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HAMBURG-AMERIKA LINIE
Mein diesjähriger
Inventur-Ausverkauf
beginnt Montag, den 5. Januar und
endigt Samstag, den 17- Januar 1925
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Inventur-Ausverkauf
vom 5,—13° Januar 1925
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Die rote Kafchgar.
Roman von Fodor von Zobe ltitz.
33 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Nein, ich habe nur indirekt von ihm gehört. 3d) war kürzlich in Berlin und traf den kleinen Ferigo von der italienischen Botschaft, der zu Daldersces Stabe kommandiert ist und eben abdompfen wollte, ilnö der erzählte mir. das) Gert Krakehl mit seinem Gesandten gehabt und infolgedessen seinen Abschied eingcreicht habe."
„Was —?!" rief Hellmut. „Aber davon ahnen wir hier ja gar nichts! Bielleicht bezieht sich seine Andeutung von dem persönlichen Aerger auf diese Tatsache. Du kennst ja die Korrespondenz Gerts. Sic ist immer oberflächlich. Was hat er gehabt?"
„Eine Frauenzimmergeschichte spielt mit — natürlich. Näheres weiß ich nicht. Ferigo sagte mir nur noch. Gert Hobe sich bei der Verteidigung der Gesandtschaften ausgezeichnet benommen und wolle sich nach Beendigung des Aufstands einer englischen Forschungsreise nach P - ür oder irgendwohin anschliehen."
Hellmut kam aus seinem Erstaunen nicht heraus. „Wann ist der Italiener abgereist?" fragte er.
„Bald nach der Einschiffung Waldersees, Ende August."
..Da, hättest du mir diese Neuigkeiten doch längst erzählen können, Lexel"
„Liebster, ich bin eben erst aus Meran heim- gekehrt. älnd natürlich glaubte ich, all das wäre für euch kein Geheimnis mehr!"
Hellmut drehte seine Zigarre zwischen den Fingern. „Eine tolle Geschichte", sagte er. „Gert hat uns nichts davon geschrieben. Der verstorbene Onkel gab mir jeden Brief von ihm. Auch der alte Geisbach. Möglich, daß er Theda nähere Nachricht über ferne Erlebnisse und Pläne zu°- lommen lieh."
„Oder Freye."
„Oder der. . . Nun gut. Lcxe. er hat seinen Abschied genommen, tn einem Augenblick der Verärgerung, er hatte die Sache satt — das
sieht ihm aynllch. Aber was will er denn zum Donnerwetter in Pamir 1"
„Da fragst du mich zuviel,"
Hellmut wurde erregter. „Wenn er nach Pamir will, kann er doch nicht nach Deutschland zurück!"
„Wenn ihn nicht dec Tod seines Vaters heimruft."
„Oder die Gesundung Thedas. Wie soll ich mich Geisbach gegenüber verhalten? Er ahnt noch nichts von dem Mschied Gerts und noch weniger von Pamir . Soll ich ihm das erzählen? Kann es nicht möglicherweise nur haltloser Klatsch fein?"
