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stehen eine Steiße t*n Straßen «trttcr Wasser. Denn das Wasser in Hattingen noch um einen halben Meier steigt, wird die Derbindungs-- ftraße mit Bochum unterbrochen werden. Auch müßte dann die Lurbinenanlage des Wasserwerks außer Betrieb gesetzt werden. Die Bewohner vieler Hauser mußten sich in die oberen Stockwerke fluchten. Der Betrieb der ZecheGibraltar" bei Harbede ist durch das Hochwasser unterbrochen. Das Wasser füllte die Stollen.

Aus Witten wird gemeldet, daß das Wasser seit geftem morgen steht und voraus­sichtlich wieder zurückgehen wird. Dielieber- schwemmungen sind auch dort sehr stark. Sämt­liche Ruhrwiesen und die in den Riede- rungSgebieten stehenden Wohnhäuser sind unter Wasser gesetzt. Der auf einer Ruhrinsel be­gonnene

Turbinenneubau ist schwer beschädigt.

Die Detonmaschinc steht unter Wasser und ein großer Stapel von Gerüstholz ist teilweise a b -- geschwemmt worden. Auch aus dem Wup­pertal wird starkes Hochwasser gemeldet. 3n der Umgegenö von Wipperfürth und mehreren kleinen Gemeinden ist der Verkehr unterbunden. Gleiche Meldungen treffen aus Solingen ein.

Elberfeld. 3. Ian. (WB). Durch den mehrtägigen Regen ist das Wasser so gestiegen, daß es bereits an mehreren Stellen über die Ufer getreten ist. Die Umgegend von Wipper- f ür th im Wuppertal ist völlig über­schwemmt. 3n mehreren kleineren Gemein­den ist der Verkehr vollständig unterbunden. Auch aus Solingen treffen gleiche Meldun­gen ein. Vom Oberlauf her Wupper wird w e i- t er ed Steigen gemeldet. Vorsichtsmaßnah­men sind rechtzeitig getroffen worden.

Düsseldorf. 4. 3an. (WB). Infolge der starken Regenfälle der letzten Tage führt die Düssel Hochwasser, das über die Ufer des südlichen Süffelarm cd getreten ist und die Keller der anliegenden Grundstücke überschwemmt hat. Wie aus Elberfeld gemeldet wird, ist das Hochwasser der Wupper in langsamem Fal­len begriffen. Auch aus Solingen und Burg, wo die Ueberschwemmung der Wupper größeren Schaden angerichtet hat, wird ein Fallen des Wassers gemeldet.

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Köln, 4. 3an. (Wolff.) Die Strecke Ove­rath-Engelskirchen ist durch Ueberschwem- mung seit gestern nachmittag unfahrbar. Das Ende der Störung ist noch nicht abzusehen. Der Personenverkehr wird vorläufig durch Pendel­züge, auf der gesperrten Strecke selbst durch Autos aufrechterhalten. Die Strecke Engels­kirchenOverath ist wegen Hochwassergefahr und die Strecke EngelskirchenRüderoth gesperrt. Zwischen Deringhausen und Rüderoth sowie zwi­schen Overath und Köln verkehren die Züge im Pendelverkehr. Der Personenverkehr wird zwi­schen Rüderoth und Oeroth durch Autoverkehr aufrechterhalten.

Siegen. 4. Jan. (WTB) Der seit Weih­nachten unaufhaltsam strömende Regen hat der Stadt Siegen und ihrer Umgebung außerge­wöhnlich starkes Hochwasser gebracht. Die fleinc Alche, ein Bach von son stgeringer Liefe und Breite, ist zum Fluß von stellenweise sieben Meter Breite angewachsen und hat die Freu­denberger Landstraße, die auch von der Autopost Siegen-Freudenberg befahren wird, auf weite Strecken unter Wasser gesetzt. Die Wege sind noch bis in die Stadt hinein über­schwemmt, so daß sie nicht begehbar sind. Die Sieg ist ein wild schäumender, breiter Strom geworden.

Sturm und Hochwasser auch in Rußland.

