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Kriege nicht auf früheren andern unermüdlich toita »eiter arbeiten toirb. W chmachen kam. dÄ ist me irung und die technische ! chemischen 3nMnUie >n großen W*/®?: SÄ?* auf die deutsche Industrst ^rschärster SSftÄ 'M Ä ?eraSA
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schaftttchen Wiederaufbau gefunden har, die diesen Aufbau nach menschlichem Ermessen unbedingt befestigen und sicherstellen. Zu den Kriegszielen des Vielverbandes hatte doch auch gehört, den deutschen wissenschaftlichen Industrien und damit der deutschen Wirtschaft das Rückgrat zu brechen. Daß das mißlungen ist. ist nicht zum wenigsten den deutschen Wirtschaftsführern gutzuschreiben. Sie haben zuerst erkannt, welch? organisatorischen Lkmstellungen notwendig waren, um die auster- ordentlich heftigen Schläge abzuschwachen, die die Gegner Deutschlands der deutschen Wirtschaft versehen wollten. Mit der organisatorischen .Umstellung allein ist es ober nicht getan. Es kommt auch darauf an, ob die deutschen Arbeiter und Angestellten sich der besonderen Aufgabe bcwustt werden, vor deren Lösung sie sich gestellt sehen. Richt um marxistisch-sozialistische Jrrlichte- rcien handelt es sich, sondern um die Erkenntnis, dast die neuen Organisationsformen nur dann lebendig sein werden, wenn hingebende Arbeit sie ftärft und ausbaut.
♦
Deutsche Verkehrs-Kreditbank A.-G. Berlin. Die Deutsche Verkehrs-Kredit» häuf, das Bankinstitut der Deutschen Reichsbahn- Gese!lscha,t, die von dem Unternehmen die Mehrheit von über 70 Prozent des Aktienkapitals be- liht, erzielte im aögelausenen Geschäftsjahr 1924 bis 1925 einen Bruttogewinn von 2 624 483 Reichsmark, wovon 611 342 Reichsmark aus Frachtstundung, 1 706 417 Reichsmark aus Zinsen, 241 392 Reichsmark aus Provisionen und 65 330 Reichsmark aus Devisen stammen. Rach Kürzung der Unkosten in Höhe von 1 475 057 Reichsmark ergibt sich ein Reingewinn von 1 149 425 Reichsmark. Dieser soll wie folgt verwendet werden: 100 000 Reichsmark an die gesetzliche Rücklage, 12 Prozent Dividende auf 2 Millionen Reichsmark Aktienkapital, 500 000 Reichsmark an eine delkredere Rücklage für Frachtstundungen, 100 000 Reichsmark an einen Deamtenunterstühungsfonds, 100 000 Reichsmark Gewinnanteile des Aussichts' rates und 109 425 Reichsmark Vortrag auf neue Rechnung. Das Berichtsjahr brachte nach zweierlei Richtungen eine erhebliche Erweiterung des Aufgabcnkrei'es der Bank. Rachdem die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft bereits im Vorjahre gelegentlich die Dienste der Deutschen Verkehrs- Kreditbank für die Bedürfnisse ihrer Finanzabteilung in Anspruch genommen hatte, ging sie im laufenden Jahr dazu über, die Organisation der D. V. K. B. zur Durchführung ihres gesamten Geldverkehrs bei der Hauptverwaltung, dem Eisenbahn-Zentralamt sowie den Hauptkassen der Direktionen heranzuziehen, womit sich die Rotwendigkeit durchgreifender Veränderungen der Betriebseinrichtungen ergab. Die zweite Aufgabe betraf das ursprüngliche Arbeitsgebiet, die Frachtstundung. Mit Wirkung vom 1. März d. 2. wurde das bisherige monatliche Frachtstundungs- verfahren der Reichsbahn aufgehoben und das Bankstundungsverfahren für die langfristige Kreditierung von Frachten ausschließlich zur A i= Wendung gebrach'.. Die'e Aenderung ließ es notwendig erscheinen, den Betrieb einheitlich in einer Hand zu organisieren und die bisher zur Durchführung der Frachtstundung eingerichteten auswärtigen Abrechnungsstellen, die sog.Provinz- stellen, selbst zu übernehmen, und sie zu Zweigniederlassungen