29. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
stehen
flüchl
einen
„Aber das ist ja ein Anfang, H> „Wenn ich den Plan gemacht hc
lannd!
iahe, ist jede
Die Diplomat
Baldrianwein
ifpannung erwr gegen die Dinge Driand scheint d
Bekannt gute Kuchen, Torten und dergl.
9363D
Leer in Ostfriesland
Galli markt
9365 ss
o»2D
MMWlmW ttllMie
Teil- xahlnngbis zu 1 Jahr.
Fleisch-Raucher- und Aufbewahrungs-Schränke
vou 31k. 40.—
an
Hnb es tat ihr kaum weh, daß sein Werk gedacht hatte, und dann Liebe!
Die Gläser berührten sich und und fein. Vom Ring her klang vorüberziehende Militärmusik.
von ihrer Zukunft.
Aus der Neuen Kräme blieb Hanns und deutete zu einem Dachstock hinauf.
„Da wohne ich, Liebste."
3m Gedränge konnte Ruth nur einen tigen Blick in die Höhe werfen.
Aach einer Weile sagte sie:
Die Sonne schien warm, es war eher ein Märztag, als hirg vor Weihnachten.
Hanns kaufte Ruth einen Deilchenstrauß.
Das rührte sie.
Seite an Seite gingen sie in die Stadt hinein. 3m flutenden Leben auf der Zeil fühlten sie sich allein und sprachen in verlorenen Sätzen
die Augen- er zuerst an erst an ihre zirpten zart weitentfernt
Expertise überflüssig. Lind die halbe Million! Wer so wahr ich's erlebe, dah das Werk gebaut wird, ich gehe betteln, bis die halbe Million beieinander ist. Fünftausend Mark habe ich schon, das ist nämlich alles, was ich noch habe. Lind dein Marktverdienst, Ruth, den rechne ich natürlich auch! Sind's hundert Mark, Engelmild!"
Er drückte sie an sich. Trotzig hatte er begonnen, verbittert fortgefahren und zuletzt in einem jähen Hmschwung froh und zärtlich geschlossen. Engelmild, so hatte er sie nicht mehr genannt seit sieben langen 3ahren.
Engelmild, Engelschön. Engelrein — die kindischen Kosenamen schwebten plötzlich wie Amoretten um sie her.
„Hanns, hab' nur Geduld, du baust!"
Tief in die Pfeilernifche gedrückt, küßten sie sich mit kalten, zuckenden Lippen, und saßen dann lange in ernstem Schweigen.
Endlich standen sie in gemeinsamem Entschluß aus und verließen den Bahnhof.
„Es gilt, Hanns, auf dein Werk!"
Sie hatte sich wieder in der Gewalt, sie lächelte ihn an, ihre Augen liebkosten sein hartgespanntes, hageres Gesicht.
Run gingen sie die stillere Ringstraße entlang, und Ruth erzählte von der Heimat.
Da unterbrach er sie.
„3ch vertreibe euch, Ruth, weißt du das auch? St. 3oseph liegt zu nahe am Rhein und an der Stelle, wo das Turbinenhaus errichtet werden mutz, um nicht in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Die Erdbewegungen, die Anschlußgleise und die Materiallager werden euch erdrücken."
„Dann ist Papas Existenz vernichtet. Er ist nicht stark genug, sich eine neue zu gründen."
„Keine Angst, Ruth. Wir kaufen ihm St. 3oseph natürlich ab. Zum 3ndustriepreis, nicht zum Ackerpreis. Er wird keine Existenzsorgen haben."
Sie überlegte eine Weile und antwortete darauf traurig:
„Auch das wird uns nichts helfen, Hanns. Papas Leben hängt an St. 3oseph, sein inneres Leben, er hat dort seine Aufgabe ge- funden. Keine grotze, aber eine, die ihn auf»
sein Weinglas hob, in dem ein goldener Brand glühte.
„Auf das Werk zu Rheinau unterm Lauffen und auf unsere Liebe! Stotz an, Ruth Engelschön."
Langsam hob auch Ruth ihr Glas.
Albert Stichhan
:: Der Sänger vom Rhein ::
Pferdemarkt am Mittwoch, dem 14. Okt. 1925
(letzter Auftrieb 908 Stück)
Rindviehmarkt am Donnerstag, 15. Okt. 1925
(letzter Auftrieb 4527 Stück Großvieh)
Der Magistrat
homöophatie
7 und Naturheilversahren!
