Ausgabe 
5.1.1925
 
Einzelbild herunterladen

10,81

10,9

6,50

23,90

dem Kriege rund 40 Milliarden bei den Dan

ken,

Sparkassen und Genossenschaften sich bcr

56

3

0,9

13,4

Merke, a) soweit sie

2. Ian. War in den ver-

Anleihen, die auf Dollar lauten.

der deutsche Bedarf nach wie vor sehr sein. Man darf nicht vergessen, dah vor

die Regulierung der Lahn in der Richtung nach dem eine Frage der Zeit sein

wird stark

die bereits aus Gold- Reichsmark für ICO

28,75 S.83

61,25 »7.2»

50

3.45

13,9

171,1 7 2»

14,7»

13,76

16,80

161

6,75

13,40

-.3

17,71

13,90 35

IS.'f

282

29,25

22,80

89 71 24,25 12,40 89,*0 93,75

129 25 20,9 cs.»

6.80 13.4

es 55,62 48.71

2,7 3

13,60

21,25

67

78.25

3

28,23 6,9

merkt sei, dah auch oberhalb der Stadt Dorfe Wehrda nur dürfte.

6.90 14,75

13,6

18,45 21,75

2 10

34,75

14,9

28

29,11

12 23.73

26 6

12 40 $1,5

18,23 6/,6

78.9

3 15

Anleihen, die mark" notiert Godmark";

4. für die in Prozenten;

12,40

20,2

frM

76

2,75

3,80

9

17'.

7,13

13,6)

18.62

21

1.05

1010 0,12

auf Goldmark umgestellt für 100 Pspiermark", b) mark umgestellt sind, in Goldmack";

2. für festverzinsliche

nach der bisherigen Rotiecungsart über 15 Mil­liarden Prozent notierten, inReichsmark für 100 Papiermark", b) soweit sie bis 15 Milliarden Prozent nach der bisherigen Rotiecungsart notiert sind, inReichsmark für eine Million Papier« inarf", c) 815 Prozent Reichsschahanweisungeo SV1 von 1924 inReichsmark für eine Milliarde Papiermark";

6,3

13 34,90

24,4

27,75 19,1

22,80

"Ä

26,40

21,26 '

2 [

3,25 |

5

ungefähr 2 bis 3 Milliarden sich erhöht Haden. Was die Zinssätze angeht, so werden im Verkehr der Banken und Bankier- untereinander zur Zeit für tägliches Geld nur noch zirka 11 Prozent jähr­lich verlangt, während es um die Mitte des Jah­res 1924 noch 30 bis 35 Prozent kostete. Wenn auch die Kundschaft Kredite vorläufig noch er­heblich teurer verzinsen muh, so ist doch auch auf diesem Gebiet eine Entspannung unverkennbar. Sie würde noch weitere Fortschritte gemacht haben, wenn die Zinspolitik der öffentlichen und halböffentlichen Institute die privaten Geldgeber zu einem Hochhalten ihrer Ansprüche nicht ge­radezu anreizte. '

Was die weitere Entwicklung angeht, so ist wesentlich zunächst die Dersteifung des Aus- landgeldmacktes. die sich in dec allgemeinen Rach­frage nach Kapital zeigt und die in den Ab­sichten auf Diskonterhöhung in manchen Ländern zum Ausdruck kommt. Einigen Ausgleich dürste vielleicht schaffen die Geldflüssigkeit in den Ber­einigten Staaten. Augenblicklich kann man den Goldbestand der Bereinigten Staaten auf 1617 Milliarden schätzen; mit einer jährlichen Der- mehrung von 33,5 Proz. wäre der Kapitalbedarf der Bereinigten Staaten reichlich gedeckt, tat­sächlich findet aber eine Vermehrung um unge­fähr 10 Prozent statt. Der Goldandrang ist in den Bereinigten Staaten so groß, dah sehr hohe Beträge zinslos hingelegt werden, um nicht durch Arbeitenlossen des Kapitals eine Entwertung des Goldes und damit eine Preissteigerung her- beizuführen. Allerdings ist damit zu rechnen, dah amerikanische Kredite nach wie vor nur gegen hohe Zinsen und erstklassige Sicherheiten ge­geben werden. Auch bei Anhalten des Zuströ­mens ausländischen Kapitals nach Deutschland

