Hur Luzusstouer mir-b mit den Stimmen der '.Regierungsparteien der sozialdemokratische 'Antrag angenommen, das; eine zu weitgehende Spezialisierung vermieden und hochwertige Qua - litätsarbeit geschont werden soll. Die Aushebung dor Luxussteuer wird gegen die Stimmen der Kommunisten und Demokraten abgelehnt.
Die helObsehung der Umsahsteurer auf 1 Prozent wird mit 205 gegen 152 Stimmen der Sozialdemokraten, Kommunisten. Demokraten und völkischen abgelehnt. Ls bleibt bei II Prozent für die allgemeine Umsatzsteuer und 7,5 Prozent für die Luxussteuer.
Die Ausschußbeschlüsse zur Umsatzsteuer werden angenommen, darunter auch die vom Ausschuß beschlossene Bestimmung, daß Länder und Gemeinden keine Beherbergungssteuer mehr erheben dürfen.
Die Wechselsteuer wird unverändert angenommen. Lei den Bestimmungen über das Verfahren wird der sozialdemokratische Antrag aus Offenlegung der Steuerlisten in namentlicher Abstimmung mit 230 gegen 130 Stimmen a b - gelehnt. Dann wird in namentlicher Abstimmung mit 322 gegen 36 Stimmen der demokratische Antrag angenommen, der den Veranlagungsausschüssen bei den Finanzämtern die Einsichtnahme in das Veranlagungserbebnis gewährleistet. Im übrigen werden die Bestimmungen über das Verfahren nach den Ausschußbeschlüssen angenommen.
Es folgt der Gesetzentwurf über die Erhöhung der Bier- und Tabak st euer.
Zur Beratung kommt zuerst die Biersteuer.
Abg. Simon (Soz.l bekämpft die Steuer- erhöhung qls eine durch hie Finanzlage des Reiches nicht gebotene Schädigung her Wirtschaft und der Verbraucher. Die Bayerische Volks-. Partei habe in Bayern die Biersteuer abgelehnt und auf die Reichsregierung gegen die Biersleuer- pläne geschimpft. Die Vertreter dieser Partei und der bayerischen Regierung sollten doch einmal erklären, warum sie hier im Reichstage ganz anders auftreten als in Bayern.
Abg. Dr. Fischer (Dem.) hebt hervor, daß vom Finanzministerium im Steuerausschuh die Auffassung mit allem Aachdruck vertreten worden sei. daß sie absolut nicht die hundert Millionen Mark entbehren könne, die die Bier- und Tabaksteuer rechnerisch erbringen sollte- Run liegt ein neuer Kompromihantrag vor, der nicht nur eine weitere Ermäßigung derBier? steuersätze bringt, sondern die ganze Biersteuernovelle überhaupt erst am 1. April 1926 in Kraft setzen will. Welches ist nun der neue Standpunkt der Regierung? Die Demokraten müssen die vorliegende Rovelle a b l e h n e n.
Abg. Henning (Völk.): Die Bier- unb Tabaksteuer sei absolut unsozial und die Völkischen würden die Vorlage daher ablehnen. Der Redner begründet noch eine Entschließung seiner Partei, durch die die Regierung ersucht wird, die Einfuhr von Pilsener Bier aus b?r Tschechei i^rhaupt zu verbieten. Dabei betont er, dah die Pilsener Bierbrauereien vier Mark vom Erlös jedes verkauften Hektoliters Bier zur Be« kämpfung des Deutschtums abgäben. (Hört, hört!)
Das Haus wendet sich dann der Besprechung des Art. 2 der Rovelle zu, der die Erhöhung der Tabaksteuer vorsieht.
Abg. Meier (Soz.) bekämpft die auf Grund der Anträge der Kompromißparteien zustande- gekommene Ausschußsassung und wendet sich namentlich gegen die neueinzuführende M a - terialsteuer. Die Einführung der Materialsteuer würde das Verschwinden der billigeren Zigarettensorten von 3 und 4 Pfennigen zur Folge haben.