auszugeftalten. Die Provinzstellen, die als Aktiengesellschaften mit einer 50proz. Beteiligung der D. V. K. D. bis dahin bestanden hatten, wurden daher aufgelöst und an ihrer Stelle neue Zweigstellen geschaffen, deren Anzahl jetzt 23 beträgt. Bei der Anlage der von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft zur Bewirtschaftung überlassenen Gelder wurden gemäß den Bestimmungen des Verwaltungsrates der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft die Ausleihungen im wesentlichen auf Staatsbanken und anerkannte Banken und Bankfirmen beschränkt. Die Bilanz verzeichnet Guthaben bei Banken und Bankiers mit 278179 701 Reichsmark, Kasse, Sorten-Guthaben bei Roten- und Abrechnungsbanken 2 117 285, Effekten 204 815, Wechsel 49 347 987, Beteiligungen 67 755, Inventar 20 000 Reichsmark. 3n dem Posten Schuldner in Höhe von 33 564 418 Reichsmark sind die Kredite an Handel und Industrie, die noch aus der Zeit vor der erwähnten Llmstellung stammen, enthalten: sie sollen in schonender Weise abgewickelt werden. Auf der Passivseite sind Gläubiger mit 353 775 994 Reichsmark und Liebergangsposten mit 320 M3 Reichsmark verzeichnet. In der ordentlichen Hauptversammlung, die auf den 20. Oktober nach Berlin einberufen wird, wird weiter die Verdoppelung des Kapitals auf 4 Mill. Reichsmark vorgeschlagen werden. Die Ausgabemodalitäten werden voraussichtlich dieselben sein wie bei der letzten Kapitalserhöhung, d.h. Begebung der neuen Aktien im Verhältnis 1:1 zum Kurse von 150 Prozent.
* Damag -Meguin A. -G.. Berlin. Wie verlautet, sind die Abschlutzarbeiten noch nicht beendet. Der DHD. erfährt hierzu, daß für das abgelaufene Geschäftsjahr voraussichtlich keine Dividende zur Verteilung gelangen dürfte. Lieber die Geschäftslage wird mitgeteilt, daß die Werke in Berlin, insbesondere auch in Dessau gut beschäftigt sind. Auch die in Oberschlesien gelegenen Werke, sowie die Kölner Abteilung arbeiten für die heutigen Verhältnisse befriedigend. Sehr schlecht dagegen ist die Geschäftslage bei dem Butzbacher Werk. Da dieses Werk auch die Produktion von Kohlenaufbereitungsanlagen betreibt, ist es durch die augenblickliche Rotlage des Ruhrkohlenbergbaues besonders in Mitleidenschaft gezogen.
* Eine Dollar-Anleihe der Stadt Frankfurt a. M.? Wie gemeldet wird, verhandelt die Stadt Frankfurt a. M. mit dem Bankhause Speyer & Co. in Reuhork wegen Aufnahme einer Anleihe in Höhe von 7 bis 10 Mill. Dollar.
* Dyckerhoff und Wiedmann A. G. Die Gesellschaft teilt der „Franks. Ztg." mit, dast sie in diesen Tagen bei einigen bedeutenden
Bauobjekten den Zuschlag erhalten habe. Auher- dem stehe die Gesellschaft bei einigen demnächst zur Vergebung gelangenden grohen Dauvorhabcm im In- und Auslands an aussichtsreichster Stelle. Auch sonst sei drr Geschäftsgang der Gesellschafl unter Berücksichtigung der ungünstigen Lage des Baumarktes als nicht unbefriedigend zu bezeichnen. Das Geschäft in säurefestem Beton belebte sich allmählich wieder.
' Die Kredite für Stumm. Lieber die Kredite des Stumm-Konzerns erfährt die „Voss. Ztg.", dast die neuen Kredite der Danken an den Stumm-Konzern rund ein Drittel von dessen gesamten lausenden Verpflichtungen ausmachen. Die Reuregelung erstreckt sich über eine Frist von zwei Jahren. Der jetzige neue Kredit der Danken ist durch die Anlagewerte gedeckt, die bei Stumm sehr bedeutend sind. Allein der Wert der Zeche „Minister Achenhach" ist auf 70 bis 80 Millionen Mart zu schätzen. Dazu kommt noch als ebenfalls wertvolles Dergwerksinteresse die starke Beteiligung an der Aktiengesellschaft „König Wilhelm".
