Ausgabe 
7.9.1925
 
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u icht mehr maßgebend. Denn seit dem vn sind bei der Einkommensteuer ausschließlich die neuen Torschriften maßgebend. Eine ge-- veisse 25iriung laßt sich sogar schon bei den ^unieinnabmen erseßen: Die x o r p e r s ch a f t s-

- '' r pai. bisher- monatlich je 26 und 28 Mil- :oncn Mar- e .rach. 3m Juni waren von den Einnahmen zweier Monate <Mai und 3uni) '3oiauS?,aßlungen 3U leisten, weil die Voraus- -.ahlung *üc den IO. 3ult schon for(gefallen war ü'-i) doch hat die Körperschastssteucr im 3uli, also für 2 Monate, nur rund 30 Millionen erbracht. Sie sehen also schon einen erheb­lichen Rückgang. Die Lohnsteuer ist von 136 Millionen auf 119 Millionen im Juli f) c r a b g c g a n g e n. Das rechte Bild wird sich aber erst vom 1. Oktober ab zeigen. Bei der 11 insatzsteuer tritt eine Ermäßigung um Vs Prozent erst vom 1. Oktober ab in Kraft.

Tagung des preuhischen Landgemeindeverbandes.

Godesberg, 5. Sept. (WTB.) Auf der Ta­gung des Preußischen Landgemeindeoerbandes sprach Bürgermeister a. D. Kuth über die neuen S t e u e r g e s e tz e. Er schlug die Annahme einer Entschließung vor, in der gesagt wird, daß bei den neuen Steuergesetzen und besonders in dem neuen Finanzausgleich die Interessen der Landgemeinden nicht genügend gewahrt werden und die die Rück­kehr zu dem alten preußischen'System enthielt, das keine Vorauszahlungen. ' kannte. Den Ausführungen der Redner wurde in der Aussprache lebhaft, besonders von Regierungsseite, wider­sprochen. Rach einer Mittagspause teilte der Vor­sitzende mit, daß die anwesenden Mitglieder des Verbandes aus der Deutschnationalen, aus der Deutschen Volkspariei und aus der Demokratischen Partei sowie aus den Reihen der Parteilosen sich zu einer bürgerlichen Arbeitsgemein­schaft zusammengeschlossen hätten.

Tagung des Verbandes deutscher Post- und Telegraphenbeamten.

Düsseldorf. 7. Sept. (SU.) Der Verband deutscher Post- und Telegraphenbeamten veran­staltet in dieser Woche eine Rhein! an dta- gung, die Samstag durch eine große Feier cingcicitet wurde. Zu der Feier war Post - m i n i st e r Dr. S t i n g l erschienen. Er ist der erste Minister, der nach der Befreiung die Stadt besuchte. Der Minister führte u. a. aus:Roch blutet uns das Herz, wenn wir daran denken, wie lange Zeit hindurch ein Bericht über die Bedrückung unserer deutschen Brüder und Schwe­stern den enbem ablöste, wie die Besten als Geiseln in Gefängnisse geschleppt, die Treuesten mit schweren Strafen belegt wurden. Richt Waffengewalt, nicht Gericht und Gefängnis hat das deutsche Post- und Telegraphenpersonal von feiner Pflicht abwendig gemacht. Es ist mir eine hohe Genugtuung, in dieser feierlichen Stunde an- erkennen zu formen, daß die Beamten aller Gruppen und aller Dien st zweige ge­wetteifert haben in treuester Erfül­lung ihrer Ausgaben, in heißester Va­terlandsliebe. Als Leiter der Deutschen Reichs­post sage ich ihnen allen vo »ganzem Herzen meinen wärmsten Dank." Der Sonntag war zum größten Teil mit geschäftlichen Verhandlungsn ausgefüllt. In dec Mitgliederversammlung im Zoologischen Garten sprach der erste Verbands­vorfitzende Sch ne i d er aus Berlin über Ver- bandSpolitif. Hierbei ging er auch auf die Frage der Besoldung ein. Bei der von der Re­gierung eingeleiteten Preissenkungsak- tion und den neuen Steuern fei wohl an eine baldige Besserung der Einkommenverhält- ,nisse nicht zu denken. Die Auswirkung der Re* gierungsMaßnahmen mühte zunächst abgewartet

V werden

Vor der Marottooffensive.

