sei ftäll sprach er ihr zu. .Ich bin so froh, daß ich dich wieder hab'. All die Iahre, daS war ein etruig Warten auf dich. Ich wuhl'S. dah du kommst. Und jetzt das Glück. Guck dich doch um. wie gut mir 8 geht. Mir und dir. Du brauchst dich ein Lebtag nicht mehr zu frrgen. 'S langt für unS zwei. Und so Gott will, für drei,

nebenan bimmelte da- Ladenglöckchen. Dor der Theke standen Leut«, die bedient sein wollten. Der KrämerSkqrl sah und Hörle nichts. El st ein kräftige- Klopsen weckte ihn auS seinen Träume­reien.

Am Sonntag daraus tarnen Dor stand und AvfsichlSrat Im Geschäftszimmer des RenDanten zusammen. Der KrämerSkarl stürzte die Kasse und gab den AnwesenDen Gelegenheit, den Bestand mit dem Buchsaldo zu vergleichen. Dann legte er die Schuldscheine und Urkunden, die ihm anoet- traut waren, vor. Der IöckelSheinrich als Di­rektor sah da- Einnahme- und Ausgabejournal durch. Obgleich er von Duchsührung höchst un- Dare Dorstellungen hatte, fühlte er sich dem Rechner gegenüber zu der Bemerkung veranlaßt: »Du kannst S. wie der Hannjerg daS Dreschen!"

.Ich tu nur meine Schuldigkeit," sagte der KrämerSkarl bescheiden, aber mit einem Gesichts- au-druck. der nicht daran zweifeln lieh, dah er sich seine« vollen Wert- bewuht war.

Eine Reihe von Gesuchen um ^turnatzme m bic Genossenschaft war zu erledigen. Unter den Bewerbern wurde der Eberhard Happel in der Walsergasse genannt Diesem war vor ein paar Iahren die Scheune abgebrannt. Im Dors wußte jebcimann, dah er sie angezündet hatte, und ,war blvh darum, weil er gut versichert war. Das ge­richtliche Derfahven, daS gegen ihn emgcletttf toor. hatte mit seiner Freispr?chang geendet Seine Ehefrau sagte unter ihrem Eid auS. ihr Mann sei in der Dacht, da der Brand auSgebrochen war. nicht von ihrer Seite gefommen. Durch die Dro­hungen deS Frevlers cingeschüchtert. hatte sie einen Meineid geschworen. Bald nachher war sie gestorben. Der Mann hatte sich wieder ver­heiratet und zählte zu den Wohlhabenden im Oil. Um seiner Dergangenheit tollen ihm die Mitgliedschaft zu verweigern, kam in der Der- sammlung niemand in den Sinn. Einzig der Krämerskarl war's, der Bedenken hegte: .Ich will dem Havvcl nie anyä.iaen," sprach er. 3eber muh selbst am besten wissen, wo ihn der Schuh drückt. Mancher glaubt, er ist durch den FinsterwalD. Auf einmal kommt'S, wie's in dem Lied heißt:

Gott hat gestürzt dich, ach. so bald Den Abend als den Morgen.

Die Stund' ist dir verborgen.

Ich mein, die Kass' ist eine Farn li?. Die soll sich sauber halten, soll keinen h-reinlassen, der nicht mit den besten Haaren w-zeist Ist Obendrein sind wir noch eine junge Familie. Und an einem neuen Kleid sieht man einen Flecken eher als an einem alten."

»Was der Happel seit in der Salzbrüh' liegen hatt," sagte der IöckelSheinrich.geht uns gar nix an. Hier dreht sich's drum, to:e he steht. Und da iS nur eine Stimm': he steht gut. Die Kass' Will vor allen Dingen Geschäfte machen. Dessent­wegen denk ich. wir nehmen ihn auf."

Ein beifälliges Murmeln bewies dem Di­rektor. dah er sich mit der entschiedenen Mehr­heit in Uebereinstirnmung befand.

Demnächst gelangte ein Brief zur Derlesung. der bei dem IöckelSheinrich eingelaufen war. Ein Bankhaus in Fulda hielt sich der Spar- und Darlehnskasse zur Besorgung solider Anlage- werte empfohlen.

. » wundert mich. daN sie nicht Dabet ^rei­ben. waS daS für solide Anlagewerte sind," spöttelte der KrämerSkart .'S ist noch gar nicht lange her, baß die Herren Bankiers die KaNen mit den Argentiniern und Portugiesen herein- gelegt haben. Und sind Tausende und Abertau­sende verloren gegangen. Wann uns einer von den Kujonen kommt, wird er gejagt daß Me Fetzen fliegen."

-Don den Papieren verstehen wir n'i," sagte der IöckelSheinrich .Wir haben dich über die Kass' g setzt, und du seist g.chirzt*) genug, dah du dir fein Fett ausS Aug schwätzen lähl."