Moskau. 4. Ian. (WB). Gestern abend 9 Uhr ist die Rewa aus den Ufern ge­treten. Ein ungeheuerer S üd w e st st u r m hat ungeheuere Wassermengen der Rewa, welche sich 71 '2 Fuß über das Rormalniveau hob, in einige Stadtteile getrieben, die überschwemmt wurden. Die Inseln Elagin, Kamenny und Kre- stowsti und die Dollorlokale deö Rewski Pro­spekts sind überschwemmt worden. Auch meh­rere Fabriken sind heimgesucht worden. Bis­her sind keine Menschenopfer gemeldet worden, da die Bevölkerung rechtzeitig von der bevorstehenden Gefahr gewarnt werden konnte. Sehr wertvolle Waren konnten aus den Hafen und den Fabriken entfernt Werdern Die Ueber- schwemmung ist nicht so erheblich wie die im September vergangenen Jahres. Um IG/., Uhr abends ist das Wasser auf 0l/2 Fuß gefallen.

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Vier Memrlrr Fischer ertrunken.

Die feit einigen Wochen verschollenen vier Kerkelbecker Fischer sind, wie nunmehr mit Sicher­heit anzunehmen ist. Opfer ihres Berufs gewor­den. An der lettländischen Küste, südlich Libau. wurde ein Doot an den Strand getrieben, das als dasjenige der vermißten Fischer festgestellt worden ist.

Opfer deS MrereS.

Aus Morleix wird gemeldet, daß das spa­nische SchiffAlfredo" dreißig Meilen nord­westlich von Quesfant st r a n d e t e. Der Kapitän und 18 Mann der Besatzung retteten sich in Booten. Aber nach zweitägiger Irrfahrt auf dem Meere waren sechs Matrosen infolge Kälte und Entkräftung gestorben. Man legte sie in ein kleines Doot, welches in Schlepptau genommen wurde. Den Ueberlebenben gelang es, in der Rächt vom 30. zum 31. Dezember in Guinet zu landen. Infolge des Sturmes hatte sich jedoch das Boot mit den Loten losgerissen, ohne das e& möglich gewesen wäre, es wieder einzuholen.

parlamentarisches ans Hessen.

Darmstadt, 4. Jan. (Eigener Bericht.) Die Abgg. Dr. Werner und Gen. (Dtn.) haben Im Landtag die nachstehenden Anfragen einge- bracht: Ist die Regierung bereit und in der Sage, zur Behebung der Rotlage der unteren Deamtengruppen dem Beispiele Badens zu folgen? Wird sie für die Aufhebung des Reichssperrgesetzes eintreten? Hält die Re­gierung den durch Schaffung des sog. veredelten Wohnungsgeldes eingetretenen Zustand des v e r° sch leierten Ortsklafsenunrechte s für erwünscht und erträglich? Hat die Regierung in Verfolg des Landtagsbeschlusses vom 15. Ok­tober 1924 bereits Schritte getan, um den Reichs tag zu veranlckfsen, die Frage der ostjüdi

»chcn Zuwanderung zu regeln? Ist die Regierung in der Lage und bereit, über die An­zahl und Beschäftigung und Kriminalität, wie die Gesundheitsverhällnisse der f eit 1900 in Hessen wohnenden Ostjuden ausreichende amllichc Fest­stellungen machen zu lassen?

Der Landesausschuß der H es s i sche n Zen­trumspartei veröffenllichte am SamStag in derDarmstädter Zeitung" einen Bericht über eine Tagung. Hiernach hat Landtagsabg. Ruß über die Lage in Hessen gesprochen und erklärt, daß das Zentrum eine Erweiterung der Koalition nach rechts anstrebe. Weiter wurde mitgeteilt, daß Regierungsrat Knoll sich in einigen Wochen entscheiden werde, ob er das hessische oder das Reichstagsmandat nie» verlegen werde.