Paris, 7. Sept. (TU.) Der Kolonial- Minister hielt eine Rede über Marokko, in der er erklärte, die Stunde des Handelns sei gekommen. Die Situation sei dem Volke mit aller Ofsenheit geschildert worden. Große Truppentransporte und ungeheure Mengen an Munition seien nach Marollo abgegangen. Die große Kraftentfaltung habe eine gewisse 11 n - ruhe im Volke ausgelöst.Wir haben jedoch alle Maßnahmen ergriffen, so daß der Feind gezwungen sein wird, sich entweder zu unter­werfen oder sich in die Schlupfwinkel der Berge zurückzuziehen. Wenn wir Marollo nach so vielen Opfern an Blut und Geld geräumt hätten, so würde nicht nur unsere bisherige Kolonialpolitik verlassen, sondern auch unser gesamter Besitz in Aordafrika ge­fährdet und vielleicht unserer Stellung als Großmacht ein empfindlicher Stoß versetzt werden."

3m übrigen liegen aus Marokko Meldungen vor, die deutlich besagen, daß die große Offen­sive unmittelbar bevorsteht. Abd el Krim hat seinerseits zum Gegenstoß an der ganzen Front ausgeholt, um die Zusammenziehung der fran­zösischen Reserven zu verhindern. Er hat nach einer amtlichen französischen Mitteilung im ge­samten Rifgebiet die MassenarShebung ange­ordnet. Bei einem Angriff auf Jkssuali, einen der vorgeschobenen Poften cec französischen Wessanfront, benutzten die Truppen Abd el Krims Maschinengewehre und Artillerie, wurden aber von den Franzosen zurückgeworfen. Auch ein Angriff auf die Stellung vor Dschebel el Masher wurde vom 19. -Korps unter schweren Verlusten für den Feind zurückgeworfen. Die französischen Truppen haben am Werghafluß ihre Stellungen zwischen Rjara und Fez el Bali ausgebaut. Der Verkehr zwischen diesen beiden Punkten wurde gesichert.

Rach übereinstimmenden Meldungen aus Marokko hat jedoch der gestrige Angriff der Rif- leute gezeigt, daß die Offensivkraft Abd > [ Krims noch nicht gebrochen ist. Abd el Krim verbreitet einen neuen Aufruf, in dem er . eine Anhänger 5um äußersten Widerstand auf» ' ordert und bei Feigheit vor dem Feinde die Todesstrafe androht.

Wie an der französischen, so ist auch an der spanischen Front eine lebhafte Tätigkeit des Feindes zu bemerken. Abd el Krim ließ in den Dörfern verbreiten, er beabsichtige, die Spa­nier mit Artillerie und Mafchinengewehren amu- greifen. Bei Tahtof, 12 Kilometer nördlich des Lulkosflusses, plant der Feind Truppenansarnrn- langen. Der Kampf dauerte auch hier an, und zwar besonders heftig im Gebiet der Beni Hoz- mar. Der Feind sucht einen starken Druck auszu­üben, um die Dorbereitungen der Spanier und

Franzosen für die kommende Aktion zu er­schweren.

Der König von Spanien hat SamStag abend San Sebastian verlassen, um sich noch Madrid zu begeben. Admiral Ma gaz und General 3 0 r d a n a sowie die übrigen Mit­glieder des Direktoriums haben beschlossen, 18 Bataillone und 6 Regimenter Artillerie, im ganzen etwa 15 000 Mann, Verstärkungen nach Marokko zu entsenden. Ein starker Truppen­körper, der in Ceuta mit Bestimmung nach Me­lilla eingeschifft werden sollte, wurde nachTetuan und an die Kampffront bei Tahrar zurücktrans- pvrtiert, wo gestern ein heftiger Angriff der Rifleute erfolgte.