AlS letztei Punkt der Tagesordnung stand das DarlehnSgesuch des Bauunternehmers sut Beratung Der Rechner schilderte Disping als einen reichen Marn, den de Krankheit seiner Frau in d.n Dogel-berg verschlagen. Weil er in der Dollkraft seiner Iahre nicht muß g gehen toollr. habe er den Steinbruch gepachtet. Im Frühjahr loHten am Horn er Hang an hundert Kipper beschäftigt werden. B S nach Allmenrod bin würde man daS Stampfen DeS KloptwerkS hören. Seit OiimS Zeiten habe kein Hahn nach dem Don gekräht, nun rücke es mit einem Schlag in die Reihe der Industrieorte ein. Bei der Gebirgsbahn, von der jetzt die Rede sei. müsse man sich auf Überraschungen jjefaßt machen. Niemand könne die Gewähr dafür übernehmen, daß hier eine Station oder auch nur eine Halte­stelle errichtet werde. Komme aber daS Basalt- Werk in Dang, so würde die Eisenbahn sich selbst schädigen, wenn sie den Anschluß daran versäume. Dah die Spar- und Darlehnskasse an der Person des Herrn Bisping und seinem Unternehmen das größte Interesse habe, darüber brauche man fein Wort au verlieren. Das Einnahmefonto weise aus. dah der Kasse Geld in Menge zugeflvssen sei, mehr sogar, als man verwenden tonne. Des­wegen stehe man vor der Frag?, ob man den Ueberfluh in StaatSpapieren anlegen oder nach Darmstadt abführen tolle. In beiden Fällen schlage man höchsten- dreieinhalb Prozent heraus. Da fei denn der Antrag deS Herrn Disping doppelt willkommen, der sich bereit erklärt habe, fünf Prozent zu bewilligen. Zum Schluß verlas

) erfahren.

Der Karl die Schätzung-Urkunde und fügte hinzu,

die vereidigten Makler, D.e das Schriftftüa unter­zeichnet hatten, feien Leute, denen man unbedingt Glauben schenken könne. Das wisse er von seinem Aufenthalt im Preußischen her.

Dach einer kurzen Pause trat man in die Be­sprechung der Frage ein.

.Der Beschreibung nach schein' S ein großes Gewerk zu sein," sagte der Do'-lSheinrich.Daß wir aber fünszigtausend Mark Dv.i: geben, will mir nct In den Kopf..it« . n - Mark! Da wird einem ja ganz schwimme!^ du liebes Gottchei So viel hab ich mein Lebtag noch nci beisammen gesehen."

Fünfzigiausend Mark." er-.ult c der Krä- mer-karl mit einer wegwerfenden Gebärde, ^daö will gar nif heißen. ^ch-dc>sfe Den Umsatz in einem Iahr auf eine balbt Million zu bringen*

Was der Karl Da verdeutscht Hai." bemerkte der Margolsöpcter, der Dem Aufsichtsrat ange- Hörle.Dagegen will ich weiter nix sagen. Dann alles so kommt, wie he siche verspricht, der- na<t?rt hätten wir ein' guten 6di .1 »i -macht, 's kommt aber auch manchmal «rnd, S. Daß wir so viel an ein' Dagel hängen. Da is mir nct wohl Debet,

Ich sein überhaupt von dem Westfalen nct besonders eingenommen," sagte der alle Fml von Der Ruhmauer. .Man spricht, Di3 ganz' Land wär untertoorrn*). Und wär inwendig ein Feuer wie selblgmal in Herbstein, wo der halbe Ort augninD gangen iS. Eines Sag« tat all«S zu­sammen stütz en."

Der Krämerskarl lachte.

.Wer hat dir Dann den Floh In» Ohr gesetzt Das Westfalen steht so fest wie Der Dogeisberg Ich glaub, da hast läuten gehört, w' aber nicht. wo die Glocken hängen. Wenn man rünhtg :ilcn in die Erd' hineinspazieren könnt, i-.im inan über all auf Feuer. Ob Da Bergwerke sind ober nicht. Der Herr, Der letzt mit dem Herrn Bisping Da gewesen ist, hätt Dir da- auSeinandeilegen können Das Feuer in Der Erd' ist so weit weg. daß keiner nix davon gespürt. Und n'mmt al-sort ab Und geht ernal ganz au«. Dessentwegen kann man sagen, Der Grund wird jeden Tag fester."

(Fortsetzung folgt.)

) unterhöhlt.

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gu dem am 11., 12. und 13. Juli d. I. stottsindenden 75jähriaen 3ublläum des Ves ingoereinsEintracht" Griedel Hessen), verbunden mit dem 1. Dundessest Des Sängerbundes Heusberg - Wettertal sind die Plätze für Karussell, Schießbude, Iuckerstände usw. zu vergeben. D,e Ver­gebung findet öffentlich meistbietend Sams­tag, den 28. März, nachm. 6 Uhr, im Gasthaus Ium grünen Baurn In Griedel statt. Die Bedingungen werden vor der Vergebung bekanntgemacht. Auch können dieselben vorher bei dem II. Vorsitzenden Herrn AugustBernharot eingesehen werden. 2474 D Der Vorstand.

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Klaviere und Flügel im Urteil der Künstler:

Leopold Godowsky: Es ist mir ein wahres Herzensbedürfnis, Ihnen meine unbegrenzte Bewunderung und Begeisterung für Ihre so herrlichen In­strumente Hiermit ausdrücken zu können. Die Schönheit und unendliche Modulations- <anigkeit des Tones, sowie die außerordent- ch angenehme Spielart befähigen den P 'instier, das wiederzugeben, was er im Grunde des Menens fühlt. Mit einem Worte, das Bechstein-Instrument ist und bleibt die Vollkommenheit, das Ideal des Künstlers.

Niederlage: Pianohaus

Robert Schönau

Seltersweg 91 Telephon 1269