Abg. Obendieck (Komm.) glaubt, dahdurch die Annahme der Ausschuhvorlage die Labak- Preise durchschnittlich um 40 Proz. steigen würden. Das sei eine unerhörte Ausräuberei. ' Abg. Bull (Dem.) vermiht Gründe für die von der Regierung behauptete Rotwendigleit der Tabatsteuererhöhung.
f Die Abstimmungen der eingegangenen Beschwerde der Abg. Iadasch und Höl- lein (Kom.) ergeben im Falle Höllein Ablehnung des Antrages gegen die Stimmen der Kommunisten, im Falle Iadasch Ablehnung gegen die Stimmen der Kommunisten, der Sozialdemokraten und der Mehrheit der Demokraten.
Weiterberatung Dienstag.
Die Umsatzsteuer.
Berlin, 4. Aug. (Wolfs.) Der »Lokal- Anzeiger" wußte gestern gbond zu berichten, daß zwischen der Rei<Aregierung und den hinter ihr stehenden Parteien eine Einigung über die Frage der Herabsetzung der älmsatzsteuer erzielt worden sei. Heute meldet das Blatt, dah ein Kompromiß noch nicht erzielt worden sei, jedoch bis zur dritten Lesung der Stsuervorlagen eine Lösung zu erhoffen sei. Das „D. T." berichtet, dah Reichskanzler Dr. Luther gestern abend im Reichstag mit den interessierten Vertretern der Regierungsparteien über die Frage der Herabsetzung bzw. Beseitigung der älmsahsteuer auf Lebensmittel eine Besprechung gehabt habe, die jedoch ohne Ergebnis geblieben sei. Sie soll jedoch in den nächsten Tagen fortgesetzt werden.
Blutige Zusammenstöße in Italien.
A D'.n, 4. Aug. (TA.) Sn dein Dorfe San Giovanni ((Kalabrien) hat sich gestern ein blutiger Zusammenstoß zwischen der Bevölkerung und der Polizei des Ortes ereignet. Das Dorf wird, wie viele andere Gemeinden Italiens, durch einen Kommissar verwaltet, gegen den infolge der Erhöhung der örtlichen Steuern und wegen der Lebensmittelverteuerung heftige Erbitterung herrscht. Trotz Beschwichtigungsversuchen rückte die Bevölkerung nach der Messe vor das Gemeindehaus und verlangte die .E n t l a s s u n g aller Beamten, die Herabsetzung der Lebensmittelpreije auf Vorkriegshöhe und Abschaffung aller Steuern. Als die wütende Menge das Gemeindehaus zu erstürmen und anzuzünden drohte, schossen die Carabrnieris, wobei 14 Personen getötet und 15 verletzt wurden.
Kleine politische Nachrichten.
Wie das ^Tageblatt" wissen will, soll sich die Mehrheit der Zentrumssraklion damit einverstanden erklärt haben, dah das Zentrum den Posten des Reichsministers für die besetzten Gebiete beseht, und zwar mit dem Reichstagsabgevrdneten Geheimrat von G u e » rard, einem geborenen Rheinländer. Abg. von Guerard gehört dem rechten Flügel des Zentrums an. Seine Ernennung zum Reichsminister soll bereits für die nächsten Tage zu erwarten
sein. Damit tritt die Zentrumsfraktion auch off»- ziel! in das Kabinett Luther ein.
Im Saarrepier sind die Bergarbeiter vollzählig wieher zur Arbeit eingefahren. Die Eisenbahnen verkehren wieder planmäßig
Rach einer Meldung aus Moskau soll Dserschinski, her Präsident der Tfchrka. u n- heilbar geistesgestört sein
Aus Stabt und Land.
Gießen, den 4- August 1925
Der Abschied der Turner aus dem besetzten Gebiet.
