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6.6.1925
 
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in den katalanischen Kreisen, die feit der gierungsüöernahme durch das Direktorium sehr geringe Tätigkeit entfalten, sehr wenig druck gemacht. Der König habe sich Bombe zeigen lassen und habe sie

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Attentat auf den König von Spanien?

Paris, 5. Juni. (WTB.) Hadas ver­breitet Depeschen von der spanischen Grenze aus Perpignan über ein angebliches Atten­tat, das gegen den König Alfons von Spanien geplant gewesen sei.

Rach den Rachrichten soll man einige Kilo­meter vor Barcelona in unmittelbarer Rahe der Eisenbahnlinie MadridBarcelona eine Bombe starken Kalibers von etwa 60 Kilogramm Gewicht entdeckt haben, versehen mit einer der modernsten elektrischen Zündungen. Diese Bombe habe dazu dienen sollen, den königlichen Zug am 4. Juni, also an dem Tage, an dem bas Königspaar habe Barcelona ver­lassen wollen, in die Luft zu sprengen. Infolge dieser Entdeckung habe man 19 junge Leute, meistens Studenten und Handlungsgehilfen, wegen des Verdachtes der Arheberschaft ver­haftet. Lieber die Presse sei die Zensur verhängt worden. Es sei ihr verboten worden, etwas über das geplante Attentant zu veröffent­lichen?

art, 5. Juni. (WB.) In der zwei­en Versammlung der Deutschen

Die Lage in China.

200 000 Chinesen im Streik.

London, 6. Juni. (TU.) Wie demStar" aus Schanghai berichtet wird, befinden sich nun­mehr 200 000 Chinesen im Streik.

Rach einer Reutermeldun^ haben die japa­nischen Arbeiter dec chinesisch-japanischen Daum­wollmühle auf die Ausständigen ge­feuert und fünf davon verwundet. Die Menge machte vorgestern den Versuch, von der Mühle Besitz zu ergreifen. Kanton ist von der Eisen­bahnverbindung abgeschnitten. Während einer in den Häusern der Streikführer unter­nommenen Haussuchung hat die Polizei klare Beweise von dem Vorhandensein bolsche- w i st i s ch e n Geldes, das hinter den gegen­wärtigen -Umtrieben steht, erhalten. Das chine­sische auswärtige Amt hat wiederum eine in scharfem Tone gehaltene Rote an die G r o ß- m ä ch t c gesandt, in der gegen die Haltung der Mächte gegenüber den Schanghaier Auf­rührern protestiert und verlangt wird, daß in Zukunft nicht mehr auf Streikende ge­schossen werden soll und daß die chinesischen Gefangenen freigelassen werden sollen.

S t u t tg len öffentlich

Die verhafteten Attentäter sollen angeblich einer als literarische Gesellschaft bezeichneten G- heimorganisation angehören, jedoch jede Beteiligung an diesem Komplott ableugnen. Rach einer am späten Rachmittag bei Havas eingetrof­fenen Meldung soll es sich um eine der extre­mistischen katalonischen Geheimgesell­schaften handeln. In den Häusern in der Rähe der Eisenbahnstrecke, bei der man die Bombe ge­funden habe, habe man Waffen und Pa­tronen entdeckt. Die Rachricht von dem Anschlag hätte in allen Kreisen und insbesondere

Aus aller Welt.

Deutsche Gesellschaft für Völkerrecht

Pariser Pressekommenlare.

Paris, 6. Juni. Die Pariser Morgenpresse bringt nur kurze Auszüge aus der Entwaffnungs­note. Soweit die Blätter redaktionell Stellung nehmen, heben sie übereinstimmend den versöhn­lichen Ton des Begleitschreibens hervor. Es wird betont, daß die aufmerksame Lektüre des Schrift­stückes zeige, bah die Alliierten auch weiterhin zusa^menstehen und Deutschland gegenüber Loyalität und Rachsicht" üben wollten.

Die Berliner französischen Pressevertreter be­richten bereits ausführlich über den ungünsti­gen Eindruck auf die Regierungs­treife und betonen die Aufnahme des aggres­siven Tons der Rote gegen General v. S e e ck t. Die Regierung bestreite, daß der Große General­stab neu gebildet fei und weise weiterhin darauf­hin, daß die Kontrollkommission ihre a u s d r ü ck- drückliche Zustimmung zu den Dienstvor­schriften der Reichswehr erteilt habe. Die fran­zösischen Pressevertreter fassen ihren Eindruck dahingehend zusammen: das Berliner Auswärtige Amt wolle die Verhandlungen mit der Bot­schafterkonserenz und den Alliierten möglichst i n die Länge ziehen, um die Einberufung einer internationalen Abrüstungs- tonferenz herbeizuführen, bei der nicht nur die Abrüstung Deutschlands, sondern dec Ga­rantiepakt und die Frage der Ausnahme Deutschlands in den Völkerbund zur Sprache gebracht würde.

