10,81
10,9
6,50
23,90
dem Kriege rund 40 Milliarden bei den Dan
ken,
Sparkassen und Genossenschaften sich bcr
56
3
0,9
13,4
Merke, a) soweit sie
2. Ian. War in den ver-
Anleihen, die auf Dollar lauten.
der deutsche Bedarf nach wie vor sehr sein. Man darf nicht vergessen, dah vor
die Regulierung der Lahn in der Richtung nach dem eine Frage der Zeit sein
wird stark
die bereits aus Gold- „Reichsmark für ICO
28,75 S.83
61,25 »7.2»
50
3.45
13,9
171,1 7 2»
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282
29,25
22,80
89 71 24,25 12,40 89,*0 93,75
129 25 20,9 cs.»
6.80 13.4
es 55,62 48.71
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67
78.25
3
28,23 6,9
merkt sei, dah auch oberhalb der Stadt Dorfe Wehrda nur dürfte.
6.90 14,75
13,6
18,45 21,75
2 10
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28
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26 6
12 40 $1,5
18,23 6/,6
78.9
3 15
Anleihen, die mark" notiert Godmark";
4. für die in Prozenten;
12,40
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18.62
21
1.05
1010 0,12
auf Goldmark umgestellt für 100 Pspiermark", b) mark umgestellt sind, in Goldmack";
2. für festverzinsliche
nach der bisherigen Rotiecungsart über 15 Milliarden Prozent notierten, in „Reichsmark für 100 Papiermark", b) soweit sie bis 15 Milliarden Prozent nach der bisherigen Rotiecungsart notiert sind, in „Reichsmark für eine Million Papier« inarf", c) 8—15 Prozent Reichsschahanweisungeo „SV1 von 1924 in „Reichsmark für eine Milliarde Papiermark";
6,3
13 34,90
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26,40
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5
ungefähr 2 bis 3 Milliarden sich erhöht Haden. Was die Zinssätze angeht, so werden im Verkehr der Banken und Bankier- untereinander zur Zeit für tägliches Geld nur noch zirka 11 Prozent jährlich verlangt, während es um die Mitte des Jahres 1924 noch 30 bis 35 Prozent kostete. Wenn auch die Kundschaft Kredite vorläufig noch erheblich teurer verzinsen muh, so ist doch auch auf diesem Gebiet eine Entspannung unverkennbar. Sie würde noch weitere Fortschritte gemacht haben, wenn die Zinspolitik der öffentlichen und halböffentlichen Institute die privaten Geldgeber zu einem Hochhalten ihrer Ansprüche nicht geradezu anreizte. '
Was die weitere Entwicklung angeht, so ist wesentlich zunächst die Dersteifung des Aus- landgeldmacktes. die sich in dec allgemeinen Rachfrage nach Kapital zeigt und die in den Absichten auf Diskonterhöhung in manchen Ländern zum Ausdruck kommt. Einigen Ausgleich dürste vielleicht schaffen die Geldflüssigkeit in den Bereinigten Staaten. Augenblicklich kann man den Goldbestand der Bereinigten Staaten auf 16—17 Milliarden schätzen; mit einer jährlichen Der- mehrung von 3—3,5 Proz. wäre der Kapitalbedarf der Bereinigten Staaten reichlich gedeckt, tatsächlich findet aber eine Vermehrung um ungefähr 10 Prozent statt. Der Goldandrang ist in den Bereinigten Staaten so groß, dah sehr hohe Beträge zinslos hingelegt werden, um nicht durch Arbeitenlossen des Kapitals eine Entwertung des Goldes und damit eine Preissteigerung her- beizuführen. Allerdings ist damit zu rechnen, dah amerikanische Kredite nach wie vor nur gegen hohe Zinsen und erstklassige Sicherheiten gegeben werden. Auch bei Anhalten des Zuströmens ausländischen Kapitals nach Deutschland
3. für die festverzinslichen wertbeständigen bisher in „Mack für eine Gold- wurden, in „Reichsmark für 100
91 23,70 13 73 91,75 Ci H 129, 0 21,50
6,60
61,25 67,1
49,40
0 Darmstadt. 4. Jan. Wie wir er- . fahren, ist in Erbach eine Gesellschaft unter der Firma „Odenwald-Kraftwagen- verkehr- - 21.*®.“ gegründet worden mit dem Zwecke, im Kreise Erbach und den angrenzenden Bezirken Personen-Kraftwagen-Linien zu errichten. Die Aufnahme des Betriebs ist für den 15. Januar vorgesehen. Zunächst sind folgende Derbindungen genehmigt; 1. Erbach- Michelstadt — Zell — Äirdjbrombad) — Reichelsheim — Lindenfels', 2. Michelstadt — Erbach — Matbach — Fürth — Heppenheim. 3. Pendelverkehr zwischen Erbach und Michelstadt. 4. Erbach—Michelstadt—Heubach.