3. für die festverzinslichen wertbeständigen bisher inMack für eine Gold- wurden, inReichsmark für 100

91 23,70 13 73 91,75 Ci H 129, 0 21,50

6,60

61,25 67,1

49,40

0 Darmstadt. 4. Jan. Wie wir er- . fahren, ist in Erbach eine Gesellschaft unter der FirmaOdenwald-Kraftwagen- verkehr- - 21.*®. gegründet worden mit dem Zwecke, im Kreise Erbach und den angrenzenden Bezirken Personen-Kraftwagen-Linien zu er­richten. Die Aufnahme des Betriebs ist für den 15. Januar vorgesehen. Zunächst sind fol­gende Derbindungen genehmigt; 1. Erbach- Michelstadt Zell Äirdjbrombad) Reichels­heim Lindenfels', 2. Michelstadt Erbach Matbach Fürth Heppenheim. 3. Pendel­verkehr zwischen Erbach und Michelstadt. 4. Er­bachMichelstadtHeubach.

* Darmstadt, 4. Jan. (Eigener Bericht.) Am 6. und 7. Januar tagt in Darmstadt die Deutsche Aektorenkonferenz, zu der die Rektoren der deutschen Universitäten. Tech­nischen Hochschulen und Akademien erscheinen werden. Dom 8. bis 10. Januar tagt ebenfalls hier der Deutsche Hochschultag, zu dem sämtliche Universitäten und technische Hochschulen je drei bis vier Vertreter entsenden. Bei dem akademischen Festakt zur Eröffnung der Tagung wird Professor P e t e r f e n - Dannstadtlieber Probleme der Fernkraftübertragung" sprechen und Prof. Rothacker -Heidelberg ,.lieber das Verstehen in den Geisteswissenschaften". Der cd. Verein für innere Mission unter­hält bei Wixhausen ein ErziehungS- he im für 14- vis 20jährige Zöglinge, das ur­sprünglich eine Mühle war und auch jetzt noch den Ramen Aumühle führt. Die Zöglinge werden der 21nstalt zumeist von behördlichen Stellen überwiesen. Das Heim ist das erste seiner Art in Hessen und wird jetzt vergröbert. Es wird ein Anbau errichtet, der 15 weiteren Insassen Ausnahme gewähren soll; auch werden neue umfangreiche Wirtschaftsräume geschaffen.

Kreis Wetzlar.

* Wetzlar, 3. Ian. Die hiesige Indu­strie- und Handelskammer wählte für das Jahr 1925 in ihrer gestrigen Vollversamm­lung den Dergrat Dr. h. c. ® rochier zum Vorsitzenden, den Bergassessor Ludwig Raab zum 1. stellvertretenden und den Apolhekenbe- sitzer Georg Bahr zum 2. stellvertretenden Dor­sitzenden, sowie den Bankherrn O. Kellner zum Schatzmeister.

Hessen-Nassau.

[] Marburg, 4. Jan. Seitdem die Regu- HerungSarbeiten im Ohm- und Wohratal in die Wege geleitet und teilweise vollendet sind, hat sich die Hochwassergefahr im süd­lichen Teile unseres Kreises bis nach Frohnhausen und weiter in der Richtung nach Gieben be­deutend erhöht. Auch die Erbauung des Hoch­wasserdammes im Weichbild der Stadt Marburg trägt dazu bei, dah die Wassermassen schneller vorbeifluten, um bann unweit des Südbahnhofes und der Dörfer Eappel und Gisselberg das Lahn­tal. besonders bei Roth und Argenstein, unter Wasser zu sehen. Im vorigen Iahrtz wurden nicht weniger als sechs Heberschwemmungen fest- gestellt, und seit gestern steht schon toieoet das ganze Lahntal unter Wasser. Dah die Felder und Wiesen in diesem Gebiet darunter leiden, haben die Besitzer schon zur Genüge erfahren, und in einer letzthin abgehaltenen landwictschaft- lichen Dersammlung wurde auch von wissenschaft- lich-sachvecständiger Seite festgestellt, dah. toeim hier nicht Einhalt geboten wird, in einem Zeit­raum von etwa zehn Jahren der fruchtbare Acker- und Wiesenboden versäuert würde. 2Tb-= Hilfe könne nur durch eine Regulierung dec Lahn von Giehen herauf erfolgen, und deshalb mühten sofort Schritte unternommen werden, um ein gemeinsames Arbeiten mit Hessen wegen der Lahnregulierung zu ermöglichen. De-

Z u r R o t i z: Die Berliner Wertpapier­börse notiert nach folgenden Grundsätzen:

1. für Aktien und Anteile, a) die noch nicht sind, inReichsmark

ntoohu.