Seit gestern nachmittag schon ist das Fest im Abklingen. In vorzüglicher Stimmung, mit Turnerliedern und „Gut Heil"-Rusen begaben sich vom Rachmittag ab schon einzelne Turner- gruppen oder auch geschlossene Vereine zur Abfahrt nach dem Bahnhose, wo es bis in die späten Abendstunden äußerst lebhaft zuging und sich begeisternde turnerische Abschiedsszenen gb= spielten. Heute vormittag formierten sich an her Käfernx die Turner aus dem Saarland und dem besetzten Gebiet zu einem eindrucksvollen Zuge, der unter Dorantritt der hiesigen schneidigen Militärmufir unter Leitung von Obermusikmeister Löb er durch die Stadt nach dem Bahnhofe ging, wo gegen 10 Ahr die Abfahrt mit dem Sonderzug erfolgte. Im Zuge fielen die zahlreichen Turner und Turnerinnen auf, die als Sieger mit dem schlichten Eichenkranz geschmückt waren. Der Zug, dem überall lebhafte Huldigungen dargebracht wurden, war in feiner vorbildlichen Ordnung zugleich ein Dankesausdruck an die gastliche Feststadt, der von den abschied» nehmenden Gästen immer wieder zugerufen wurde: „Der Stadt Gießen und den Gießenern ein drei» faches Gut Heil!"
Die SaarLurner in Bad-Nauheim
200 bis 300 Saarturner, die von der Turnerschaft Dad-Rauheim eingeladen waren, statteten gestern nachmittag unserer hessischen Bade- ttadt einen Besuch ab, wo sie herzliche Ausnahme sanden. Rach Begrüßung am Bahnhof Bad-Rau? heim ging es mit Musik nach dem Kurhause, wo Bürgermeister Dr. Kayser dis Gäste begrüßte und ein Vertreter der Saarturner unter stürmischem Beifall von der Reichstreue der Saar-- länder sprach. Begeistert wurde das Deutschlandlied und das Saarlied gesungen, hinter der sachkundigen Führung von Oberbaurat B'e r ck und anderen Beamten der Bad- und Kurverwaltung wurde anschließend das Bad mit seinen Betrieben besichtigt. Dann nahmen die Saarturner als Gäste der Kurverwaltung am Aachm it tagstonzert auf der Terrasse teil. Daran anschließend gab die Turnerschaft in der Turnhalle und im Thnlhfien- hof den Turnbrüdsrn von der Saar ein einfaches Abendessen, wobei Turner von hier und von der Saar in Rede und Gegenrede die sie verknüpfenden Bande des Volkstums und der Turnbrüderlichkeit als unzerreißbar bezeichneten.
Der Abmarsch der Gäste zum Bahnhof wurde zu einer eindrucksvollen Kundgebung der gesamten Bevölkerung und der Kurgäste für die Saarländer. Vor dem Pahnhof, wo sich eine gewaltige Menschenmenge angesammelt hatte, sprach Rektor S t a u b a ch (Bad-Nauheim) herzliche 'b >rte des Abschieds, ein Saarturner dankte für die gastliche Aufnahme. Die Saarturner, die abends 9 Uhr in ihre hiesigen Quartiere zurückkehrten, waren hochbesriedigt von dem Nachmittagsausflug, der ihnen, wie wir aus ihrem Munde hörten, ein unvcigLßliches Erlebnis bleiben wird.
SteuerkaLsnder für August.
9m Monat 21 u g u ft werden folgende Steuern fällig:
•5, August: Lohnsteuer für die Zeit vom 21. bis 31. Juli 1925 einschließlich der für die Zeit vom 1. bis 10. Juli 1925 bzw. 11. bis 20. Juli 1925 einhehaltenen, noch nicht abgelieferten Beträge ohne Rücksicht auf deren Höhe.
6. August: 3. Ziel der vorl. staatl. Sovder- steuer vom bebauten Grundbesitz für Rj. 1925. Der Steuersatz der staatlichen Sondersteuer ist vom 3. Ziele 1925 ab für 100 Rm. Steuerwert von 60 Ps. auf 80 Pf. erhöht worden, so daß vom Zielbetrag für Rj. 1924 ein Drittel mehr zu zahlen ist. Z. B.: Für Rj. 1924 betrug der Zielbetrag 18 Rm., dazu Erhöhung ein Drittel hiervon = 6 Rm., somn sind zu zahlen für 3. bis 6. Ziel je 24 Rm.
