Einzelbild herunterladen

an schloß. Immerhin war die Erhöhung der Kurse nicht so stark, daß von einer allgemeinen Befesti­gung gesprochen werden konnte. Der Gesamt­verkehr war unverändert klein. Eine ge­wisse Anregung ging von der nunmehr erfolgten Anspannung am Geldmarkt aus, wo unter den letzttägigen Höchstsätzen anzukommen war. Tagesgeld wurde mit 810 Proz., Ultimogeld mit 9} bis 11 Proz. genannt. Vorübergehend etwas lebhafteres Geschäft war am Staatsanleihe­markt, jedoch zu Kursen, die unter dem gestrigen Schlußnioeau lagen. Die unerfreuliche Diskussion über die Abänderungsanträge zur Pfandbrief­aufwertung wirkte außerordentlich verstim- wend auf das Geschäft in diesen Werten ein. Die gestrige Steigerung des Lira kur ses scheint sich wieder verflüchtigen zu wollen. Die Devise Mai­land wurde heute vormittag ebenfalls erheblich unter ihrem Höchststand vom Vortage gehandelt und stellte sich gegen London auf 121'einsechzehntel. Schwächer lagen auch der französische und der bel­gische Frank. Heutige Marknotierungen jagen aus London mit 20,42 und Paris mit 4,80; vor.

Dev',s2NM2^' TZerlmZrantfurt a. M.

(In Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-AireS, London, Neu» York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien nnb Budapest für 100000 Einheiten, alleL übrige für 100 Einheiten.)!

Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.

3 ni

4 Juni

Amtliche Noti rang

Amtliche Notierung

(Selb

Briet

Geld

Brief

Amsl.-Nott.

168.54

168,96

168 51

168.93

Bucn-Aircs

1.683

1.687

1.676

1,680

Brss.-Antw.

20,30

20,36

20 05

20,11

Gbriftiania.

70.26

70,44

70,38

70,49

Kopenhagen

78,39

78,95

78,75

78,95

Stockholm .

112.28

112,56

112.26

112.54

öelhngforS.

Italien. . .

London. .

10.574

17,03

10.614

17.07

10 475

16.79

10,614

16.83

20.387

20,439

20,382

21,4.34

Neuhork ..

4.195

4,205

4.195

4.205

Paris. . . .

20,86

20,92

20.55

20.61

Schwei; . .

81,28

81,40

81 295

81.495

Spanien. .

61,07

61,22

61.12

61.28

Japan . . . Mo de Jan.

1,721 0.448

1,725 0.450

1,721 0 446

1,725

1.448

Wien in D- Ceft. abgest.

59,054

59,194

59,06

59,20

l&x::

12.425

12.465

12,43

12,47

6.97

6.99

6 97

6.99

Budapest. . Bulgarien

o,6 8 2,995

5,918

3,005

5.898

3,035

5,918

3,045

Lissabon

20,475

20,525

20 475

20.525

Danzig. . . Konstantin-

80,90

81-10

80 89

61.09

2,265

2,275

2 265

2,275

Athen. .

7.14

7.20

7 09

7.11

Berlin, 4 Juni.

Geld

Brief

Amerikanische Note» ..... Belgische Noten ....... Dänische Noten . ....... Englische Noten........ Französische Noten ...... Holländische Noten...... Italienische Noten ...... Norwegische Noten...... Deuksch-Oestcrr-, 5100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten ... ...

4.177

19,98

78,60

20.348

20,49

168,08

16.87

70,06

59,06

112.02

81,22

60,95

12,46

5.87

4.197

20,08

79.00

20,448

20,59

168,94

16,95

70,44

59.36

112,58

81,62

61,25

12,52

5.89

5:r ?? ©etrc<i>2börfe. "1 (Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 4. Juni. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 22,25 bis 24,50, Roggen, inländ. 20 bis 22,50, Sommergerste für Brauztvecke 21 bis 25,50, Haber, inländ. 19 bis 23, Mais (gelb) 21,25 bis 23,25. Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 38,75 bis 39,75, Roggen- mehl 31,25 bis 32,75, Weizenkleie 12,50, Ryggrn- kleie 13,50. Tendenz: Stetig.