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)lungen, Bekleidungsbeständen und 22 Dreh­gestellen für Lafetten auf Schienen widerrecht­lich vorhanden. Für all solche Bestände wird die Rückführung auf einen von der Kontrollkom­mission bestimmten oder zu bestimmenden Bestand bezw. die Ablieferung gefordert. Die Anfertigung von Platzpatronen in nicht genehmigten Werk­stätten und die Ansetzung von 30 statt 15 Milli­onen als jährliches Uebungsmaterial wird untersagt.

Don der Bewaffnung der Polizei wird die Ablieferung der Maschinengewehrlafetten, dec überschüssigen Ersatzteile und sämtlicher angeblich 80 000 Stahlhelme gefordert. Schließlich wird die Ausrüstung d?s Heeres mit Gasmasken gerügt, deren Bestand von der Militärkontrollkom- mifsion in gewisser Höhe sestzusetzen sei.

Neichswehrorganisation:

Es werden die Befugnisse des Chefs der Heeres­leitung beanstandet, der nach der Verordnung vom 25. September 1919 nur der Chef des Stabes des Reichswehrministers, durch eine Verordnung vom 11. August 1920 aber tatsächlich Ober­befehlshaber geworden sei. Hier wird die Wiederherstellung des Zustandes nach der ersteren Verordnung und zwar durch Maßnahmen ver­langt, die der Zustimmung der Militärkontroll­kommission bedürfen. Auch die Heeresverwaltung und die Heeresleitung, die die vollziehende Kom- mandvbehörde und den Großen Generalstab dar­stellten. werden beanstandet, und es wird die Auflösung diesesGeneral st ab s" ge­fordert. U. a. soll das durch Aufhebung der Ab­teilungen der Heeresleitung geschehen, die sich mit der Beförderung von Offizieren im Ruhe­stand und mit der I n s pektion für Waffen und Gerät befassen, ebenso der Abteilungen 2 Hf t r a t und Gasabteilung und der Zen­traleisenbahnabteilung, während die für das Personal der Generalstabsoffiziere be­stehende Abteilung umorganisiert werden soll. Schließlich werden bestimnrte Beschrän­kungen der Ausbildung für General­stabsoffiziere gefordert.

Weiter werden Einzelheiten über die mili­tärische Organisation des Eisenbahnnetzes ange­geben, die auf Mobilmachungszwecke eingestellt und in bezug auf die Zahl der zum Zwecke mili­tärisch«? Verwendung hergestellten Eisenbahn­wagen stärker sei als 1914 (200 000 gegen 166 000 im Jahre 1914).

Aufhebung der gsntrarabteiLung und der Linienkommissionen

die Zerstreuung des für Militärtransporte unterhal­tenen Sondermaterials, die Besteigung besonderer Einrichtungen in den Eisenbahnwagen und die Ab­änderung von Instruktionen wird hier gefordert. In bezug auf die Waffen und Iststärken werden lieber schreitungen behauptet, die bei den Divisi-nsstellen der Truppenteile vorliegen sollen. Die Ausbildung der Infanterie mit Ins. ck riegeschützen, die Kaval­lerie mit leichten R.-G und das Zusammenwirken von Zivilluftfahrze igtn mit dem Militär wird be-

Neue Kämpfe in Französisch-Marokko.

P ar i s, 5. Juni. (WTB) Wie Havas aus Ra­bat berichtet, haben die Abd el Krim ergebenen Dissidentenstämme eine heftige Offensive gegen das Gebirge von Tauenaz eröffnet. Die französischen Truppen haben zunächst sich etwas zurückgezogen.

gehend untersucht. Rach der gleichen Rachricht soll infolge des Attentatsversuchs das Reise­programm des Königs abgeändert worden sein. Man behauptet sogar, sein Aufenthalt in Bar­celona sei verlängert worden.

