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Einfuhrbeschränkungen in vorsichtt- empfehlen werden. Bezüglich der Frage wird mit Spannung der spanischen Ratsmitgliedes üui« Leon, der zugleich den Borsih
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Die Urheber des, wie neuerdings bekannt wurde, nicht gegen König Alfons, sondern gegen General Primo de Rivera geplanten Anschlages sind vom Kriegsgericht bereits a b g e u r t e i l t worden. Vier der Angeklagten feien zu 20 Jahren Gefängnis, die beiden anderen zu geringeren Freiheitsstrafen verurteilt worden.
Alle wegen des Mordes an dem ägyptischen S i r d a r Angeklagten wurden zum Tode verurteilt, außer dem Führer des Automobils, in dem die Mörder geflüchtet waren, der zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Rach der Urtcilsfällung veranlaßten einige Gefangene eine Lärmszene, so daß sie gewaltsam entfernt werden mußten.
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Gelingen gewährleistet ist, muß diese Expedition mit der größten Sorgfalt ausgerüstet werden. Die Studiengesellschaft hält ein Luftschiff von 1 5 0 0 0 0 Kubikmeter Inhalt mit spezifischen Einbauten für die wissenschaftlichen Aufgaben, mit einer vollkommenen Polarausrüstung für die gesamte Besatzung Und mit einer starten Funkstation für notwendig. Bisher sind olle wissen- schaftlichen Voraussetzungen für ein Gelingen des Planes vorhanden. Auch finanziell steht eine Lösung bevor, so daß nach Nansens Ansicht die Expedition schon 1927 stattfinden kann. Aus der Grundlage mehrerer Expeditionen ist eine spätere Verkehrslinie entlang der sibirischen Küste nach Yokohama und San Franzisko geplant.
NeunsacherMordundSelbstmord
K o b u r g, 8. Juni. (TA.) In dem benachbarten Hattenberg tötete in der Nacht
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Don und nai dehnles Nordsee, weiter i loren. ! Art fini welterll
Die Genfer Völkerbundstagung.
Genf, 7. Juni. (WLB.) Die am Montag beginnende 34. Session des Bölkerbundsrates, deren Tagesordnung recht umfangreich wird, wird beherrscht durch die Begegnung der Außenminister Frankreichs und Englands, die bereits heute Besprechungen in Genf aufnahmen. Sowohl Chamberlain als auch Briand werden spätestens am Donnerstag Genf wieder verlassen. Hebrigens wird die kommende Woche außer der kurzen Ratstagung auch den Abschluß der internationalen Arbeitskonferenz und voraussichtlich auch den der internationalen Konferenz über die Kontrolle des Waffenhandels bringen. Bon den Punkten der Tagesordnung der 34. Ratssession beansprucht besonderes Interesse das Gesuch der österreichischen Regierung, daß vom Rat die beiden Wirtschaftssachverständigen Layton (England) und Rist (Frankreich) mit der Untersuchung der bedrängten Wirtschaftslage Oe st erreich s betraut werden. Man nimmt in öster-
toäie man sich kaum darüber klar, daß sich die gegenwärtigen Verhandlungen durchaus im Anfangs- und V e r s u ch s st a d i u m befinden. Die englische Regierung sei nicht geneigt, irgendwelche Verpflichtungen zu übernehmen, bevor sie die Zustimmung der Dominions erhalten habe.
sicht auf die Hitze die Einstellung Arbeit angeordnet haben.
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Der Kongreß der belgischen Arbeiterpartei hat mit 495 481 gegen 108 325 Stimmen bei 21982 Stimmenthaltungen die Teilnahme der So - zi ald emo trat ie an der Zweiparteiregierung beschlossen. P o u l l e t hat nach dem „Soir" folgenden Beschluß gefaßt: Auswärtiges: V a n d e r - velde, Industrie und Arbeit: Wouters, Eisenbahnen: A n s e e l e. Inneres: L a b o u l l e, Wissenschaft und Künste: Camille Huymans.
