lind ihnen die allgemeinen Gesundheits- und Verhaltungsmaßregeln für das Dadengehen einzuscharfen, z. D. sind sie vor zu langem Derweilen im Wasser dringlichst zu warnen, auch vor dem Baden mit nüchternem oder vollem Magen und dem Springen in daS Wasser mit erhitztem Körper.
Wirtschaft.
Die Reichsbank Ende August.
Dach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. August 1925 sind während der Llltimowoche an Banknoten 302,3, an Rentenbankscheinen 205,6 Mill, neu in den Verkehr abgeflossen. Der Um* lauf an Deichsbanknoten erhöhte sich demgemäß von 2292,3 auf 2594,6, der Umlauf an Renten* bankscheinen von 1508,6 auf 1714,2 Mill. Der Bestand der Reichsbant an diesen Scheinen verminderte sich dementsprechend von 327,2 auf 121,6 Mill. Der gesamte Zahlungsmittelumlaus in Deutschland stellt sich unter Einbeziehung von etwa 183 Mill. Privatbanknoten und 508,6 Mill. Scheidemünzen auf etwa 5000 Mill. Rm., d. h. auf etwa 90 Mill, mehr als am 31. Juli 1925.
Die fremden Gelder der Bank verminderten sich in der Berichtswoche um 275,8 auf 701,0 Rm.
Die gesamte Kapitalanlage stieg um 215,4 auf 2000 Mill, (gegen 2051,2 Mill, am 31. 7.), und zwar erhöhte sich die Lombardanlage um 16,6 auf 33 Mil!, und der Wechselbestand um 198,8 auf 1765 Mill, Der Gesamtbetrag der Rediskonten hat sich um 1 Mill, auf 490 Mill, erhöht. — Das Darlehn bei der Rentenbank ist gänzlich getilgt.
Die Bestände an Gold und dcckunasiähigen Devisen erhöhten sich um 0,2 auf 1495^8 Mill., und zwar entfallen aus Gold 1138,4 Mill, und auf deckungsfähige Devisen 357.4 Mill. Die Golddeckung der Roten ging von *-9,6 auf 43.9 Proz. öie Deckung durch Gold und deckungsfähige Devisen von 65.2 auf 57 7 Proz. zurück. Am 31. Juli betrug die Golddeckung der Roten 43.6. die Deckung durch Gold und deckungsfahiae Devisen 58,2 Prozent.
Die Bestände an Scheidemünzen haben sich um 3 Mill, auf 66,6 Mill, verringert frankfurter Dörse.
(Eigener Drahtöerichl des „Gießener Anzeigers".)
F r a n k f u r t. 5. Sept. Tendenz: Befestigt. — 3m freien Verkehr der heutigen Samstag-Börse setzte sich die gestern hervorgetretene D e r st i m * mung stärker fort. Bei unsicherer Haltung machte sich auf fast allen Gebieten 'Äbgabebedürf- nis bemerkbar. Vas einen leichten Kvrsdruck zur Folge hatte. Die innere Festigkeit der Börse kam ledoch bald wieder zum Durchbruch, da gute Kaufaufträge bekannt touriben und schließlich auch von feiten b-'r Spekulation Wochen- schlußdeclungen vorgenommen wurden Die in Genf beschlossene Räumung Oer Kölner Zone bot etwas Anregung und gestaltete das Geschäft zunächst etwas lebhafter. Die Kurse konnten infolgedessen über das Ri- veau der gestrigen Abendbörse hinausgehen. Der Montanmarkt lag nicht einheitlich; oberschlesische Werte kamen nicht ins Geschäft. EHern i s ch e Werte hatten zumeist gehaltene Kurse, mit Ausnahme von Holzverkohlung die um weitere 2x/e Prozent schwächer wurde». Elektro- werte lagen behauptet, nur Schuckert waren niedriger. Schiffahrtswerte waren ansehnlich befestigt. Auto- und Terrain- Aktien zogen weiter an. Maschiuenaktien waren wenig verändert. Karlsruher Maschinen minus 0,5. Am heimischen Anleihemärkte war die Stimmung gleichfalls gebessert. Ausländische Renten lagen kaum .verändert. Der Freiverkehr war sehr still. Api 0,175. Beckerkohle 4, Benz 515 Prozent, t Brown-Broveri 57,5 Prozent, Growqg 62 Prozent, Hansa-Bank 100, Kreichgauer 15^ Krügers- 1 hall 102 Proz.. Kunstseide 230. Petroleum 71, llfa 67 Prozent. Unterlaufen 49,5 Prozent. Im ' weileren Der.aufe blieb öie OrunDiiinunung ziemlich fest. Kursveränderungen von Belang zeigten sich nur noch vereinzelt DaS Geschäft wurde ungewöhnlich ruhig. 3m Devisenverkehr lag auf englische Pfund gegen Kabel Reuyork mit 4,85 etwas fester. Paris stellte sich gegen London auf 103,40, gegen Kabel anf 21,30. Mailand war gegen London weiter .gebessert mit 120,50. Der Geldmarkt lag weiter leicht, Monatsgeld 10 bis 11 Prozent.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Siebener Anzeigers".)