* Eine neue große deutsch-russisch- amerikanische Holzgründung? Wie der „Täglichen Rundschau" aus London gemeldet wird, steht die Reise Dr. Wirths nach Amerika im Zusammenhang mit den Wünschen der Mo- loga A.-G., ihre Tätigkeit in Rußland zu erweitern. Bekanntlich hat eine diesbezü i'iche Reise Wirths im vergangenen Jahr nach London zu keinem. Ergebnis geführt. Gegenwärtig scheinen die Bemühungen Dr. Wirths von besserem Erfolg zu sein, da er schon heute als ein Vermittler zwischen dem amerikanischen Kapital und der Sowjetunion bezeichnet wird. Dr. Wirth ist bereits mit einer Reihe amerikanischer Großbanken in diesbezügliche Verhandlungen getreten, und zwar mit der Rational City Bank und der American Corporation. Es soll eine deutsch- russisch - amerikanische Gesellschaft mit einem Grundkapital von 20 Millionen Dollar gegründet werden, die sich mit ter Ausnützung von Wäldern in Rußland befassen soll. Konzessionen sollen nicht nur in Zentralruhland, sondern auch im fernen Osten vergeben werden. Dix Sowjetregierung lehnt es ab, mit Dr. Wirth oder mit den Amerikanern einzeln zu verhandeln, sondern beabsichtigt, nur mit der gegründeten, oben erwähnten Gesellschaft in Verhandlungen zu treten. Wie verlautet, soll Dr. Wirth bereits Zusicherungen der Sowjetregierung für freie Einfuhr der Konzessionse'rreugnisse haben, die als Anreiz für das amerikanische Kapital gedacht sind. Die Gerüchte über ein Zusammenarbeiten mit Harriman entbehren, wie wir hören, jeder Grundlage.
Börsenkurse,
Berlin
Frankfurt a.M.
Datum:
5% Deutsche Reichsanleihe • 4% Deutsche Reichsanleihe .
3’/*% Deutsche Reichsanleibe 3% Deutsche Rcichsanlcibe . Deutsche Svarprämienanleihe 4% Preußische Konlols . . . 4% Hessen 3’4% Hessen 3% Hessen Deutsche Wertb. Dollar-Anl. bfo. Doll.-Schay-Anweisng.*) 4% Zolltürken.........
5% Goldmerikaner ... .
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Prlvat-Bank Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche Bereinsbank .... Disconlo Lommandit .... Metallbank...........
Mitteldeutsche Treditbank. . Oesterreichtsche Creditanstalt. Weltbank Bochumer Guß ....... Buderus . ........ Caro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harvencr Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahütte ■ Oberbedars Phönir Bergbau ..... Rheinstabl Riebeck Montan ....... Tellus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llohd . ... Theramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Anglo-Tonr -Guano . .. Badische Anilin........
Chemische Mayer Alapin . . Goldschmidt . Griesheimer Electron . . .. Höchster Farbwerke Holzverkohlung ........ RütgerSwerke ......... Scheideanskalt .......
Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mainkraftwerke Schuckert Siemens & Halske Adlcrwerke Klever ...... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt Meguin.............
Motorenwerks Mannheim .
Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell'chaft Frankfurt. Pet. Union Ä.-G Schuhfabrik Her; Sichel Zellstoff Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Sdjhifr.»
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0.135
0,1325
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4.2575
0,25
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—
0,26
0,26
-
—
0,26
0.26
—
0,23
0,24
91.25
90.25
91.75
95.6
95 6
95.6
95,8
—
7.4
7.13
7.25
—
—
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103.1*
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0.0285
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—
34
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26
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-
34
34
34
35
—
—•
—
0,3
0,3
—
—
97.5
96.75
—
60
59,5
54
58
20,25
26
—
4,05
4
4
1,25
79
78,75
<8,75
78
57,75
56,1
57
57
54.1
54,25
54,25
54.13
Stanlfurlet Abenddörse.'
Frankfurt a. M., 7. Oft. Die Abendbörse zeigte bei völlig stillem Geschäft eine lustlose Haltung. Die Kurse bewegten sich auf dem Riveau der heutigen Mittags- bezw. Rachböcse. Einiges Geschäft entwickelte sich am Anleihemarkt, wo die Rachrichten aus Locarno besonders für Schuhgebietsanleihe eine feste Haltung auslösten. Die Abendbörse schloß bei ruhiger Haltung ohne
Geschäft. Deutsche Anleihen: öprozentige Reichsanleihe 0,217*/;, 4prozentige Schutzgebiete 5,40. Ausländische Anleihen: 4prozentige Zolltürken 740, 4prozentige Llngarische Goldrente 10,20. Bankaktien: Commerzbank 94 (Medio 94), Darmstädter Ban! 103, Deutsche Bank 103, Deutsche Vereinsbank 70, Dresdner Bank 100, Mitteldeutsche Kreditbank 92, Reichsbank 132,25, Oefter» reichische Creditaktien 7,25. Bergwerksaktien: Buderus 42, Kali Aschersleben 110,5. Industrie- oktien Badische Anilin 117, Chemische Griesheim 115, Dyckerhoff & Widmann 32, Fuchs Waggon 0,48, Goldschmidt 65,5, 3nag 0,40, Iunghans 55, Lahmeyer 73,5, Lechwerke 68.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
<Jn Billionen Mark auSgedrückl. BuenoS-AtreS, London, Neu» York, gai'.m. Nio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budavcä für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.)