-r-

Die soz. Landtagsfraktion hat im Landtag einen Antrag eingebracht, worin die Regierung aufgefordert wird, den Entwurf eines Amnestiegesetzes vorzulegen. Durch dieses Gesetz sollen alle von hessischen Gerichten er­kannten und rechtslräftig gewordenen Haft- und Gefängnisstrafen bis zu einem Jahre erlassen werden, trenn die Strafen erkannt worden sind wegen politischer Vergehen, wegen Vergehen, die im inneren Zusammenhänge mit Teuerungs- oder Erweroslosen-Kundgebungen standen und wegen nicht gewerbsmäßigen Verstößen gegen §§ 218, 219 R. St. G. x

Das deutschePanama".

Der Berliner Korruplionssnmpf.

Essen, 3. Ian. (TA.) DieDeutsche Berg- Werkszeitung" veröffentlicht unter der lieber- schriftKorruption" einen sehr scharfen Artikel d-es Prinzen Ernst von Ratibor, der Kritik an den Beziehungen zwischen dem Barmatkonzern und politisch- parlamentarischen Persönlichkeiten übt. Der Artikel fragt, ob es richtig sei, daß der von schlecht renommierten Leuten gegründete Barmatkonzern im Frühjahr einen Kredit von 20 Millionen durch die R e i ch s p o st erhalten habe zu einem Zeitpunkt, als bekanntlich unsere größten Industriewerke in schwerster Verlegen­heit um 100 000 Mk. Lohnzahlungen waren. Ist es richtig, daß diese, im Herbst fälligen Kre­dite nicht zurückgezahlt werden konnten? Ist es vor allem richtig, daß die Post die Dei»tsche Girozentrale veranlaßte, nach außen hin a l s Garant über Forderungen aufzutreten, ihr dann aber' für alle Fälle unter der Hand eine Rückbürgschaft der Post zusicherte, so­daß das ganze sich also als eine höchst bedenkliche Manipulation hinstellen würde, um eine nicht zu rechtfertigende Kreditübergabe an einen, nach jeder Richtung hin bedenllichen Schuldner zu rechtfertigen?Falls diese, zunächst ganz un­geheuerlich anmutenden Vorgänge." heißt es in dem Artikel weiter,auf Wahrheit beruhen, würde

das Parlament,

um einen letzten Rest von Ansehen zu wahren, feststellen lassen müssen, welche Beziehungen hier zwischen den parlamentarischen Aufsichtsräten des Barmatkonzerns und Fraktionskollegen in den höchsten Stellen der Postverwaltung bestanden haben.Ist es nicht eine Schmach und Schande, wie zugunsten einer Spekulantengruppe mit der Kriegsanleihe operiert worden ist? Welche Einflüsse haben es fertigbekommen, daß, je nach­dem irgendeine parlamentarische Gruppe einen neuen Antrag zur Aufwertung einbrachte, schon tagelang vorher ein neuer Rummel in K r i e g s a n l e i h e an der Börse einiehtc? Muß es nicht höchst bedenklich ftinunen, wenn dieselben Abgeordneten, die im Barmatkonzern als Auf- sichtsratsvorsihende fungierten, auch im Aufwer­tungsausschuß des Reichstags das große Wort führten? Wieviel ernsthafte deutsche Industrielle und Bankiers können bestätigen, daß in auslän­dischen Finanzkreisen immer wieder das Wort fiel: Euer ganzer Reichstag ist eine einzige Spekulantenbande! Selbstverständlich eine ganz ungerechtfertigte llebertreibung, an der aber die unerklärliche Langmut der Regie­rung, beispielsweise ihre Zweideutigkeit in der Aufwertungsfrage, ein erhebliches Maß von Schuld trägt."

Die Kreditgeschäfte der Reichs­post.

