Ausgabe 
6.6.1925
 
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Amtsgericht Wetzlar

e

weisen war.

ihre Mitwirkung zugesagt.

Rach den in ö^r letzten Bezirlsvorturner- stunde vorgenoumieuen Wahlen setzt sich die Dezi: ^Leitung nunmehr wie folgt zufam- o: Dezirksvertreter

men: Bezirtsvorstan

Srudienrat Ä. Schuchmann. Tgm. Friedberg;

zu einer weionr Mark verurteilt. Der Kaufmann l . Urteil Revision einlcgen, die jedoch durch pus OberlandeSgcricht Darmstadt als unbe­gründet zurückgewiesen wurde.

Der Zrühling erzeugt Sommerlprossen.

Gin einfaches Mittel gegen Sommersprossen- bllduug ist daS allabendliche Bestreichen der in 3rage kommenden Hautpartien mit weitzemEitalbol- Wachs, das Sie in Packungen zu 25 Gramm in der Apotheke erhalten. Sicher: Universttäts-Apoch. zum goldenen Engel. 4860A

Q Wetzlar, 4. Sun'. Der Maurer D. auS Münchholzhausen hatte im Rovember v. S. in Gemeinschaft mit mehreren anderen Burschen in Gro i - Rcchtenb a^ch, seinem damaligen Wohnorte, drei Burschen aus Dornholz­hausen. die Mädchen in Grob-Rechteab-ch be­suchten. aus dem Heinnvege überfallen und mit Stöcken bearbeitet. Hierbei erhielt der 3eugc L. von D. mit einem Stock einen Schlag aus den Kopf wodurch L. ohnmächtig zufammenbrach so daß er von den übriger. Burschen nach Haufe

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 6. Juni 1925.

Der neue Beigeordnete.

Die Stadtverordnetenversamm­lung wählte in ihrer gestrigen Sitzung den Stabtbaurat Dr. 3ng. Ernst H a m m, Bor­stand des Siedlungs^rntes der Stadt Frei­burg i. Br. zum besoldeten (techni­sche ns Beigeordneten der Stadt Diesten.

D-:c neue L'ttgeordne.e ist am 16. Mat 1886 in Kenzingen in Baden geboren und evangeli­schen Är.enntnisseS. Rach dem Besuche des Gym­nasiums in Karlsruhe studierte er an der Tech­nischen Hochschule in Karlsruhe das H o ch b au- f a ch und bestand im Jahre 1909 das Diplom­

Sngcnieur-Cramcn. Mit dem Studium des Hochbaus verband er das Studium der Volks­wirtschaftslehre und legte auch in tiefem Fache das (s tarnen ab. Rach einjähriger mili­tärischer Dienstzeit wurde er zunächst der B z i r k 4 b a n I n f p e k 11 o n Karlsruhe zu­geteilt, trat in 1911 zur Hochbauve r w a l - t u n g der Badischen Staatöeisen-- b a b nen über, führte in dieser Verwaltung ver­schiedene Bauten am Dahnhossneubau in Karls­ruhe auS und war mit der gesamten örtlichen Bauleitung' betraut. Rach Ab.'egung des Re- g i e r u n g 4 b a u m c i i"t c r c r a m c n 4 und vor­übergehender Tätigkeit bei der Bezirksbauinspcl- tton ui ömmeuöingen trat er 1914 in den Dienst dec Stadt Freiburg i.B.. und wurde da­selbst -um Borst an de des S»edlungs- a m t e i dieser QlaM ernannt. In die'er Eigen-

t e n, die gegen polizeiliche Strafversügungen über je 9 Mart wegen Verübung groben Unfugs An­trag auf gerichtliche Entscheidung gestellt hgtten, erzielten in der heutigen Verhandlung Frei­sprechung, da ihnen die Tat nicht nachzu-

Kirche und Schule.