WU Acheit.

rd verletzte sich lniIuna nn ^ec®tc- dem hichaenV^ Hebet

Mhd, U- mimen. Da8 tau

,[ ^niaglichen Ä A1116 heiligen 26enh-

I und 7901

1 (3 und 2). ßctauii

r (10 und 8). 'Sie ZM

'8I!l- Änb 51 * «i

k 2. San, Las Wisch «. Winnerod bei Machen ! Dto KammerrotS Clemm M verkauf an einen Herrn Wirgel bei Cölbe über. Die 1. Februar erfolgen. Rammet1 t seit 1901 Eigentümer bei

U Mebberg.

ch, 3. 3an. Am Silvester- c alljährlich. Sottesdien«! Slirche statt, der durch Gesang?1 Männcrgesangvercin' hönl wurde. Am Sitvesterabent ifpolk HotelDeutsche,' :ni Konzert eröffnet. Heult

der JogclSberger- ÄuszeichnungSfest. In den t Darbietungen sichtLei Dichtung, Geschichte und Sage' and im großen Saale desHel­

gut besuchtes Volkston- >ft bekannten 2ad.Äauhrimee r Leitung des Muslldirellvü Außer der iiebiichen Mignon- mW Abcndiüstchen, ©olter- ui dem il.Mvll'Rvnzert, 'N- jeibc als Lellovortrüge nut Or­in virtuoser Weise geboten w» ,c bekannte melodiöse OuMdun der Unterwelt", eine Orches .Lärmen", die ewig wg schichten aus dem Wiener M noch einmal den Men « Süfrenöc Ködelsche TvM Wcchnacht" Äum ?° »tajü5 'M » * Ä»

5. für die nad) Sachwert verzinslichen Pfands briefe und Schuldverschreibungen, die bisher in Billionen notiert wurden, in .Reichsmark.

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

(In Billtonen Mark auSacbrfldt. BaenoMUnf. Bonbon. Neu« bork, Japan, Rio de Janeiro für eine Etnhett. flltett rnifc Vudavelt für 100000 Lin betten. aCeß übrig: für 100 fctabtittn,)

»Am ausländischen Rentenimüd zemie sich zelt Interesse für Ungarn. Am Gelb- mar kt ist Geld unverändert leicht zu haben. Der internationale Devisenmarkt zeigte keine nennenswerten Veränderungen. Die europäischen Edelvaluten konnten ihre gestrigen Steigerungen ziemlich halten.

________________Börsenkurse. ___________

Hand unter Zuhilfenahme von Darlehen usw. errichtet.

bl. Dillenburg, 2. Ian. Dem Histo­rischen Verein ist es in dem vergangenen Jahre, auf Vorstellungen bei dem Ministerium hin. gelungen, das gesamte domänenfiskalische Gelände auf dein Schlohberg (3 Morgen) zum Preise von 2800 Mk. in seine Obhut zu be­kommen. Weiter ist das S t o ck h a u s (Ge­fängnis) in den Besitz des Historischen Vereins übergegangen. Ein Opfer des Reujahr­schi e h e n s wurde der Bergmann Karl R i cf c I vom nahen Ranzenbach. Eine vorzeitig er­folgte Explosion von Dynamitpatronen verletzte ihn derart, dah er nach 2 Stunden verschied.

Büchertisch.

Reclams Universal-Diblio- t h e l bringt in Band 6520 zwei Erzählungen des englischen Schriftstellers Thomas Hardy: Seiner Frau zuliebe" undEine 2ta- gödie des Ehrgeizes", aus der Sammlung Life's liltle Ironies" (Des Lebens kleine I'co- nien\ Autvris. Ucbcrfctjung von Elfriede Gärt­ner. (Band 60 Pf.) Zwei lebenswahre ergrei­fende Erzählungen von einem vergeblichen Rin­gen her Menschen gegen widrige Verhältnisse, die stärker sind als sie und die sie in Schuld. Leib und Reue verstricken. Des Dichters pessimistischeWelf- anschauung findet in ihnen Ausdruck. 151C Ada Menz:Die Verzauberung des Rechtsanwalts Graumann" (Dm- lag Ullstein, Berlin, Preis 1,50 Mk. In Dal­matien, dem Lande des Frühlings, wird Rechts­anwalt ©raumann, ein nüchterner Alltagsmensch, durch ein Liebesabenteuer in einen Rausch versetzt, wird jäh verwandelt. Rach tiefen seelischen Er­schütterungen gewinnt er in seiner Heimatstadt München die Haltung des bürgerlichen Realisten zurück. PhantasievoN zieht die fesselnde Hand­lung vorüber, gewürzt mit Satire auf kleinliche Geister des 2Magle5enS. 1558