Berlin. 3. Ian. (WB) lieber die um­laufenden Gerüchte der Kreditgeschäfte der Deut­schen Reichspost wird von zuständiger Stelle mitgeteili: 1. Der Reichspostminister bat sich aus volkswirtschaftlichen und sozialen Grün­den (Arbeiterentlassungen usw.) veranlaßt ge­sehen, den Banken des Darmatkon- 5 e r n 8 für Industriezwecke im Oktober 1924 auf deren Antrag ein Darlehen von zusammen 14,5 Millionen Reichsmark durch Vermittlung der Deutschen Girozentrale als Treuhänderin äu ge­währen, zu dem bei der Post üblichen Zinssatz und gegen Sicherheiten, die von Sachverständigen besonders nachgeprüft und für ausreichend befunden werden. 2. Michael hatte der Deutschen Reichspost im Rovember, als ihr jeder Reichskredit entzogen worden war und andere Zahlungsmittel nicht zur Verfügung standen, vorübergehend Geldmittel über­lassen und später seinerseits von der Post Kredit erhalten, der bereits seit einem halben Jahre a b g e d e ck t ist. Seit dieser Zeit steht die Post mit Michael in keiner geschäftlichen Verbindung mehr. 3. Mit Kutis- ter hat die Deutsche Reichspost niemals in Verbindung gestanden.

Haftentlassungen im Barmat­skandal.

Wie die Blätter zu der Barmat-Affäre mel­den, sind die Direktoren der Merkurbank, L i ch- t e n st e i n und Levi, aus der Haft entlas­sen worden. Weitere Entlassungen sollen be­vorstehend außerdem wurde daS Verfahren ge­gen die bereits aus der Haft entlassenen Di­rektoren Thieme, Gehricke und Schäffer einge­stellt. Gestern war der Prokurist der Berlin- Burger Eisenwerke, Regierungsrat a. D. Dr. Greulich, festgenommen worden, er wurde je­doch nach seiner Vernehmung wieder freigelas- son. Die Verteidigung der Gebrüder Darmat, die deren schleunige Vernehmung beantragt hat, hat von der Staatsanwaltschaft die Zusage er­halten, daß der Verhör heute oder morgen statt- sinden wird. Don diesem Verhör wirb es ab­hängen, ob sie in Haft behalten werden.

Treue um Treue.

Der Reichskanzler an Saarlouis.

Berlin, 5. Ian. (Wolff) Der Reichs­kanzler hat an die Stadtverordnetenversamm­lung in Saarlouis folgendes Schreiben ge­richtet:

Mit Freude und Stolz hat die Reichsre­gierung Kenntnis genommen von dem erhebenden

Bekenntnis zum Deutschtum

das sämtliche Stadtverordneten in Saarlouis aus Anlaß der umlaufenden Gerüchte über gewisse Absichten wegen der Zukunft ihrer Stadt erneut abgelegt haben.

In welchem Zusammenhang diese Gerüchte haben entstehen können und worauf sie zurück­zuführen sind, entzieht sich der Beurteilung der Reichsregierung. Jedenfalls ist ihr, wie id) tn Uebereinstimmung mit dem inzwischen erfolgten Dementi der französischen Regierung feststellen kann, keinerlei Angebot der französischen Re­gierung über eine von den Bestimmungen des Vertrags von Versailles abweichende Regelung des endgültigen Schicksals des Saargebietes, ins­besondere der Gegend von Saarlouis zugegangen.

Das Recht, im Wege der Volksabstim­mung frei und unbeeinflußt über ihre staat­liche Zukunft zu entscheiden, ist der gesamten Bevölkerung des Saargebiets

vertraglich gewährleistet. ' >

Keine deutsche Regierung konnte die Hand Lazu bieten, dieses Recht irgendeinem Teil der Bevöllerung des Saargebiets zu entziehen.

Wohin das Sehnen und der Wille der Ein­wohner von Saarlouis geht, hat die von echt vaterländischem Geiste getragene eindrucksvolle Kundgebung der Stadtverordneten von Saarlouis vom 20. 12. 1924 erneut in klarer, unzweideutiger Weise gezeigt. Aamens der Aeichsregierung spreche ich hierfür den Stadt- verordnelen den toärmften Dank aus und ver­sichere feierlich, daß die Reichsregierung der deutschen Stadt Saarlouis allezeit die Treue wahrer: wird."

Die römische Krisis.

Mussolinis Verteidigungsrede. Vertagung der Kammer.