5. Arnsburger Pftngftwoche.

§ Auf Deranlassung des Oberhesfischen Aus­schusses für Dolksmission waren vom letzten Dienstagabend bis Freitag mittag in Arns­burg bei Lich Geistliche und Laien zusammen- getommen, um miteinander die sog. ^Psingst - Woche", etwa eine Freizeit für Erwach­sene. zu halten. Dienstag abend war schlichter Beginn: Mittwoch morgen sprach Pfarrer Probst von Frankfurt überEvangelium und Großstadt" in sehr lebendiger, packender Art. auf Grund feiner Arbeit in den geradezu ungeheuerlichen Röten aller Art, die das Wort Grohstadt" heute in sich birgt Rachmittags war biblische Vertiefung mit dem Thema: .Unsere Berufung", tiefgründig eingeleitet von Pfarrer zur Rieden von Huhdorf. Der Donnerstag- morgen brachte die schwierige und doch so bren­nende Frage der Bibel zur Behandlung, indem Pfarrer G ö ck e l von Hungen in mannigfach praktischer Abzweckung über .Zurück zur Bibel" sprach. Am Rachmittag war wieder biblische Dertiefung über das Thema: .Was ist Bekehrung?" Die besonderen Schwierig­keiten. die hier einer glatten Antwort im Wege stehen, traten schon in dem Referat, das wieder Pfarrer ur Rieden hielt, hervor: die Aus­sprache unterstrich sie noch einmal Am Freitag- mergen sprach dann Pfarrer Kornmann von Ulrichstein, zum groben Teil auf Grund prak­tischer Erfahrungen, überEvangelium und

waren früh die erste::. a.*en>4 o.e l-.^ea und trugen eine edk Mütterlichkeit zur Schau, dte dem ganzen Haus etwaS Sonniges gibt. So sind sie heute noch

Run sitzen sie auf ihrem Balkon oder im Gärtchen, in den Anlagen oder neben dem Sand­haufen und warten ihres Kindes. Und sind so glücklich wie nur eine junge Mutter fein kann.

Das Adreßbuch

der Stadt Giehsn 1925

ist soeben erschienen. Beim Durchblättern findet man, bab der Zweck eines Rachschlagewerks in allen Teilen erfüllt ist. Don dein wichtigen alphabetischen Einwohner- und Firmenoerzeichnis ist jede störende Retlame serngehalten. Auch die übrigen Abteilungen des Buches sind Har und übersichtlich wie denn die technische Aus­stattung überhaupt als vorbildlich bezeichnet wer­den muß Gegenüber den Ausgaben der Kriegs­und Rachkriegszeit ist das Adrcßruch wieder mit einem bis auf die neueste Zeit ergänzten und besonders sorgfältig gedruckten Stadtplan aus- aestaller Auch die Wredereinführung eines Dereinsverzeichnisses wird begrüß! werden.

Das Adreßbuch kann zum Preis von 8 Mark vom Verlag der Brühl schen Druckerei. Schul- straße 7. bezogen werden.

Wohnungen

für die Mitlelrheinturner!

Im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht der W o h n u n g s a u s s ch u st für das 3 2. M i 11 el- rheinische K r e i s t u r n f e st einen Aufruf an unsere Mitbürger, in denen um die Bereit­stellung von Quartieren für die 5 u r n - gäfte unserer Stadt gebeten wird. Man darf es wohl als selbstverständlich aillehen. bab jeder Einwohner sein Bestmöglichstes tun wird, um allen'Gästen ein Unterkommen zu bieten Sin sehr grober Teil der Turner und Turnerinnen wird aus dem Saarland und dem besetzten Gebiete zu uns lommen, also aus Degenden unseres Vaterlandes, deren Bewohner unter dem Druck der feindlichen Besatzung viel auch für uns! zu leiden halten und heute noch allerlei erdulden. Diese Tatsache allein mutz schon ge­nügen zur Anspannung aller unser r Kräfte bet der Beschaffung der Quartiere. Dazu kommt noch bab bei dieser Gelegenheit der gute Rus unserer Staut als Gastgeberin auf dem Spiele steht. Kein Mitbürger versage hier, überall findet sich schon ein Rul-eplähchen für ei ten Tucngast. wenn unsere Hausfrauen sich gründlich umsehen und auch mal eine kleine Unbequemlichkeit mit in Kauf nehmen.

und belästigten die Mädchri U schamlosester Weise. Schl ehlich gelang es dem Schlotzwänrr, mehrere Ziv listen zur Htlf« zu rufen, woraui dir Täter dte Flucht ergriffen. Wir verlautet, feil die Desatzungsbchörve eine Bestrafung der SUkaten a b g e 1 c b n t haben, solang.- nicht die Forderung auf Errichtung eines Bordells für die farbige*. Tesayungstruppen erfüllt wird.