* Darmstadt, 4. Jan. (Eigener Bericht.) Am 6. und 7. Januar tagt in Darmstadt die Deutsche Aektorenkonferenz, zu der die Rektoren der deutschen Universitäten. Technischen Hochschulen und Akademien erscheinen werden. Dom 8. bis 10. Januar tagt ebenfalls hier der Deutsche Hochschultag, zu dem sämtliche Universitäten und technische Hochschulen je drei bis vier Vertreter entsenden. Bei dem akademischen Festakt zur Eröffnung der Tagung wird Professor P e t e r f e n - Dannstadt „lieber Probleme der Fernkraftübertragung" sprechen und Prof. Rothacker -Heidelberg ,.lieber das Verstehen in den Geisteswissenschaften". — Der cd. Verein für innere Mission unterhält bei Wixhausen ein ErziehungS- he im für 14- vis 20jährige Zöglinge, das ursprünglich eine Mühle war und auch jetzt noch den Ramen Aumühle führt. Die Zöglinge werden der 21nstalt zumeist von behördlichen Stellen überwiesen. Das Heim ist das erste seiner Art in Hessen und wird jetzt vergröbert. Es wird ein Anbau errichtet, der 15 weiteren Insassen Ausnahme gewähren soll; auch werden neue umfangreiche Wirtschaftsräume geschaffen.
Kreis Wetzlar.
* Wetzlar, 3. Ian. Die hiesige Industrie- und Handelskammer wählte für das Jahr 1925 in ihrer gestrigen Vollversammlung den Dergrat Dr. h. c. ® rochier zum Vorsitzenden, den Bergassessor Ludwig Raab zum 1. stellvertretenden und den Apolhekenbe- sitzer Georg Bahr zum 2. stellvertretenden Dorsitzenden, sowie den Bankherrn O. Kellner zum Schatzmeister.
Hessen-Nassau.
[] Marburg, 4. Jan. Seitdem die Regu- HerungSarbeiten im Ohm- und Wohratal in die Wege geleitet und teilweise vollendet sind, hat sich die Hochwassergefahr im südlichen Teile unseres Kreises bis nach Frohnhausen und weiter in der Richtung nach Gieben bedeutend erhöht. Auch die Erbauung des Hochwasserdammes im Weichbild der Stadt Marburg trägt dazu bei, dah die Wassermassen schneller vorbeifluten, um bann unweit des Südbahnhofes und der Dörfer Eappel und Gisselberg das Lahntal. besonders bei Roth und Argenstein, unter Wasser zu sehen. Im vorigen Iahrtz wurden nicht weniger als sechs Heberschwemmungen fest- gestellt, und seit gestern steht schon toieoet das ganze Lahntal unter Wasser. Dah die Felder und Wiesen in diesem Gebiet darunter leiden, haben die Besitzer schon zur Genüge erfahren, und in einer letzthin abgehaltenen landwictschaft- lichen Dersammlung wurde auch von wissenschaft- lich-sachvecständiger Seite festgestellt, dah. toeim hier nicht Einhalt geboten wird, in einem Zeitraum von etwa zehn Jahren der fruchtbare Acker- und Wiesenboden versäuert würde. 2Tb-= Hilfe könne nur durch eine Regulierung dec Lahn von Giehen herauf erfolgen, und deshalb mühten sofort Schritte unternommen werden, um ein gemeinsames Arbeiten mit Hessen wegen der Lahnregulierung zu ermöglichen. De-
Z u r R o t i z: Die Berliner Wertpapierbörse notiert nach folgenden Grundsätzen:
1. für Aktien und Anteile, a) die noch nicht sind, in „Reichsmark
ntoohu.