An Einzelheiten über das Attentat er­fahren wir noch:

Vor der Kathedrale in Barcelona wurde kurz vor der Messe, der auch der König bei­wohnen wollte, eine zweite Bombe gefun­den. Die P r i e st e r wurden verhaftet. Weiter stieß gestern nachmittag 1.30 Uhr em mit Geheimpolizisten besetzter Wagen, der dem König vorausfuhr, mit einem elektrischen Zug der Las Plata-Linie zusammen. Die Pol^isten wurden schwer verletzt. Einer von ihnen ist bereits seinen Verletzungen erlegen. Der königliche Wagen ent­ging mit knapper Rot der Gefahr.

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anstandet und Verbock bzw. entsprechende Verord- nungen, die die Militärkommission genehmigen soll, gefordert. Das Personal der Militärverwaltung und die Zahl der Verwaltungseinrichtungen wird als zu hoch bezeichnet. Die Lebensmittelreserven der Reichswehr, die für 57 Tage, in Ostpreußen sogar für 81 Tage vorhanden seien, werden beanstandet. I Die Herabsetzung, Veräußerung und gesetzgeberische

Maßnahmen werden gefordert. Eine nicht aeneh- 7 . Küstenartillerieschule in Wilyelms-

hafen wird zugelassen unter dem Vorbehalt, daß » Angehörige des Landheeres von ihr ausgeschlossen

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Der Eindruck bei der Regierung.

Berlin, 5. Juni. (WTB.) lieber den vorläu- figenEindruck, den die alliierte Entwaffnungsnote hier in maßgebenden politischen Krei- s e n gemacht hat, berichtet unser politischer Mit­arbeiter folgenes: Bei dem Umfang der Rote und ihrer Anlagen ist ein abschließendes Urteil darüber selbstverständlich erst nach eingehender Prüfung möglich. Aus den Feststellungen in den Anlagen der Note geht unmittelbar hervor, welche g e wolligen Lei st ungen Deutschland auf dem Gebiete der Abrüstung vollzogen h n t und wie geringfügig von internationalen Gesichtspunkten aus im Verhältnis zu diesen Leistungen die einzelnen Punkte sind, deren Erledigung die Alliierten n o dj f orbern zu kön­nen glauben. Demgegenüber muß um so mehr be­fremden, daß in der Note wiederum eine völlig verfehlte Auffassung der alliierten Regie- rungen über den deutschen Rüstungsstand zum Aus­druck kommt, und daß dabei von schweren deutschen Verstößen und von der Richter -

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Daß jeder Stein in diesem Lande Deuts rufe" dahin solle und wolle die Jugend d Deutschen Volkspartei arbeiten. Unter dieses fcbo Geleitwort hatte Pfarrer Dr. Luther die Reick schnlungswoche der Deutschen Volkspartetjugend Heidelberg gestellt. Und wahrlich, dies wurde ehrlich erstrebt. Was die Teilnehmer in Vorträgen in Heidelberg und bei den Fahrten iq das wunderschöne deutsche Land kennen lerntet^ war ein Bildungsgang von großartigem Reichümr , und stärkster Wirkung, geeignet, wichtigste Äennb. ntffe einzuprägen, das Herz zu erheben und den Willen hinzulenken auf die große und bedeutsame; Arbeit fürs Vaterland.

Wertvolle Referate führten in die wichtigsten Gebiete des politischen Ledens und in Hie Fragen des deutschen Westens ein. lieberPartei, Staat und Volk",Partei und Weltanschauung",Ju­gend und Liberalismus" wurde gesprochen und der Wille zur staatsbürgerlichen Betätigung bestärkt. Dann hörten wir vonRheinhessischer Geschichte", vonRhein und Rheinebene in ihrer politischen Bedeutung", vonRheinpolitik". Schließlich wurden wirtschaftspolitische Probleme des Westens Han­delspolitik und Verkehrsfragen behandelt.

Und dann die Fahrten ins Land! Die Wirtschaft sahen wir bei Besichtigung der Sunlicht-Seifenfabrik und beim Besuche der Weingüter in der Pfalz; Kunstdenkmäler zeigten uns Kenner, besonders außer in Heidelberg in Worms und Schwetzingen. Und in Worms im besetzten Gebiete am deutschen Rhein erlebten wir Stunden tiefsten Ernstes und heiligfter Begeisterung für deutsches Wesen, den deutschen Rhein für Deutschland!

Wahrlich eine Fülle des Gebotenen, eine Wucht und Tiefe des Erlebten. Immer aber soll Volks­partei-Jugend vom Denken und Fühlen zur Tat, zur Arbeit kommen. Dazu dienten die Referate des Reichsjugendsekretärs Hufen überErtüchtigung" und von Johanna Lange überJungmädchendienst".