Rom. 4. Ian. (TU) In Erwartung der Rede Mussolinis trat die Kammer gestern in äußerst erregter Stimmung zusammen. Die Tri­bünen waren überfüllt unö die Abgeordne­ten konnten Dom Präsidenten nur mit Mühe auf ihren Plätzen gehalten werden. Musso­lini. der erst nach Eröfsnung langsam eintrat, wurde eine minutenlange Ovation dargebracht. Cs fiel aus, daß Salandra sich an der Ova­tion nicht beteiligte. Rach einigen belanglosen Interpellationen erhob sich Mussolini unter laut­losem Schweigen.

Artikel 47 der Verfassung besagt, daß das Abgeordnetenhaus das Recht hat, Minister des Königs in den Anklagezustand zu ver­sehen und sie vor den Staatsgerichtshvf zu stel­len. Ich stelle die förmliche Anfrage, ob in oder außerhalb dieser Kammer jemand ist. der sich des besagten Artikels bedienen will. (Stürmischer Beifall. Die Deputierten erheben sich von ihren Sitzen mit den Rufen: Es lebe Mussolinil Auch die Tribünen nehmen an den Beifallskund­gebungen teil.) Ich selbst, meine Herren, bringe die in diesem Raume gegen mich gesch'. uderte An­klage zur Kenntnis. Man erklärt, ich hätte eine Tscheka gegründet. Aber auf die Sagen: ..Wann und auf welche 2Irt? vermag niemand Antwort zu geben. In Rußland hat es wirtlich eine Tscheka gegeben, bie ohne Urteil 150 000 bis 160 000 Personen nach nahezu amtlichen Mit­teilungen hat hinrichten lassen, die den systema­tischen Terror sowohl gegen bte Bourgeoisie als Klasse wie auch gegen etnzelne Mitglieder der Bourgeoisie auäübtc, eine Tscheka, die sich als das rote Schwert der Revolution bezeichnete.

Eine italienische Tscheka hat es niemals gegeben. Riemand hat mir bis heute folgende drei Eigen­schaften abgcsprochen: Genügende Intelligenz, großen Mut, souveräne Verachtung des eflen Geldes. (Lebhafter Beifall.) 'Denn id> eine Tscheka gegründet hätte, so hätte ich sie nach jenen Grundsätzen gegründet, die ich mir immer vorgehalten habe, nämlich nach den Grundsätzen einer Gewalt, die niemals völlig aus der Geschichte ausgeschaltet werden kann. Denen, die mir durch fünf Jahre harten Kampfes gefolgt sind, habe ich immer gesagt und wiederhole es heute, daß die Gewalt, um wirksam zu sein, heilend, einsichtig und ritterlich sein muß. (Beifall.) Die Taten dieser sogenannten Tscheka aber waren immer töricht und sinnlos und entbehrten der Ordnung. (Beifall.) Die Abwanderungd er Opposition auf den Aventin, mit der auf seine Versuche zur Wieder­herstellung der normalen Lage geantwortet wurde, sei eine verfassungswidrige, offen revo­lutionäre Tat. Die Zeitungskampagne gegen den Faschismus sei schmutzig und erbärmlich. Er habe seine Ruhe inmitten dieses stürmischen Treibens nicht verloren und viele Ungesetzlichkeiten unter­drückt.

Dem ganzen italienischen Volk erkläre ich, daß ich allein die politische, moralische und geschicht­liche Verantwortung für das übernehme, was ge­schehen ist.

(Lebhafter Beifall und Ruse: Wir sind alle auf Ihrer Seite.) Wenn der Faszismus eine Verbrechergesellschaft ist, gut. bann bin ich der Führer dieser Verbrechergesellschaft. (Zurufe und lebhafter Beifall.) Wenn alle Gewalttätigkeiten das Resultat einer bestimmten geschichtlichen poli­tischen und moralischen Atmosphäre waren, so soll die Verantwortung auf m i ch fallen, denn diese Atmosphäre habe ich geschaffen.

Ein Volk respektiert keine Regierung, die sich beleidigen läßt. Das Volk will, baß seine eigene Würbe aus der Würde seiner Regierung zurück- strahle. Das Volk sagt heute zu mir: Es ist genug, bas Maß ist voll. Warum? Weil der Aufstand auf der Aventin einen republikanischen Hintergrund hat. (Lebhafter Beifall im Saale jmb auf den Tribünen. Rufe: Es lebe der König.)