Kongreß der <Synäko!ogischen Gesellschaft in Wien.

In Wien wurde unter dem Präsidium Professors P e h a m der vom 3. bis 6. Juni tagende Kongreß der Gynäkologischen Gesellschaft eröffnet, zu dem eine große Zahl von Frauenärzten oud Deutschland einge- trofsen ist. Um den Kollegen aus dem Reich möglich^ ausgiebig Gelegenheit zu geben, zu Worte zu kommen, werden mit Ausnahme der Professoren Kermänner-Wien und Stöckel-Inns­bruck. die über ..Tötungen nach Geburten" re- ser er n D r.r.'g: nur v n r.ichs^eutstfenFrauen- ärjtcn £cf)alt;n. darunter von Professor M e ng r - Frankfurt a. M. und v. Iaschke- Gießen über bat zweite Hauptthema ..Ka­tarrhalische Zustände". Dre Wiener Frauen­ärzte haben ihre Beobachtungen auf dem Gebiete der Frauenheillunde und der Geburtskunde in zwei Festschriften niedergelegt. In Verbindung mit dem Kongreß findet im großen Konzert- Hause eine Ausstellung von Medikamenten, In­strumenten und Apparaten statt. Zur Unterhal­tung der Gäste aus dem Reiche nach der wisten- schastlichen Arbeit sind eine Reihe von Ver­anstaltungen, darunter eine Festvorstellung in der Staatsoper und ein Empsang im Rathause, vorgesehen.

Jugend". wo>ei neb< i dem Grundsätzlichen di« verschiedenen Gruppen der 3ug:nbbetrc]u.ig, wi« Arbeiterlugend, völkische, idealistische, autzerkirch- liche oder kirchlich-kritische Jugend unb auch Die evangellsch-tllchp.che Jugend lehandelt wurden. An alle Referate Ichlosscn sich längere, weiter- sührende Aussprachen an; morgenS und abends waren, fast ausnahmslos bei schönstem Wetter unter dem Wald kreuz. Andachten Per Donners­tagabend brachte eine Feier des bl. Abendmahls. Möchten diese gesegneten Tage still wr.lerwirken an denen, die sie erleben durften, und möge die Oeffenllichkeit hier sehen, wie im Stillen «reife der evangelischen Kirche sich rüsten und einen zu neuen Ausgaben und zu tiefergehendem Wirken.

Amtsgericht Gießen.

Gießen. 4. Juni. Ern hiesiger Hausbe­sitzer hat den unteren Stock seines Hauses an eine Witwe vermietet, die ihrerseits einenerl

ihrer Wohnung an einen Kausmann weiterver­mietet hat Außerdem hat der Hausbesitzer in dem unteren Stock noch ein Zimmer inne, in dem ein 'Beit steht. 3m letzten Winter wollte nun der Resse des Hausbesitzers in diel - n Zimmer schla­fen. er konnte jedoch die Flurture n.chi offnen, da diese eS war schon nach 10 Uhr Abends von innen verriegelt war. 'Als ihm auf wieder­holtes Klopfen mrd Schcllen nicht geöffnet wurde, holte er- den Sohn des Har^ref-chcrs zu Helfe. Die beiden jungen Leute I.hellten und klopf'en nun etwa , Stunde lang, bis eirdllch der Unter­mieter. der oben erwähnte Kaufmann, erschien Es entspann sich zwischen ihm und den jungen Leuten ein Wortwechsel, in dessen O. erliuf Der Kaufmann plötzlich Den Riegel zurückschob. die Ture öffnete, soweit es die vorgelcgte Sicherhottskel.e gestaltete, uird denr Sol)n des Hausbesitzer der in dem­selben Augenblick seinen Fuß dazwischen schob, mit einem Tangen Stock auf die Fingcr schlug und ihm dazu noch einen Stoß vor die Brust versetzte. Insolge des Schlages en t ft an L an der Hand eine start blutende Wunde, die Den Derkytt.-. mehrere Tage arbeitsunfähig machte. Der Hausbesitzer erhob als gesetzlicher Vertreter fernes m ader- jähngen Sohnes Priratklage geger den Kauf­mann wegen Körperverletzung, und drefer wurde deshalb zu einer Geldstrafe von 2 5