10. August: Umsatzsteuervorauszahlung für den Monat Juli 1925.
15. A u g u st: Lohnsteuer für die Zeit vom 1. bis 10. August 1925, sofern der Gesamtbetrag mehr wie 50 Rm. beträgt. Kirchen- unb Kultussteuern der Landwirte unb Gehalts- bzw. Lohnempfänger (Arbeitnehmer) 2. Rate für 1925 auf Grunb ber seinerzeit zugestellten Steuerbescheide. Staats- unb Gemeinbehundefteuer letzte Rate für 1925. Staatliche Grundsteuer 1. unb 2. Ziel 1925, staatliche Gewerbesteuer l.Ziel 1925. Beide Abgaben finb in einem Steuerbescheibe vereinigt, ber soweit noch nicht geschehen, in ben nächsten Tagen zugestellt wirb. Auf bis fälligen Ziele ber staatlichen Grunbsteuer 1925 werben bie bereits für Rj. 1925 geleisteten Zahlungen angerechnet. Der Steuerbescheib für 1924 sowie bie sonstigen Quittungen ber für Rj. 1925 geleisteten Zahlungen auf Grunbsteuer sind bei ber Zahlung vorzulegen. Vorläufige Vermögenssteuer 2. Rate 1925 in Höhe von einem Viertel ber Vermögenssteuerschulb bes Jahres 1924. Es ist bies ber am 15. Mai 1925 fällig gewesene unb bis zum 15. August 1925 ge- ftunbete Zielbetrag.
2 5. August: Lohnsteuer für bie Zeit vom 11. bis 20. August 1925, sofern ber Gesamtbetrag für genannte Zeit ober mit ben für bie Zeit vom 1. bis 10. August 1925 einbehaltenen, noch nicht abgeführten Beträgen zusammen mehr als 50 Rm. beträgt.
Mit Ausnahme ber Lohnsteuer unb ber Slaats- unb Gemeinde-Hundesteuer können bie angeführten Abgaben noch innerhalb ber siebentägigen Schon frist ohne Zuschläge bezahlt werden.
. ** Das Aufwertungsgesetz unb bie Zinszahlung. Das Aufwertungsgesetz enthielt keine Bestimmungen darüber, wann die gemäß § 28 geschuldeten Zinsen zu zahlen finb. Es überläßt diese Frage vielmehr ben zwischen ben Beteiligten getroffenen vertraglichen Abreden. Die Zinsen finb in denselben Zeitabschnitten zu zahlen, wie dies das zwischen ben Beteiligten bestehende Schuldver- hällnis vorsieht. Zinsen, die jedoch bereits vor dem 1. August d. I. fällig geworden sind, brauchen
nicht vor bc-m 1. August entrichtet zu werben (Artikel 111 bes Gesetzes vom 28. Juni 1925, Reichs- aesetzblatt S. 92). Zu zahlen sinb für bas erste Halbjahr 1925 1,2 v. S). , und zwar von dem Aus- mertüng&betrag von 25 v. H. Dieser Aufwertungs- betraa ist auch bann zugrunde zu legen, wenn der Gläubiger mit Rücksicht auf § 10 des Gesetzes glaubt, eine höhere Aufwertung verlangen zu können, oder wenn der Schuldner auf Grund des § 8 eine Herabsetzung der Auswertung beantragt solange nicht die Aufwertungsstelle einen anderen Satz als 25 v. H. festgesetzt hak.
** 3)1 i ft ein sind nach einer Verordnung des Mreisamts Gießen innerhalb 14 Tagen in sämtlichen Feld und Gartengrundstücken und Hof' reiten zu entfernen.
Landkreis Gi ?n.
!*! Lang-Göns, 3. Aug. Am 13. August findet hier ein Ziegenmorkt statt da der Markt in Hungen infolge ber herrschenden Maul- und Klauenseuche nicht abgehalten werden darf. Zum Auftrieb gelangen Tiere der hornlosen Saanen- raffe, die angetört unb in bas Herdbuch eingetragen sind.