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Aus Stadt und Land. '
Gießen, bet 8. Juni 1928^
Kreisausschutz Gießen.
Anr Samstag fand unter dem Vorsitz .55' Oberregierungsrats Dr. Heß eine öffentlich tz Sitzung des Kreisausschusses Giehe^ j statt, in der über folgende Angelegenheiten der* ! handelt wurde: ' Y
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Marokko.
Pari s. 7. Juni. (WB.) Die französisch- spanische Konferenz über das Vorgehen beider Länder in Marokko wird in Madrid stattfinden. Die französische Delegation wird wahrscheinlich durch den ehemaligen französischen Minister Malvy geführt werden, der bereits vor zwei Wochen offiziös mit der spanischen Regierung verhandelte. — Nach einer Meldung aus Fez haben die französischen Truppen jetzt starke Brückenköpfe errichtet. Die Fühlungnahme mit dem Feinde beweise überall die Aeberlegenheit der französischen Truppen. Aber man müsse die Situation infolge der immer mehr a n w a ch- senden Anzahl feindlicher Krie.ger, die in den Kampf eintreten und wegen des intelligenteren Gebrauches der Artillerie, wie sie sich namentlich bei der Befreiung der Posten von Askar und Sker gezeigt habe, als ernst betrachten. Es werde ferner eine starke Propaganda derRifleuteim mittleren Atlas- gebirge gemeldet. Dort seien Schreiben Abdel- krims eingetroffen, in denen zum allgemeinen Aufstand aufgefordert werde,
der 30jährige Korbmacher Wil- * * seine
zum Sonntag i
Helm Brü ckn er dur ch "B e i lh i eb e Frau, seine hochbetagte Mutter, Schwager und seine Schwägerin sowie deren fünf Kinder. Außerdem schnitt er den
Kleine politische Nachrichten.
Der österreichische Gesandte Riedl wird am Mittwoch dem Reichspräsidenten sein Abberufungsschreiben überreichen. Bis zur Ernennung eines neuen Gesandten wird die Berliner Ge- iandtschast von dem gegenwärtigen Generalkonsul in Köln Ploennies geleitet werden.
Bürgermeister Ranft zu Grünberg hatte, infolge Krankheit das Amt als solcher nieder-« gelegt. Es mußte deshalb die Neuwahl eines Bürgermeisters vorgenommen werden. Diese fand nach vorheriger ortsüblicher Bekanntmachung am 25. Januar, und zwar von morgens 10 Ahr bis abends 6 Uhr statt. Da keiner der Bewerber die absolute Stimmenmehrheit auf sich vereinigen konnte, mußte eine Nachwahl stattfinden. Diese geschah am 25:-Februar, und zwar in der gleichen Zeitdauer. Nach Vorlage der Wahlakten an das Kreisamt muhte die Wahl durch den Kreisdirektor beanstandet werden, weil nach dem Gesetz von 1919 die Wahldauer von morgens 10 Uhr bis abends 8 ITfjr festgesetzt ist. Das Wahlergebnis hätte, wenn die Wahlzeit bis abends 8 Ähr gedauert hätte, insofern eine andere werden können, als etwa noch 10% der wahlberechtigten Einwohner Grün- bergs noch nicht gewählt hatten und der Stimmenunterschied bei der Nachwahl nur etwa 40 Prozent betragen hat. Aus diesen Gründen wurde die vorgenommene Wahl für ungültig erklärt.
Desehung der Stelle des Gemeinderechners der Gemeinde Klein-Linden.
