Für den Büchertisch
Schöne Literatur
Geschichte non .Rüpel Kuckuck" Tkft
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it o 18". (Grechlein & Co.
er aus ae- wertvollen
sondern auch oen oum uu ixi 'ZI
Xroq;! aller Geber lucht. Die Spengler st^t & Berdjajew den AntergangSbrmger m der 3ünh- I das Land
lich verwandt. <---z - - _ ,
den Untergang der Helgen Ku^ir. wobei . ej aber nicht nur beim Sutzeren Geschehen verweilt.
„Der Gras von Mylau" .........
Tiefe mit dem ganzen sittlichen Ernst und der ftaltungsfraft eines wahren Dichters. Der Wolken- wanderer-Derlag in Leipzig Hal dem Derk dos ihm angemessene äußere Gewand gegeben. 1529
Die moderne spanische Literatur macht uns
jung und alt Sonn- und Feiertags hinaus ins Freie. Zu Fuß mit Lautenklang und Gelang wird hinausgeu^indert, Dahn. Rad und Auto ermöglichen. entlegene Gegenden aufzusuchen. Hierbei wird der vorliegende prächtige Biideratta« so recht ein Führer sein. Sr begleitet den Leier von dem Alpengebiet, über die süd- und mitteldeutschen Berggelände in das norddeutsche Flachland. überall da» wechselseitige Durchdringen von Landschaft. Stamm und Geschichte in breiten geograpnllcden Querschnitten in Wort und Bild schildernd 189 vorzügliche Abbildungen zeigen den großen Reichtum des deutschen Landes, seine Sicdelungsf armen, de Schönheit des nach Stämmen verschiedenen Dors- und Hausbaues. 166
Familie Borstig Gin Tier- und Iagd- buch von Wild Hocbgreve. Mit Dilderfchmucl von Paul Haase (Ganzleinen Gm. 6.50. Verlag von S. Haberland in Leipzig-R.1 Beim Lesen di les neuesten Buche» auS der Feder de» bekannten Meister» jagdlicher Schilderungskunst weih man nicht, ob man bei den < ulzückenben Tiergeschichten ober bei den ZagderzLdtungen länger verweilen fall Solche Bücher 'ind jedenfalls danach ango- tmt. auch die Richtiger zu Freunden der Jagd zu machen, weil sie auch ihnen so viel zu sagen, zu geben wissen Der Graubart im Grünrock wird mit Genuß in ihm herumstöbern und der Backsllch wird vor Entzücken auslachen, tneim er etwa die
— Hans Ryn er, ein Franzose, dessen Vater Norweger, dessen Mutter fiatatonierin war, ist bei un« nicht allzu bekannt. Mit Unrecht, seine Raheb Dichtung „Pjychodors Wanderschaft , van Ingermayer mustergültig übertragen, zeigt ihn als starken Dichter und als Philosophen, der mit lächeln« oom Antlitz durch die tolle Dell des Irdischen man- hert, etn Skeptiker schon, ober doch ein flamprrr -Lflen die Dummheit und Kleinheit des Menschen. . Wolkenwanderer Verlag, Leipzig ) 1527
— Von A. M. Renner kennen wir Gedichte von einer seltsamen torischen Zartheit. Hymnen der Liebe getragen von feinstem Ratiirempfmden, sein neuestes Werk „Einer unter Euch", das der Wolkenwonderer-Derlag in Leipzig in Mustergut« tiqer Ausstattung nach einem Entwurf von F. Müller vorlegt, zeigt Renner als Dramatiker, der ein so schwieriges Thema, wie der Judas Verrat mit großer Religiosität und in einer Sprache voll Wucht und Ernst wohl anzupacken weiß. 1531
— Maarten Maartens. GvtteS Rarr. Roman Lernen 7 Gm. Verlag von Albert Langen in Münchcm. — Seitdem Albert Langen die sämtlichen Werke von Maarten Maartens in seinen Verlag übernommen hat. beginnt man in Deutschland er ft. den großen | holländischen Dichter recht zu würdigen England und Amerika wissen ja längst über ihn OMäeib Maarten Maartens, dessen unbestechliche Wahrheitsliebe, dessen hoher, reiner Wille ihn zum Geistesbruder eines andern großen Holländer» Multatuli«. machen, schenkte der Welt in der Gestalt des Elias Lvssell etwas Unerhörtes Ein blinder und tauber Mensch wird bet Mittelpunkt einer weitverzweigten Handlung, die doch nichts weniger als eine Krankheitsge- lchrchte dar stellt. Dieser hvheitSvollen. unvev- geglichen Gestalt, diesem Rarren Gottes, der bi