Kreis Schotten.
Schotten, 3. Aug. Der hier nsuge-grün- bsie M o t o r r a d k 1 u b , ber neben den einheimischen auch eine Anzahl auswärtiger Mitglieder umfaßt, beabsichtigt, Ende September ein M o t o r r a b r e n n e n zu veranstalten. Das Rennen fuhrt über Nibba, Ranstadt, Selters. Gedern, Schotten und soll in verfd)iebenen Abteilungen gefahren werden.
Alfa. 3 2Iug. Das Gut ..Hauben- mühl" hat sich in der letzten Zeit durch Ankauf vvn Gelände stark vergrößert. Die Ehaussee nach Unter-Schmitten, die seither mitten durch die Oekonpmiegebäude führte, ist jetzt verlegt und umgeht die Gebäulichkeiten. -- Infolge der sich häufenden Regentage wird daS Einbringen der Ernte stark verzögert. Roggen und Gerste sind zum größten Teil in der Schauer, Hafer und Weizen noch im Felde. May. fürchtet, dah ein Anhalten der regnerischen Witterung das a.uf dem Feld liegende Getreide zum Wachsen bringt und damit der Verderbnis entgegenstihrt.
>es?cn-Naffau.
spd. Frankfurt a. M., 3. Aug. Ein geriebener Gauner hat in der Nachbarschaft zahlreiche Personen hereinaelegt. Er kaufte bei Uhrmachern goldene Uhren unb ließ einen tschechischen 5000-Kronen Schein, ben er, wie er behauptete, nirgenbs wechseln konnte, als Pfand zurück. Arn nächsten Tage werbe er wiederkommen unb ben Verkauf fest abschließen. Jper Mann ließ sich aber nirgends wiedersehen. später entdeckte man. bgß der angebliche tschechische Schein ein ungarischer 5000-Kronen-Hchein i in Werte von 25 Reichspfennig war.
Wirtschaft.
Einheikskurfe für deutsche Wertpapiere.
Frankfurt, 3. Aug. (DHD.) Nach einer Bekanntmachung des Börsenvorstandes werben vom Mittwoch, 5. August 1925, ab an ben Abenbbörsen Einheitskurse für deutsche Wertpapiere festgestellt, bie zum Handel mit veränberlichen Kur, sen zugelassen finb.
________________Börsenkurse.____________
.... Börse.
Berlin. 3. 'Aug. Zu Beginn der neuen Woche bröckelte das Kursniveau langsam
Motorenwerke Mannbcim
frankfurter Armaturen . «Mserveniahrtk Braun . .
Schuhsabrt? Hcri . .
6i*f[ HtURo'i Waldhos..... Jyrtec-abrif Frankenthal . gudvrfabnt Waghäusel .
Berliner
Berliner Handelsaeleülchatt. Commerz- und Prlvak-Äant Darmst. und Naiionalbaut .
Deutsche Bank
Deutsche Bereinsbank . . . . Discomo Commandit Mlallban! Mmeldeunche Lretzitdank. • Ocsterrcichische Kreditanstalt. Westbank .......
Bochumer On8 . .....
Buderus........ . .
§nro ............
Deutsch-Luxemburg .....
Gelsenkirchener Äergwerke. . harpener Bergbau.....
Lallwerk Aschersleben. . . . Laliwerk Westeregeln..... Laurcchütte ......
Obeibebart ..........
Phönir Bergbau . Äpeinitabl • . . ........ »hebert Montau TelluS Bergbau. .....
Hamburg-Lmertka Paket. . . Norddeutscher Llovo
Lhergurtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . .
Pbilivv Holzmann......
Auaw-Tom -Guano . . .. Badische Anilin Rheinische Maver Skantn 1 Goldschmidt . ....
Griesheimer Electron . . . I Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung Rutgerswcrte .......
Scher dcanstglt «llc> TlekirtztlätS-Gekellschnft Brrßmann Maürkraltwerk Schlickert . . . . Siemens A ......