Aus aller Welt.

Nansen und Lven Hedin bei Junkers.

Dessau, 7. Sept. (TU.) Fcithjof Raufen traf heute vormittag mit einem breimotorigen 3unlers-Grohflugzeug mit Frau und Tochter von Berlin kommend in Dessau ein, wo er von Professor Funkers und dessen Gast Sven Hedin empfangen wurde. Der dreistündige Auf­enthalt Ransens in Dessau galt vor allem aber der Besprechung schwebender internationaler Luft- vcrkehrssragen. Ransen setzte hierauf seine Luft­reise im Großflugzeug nach Genf zur Völker­bundstagung fort. Sven Hedin wird sich morgen gemeinsam mit Professor Funkers nach Dresden begeben zur Teilnahme an der Generalversamm­lung der Europa-Union, der großen Be­triebsgemeinschaft 16 europäischer Luftverkehrs­gesellschaften.

Zahnhhgienifche Ausstellung in Karlsruhe.

Am Sonntag wurde in der Ausstellungshalle die zohnhygienische Ausstellung ..Unsere Zahne" eröffnet. Der erste Vorsitzende des Reichsverban­des deutscher Dentisten, S i e b c d c - München, betonte in seiner Begrüßungsansprache den Wil­len der Standesorgonisation der Dentisten, bei­zutragen an der Aufklärung und Belehrung unseres Volkes über den Wert und die Not­wendigkeit einer vernünftigen Zahnpflege und Zahnbehandlung. Daran anschließend sprach der Direktor des Karlsruher Fortbildungsinstituts für Dentisten. Kimrnig, der badischen Regierung und dem badischen Landtag seinen Dank aus für den hohen Beweis des Vertrauens, den sie den badischen Dentisten durch die Einfüh­rung des Befähigungsnachweises gegeben haben. Zum Schlüsse fand ein Rundgang durch die interessante und reichhaltige Ausstellung statt. Die Laudeszentrale für Säuglingsschuh

Die Preußische Landeszentrale für Säuglings­schutz E. V. Charlottenburg 5, Frankstr. 3, ver­anstaltet zum Zwecke der Durchführung ihrer sat­zungsgemäßen Aufgaben eine GroßeW 0 hl ° s a h r t s - W a r e n l 0 1 t e r i e". Die Gewinne be­stehen in Automobilen, Motorrädern, Motorbooten, Faltbooten, Sportartikeln, einer befchlagnahme- freien Wohnung mit Einrichtung und Wohnungs­einrichtungen im Gesamtwerte von 80 000 Mark. Der Lospreis beträgt 1,50 Mark. Die Ziehung findet am 15. und 16. Oktober 1925 in Berlin, unter Aufsicht der General-Lotterie-Direktion statt. Die Ausführung bleibt in den. Händen der Preußischen Landeszentrale für Säuglingsschutz unter Hinzu­ziehung eines Berliner Lotterie-Fachmanns. Bei den wichtigen sozialhygienischen und bevölkerungs­politischen Bestrebungen der Preußischen Landes­zentrale für Säuglingschutz liegt ein volles Gelingen der Lotterie durchaus im allgemeinen Interesse.

Orientierung auf hoher See.