Frankfurter Schien'-viehmarkr.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt, 4. Juni. Auftrieb: 18 Rin­der, darunter 18 Färsen und Kühe, 861 Kälber. 111 Schafe, 1077 Schweine. Färsen und Kühe, vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlacht­werts bis zu 7 Jahren, 80 bis 85, wenig gut entwickelte Färsen 70 bis 78, mäßig genährte Kühe und Färsen 60 bis 67, gering genährte Kühe und Färsen 50 bis 58. Schafe, Mast­lämmer und Masthämmel 40 bis 46, geringere Masthämmel und Schafe 32 bis 38. Schweine, vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 74 bis 75, unter 80 Kilogramm 70 bis 73, von 100 bis 120 Kilogramm 70 bis 73, von 120 bis 150 Kilogramm 70 bis 73, Fettschweine über 150 Kilogramm 70 bis 73. Marktverlauf: Käl­ber bei lebhaftem Handel geräumt, Schafe schleppend und Tieberstand, am Schweine­markt ruhiges Geschäft und in schweren und fetten Schweinen größerer Tleberstand.

Berliner

Berlin, 4. Juni. Der Produktenmarkt ver­kehrte auch heute in matter Haltung. Dir festeren Auslandskurse gewannen kaum Einfluß, so daß es an Unternehmungslust fehlte. Es notierten für 1000 Kilo: Weizen, märk. 262 bis 265, Juli 264,50 bis 265, Roggen, märk. 212 bis 216, Juli 212,75 bis 212,50, Gerste, märk. 226 vis 242, Futtergerste 200 bis 218, Hafer, märk. 234 bis 242, Juli 189, Mais (La Plata) (loko Ber­lin) 208 bis 211; es notierten 100 Kilo. Wei­zenmehl 33,75 bis 36,25, Roggenmehl 29,50 Vis 31,50, Weizenkleie 13,80, Roggenklrie 14,30 bis 14,40, Biktoriaerbsen 23 bis 27, Kleine Erb,en 22 bis 25, Futtererbsen 19 bis 21, Peluschken 18,50 bis 20, Ackerbohnen 19 bi2 21, Wicken 20 bis 22,50, Lupinen, blau 10 bis 11, dto. gelb 11,50 bis 14, Seradella 13 bis 15,25, Raps­kuchen 15,20 bis 15,60, Leinkuchen 22,40 bis 22,80, Trockenschnihel 9,80 bis 10, Kartoffel­flocken 19 bis 19,30.

Vorschläge genehmigt: für Wohltätigleitszweckr wurde em Betrag aus laufenden Mitteln be­willigt. Die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglie­der, Bäckermeister August Beltz und Schreiner­meister August M e u e r, wurden einstimmig wie­dergewählt. Die Kasse befindet sich in bester aufsteigender Entwicklung.

Kreis Schotten.

dj L a u b a ch , 4. Juni. In den hiesigen Gast­häusern und in Privatquartieren befindet sich bereits eine stattliche Zahl von Sommerfrischlern, die hier in der Stille des Landlebens und in der reinen Gebirgsluft Erholung vom aufreibenden Leben der Großstadt suchen. Ebenso hat sich der tou­ristische Verkehr belebt. Jedoch hat er im Vergleich zu früheren Jahren etwas nachgelassen. Frl. Anna Nebel und ihre Schwester (in der Kinder­pflege besonders ausgebildet) haben hier einF a - milienheim" für kleine Kinder errichtet, worin die Kleinen sorgfältige Verpflegung erhalten. Bis jetzt find vier Kinder untergebracht, die im Alter von i bis 3 Jahren stehen. Die Ob st bäume haben reichlich angesetzt, jedoch ist die Ernte durch die verschiedenen Schädlinge schwer bedroht, die sich in diesem Jahr in ungewöhnlicher Menge eingestellt haben. Besonders die Blattläuse treten in ganzen Scharen auf. Unter ihnen leiden besonders die Z wetschen bäume und die Beeren- st r ä u ch e r. Auch die Eichenwaldungen leiden in diesem Jahr durch die Schädlinge ganz außerordentlich. Anstatt des frischen Grüns, das sie in sonstigen Jahren auszeichnet, zeigen sie jetzt eine bräune Färbung. Sie stehen in Gefahr, ihren Blätterschmuck ganz zu verlieren.