Halte ab Montag, 5. Oktober, täglich außer Donnerstags in Gießen,Ebelstr.2, l. Stock, Sprechstunde von 10-2 Uhr. Behandele nach Tr. Madaus & Thorra- durans Radium-Homöopathie sowie mit elektrischen Bestrahlungen jeder Art samt- liche Krankheiten. 9277D
Wilhelm Ortmann
Homöopath iittb Auacndiagnostiker «Nicht Arzt»
Universitäts- Restaurant
Plockstraße 5 Inh.: F. C. Günther Telephon 198 empfiehlt vorzügliche Küche erstklassige Weine im Ausschank u. in Flaschen
sowie Spezialausschank der Fürst!. Fürstenbergischen Brauerei Donaueschingen
Saal und Klubräume für Vereins-Festlichkeiten.
, 08205
deine Gedanken los wirst. Latz die Broschüre wirken, schreib' Briefe, mach' Gänge, tu alles, aber gib dich nicht ganz diesem Gedankenbann hin. Du verzehrst dich daran.'"
Sie tvaren wieder auf der Zeil. Einsam, wie man nur in der Großstadt sein kann, gingen sie im wirbelnden Menschenstrom, der sie ruhelos umbrandete.
„Wenn du immer bei mir wärst —murmelte 3ngold und blickte wieder starr in die Ferne.
Leise schob sie ihre Hand unter seinen Arm.
Die Knie zitterten ihr vor Müdigkeit, doch sie tat es nicht deshalb, sondern um ihn zu beruhigen und um ihre Gegenwart fühlbar zu machen. 3n vier Stunden reiste sie ab.
Am Taunusring aßen sie zu Mittag.
Hanns 3ngold war auf einmal in einem jähen Stimmungsumschlag wieder heiter. Er warf eine Tablette in ein Glas Wasser und trank es aus.
„So, nun wollen wir von der Heimat reden."
„Was nimmst du denn da. Aspirin?"
„3a, Doktormädel, das schlägt wohl in dein Fach! Weiht du, was Kopfschmerzen sind? So niederträchtige, die dir die • Stirnwand ein- drücken, wenn du stehst, und dir den Kopf zersägen, wenn du liegst! Seit ein paar Wochen kenn' ich diese schöne Erfindung. Ein Gesteinbohrer ist dagegen eine Puderquaste!"
Die gelbe Wintersonne stand in seinen Augen, als er wild und lustig so sprach und
große, o. K. Cfl Pfd. JU^
Maißiti
Liebigstraße 71 Teleph. 1685. 88aec
Eine unendliche Zärtlichkeit stieg in ihr auf, von einem jähen Schrecken aus ihrem Herzen ausgescheucht. Er war krank, sie sah es, erkannte es mit dem hellseherischen Blick der Liebe, und Plötzlich wußte sie, daß sie das schon aus seinem letzten Brief herausgelesen hatte. Krank, kränker, als er ahnte! Schreckhaft stand die Sonne in seinen Augen, zitternde Runzeln liefen in Wellen über seine Stirn, Schqtten füllten höhlen, unsicher zuckte der Mund.
Hemdentuche und Schw. Stickereien weit unter Ladenpreis! L. Teitler, Gießen DammwtraOe 25, pari., gegenüber der Höh. Mädchenschule Kein Laden! w,
recht hält und trägt, lind die gibt ihm niemand wieder, wenn er von dort vertrieben wird."
„Ruth! 3ch kann das Werk nicht liegen lassen, weil ein bißchen von eurer Existenz daran hängt. Rur ein bißchen, denn was bringt euch St. 3oseph? Kaum genug zum Leben! Hnb bas an&cre, was du eben angedeutet hast, das ist ja kein Einsatz im Spiel. Dein Vater fristet auch in diesem übertragenen Sinn kaum fein Leben. Zieht euch ein Stück den Berg hinauf, oder geht nad) Elfenau, baut ein modernes Haus, und dein Vater wird auch als Arzt eine gröhere Aufgabe vor sich haben als jetzt!"
Das war wieder der harte, entschiedene 3ngold, der sich durch empfindsame Rücksichten nicht hemmen lieh.