Unter Hinweis auf eine Reihe von Morden an Faszisten in der letzten Zeit und auf ge­heimnisvolle Brände in den Cisenbahnlagern von Rom, Parma und Florenz, setzte Mussolini hinzu, man habe es mit dem Wiedererwachen einer aufwieglerischen Bewegung auf der ganzen Linie zu tun, und erklärte schließlich: Wenn zwei unversöhnliche Gegner sich bekämpfen, I so gibt nur eine Lösung: Di e Gewalt. Riemals gab es eine andere Lösung in der Ge- 1

schichte.

Köln, 3. Jan. (WTB) Der Verein 0« fatfern®« W' Kölner Presse und die Ortsgruppe Köln des Der- DorgendammeM eins Rheinischer Zeitungsverleger oerßffent- i JMS als Morgen lichen anläßlich des Deutschen Pressefestes an; aller T*flnetcn [ Rhein am 17. Januar 1925 einen Aufruf, ir"

4s kostete auf dem

das ganze deutsche Volk zur Teilnahme an de

Ken 12, junge tzahnr

Born

allem Parteikampf befreiten beul

Die Arbeit

einen Festtag in die Kette alltäglicher Plagci

Ministerium veranstaltet im nächsten Somme«

Unterschlagungen.

Rach Unterschlagung von 250 000

Amtsgelder flüchtet

zu verheimlichen verstanden. Fischer war au*

den zu sein. Er wurde in Dahlem verhaftet.

I

"*kn

giften (!) in Anspruch genommen werden muftli

tung, kälter, »roch vereinzel

frost und Morgennebel

Rot und persönlicher Entsagung in dem große Kampf um ihr Deutschtum und um ihren Zu­

Iahrtausendfeier, Röte Zeugnis für

dem es u. a. heißt: Die Rheinlande stehen am Beginn eines Zeitabschnittes, der Rhein uni Reich seit tausend Jahren unlöslich mücinanba verbunden sieht. Darum rufen die Rheinland

zustehenden Recht, die Aussprache über ei Interpellation hinauszuschieben, Gebraui machend, den Antrag stellte, die Diskussion a u sechs Monate z u bet tag.cn. Der Antra wurde angenommen, woraus der Sprechet der Tagesordnung, der ehemalige Faszist Lanz, de T r e b bi a den Oppositionsantrag zurückz Die Kammer wurde daraus auf u n b c ft i tn ni f Zeit vertagt. Man behauptet, daß S a l,a n

Rampe" am Kurfürstendamm verließ, Der haftet. Die Firma hatte eine ausgellagte For­derung gegen Anita Derber und hatte die Tau'

preußischen Landesregierung « wartet. Der Ueberschuß des Pressefestes wird der

Airs aller Welt.

Ein deutsches Pressefest am Rhe n.

und Sorgen flechten. Die ' Reichspräsidenten wird

Goldlager in Sibirien.

An der Aldan, einem Rebenfluß der Send wurde ein großes G o l d l a g e r gesunden, baj sich auf mehr als 500 Qua dr atkilvmetel erstreckt. Die Rachricht von der Aufdeckung btj Goldlagers hat eine Völkerwanderung nach ieitel Gegend bewirkt.

Iournalisienehrung.

Das deutsche Institut für Zeitungstunde ij Berlin hat Dr. Hugo Zoller anläßlich feind 50jährigen Jubiläums als Dedaktionsmitglied M Kölnischen Zeitung" zum Ehrenmitglied ernannt]

Anita Berber verhaftet.

Die Tänzerin Anita Berber wurde Samstagabend aus Veranlassung einer Autom? bilvermtetungssirma, als sie das KabarettDi«

rheinischen Hochschulen t stützung notleidender Studierender übertoiefa

MeMr am 3. Oanuat (

werden.

Flug London-Kapstadt über Frankreich.

London. 3. Ian. (WTB.) Das Lustfas

scheu Weihestunde eine festliche Veranstal­tung verbinden. Deutsche Kunst und deutsche!