** ' 'gegen daS

schäft ist er vom üiabUat in Fre-burg mit der Aufarbeitung eines generellen Bebau­ungsplanes betraut, der die getarnte zu­künftige Entwicklung der Sradt Freiburg nach der baulichen, rettehrsrechnischen und wirtschaft­lichen Scuc umfaßt. 3m Zu'ammenhang mit diesen bedeutsamen Aufgaben md von ihm die Vorarbeiten für eine neue Zonenbau- o r D n u n g und für eine Revision der Bau­ordnung bearbeitet worden Dr. Hamm, der Den Rus eines äußerst tüchtigen, vielseitig ge­bildeten und pralli'ch bewährten Beamten ge­nießt. wird in seiner neuen Stelle als tech­nischer Beigeordneter unserer Stadt reiche Ge­legenheit fi-ioen, eine bisherigen umfangtei ;en Erfahrungen und Kenntnis'e in Gießen zu ver­werten. Auch schriftstellerisch hat er fich bisher lebhaft betätigt durch wertvolle Arbeiten ins­besondere übet städtebauliche und Verkehrs- Probleme An Der" Technischen Hochschule in Karlsruhe promovierte er auf Grund einer Dissertation überDie Entstehung und Entwick- lung des Altstadtgrundrisfes von Freiburg i. Dr." zum Dr.-Ing. Dr. Hamm, der sich bei der hiesigen Stelle im Wettbewerb mit 173 Bewer­bern befand, stand kürzlich in Heidelberg unter 149 Bewerbern zur engsten Wahl für eine vor- tige Dürgermeisterstelle.

Junge Müller.

Wan muß feine Freude an Den vielen jungen Frauen haben, Die mit ihren Kindchen jetzt in Den Anlagen auf Den Danken sitzen und sich miteinander freundlich unterhalten. Dabei haben sie ihren Liebling auf dem Schoß oder neben sich, auch wohl zu ihren Füßen im Sande hocken, und tauschen die Erfahrungen aus, die sie beim Erziehen des kleinen Erdenbürgers gemacht haben und noch täglich machen: denn natürlich ist es interessant, aus anderem Munde zu hören, ob andere Rkütter auch soviel Schwierigkeiten und Arbeit mit der Erziehung haben.

Die anspruchslos die meisten dieser 1 ungen Frauen seit ihrem Mutterglück doch geworden sind! Eie sind froh, wenn sie letzt ein Platz im Grünen ergattern und Dort angenehme Gesell­schaft finden, ein kleines Gespräch machen und die Zeit angenehm verbringen können, dte ihnen von den Pflichten der Wirtschaft nachmittags freibleibt. Ich frage mich manchmal im Vorbei­gehen, ob sie wohl vor ein paar Jahren als junge Mädchen auch so genügsam gewesen waren, so geduldig und dabei doch fröhlich, und glaube langsam, daß Kinder sehr heilsame Erzieher sind, denn ich sehe unter meinen Bekannten viele, die sich durch ihre Kinder merkwürdig verändert haben.

Im ersten Jahr der Ehe waren sic zum t^ciL recht genußsüchtig, eitel und in allen Ehren ein wenig kokett, sie wollten auffallen und immer dahin geführt werden, wo das Leben am stärksten rauschte. Sie stürzten sich gern in den Strudel der Gesellschaften hinein und nahmen alle Freu­den mit, die ihnen zugänglich' waren. Es wurde schon ein wenig anders, als sie ihr Kind er­warteten. Größere Ruhe kam über sie und eine Art Herzlichkeit, die man früher vergeblich bei ihnen gesucht hätte. Run hatten sie schon allerlei Heimlichkeiten. Und nachher das Kino! Da war mit einem Schlage alles anders. Sie sorgten fich,