Gemeinderechner Germer zu Klein-Linden hat infolge Krankheit das Amt als solcher nkhergelegt. An dessen Stelle muh ein anderer Gemeinderechner bestellt werden. Die Gemeindevertretung beschloß, die Stelle einem Der- sorgungsanwärter zu übertragen. Das Kreisamt Gießen hatte gemäh § 2 Abs. 1 der Ausführungsverordnung über die Beschäftigung Schwerbeschädigter vom 13. Februar 1924 auf Antrag der Hauptfürsorgestelle bestimmt, daß die Stelle einem Schwerbeschädigten zu übertragen sei, weil sich diese für einen Schwerbeschädigten eigne und die Einstellung für die Gemeinde keine besondere Härte bedeute, zumal die Gemeinde, die als öffentlich-rechtliche Körperschaft über weniger als 20 Plätze verfüge, einem Schwerbeschädigten einen Arbeitsplatz noch nicht Vorbehalten habe. Die Gemeindevertretung hat dem Ansuchen der Aufsichtsbehörde nicht entsprochen. In heutiger Sitzung wurde die Gemeinde verpflichtet, die Stelle des Gemeinderechners einem geeigneten Schwerbeschädigten zu übertragen.
Ungültiger Testaments Widerruf
Heber die bei der Errichtung eines privatschriftlichen Testaments zu beobachtenden Formerfordernisse herrscht in Laienkreisen bedauerlicherweise noch große Unkenntnis. Da die Gerichte unter Führung des Reichsgerichts bei der Prüfung der Frage, ob die gesetzlichen Formen der Testamentserrichtung gewahrt sind, einen sehr strengen Maßstab anlegen, sind schon viele Testamente wegen Formverstößen, die dem Laien ganz nebensächlich erscheinen mögen, der Nichtigkeit verfallen. Wer es nicht vorzieht, fein Testament in öffentlicher Form vor einem Richter oder einem Notar zu errichten, und damit vor der Gefahr der Nichtigkeit seines letzten Willens zu schützen, tut jedenfalls gut, wenn er sich vor der Niederschrift über die Formerfordernisse des Privatteslaments bei rechtskundigen Personen Rat holt. Er wird dann nicht nur hinsichtlich der äußeren Form des Testaments sicher gehen, sondern wird auch praktische Ratschläge für hen Inhalt des Testaments selbst erhalten, dessen klare und gesetzentsprechende Fassung für die Durchführung des letzten Willens nicht minder wichtig ist. Das Privattestament muh von Anfang bis Ende eigenhändig geschrieben, mit Ort und Tag der Errichtung versehen und vom Erblasser eigenhändig unterschrieben sein. (§ 2231 BGB.) Es ist nicht etwa zulässig, den Text mit Schreibmaschine zu schreiben und nur die Unterschrift handschriftlich zu vollziehen. Schon die Verwendung eines Briefbogens, auf dem die Ortsangabe vorgedruckt ist, macht das ganze Testament nichtig. Die Unterschrift des Erblassers muh sich auf der Testamentsurkunde selbst befinden. Es genügt nicht, dah sie auf den Briefumschlag, in dem das Testament verschlossen wird, gesetzt wird. (Vgl. z. B. Juristische Wochenschrift 1908, Seite 1336.) Das sind einige der wesentlichsten Bestimmungen.
Interessant ist folgender Fall, den das Reichsgericht am 5. Juli 1924 entschieden hat. Die Entscheidung ist in der Juristischen Wochenschrift 1925 auf Seite 475 nachzulesen. Der Erblasser hatte ein gültiges Privattestament errichtet, dieses in einen Umschlag verschlossen und den Umschlag mit der Aufschrift versehen: „Testament des Generalarzt S.". Später hatte er auf den Umschlag den Bleististvermerk gesetzt: „gilt nicht. 10. Aug. 1920, G. Sch.". Das Landgericht führt dazu zutreffend aus, dah dieser Vermerk keinen gültigen Testaments-Wcherruf enthält, und dah das Testament somit gültig geblieben ist. In dem Vermerke ist zweifellos kein Widerruf des Testaments zu erblicken, weil es an der Ortsangabe fehlt. (§ 2254 BGB.) Der Vermerk stellt aber auch keine Veränderung der Testamentsurkunde im Sinne von § 2255 BGB. dar und ist auch deshalb ungeeignet, die lehtwillige Verfügung aufzuheben. Der Vermerk könnte das Testament nur dann entwerten, wenn er auf die Testamentsurkunde selbst gesetzt worden wäre und nicht auf den Briefumschlag, der eine von der Testamentsurkunde verschiedene, neue Urkunde darstellt.