Telegraphische Auszahlung.
6 Lttbr.
7. Okti'r.
Amtliche Noti rung ficlb Brie'
Amtliche Notierung
Geld Brief
Amst.
Bucn.-Aires Brss.'Antw. Chriffiania. Kopenhagen Stockholm . HclnngforS. Stallen . .
London. . Reuhork . . Paris. . .
Schweiz . - Spanien • Japan . . . 'Nio bc Ian Wien in D-- £cft. abgcst. Prag .... Belg rad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon Danzig. . . Konstantin. Alben. . .
Canada. .
Uruguah
168.59 1.710 18,5t
82,30
100,92 U2.G1
10.555
16.87 .'0,309
4,195
19,39 *0,85
60,42 1.717
>.634
59,20
12.42
7,42)
5,872
3,055
21,175
80,50
2,445
6 04
4.197
4.19
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189,01 1.714
18.85
82,50
101,18
112. xi
10,595
16,91 20,359
4,2-15 19,43
Kl ,05 60,58
1,721 0.636
59,34 12.46
7,445 ■1,892
1.065
-0,225 80.70
2.455
6 11
1.207
4.20
m f n 0 t e
168,59 1.721 IK.82 83,40
101,17 112.56 10 555
16.83 20,311
4.195 19,40
K0 87 60,30 1,717 0 627
59,17 12,42
7,43 6,872 3,045
41 225 80 55 2,405
6 09 4,195 4.205
n.
169,01 1.725
18,86
83.60 101,> 112,84
10,659
16.87
20,361 4,205
19,41
81,07 60,46 1,721
1.629
59,31 12,41
7,4>
5,8'2 3,055
8I,27.>
80.75
2,415 6.11
4,207 1.215
Berlin. 7. Cltbr.
Geld
Brief
Amerikanische Noten .....
Belgische Noten ...... Däniiche Noten ....... Englische Noten........
Französische Noten......
Holländische Noten ...... Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Demsch-Lesterr., ä 100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . ...
4.18 18,77 100.90 20.276
19,42 168.20
16,86
59.00
112,24 80,61 >0,20 12.38 5.825
4,20 18,87 101,40 ■20,376
19,52 169,04
16,94
59,30
112,80 81,05 >0,50 12,44 5,865
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Berlin, 7. Okt. Nachdem das Deckungsbedürfnis, das sich gestern infolge Beilegung der Stumm» Angelegenheit bemerkbar gemacht hatte, befriedigt war, tarnen heute die weniger günstigen Meldungen aus der Industrie mehr zur Geltung. Dies sind in erster Linie Verlautbarungen über eine Verschlechterung der Lage im Ruhrbergbau. Der Abschluß des russischen 1 0 0 - M i l l i 0 n e n * K r e d i t e s wurde vielfach erörtert. Wenn auch auf der einen Seite hiervon eine Belebung des Exportes erwartet wird, so ist man vielfach darüber verwundert, daß, während in Deutschland große Konzerne bei verhältnismäßig geringen Schwierigkeiten ins Schwanken geraten, die Banken in der Lage sind, ein derartiges Finanzabkommen zu treffen. Der Reichsbankausweis, der eine Erweiterung des Gesamtnotenumlaufes von 600 Millionen zu Ende September bekanntgibt, fand keine besondere Beachtung, da diese Erweiterung einigermaßen sich in dem Rahmen der Anspannung zu den Vierteljahresschlüssen hält. Am M 0 n t a n m a r 11 betrugen die Einbußen I bis 2 Proz. Schiffahrtswerte lagen nur gering unter den gestrigen Kursen. Banken- und Elek - tr o werte waren wenig verändert. AEG. waren auf das Projekt mit dem russischen Elektrizitätskonzern gut gehalten. Am Rente