Q We11erfeld, 4. Juni. Der in weiten Kreisen als tüchtiger Geschäftsmann bekannte Müh­lenbesitzer Louis Schudt ist heute morgen ganz unerwartet v e r st o r b e n. Er hinterläßt eine Witwe und drei Söhne in noch jugendlichem Alter. Er hatte sich einige Tage lang unwohl gefühlt, ohne daß sein Befinden zu ernstlichen Befürchtungen An­laß gab. Der Verstorbene stand im 57. Lebensjahr.

B Herchenhain, 4. Juni. Der vor kurzem ernannte neue Geistliche unserer Pfarrei, Hugo Fritsch, seither Pfarrassistent in Lampert­heim, wird am Sonntag nach Trinitatis (14. Juni) durch den Superintendenten von Oberhessen, Ober­kirchenrat Wagner, in feierlichem Gottesdienst in feine neue Stelle eingewiesen werden.

B Gedern, 4. Juni. Die bevorstehenden Bürgermeisterwahlen erregen in verschie­denen Gemeinden der Umgebung die Gemüter sehr stark. Der Wahlkampf wird mit einer Schärfe ge­führt, die bei sonstigen Wahlen, auch den früheren Wahlen, hier nicht üblich war. Auch die Frauen be­teiligen sich eifrig an den Wahlvorbereitungen und der Agitation. Es scheint fast überall ausgeschlossen, daß man sich auf einen Kandidaten einigen kann. So gedenken sicherem Vernehmen nach, zu kandi­dieren : In Herchenhain der seitherige Bür­germeister Heinrich Komp und Ernst L i m k e r, in Hartmannshain: der seitherige Bürger­meister Heinrich Strauch und Karl Luft, in Burkhards: der seitherige Bürgermeister Hein­rich Kneipp und Wilhelm Kunkel.

Kreis Alsfeld.

!*! Aus dem Kreis Alsfeld, 4. Juni. Nachdem die Geldoerhältnisse wieder stabil gewor­den sind, beginnt bei Kreisbaubehörde mit den hin­ausgeschobenen Schulhaus - Neubauten. Voriges Jahr wurde in Ruppertenrod das erste neue .Schulhaus nach dem Kriege eingeweiht. Gegenwärtig hat die Kreisbaubehörde mit dem Neubau des Schulhauses zu L e h n h e i m begon- *nen. Es ist als einklassiges Schulgebäude mit Leh- ^.rerwohnung vorgesehen, doch hat man Vorkehrun­gen für den späteren Anbau eines zweiten Schul- - faales getroffen. Die Arbeiten sind z. Z. bis zum Kellergeschoß gediehen. Der Kostenvoranschlag be­trägt etwa 3040 000 Mk. Bis zum Herbst hofft man das Schulhaus bezugsfertig zu bringen.

Kreis Lauterbach.

ch Engelrod, 5. Juni. Die Gedächtnis­kapelle fürtz unsere Gefallenen vom Weltkrieg geht ihrer Vollendung entgegen. Man ist jetzt bei der Ausmalung des Inneren. Die zur Darstellung gebrachten Bilder rufen in würdiger Weise in dem Beschauer die Erinnerung an die große und schwere Zeit des Krieges wach. Man gedenkt die Kapelle am 2. August, der seinerzeit der erste Mobilmachungstag war, einweihen zu können.

schweigend, also auch ohne besondere schriftliche I Dereinbarung, ein sogenannterWerkvertrag" zu- | stände gekommen.

Maßgebend für die Beurteilung des Falles ist der Paragraph 278 des Bürgerlichen Gesetz­buches. dieser lautet:

Der Schuldner hat ein Verschulden seines gesetzlichen Vertreters und der Personen, deren er sich zur Erfüllung seiner Verbindlichkeiten bedient, im gleichen Ilmfange zu vertreten wie eigenes Verschulden. Die Vorschrift des Para­graphen 276 des B.G.D.. Abs. 2. findet keine Anwendung."