Berlin, 5. Sept. Die Schwierigkeiten im Sichel-Konzern haben der Börse erneut gezeigt, daß der Neinigungsprozeh innerhalb der deutschen Wirtschaft mit der Erledigung der Siin- nes-Liguidationen durchaus nicht beendet ist; auch die große Anzahl jetzt veröffentlichter Gefchäftsauf. fichten und Konkurse im Monat August beutet darauf hin. Da die Börse am Wochenschluß sich von neuen Engagements zurückhält, hielt sich das Kurs- nioeaii etwa auf der Höhe der schwächeren gestrigen Schlußnotierungen. Für die Gesamtlage der Börse kann cs nur als ein gesundes Zeichen betrachtet werden, daß die Spekulation nach den Steigerungen heute Realisationen vornimmt, damit die Befestigung der Kurse sich in ruhigen und normalen Bahnen vollzieht. Trotz des l u ft l o f-e n Beginnes der heutigen Börse, die fett langer Zeit zum ersten Male wieder am Samstag abgehalten wird, konnten einige Spezialwerte größerem Interesse begegnen, so namentlich am Schiff- fahrtsmarke Norddeutscher Lloyd und chapag im Zusammenhang mit den gestern aufgetauchttu Gerüchten über neue Entschädigungsoerhandlungen mit Amerika. Auch heimische Anleihen, na- incntlich Kriegsanleihen, befestigten sich nach mattem Beginn, da später an diesem Markte größere Kauf- austräge zur Ausführung gelangten. Die Geldmarktlage erfuhr keine Deränderung und blieb wie bisher leicht. Tägliches Geld 8 bis 10 Prozent, Monatsgeld 10 bis 1t Prozent. Am Devisen markt halte das englische Pfund nach der kürzlichen Abschwächung, die auf den Seemannsstreik zurückzuführen ist, eine geringfügige Besserung zu 'verzeichnen: es stellte sich gegen Kabel Reuyork auf 4,8496. Auch die italienische Lira war im Zusammenhang mit den Stützungsmaßnahmen der italie- nischen Regierung weiter erheblich gebessert. Mailand gegen London 120,50. Nordische Devisen zogen gleichfalls an. Oslo stellte sich gegen London auf 22,69, Kopenhagen gegen London auf 19,231. Die deutsche Reichsmark notierte in London 20,37, Paris 5,07i, Amsterdam 59,12.
Lerliuar tpro-'uLrr.cotfe.
Berlin, 5. Sept. Dio Haltung des Ge* tceidemcuckteS war heute schwach. Man führt dies auf schwächere amerikanische Notierungen und htebefonbeve awf den dringenden Geldbedarf der
Frankfurt a.M.
Berlin
Datum:
Buntes Allerlei
Landwirtschaft, der diese zu jedem noch annehmbaren Preise zum Berkaus zwinge, zurück. Es notierten: Weizen, märt 218 bis 224, dv. Sept. 241, do. Oft. 245,50 bis 247, do. Dez. 253, Roggen, märt 167 bis 175, do. Sept. 186 bis 188, do. Oft 193 bis 193,50, do. Dez. 194,75, Gerste mark. 215 bis 247, Futtergerste 180 bis 185, Hafer, märt 179 bis 187, do. Dez. 189,50, Mais (loko Berlin) 214 bis 218, Raps 355 bis 360 per 1000 Kg.: Weizenmehl 31 bis 34,25, Roggenmehl 24,75 bis 26,75, Weizenkleie 12,40, Roggenkleie 11,80, Dik- toriaerbsen 27 bis 32, Futteverbsen 20 bis 24, Wicken 25 bis 28, Lupinen, blau 12,75 bis 14, Rapskuchen 16 bis 16,30, Leinkuchen 22,50 bis 22,80, Trockenschnitzel 12. Torfmelasse 8,90. Zucker 21 per 100 Kilo.