MNerwerke Äleyer ...... Dcn-nier Motoren. ..... bcyligenstacdt. . ..... Mognm .
weiter ab. Anregende Momente lagen für den Börsenverkehr so gut wie überhaupt nicht vor, wenn man von der Möglichkeit absieht, dah entsprechend einzelnen Blättermeldungen die Reichsregierung nicht abgeneigt fein soll, auf Drängen des Reichstages eine allgemeine Er Mäßigung der ilmfatjfteuer noch unter l1/, vorzunehmen. Da sich eine solche eventuelle Maßnahme
_________________Datum:
5% Deutsche RetchSanlelh» . *°/o Deutsche Rcichsaüleihe ■
Deutsche Aetcheauioihe 3% Deutsche RcichsaiUeibe . Deutsche Lvarvramienan leihe 4°A> Preußische Lootols . . 4°/o Heuen . . S’/i’/n Hessen........
3% Heften..........
Deutsche Werl'o- Dollar-Anl. dto- Doll.-Schav-Allweisltg..)
Fmuksun a-M-
Berlin
Schlub» fiuts
Siblugii. ilbeoo» oörie
Schluß. Kur»
Schluß MiUa, b5ri,
31- 7.
! 8.
31.7.
3 8
0.23
0.22'25
0.2325
0 23
/ —
—
0,325
0.292.5
0.25 j
0.2,5
0.275
0 255
0,11
0.39
o.».5
0.43
0.13
0.13
0,1325
0.14.5
-7-
0.24
0,2<35
0,2525
—
—
0,296
0,29
0.22
0.22
—
—
0/2-1
0,'22
0.27
0.24
80.75
89.75
91.75
94.3
91.75
:i4
94,35
94,5
6.65
6.6
6.62
| 6,10
—
31.5
—
—
129
128.75
129,13
«5
94.7.'
95
91
115
114
U l 40
114 50
Illi. 25
119
116.5
116
105
105
105,5
105
SO. 5
8>
—
-
95
9.5
ft>
9.5
7.62
7.6
7.75
7.62
0.07
0,07
0,1
0.1
^2.75
—
62
62,5
45,50
»5
46.1
44.25
4V
—
3» 61.75
39
60
60
60.75
51
50
51.7
50,50
99.5
99
99,62
99
121.5
123
12.5
124.7.5
13.»
139
2L13
20.90
4(1
38
39,5
38-5
45
-
43
74.75
70,50
74,75
74,10
59,5
57,75
59
i
72
73
71
71
5.2
—
—
51.5
49.5
>1
50,25
52. L5
51,25
52,25
50,75
70.23
68 75.
—
I
58
57,5
59.25
58,2.5
—
—
91.1
91
122.50
122.13
122
122.25
0,45
—
77 4
71.25
iü
«5
113.25
113.25
113
113.5 114
113,25
113,50
113,75
5.75
5.0
65 5
65,75
66
67
100
97
—
96.13
91,75
96
95.1
—
70.2.5
72
71
62,75
83.75
_ 58
—
57,6.2
56.5
73,25
74.25
<4
74,4
55 5
51
55
55
48
46
48
46,13
37.75.
. 1
—
—
4.3
15
41
42
—
»2.5
60
0.425.
—
—
—
073
0 75
—
—
10.1
100
—
-r—.