Gictzener ÄZochenmarrtpreise.
am 6. Juni. (Händlerpreise.)
Es kosteten das Pfund: Butter 160 bis 180, Matte 30 bis 35, Käse 55 bis 60, Wirsing 35 bis 40, Rottraut 35, rote Rüben 5, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 10, Spargel 40 bis 130, Erbsen 60, M.schgemüse 15, Tomaten 200, Zwiebeln 25, Rhabarber 25, Kartoffeln 5, Dörrobst 20, Kirschen 100, Stachelbeeren 60, Erdbeeren 150 diS 200, Honig 40, junge Hahnen 100, Suppenhühner 120; das Stück: Eier 12, Blumenkohl 50 bis 150, Salat 15 bis 20, Salatgurken 100 bis 130, Ober- Kohlrabi 20 bis 35. Lauch 5 bis 10, Rettich 30; das Bund: Radieschen 10 bis 20; das Päckchen: gelbe Rüben 40 bis 50 Pf.
Aus aller Wett.
Aus der Suche nach Amundsen.
Oslo, 6. Juni. (WTB.) Die Leitung des norwegischen Luftvereins beschäftigte sich heute mit den verschiedenen Plänen zur A u f - luchung der Polarflieger. Als Sachoerständige nahmen an den Beratungen Kapitän God- fred Hansen, Kapitän Sverdrup, Major Jsachsen, sowie als Vertreter des Landesoerteidigunas- ministeriums Kapitän Ostbye teil. Man war sich darin einig, daß für Amundsen und seine Begleiter vier Rückkehrmöglichkeiten beständen, und zwar nach Spitzbergen, Ostgrönland, Nordwestgrönland und Cap Columbia. Durch die Expedition der norwegischen Regierung sei der K u n d s ch a f t e r d i e n si genügend gewähr- leidet. Hinsichtlich der Absuchung der Gegend bei Lslgrönland wurde beschlossen, durch das Ministerium des Aeußern den französischen Polarforscher C h a r c o t fragen zu lassen, ob er sich dieser Aufgabe widmen wolle. Hinsichtlich der Nachforschungen in der Gegend von Westgrönland und Cap Columbia will man sich an das in Neunork gebildete Komitee zur Hilfeleistung für Amundsen wenden. Der schwedische Polarforscher Godfred Hansen erklärte nach den Beratungen in einem Interview, wenn es Amundsen geglückt sei, den Pol zu erreichen, werde er, falls er seine Flugzeuge nicht mehr benutzen könne, unzweifelhaft versuchen, das Cap Columbia zu Fuß zu erreichen. Der Weg nach dem Cap Columbia sei um ein Drittel kürzer als nach Spitzbergen. Außerdem befinde sich bei Cap Columbia ein Depot, das Amundsen selbst errichtet habe. Sobald Amundsen das Cap Columbia erreicht habe, könne er als gerettet gelten.
Im Lnfisch ff «ach dem Nordpol.