' Der Umtausch von Derfiche- rungstarten j u r 21 n geteilte noer- r u n g- Von Den Ausgabestelle der Angeftclllenvel- sicherung bet Stadt Gießen wird Darauf hingeune [en. Daß von Den im Anfang Des Jahres 1923 ausgestellten V.rsicherungskarlen bisher lauin die Hälfte 3um Umtausch vorgelegt roorben .st. Bei regelmäßiger MarkenverwenDung, was mit Aus­nahme von wenigen erwerbslosen "Angestellten bei allen Versicherter Der Fall gewesen sein Durfte, waren Die Karten im ersten Vierteljahr 1925 zum Umiaujd) einzureicheu. Zur Vermeidung van Nach­teilen seien D. her alle Arbeitgeber und Versicherte nochmals auf Die Pflicht zum Umtausch aufmerksam gemacht. In allen Fällen, in Denen nach Dem 30. I-^ii Karten mit erheblicher Verspätung umge- tauschUverden, wirb außerdem Antrag auf Bestra­fung ie Erwägung gezogen. .

Das Radrennen um die Mei­sterschaften des Landesverbandes Hessen, das morgen anläßlich des 40. Stif­tungsfestes Des Gießener Radsahrer- Vereins 1 885 ftattfinDet, wird um 6 Uhr am Feldschlößchen beginnen. Die Teilnehmer an dem Rennen dürften voraussichtlich zwischen 12 und 1 Uhr zum Endspurt vor dem Ziel - Schützen Haus erscheinen. Im übrigen fin­den anläßlich des Festes morgen und übermorgen auf der Liechgshohe allerlei radsportliche und gZ llige Darbietungen statt, die den Festbesuchern recht unterhaltsame Stunden bereiten werben. Man beachte die Ankündigung im A.rzeigentell.

-ck Städtische Heugrasver steige- rung. Bei der gestrigen städtischen Heugras- versteigeruna kostete der Morgen im Durch­schnitt 45 bis 46 Mark.

** Die Anmeldung zur Auswande­rung nach Amerika wieber möglich. Das amerikanische Generalkonsulat in Frankfurt am Main, Schillerstraße 20, gibt bekannt: Es werden bis auf weiteres wieber neue schriftliche Anmel- ' Düngen von Personen angenommen, Die bsabsich- tigen, nach Den Bereinigten Staaten auszuwandern. I Diese Personen müssen in bem jetzigen Deutschen Reich geboren fein, mindestens bie letzten zwölf Monate in Hessen, Hessen-Nassau ober Der Rhern- plalz gewohnt haben unb jetzt noch in einer dieser Provinzen ansässig sein. Bei der schrifllichen An- melbung muß bie volle Abresse angegeben werben. Es werden weder Wartenumemrn ausgeteilt, noch anerkannt. Personen, die sich jetzt anmelden, können damit rechnen, bah sie in ungefähr 10 bis IG Monaten berücksichtigt werben. Personen, bie sich jetzt nicht anmelben, können vor bem 1. Juli 1926 nicht mehr vorgemerkt werden und vor zwei Jahren von diesem Datum ab kein Visum erhalten.

BZettcrvoraussagc.

Wenig Aenderung der herrschenden Wetter­lage.

Ueber Irland ist der Luftdruck wieder etwas angestiegen. Gleichzeitig hat sich das Island- Ties etwas nordwestlich zurückgezogen. Ueber Frankreich sind Teiltiefe zu beobachten, die vor­übergehend Störungen auch bei_ uns Hervorrufen können. Die Aussichten auf stärkere Regenfälle haben sich zunächst wieder beträchtllch verringert.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag. Gießener Radfahrer-Verein 1885, 8 Uhr, Liebigs- höhe: Beginn des 40. Stiftungsfestes. Licht' spielhaus. Bahnhofstraße: ,Rosita".

T c» g e s k a l e n d e r für Sonntag. Gießener Radfahrer-Verein 1385, 3 Uhr, Liebigs- höhe: Saalsportfest anläßlich des 40. Stiftungs­festes. Raturhellverein: Ab 3 Uhr Farnllien- nachmittag auf tem Trieb. Dienenzüchterverein, 3 Uhr bei Kraft: Versammlung. Verein ehern. 116er, 2 Uhr Ludwigsplatz: 'Abmarsch nach dem Schiffenberg. Astoria-Lichtspiele: »Tom Mir . Lichtspielhaus, Dabnhossstraße: Wie Samstag.