Wahrheit eine» von Gottes liebsten Kindern ist. find zwar die wichtigsten äußeren Sinne genommen. aber dafür ist ihm der unbenannte, der seltenste Sinn, der Sinn des He^ns. rn groß- ran Maste $u eigen Elias erfühlt drr Drnge und Menschen der ilmtoelt. Dor der Älarb^t seines gottmchen Empfindens gibt es kerne Masken. Darum scheiden sich an diesem Rarren die Geister Trotz aNer Schmerzen und Wirrnisse bleibt diese Serie in tiefster, ftrahlmder Ruhe. Wundervoll ist die Deseillchast von Kvvpstad geschildert. Mit unbestechlichen Augen sind alle ihre schwächen und Winkrizüge erschaut. Aber diese Hellen Augen strahlen über einem gütigen Dich- lerherzen. das seine Sonne über Gute und Bose ausgehen läßt, die Sonne der Liebe und des HumvrS. 468
— Franz von Baader, der Münchener Prw fessor der kacholischen Dogmatik um die Wende des 10. Jahrhunderts, ist für die Entwicklung der Philosophie weniger durch eigene Lehren und Forschungen bedeutsam geworden, als durch die vielseitiaen Anregungen, die von ihm namhafte philosophische Systemanker empfangen haben. So ist es ein begrüßenswertes Unterlängen, wenn eine Derösfent- lichung des Leipziger Wolkenwanderer' Berlages, dem wir schon manchen Hinweis auf Persönlichkeiten verdanken, die fern von der breiten Heerstraße Wertvolles schufen, diesen über- aus regen Gedankenaustausch Baaders mit den her, vorragenden Geistern seiner Zeit durch eine Veröffentlichung seines Briefwechsels unter dem Titel. Franz Baader und sein Kreis der unverdienten Vergessenheit entreißt. Wir finden Briefe an F.H. Jakobi. an Schelling, der Baader den Hinweis auf den schlesifchen Mystiker des l7. Jahrhunderts Jakob Böhmer verdankt, an Quftinus Kerner. Darnhagen o. Ense. Schubert. Jung Stillmg und viele andere, Briefe, die einen liefen Einblick in lerne philosophische Arbeit geben und durch den voll- endeten Stil des Schreibers auch dem Laien reichen Genuß bereiten. 1525
ber Verlag W 3 Mörlius. Berlin in guter ileberfetjungen zugänglich. Es liegen vor' Tore M de Pereda» „V e r g szc n e n" und Eoncha Gl Pina ..6 b t>: n t der Mara ga tos", ein Roman aus dem spanischen Hochland, voll tief- I ergreifender Bilder sozialen und nationalen Elends, mit reifer ErzählkunO und starker Kon- zentrationSkrasl geschildert 111 112
— „Talib" nennt P. I. Gernold einen Kreis rnorgenlandilchcr Geschichten nach dem Märchenerzähler. der mit seiner Kunst auch uns phantasielose Abendländer in feinen Bann zieht, ein Born der Weisheit geht aus von diesen alten Maren, eingekleidet in das berückende Gewand des Orients, auf den and) die in der Formgebung wie in her packenden Dramatik des Stoffes gleich interessanten Lithographien Rentings sich wunderbar einstellen. (Verlag Alex. Fischer. Tübingen.) 21
— Karl Hesselbacher: Ein Taus- büch le in Mit Bildern von Gustav Traub. Heilbronn. Verlag von S Salzer. Kart. 1,50 Mk.. geb 2.50 Mk. Leinwand 3 Mk — Ein ganz entzückendes Büchlein für alle Ellern! Man wird selten so etwas ZarteS und Starte» zugleich, eine so innige Dankbarkeit für das Geschenk eines Kindes und einen unverzärtelt geraden Mut zur verantwortlichen Erziehung in eine*1 Sammlung markiger feiner Sinnsprüche finden wie in diesem Büchlein. 492
Kopisch .Die Heinzelmännchen . ein Bilderbuch in 25 farbigen Bildern von Ad. Propp (Vollsverband der Bücherfreunde, Beilin). Wer keimt nicht das launige Gedicht von den Kölner Heinzelmännchen. Hier steht es leibhaftig vor uns. lustig illustriert in bunten, frohen Farben, so recht etwas für unsere Kleinen. 394
Franz von Lobkvwitz: Der geheimnisvolle Schneider. (Verlag Walter Seifert. Stuttgart.) Ein köstliches Märchenbuch, voller Humor und Witz. 281
W. Fischer-Graz: Das Burg-
I kleinod. (Verlag Eugen Salzer. Hellbronn ) 68 Anna Schieber. Die Erfüllung.