Börsenkurse.
5% Deutsche Reichsanleibe • 4% Deutsche Reich?an!eihe . 3'/i% Deutsche RcichSanleihe 3% Deutsche Rcichsanleihe . Deutsche Sparprämicnanleihe 4°/0 Preußische Konsolß . . . 4% Hellen . 3’/»% Hellen 3°/0 Hellen
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt <l M. (In SüUoner. Start auSFCbrräfL BuenoL-ÄireS. London, Wen.
Telegraphische Auszahlung.
______________(Ohne Gewahr.)
4% Zolltürken I 5% Goldmerikaner |
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank .Tarmft. und Nationalbank . Deutsche Baitk.........
Deutsche DereinSbank ... DiSeonto Commandit . . . Metallbank...........
Mitteldeutsche Kreditbank. . Oesterrcichischc Creditcmftalt. Wesibank ..........
Bochumer Guß .......
Buderus...........
Caro . Deuti'ch-Luxembnra Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau......
staliwerte Aschersleben.... Kaliwerk Wcllercgetn Laurahntte Oberdedarf
:::::::
Ricbeck Montan TellnS Bergbau Hamburg^Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . ...
Cberamische Werke 8(bat . . I SemcntJucrF Heidelberg . . I Pblltpp Holzmann | Ang! o-Com.-Guano . ... Badische Anilin Chemische Mahrr Alavm . . Goldschmidt . . . ... . .
•Sn'cs. clmer Electron ....
Hemster Farbwerke Holzverkohlung . Riitgcrswerke Lchcidcanstalt .
Allci. ElektrizttätS-Gefellschast Bergmann Mainkraftwucke Schuckert .. .........
Siemens L HalSke .....
Adlerwerke Slever ...... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt.........
Meguin.............
Motorenwerke Mannheim . frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Mctallgcsell'chaft Frankfurt. Pet. Union Schuhfabrik Herz ..... Sichel............' .
Zellston Waldhof.......
Rura odrle
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Berlin, 5. Septbr.
Geld
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Dänische Note«........
Englische Noten........
Französische Noten......
Holländische Noten......
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Dutt sch-Oellerr.,ä iw Ärenett
Rumänische Noten . . . . ”
Schwedische Noten......
Schwerer Noten.......
Sdanllche Roten.......
Tschechoslowakische Noten . .
Nngarnche Noten.......
4.196 18,58
105.24 -'0.315 "Sa
90.26 59,00
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12.39' 5.845
4.216 18,68 tto.76
160.32
SS 59,80
113.88 81,35 59.80
12,452 5.885
Die Genfer Alkoholkonferenz.
Die internationale Konferenz zum Kampfe gegen den Alkohol nahm in ihrer Schlußsitzung drei Entschließungen an. Für die Kolonien wird ein allgemeines Berbot gebrannter Getränke gefordert. 3n der Schmuggelfrage werden wichtige Bestimmungen vorgeschlagen, durch die auf Grund einer internationalen Vereinbarung der Schmuggel von Alkohol eingedämmt werden soll. In bezug auf etwaige Konflikte zwischen alkoholausführenden Ländern und Staaten mit strenger Alkoholgesetzgebung stellte der Kongreß den Gimndsah auf. daß jeder Staat das Recht hat, jede Maßnahme nn Interesse der Hygiene zu treffen, ohne Repressalien anderer Staaten befürchten zu müssen. Den Antialkoholstaaten wird die Förderung der Herstellung alkoholfreier Fruchtprodukte vvrgeschlagen. Der Frage der al-
Turnen, Sport und Spiel.