Das von M a r c 0 n i ausgearbeitete System zur Orientierung auf hoher See durch kurz- welligeRadiosendungen wurde an Bord feiner FachtElectra" mit guten Ergebnissen er­probt. Das Schiff stand in radio-telegraphischer Verbindung mit der Versuchsstation auf Kap South Forelands (nordöstlich von Dover). Die Stellung eines Schiffes zur Sendestation kann da­durch feftgeftellt werden, daß das vor der Sende- ftation bestrichene Feld in eine größere Anzahl von Sektoren einteilt, für die in regelmäßigen kurzen Zwischenräumen bestimmte, genau unter­scheidbare Signale gegeben werden. Die Ent­fernung des Schiffes von der Sendestation ergibt sich aus der Lautstärke der Signale. Die Welle, deren Länge 6,09 Meter beträgt, ist auf dem Meere über 100 Meilen weit zu hören.

250 Häuser eingeäscherl.

Aus Shreveport (Lousicma, U. S. 21.) wird ge­meldet, daß durch eine heftige Feuersbrunst 250 Häuser zerstört wurden. Die Ausdehnung des Feuers wurde dadurch begünstigt, daß die Feuer­wehr die Flammen infolge eines Wasserlei­tungsbruches nicht rechtzeitig und wirksam be­kämpfen konnte, lieber tausend Personen sind obdachlos geworden. Der Schaden beläuft sich auf 5 Millionen Dollar.

Aufklärung eines Raubmords nach acht Fahren.

Vor acht Fahren war in der Rowawesstraße in Berlin ein Raubmord an der Schank­wirtin Rahel Fakobh verübt worden. Vor kurzem wurde der ehemalige Kellner Kurt Da­ni owski in seiner Wohnung verhaftet, da feine Fingerabdrücke mit denen am Tatorte über* einstimmten. Er hatte bisher trotz dringender Verdachtsmomente jeden Zusammenhang mit der Tat geleugnet. Fetzt haben er unb seine Helfers­helferin, eine Marie Böhm aus Lüneburg, ein Geständnis abgelegt

Geheimnisvolles Verbrechen.

In Neuyork würde die Feuerwehr zur Löschung eines Autos herbeigerufen, das auf offener Straße in Flammen stand. Im Innern des Wagens fand man die halbverkohlte Leiche eines Unbekannten, der geknebelt und mit Benzin übergossen war. Die Nummer und sonstigen Erkennungszeichen des Autos waren entfernt.

Wettervoraussage.

Molkig, im allgemeinen kühler, Regenschauer. Das Tagesmitlel für G.eßen tag gestern um

2,7 Grad Celsius unter dem 20jährigen Monats» ganzen Bezirk war es regnerisch und kühl. Der nördliche Wirbel verlagert sich mit j seinem Kern ins Baltikum. Seine Randbildungen au >2!. ^Oniincnt haben an Stärke verloren: in ! gar^ Mitteleuropa steigt der Luftdruck an. Wir gelangen langsam auf die Rückseite der Stö* runigen.

Temperaturen: Maximum 14,6, Minimum 8,8 Grad EelsiuS. Morgentemperarur: 10,2 Grad Celsius.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 7. September 1925.

11nser Bataillon rückt heute abend ins Manöver. Der Abmarsch erfolgt um 5 Uhr von der Reuen Kaserne, der Marsch geht durch die Kaiserallee, Moltkestraße, Ostanlage, Süd­anlage, Westanlage am Hotel Schütz vorbei, Harnmstraße zum Güterbahnhof, wo verladen wird. Um 7.17 Uhr fährt der Zug ab.

,e Eisenbahn und 1 16er-Tag. Der Hauptverkehr des Sonntags wickelte sich in den Vormittagsstunden zwischen 7 bis 12 und in den Abendstunden zwischen 5 und 11 Uhr ab. AuS allen Richtungen war der Andrang sehr zahl­reich, besonders aber auf den oberhessischen Strecken rollten viele Festteilnehmer heran. Die Cifenbahnverwaltung hatte für die Möglichkeit einer glatten Derkehrsabwicklung gesorgt, die An­schlüsse von und zu den Rebenstrecken, der An* und Abmarsch vom Bahnsteig, alles klappte auch dank der ruhigen Haltung des Publikums mufler- gültig.