B e r li n, 6. Juni. (Wolff.) Im Gebäude des Aeroklubs wurde heute vor der Presse des In- und Auslandes Aufschluß gegeben über die geplante Luftschiff -Nordpolforschung F r i d j o f Nansens. Nansen selbst weilte dieser Tage auf seiner Reise nach Kaukasien in Berlin, um als Präsident der internationalen Studiengesellschaft für arktische Forschungen mit dem Luftschiff. Pros. Kohlschütter, dem bekannten Luftschiffführer Hauptmann Bruns und mit der Reichsregierung, die durch Reichskanzler Luther, Reichs- verkehrsminister Kröhne, Reichsfinanzminister von Schlieben und Staatssekretär Schubert vom Auswärtigen Amt vertreten war, die Luftschiff- expedition in die Arktis zu besprechen. Eine auf Grund jahrelanger Erfahrung von der Studiengesellschaft herausgegebene Denkschrift behandelt die meteorologischen Bedingungen, die polaren Wetterkarten, die verschiedenen Arten des Nachrichtendienstes, darunter auch die Funkanlagen und die Eignung der Luftschiffe für photogramme- irische Messungen. Hauptmann Bruns hat in dieser Denkschrift eine Arbeit zustande gebracht, die wissenschaftlich vom gesamten Ausland anerkannt wirb und deren Mitarbeiter die bedeutendsten äronautischen und meteorolagischen Kapazitäten des In- und Auslandes sind. Die schwebenden Verhandlungen berechtigen zu der Hoffnung, daß die Kulturaufgaben, die die Arktis stellt und die nicht durch Flugzeugexpeditionen zu bewältigen sind, diesmal eine Losung finden werden. Wegen der hohen Kosten der Luftschiffexpedition in das arktische Gebiet und damit ein sicheres
der morgen beginnenden Ratssitzung führt, ent° gegengesehen. Nach diesem Bericht sollen die strittigen technischen Fragen zwischen Danzig und Polen nur noch in Ausnahmefällen von den Rat gebracht werden, sonst aber direkt durch den Oberkommissar des Völkerbundes in Danzig endgültig geregelt werden. Schließlich ist als dritter wichtiger Gegenstand die^Frage der Entwaffnungs-- und Kontrollrechts des Dölkerbunds- r a t e s in Deutschland, Oesterreich, Ungarn und Bulgarien und der besonderen Kontrolle des entmilitarisierten Rheinlandes zu zeichnen. Ob hinsichllich der beiden Punkte, die seit einem Jahr den Rat beschäftigen, weitere Beschlüsse gefaßt werden, hängt ausschließlich von dem Ergebnis der Besprechungen Chamberlains mit Briand über den Sicherheitspakt ab.
DieUnterredungBriands mit Chamberlem.
Genf, 7. 3uni. (Havas.) Briand und Chamberlain hatten bereits heule mittag in An- F toefenljeit der französischen Delegierten Paul- B o n c o u r und Clauzel und dem brittschen ' Unterstaatssekretär im KriegSamt Lord Onslow in einem Orte am Genfer See die erste Unterredung miteinander gehabt. Man zweifelt nicht daran, dah im Verlaufe des Frühstücks, das die Delegierten miteinander eingenommen haben, auch die Frage des Sicherheitspaktes besprochen wurde.
Sauerwein, der Sonderberichterstatter des „Matin" gibt einen offiziös beeinflußten Bericht, aus dem klar hervorgebt. daß noch grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten zwischen England und Frantreich in drr Garantiepaktfrage bestehen. Frankreich köirne den Rheinpakt nicht annehmen, wenn er nicht durch weitere Abmachungen ergänzt werde. Diese Abmachungen se'en Schiedsgerichtsverträge, die darin beständen, daß die Signatarmächte Zwangsmaßnahmen ergreifen, wenn sie durch eine Verletzung der Verträge gerechtfertigt würden. Es kämen vier Schiedsgerichtsverträge in Betracht. Die beiden ersten seien formell von Deutschland in Vorschlag gebracht worden, und zwar die Verträge zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien. Die beiden anderen Verträge zwischen Deutschland und Polen und zwischen Deutschland un > der Tschechoslowakei halte die franzöiische Regierung zur Ergänzung des Rheinpaltts für ebenso unerläßlich wie die beiden ersten. Sie habe die feste Absicht, diese Schiedsgerichtsrerträge zu gar an- i i e ren. Diese von Frankreich garantierten Verträge rechtfertigen ein bewaffnetes Einschreiten selbst durch die neutrale R h e i n l a n d z o n e, und England habe die Verpflichtung. seinen Beistand für den Fall eines Angriffes gegen die Rheinlandzone vorbehaltlos zu gewähren.