Der deutsche Marathonlauf Hallc-Leipzeig. — Der erste Kaiupstao um die deutsche Zehnkampfmcrstcrschaft. — Adac-Reichs- und Alpcnfahrt. — Frankfurter Rudersport.
Der deutsche Marathonlauf.
Der deutsche Marathonlauf, der am Sonntag auf der Strecke Halle—Leizig ausgetragen wurde, wurde von Hempel- S.C. Charlotten- bürg in der Zeit von 2 Stunden 48 Minuten 251/? Sekunden gewonnen. Den letzten Kilometer legte Hempel barfuß laufend zurück.
Die deutsche gehnkampsmeisterschast.
vo. Am ersten Tage der Kämpfe um die Deutsche Zehnkampfmeisterschaft kamen die erften fünf Wettbewerbe bei allerdings ungünstigem Wetter zum Austrag, die bereits interessanten Sport boten. Leider ist der sehr aussichtsreiche Bewerbet Koepke- Stettin dem Start fern* geblieben. Die meisten Punkte konnte von den ausgetragenen Kämpfen — es waren dies 100* Meter-Laufen. Weitsprung, Hochsprung. Kugelstoßen und 400-Meter-Lausen — her Berliner Holz auf sich vereinigen. Auch den zweiten Platz gewann ein Berliner. Nachstehend die Ergebnisse:
100-Meter-Lauf: Kugel-Berlin 11,3.
Weitsprung: Holz. S. d. Brandenburg-Berlin 6,72 Meter.
Ruch die drei nächsten blieben nicht weit hinter dem Sieger zurück. Sie konnten alle über 6,50 Meter erreichen.
Kugelstoßen: Brechenmacher-München 13,34 Meter.
Hochsprung: Schnurr. Atvs-Derlin-Steglitz, 1,68* j Meter.
400-Meter-Laus: Holz, S.C. Brandenburg- Berlin, 55,1.
Die bisherige Gesamtwertung ergibt folgendes Bild:
1 Holz, S. C. Brandenburg-Berlin 331 P., 2. Schnurr, Atos-Berlin-Steglih 322 Punkte, 3. Brechenmacher- München 302 Punkte, 4. Boß- Hamburger Sportverein 300 Punkte, 5. Leppke. Sv. Siemens-Berlin, 292 Punkte.
Lüddeutschland
schlägt Westdeutschland 7:2.
Frankfurt a. M., 6. Sept. Süddeutsch- fanb£ Beste, die Nürnberg-Fürther Kombination, verstärkt durch Ertl und Kutterer, beide München, hat nach der katastrophalen Riederlage seinen Ruf rehabilitiert. 7:2 schlug der Süden den Westen. Bei den Süddeutschen war kein schwacher Punkt, besonders erfreut waren die 10 000 Gekommenen an dem vorzüglichen Spiel der Fürther Stürmerreihe, der man die wenigsten Chancen zugerechnet hatte. Eckenverhältnis
Reichs- und AlpenfahrL 1925.
do. Zeichnete sich bereits die erste Etappe der Reichs- und Alpensahrt des ADAC, durch igute Straßenverhältnisse aus, so tonnten die Teilnehmer auch am zweiten Tage mit dem Zustande der Straßen recht zufrieden sein. Aber
nicht alle Teilnehmer setzten die Fak)'i fori Teils Ventilbrüche, teils andere Gründe oer- anlaßlen sie. aus dem Wettbewerbe auszuichei» den. So traten insgesamt noch 130 Fahrer die zweite Tagesetappe über 391 Kilometer an. Von Augsburg ging die Fahrt über das Lcchsrlb nach Landsberg-Garmifch-Partenkirchen—Mittenwald — Kochelsee — Tölz — Traunstein Vod Reichenhall—Weißbach nach Zell am See. Bereits gegen 3 Uhr konnte der erste Fahrer das Ziel erreichen, dem in schneller Rechmfolge die anderen Teilnehmer folgten.
Der Grotze Preis von Monza.
Rom, 6. Sept. (WB.) Den großen Preis im Automobilrennen von Monza gewann Drillt p e r i auf Alfa Romeo. Zweiter wurde Campari auf Alfa Romeo.