* * Das FestspielV 0 r k", das unseren Gießener Mitbürger, Geheimrat Professor Dr. König zum Autor hat, wird heute abend in der Volkshalle noch einmal aufgeführt.

" Sonderzug nach dem Rhein. Am Sonntag, 13. September führt die Reichsbahn* direktion Frankfurt (M) einen Sonntags* f onderzug nach dem Rhein. Der Zug fährt v 0 n G i e ß e n aus mit Einfteigegelegenhei* ten in Butzbach, Dad-Rauheim, Friedberg, über Bad*Ho-mburg, Höchst und Rüdesheim. F'n* desheim erfolgt der ilebergang der Teilnehmer auf einen Dampfer der Köln-Düsseldorfer Dampf* schiffahrtsgefellschaft und Fahrt bis Coblenz. Die Rückfahrt von Coblenz aus wird mit dem Svnderzug angetreten. Reben den bekannten De- fuchsorten in Coblenz selbst haben die Teilnehmer an der Fahrt auch reichlich Zeit die herrliche,, Anlagen auf dem Arenberg zu besuchen. Lieb­haber des Weins finden in der Ausstellung Deutscher Wein in Coblenz (im Weindorf) gute Gelegenheit deutschen Wein zu kosten. Der Son- derzug fährt nach folgendem Plane: Gießen ab 6.13 vorm., Butzbach ab 6.37 Dorrn., Dad- Rauheim ab 6.50 vorm.. Friedberg ab 6.57 vorm., Bad-°Homburg ab 7.34 vorm., Höchst ab 802 Dorrn., Ankunft in Rüdesheim 9.20 norm. Die Abfahrt mit dem Dampfer erfolgt in Rüdes­heim um 9.45 Dorrn. Dampferankunft in Coblenz 12.50 mittags. Die Rückfahrt Don Coblenz wird wie schon erwähnt um 6.15 abends angetreten. Ankun ft in Höchst 8.37 nachm., Bad-Hornburg 9.04 nachm., griebberg 9.41 nachm., Dad-Rauheim 9.50 nachm., Duhbach 10.07 und in Gießen 10.27 nachm. Die Teilnehmer an dieser Fahrt erhalten eine Fahrpreisermäßigung Don einem Drittel des gewöhnlichen Fahrpreises 4. Klasse. Der Zug fährt mit vchnettzugsgeschwindigkeit. Feder Teilnehmer hat Anspruch auf einen Sitz­platz. Die Fahrkarten sind nur im Vorverkauf 0 bei den Fahrkartenausgaben der genannten Sta­tionen erhältlich. Die Fahrtkosten betragen: Don G i eßen aus 10,40 Mk., von Duhbach 9,60 Mk., von Dad*Rarlheim 9,20 Mk., von Friedberg 9,00 Mk, von Dad-Hombuvg 8,0 Mk. und von Höchst aus 7,30 Mk. 3n den genanntem Fahrpreisen ist der Preis für die mit dem Dampfer zurückzulegende Strecke Rüdesheim bis Coblenz einbegriffen.

Deibehalten von D * 3üge n im Winterfahrplan. Die nur bis zum 30. Sep­tember 1925 (Sommersahrplan) vorgesehenen sog. Däderzüge: D 27 Mainz Wiesbaden Vad- HomburgBerlin Potsd. Df., Gießen an 1,02 Uhr nachm., ab 1,12 Uhr nachm., ferner D 28 Berlin Potsd. Df. Bad-Homburg Wies­baden-Mainz, Gießen an 5,28 Uhr nachm., ab 5,38 Uhr nachm., ferner D 27a (Anschlußzug an D 27 in Dad - Rauheim) Frankfurt an, MainDad - Rauheim, Frankfurt a. M. ab 11,44 Uhr Dorrn., Dad-Rauheim an 12,27 Uhr nachm., ferner D 28a (Anschlußzug Don D 28 in Bad-Rau* beim), Dad-Rauheim an 6,11 Uhr nachm., Frank­furt a. M. an 6,51 Uhr nachm.. ferner D 127 Trier Hbf. Koblenz Gießen. Gießen an 12,26 Uhr nachm , ferner D 128 Gießen Koblenz Hbf. Trier Hbf.. Gießen ab 5,50 11hr nachm., werden versuchsweise auch nach dem 30. September 1925 gefahren. Voraussetzung für die Beibehaltung im Winterfahrplan ist jedoch, daß die Züge weiterhin gut beseht sind. Der Zug D 125, Gießen an 11,22 Ähr nachm., erhält ab sofort in Rassau Aufenthalt von 9.39 bis 9,40 llhr nachm.