2? I 6,60

34,9 [

24,75

28

29

11,9

22 75 27,36

12,40

13.5

65,25 ,

sanden, von denen jetzt nur noch ein Bruchteil vorhanden ist. Wie stark der Bedarf ist, läßt sich schon daran et fermen, dah in sehr vielen Gewerben (z. B. Landwrrtchast, Mühlenindustrie, Brauereien, Metallindustrie uw.) zur Kapital­versorgung bereits eigene Institute geschaffen worden sind. Dah der gesamte Bedarf gedeckt werden könnte, ist ziemlich ausgeschlossen. Volks­wirtschaftlich wäre das auch nicht bedenkenfrei, weil dann auch für unproduktive Zwecke Kapital in höherem Ilmfange zur Verfügung stände. Es wird nach wie vor notwendig fein, feinen Pfennig liegen zu lassen, sondern das flüssige Kapital so oft wie möglich umzuschlagen, gleich­zeitig aber das Kapital nur an die Stellen zu leiten, die produftiv für den Inland- und Aus- lanbmarft arbeiten und dadurch neue Kcipital- und Arbeitsmöglichkeit schaffen.

Es«

wTinber fällte

M Sie

^,°ÄNE»bild°-U

»<4w«?,' «S»*:*? --

ss&Ssg

icr

int) öie^'Je S«

-tzOss M-U .all.*

Wirtschaft.

Die Lage und Aussichten des Kapitalmarktes.

Die Lage auf dem Kapitalmarkt hat sich zwei­felsohne gebessert, sowohl in bezug auf den Um­fang der zur Verfügung stehenden Kapitalien als auch in bezug auf die Höhe der Zinssätze. Die Er­leichterung ist zunächst gekommen aus dem ge­steigerten Ilmlauf an Reichsbonknoten, der unter Berücksichtigung der gleichzeitigen Verringerung des Umlaufs an Rentenbankscheinen seit Mitte Oktober um 400 Millionen Mark, d. h. um ein Drittel, auf 1800 Millionen Mark gestiegen ist: insgesamt haben wir jetzt einen Umlauf von fast 3,5 Milliarden Mark an Reichsbanknoten und Rentenmarkscheincn. Auch die stärkere Gewährung von Auslandkrediten an. die deutsche Wirtschaft hat zu der Erleichterung beigetragcn. Man kann rechnen, dah insgesamt gegeben sind von den Ver­einigten Staaten rund 800 Millionen Mark und von Holland und England zusammen rund 600 Millionen Mark, so dah unter Einbeziehung der anderen Staaten insgesamt Auslandkredite von ungefähr 2 Milliarden Mark sich ergeben würden, von denen allerdings em sehr erheblicher Teil recht kurzfristig sein dürfte. Bringen Ausland­kredite und gesteigerter Rotenumlaus für die innere Verfassung des Kapitalmarktes beträcht­liche Gefahren mit sich, so ist ein foextcrcS zur (Verflüssigung des Kapitalmarktes beitragendes Moment nur zu begrüßen, nämlich die Zunahme der eigenen Kapitalaniammlung. Man kann die Kundenanlage bei den Banken zur Zeit auf rund 2 Milliarden Mark veranschlagen; derselbe Be­trag dürfte bei den Genossenschaften und Svar- kassen liegen; das bedeutet, daß im Jahre 1924 die Einlagen und damit das ersparte Kapital um