71
70
.0,5
69.5
10
36.. x
38
34,25
22.2'
20
22
20
9,55
ft, 30
9.6
9,25
70
66
—
—
70.75
59,75
60,25
fO
aber erst in Monaten auswirieu du'. L . • t angeblich erst für Januar nächst' . - > e > i i
Frage) verharrte die Börse bei ihv?m h ■ 3.13 1 grundsätzlichen Pessimismus. :■ :• ; 7 riif t wurde durch Rachrichten über neu? L 2 b ' ! 0 . öevunaen im Ruhrgebiet uno (-21 £,cl* Reichsbahn. Am Geldmarkt i v:; v'exrf ^uch nach dem Ultimo noch ft ar., ligstches Geld ®^?rbert 10 bis 11 Prvz., Mvno^gr/ ^ nominell W bis 11’ Proz. Einiges Geschäft wickelte sich anfangs nur am K 0 l 0 n i a l - A t en -
V x öwar namsntlich in Südfee-
Phosphat. Es hat den Anschein. a>s wenn zwischen Verwaltung und Opposition eine gewisse lieber* ernstimmung erzielt wurde, denn der Kurs geigte ftcb gegenüber dein Freitags-SchlußÜande bedeu- ^nd befestrgt (45). Rach Festsetzung der ersten Kurse setzte srch an der Börse die rückläufige Bewegung allgemein fort. Die Abjchläae hiel* ten sich jedoch zumeist in engen Grenzen entsprechend dem kleinen Umfange des Geschäftes Vereinzelt traten sogar gewisse Kursbesserungen hervpr. so in d?n Werten des Anilin-Konzerns und am Maschinen- und Metallmarkte, wo sich der Gefchäftsgang letzthin etwas gebessert haben soll Am Devisenmarkt war das Geschäft sehr still, da im internationalen Devisenverkehr der Platze Lvndon heute ausfiel. (England hat am 3. August Feiertag) Es waren keine nennenswerten Veränderungen zu verzeichnen. Die Reichsmark wurde notiert in Amsterdam mit 59,26. in Paris mit 5,002.
Dediftnmarkt Berlin—Fra»kftzrt a. <2R.”' (y>n BMianen Mark auSgsdrürtt. BuenoL-AireS. Landon. Neu- York. Iapaii, Riodr Janeiro für e(ne SinOeik. Wiey anb Vodavcit nrr 100000 Kulhertea. alle« übrige für 100 EinbeKur.t Telegraphische Auszahlung.
30 Jrp "
3 August
Amtlich» Röti xuna
<5>eld Brief
”ßc5”tS?a '
ttmü.Jnyn. Pucn--Aires Brst.-StniW- Cyristiania ■ tzo-rnbagen Lrockbolm - örvinsforS. atalicu . . London■ . Weutjort . . P-iris.... Schweiz . . Svouirn. • Jaran . .. 'Kip de Jan. Wien >n D.- Ceff. abgeft. &»:: Budapest. . öulaarien
Lissabon Danüg . . fionfiAim» ülben. .
168.ti 1.688 19,31
7 ,25 95,93
112,81 10.56?,
15.32 20.374
4,195 19.915
S1.44
60.70 '.727 9.493
59.067
12 427
7.6.5 5.H5 3.025
20,82.5 80.8.5
2.32
6.69
163 86 1693 19,38 77,45
96.17
113. 09 10.605 20?436 4,205
19.Ä55 ->1.^1
60 86 1.731 0.495
59,207
12.467
7.05 5.915 3.045
-'0.87.5
81 0.5
2,33 6.71
168 54 1.689
19 M -0.40
112.78
10 575 1.5 32 20.374
4.195 19,90 M 47
1.727 0 ISS
59 U67
12.427
7.69 j.89 1.03 20 775
80 99 2..>.
6 69
ms.oir 1,693
19.345
76.50
94,87 fö
15.3«
20.42«
4,203
19.94
81.67
60.70 L7bl 1.195
59.207
IS. 467 :,62
-0.8-5
1 10
2,37
671
'Banknoten.
Berlin, 3 August.
tzssld
Brie'
Auicrikantichv Nor« ..... Belgische «o,en ...... .
Dänische 97oien ....... Englische Noten. ....... FiMöstsche Oi'otett ...... öollaubtzche Noten...... rZtalieniiche Noten ...... Norwegische Noten. ...
Deulsch-Lester-r., 5 ioo Sronen Numainiche Noten......
Schwedische Noten ..... Schweiler Noten ..... Spanische Noten.......
Tschechoslowakische «oteu . . Ungarische 'Jloua ...
1.176 19/25
94 61
20.330
19,95
168,03
15.45 -1,11
59,17
112.43
81,65 60.43 13.38
5.83
419,1
19,35
4.01
20,420
30 05
168.8?