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rd verletzte sich lniIuna nn ^ec®tc- dem hichaenV^ Hebet
Mhd, U- mimen. Da8 tau
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k 2. San, Las Wisch «. Winnerod bei Machen ! Dto KammerrotS Clemm M verkauf an einen Herrn Wirgel bei Cölbe über. Die 1. Februar erfolgen. Rammet1 t seit 1901 Eigentümer bei
U Mebberg.
ch, 3. 3an. Am Silvester- c alljährlich. Sottesdien«! Slirche statt, der durch Gesang?1 Männcrgesangvercin' hönl wurde. Am Sitvesterabent ifpolk Hotel „Deutsche,' :ni Konzert eröffnet. Heult
der JogclSberger Hö- ÄuszeichnungSfest. In den t Darbietungen sicht „Lei Dichtung, Geschichte und Sage' and im großen Saale des „Hel
gut besuchtes Volkston- >ft bekannten 2ad.Äauhrimee r Leitung des Muslldirellvü Außer der iiebiichen Mignon- mW Abcndiüstchen, ©olter- ui dem il.Mvll'Rvnzert, 'N- jeibc als Lellovortrüge nut Orin virtuoser Weise geboten w» ,c bekannte melodiöse OuMdun der Unterwelt", eine Orches . „Lärmen", die ewig wg schichten aus dem Wiener M noch einmal den Men « Süfrenöc Ködelsche TvM Wcchnacht" Äum ?° »tajü5 'M » * Ä»
5. für die nad) Sachwert verzinslichen Pfands briefe und Schuldverschreibungen, die bisher in Billionen notiert wurden, in .Reichsmark.
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
(In Billtonen Mark auSacbrfldt. BaenoMUnf. Bonbon. Neu« bork, Japan, Rio de Janeiro für eine Etnhett. flltett rnifc Vudavelt für 100000 Lin betten. aCeß übrig: für 100 fctabtittn,)
»Am ausländischen Rentenimüd zemie sich zelt Interesse für Ungarn. Am Gelb- mar kt ist Geld unverändert leicht zu haben. Der internationale Devisenmarkt zeigte keine nennenswerten Veränderungen. Die europäischen Edelvaluten konnten ihre gestrigen Steigerungen ziemlich halten.
________________Börsenkurse. ___________
Hand unter Zuhilfenahme von Darlehen usw. errichtet.
bl. Dillenburg, 2. Ian. Dem Historischen Verein ist es in dem vergangenen Jahre, auf Vorstellungen bei dem Ministerium hin. gelungen, das gesamte domänenfiskalische Gelände auf dein Schlohberg (3 Morgen) zum Preise von 2800 Mk. in seine Obhut zu bekommen. Weiter ist das S t o ck h a u s (Gefängnis) in den Besitz des Historischen Vereins übergegangen. — Ein Opfer des Reujahrschi e h e n s wurde der Bergmann Karl R i cf c I vom nahen Ranzenbach. Eine vorzeitig erfolgte Explosion von Dynamitpatronen verletzte ihn derart, dah er nach 2 Stunden verschied.
Büchertisch.