England und derSrcherheitspakt
London, 8. Juni. (SU.) Wie der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" berichtet, soll Chamberlain mit der letzten Note Driands zufrieden fein. In vielen Punkten, die alle von Bedeutung seien, müsse noch eine Einigung herbetgesührt werden, wenn die französische Ainwort mehr enthalten soll als allgemeine Grundsätze und eine Einladung, m diplomatische Verhandlungen einzutreten. Diese Gesichtspunkte beziehen sich erstens auf die Vor- ausf ehungen. unter denen Großbritannien einen Durchmarsch Frankreichs gemäß den Bestimmungen des Völ'erbundspaites durch die entmilitarisierte Zone zur Unterstützung eines östlichen Alt erten zustimmen können. Quoten auf die genaue Haftpflicht, die England für die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen übernehme und auch auf Gegenseitigkeit des Westpaktes, der in England bedeutungsvoller als in Paris gehalten wird. Da bei Eintritt dieser Fragen England direkt oder indirekt vor einer Entscheidung über Krieg und Frieden gestellt werde, sei die Entscheidung des Kabinetts erforderlich. Das Kabinett werde wahrscheinlich im Laufe der nächsten Tage dazu Stellung nehmen und feine Ansicht sofort dem Außenminister übermitteln. Auf dem Festlands
denen sich noch viele Tausende Bürger angeschlossen haben, um an der heutigen Feier hier teilnehmen zu können. Schon vom frühen Morgen an begann sich das Stadion zu füllen, wo eine Truppenparade den Auftakt zur Feier des Regierungsjubiläums geben sollte. Als der König, die Königin, der Kronprinz und die übrigen Mitglieder des königlichen Hauses eintrafen, wurden sie vom Volke mit unbeschreiblichem Jubel begrüßt. Der König und die Königin, in deren Gefolge sich u. a. der Herzog von Aosta, Ministerpräsident Mussolini mit allen Mitgliedern des Kabinetts, die Maischälle Cadorna und D i a z , der Generalstabs chef der Armee B a d o g l i o und der Chef des Generalstabs der Marine Thaon di Revel befanden, nahmen alsdann die Parade ab.
Landwirtschaft.
♦* Nach dem amtlichen Saaten- st a n d b e r i ch t für Hessen für Ai fang I ni ist der Saatenstand im allgemeinen gut. Für einige Gemarkungen konnten für Kartoffeln und Rüben keine Noten gg.ben werd.n weil sie infolge Trockenheit zurü: g.bl eben sind. In v elen Gemarkungen wird über starke Verunkrautung gellagt. Der Stand der Reben Ist gut, an manchen Orten treten jedoch Peronospora und Sauerwurm auf.
Leichen die Kehle durch. Der Mörder erhängte sich dann selb st.
-lieber die grausige Tat erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Der 30jährige. als sehr verschlossen, aber auch als zanksüchtig bekannte Korbmacher Brückner hat seine von ihm getrennt lebende zweite Frau in Linds-iberg bei Sonneberg auf gesucht und ihr nach einer Unter» redung die Kehle durchgeschnitten.Dann kehrte er in sein Heimatdorf zurück und zertrümmerte dann seiner mit ihm ün gleichen Hause wohnenden 71jährigen Mutter, feiner 41 Jahre alten Schwester und deren 44 Sabre alten Ehemann, sowie den fünf Kindern dieses Ehepaares, vier Mädchen von zwei bis 18 Jahren, und einem Knabe von 8 Jahren, die Schädeldecke während des Schlafes. Nachdem so alle Bewohner des Hauses ums Leben gebracht waren, erhängte sich der Mörder feEbft
Die Freiwillige Feuerwehr hält das Mordhaus besetzt und wehrt die aus den umliegenden Ortschaften eintreffenden Neugierigen ab. Der Mörder lebte mit den ermordeten Familienmitgliedern in fortgesetztem Streite.