Der Fall zeigt also, daß jeder Handwerks­meister in dem Augenblick der Hebernahme eines ihm von einem Kunden erteilten Auftrages im Sinne des Gesetzes als Schuldner angesehen wird und nach dem Paragraph 278 des B. G. D. auch für die Fahrlässigkeit seines Gesellen genau so wie für eigenes Verschulden zu haften hat. Eine Befreiung von der Haftung, wie sie der Para- gravh 831 des B. G. B. zuläßt, der sagt:Die Ersahpslicht tritt nicht ein, wenn der Geschäfts- Herr bei der Auswahl der bestellten Personen und, sofern er Vorrichtungen oder Gerätschaften zu beschaffen oder die Ausführung der Vorrich­tung zu leiten hat, bei der Beschaffung oder der Leitung die im Verkehr erforderliche Sorg­falt beobachtet oder wenn der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden.sein würde", ist also dann nicht möglich, wenn der Schadensfall innerhalb des Werkvertrages fällt und nach dem Paragraph 278 des B. G. D. be­urteilt werden muh. Die Bestimmungen des letzterwähnten Paragraphen gehen sogar so weit, daß der Meister auch für die Unehrlichkeiten seines Gesellen, falls dieser also eines Dieb­stahls am Kunden überführt wird, in voller Höhe aufzukommen hat.

Jeder Handwerksmeister kann aus diesem die Lehre ziehen, sich gegen Haftpflicht zu ver­sichern.

Wirtschaft. Die Zukunft unserer Handelsbilanz.

In den ersten vier Monaten dieses Jahres hatte die Handelsbilanz einen Gesamtfehlbetrag von 1,7 Milliarden Mark aufzuwsisen. Damit hat sie schon weit mehr als die Hälfte des im vergangenen Jahre auf 2,7 Milliarden Mark sich belaufenden Fehl­betrages erreicht. Bei der Fortdauer dieses Zustan­des wird der für dieses Jahr geschätzte Fehlbetrag von 45 Milliarden Mark wahrscheinlich noch weit überschritten.

Beachtlich ist, daß auf der Einfuhrseite die Ein­fuhr von Lebensrnitteln usw. nur ganz geringfügig zurückgegangen ist, während auf der Ausfuhrseite der Absatz an deutscher Fertigware sich außerordent­lich veringert hat. Wie wichtig gerade in bezug auf die Lebensrnittel die Entwicklung der Handelsbilanz ist, mag zeigen, daß auf der Einfuhrseite der Im­port von Lebensmitteln noch immer 75 Prozent des­jenigen von 1913 beträgt, während die Einfuhr von Rohstoffen und Halbfabrikaten auf 53 Prozent her­untergedrückt werden konnte. Auf der Ausfuhrseite dagegen sind Lebensrnittel nur noch mit 31 Prozent des Vorkriegswertes beteiligt, während z. B. die Maschinenindustrie ihre Ausfuhr auf beinahe 90 Pro­zent steigern konnte. Andere wichtige Verschiebungen haben stattgefunden in der Gruppe dec Textilien. Hier ist der Einfuhrüberschuß von 500 Millionen in der Vorkriegszeit auf 1,5 Milliarden gestiegen. Bei der Kohle hat sich der Ausfuhrüberschuß von 300 Millionen Mark im Jahre 1913 in einen Einfuhr­überschuß von 300 Millionen Mark im Jahre 1924 verwandelt, so daß im ganzen eine Differenz von 600 Millionen Mark entstanden ist. Für Eisen hat sich der Friedensausfuhrüberschuß von 1 Milliarde Mark auf 4500 Millionen Mark gesenkt.

Alle diese Zahlen beweisen die ungünstige Lage der Industrie von der Rohstoffproduktion bis zum Fertigerzeugnis sowie die Folgen des Versailler Vertrages, der uns die landwirtschaftlichen lleber- schußgebiete genommen hat. Leider zeigen die An­gaben aber auch, daß die Aufnahmefähigkeit und die Aufnahmewilligkeit des Auslandes für einen erheblichen Teil der deutschen Erzeugung nicht stär­ker, sondern im Gegenteil geringer geworden ist. Die Schutzzollpolitik des Auslandes wird immer

erireüern und eine zweite Belegschaft einstellcn wird. Die von deutschen Werken gegebenen Auf­träge sichern eine ausreichende Beschäftigung bis zum nächsten Frühjahr.