n m a r k t kam ziemlich viel Material heraus. Kriegsanleihe 0,212*. Schutzgebietsanleihen waren leicht befestigt. Der Geldmarkt zeigte eine weitere kleine Erleichterung. Tägliches Geld 9—11 Prozent, Monatsgeld nominell 91 bis 111 Proz. Im Devisenverkehr lagen nordische Werte etwas fester. Paris war dagegen weiter abgeschwächt auf 105,30 gegen London. London gegen Kabel 4,8415. Die Reichsmark notierte in London 20,33, Amsterdam 59.24, Zürich 123,45.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 7. Oft. Der Produltenmarkt axir infolge der weiter steigenden ausländischen Preise ebenfalls fest. Das Inlandsangebot hat sich nicht wesentlich erhöht. Es notierten pro Tonne: Weizen (märf.) 211 bis 214, Weizen (Oktober) 231, Weizen (Dezember) 233 bis 234,50, Weizen (März 238, Roggen (märf.) 152 bis 155, Roggen (Oktober) 170, Roggen (Dezember) 176 bis 175.50, Roggen (März) 184 bis 183,50 bis 185,50, Gerste (märf.) 210 bis 233, Futtergerste 170 bis 175, Hafer (märf.) 183 bis 191, Hafer (westpreuh.) 175 bis 182, Hafer (März) 193; pro Doppelzentner: Weizenmehl 27,50 bis 31,50, Roggenmehl 22 bis 24,50, Weizenfleie 10,25 bis 10,50, Roggen- fleie 8,90 bis 9, Viftoriaerbsen 26 bis 31, kleine Speiseerösen 26 bis 28, Futtererbsen 21 bis 24, Wicken 22 bis 25, Rapskuchen 14,50, Leinfuchen 21,30 bis 21,60, Trockenschnihel 10 bis 10,25, Torfmelasse 8,50, Kartoffelflocken 14,80 bis 15,20, Zucker 20 bis 20,20.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M., 7. Oft. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 23 bis 23,25, Roggen, inländ. 17,50, Sommergerste für Drauzwecke 25 bis 26, Hafer, inländ. 19,50 bis 21. Mais, gelb 19,75 bis 20, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 37,25 bis 37,50, Roggemnehl 25 bis 26,50, Weizenkleie 10, Roggenkleie 10,50. Tendenz fest.
Frankfurter pferdemarkt.
fpb. Frankfurt a. M., 7. Oft. Auf dem heutigen Pferdemarkt war die Landbevölkerung weniger als sonst vertreten, da das günstige fjerbftroetter zu Erntearbeiten ausgenutzt wird. Deshalb war der Geschäftsverlauf ruhiger und die Umsätze geringer. Es waren etwa 500 Tiere aufgeboten. Gesucht waren Schlachtpferde, die etwas im Preis stiegen. Nutz* pferde bewegten sich zwischen 1000 und 2000 Mark für leichte, mittlere und schwere Pferde.
Büchertisch.
- Die Rümmer 4202 der Illustrierten Zeitung (Verlag 2. I. Weber, Leipzig) schildert in einem instruktiven Artikel, wie Polen bestrebt ist, besonders über Danzig, Memel und die Häfen der Randstaatengebiete zur Ostsee vorzudringen. An weiteren Beiträgen seien hervorgehoben: „Amerikanische Lunchstunde" von Dr. Ernst Rose. Reuhork, mit Zeichnungen. „Deutsches Steingut um 1800“ von Pros. Dr. Hermann Schmitz mit Abbildungen, .Deutsche Siedlungen in Süd-Brasien" mit Abbildungen und der gleichfalls illustrierte Artikel „Grenzburgen in Rieder- -öfterreief)“ von A. Riehner. Für die Frauenwelt bringt das Heft die neuesten Hutmoden.