Reclams Universal-Diblio- t h e l bringt in Band 6520 zwei Erzählungen des englischen Schriftstellers Thomas Hardy: „Seiner Frau zuliebe" und „Eine 2ta- gödie des Ehrgeizes", aus der Sammlung „Life's liltle Ironies" (Des Lebens kleine I'co- nien\ Autvris. Ucbcrfctjung von Elfriede Gärtner. (Band 60 Pf.) — Zwei lebenswahre ergreifende Erzählungen von einem vergeblichen Ringen her Menschen gegen widrige Verhältnisse, die stärker sind als sie und die sie in Schuld. Leib und Reue verstricken. Des Dichters pessimistischeWelf- anschauung findet in ihnen Ausdruck. 151C — Ada Menz: „Die Verzauberung des Rechtsanwalts Graumann" (Dm- lag Ullstein, Berlin, Preis 1,50 Mk. In Dalmatien, dem Lande des Frühlings, wird Rechtsanwalt ©raumann, ein nüchterner Alltagsmensch, durch ein Liebesabenteuer in einen Rausch versetzt, wird jäh verwandelt. Rach tiefen seelischen Erschütterungen gewinnt er in seiner Heimatstadt München die Haltung des bürgerlichen Realisten zurück. PhantasievoN zieht die fesselnde Handlung vorüber, gewürzt mit Satire auf kleinliche Geister des 2Magle5enS. 1558
2? I 6,60
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13.5
65,25 ,
sanden, von denen jetzt nur noch ein Bruchteil vorhanden ist. Wie stark der Bedarf ist, läßt sich schon daran et fermen, dah in sehr vielen Gewerben (z. B. Landwrrtchast, Mühlenindustrie, Brauereien, Metallindustrie uw.) zur Kapitalversorgung bereits eigene Institute geschaffen worden sind. Dah der gesamte Bedarf gedeckt werden könnte, ist ziemlich ausgeschlossen. Volkswirtschaftlich wäre das auch nicht bedenkenfrei, weil dann auch für unproduktive Zwecke Kapital in höherem Ilmfange zur Verfügung stände. Es wird nach wie vor notwendig fein, feinen Pfennig liegen zu lassen, sondern das flüssige Kapital so oft wie möglich umzuschlagen, gleichzeitig aber das Kapital nur an die Stellen zu leiten, die produftiv für den Inland- und Aus- lanbmarft arbeiten und dadurch neue Kcipital- und Arbeitsmöglichkeit schaffen.
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Wirtschaft.
Die Lage und Aussichten des Kapitalmarktes.
Die Lage auf dem Kapitalmarkt hat sich zweifelsohne gebessert, sowohl in bezug auf den Umfang der zur Verfügung stehenden Kapitalien als auch in bezug auf die Höhe der Zinssätze. Die Erleichterung ist zunächst gekommen aus dem gesteigerten Ilmlauf an Reichsbonknoten, der unter Berücksichtigung der gleichzeitigen Verringerung des Umlaufs an Rentenbankscheinen seit Mitte Oktober um 400 Millionen Mark, d. h. um ein Drittel, auf 1800 Millionen Mark gestiegen ist: insgesamt haben wir jetzt einen Umlauf von fast 3,5 Milliarden Mark an Reichsbanknoten und Rentenmarkscheincn. Auch die stärkere Gewährung von Auslandkrediten an. die deutsche Wirtschaft hat zu der Erleichterung beigetragcn. Man kann rechnen, dah insgesamt gegeben sind von den Vereinigten Staaten rund 800 Millionen Mark und von Holland und England zusammen rund 600 Millionen Mark, so dah unter Einbeziehung der anderen Staaten insgesamt Auslandkredite von ungefähr 2 Milliarden Mark sich ergeben würden, von denen allerdings em sehr erheblicher Teil recht kurzfristig sein dürfte. Bringen Auslandkredite und gesteigerter Rotenumlaus für die innere Verfassung des Kapitalmarktes beträchtliche Gefahren mit sich, so ist ein foextcrcS zur (Verflüssigung des Kapitalmarktes beitragendes Moment nur zu begrüßen, nämlich die Zunahme der eigenen Kapitalaniammlung. Man kann die Kundenanlage bei den Banken zur Zeit auf rund 2 Milliarden Mark veranschlagen; derselbe Betrag dürfte bei den Genossenschaften und Svar- kassen liegen; das bedeutet, daß im Jahre 1924 die Einlagen und damit das ersparte Kapital um
Sette fteilt. DaS zahlreiche Publikum geizte denn auch nicht mit seinem Beifall. Dem Volksbil- dungSverein, her uns diesen herrlichen musikalischen Genuß zugänglich machte, gebührt dankbare Anerkennung.
Kreis Schotten.