(Verlag Eugen Salzer. Heilbronn, s 69
Philosophie.
— Leo p. Meyenburg. ,,D e k Hage
Leipzig.) Einsame Bor- nehmheit vermag die „niebnge Jetztzeit", die schon Nietzsche fast oeryixtfdn ließ, sich vom Leibe zu halten So ist Stephan, der Hagestolz, ein fein- hlütiger Aristokrat, mehr noch Aesthet aus Instinkt unb Europäer. Pikantes Abenteuer lockt in Dora. ->lber der gepflegte Geschmack des Patriziers negiert ihre mondäne Kulturlosigkeit. Seine idealistische Sehnsucht will den europäischen Gegensatz über, winden, der den Sprößling tragischer Doppelkuttur lahmt 3n Louisens 'ranzolisch-zierlicher Anmut glaubt er sich geborgen. Doch die natürlichen Grenzen ihrer romanischen Kosse, ihr nur weiblicher aauber enttäuschen feinen romantischen Geist: für ihn find Unendlichkeit unb Tiefe no^oendige Lebens- bebiraungen. Das aber ruht m Elarrfsc. m ihrer jade*, betten Snnerstchkrit unb mystischen Treue
— Rothenburg, do » Sauber t al mit Wertheim unb Dinkelsbühl. (Verlag Bonitas-Bauer. Inhaber Adolf Dröß- ler, Wurzburg.) Die Pracht unb Schönheit mittelalterlicher Kunst, die in Rothenburg erhalten blieb, lockc alljährlich Xautenbe von Fremden in dieses märchenschöne Städtchen Wie Rothenburg. so bieten viele andere Orte im Taubertal. ganz besonders Wertheim, eine Fülle altfränkischer Stadtbaukunst Richt minder reizvoll wie Rothenburg unb Wertheim ist das Städtchen Dinkelsbühl Möge diele Sammlung schöner Bilder fränkischer Städtchen zu einem Besuch der berühmten Orte aneifern. 241
Paul Kammerer Reuvererbung. (Verlag Walter Seifert in Heilbronn.) Da« Problem der Vererbung erworbener Eigenschaften, erbliche Belüftung und erbliche Entlastung behandelt der Verfasser an Hand reichen Abbildungsmaterial» in positivem Sinne. Ein auch dem Laien verständliches Werk, dessen Schlülle von eminenter Allgemeinbedeutung sind. 2ZZ
Wirtschaft.