Am Samstagnachmittag folgte eine Sitzung des Reichsjugendausschusses der Deutschen Volkspartei mit Referaten von Pfarrer Dr. Luther überDeut­schs Jugend und Vvlksparteijugend" und vorn Gene­ralsekretär Husen über den Stand der Organisation und weitere Arbeit. Ferner traten die Vertreter der Hochschulgruppen des Westens zu einer Besprechung zusammen. XX.

Gesellschaft für Völkerrecht erstattete Prof. Dr. Fleischmann, Halle, ein Referat über die Kolonialmandate. Der Redner wandte sich zuerst gegen den Vorwurf, daß wir Deutschen nicht kolonisieren könnten. In längeren Aus­führungen erklärte er sodann den BegriffK o - lonialmanda t, worunter er verstand, daß lediglich die Verwaltung in den vom Versailler Vertrag vorgesehenen Gruppen A bis C der Kolonialgebiäe ankeren Staaten zur Förderung der eingeborenen Devi lerung üfi.rtragcn worden ist, solange diese nicht selbst imstande ist, sich zu verwalten. Daraus zog er Folgerungen durch Aufstellung von neun Leitsätzen, wobei er die Auftassung vertrat, daß die Ententelander sich zahlreiche Verstöße gegen den Begriff des Man­dats haben zuschulden kommen lassen. An den Vortrag schloß sich eine längere Diskussion an.

Tagung der deutschen Gesellschaft zur Rettnng Schiffbrüchiger.

Berlin 5. Juni. (WB.) Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrü­chiger hielt heute unter dem Vorsitz des Di­rektors E. Korfs in den Räumen der Handels­kammer ihre 60. Jahresversammlung ab. Reichs- wirtschaftsminister R e u h a u s. der die Glück­wünsche der Reichsreg'erung überbrachte. Mini­sterialdirektor Dr. Doering für das Reichs- verkehrsminist rium, MinisterialdireftorS ch u l z e für die preußische Regierung. Kapitän z. S. Schweppe für die Reichsmarineleitung.

Aus dem Jahresbericht geht bervor. daß durch die Gesellschaft bisher rund 5000 in Seenot befindliche Menschen geret­tet werden konnten. Es wurden Begrühungs- telegramme abgesandt an den Protektor der Ge­sellschaft, den Prinzen Heinrich von Preu­ßen, sowie an die Sektionen Mainz und D a n- zig als den im besetzten Gebiet liegenden Sek­tionen, denen es nicht möglich war, Vertreter zu entsenden. Weiter ausgebaut werden können auf Grund der heute bewilligten Mittel die Statio­nen in Borkum, Rorderney und Friedrichskrovg.

Ein neckischer Strafbefehl.

Man schreibt uns aus Kreuznach: In einem Strafbefehl, den ein hiesiger Bürger er­hielt, heißt es wörtlich:Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Sie des Vergehens gegen die vieh­seuchenpolizeilichen Anordnungen bett. Abwehr und Unterörüchmg der Tollwut des Landrats in Bad Kreuznach vom 10. Februar 1925. . . . Armer Landrat!

Die größte jugoslawische Textilfabrik nieder- gebrannt.

In der Stadt P a r a c i n in Serbien ist die größte jugoslawische Textilfabrik Tcokarovic ab­gebrannt. Der Schaden beträgt über 2 Mil­lionen Dinars. 10 000 Arbeiter sind brotlos.

Don der Technischen Hochschule Darmstadt.

Dem Regierungsbaumeister Dr.-Jng. Georg Blaß zu Darmstadt wurde die venia legendi für Baukonstruktivn und Dr.-Jng. Kunz zu Darmstadt die venia legendi für Chemie an der Technischen Hochschule daselbst erteilt.

Kircheneinsturz in Spanien.

Während der Hauptmesse in der Kirche von Zamorra stürzte die 12 Meter hohe Decke ein. Wie durch ein Wunder wurde feiner der zahlreichen Besucher verletzt.

Schwarze Franzosen überfallen ein Mädchen­pensionat.