)—( Ruppertsburg, 3. Ian. Die Kirchengemeinde beschloß daS zu Ende gegangene Jahr 1924 mit einem liturgischen © i I - vestergottesdienst, der sehr gut besucht war. Wie üblich, oerfammeltc sich die Jugend um Mitternacht bei der Kirche. Als die Silvesterglocken verklungen waren, fang die Menge .Deutschland, Deutschland Über alleS" und danach das tiefsinnige Volkslied „Tut man ins Leben faum den ersten Schritt". Bei diesem Liede machen wir im Geiste einen Gang durchs ganze Leben. LS ist nicht zu begreifen, daß es Menschen gibt, Die beim Aosingen dieses ergreifenden, ernsten Liedes sich nicht bezwingen können, durch Schießerei und Rufen zu stören. Von der Kirche aus verteilten sich die einzelnen Iugendgesellschaften, '! um in althergebrachter Weise singend die Straßen zu durchziehen und sodann in ihren Spinnstuben den Kaffee und die Reujahrskreppeln zu verzehren. — Aus dem kirch lichen Leben im ab - gelaufenen Kalen verjähr sei folgendes nütgcteilt: Es wurden getauft 15 Kinder (8 Knaben, 7 Mädchen), konfirmiert 15 (7 K., 6 M ). getraut 4 Paare und beerdigt 14 Personen, nämlich 3 Ehemänner, 3 Ehefrauen, 3 Witwen, 3 Wit- rjer und 2 Kinder. An Kollekten und sonstigen kirchlichen Opfern gingen 997,22 Mk. ein.
Kreis Büdingen.
I Aid da. 3. Ian. AuS den kirchlichen Ereignissen des Kirchspiels Ridda >in Jahre 1924 ist folgendes zu berichten; Ter Gottesdienst besuch betrug durch- chnittlich 348 erwachsene Personen, 120 männliche und 228 weibliche, und 200 Kinder, 98 Knaben und 102 Mädchen. DaS heilige Abend mahl besuchten 1357 Gemeindeglieder, 599 männliche unb 758 weibliche. Getauft wurden: 72 Kinder, 40 Knaben und 32 Mädchen. Konfirmiert wurden: 62 Kinder, 26 Knaben und 36 Mädchen. Getraut wurden: 18 Paare. Beerdigt. 44 Personen, wovon 20 tber 70 Jahre alt waren. An milden Gaden in Verein e und Anstalten gingen ein: 4381 Mk. — Der Turm der Stadtkirche wurde neu gedeckt und das schadhafte Gebälk erneuert, ehe neue Kirchenheizung wurde angelegt und ’m Chvr der Kirche ein von Bildhauer Völ- k zing. Ridda, geschnitzter Leuchter aufgehängt.
Zi Dleichenbach, 3. Ian. Die Arbeiten »er Feldbere inigung, soweit sie die Zu- «ifung der neuen Grundstücke betreffen, können ■ite abgeschlossen gelten. Eine erkleckliche Anzahl Reklamationen (etwa 140) kam vor das Schiedsgericht, das vollauf zu tun hatte, um diese Riesenarbeit rasch zu beendigen. An Massegelände fommen etwa 52 Rormalmorgen noch in diesem Monat zum Ausgebot. Diele alte Wege sind verschwunden und neue an ihre Stelle getreten, aber auch manche humorvolle Weg- und Gewannbezeichnung Hal der Volksmund geschaffen. Im die Obstbaumzucht, die in hiesiger Gemarkung >wn jeher in Blüte stand, wieder zu fördern, gefällte Bäume zu ersetzen, ist man dank der fett= Trigen günstigen Witterung durch Reupflanzungen ein großes Stück vorwärts gekommen. Auch wird diese Angelegenheit durch den Obst- und Gartenbauverein sehr gefördert.