* Kreditverhandlungender Stin- nesgruppe. DerKölnischen Zeitung" zufolge hat die Stinnesgrupp? durch Vermittlung der Reichsbank mit anderen Großbanken wegen Kre­ditmaßnahmen Verhandlungen eingelritet. Wie dieKölnische Zeitung" erfährt, handelt es sich bei den im obigen Zusammenhang genannten Banken um die Darmstädter und Rationalbank, die Diskontogesellschaft und die Deutsche Dank. Alle Gerüchte von einer Gefährdung der Stinnes- gruppe entbehren nach Kenntnis derKölnischen Zeitung" jeglicher Grundlage.

* Bau einer neuartigen.Benzol- Gewinnungsanlage durch Dorsi g. Wie wir erfahren, wird zur Zeit von der Firma Dorsig.in Tegel ein Auftrag von besonderer De- deutung ausgeführt. Es handelt sich um eine Denzcl-Gewinnungsanlage für Oberschlesien, die gebaut wird in Verbindung mit den oberschlesi­schen Kokswerken und einer amerikanischen Firma, welch letztere Patente für ein Verfahren besitzt, nach dem das Benzol in wirtschaftlicherer Weise aus dem Koks von Gasen gewonnen werden kann, als bisher bei dem in Deutschland angewandten Verfahren möglich war.

Börsenkurse.

Frankfurt a.M.

Berlin

Scblul;. fv-rs

Schluss.

KbciiD» /rirle

Schlich. Ku S

SchluhK Mittag | b~-rh

Datum:

3. 6.

4 6

3. 6.

4 6

5% Deutsche RetchSanlekhe

0.4325

0.435

0.4525

0.43

4% Deutsche Ncichsanlcihe

0,455

0.455

0,41

ß'/8% Deutsche Reichsanlcthe

0.43

0,4175

3% Deutsche Reichsanleihr

0,60

0 59

0.63

0,59

Deutsche Sparprämienan leihe

0,29

0,26

0,29

0 26

4°/o Breußisch- .lloniolä . .

0,45

0,46

0.45

0.4425

4% Hesien........

0,60

0,60

0,6

8/»°/o Hessen.........

3% Hessen .... ......

Deutsche Wrrtb. Dollar-Aul.

0,55

0,56

0,51

92,15

_

91.75

91.75

dto- Doll -Schatz-Anweisng.'I

92,2

92.35

92.5

4% Zolltürken.........

8,25

8.4

8,4

8,5

5% Goldmertkancr ... .

37,25

37,25

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank

126

128

128

126.75

100.75

101.5

101

101

Darmsl. und Nationalbank

121

124

124

123.5

Deutsche Bank........

123,9

123.9

124

124

Deutsche Bereinsbank ....

75

7 -

Disconlo Commandit . .

111

lii

111,5

111

Metallbank.........

95,25

95

Mitteldeutsche Creditbank. .

100

100

100

100

Ocslcrreichische Creditanttalt.

7.6

7.60

7.75

7.62

Weltbank .........

0,1

0,1

0.2

Bochumer Eutz . .......

65

62

Buderus ....... . .

60,25

59.3

59

Caro ...........

60,1

63

63

Deutsch-Luxemburg......

81

82.5

83

82

Gelsenkirchener Bergwerke. .

65

65.25

66

64,75

Harpeuer Bergbau .....

Kaliwerke Aschersleben. . . .

115

15

114,5

14.62

15.30

114,13

15

Kaliwerk Westeregeln.....

109

108

16,9

16,13

Laurabüttc ........

57

.">4 9

Obcrbcdars ..........

Phönix Bergbau .......

6.625

6,75

6,5

100

98.25

100

98.5

viheinstahl ..........

84

83,25

83.75

82,62

Riebeck Montan.

83

80,25

79,25

Tellus Bergbau. .......

2,7

2,7

-

Hamburg-Amerika Paket. . .

Norddeutscher Llovd . ...

61

67,13

60,50

67

61

67,75

60

67,5

Lheramtsche Werke Albin ..

_

_

Zementwerk Heidelberg ..

72

71,50

Pbiltvv Holzmano......

67,5

63

68

Anglo-Cont-Guano .....

106.75

105,75

Badische Anilin.......

127

127

128.50

126

Chemische Maver Alant» . .

0,51

0.51

Goldschmidt........

97

96,5

97,75

96.80

Griesheimer Electron ....