* Einen Samariter kursus veran­staltet der Alice*Frauenverein, zu dem Anmel­dungen Frau Professor Dr. Kramer annimmt. (Siehe Anzeige.)

* * Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 498 Ochsen, 53 Dullen, 1054 Färsen und Kühe, 355 Kälber, 85 Schafe, 3808 Schweine.

Bor. .on.

Tageskalender für Montag: Regimentsiag der 116er 8 Uhr abends Volkshalle Wiederholung des FestspielsGeneral York". Gabelsberger Stcnographen-Derein von 1861 7 Uhr Bezirks schule Anfängerlehrgang in Reichskurzschrift. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Mann um Mitternacht".

Kreis Friedberg.

ss. Friedberg, 4. Sept. Gestern trat hier das Preisgericht für den Wettbewerb der Bauentwürfe für das neue P 0 lytech - ni f um zusammen, bestehend aus Bürgermeister Dr. S e y d, Ministerialrat Prof. Dr. Hofmann- Darmftadt, Prof. K. Roth- Darmstadt, Professor Eberhard-Offenbach, Oberbaurat H a a g , Di­rektor Dr. Schäfer, Stadtverordcter Koch, Bauunternehmer Th. Mörschel und Stahlbau- meister Köhler. Das Preisgericht kam zu folgen­dem Entschluß: Ein erster Preis wurde nicht ver­liehen. Zwe'- zweite Preise von je 2500 Mark fallen auf die Entwürfe Meba und Am Hang. Ein dritter Preis (1500 Mark) auf den EntwurfZentral­anlage. Ein vierter Preis (1000 Mk.) aufStadt­krone". Der EntwurfPeter" soll der Stadtverord­netenversammlung zum Preise von 750 Mk. zum Ankäufe empfohlen werden. Der EntwurfAm Hang" ist von Architekt I. Ott- Ebingen (Württem­berg),Meba" von Dozent Fr. Schwarz- Fried­berg,Zsntralanlage" von Architekt Balser- Neu-Isenburg,Stadtkrone" von Studienrat H. Stumpf und Architekt Fr. S 0 e d e r - Darmstadt, Peter" von Diplomingenieur Walter Wiese- mann- Darmstadt. Freudig zu begrüßen ist die Taisache, daß ein Dozent und ein früherer Studie- render der Anstalt (I. Ott) Preisträger sind und so­mit den Beweis gaben, daß sowohl der Lehrkörper der Anstalt tüchtige Kräfte in sicy birgt und auch die Anstalt in der Lage ist, den Studierenden eine

Ausbildung mitzugeben, die sie befähigt, sich an tDl. chen Wettbewerben zu beteiligen. In der Stadt­verordnetensitzung vom 27. August war der Beschluß gefaßt worden, wegen eines Form- sehlers die Vergebung der Maurerarbei- ten für ein von der Stadt zu erbauendes Wohn. Haus für die technischen Angestellten nochmals auszuschreiben. Geaen diesen ^Beschluß hat die Baufirma Theod. Mörschel, der nach dem Be- schlusse des Bauausschusses die Arbeit übertragen werden sollte, Einspruch erhoben. Oberbau, rat Haag, der zu einem Gutachten aufgesordert war und auch der Sitzung beiwohnte, erklärte, daß nach den gesetzlichen Bestimmungen der Firma Th. Mörschel die Arbeit zugeschlagen werden müsse, b» die einzige Firma, W. Reuß, die durch den Fehler betroffen sei, keinen Einspruch erhoben hatte und kein Interesse an der Sache habe. Trotz des sehr klaren Gutachtens beharrte die Stadtverordneten, sitzung mit 12 gegen 6 Stimmen auf ihrem frühe­ren Beschluß, so daß also ein nochmaliges A u s s ch r e i b e n erfolgen muß.