In Subskriptionslieferungen gibt ter rührige Tübinger Verlag 3- <k. B. Mohr «Paul Liebeck) ein Handbuch der Fin an zw i s f e n s ch a ft heraus, da» nach dem Plan ein beispiellos umfassendes Kompendium des gewaltigen Stoffgebiete» auS der Feder erster Autoritäten darstellen wird SS liegen vor die ersten drei Lieferungen zum Preise von je 2 Mark. Die Herausgabe besorgen Wilh. Gerlofs und Franz Meisel, al» Mitarbeiter sind u. a. gewonnen Staatssekretär i Popih. der Vater der neuen Steuergesetze, der berühmte Wiener Finanzmann, ehemals österreichischer Finanzminister Alexander von Spitzmüller, Präsident Jahn vom Münchener statistischen Landcsamt. der ehemalige Württembergs chc- Finanzminister Pistorin» und eine Reihe Professoren deutscher unb ausländischer Hochschulen. Wie jedes -derartige Werk verbindet auch dieses die Vorteile genauester Sachkunde jedes einzelnen Beitrages mit dem Mangel einer großen einheitlichen Linie Es ist kein Werk aus einem Guß. kann eS nicht fein, bietet aber für jedes einzelne Gebiet sorgfältigste Spezialistenarbeit. 427
— Das Recht der Miet- und Wvh- nungs-ZwangSwirtschaft. Gesamtdarstellung de» heutigen Miet- und Wohnungsrechts (Mietzins, HauSzinSsteuer. Kündigung. Rationierung) nach dem Stande vom Dezember 1924 ddu Rechtsanwalt Vrumdh, Stabtrat z D. 3nbuftricberlag Spaeth & Linde. Fachbuchhandlung für Rechts- und Steuerliteratur. Berlin W 10 Die erste Sammeldarstellung deS preußischen Wohnungsnotrechts. zusammengedrängt auf I wenig mehr als 100 Seiten. Was bisher in I den Kommentaren zu den verschiedenen Einzel- gesehen zerstreut war, ist jetzt zu einer ineinander^ greifenden lleberfid)! zusammengesaßt. So ge- I winnt man mühelos die Kenntnis des Inhalts der verschiedenen Gesetze und Verordnungen unb der (Zusammenhänge zwischen ihnen. Die einschlägigen vier Reichsgesetze (Reichsmieten-, Mieterschutz-. Wohnungsmangelgesetz und der fragliche Teil der Dritten Steuer-Rot-DO.) sind in der durch die entsprechenden preußischen 2lu«- sührungSbcstimmungen gewonnenen Gestalt be- hqndell, so daß daS tatsächlich gültige Recht lückenlos erscheint 3*
Verschiedenes.
— Ein alter treuer Freund des deutschen Bauern- und Bürgerhauses pocht wieder an die Haustüren landauf, landab. Sr trägt ein altmodisch Röcklein, aber das ist halt heute be- I sonders begehrt. Man guckt sich ja dce Augen aus nach den Leuten im Biedermeierrock. Und dieser I Freund trägt sogar noch den Dreispitz aus llr- I grohvä tertagen Aber er redet doch, wie man heutzutage redet, und ei weih, wie einer, wo die I Leute von .Heutzutage" der Schuh drückt. Wenn er auch auf dem Stelzfuß durch die Heimat hinkt, kommt er doch rascher vorwärts al6 mancher, der mit dem Auto fährt, und seine Augen 'eben auf dem Wanderweg viel mehr, als die Augen, die I au» den Schnellzügen gucken. Drum hört man ihm gern zu, wo er Einkehr hält, der — alte, treue, biebere .Hinkende Bote" aus Lahr. (Verlag Moritz Schauenburg. Lahr. 0,50 Mk ) Er gehört noch zu den Leuten, die von der Leder weg reden, frei und front wie sie es für rech! hallen, niemand zu lieb und niemand zu leid. Unb so toeifj er von den . Beit begebenbeiten“ zu plaudern in heiliger deutscher Leidenschaft unb in überlegenem Humor trotz all des Trüben, das er zu be- richten hat. Unb wer ihm zuhört. bem wird fein Herz warm werden. Und der Hinkende schmmmett artig, toenn er sehen darf, wie seine alte» Freunde ihm die Hand brürfen .Brav gemacht.»“ unb wie bie Reugewonnenen ihm ) um den: „2Lif Wiedersehen im nächsten Jährt“ Er verdient«, daß man ihm bie Tür öffnet Mit ihn» geht et* ©türf von dem guten, alten, deutschen Geih der Redlichkeit und Treue ins Hans, unb das