117,13

116.25

117.75

1)6,75

Höchster Farbwerke......

118,75

117.9

118,50

117,50

Holzverkohlung ........

7

6.95

Rütgerswerke .........

71.5

71,25

70,1

echeideanstalt ........

112

112,5

Mg. Elektrizitäts-Gesellschaft

97,4

98.25

98

97,5

Bergmann ........ .

Mamkrastwerke........

76,p

78,5

77,50

78,5

78,5

Schuckert...........

69,5

67,4

Siemens & Halske......

87,5

87

88

87,13

Adlerwcrke Kleyer ......

2.90

2,70

2,75

2,62

Daimler Motoren. ......

65,25

63

66,70

66,8-2

Hcyligenstaedt.........

41

40,5

_

Meguin.............

52

51

51.5

50

Motorenwerke Mannheim .

-

85

frankfurter Armaturen . . .

Konservenfabrik Braun . . .

0,45

0,96

0,44

0.95

_

0,9

112

2,35

112

2,375

2.4

2,4

Schuhfabrik Herz......

3.4

3.1

Sichel..... .

46

45.75

45

45

Zellstoff Waldhof.......

Zuckerfabrik Frankenthal ..

10,15

10.1

10,25

10,20

3,70

3,60

Zuckerfabrik Waghäusel . . .

63,25

64

63

Srantfurter Abendbörse.

Die Haftpflicht-Versicherung.

Im Organ der Magdeburger Handwerks­kammer wird ein Schadenersatzfall mitgeteilt, welcher zeigt, daß auch dem vorsichtigsten und allo sonst vorhandenen SiHerheitsvorschriften aufs peinlichste befolgenden Geschäftsmanns oft gar keine Möglichkeit gegeben ist, Vorkommnisse, für die er nach dem Gesetz zu haften hat, zu vermeiden.

Ein Arzt läßt in feiner Privatwohnung von einem Klempnermeister eine elektrische Lichtanlage anbringen. Der vom Klempnermeister mit der Arbeit betraute Geselle hantiert an der Stuben­decke an der Stelle, die den Kronleuchter tragen soll, mit einem Hammer. Bei einer ungeschickten Bewegung mit der Stehleiter im Augenblick des Zuschlagens fliegt dem Gesellen der Hammer aus der Hand und trifft den im Zimmer weilenden neunjährigen Sohn des Arztes so unglücklich am Kopse, daß sich dieser eine schwere Gehirner­schütterung zuzog. Der Knabe befindet sich schwer krank in einer Privatklinik: die Folgen des Falles sind noch nicht übersehbar.

Der Arzt hält sich natürlich an den Klempner- meister und macht ihn für alle Folgen haftbar. Der Versuch des nicht gegen Haftpflicht versicher­ten Klepnermeisters, sich deswegen aus der Haf­tung zu befreien, weil nach seiner Auffassung ja nicht ihn, sondern höchstens feinen Gesellen ein persönliches, vertretbares Verschulden trifft, ist fehlgcschlagen. Das Gericht hat den Beklagten verurteilt, in voller Höhe für den Schaden, der höchstwahrscheinlich in die Tausende gehen wird, aufzukommen. In der ülrteitbegründung heißt es:

Im Augenblicke der Aebernahme des Ar­beitsauftrags durch den Klempnermeister ist still­

ausgeprägter. Die bisherigen Handelsvertragsver­handlungen haben für Deutschland nicht einen sol­chen Erfolg gehabt, daß eine baldige Besserung des Außenhandels erwartet werden könnte. Dieser Um­stand ist um so bedeutungsvoller, als wir in der Absicht, finanziell uns im Kampf um den Ausland­markt zu stärken, außerordentlich hohe Schulden eingegangen sind, deren Verzinsung die Preiskalku­lation belastet und deren Abdeckung' uns immer schwerer wird. Die Aussichten auf Steigerung des Absatzes nach dem Ausland find also sehr gering. Um so mehr müssen wir darauf bedacht sein, den landwirtschaftlichen Jnlandmarkt zu stärken, damit wir auf diese Weise die Einfuhr ausländischer Lebensrnittel Deringern und damit das Gesamtbild der Handelsbilanz verbessern, gleichzeitig aber auch einen der wichtigsten Abnehmer der Industrie in feiner Kaufkraft stärken. Wieviel gerade auf diesem Gebiete noch zu tun ist, mag zeigen, daß der Ertrag je Hektar gegenüber der Vorkriegszeit gesunken ist bei Winterweizen von 24,1 Doppelzentner auf 17,3, bei Roggen von 19,4 auf 14,2, bei Zuckerrüben von 300 auf 250, bei Kartoffeln von 157 aus 131 Proz.