. ->^uch diese Aussicht wird Papa nicht mehr aus die Füße bringen. Siehst du, er ist wie em Baum, der schon zweimal verpflanzt wor- den ist, als er auf der Höhe der Kraft stand. Da sind ihm starke Wurzeln abgeschnitten worden und er hat sich nur kümmerlich wieder festgegraben. Wenn man ihn noch einmal aus dem Boden reiht, stirbt er ab. Das beste, schönste Crdenreich würde da nichts mehr nützen."
. 3n 3ngolds Gesicht flackerte jähe Röte.
„Bist du gekommen, um mir das zu sagen und mir in den Arm zu fallen?"-stüH er heftig hervor. „Denk an meinen Vater, Ruth! Dem nehme ich mehr! Dem nehme ich alles! St. 3oseph gedeiht als Kuranstalt hier oder dort, aber die Existenz meines Vaters hängt am Lauffen. 3a, gerade so, wie du es eben gemeint hast, die innere Existenz! 3ch nehme ihm das Leben, wenn ich ihm an den Lauffen rühre! Er hat gerackert und gespart, er kann zur Rot die Hande in den Schoh legen, aber er wird eS nie verwinden, dah der Salm nicht mehr frei den Strom hinaufsteigt, der Rhein nicht mehr unter seinem Haus kocht und keine Aetzwaae mehr über dem Ufer schwingt."
„Hnb trotzdem willst du —“
„3ch muh, Ruth. Herrgott im Himmel, spurst du denn nicht, daß ich muh!"
Er hatte so laut geschrien, daß drüben auf der Häuserseite die Leute die Kopfe wandten. __________________ffir.rtf-'hyn/. folgt.) '
Der gefesselte Strom
Roman von Hermann Stegemann.
„Die Arbeit ist fertig, Ruth. Gestern abend habe ich sie fertig gemacht. Die ersten Bogen sind schon im Sah. Hnb jetzt bin ich wie eine ausgebrannte Schlacke. 3ch wollte, sie wäre noch nicht fertig, daß ich bieses Gefühl ber Leere nicht hätte!"
Sie streifte seine Schläfe mit dem Mund.
„Run müssen sie dir glauben, und wenn erst einer den Anfang gemacht hat, so kommt die Gesellschaft ganz sicher zustande."
Er richtete sich mit einem Ruck in die Höhe.
„3ch war vorgestern bei der Elektro-Kom- merzbank und trug dem Kommerzienrat Ellen- rieder die Sache vor. Er hatte mich dazu aufgefordert. 3ch schrieb dir davon. Weißt du, was er gesagt hat? Wenn 3hre Regierung dem Projekt sympathisch gegenübersteht und Sie mir eine halbe Million aufweisen können, lasse ich den Plan expertisieren."
Konditorei und erstes Wiener Cafe H. HETILER
HOFLIEFERANT
Die Wiedereröffnung meiner vergrößerten und auch wieder abends geöffneten Caferäume findet am Donnerstag, dem 8. Oktober nachmittags statt
Ausschank von ff, Denninghoff - Bier, Münchener Bürgerbräu sowie Pilsner »Urquell«
„Hanns, du reibst dich auf. Such' Posten, der dich in Anspruch nimmt, damit du
Direkt von der SperiaHabrik. - Preisliste gratis und franko.
Backofen-Industrie Lauterbach 225 i.fless.
Leberspamnmg btt teresse hat. Si Nationalisten den' i in London den dei gegengckommen: z Knüppel zwischen an tem Dorentvurf oen guchei^, bie wnnen. Hnb Driar vergessen, dah er o er Frankreichs In schen den Dechant gestürzt wurde.
Lehr viel err Intrige, die sich r anspinnt. Man me gien eine neue C die von der impei Herrn Theuni; der Auhemninisu der international rende Stellung ei k ungen auserlo Belgien aus der wlen und in feir zuführen, weil fr vorteilhafter ist. ^stellt sein mag oen Einmarsch d »alität Hinausgei doch« durch seine om Franzosen die MN Einmarsch g pwe also möchte d "»»-lilch.b, don 1920 zu
den M hii^ ü*»
KZÄH es-ft “fett Lernen Pur fcflen int.
FB Herr » & wboi h)iranltQte' J
N *bin.