4- Bad-Rauheim, 3. Sept. Die hiesige Freiwillige Sanitätskolonne vom R 0 t e n K r e u z hat dieser Tage die Einladungen zum 7. Hessischen Kolon nentag, der am 26. und 27. September hier stattfindet.'ins Land hinausgehen lassen. Von den 42 hessischen Ko­lonnen. in denen rund 2000 tätige^-Mitglieder organisiert sind, hat eine größere Anzahl sofort ihre Beteiligung zugesagt, darunter auch Ko­lonnen ans dem besetzten Gebiet. Den bis jetzt schon vorliegenden Anmeldungen nach zu schließen, kann mit einer Gesamtbeteiligung von etwa 600 bis 700 Sanitätern aus allen Teilen des Landes gerechnet werden. Wenn eine durch verschiedene Blätter gegangene Meldung, daß für diese Gäste bereits Freiquartiere zur Verfügung ständen, auch als voreilig und verfrüht bezeichnet werden muß, ist aber doch damit zu rechnen, daß allen Sanitätern aus dem Lande, die zur Tagung kommen, gastliche Aufnahme gewährt werden kann. Der WvhnungSausschnß hat sich mit einem entsprechenden Aufruf an die Bürger* schäft gewandt, und es ist anzunehmen, daß Diesem gern und freudig Folge geleistet wird, wenn demnächst die Einzeichnungslisten für die Freiquartiere in Umlauf gesetzt werden. Es barf das um so mehr erwartet werden, weil um die Zeit der Tagung die Saison schon über die Tage deS Hochbetriebs hinaus ist und Zimmer in allen Häusern frei find. Ein Ehrenansfchuß, dem u. a. Bürgermeister Dr. Kayser, Kurdirektor D. Doehmer, Kirchenrat Wissio, Regierungsrat Dr. Grosholz. Beigeordneter Kissel, Oberstudien­direktor Reuther, Rektor Staubach, Pfarrer Hem- meS und Kreisdirektor Gebhard (Friedberg) an­geboren, hat sich gebildet und gemeinsam mit dem Kolonnenarzt, Sanitätsrat Dr. Hahn, und dem Vorstand der hiesigen Kolonne das Pro­gramm der Tagung beraten. Cs kann jetzt schon getagt werden, daß den Gästen außerhalb der geschäftlichen Sitzungei! noch Zeit und Gelegen­heit bleibt, die Schönheiten unseres Bades kennenzulernen und zu genießen.

4 Bad-Nauheim, 6. Sept. Im Stabt- m a l d e und in den sich von da zum Winterstein hinziehenden Taunuswaldungen bildet die Brombeere noch ausgedehnte, kaum zu durch, dringende Hecken, besonders in den lichtreichen Eichenbeständen. Die Hecken, die voll von schwarzen Beeren hängen, liefern in diesem Jahre eine über­aus reiche Ernte. Die Jugend unserer Stadt sowie die von Friedberg und den am Taunusrande lie­genden Ortschaften ist schon seit etwa 14 Tagen beim Sammeln der köstlichen Waldsruch t. Wenn warmes Wetter täglich noch mehr Beeren zur Reife bringt, steht der Hauptteil der Ernte noch bevor. Auch auf dem Markte kommt dis schwarze Waldfrucht zum Verkauf. Das Pfund kostet 50 bis 60 Pf., ein Preis, der nicht hoch genannt werden kann, wenn man an die mühsame Arbeit der ' Sammler in den zum Teil recht weit von den menschlichen Siedlungen abliegenden Wäldern denkt. Täglich sieht man nud) Pilzsammler die Wälder durchstreifen. Zentnerweise werden die Pilze heimgeschlcppt. Die Hotels und Pensionen kaufen gute Ware gern auf, auch auf dem Markt und in den Obst- und Gemüsehandlungen sind Pilze täg­lich erhältlich.