Sette fteilt. DaS zahlreiche Publikum geizte denn auch nicht mit seinem Beifall. Dem Volksbil- dungSverein, her uns diesen herrlichen mu­sikalischen Genuß zugänglich machte, gebührt dank­bare Anerkennung.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 3. Ian. Die Kir­chengemeinde beschloß daS zu Ende gegan­gene Jahr 1924 mit einem liturgischen © i I - vestergottesdienst, der sehr gut besucht war. Wie üblich, oerfammeltc sich die Jugend um Mitternacht bei der Kirche. Als die Silvester­glocken verklungen waren, fang die Menge .Deutschland, Deutschland Über alleS" und danach das tiefsinnige VolksliedTut man ins Leben faum den ersten Schritt". Bei diesem Liede machen wir im Geiste einen Gang durchs ganze Leben. LS ist nicht zu begreifen, daß es Menschen gibt, Die beim Aosingen dieses ergreifenden, ernsten Liedes sich nicht bezwingen können, durch Schie­ßerei und Rufen zu stören. Von der Kirche aus verteilten sich die einzelnen Iugendgesellschaften, '! um in althergebrachter Weise singend die Straßen zu durchziehen und sodann in ihren Spinnstuben den Kaffee und die Reujahrskreppeln zu verzeh­ren. Aus dem kirch lichen Leben im ab - gelaufenen Kalen verjähr sei folgendes nütgcteilt: Es wurden getauft 15 Kinder (8 Kna­ben, 7 Mädchen), konfirmiert 15 (7 K., 6 M ). getraut 4 Paare und beerdigt 14 Personen, näm­lich 3 Ehemänner, 3 Ehefrauen, 3 Witwen, 3 Wit- rjer und 2 Kinder. An Kollekten und sonstigen kirchlichen Opfern gingen 997,22 Mk. ein.

Kreis Büdingen.

I Aid da. 3. Ian. AuS den kirchlichen Ereignissen des Kirchspiels Ridda >in Jahre 1924 ist folgendes zu berichten; Ter Gottesdienst besuch betrug durch- chnittlich 348 erwachsene Personen, 120 männ­liche und 228 weibliche, und 200 Kinder, 98 Knaben und 102 Mädchen. DaS heilige Abend mahl besuchten 1357 Gemeindeglieder, 599 männliche unb 758 weibliche. Getauft wur­den: 72 Kinder, 40 Knaben und 32 Mädchen. Konfirmiert wurden: 62 Kinder, 26 Kna­ben und 36 Mädchen. Getraut wurden: 18 Paare. Beerdigt. 44 Personen, wovon 20 tber 70 Jahre alt waren. An milden Gaden in Verein e und Anstalten gingen ein: 4381 Mk. Der Turm der Stadtkirche wurde neu gedeckt und das schadhafte Gebälk erneuert, ehe neue Kirchenheizung wurde angelegt und m Chvr der Kirche ein von Bildhauer Völ- k zing. Ridda, geschnitzter Leuchter aufgehängt.

Zi Dleichenbach, 3. Ian. Die Arbeiten »er Feldbere inigung, soweit sie die Zu- «ifung der neuen Grundstücke betreffen, können ite abgeschlossen gelten. Eine erkleckliche Anzahl Reklamationen (etwa 140) kam vor das Schieds­gericht, das vollauf zu tun hatte, um diese Riesenarbeit rasch zu beendigen. An Massegelände fommen etwa 52 Rormalmorgen noch in diesem Monat zum Ausgebot. Diele alte Wege sind ver­schwunden und neue an ihre Stelle getreten, aber auch manche humorvolle Weg- und Ge­wannbezeichnung Hal der Volksmund geschaffen. Im die Obstbaumzucht, die in hiesiger Gemarkung >wn jeher in Blüte stand, wieder zu fördern, ge­fällte Bäume zu ersetzen, ist man dank der fett= Trigen günstigen Witterung durch Reupflanzun­gen ein großes Stück vorwärts gekommen. Auch wird diese Angelegenheit durch den Obst- und Gartenbauverein sehr gefördert.