I kann »fder deutsches Haus doanchen W
feit dem Tage frühester Jugend. Erhabenster Aus druck germanischen Wesens h sie em Gleichnis der gemeinsamen heimatlichen Landschaft, des Elsaß. Di, Ironie de, Lebens bleibt dem ewig Zögernden und Zwiespältigen nicht eripart. Elarissr bat sich hem Strom des Lebens bereits angeschlossen. Der Wissende, der die «Grundsätze in sich überwunden bat vereint Leden und Geist in der verstehenden Haltung des Künstlers. 4to
Dominik: Atlantis, die Geich chtr des sechsten Erdteils, ein Zukunftsroman von brr TücntK' des zweiten Jahrtausends, ba» d e Völker in drei großen Machtgruppen im Kampfe liebt. Der neue Dominik gibt seinen Vorgängern an Spannung nschts nach (Verlag Ernst Keils Rächt Aug Scherl. Leipzig ) 486
Felir Hollä nder Der Demütige unb di e Sängerin (Verlag Ullstein. Berlin! Ein spannender UnterhaltungSroman aus dem Theaterleben, nicht ohne literarisch? Qualitäten
lation. während jener aber im Bolschewismus den Ke cm der Zukunft wähnt. legt Berdjajew bie Verwandtschaft von Zivilisation und Bolschewismus har in ihrem gemeinsamen Grunde, dem materialistischen Wunsche, das Leben möglichst I zu beherrschen unb möglichst herrlich zu gestalten. was Paradorerweste zum Gegenteil des Erstrebten, -um Tode führt. Der rechte Weg auch zum irdisch rechten Leben ist für Berdjajew I die christliche Religion, deren Wahrheiten er erlebt und die in feinem Munde wunderbar überzeugen. (Otto Reichl, Verlag. Darmstadts
Menschen. Völker und Zeiten in Einzeldarstellungen nenn: sich eine Sammlung wertvoller kulturgeschichtlicher Monographien des Verlages Karl König 'Dien l. Fischerstiege 6). die Mar Kemmerich herausgibt. Ricarda HuchS ..Stein" wurde hier bereit» besprochen, Thassilo I von Schellers ..Homer und seine Zeit" I ist nicht minder wertvoll wegen der sorgfältigen Begründung des Gesagten nicht minder als wegen der ausgezeichneten Diktion des Verfassers. Die Wurzeln abendländischer Kultur an Hand von Zitas imb Oblüfcc unter Berücksichtigung bet Ausgrabungen unb archäologischen Funde werden ausgezeigt und ein interessantes, farbenprächtiges Gemälde ber Homerischen Epoche dargestellt. 171 I
;3m Verlag von Lhr Kaiser in Mün» chen wird demnächst der 1 Band eines bedeut- I famen Gei.iesdoku'nentS der Wellgeschichte er- scheinen, das zur Zeit in der ganzen Well nur noch antiquarisch und sehr selten zu haben ist. nämlich Calvins ausgewählte Werke in einer wissenschaftlichen Studienausgabe in der I Originalsprache (lateinifd) und altsranzölifch) Für
I tic ganze gelehrte Welt ist dieses Werk schon I I lange notwendig, sie wird mit großem Interesse I das Erscheinen begrüßen, zumal bie Ramen der I Herausgeber und Mitarbeiter, namhafte Schweizer I Theologen, für die Qualität der Ausgabe bürgen. Tas Werk ist in fünf Bänden vorgesehen, zum SubkriptionspreiS von 12 Mark für den Ganz- leincnband Band 1 mit den frühen Schriften des Reformators soll schon im Herbst erscheinen.
Reben dem großen diplomatischen Aktenwerk des Auswärtigen Amtes, dessen Herausgabe in der Hand dec Deutschen Verlag- - | an ß alt für Politik unb Geschichte in Berlin liegt, erlchrinen im gleichen Verlag auch zahlleiche .wertvolle kleine Monographien zur Vorgeschichte deS WellkriegeS, unter denen mir als eine der letzten Ritter: BiSmarck« Verhältnis zu England hervorheben.