Mord und Selbstmord.
Samstagabend wurde der 52 Jahre alte Bauarbeiter Gustav G a r b e l aus Uelleben bei Gothaim Walde bei der Schauenburger Mühle erhängt aufgefunden. Am Morgen desselben Tages hatte er in seiner Wohnung seine Frau ermordet. Die Leiche wurde von der Polizei beschlagnahmt. Grund zu der Tat sind FamilienzwisttAeiten.
Irauenmord.
Auf dem Laubengelände von Nieder- schönHausen wurde in einer gewaltsam geöffneten Laube eine etwa 25jährige Frau, anscheinend eine Landarbeiterin oder Schnitterin, tot aufgefunden. Das Gesicht war mit einem weißen Tischtuch verhültt. Die Tote hat eine Schußwunde an der linken Schläfe. Das Geschoß steckt noch im Kopfe. Neben der Toten lag eine Pistole, aus der nur ein Schuh abgegeben war. Nach den bisherigen Feststel- lungen handelt es sich um einen Mord.
Der Aceissparkassenfkandal in Liebenwerda.
Der Krcisausfchuß beantragte zusammen mit dem Kuratorium der Kreissparkasse bei der Staatsanwaltschaft Torgau, nicht nur gegen Sparkassendirektor Merres, sondern auch gegen den Landrat Vogl vorzugehen. Beide ' Körperschaften haben festgestellt, daß der Kreis Liebenwerda um etwa 2,2 Millionen G o l d m a rk geschädigt worden ist. Davon stehen 500 Ö00 Mk. als Hypothek an siebenter Stelle bei der Rügenwalder Wurstabrik.
Anschlag gegen einen Personenzug.
Gegen den Personenzug Görlitz- Berlin wurde Freitagabend gegen 11 Uhr kurz hinter der Haltestelle Eichwalde (Kreis Teltow) von bisher unbekannten Tätern ein verbrecherischer Anschlag v:rübt. Heber die Schienen waren vier Eisenträger gelegt worden, vor und hinter dmen noch zwei große S t e i n b l o ck e eingerammt waren. Trotz seiner großen Geschwindigkeit ist der Zug nicht entgleist. Auch der Sachschaden ist nicht bedeutend. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Nach etwa einer halben Stunde Aufenthalt konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen.
Die Reichsbahndirektion setzt für die Ermittlung der Täter, die den gemeldeten Anschlag auf den von Kottbus nach Berlin verkehrenden Personenzug zwischen Eichwalde und ©rüiau verübt Hebei, eine Belohnung von 1 000 Mark aus. Die vier Efeibah isch'.enenlaschen die die Täter über die Schienen gelegt hatten, waren mit einem Vierkantsch'üs'el einer geöffneten Bude entnommen worden Die Loko- motive beseitigte die Hindernisse durch ihre Räumer. ,
Großer Fabrikbrand in Hohenschönhausen.
Wie die Morgenblätter melden, brach in der Nacht zum Sonntag in einer Maschinen - fabrif in Hohenschönhausen, aus noch unaufgeklärter Ursache, Feuer aus. das sich rasch über den größten Teil der Fabrikanlage verbreitete. Der Schaden wird auf etwa 1 Million geschäht.
Die amerikanische Hitzewelle.
N e u i) o r £, 7. Juni. (WTB.) Die ungeheure Hitze hält noch immer an. Stündlich werden aus den Nachbargebieten und dem mittleren Westen der Bereinig en Staaten neue
Todesfälle gemeldet, die auf sie zurückzuführen find . lieber 5000 Regierungsbeamie haben in Washington bereits um 1 Uhr mittags die
reichlichen Kreisen an, daß die Sachverständigen zur Erleichterung des österreichischen Handels den Nachbarstaaten Oesterreichs einen zweckdienlichen Abbau ihrer ...........