Alexe sann nach. „Ich glaube nicht an Klatsch", entgegnete sie. „Aber nimm cs meinethalben an. ilnö nimmst du es an, so behalte es für dich. Gert wird bestimmte Absichten mit seiner Schweigsamkeit verfolgen. Zudem wissen wir ja noch nicht, ob Theda nicht noch einen Bries von ihm erhalten bat..." Sie stand auf und trat näher an Hellmut heran... „Immerhin liegt die Möglichkeit vor." fuhr sie fort, „daß Gert längere Zeit im Auslande bleiben wird. Pamir ist eine etwas dunkle Gegend, ilnb auch die weitere Möglichkeit Ware zu berücksichtigen, daß Theda inzwischen gesundet und lebhafter nach ihrem Manne fragen wird als in dem bisherigen Zustande der Apathie. Muh sie es nicht verwunderlich finden, dah er cs vorzleht, eine Reise tn das Unbcfannte zu unternehmen, statt sich um seine Frau zu iünunetn? Kann sie da noch an seine Zuneigung und Freundschaft — von Liebe will ich gar nicht sprechen —, an sein Pflichtgefühl glauben? Ich möchte das betonen: an sein natürlichstes Pflichtgefühl? Die beiden wurden aus äußerlichen Interessen zusammengetan. Cs wurde voraus- bestimmt, daß Gert gleich nach der Kopulation in das Ausland gehen sollte. Sie konnten sich noch nicht angehören. Schlummerndes in ihr ist noch ungeweckt geblieben. Aber die Sehnsucht kann wach werden — und die Frage zu einem Schrei: Wo ist der Mann, der mir gehört? Ah ja, wo ist er? Daheim wartet sein Weib, gesund geworden, aufgeblüht — erwarten ihn Pflichten — Desihsreude, Hoffnungen — und
Unserer werten Kundschaft zur gefälligen Kenntnisnahme, daß
Herr Ludwig Stüh ter
ab /. d. Mts. nicht mehr in unseren Diensten ist.
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Der Film behandelt nicht nur die t ber- fahrt und die Hafenstädte, sondern führt uns weit in das Innere des Kontinents. Er zeigt deutsche Siedler an der Arbeit und dem Auswanderungä- lustigen dieExistenzmöglicbkeiten der neuen Heimat
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(Fortsetzung folgt)
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Das Fest der silbernen Hochzeit begehen heute Wilhelm Stein, Oberpostschaffner und Frau Therese geb. Faust
Die glückliche Geburt eines prächtigen Mädels zeigen hocherfreut an
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Bad-Nauheim (z.It. Kath. Schwesternhaus Gießen), 3. Januar 1925]
all dem, all dem geht er geflissentlich aus dem Wege! Wegen eines Frauenzimmers quittierte er den Dienst — jagte die Dirne ihn auch noch weiter in die Ferne? Hellmut, so wird Theda sich fragen — und dann wird die Bitterkeit kommen — und bald auch die Reue — und ein Trostverlangen..."
Sie schwieg, kurz abwehrend, als wolle sie ihre Gedankenschnur zerreißen. Aber sie schaute ihrem Bruder stark tn die Augen, und sicher suchte sie da nach Gleichheit des Empfindens. Auch er hatte sich erhoben und lehnte sich zurück gegen den Schreibtisch. Er wich ihrem Blick nicht aus, in dem er den alten Härtewillen einer erstaunlichen Frauennatur sah, die noch im Unterliegen nach dem Sieg haschte, um int Sieg ihren letzten Triumph auszukosten.
„Du spinnst den Faden weiter, Lexe," sagte er, „den du in dem Augenblick zu knüpfen begannst, als du von der seltsamen Heirat Gerts hörtest. Ich entsinne mich eines Besuchs bei dir auf der Wesenburg, im Herbst vorigen Jahres — da packte mich noch eine gewisse ängstliche Scheu, als du mir Andeutungen machtest, die ich nur halb verstand — oder gegen deren Verständnis ich mich wehrte. Heut weis; ich, was du willst. Mit der Moral deiner Anschauungen will ich mich nicht auseinandersehen, aber den Abwehrstandpunkt behalte ich inne, weil du nicht praktisch denkst, sondern romantisch und fern- liegende Möglichkeiten schon als wahrscheinlich behandelst. Wer sagt dir denn, dah das alles wahr ist, was dir dein italienischer Gewährsmann erzählte? Ist der Gedanke nicht absurd, dah Gert plötzlich ein bihchen nach Pamir will? Ich leugne gar nicht, dah man bei ihm auf alles gefaßt sein kann. Aber glaube mir nur, dah hinter seinen Exzentrizitäten immer eine kräftige Dosis Hebcrfegung steckt. Wenn er wirklich den Abschied genommen hat, wird ihm die Nachricht vom Tode seines Vaters und die Genesungs- Hoffnung Thedas genügend Anlaß geben, seine Heiinreise zu beschleunigen. 11 nb dann brauchen alle die Fragen, dte du Theda in die harmlose Seele legst, gar nicht ausgesprochen zu werden."