— Das Buch vom Radio-Club. Ein Bild seiner Arbeit in den Jahren 1923 z25. Herausgegeben vom Südwestdeutschen Radioelub Frankfurt a. M. Ein Stück Geschichte spiegelt sich in diesen 64 Seiten mit interessanten Abbildungen, Geschichte aus jüngster Zeit hoher technischer Entwicklung die wir alle mit Begeisterung miterlebt haben Wie wichtig und mit- bestimmend war doch die Tätigkeit Der Radio- klubs, und wieviel wichtiger wird sie in der kommenden Zeit ruhiger Weiterentwicklung für das ganze deutsche Radiowesen werden? Das Bändchen steht jedem Interessenten kostenlos zur Verfügung. 535
— Das Oktoberheft der „Zeitwende" Verlag C. H. Beck, München, eröffnet das Wintervierteljahr mit einem sorgsam zusammengestellten, mannigfaltigen Inhalt. Lieber Wohnungsnot und Großstadtelend schreibt Dr. Hel- muth Schreiner und zeigt uns aus reichster Erfahrung heraus ein erschütterndes, das Gewissen aufrüttelndes Gemälde der verhängnisvollen Verkettung von Wohnungsnot, Krankheit und sittlicher Verkommenheit in unseren Großstädten. Lieber deutsche Kultureinflüsse in Japan spricht mit Sachkenntnis Dr. Paul Ostwalüd unter dem Leitgedanken, daß auch unsere Weltgeltung nicht mehr auf Macht, sondern einzig auf kultureller Leistung beruhe. Das Schicksal zweier großer Einzelner behandeln Dr. Alfred Bäumler, indem er das Phänomen Hans von Marees in seiner menschlichen Tiefe zu fassen sucht (4 Bilder sind dem Aufsätze beigegeben), und Tim Klein, der uns die Tragödie Thomas Münzers dramatisch vorführt. Von der Lyrik Carossas, Däublers und Trakls erhalten wir eine temperamentvolle Würdigung durch Martina Wied.
— Mit einer stattlichen Reihe feiner Städtebilder trägt die I l l u st r i e r te Ze i t un g I. Z. seit langem der Pflege und Liebe zur Heimat im allgemeinen Rechnung, im besonderen weist sie in ihrer neuesten Rümmer auf das idyllisch gelegene Lahntal mit einer Serie heimeliger Bilder hin. Der bunte Teil der I. Z. erfreut sich diesmal eines großen Llmfanges. Hierzu gehören auch die ergötzlichen Aufnahmen vom Zirkus Krone. (Verlag Ringier & Co.. G. m. b. H-, Stuttgart.)
— Mit vollen Segeln gehen Wester- manns Monatshefte in ihren 70. Jahrgang. In Dingen des Geschmacks und des Urteils erfreut und erfrischt den Leser immer wieder die gleiche, über den Dingen stehende Sicherheit, die sich von den Torheiten modischer Launen sernhält, dabei aber dem Geist der Gegenwart nicht unzugänglich ist. Die besten Ramen sind unter den Mitarbeitern von Wester- manns Monatsheften vertreten. Im September- Heft beginnen gleichzeitig zwei Romane. Ein Deutschritterroman von Werner Jansen „Geier um Marienburg", in welchem Polens Kampf gegen die deutsche Ostmark fesselnden Ausdruck findet. Paul Steinmüllers Roman „Der Weg nach Heilisoe" spielt in der unmittelbaren Gegenwart und greift die Probleme unserer Zeit mit frischer Kraft und der Sicherheit des gereiften Menschen an.
— Sizilienfahrt. Mit dem A.D.A.C. im Auto zur Targa- und Coppa Florio von August Christ. Export-Courier A.-G. Abt. Buchverlag. Frankfurt a. M. 10. Ein Buch, das den Leser in überaus lebendiger, fesselnder Darstellung über die vereisten Alpenpässe hinunter nach dem heißen Süden, fort bis zur fernen Insel Sizilien führt. Ein Stück interessanter Post- kutschenromanttk im Zeitalter des Motors. 507 — Alban Schnabel, „Der Liebesag 0 st e l" (Arthur Fischer-Verlag, Leipzig), eine Renaissance-Tragödie, in dem der Verfasser in dramatischer Form schildert, was Georges Eckhoud in seinem Werk „Les Libertins d’Anvers“ an Legenden und Geschichtlichem über Loink Prusting zu- fammengetragen hat, und was er selbst über diesen gütigen und liebenswürdigen Schwärmer in den Archiven von Antwerpen gefunden hat. 523
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' Das Amtsverkündigungsblatt Qi r. 7 9 vom 6. Oktober enthält: Straßensperre. — Die Oktobermiete. — Maul- und Klauenseuche in Lumda, Odenhausen und Treis a. d. Lda. — Einhalten der Tauben während der Saatzeit. — Ausführung der Polizeiverordnung über daS Vertilgen der Blutlaus. — Feldbereinigung Klein-Linden. Wassergenossenschast Lundorf in Gem. Steinbach. - Dienstnachrichten.
bei Husten, Heiserkeit, Katarrh
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