Aus der Wetterau, 3. Ian. Ein Vorkommnis, das die Gemüter in einem Dorfe der Wetterau sehr erregte und Unbeteiligte in öen Verdacht des Diebstahls brachte, spielte sich lürzlich ab. Das Fleisch seiner Hausschlachtung halte ein wenig begüterter Arbeiter in eine Holzbülte eingesalzen und diese in den Keller gestellt, dessen Tür von außen her geöffnet werden lann. Schon am dritten Tage gewahrte die Frau, daß der Fleischbehälter vollständig geleert toar. Die Gendarmerie wurde von dem vermeintlichen Diebstahl alsbald in Kenntnis gesetzt und nahm in zwei Wohnungen Haussuchungen vor. aber ohne Erfolg. Run sollte der Polizeihund den oder die Täter scststellen helfen; jedoch hatten schon viele Reugierige den Keiler betreten (es waren schon etliche Tage »crflossen). Jo daß auch der Hund wenig oder gar "’cht in dieser Sache hätte aufklären können. Bald löste sich aber das Rätsel. Eines Abends :schienen mehrere große Hunde, scharren unb kratzten am Kcllereingang und suchten die eicht Au öffnende Türe aufzudrücken. Run war '»an sich über den Diebstahl, der so viel Staub eufgetoirbclt hatte, sofort im klaren.
Starkenburg und Rheinhessen.
-i- Offenbach. 3. Ian. Wie überall, find auch in Frankfurt und Offenbach die Straßenba linf ah rp reise in den letzten Zähren erheblich erhöht worden. Rackdem die Stabilisierung der Währung alle wirtschaftliche.'r Verhältnisse wieder auf ein vernünftiges Maß - urückzuführen beginnt, hat man in der Oeffent- I ’chkeit auch von den Gemeinden verlangt, sich dem allgemein betriebenen Preisabbau an- >upaffen. In Frankfurt hatte man schon einmal wm einer Magistralsvorlage gehört, die den Teilstreckenlarif und den Mindestpreis von 10 Pf. Einfuhren wollte. Rach neueren Rachrichtcn ist man aber bis heute noch zu keinem Entschluß gelangt. Die Stadtverwaltung von Offenbach .'>at kürzlich Fahrscheinheftchen für kurze Strecken i eingeführt, mittels deren eine Fahrt von einem Kilometer nur 8,3 Pf. kostet. Die öffentliche Meinung wünscht aber eine Herabsetzung der allgemeinen Fahrpreise auf 10 und 15 Pf. je nach ,^ahrtlänge. Die städtische Verwaltung wendet dagegen ein. daß die während der Kriegs- und Rachkriegszeit zurückgestellten Erneuerungs- arbeiten erhöhte finanzielle Anforderungen stellen, .wogegen aber eingewendet wird, daß die Bahn infolge der Inflation keine Schulden vebr hat und daß die für Verzinsung und Til- Mng ersparten Beträge schon ganz erhebliche Stärkungen bet Rücklagen bilden. Im übrigen erhofft man sich aus der Verbilligung der Fahr- vceise eine namhafte Belebung des Verkehrs, was nicht nur die Einnahmeausfalle sehr wesent- ! 'ich wieder ausgleichen werde, fonbern was auch ° i '»sofern sehr erwünscht sei, als Erleichterung des Verkehrs mit zum Wiederaufbau der Volkswirtschaft beitrage.
' D a r m st a d t. 3. Jan. (Eig. Bericht.) 3n dem Befinden des Oberstaatsanwalts Wünz er. dem vor einiger Zeit beide Beine abgenommen worden sind, ist eine erfreuliche Besserung eingetreten. Er wird voraussichtlich in wenigen Wochen seine Amtstätigkeit wieder übernehmen können; einen Teil seiner Dienstgeschäfte erledigt er bereits zu Hause.
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bl. Herborn, .