Aus der Wetterau, 3. Ian. Ein Vorkommnis, das die Gemüter in einem Dorfe der Wetterau sehr erregte und Unbeteiligte in öen Verdacht des Diebstahls brachte, spielte sich lürzlich ab. Das Fleisch seiner Hausschlachtung halte ein wenig begüterter Arbeiter in eine Holzbülte eingesalzen und diese in den Keller ge­stellt, dessen Tür von außen her geöffnet werden lann. Schon am dritten Tage gewahrte die Frau, daß der Fleischbehälter vollständig geleert toar. Die Gendarmerie wurde von dem ver­meintlichen Diebstahl alsbald in Kenntnis gesetzt und nahm in zwei Wohnungen Haussuchun­gen vor. aber ohne Erfolg. Run sollte der Polizeihund den oder die Täter scststellen helfen; jedoch hatten schon viele Reugierige den Keiler betreten (es waren schon etliche Tage »crflossen). Jo daß auch der Hund wenig oder gar "cht in dieser Sache hätte aufklären können. Bald löste sich aber das Rätsel. Eines Abends :schienen mehrere große Hunde, scharr­en unb kratzten am Kcllereingang und suchten die eicht Au öffnende Türe aufzudrücken. Run war '»an sich über den Diebstahl, der so viel Staub eufgetoirbclt hatte, sofort im klaren.

Starkenburg und Rheinhessen.

-i- Offenbach. 3. Ian. Wie überall, find auch in Frankfurt und Offenbach die Straßenba linf ah rp reise in den letzten Zähren erheblich erhöht worden. Rackdem die Stabilisierung der Währung alle wirtschaftliche.'r Verhältnisse wieder auf ein vernünftiges Maß - urückzuführen beginnt, hat man in der Oeffent- Ichkeit auch von den Gemeinden verlangt, sich dem allgemein betriebenen Preisabbau an- >upaffen. In Frankfurt hatte man schon einmal wm einer Magistralsvorlage gehört, die den Teilstreckenlarif und den Mindestpreis von 10 Pf. Einfuhren wollte. Rach neueren Rachrichtcn ist man aber bis heute noch zu keinem Entschluß gelangt. Die Stadtverwaltung von Offenbach .'>at kürzlich Fahrscheinheftchen für kurze Strecken i eingeführt, mittels deren eine Fahrt von einem Kilometer nur 8,3 Pf. kostet. Die öffentliche Mei­nung wünscht aber eine Herabsetzung der all­gemeinen Fahrpreise auf 10 und 15 Pf. je nach ,^ahrtlänge. Die städtische Verwaltung wendet dagegen ein. daß die während der Kriegs- und Rachkriegszeit zurückgestellten Erneuerungs- arbeiten erhöhte finanzielle Anforderungen stellen, .wogegen aber eingewendet wird, daß die Bahn infolge der Inflation keine Schulden vebr hat und daß die für Verzinsung und Til- Mng ersparten Beträge schon ganz erhebliche Stärkungen bet Rücklagen bilden. Im übrigen erhofft man sich aus der Verbilligung der Fahr- vceise eine namhafte Belebung des Verkehrs, was nicht nur die Einnahmeausfalle sehr wesent- ! 'ich wieder ausgleichen werde, fonbern was auch ° i '»sofern sehr erwünscht sei, als Erleichterung des Verkehrs mit zum Wiederaufbau der Volks­wirtschaft beitrage.

' D a r m st a d t. 3. Jan. (Eig. Bericht.) 3n dem Befinden des Oberstaatsanwalts Wünz er. dem vor einiger Zeit beide Beine abge­nommen worden sind, ist eine erfreuliche Besse­rung eingetreten. Er wird voraussichtlich in we­nigen Wochen seine Amtstätigkeit wieder über­nehmen können; einen Teil seiner Dienstgeschäfte erledigt er bereits zu Hause.

Nie

MrNi« iRrum5 t »i, i». me«t, d«j Ul«

. M »e len is?Ez°fMn W der

S Mangen

Mj- zunial ft* 5fecun4

Mfe der '5a?n}! 2ub"n5ai,wLau4>

n 13

63

92,9 67,12

13.75

61 5

67.2- 50,j

bl. Herborn, .

gangenen Jahren die Dautä t igkeit auch in imserer Stadt gänzlich lahmgelegt, so brachte das Jahr 1924 wieder eine rege Entfaltung des Wohnungsbaues. Rund 8 biS 10 Reu­bauten sind entstanden, meistenteils auSPrivat-