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Aus dem Reiche der Kunst.-
— Felir Emmel, ..D a s ekstatische Theater" (Kampmann und Schnabel. Prien). Das Buch, in einem hervorragend guten Gewände, ist geschrieben „wider den Naturalismus, wider das Theater des psychologischen Scheins, wider die I analytische Menschenoarstellung". Es ist m«t heißem Blut geschaffen und nimmt mit großer Kraft und viel I innerer Spannung starke Angriffe gegen seinen Widerpart. Es predigt eindringlichst die Abkehr von der Neroenkunst und die Heimkehr zur Kunst der Ekstase des Blutes. Es ist zukunftsgläubig und reich an Wollen. Es setzt sich mit allem, was zum Theater gehört, auseinander. Dor allem gilt seine Liebe dem lebendigen Theater des Heute. Der Schauspieler und der Regifieur stehen im Strahlen« regel seines Lichtes. Eine Kampfschrift ist es. die
I nur zwei Fehler hat: Erstens, daß sie erst 1924 erschienen ist, unb zweitens, daß sie ntcht 1914 er- schienen ist — und selbst da wäre schon tachafte« Geschehen ihm voraus gewesen. Den führenden Köpfen und Bühnen kann es nichts mehr sein: auch der Provinz wird es nicht mehr umstürzend er« scheinen — vielleicht neu oder etwas modern . .
Die alte Reichsstadt Frankfurt in Geschichte. Sage unb Bill), ba« ist ba« umfangreichste Programm des Frankfurter Verlage« Englert & Echloller, helfen neueste« Werk als Band VII I der „Frankfurter Lebensbilder" Goethes Lili gewidmet ist. .Die Briefe der Elfe von Türckheim" Hal John Rie« in einem prächtig auigeftatteten. auch drucktechnisch geschmackvollen Bande zusammengestellt unb mit einer aufschlußreichen Einleitung versehen. Eine Reche auf Lili sich beziehende Reprobuktwnen hnh bem Banbe betgegeben ßiteranfd) dürfen w'r nicht viel Aufschlußreiche« au« dieser, nnmerhtn umfangreichen Korrespondenz erwarten. Mtch zettgeschichtlich bieten sie wenig, e« find metft reine Familienbriese die Lili« Persönlichkeit m ihrer Ursprünglichkeit unb Schlichtheit aus« beste charakterisieren. 3n diesem Sinne sind sie e ne wertvolle Bereicherung unserer Literatur 118
Professor O. von Gunther: Schil- lerin der Karlsschule (VolkSverbanb der Bücherfreund Berlin) Der Leiter des Mar- bacher Schillemationalmufeum« gibt hier au« ac- nancfler Kenntni« der Quellen einen wertvollen Beitrag zur Zugendqeschichte Schillers. DaS Buch ist ol« TDerbegabz be* VolkSverbande« in ausgezeichneter Ausstattung erschienen. 292
Der Berliner Provhyläen-Verlag gibt neben den bekannten Werken der Weltliteratur in gleich gediegener unb geschmackvoller Ausstattung eine neue. preiSweile Reihe heraus: .Das kle ine Prvphläenbuch". von der uns vvrliegen Eervantes: Drei Rovellen, prächtige, wohlausgefeilte Kostproben des Don Qu-chotte- dichters. und Jacob: Verse der L ebenden, eine Anthologie modernster Lyrik, die viel Wertvolles bringt, in der Auswahl naturgemäß stark persönlich eingestellt ist. 51 S2
Fritz Adler: Waldemar DonselS. sein Weltbild unb seine ®c ft alt en (Rütten Corning. Frankfurt a. M) Das kluge, kritifch abwägende Buch wirb viel zu einer ruht- geren W'urtrilung der Dichtergestalt Domels DCttrqqen “*20
Im Ran-en bei Diotimaklasfiker" des Stuttgarter Tk-läge« Wolter Haebecke sinb nun auch Lichtenberg« Werke in einem stattlichen Bande erschienen Dr R. K. Goldfchmit hat !ie N"' einer aukge»eicbneten biographischen Snzzr und dan'en«»werten Anmerkungen pcrfch^n. Io des großen Spötter« unvergleichltch!? Sa- nren -nd köstliche Bosheiten jetzt jedem zugänglich lind , _ .. ,al4®