Aus dem Stadttheater bureau wird uns geschrieben: Das bereits angekündigte einmalige Gastspiel der deutsch*russischen Klein- kunstbühne ..Der blaue Vogel" am kommen­

de:. Freitag, 12. Juni, bittet dem Gießener I Publikum etwas so Eigenartiges, wie es hier noch nicht zu sehen war. Die russische Inszenie- I rungskunst geht bekanntlich ganz eigene Wege, unb gerade ..D e r blaue Vogel" war ein Pionier die er Richtung. Welch internationalen Rus Die Gäste genießen, mag daraus erhellen, daß dem Sbreitec dieser Zeilen d e'er Tage eine Zeitungsnotiz auS Genf in die Hände Tarn, die die aufjerorDentlij e W rkung de^ .Blauen Vogels" festste!! c und Dabei ausdrücklich be­tonte, daß hier größte Wirkungen ohne Zwei- beutigkilcn erzielt würden, auch sei Die Sar- stcllungsweise eine so klare unD sprechenDc, Daß die Sprache kein Hindernis für das Verständnis bilde. Hoffentlich findet diese außerordent­liche Darbietung ein recht zahlreiches Publikum.

Turnen, Sport und Spiel.

Ans dcm 5. Bezirk

des Tnrngaues Hessen (D. T.)

Das dicSjährigc volkstümliche Be­zirksturnen des 5. Bezirks findet am mor­gigen Sonntag in Rieder-Weisel statt. Der Dortige Turnverein ücrbinDet mit der Bezirks- Veranstaltung die Feier feines 25jährigen Be­stehens. Um die Schüler vom Festrstruoel fern­zuhalten, finden für sie die Wettkämpse bereits am Samstagvormittag statt. Der festgebende Ver­ein hat umfangreiche Vorbereitungen getroffen, um der Veranstaltung ein echt turnerisches Ge­präge zu geben. Der Turnplatz, der dieser Tage Dom Turn ausschuß des Bezirks besichtigt wurde, ist vorzüglich gewählt und genügt allen tech­nischen Anforderungen.

Am 2. Pfinastfeieriage verband der Turn­verein O ft b c t m die Wcihe seiner neuen Stan­darte mit einem Werbeturnen, an Dem ver­schiedene Bezirtsvereine ersolgreich beteiligt waren, u. a. boten Die Frauenabteilungen Der Vereine von Butzbach und BaD-Rauheim Vorzügliches. Die vorn Qrtsgeistlichen. Pfarrer M ö b u ä, ge­haltene Festrede erhob sich weit über das All­tägliche. Der Redner, selbst einst Turner und als solcher Mitbegründer des Männerturnver- e i n s G i e ß < n, zeichnete treffend die hohen Ziele des deutschen Turnens und 6er Deutschen Turner- schafl.

.j>u einem groß angelegten Werbeturnen will auch der Turnverein Rieder-Mörlen dem­nächst bie W.che feiner Fahne gestalten. Kräfte | aus Frankfurt a. M und Aschaffenburg haben

B,-/Asschriftwart H. ßottig. Tv. Steinfurth: Dezirlsrechner W. Hofmann, Mtv. Bad-Rau- heim; Bezirksprcssewart und Stellvertreter des Bezirksvecn tcrs: Hch Qßwatd. Tv. 1860 Bad- Rauheim. Turnausfchuß: i Bezirksturn- toart Fritz Hartmann, To. 1860 Bad-Rau- heim: 2. Dezirksturnwart Wilh. Gang. Tv. Langgöns: 1. Bezirlswart für das Volksturnen: vuu vt/ii __________ _________

H. Gabler, Tgm. Friedberg: 2. Bezirkswart ge5rad)t werden mußte. Auch üt e*- durch die für das Voltsturnen Paul Boenig. Turn- und ßicr5ci erlittene Verletzung einige Zeit arbeits- Sportv. Butzbach: Dezirksfpielwart Walter unfähig gewesen. D. batte sich dieserhalb heute Tropp. Tgm. Friedberg; Dezn'Lschwimmwart ti)cgc.x gefährlicher Körperverletzung zu vcrant- A. Balzer, Tgm. Friedberg. Worten. Der Angeklagte wollte an dem fraglichen

linberfhth Laikia Tage betrunten gewesen sein und von nichts

.«noerrittv megr wissen. Die Aussagen ö:c Zeugen ergaben.