Ob er stein, 4. Juni. (Wolff.) Vor einigen Tagen wurde das hiesige Jugendheim auf dem Schloß um Mitternacht von mehreren farbigen Franzosen überrumpelt und auf die darin befindlichen Jungmädchen ein Ver­gewaltigungsversuch unternommen. Die Soldaten zwangen unter Vorgabe einer Paßkon­trolle die Mädchen zum Oeffnen der Tür, wobei sie dieselbe mit den Seitengewehren demolierten.

bleiben.

lieber die Regelung des Heeresersatzes und militärische Borberectungen

sagt die Rote, daß nur Verpflichtungen für 12 Jahre zugelassen werden dürfen. Die Zahl der vorzeitigen Entlasfungen darf das im Ver­trag vorgesehene Verhältnis nicht übersteigen. Um Verstößen bei Vorbereitung von Reserve- kadres ein Ende zu machen, werden gesetzgebe­rische und Verwaltungsmahnahmen verlangt, deren Wortlaut von der Kontrollkommission ge­nehmigt werden muß. Die privaten Ver­bände, die im einzelnen aufgeführt sind, müssen gesetzlich angehalten werden, sich nicht mit militärischen Dingen zu befassen oder irgendeine Verbindung mit dem Kriegsministe­rium oder einer anderen Militärbehörde zu unterhalten. Besondere Forderungen beziehen sich auf die

Schleifung der Festung Königsberg.

Alle Geschütze müssen ausnahmslos auf orts­feste Lafetten montiert werden, und alles rollende Material muß abgeliefert werden. Zu dem KapitelBefestigte Werke, Festungen und feste Plätze" wird eine Reihe von Forde­rungen erhoben, die wie für die Festung Königs­berg den Einbau der Geschütze auf ortsfeste Lafetten verlangen. Die Fliegerabwehrbatterien in Swinemünde sind an den von der Kontroll­kommission bezeichneten Stellen anzulegen. Heber die Befestigung im Kieler Rechteck wird gesagt, daß die Eisenbahn Gettorf-Stohl in ihrem jetzi­gen Zustand erhalten bleiben kann, neue Ar­beiten aber nicht ausgeführt werden dürfen. Schließlich wird verlangt, daß alle erforderlichen Zeichnungen von festen Plätzen und Defestigungswerken, soweit das bisher unvollständig geschah, zur Vervollständigung der Akten über den Zustand der Befestigungen aus­zuliefern sind.

füUung wesentlicher Bestimmungen des Versailler Vertrages gesprochen wird.

Die Ausführungen der Role werden beherrscht von dem Leitgedanken, daß Deutschland sich die Möglich­keit zu verschaffen gewußt habe, zu gegebener Zeit eine seiner Größe und seiner Bevölkerungszahl ent­sprechende kriegsbereite Armee aufzusiellen. Dieser Gedanke, der den wahren Sachverhalt geradezu aus den Kops stellt, muß mit der größten Entschieden­heit zurückgewiesen werden.

Jeder, der aus den umfangreichen Dokumenten den eigentlichen sachlichen Kern herausschält, sieht sich vor die Frage gestellt, ob das denn alles i st, womit die Legende von einem wafsenstarren- den und angriffslustigen Deutschland erklärt wer­den soll.

Auf der anderen Seite bringt die Note im Ver­gleich zu den beiden alliierten Noten vorn Januar d. Js. und im Vergleich mit den sonstigen Aus­lassungen alliierter 'Regierungen wenigstens den Fortschritt, daß sich jetzt zum erstenmal mit einiger Sicherheit übersehen läßt, welche konkreten Einzelforderungen die Alliierten in der Entwaffnungsftage noch an Deutschland stellen wol­len, und daß sie die ausdrückliche Verpflichtung ein­gegangen sind, nach Befriedigung dieser Forderungen endlich die nördliche Rheinlandzone zu räumen. Wenn deut- schenseits auch nach Kenntnisnahme der neuen Note nicht anerkannt werden kann, daß etwaige Rück­stände auf dem Gebiete der Abrüstung die Nicht- innehaltung des vertragsmäßiaen Räumungs- termines rechtfertigen können, so hat die Situation doch eine wesentliche Klärung dadurch erfahren, daß die Alliierten sich nunmehr auf diese Verpflichtung f e ft g e l e g t haben.

Dabei kann aber niemals vergessen werden, daß es zur Erzielung dieses Ergebnisses eines Zeitraumes von 5 Monaten bedurft hat, und daß die Erledigung der Räumungsfrage, d. h. die Befreiung eines wich­tigen Teils des Rheinlandes von der Last der frem­den Besatzung willkürlich um diesen Zeitraum ver­zögert worden ist.