Der unsterbliche'^ Wolidebrcker B^ten samt- llch7 Werke bat der Lichtenstein Verlag in Weimar uns in einer reizend auSgeftattetcn Au-gabe neu bescheert. 3m alten, trauten De- wanke erscheinen bie Lieber. Aphorismen und Briefe des Mathias Elaudius, pietätvoll die alte Ordnung beinhalten in ihrem scheinbar 'n willkürlichem Durcheinander den Menschen Dlaudius uns schenkend in feinem Werk. Dr. Brunn Adler hat ein schöne«, zum Dichter führende« Rachwort geschrieben. 230
— Für die Geschichte des französischen 3mpreh fionismus von größter Bedeutung sind zwei Bücher von Ambroife Dolland über Degas und Renoir. Die Auszeichnungen Bollands führen in die Werkstatt der „6cole des Battignoles“ und geben durch ihre Urfprüngltdjfeit wertvolle Aufichlüfie über Charakter und Schaffen der beiden Künstler, besser als es ein kunsthistorisches Kompendium könnte. Außerordentlich farbig und unterhaltsam find diese Gespräche hingeworsen, sie fügen sich damit wundervoll der Kunst dieser beiden. Originell und bizarr wie seine Bilder ist auch Degas im Verkehr mit seinen Modellen, seinen Freunden, den Kunsthändlern und nicht zuletzt mit seiner alten | Wirtschafterm Jos. Anders Renoir, der Maler der ! schonen Pariserin, der liebenswürdtge Causeur, der l über die Kunst etwas zu sagen weiß. — Aus« ^.o ______ gezeichneter Lichtdruck in verschwenderischer Fülle
— Eine wertvolle Einführung 'n die Philosophie machen beide Bücher begehrenswe« >eden von G o e t he s Faust gibt Professor R. von Aster Kunstfreund (Verlag Bruno Cassirer, Berlin ® 35.) in einem Bändchen der „Philosophifchen Reihe"
be* Münä>ener Verlages Rösl & Cie 45 — Der Tübinger Berlag Alexander Fischer führt
aTT a A Wanderer irn zielbewußt und erfolgreich die sich gestellte Aufgabe
.. ~ a"s sE " b " ch' a n o hur* an Hand von wertvollen, reich ausgestatteten
ZW^MWUWWM ist ein Gemeinfcnnes. das sie verbindet das sie I °b,^iL ^um gibt wertvolle selbst im Augenblick der unbannherzigen Ircnnunq Mittelalte . b ,um qrofc^
wieder und auf ewig miteinander vereint: drei von Ftngerzeige für d'e Wanderung °gro^m feine unbewußte, aber in allen lebendig wirkende Teil unbekannte.aber ^ß^in^essane
Wille der Natur. Aus ihren Tiefen leuchtet m dem kennw^s ichwabücher B'idnere. autzerft 'nterepame Werte der Schimmer der Erkenntnis auf. wie die Kunftschatze.
Lebenswanderer aus dem Ungewußten sich in ein (DAtllT lltlh
ffiiffen eniporringen werden, das sich heute bereits JlUllir UHU X-vU/Hin«
ihrer Sehnsucht verkündet. 480 6tn Büchlein aus der Feder be»
Politik und Geschichte.
Säää« .«sSsg aewandten und unbelehrbaren Emigrantentums, wie Ratzel fribft in fernem ^rwort die Auf- L- er feinet Wortes würdigt. Sein Werk ist gäbe be« Bu^err^umreihL. Lcchel seLst 'st em ben fllei^n DorauSf?dungen wie daS Künstler der «-f^ng, ^d »ern Duchr«<h
S^nal^fche S-b^ren: e« ist ihm bar um äußer- Anregungen und Hmwellen für die rechte Aatur- Gleich Spengler behandelt es I betrachtung. . ,
- - - - • 3 I — Da« schone Dorf tit deutschen
SL, fitAi Wie Sexualer siebt I & Meyer in Untere ©ener^wn bat
neu entdeckt. 3n steigendem Maße zteht
— Die Tragödie des männlichen Lcebeserleb- nisses gestaltet Curt M o r e ck in seiner Legende Mylau" in ihrer ganzen Ernst und der Ge«