. J erre ML

Italien will Frieden, Ruhe und Arbeit. 2Lii werden sie ihm geben enllveder im Guten, w. es möglich ist, oder mit Gewalt, wenn n wendig sein sollte. In den nächsten 48 Gtunl wird die Lage geklärt 'fein.

Am Schluß der mit langem Beifall a genommenen Rede erklangen auch Hochrufe a Mussolini.

den Rennbahnen ein häufiger Gast: er scheint do « elsaz-A nicht, Opfer einer Spiel- und Wellleidenschaft getooi faß . 8en, - ; r T- ""berorknl

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b r a während der Diskussion der oppositionelle« Tagesordnung gegen die Regierung spreche« wollte, woran er durch die unerwartete Ver.

steher beschäftigt war. Er hat die Unterschlaget' tti gen bis zu der Revision durch Dücherfälschungc-

zerin zum Offenbarungseid laden lassett. Da |i jedoch nicht zum festgesetzten Termin erschien hatte die Firma Haftbefehl gegen sie beantragt 9ttl

Anita Derber setzte ihrer Festnahme so heftig«, tQ dei,V^lft Widerstand entgegen, baß bie Hilfe von PW Rhan?' gißen (!) in Anspruch genommen werden mu^e gl

--------------- | Tir. 60, öhj

Wettervoraussage. a,J? 8

Heiter bis wolkig, Wi^de aus westlicher Rick' cketen. J eu Riederscbläge, RaHt' 1

tagung der Kammer verhindert wurde. Es toii mit ungewöhnlich en Maßnahmen d Regierung in den nächsten Tagen gerechnet.

hielten

littiancr, Orlandisten, (Sombattenti, ßinfßlibcr«-^ env und die Salandragruppe getrennte DesprechungA^z yovi ab. Rach Wiedereröffnung der Sitzung bra die Opposition eine Tagesordnung ein, die Regierung das Mißtrauen aussvrach un namentliche Abstimmung verlangte. Die Rcgi, rung parierte den Angriff, indem sie von dem i

einen Flug von Harwich nach Kapstadt^^^M 1 der von einem Marineflugzeug unternommen wer-

den soll, um geeignete Stützpunkte für Lufllinioi Aeichi

zwischen London und Südafrika ausfindig zll \Qfaftrih^ machen. Die Linie soll von Harwich über Toulon, 011

Malta, Konstantinopel, Athen, Khartum, I» die

hannesburg und Pretoria nach Kap stad! .de« Dees führen.

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öw n öurch e" der "42jährige

Postsekretär Derthold Fischer, der auf eine e (mL.

Postamt im Westen von Derlin als Kafservoo Eise -

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Während der dann folgenden SitzungspauM^iergeS^,?^ :en bie Abgeordneten der Opposition, Gid^^,,-re A

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und bas Deutschtum der Rheinlande fern fofl ®rün!obt auf. Zu Beginn dieses Jahres der Jahrtausend/; T . 7'0 wM feiern am Rhein, der Januar 1925, soll in Kol,(n =0 eQ, ein deutsches Pressefest sehen, zu dem der Deren der Kölner Presse und die Ortsgruppe KSl , bcs Bereins rheinischer Zeitungsveileger gemein 5_oo (

Jam entlaßen. Während acht Jahren völlischci

fammenhang mit dem Reich und seinen Länder ", haben die Rheinlande ihre Pflicht getan; ei Mvchschule: Meoet hat mit ihnen auch die rheinische Presse in Reis' k-vMgcklcher ounö: und Glied gestanden und ihre Pflicht erfüllt. Di ttttagjahmb. - @te Zukunft muß lehren, ob dieser Kampf entschiede V 8uhrDarmstat ist; der Gegenwart aber steht das Recht zu - Llchlst aus den bisher errungenen Erfolgen neue Hvfs mvor/ragMl der H nung zu schöpfen. Das Deutsche Pressefest an

Rhein soll am 17. Januar 1925 mit einer do1 Dmschmschicksal".

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Heute wage ich es zu erilären, öd fltt? * ACtr diefes Problem gelöst wird. Der FafzisMM^ die Regierung und die Partei stehen in volle Kraft.

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