Wäre man der Anregung der deutschen Regierung vom August und September v. I. über die Dur ch- sührung der Generalinspektion im Wege der Verstandlung gefolgt, so würde diese Verzögerung vermieden worden sein. Den­selben Weg der Verhandlung wird man jetzt über zahlreiche Einzelpukte der Note gehen müssen, wenn nicht erneut eine starke Verlangsamung der Erledi­gung der Entwassnungs- und Räumungsfrage ein­treten soll. Die zuständigen Stellen werden sofort an die sorgfältige Prüfung der Note herantreten. Soweit sich dabei ergibt, daß Rückstände gegenüber den Verpflichtungen der deutschen Regierung be­stehen, wird ihre Beseitigung alsbald erfolgen. Vielfach werden die Beanstandungen der alliierten Negierungen noch weiterer Klärung und Verständigung bedürfen, wie dies die Anlagen der Note auch selbst vorsehen. Daß sich Deutschland zu keinerlei Maßnahmen verpflichten kann, die bei loyaler Auslegung noch über die Bestimmungen des Versailler Vertrages hinausgehen ober die beider­seits gebilligten Regelungen preisgeben, versteht sich von selbst.

Man ist sich in deutschen Regierungskreisen dss Ernstes der Situation, von dem die alliierte Rote spricht, vollkommen bewußt, wenn man auch die Tat­sachen, die zu dieser Situation geführt haben, we­sentlich anders als die alliierten Regierungen be­urteilt.

Die Alliierten haben die peinliche Innehaltung des Versailler Vertrages zuaesagt, die deutsche Regierung ihrerseits hat niemals Zweifel darüber gelassen, daß sie gewillt ist, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Auf ihr Recht, dabei den eigenen Rechtsstandpunkt in der Auslegung des Vertrages zur Geltung zu bringen und damit den Anspruch Deutschlands auf Selbsterhaltung zu wahren, kann sie aber nicht verzichten. Nachdem durch eine ver­spätete Bekanntgabe der alliierten Forderungen die Räumung der nördlichen Rheinlandzone, auf die Deutschland einen Rechtsanspruch hat, solange ver­zögert worden ist, dürfen durch Forderungen, deren Vertragswidrigkeit sich etwa bei näherer Prüfung ergeben sollte, nicht weitere Rechtsnachteile für Deutschland entstehen. Die deutsche Regierung hat kein anderes Ziel, als daß auf dem Boden allseitiger Erfüllung übernommenerVerpflichtungen einwahrer Friede und ein fester Rechtszustand herbeigeführt werden, damit das deutsche Volk Ruhe für den Wie­deraufbau und für eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den anderen Völkern erhält.

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Nach dem Eingreifen der Truppe Freydenberg fei der Kampf jedoch zugunsten der Franzosen fortgesetzt worden. Nach einer Agenturmeldung soll die Schlacht, die augenblicklich noch andauert, hartnäckige Kämpfe gebracht haben. Die Kolonne Freydenberg habe jedoch die Oberhand behalten.

Außenminister Br i a nd hatte heute vormittag, ebenso wie an den beiden letzten Tagen, Besprechun­gen mit dem spanischen Botschafter. Außer­dem empfing er den Kommandanten der Mittel- meerflotte Admiral D u m e s n i l. DerJntran- figeant" bringt den Empfang des Admirals mit den Kämpfen im Rifgebiet in Zusammenhang. Minister­präsident Painleve hatte heute vormittag der Heereskommission Mitteilung von der Antwort des Marschalls Lyautey über die Entsendung einer parlamentarischen Ko^itrollkommis- f i o n nach Marokko gemacht. Die Antwort des Generalresidenten ist in jeder Beziehung den An­regungen, die ihm vom Ministerpräsidenten in Uebereinstimmung mit der Kommission gegeben worden sind, günstig. Die Mitglieder der Kommis­sion bestimmten sofort eine Anzahl von Abgeord­neten, die gewissermaßen eine vorläufige Kommis­sion bilden sollen.

Dor einem neuen Angriff der Spanier.

Paris, 6. Juni. (T. U.) Es wird gemeldet, daß der große Angriff der Spanier gegen die Bucht von Algeciras zwischen dem 12. u. 16. d. M. beginnen wird. Ihm wird eine dreitägige Beschie­ßung durch Schiffsartillerie und Flugzeuge vor- ausgehen. Die spanischen Flieger haben festgestellt, daß die Rifleute Schützengräben auswerfen. Außer­dem wurde das Vorhandensein von 30 schweren Geschützen festgestellt. Die spanischen Kampfgeschwa­der sind Freitag zusammengezogen. P r i m o d e Rioera wird den Angriff persönlich leiten.