6. Frankfurter HerbftrLgatta.
Frankfurt a. M . 6. Sept. ($11. i Unter den denkbax schlechtesten Witterungsverhältnissen kam heute vor einer zahlreichen Zuschauermenge die 6. Frankfurter Herbstregatta zum Austrag. Paul Brühl vom Frankfurter Ruderverein sicherte den Mainpokal, der Kasteller Ruder- verein gewann den Herausforderungspreis deS „F.-N." Sportes. Den spannendsten Kampf lieferten sich im Iugend-Gig-Achter die Frankfurter Germania und der Offenbacher Ruderverein ..Undine", den die Germania mit einer viertel Länge an sich reißen konnte
Frankfurt a. M. 6. Sept. (TU.) Unter strömenden Regen kam heute der O st h a f e n - Achter der Stadt Frankfurt am Main zum Austrag Die Frankfurter Rudergeselllchaft „Borussia" war der glücklich' Gewinner des von der Stadt Frankfurt gestifteten Wanderpreises in der Zeit von 6.21. während die übrigen Boote von der Frankfurter Rudergesellschaft „Amicitia" und der Frankfurter „Undine" aufgaben.
Schachturnier
in Bad-Münster am Stein.
Das Schachturnier um die Rheinmeisterschaft vom 6. bis 13. September in Bad Münster am Stein wurde am Samstag durch eine Begrüßungsfeier eröffnet. Dr. Hügel, der Vorsitzende des Schachllvbs in Bad Münster hieß Die zahlreich Erfch enenen w'.lltommcn und dam-.e dcn Teilnehmern Hevhaidt-Saarbcücten, Weißzerber, Schleißner-Ludwigshafen, Ruchti- Bahern, Orbach-Frankfurt a. M. Dleutgen- Mainz, Kemper-Wesel, Brech-Aachen. Härtel, Schapirv-Köln uni) Werner-Mannheim. — In der Morgenrunde gewann Ruchti gegen Werner. In der zweiten Runde gewann Brech gegen Ruchti, Orbach gegen Werner, Gebhardt gegen Schleißner, Weißgerber gegen Härtel, während die übrigen Partien in der Morgenrunde abgebrochen werden mußten.
.koholfreien Verwertung der Trauben soll jede Aufmerksamkeit geschenkt werden. Schließlich beschloß dev Kongreß, sich an den Dölkerbundsrat mit der Bitte zu wenden, daß sich der Völkerbund mit der Alkoholfrage ebenso befassen soll wie mit der Öpiumfrage.
Seltsame Geschichte eine- DUdes.
Der Leiter der staatlichen Restaurierungsstelle in Moskau, Prof. G r a 6 a r, entdeckte in Rischnij-Taglisk im Urgl ein Gemälde, das er als Original von Raffaels „M a - donna bei Popolo" bezeichnet. Die Unterschrift des Bildnisses zeigt nach der Feststellung Grabars die Handschrift Raffaels. Das Bild, das aus dem Jahre 1509 stammt, befand sich im 19. Jahrhundert in der Demisossschen Fabrik in Rischnij-Taglisk. Im Jahre 1840 war das Bild im Besitze einer Geliebten Rikolaus' !., welche wegen Untreue von dem Zaren nach Rischnij- Taglisk verbannt worden war. Das Bild befindet fich in gutem Zustand.
600000 faulige Eier.
Sine tragikomische Geschichte ist in Ranking aus dem Boykott der Kulis gegen englische Waren entstanden. Cin chinesisches Schiff brachte 600000 Gier hierher, die für eine engliche Firma bestimmt waren. Die Arbeiter weigerten sich aber, die Sier umzuladen, und die heiße Sonne tat ihr übriges, daß sich bald ein furchtbarer Gestank über die ganze Stadt verbreitete. Die Bewohner beklagten sich über die unerträgliche Verpestung der Luft und verlangten Vernichtung der Ladung auf irgendeine Weise. Die Regierung befahl Der dirraa, die die Eier gekauft hatte, den Abtransport. Diese weigerte sich aber, und auch die KuliS waren nicht zum Fvrtbringen der Eier zu bewegen. So wurde der Gestank immer größer und unerträglicher. Die Einwohner von Danking fluchen auf die patriotischen Arbeiter, und diese haben nun eingesehen, daß solch ein Streik auch recht peinliche Folgen haben kann,
Das Ende von Liebigs Flcischextrakt.