„Gewiß nicht. Ich sehe nur weiter als du, und es liegt nun einmal in mir, dah ich gern Pläne schmiede, wenn sich durch eine glückliche
Die glückliche Geburt eines kräftigen Sohnes zeigen hocherfreut an
Dr. Otto Sievers
u. Frau Dr. Luise Sievers geb. Porth
danach verteilen JWtages wie | nationale 111, Zei 51, Kommunisten 4 Vereinigung cinfch bunb uni Seutffc DMhackck 19, Ql Wä U. Wo' . Im KüchLiage nii
.Die lvmmnis Ifl in der ersten ( vertreten. Fims i! ^ntersuchungöhas Dien sestgehalte eine mehrtägige eines falschen $ ckücher ist injti auch noch nicht 3<ffin befuget W fommimiflil «riefe erlasse? Asten Tagen eii iffnmig des Reich gesichert ist.
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Stahlkammer mit Schrankfächern
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öeitanung Der Ereignisse Aussichten für tpre Erfüllung ergeben. Daß du mit mtr nicht über die Moral der Dinge debattieren willst, ist recht von dir. Mein Selbstgefühl würde zugrunde gehen, wollte ich mich unter den Zwang eines Gewissens stellen, der nichts ist als Heuchelei Die Ehe Gerts ist ein Iagdhieb in das Gesicht der Moral — und gute Menschen waren dafür, weil sie ihnen nützlich erschien. Es wäre überflüssig, uns Allerweltsweisheiten zu predigen. Aber abwarten müssen wir freilich. Ist die Kabelverbindung mit Tientsin wieder hergestellt?"
„Soviel ich weiß, ja. Geisbach will das Telegramm an Gert übernehmen. Er wollte ein Wort über das Befinden Thedas beifügen. Er hofft zuversichtlich darauf, daß Gert in einigen Wochen hier sein wird."
„Ist er erst da, werden wir weiter sehen Du sprachst von meinen romantischen Neigungen Ich leugne sie nicht. Das Unfaßbare und llnaus- denlliche war mir immer ein Anreiz zum Kamps. Qlun laß mich bitte an deinen Schreibtisch. Ich will die Todesanzeige formulieren..."
... Der alte Geisbach war nach Goslar ae° fahren. Dom Staehleschen Sanatorium hielt oü wissenschaftliche Welt nicht viel. -Der Besitzer wollte zwar Medizin studiert haben, hatte aber nie cm Examen gemacht. Er verbat sich auch von seinen Patienten die Titulierung mit Herr Doktor oder Herr Professor, auf feinen Prospekten nannte er sich „Freiarzt", eine etwas ungewöhnliche Bezeichnung, die man sich erklären konnte, wie man Lust hatte. Jedenfalls war er ein Naturarzt, der das M<ä>izinieren verwarf, bis auf bestimmte Äräutcrgctränle, die er selbst braute. Dafür bevorzugte er eine physikalisch-diätetische Therapie, die er je nach Art der Krankheit gelegentlich auch mit anderen Heilmethoden verband. Verschiedentlich war er wegen Kurpfuscherei angeklagt und jedesmal freigespw- chen worden. Die Erfolge, die er nut feinen Dc- wegungs- und Schwitzkuren, mit Licht- und Sonnenbädern, mit feinen LehmpackunZen, feinen Suggestionsversuchen und hauptsäch ich feiner Massage erzielte, waren nicht fortzuleugnen, hatten ihn auch in einigen Jahren zum reichen Manne ac- macht.
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