Kreis Schotten.

Laubach, 5. Sept. Wie wir berichteten, be­schäftigt man sich eifrig mit den Vorfragen zur Er­richtung einer Badeanstalt. Auch der Ge- m e i n d e r a t, der bereits im vorigen Jahr die An­lage einer solchen Anstalt grundsätzlich beschloßen hatte, wird der Frage jetzt wieder nähertreten und demnächst die verschiedenen, für die Badeanlage in Aussichr genommenen Plätze besichtigen. Am passendsten erscheine die Wiese an Schöllenbach, links von der Freienseener Straße, wo noch die wohl- erhaltenen Ueberreste des alten Wasserbeckens stehen. Hier hat man auch an die Anlage eines Sonnen- und Luftbades gedacht. Der Platz am Schöllen­bach erscheint auch deshalb geeigneter, weil ec im Besitz der Gemeinde ist. Gegen Mitte des Mo­nats wird die hiesige Konzert- und Vor­tragsvereinigung voraussichtlich die Saison wieder eröffnen. Es ist wieder die Mitwirkung erst­klassiger Künstler in Aussicht genommen

§ Ulrichstein, 5. Sept. Ein schweres Gewitter zog am Freitag gegen Abend über unser Städtchen. Dabei schlug der Blitz in den Turm des Schlohbergs, den er schwer beschädigte: die Hälfte der Fenster ist zertrüm­mert. einige Steine aus den Mauern gerissen und das Dach bös mitgenommen, so daß es wvhk völlig neu hergerichtet werden muß. Die nähere Umgebung des Turmes ist mit Trümmern wie besät.

lg. Gedern, 6. Sept. In der hiesigen Woll­spinnerei Hoffmann venrnglückte der dort bcfdjäf- W» 1 ----------US-1.,'.

Wer nl3 moderner Mensch Zeit und Geld fvnrcn will, der benutzt für den täglichen Weg von und »nr ^rbeitsstnite ein Fadrrad. Ein derartiges bffltnc?, be.inerneS und praktisches VerkehrSmiitel innf; aber in cr-:rr Linie zuverlässig sein Abgesehen von Neifelivannen ilt nm ehesten am Fceilauf mit .kitraubenden Defekten au rechnen. Zeder Rad- '.ihrer wähle daher sorgfältig den Öteüauf seiner Maschine auS. ES liegt in seinem Interesse, sich unbeoch et aller .'liefiame selbst von den konnruk- liven Eiaentittnllchkeitcn der verschiedenen Fabrikate au überzeugen. Denn wird feine Wahl sicher den ,-Komet"-Freilaus treffen, weil dieser mit seiner Lamellenbremse dem neuesten Stande moderner Technik und daher den höchsten Anlorderungen ent­spricht. Stets ßlcldiblcibcnbe, allerzeit zuverlässige und luirfunflSooUe, aber dennoch weiche Bremsung in Verbindling mit geringster Desektmöglichkelt und denkbar größter Lebensdauer sind die Saupimerfi* wlile desKomet"'FrellausS. Laßen Sie sich von Ihrem Händler einen Prospekt über ferne Kon­struktion neben und eingebendeS Studium wirb Sie überzeugen, daßStomet" nicht nur der modernste, sondern auch der beste Freilauf ist, wie man ihn allein nur in einem Verkehrsmittel gebrauchen kann.