Man berichtet uns: Arn 2. Pfmgstfeiertag fand Angeklagte den Schlag gegen L. ab-

beim RuderklubHafsi a" Die Taufe Der gcgcben ^uch beknndete der Zeuge L., daß neu beschafften Drei Boote stall, Die zur Angeklagte ihm schon einen Geldbetrag an- ZufrieDenheit Des Vereins ausgefallen sinD. Zu Der geboten Hube, Damit er Den gestellten Strafantrag Feier Hanen fich Die Mitglieder nebst Angehörigen zurücknehme Das Urteil lautete auf 60 Mark sowie zahlreiche Sportsinterefsenten eingefunden. In Geldstrafe, Hilfsweife 12 Tage Gefängnis, seiner Ansprache betonte Der 1. VorsihenDe Schuß- außerdem Auferlegung der Kosten des Ver- I e r, Daß Die Anschaffung Dieser Boote aus eigenen führens.

Mitteln Des Vereins erfolgte und dies nur durch die I Bergmann P. aus Rau dorn war

treue Anhänglichkeit Der Mitglieder an Den Verein ebenfalls wegen gefährlicher Körperverletzung an- ermöglicht wurde. Den Ruderern legte er ans Herz, gc[[Qgt Qr fD[[ am 2 Qsterfeiertag nachts drei bas neue Mat?rial als Gemeingut aller Mitglieder Burschen aus Raudcrn ohne jcglichcn Grund

schonend zu behandeln, damit bie Boote lange Zeit überfoilen und hi rbei mit einem Messer auf bem eblen Sport unb zu neuen Siegen für ben Ver­ein bienen mögen. Der Vorsitzenbe taufte darauf ben Achter auf ben NamenHafsi a", bie beiben Vierer

diese eingestochen haben. Zwei Burschen tourten k amals derartig verletzt, daß sie einige Zeit im _ . Kranienhaus behandelt wurden. Der Angeilagte

auf Die NamenHermann unDKarl zu fo^ritt, der Angreifer gewesen zu fein, londern Ehren Der langjährigen verdienten Mitglieder Her- tDi[l vielmehr von Den lraeichen Burschen über­mann Kaiser (Dereinsrechner) und Karl Wen- fallen worden sein und y r'"i in ter Rotwehr zel (Instruktor). Die neuen Boote traten dann ihre ,u bem Messer gegri-fen haben. Auch bekundete erste Fahrt an, woran sich eine eindrucksvolle Auf- er> haß et schon öfters überfallen woeden fei, fahrt des gesamten Bootspartes anschloß, bei Der einmal im vorigen Jahr sei er sogar ins Wasser 55 Ruberer geschlossen starteten, eine Begebenheit, geworfen worden, t i auf feine

bie in der Geschichte der Ruberoereine an Der Lahn politische Gesinnung uei. .führ:u, Das Gericht wohl einzig basleht. Eine photographische Aufnahme h^ligte bem Ange Nagten berechn >tc Rotwehr ber Festteilnehmer beschloß bie offizielle Feier, an ,u und erkannte au, seine kostenlose Frei- bie sich eine Abenbunterhaltung mit Musik im sprech ung.

Bootshaus anschloß. I Der Zimmermeister D. aus Raunheim

Zu ber am morgigen Sonntag, 6 Juni, in und der Arbeiter K. aus K 1 e i n - A l t e n stä d- Mühlheim a.M. statkfindenben Regatta Des Süddeutschen Ruderverbandes sendet der Verein zum ersten Male in diesem Jahre seine jungen Ruderer zum ernsten Wettkampf hinaus. Von Den ausgeschriebenen 15 Rennen hat ber Verein fünf gemelbct, unb zwar Schülervierer, Jungmann- oicrer, Gastvierer, 2. Senioroierer und 2. Achter.

vier