Der Liebigsche Fleischextrakt hat lange Zeit für ein besonders hochwertiges Nahrungsmittel gegolten und sich durch eine Reklame, die in der Zeit seiner Erfindung beispiellos war, die ganze Welt erobert. Tatsächlich aber war der Nährwert nur gering, und dieser Straft stellte eine ungeheure Verschwendung dar. DaS betont Dr. I. Hundhausen in einem Aufsatz der „Umschau", in dem er mitteilt, daß die Hauptfabrikationsstätte deS Extraktes Frah Bentos am Aruguay, jetz stillgelegt ist. „Als der große IustuS Liebig", schreibt er, „seines Freundes MuSpratt krankes Töchterlein mit dem hierfür gekochten Fleischextrakt „gerettet“ hatte, begeisterte er sich und andere an diesem Scheinerfolg so sehr, daß er seine Erfindung durch eine engliche Gesellschaft, die Liebig-Meat-Extrakt-Company, über die Welt verbreiten ließ. Sehr bald trat aber ein Landsmann von Liebig, der Arzt Dr. Kemmerich auf und erklärte die Hache verblümt für Schwindel: dos Präparat habe nicht den geringsten Nährwert, wie er bewiefen habe bei Fütterungsversuchen an Hunden, die daran Hungers geworben seien. Das war so bündig, daß die Liebig To. mit dem bekannten englischen Trick den keArischen Arzt zum Direktor ih«r Fabrik in 6t. Elene am Uruguay und damit mundtot machte. Der 2ieblg-6fttaft ifteigentlich nur in Deutschland beliebt gewesen und auch hier mehr
und mehr zuruckgegangen, nicht zuletzt unter dem Druck neuer „Suppenparfüms'' mit noch größerem Rellamegehalt, um schließlich ganz von der Bildfläche zu verschwinden. „Die Fabrikation hat seit Jahr und Tag aufgehört, und die Leiter der englischen Gesellschaft, meist Deutsche, die sich in ©nglanb naturalifteren liehen, ruhen auf dem eroberten Reichtum aus. Hundhaufen bezeichnet das Schicksal dieses einst so berühmten Präparates als ein Beispiel für die ungeheure Verschwendung, die mit Nährwerten getrieben wird. Noch heute geschieht daffelbe in den großen Fleischländern Südamerikas, wo das wertvolle Fleischeiweis zu Guano „verarbeitet“ wird. Als ein Beispiel dafür führt der Verfafler das folgende an: „Auf einer großen Estancia wurden von der Nationalbank zur Eintreibung rückständiger Hypo- thekenzinsen 5000 Rinder versteigert und wegen Marktüberfüllung zu sage und schreibe 5000 PesoS zugeschlagen, das Stück zu 3",Mark. Der Käufer ließ sie abschlachten und häuten, nahm bloß die Häute mit und lieh die 5000 Leiber den Raubvögeln zum Fraß. Damals war Europa am Verhungern."
Kirche und Schule.
c Schlitz, 6. Sept. Die Realschule unternahm in diesen Tagen ihren großen Iahresausflug. Die unteren Klassen hatten Alsfeld und Romrod und den Vogelsberg als Ausflugsziele gewählt, während die älteren Jahrgänge den Knüll, die Wartburg und Cassel- Wilhelmshöhe besuchten. Die lohnenden AuS* flüge boten eine Fülle von Anregung und haben reiche Eindrücke hinterlassen. — Das Jugend- fest wurde wie im Vorjahre von der VvlkS- und der Realschule gemeinsam gefeiert Auch sämtliche Schulen des Schliyerlandes nahmen daran teil Die eindrucksvolle Feier war von dem DreMang „Iugendfest — DeLfassungsf-ier — Iahrlausendfeier der Rheinlande" bebc-crschl. Die Festrede, die der dreifachen Ausgabe der Veranstaltung Rechnung trug, hielt Studienassessor Rückert. Frohes Spiel der Jugend schloß sich an. Auch die Reichsjugendwett- kämpfe kamen zum Austrag In musikalischer Hinsicht trug der Männergesangverein „Harmonisches Kränzchen" zur Verschönerung des weihevollen Festtages bei.
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