Die *b
der i
tenbe 8 tz.-Lr
lauersteine la
■ Feldbrandu. Ringof.,ebenso rhein
■ Schwemmsteine
liefert prompt und billigst,
Rübsamen, Gießen
Fernsprecher 1659. 1860c
verleiht einen
gesundem
Schlaf
und stärkt bei längerem Gebrauche die
Nerven.
Man hüte sich vor Nachahmung. undachte auf die Schutzmarke ,.O«tag * und den Namenszug „W. Ullrich“. In Original- flascheu zu haben in allen Apotheken und Drogerien, bestimmt:
Central Drogerie, Schulstraße Germania-Drog.,Frankf.Str.29 Kaiser-Drogerie, Lindenplatz 5 Kreuz-Drogerie, Bahnhofstr.51 Löwen-Drogerie
Ludwigsplatz-Drogerie
Neustadt-Drogerie 5264ss
Drog. Winterhoff, Kreuzpl.9 10
ar. $ (
Ä: 'Hs *
Turn-Verein von 1846, Bleien Sonntag, 11. Oktober 1925, nachm.3 Uhr in der Turnhalle, SteinstraSe
Städtewettkampf
im Kunstturnen 9264C
Eisenach Fulda GieBen
Vorturnervereinigung T.-Gem. 1849 T.-V. von 1846
Eintrittspreise:
An der Kasse I. Platz 2.50, II. Platz 2.-, Stehplatz 1.- Mk. im Vorverkauf bei Chr. Spies, Neustadt; E. Jung, Seltersweg und J.Köhler, Schulstr. I. Platz2.-,11.Platz 1.50,Stehplatz 1..Mk.
n i i A -f0** «feefez- /
W' M X/e s,/n°t s+o,2~ auf Jhre eleganten Schuhe..
ijfey W M . M W Wj M. uas Leder wird geschmeidiger denn je.—
*, ... ,S/e aehen dann viel bequemer-.
ilberschäht zu ber
Doch etwas w Desürchtungen, Ne leitet werben: Sie sie im deMn J halten, weil sonn den Deutlchnalional Stellung fcjllc. 5a [war ein 5evuß! nicht unf Legierung gern fpielt unb den ß weil lie davon ein«
Vortrags-Vereinigung
(Goethe-Bund — Kaufm. Verein — Ortsgewerbeverein)
Donnerstag, 8. Oktober, abends 8 Chr, in der Neuen Aula der Universität: Lichtbilder-Vortrag
Ein Jahrtausend rheinische Kunst
gehalten von Dr. phil. H. Lemperta aus Köln.
Elntrhlekarten bei Challier u. an der Abendkasse
Eine gute und doch billige
Nähmaschine
kaufen Sie am besten bei O7ae7
Hans Assmann
Neustadt 20. — Kleine Ratenzahlungen.
Frankfurter Hof, Bleuen
(Eingang Marktlanbeu)
Heute Mittwoch, 7. Oktober, im Saal
Abschieds-Abend
aum sofortigen Eintritt gesucht. Mel' düngen mit Lebenslauf und Zeugnissen an Bürgermeisterei Gedern erbeten Äer- gütung wie die im Staatsdienst stehenden Kanzleigehtlsen. Im Gemetndewesen er- fahrene erkalten den Vorzug.
Schluh des Meldetermlns Mittwoch, den 14. Oktober, mittags 12Ubr. waD Hess.BürgermeistereiGedern:Mü!ler.
Qualitäts- Schuhwaren in großer Auswahl für
Straße
HvL 9387a
Gesellschaft
zu niedrigsten Preisen.
Kamelhaar-Schuhe äußerst preiswert.
Schuhhaus Konrad Weidemann
Seltersweg 71 Gießen Seltersweg 71
anerkannte I. Absaat von
Original Pelkuser empfiehlt 9374c Samenhaus
Heinrich Hahn Bahnhofstraße, Telephon 1403 MWW
Lebensmittelgrohhandlung mit aus- gedehntem Kundenkreis Hmstande halber zu verkaufen.
Schriftliche Angebote unter 9366D an den Gießener Anzeiger erbeten.
| HeheiMiskramere >ttM betrieben w Atteilungc' entlvurs. sondern ■unter den Allm
' «allentwur .'n Sache ziemlich.lu illenischen Regiert i zsfentlichung des
Üe Auszüge und in verschiedenen i stimmen mit den scheinen wichtiges brauchen also in