' Deutschlands neue Zollpolitik. Die belgischen und französischen Quertreibereien während der Wirtschaftsverhandlungen, dann aber auch in der Hauptsache die plötzliche Ein­führung französischer KampfzöNe haben der Reichsregierung zu energischen Abwehrmaßnah­men Veranlassung gegeben. Rach dem 10. Ja­nuar, dem Tage, an dem die meisten bisher gültigen Handelsverträge ablaufen. wird nur noch denjenigen Ländern die meistbegünstigste Zollbehandlung gewährt, die deutsche Erzeug­nisse vertraglich oder tatsächlich meistbegünstigt behandeln. Dieser Schritt der Reichsregierung ist sehr zu begrüßen, schafft er doch Klarheit darüber, was Frankreich gegenüber nach dem 10. Januar werden wird. Mit einem Handels­provisorium wird man unter keinen Llmständcn rechnen können, zumal die überraschende Er­höhung der französischen Zollsätze alle bisher stattgefundenen Vorarbeiten wieder hinfällig ge­macht haben.

O Sparkassen und Industriebe- la st un g sg esetz. 3n <; 2 21612 des Gesetzes zur Aufbringung der Industriebelastung sind die öffentlichen oder dein öffentlichen Verkehre die­nenden Sparkassen, wenn sie sich nicht auf die Pflege des eigentlichen Sparkasscnverkehrs be­schränken, in den Kreis der aufbringungspflichti­gen gewerblichen Betriebe einbezogen. Wie wir hören, hat sich der Deutsche Sparkassen- und Giro- verbano an den Reichsfmanzminister gewendet und gebeten, in den Ausführungsbestimmungen zum Aufbringungsgesetz dem Degrifteigentlicher Sparkassenverkehr" eine Auslegung zu geben, die unter diesen Begriff alle diejenigen Geschäfte fallen läßt, zu denen eine Sparkasse nach Gesetz. Verordnung oder genehimigungspflicht'i.ger Satzung berechtigt ist.

* Wichtig für den Warenvcrsand nachdem Saar gebiet. Zu dem Beginn des neuen Zollregimes am 10. Januar erfährt WTD., daß die Waren deutschen Ursprungs und deut­scher Herkunft, die bis Mitternacht vom 10. ibis 11. Januar im Saargebiet eingetroffcn sind, noch Zollfreiheit genießen.

Die Rheinschiffahrt im Jahre 1 92 4. In dem Bericht der Schiffahrtsbörse Duisburg über die Rheinschiffahrt 1924 wird darauf hingewiesen, daß der Anfang 1924 das langsame Wiederaufleben der Schiffahrt gebracht habe. Der Frachtenmartt zeigte im ganzen ein befriedigendes Bild, während das Schleppgeschäft ungünstig war. Die Beschlagnahmungen erschwer- len naturgemäß den ganzen Verkehr Auch die Getreide- und Llmschlagsspedition lag wenig günstig.

Stahlwerke Buderus-Röchling A. G Wetzlar. Die nunmehr vorliegende Reichsmarkecöffnungsbilanz sieht eine Umstellung des Aktienkapitals auf 2 Mill. RM. (25:1) unter Schaffung einer Rücklage von 1,31 Mill. RM. vor. Debitoren erscheinen mit 1,43 Mill. RM., Gläubiger mit 2,29 Mill. RM, Maschinen mit 1,81 Mill. RM.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht des(Siebener Anzeiger".)

Berlin, 3. Jan. «Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Die Haltung der Börse war heute zum größten Teil wieder recht zuver­sichtlich und fest. In einigen Werten machte sich Matecialknappheit geltend. Außerordentliche Festigkeit zeigte vor allem der Banlenmarkt, wo lediglich Berliner Handelsgesellschaft von ihrer gestrigen starken Steigerung eine Kleinigkeit ab­geben mutzten. Man verweist auf die günstige Entwicklung dcs Bankgeschäftes und ergeht sich schon jetzt in hohen Dividendenschätzungen. Am Schiffahrtsmarkt, der im übrigen weiter ziemlich vernachläffigt blieb, setzte eine stärkere Steigerung für Hapag ein. Die Bewegung wird auf hanse­atische Käufe zurückgeführt. Am Kaliaktienmarkt erhält sich das Interesse für einzelne Werte des unnotierten Marktes. Am Rentenmarkt konnten sich zunächst die gestrigen Schluhkurse halten, das Geschäft ist aber wieder sehr gering-

*/« Boatürten ....... I

5% Sotbmedfant» ...... I

Berliner ©anbe(«qefeflffl)ah Connuerp unb Pnvat-Bank Tonnft unb Naitoualdauk Teullcüe Bank.........