1.5,51
6.49
59,47
112.98
82.05
60.73
13.44 a.8?
Srantfurter Abendbörfg.
Frankfurt a. M., 3. Aug. In ber heutigen Abenbbörse war bie Umsatztätigkeit fast belang, los. Die Stimmung behielt ihren lustlosen, zurüch haltenben Charakter bei, unb im allgemeinen neig, ten bie Kurse zum weiteren Nachgeben. Am Man- tanmavlt lagen Phönix um weitere 3 Prozent schwächer. Chemiewerte etwas gehalten, bes- gleichen Bankaktien. Schiffahrtsaktien umsatzlos. Der beutsche Rentenmarkt lag still unb tendierte weiter nach unten. Kriegsanleihen gingen im freien Verkehr zu 0,247} G. unb 0,220 B. um. Die Abenbbörse schloß in schwacher Haltung. — Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihen 0,2224, 4prozent. Schutzgebietsanleihe 4,275. Bankaktien: Commerzbank 94,75, Darmstädter Bank 114, Deutsche Bank 116, Discontogesellschaft 105, Dresdner Bank 100, Miltelbeutsche Crebitbank 95, Oester- reichische Krebitaktien 7,60. Montanaktien: Mans- selber 56, Phönix 70,5, Kali Aschersleben 123. Chemische Aktien: Babische Anilin 122,12, Elber- selber Farben 113,25, Höchster Farben 113,50, Holzverkohlung 5,50. Jnbustrieaktien: AEG. 94,75, Dyckerhoff & Widmann 35, Hammersen 16,50, Holzmann 57,50, Boigt & Häffner 65, Zucker Heilbronn 57.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt g. M., 3. Aug. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, alte Ernte 24 bis 24.50. Roggen, inländ. neue Ernte 21,50 bis 21.75, Hafer, inländ., 20,50 bis 23.50, Mais gelb) 22 bis 22,25, Weizenmehl, inländ. Spezial 0 33,50 bis 39.25, Roggenmehl 30 bis 31,25, Weizen» fleie 11,75 bis 12,10, Roggenkleie 12,50 bis 12,75, Erbsen 27 bis 32, Heu. süddeutsches, guten krochen neuer Ernte 3,50, Weizen- und Roggenstroh 4,50> bis 5, Treber, getrocknet 19 bis 19,50. Tendenz: Feste r.
ZraiUsurrey <$$*.•■
Frankfurt a. M., Auftrieb: 1305 Rinder; darunter 389 Ochsen. 49 Bullen, 867 Färsen und Kühe, 581 Kälber, 115 Schafe, 4574 Schweine. Ochsen, vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 62 bis 68, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 52 bis 60. mäßig genährte junge und gut genährte ältere 42 bis 51. Bullen: vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 55 bis 60, poll- fleischige jüngere 48 bis 54. Färsen und Äübe: vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 60 bis 66, vollfleischige aus* mästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jkabren 52 bis 60, tventg gut entwickelte Färsen 52 bis 59, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 40 bis 50. mäßig genährte Kühe und Färsen 30 ins 38. gering genährte Kühe und Färsen 15 bis 25. Kälber: feinste Mastkälber 78 bis 85, mittlere Wast- und beste Saugkälber 70 bis 76.,geringere Mast* und gute Saugkälber 60 bis 68. Schafe (Weidemastschafe): Mastlämmer und Mast^ hämmel 50 bis 52, geringere Masthämmel und Schafe 40 bis 46. mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 28 bis 33. Schweine: voUfleische von 80 bis 100 Kilo 86 bis 88, voll- fleischige unter 80 Kilo 80 bis 85, voNfleilchigq von 100 bis 120 und 120 bis 150 Kilo 86 bis 88, üettschweine über 150 Kilo, unreine Hauen unö> geschnittene Eber 72 bis 80 Mark für 100 Psd. Lebendgewicht. Marktverkauf: Lebhafter Handel, bei Schweinen äleberstand.