gangenen Jahren die Dautä t igkeit auch in imserer Stadt gänzlich lahmgelegt, so brachte das Jahr 1924 wieder eine rege Entfaltung des Wohnungsbaues. Rund 8 biS 10 Reubauten sind entstanden, meistenteils auSPrivat-
' Deutschlands neue Zollpolitik. Die belgischen und französischen Quertreibereien während der Wirtschaftsverhandlungen, dann aber auch in der Hauptsache die plötzliche Einführung französischer KampfzöNe haben der Reichsregierung zu energischen Abwehrmaßnahmen Veranlassung gegeben. Rach dem 10. Januar, dem Tage, an dem die meisten bisher gültigen Handelsverträge ablaufen. wird nur noch denjenigen Ländern die meistbegünstigste Zollbehandlung gewährt, die deutsche Erzeugnisse vertraglich oder tatsächlich meistbegünstigt behandeln. Dieser Schritt der Reichsregierung ist sehr zu begrüßen, schafft er doch Klarheit darüber, was Frankreich gegenüber nach dem 10. Januar werden wird. Mit einem Handelsprovisorium wird man unter keinen Llmständcn rechnen können, zumal die überraschende Erhöhung der französischen Zollsätze alle bisher stattgefundenen Vorarbeiten wieder hinfällig gemacht haben.
O Sparkassen und Industriebe- la st un g sg esetz. 3n <; 2 21612 des Gesetzes zur Aufbringung der Industriebelastung sind die öffentlichen oder dein öffentlichen Verkehre dienenden Sparkassen, wenn sie sich nicht auf die Pflege des eigentlichen Sparkasscnverkehrs beschränken, in den Kreis der aufbringungspflichtigen gewerblichen Betriebe einbezogen. Wie wir hören, hat sich der Deutsche Sparkassen- und Giro- verbano an den Reichsfmanzminister gewendet und gebeten, in den Ausführungsbestimmungen zum Aufbringungsgesetz dem Degrift „eigentlicher Sparkassenverkehr" eine Auslegung zu geben, die unter diesen Begriff alle diejenigen Geschäfte fallen läßt, zu denen eine Sparkasse nach Gesetz. Verordnung oder genehimigungspflicht'i.ger Satzung berechtigt ist.
* Wichtig für den Warenvcrsand nachdem Saar gebiet. Zu dem Beginn des neuen Zollregimes am 10. Januar erfährt WTD., daß die Waren deutschen Ursprungs und deutscher Herkunft, die bis Mitternacht vom 10. ibis 11. Januar im Saargebiet eingetroffcn sind, noch Zollfreiheit genießen.
■ Die Rheinschiffahrt im Jahre 1 92 4. In dem Bericht der Schiffahrtsbörse Duisburg über die Rheinschiffahrt 1924 wird darauf hingewiesen, daß der Anfang 1924 das langsame Wiederaufleben der Schiffahrt gebracht habe. Der Frachtenmartt zeigte im ganzen ein befriedigendes Bild, während das Schleppgeschäft ungünstig war. Die Beschlagnahmungen erschwer- len naturgemäß den ganzen Verkehr Auch die Getreide- und Llmschlagsspedition lag wenig günstig.
■ Stahlwerke Buderus-Röchling A. G Wetzlar. Die nunmehr vorliegende Reichsmarkecöffnungsbilanz sieht eine Umstellung des Aktienkapitals auf 2 Mill. RM. (25:1) unter Schaffung einer Rücklage von 1,31 Mill. RM. vor. Debitoren erscheinen mit 1,43 Mill. RM., Gläubiger mit 2,29 Mill. RM, Maschinen mit 1,81 Mill. RM.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „(Siebener Anzeiger".)
Berlin, 3. Jan. «Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Die Haltung der Börse war heute zum größten Teil wieder recht zuversichtlich und fest. In einigen Werten machte sich Matecialknappheit geltend. Außerordentliche Festigkeit zeigte vor allem der Banlenmarkt, wo lediglich Berliner Handelsgesellschaft von ihrer gestrigen starken Steigerung eine Kleinigkeit abgeben mutzten. Man verweist auf die günstige Entwicklung dcs Bankgeschäftes und ergeht sich schon jetzt in hohen Dividendenschätzungen. Am Schiffahrtsmarkt, der im übrigen weiter ziemlich vernachläffigt blieb, setzte eine stärkere Steigerung für Hapag ein. Die Bewegung wird auf hanseatische Käufe zurückgeführt. Am Kaliaktienmarkt erhält sich das Interesse für einzelne Werte des unnotierten Marktes. Am Rentenmarkt konnten sich zunächst die gestrigen Schluhkurse halten, das Geschäft ist aber wieder sehr gering-
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