Deuische »eretnßbant .... Ttviomo üommanbit . . Metallbau!...........

Mtitclbkullche Crcbtlban! . . ceft'rr'tchlsche Grebitanftflll Westbant............

«oLinner Onö ......

BuderuS.....

Laru .............

Xtutltfi-Surrmburu...... (*die::hrdjener virrgtoe* . . fcarpencc Bergbau.....

ilülüDtrfe SlfdjcrOfebeu. . . . «altivrrk Westeregeln Eaurabülte Oberdedorf.....

Pbonis Berg bau.......

Rdelmlabl...........

fRicbcd Montan

LelluL Bergbau........

Hambnrg.Nmerlka Pake». . . Norddemscyer Llovd Cberamtsche Werke vidi« .. Sementwerk Heidelberg ..

bilivl) Holjmaua......

Vlnglo-Lon» -«uano Badische Anilin ....... Tbemilche Mayer Slaptn . . Soldschmtbt.........

GricSl eimer Electron .... Höchster Yardwerke ..... Holzverkohlung mülgcrswerke ....... Echeidcanstalt

HHfl. EkekirtjitätS-Sesellschoft Bcrainann Manilrastwerke ....... Schuckcrt......

Siemens £ Halske

Adlerwerke Kteyer .....

Daimler td.'otorea. ......

Heyligenstaedt.........

Megutn.............

Frankfurter Armatarrn . ..

Konservenfabrik Braun . . . Metnllgesellubafi Frankfm». Tel. Union y..@...... ,

Schuhiabrik Her, Sichet .........

Zellstosf Walvhof Luckersobrik ^ankenthal .. Zuckerfabrik eänabaufel

ffrnnlfurtn.T?.

BerNn

Schluß «Ute

lUhe. Aut»

Schluß Rur»

<1nrs

Darum:

2. 1.

3.1.

1.1.

3. 1.

Vk Deutsche NeichSanIelv» . «/. Deukiche RetchSaiiteld, .

0,912

0,91«

U.83

0,.'0i

1,16

1 2)

5'/,'/. Deutsche Sietchsanletb« 8°/ Deutsche ReichSanlelb, . Demsche Evarvramienaaleth,

1,0$

w

1,05

1.18

1.275

1,89

0,6

1,44

<6/o Preubische Jtonfoli . ..

4°. Hessen .........

»

1,33 1,58

1.41

3*/o eelfvn...........

1,8 94,76

Deutsche Wend. Dollar-Aal.

-

bto. Doll-Schatz-Amveisug.

Telegraphische

Auszahluni

I-

2. Januar

8. Januar

tReöart.

LmNIch, Notirrnna

Amtlich« "J

ioii;r,i ti

«Leid

Britt

ÜklD

Brief

2. i.

«mN-Rokt

170, vg

170,41

17^,03

170. 1

voll voll

8rfi.-'2lntro

21,01

21,10

21,04

21,10

voll voll

Chnstiania.

i3.3?

63.41

63,32

63,48

voll voll

Kop-nkiagcn

14,11

U,29

14,16

?4,34

voll voll

Stockholm .

ra.GG

113,34

113,01

113,29

voll voll

Helssngfor».

Italien. . .

10,85

17,70

10.19

17,74

10,65

17,78

19,92

10,=9 17,32

voll voll voll voll

London. ..

Neuvork ..

16,91

18 98

19,97

voll voll

4,1 i 5

4,»U5

4,195

W

voll voll

PariS. . . . Schweiz . .

22,84

»2,90

22,78

voll voll

81,79

11,99

48,82

81,79

E1.93

voll voll

Spanien . . Wien In D-

$8,68

1.8,73

18,74

voll,voll

Ceft nbgest

8.902

ß

6,19

8,22

voll voll

Prag . . . . Vubapell - - Bnen.-Aire-

19.67

12,66

W.70

voll voll

5,775

e,7 9 i

6,76

6,78

voll voll

fil 9

1.E83

1,67)

1^83

voll voll

Bulo arten

2,04 5

8,165

3,045

8,0 t 5

voll voll

Yapan . . -

1^ 18

1^22

1,011

7*19

4l,41

voll voll

'M io de 9 au

l,<8 >

l/Oi

4,489

voll voll

Belrrad .

6,525

6,5 5

6,595

6,54

voll voll

Lissabon .

19,43

19,47

19,43

79^4

ollwoll