* D ie amtliche Großhandels! n-> de W f f er. Die auf den 3. Juni berechnete Großhandelsinderziffer ist gegenüber dem Stande vvm 27. Mai (133.4) um 0.3 v. H. auf 133.0 zu- rudgegangen. Für den Durchschnitt des Mo­nats Mai ergibt sich eine Steigerung von 131 0 im Durchschnitt April auf 131.9 oder um 0.7 vom Hundert.

' Deutsche Eisenerzabschlüsse mit Kanada. Die British Empire Steel Corpo­ration gibt nach einer Londoner Meldung des FachplattesIndustrie-Kurier" bekannt, daß sie lhre Eisenerzproduktivn in Bell Island bedeutend

Frankfurt a. M., 4. Juni. Die Abend­börse war für Aktienwerte nur wenig verändert. Im allgemeinen war die Stimung etwas freund­licher, da vereinzelt geringes Deckungsverhältnis hervyrtrat. Die Besserungen waren geringfügiger Art; die Umsätze blieben sehr klein. Deutsche Kriegs­anleihen waren erholt und wurden im freien Ver­kehr zu 0,437J gehandelt, schwächten sich aber dann auf 0,435 ab. Auch Pfandbriefe waren etwas er­holt. Geringe Nachfrage bewirkte ein leichtes An­ziehen um 5 Cts. Die Abendbörse schloß ruhig in behaupteter Haltung. Deutsche Anleihen: Schutzge­bietsanleihe 6,6. Ausländische Renten: 5prozentige Goldmexikaner 37,25. Bankaktien: Commerzbank 101,50, ' Darmstädter Bank 124, Deutsche Bank 123,87, Deutsche Vereinsbank 75, Diskontogesell­schaft 111, Dresdner Bank 104,50, Mitteldeutsche Kreditbank 100, Reichsbank 127,50, Österreichische Kreditaktien 7,60. Montanaktien: Mansfelder 72,25, Kali 'Aschersleben 14,62. Chemische Aktien: Badische Anilin 127, Elberfelder Farben 118, Rütgerswerke 71,50. Schiffahrtsaktien: Hapag 60,50, Nordd. Lloyd 67 Geld. Industrienktien: AEG. 98,25, Adlerwerke Stieger 2,70, Aschaffenburger Zellstoff 82, Dycker- hoff & Widmann 50, Eßlinger Maschinen 55, Jnag 0,85, Rheinmetall 42,50, Badischer Zucker 64, Heil- bronnzucker 62.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Berlin, 4. Juni. Nach der starken Verstim­mung der Börse in den letzten Tagen stellte sich heute anfangs eine kleine Besserung der Tendenz ein. Anscheinend haben die Banken sich vereinzelt zu Interventionen veranlaßt gesehen, namentlich in den führenden schweren Werten, denen sich dann die Spekulation angesichts der bestehenden größe- 1 ren Lieferungsverpflichtungen mit Eindeckungen

Speziell veraltetes Rheuma, auch Gicht, kann nur durch Mittel bekämpft werden, die stark harnsäurelösende Eigenschasten besitzen. Der echte Llrvga-E^trakt lindert die Schmerzen und bringt die Harnsäuren Salze zur Ausscheidung. Aroga-Extrakt ist in Flaschen zu 60 Gramm nur erhältlich in Apotheken, sicher: Universit.-Apotheke zum goldenen Engel. Die Bestandteile sind auf der Packung angegeben. 486OA

Universitäts-Restaurant

Plockstraße 5 Inh.: F. C. Günther Fernsprecher 198

Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen

Mittag-u. Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine

ess Universitäts-Cafe ZZZ

mit eigener erstklassiger Konditorei 55,3a

Spezialität: Rahmeis in Portionen Schlemmerbecher

Lieferung von Torten und Gebäck außer dem Hause