Ausgabe 
4.2.1925
 
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Hab TtiDK. oleberzLagung Don oer Hnmöglic&feii einer solchen Lösung noch dadurch besonderen Nachdruck, daß er bat, an eine Eröffnung über die etwa tu Aussicht zn nehmenden Bedingungen nicht engntreten.

Der Gedanke, in Preußen eine Regie­rung der Mitte von den Demokraten bis zur Deutschen Vollspartei zu bilden, die mit wechselnder Anlehnung an die Deutsch- nationalen oder die Sozialdemokraten regieren würde, wird von der deutschnationalen Landtags fraktion als eine unmögliche Kombination entschieden abgelehnt, In deutschnationalen Kre,sen verweist man auf den älmstand, daß die Deutschnationalen die st ä r k st e staatsbürgerlich eingestellte Saftton des Land­tages stellen und daher erwarten können, dem­entsprechend in der kommenden Regierung ver­treten zu sein. Jede Regierung, an der sie nicht beteiligt seien, würden die Deutschnationalen da­her rücksichtslos bekämpfen.

Die Finanzreform.

Berlin, 4. Febr. Heute Mittwoch beginnen Im Reichsfinanzministerium die großen Finanzbe- ratungen der Ressortminister, die von entscheiden­der Bedeutung für die finanzielle Zukunft Deutsch­lands sein werden. Die schon früher unter der Ministerschaft Luthers ausgearbeiteten Entwürfe, die sein Rachfolgcr von Schließen ohne Aen- derungen übernommen hat, sollen den Finanz- ministern der Länder unterbreitet werden. Das ganze deutsche Fin nzsystem soll nach den Plänen des Reichsfinanzministeriums oer Trag­fähigkeit der deutschen Wirtschaft an» gepaßt werden, wobei der Grundgedanke vor­herrscht, die ganze Steuererhebung möglichst zu vereinfachen, eine gerechte Bertei- lung der Steuerlasten zu sichern und unren­table Steuern als unnützen Ballast über Bord zu werfen.

Uebergabe desSchluhberichts der Kontroll-Kommission.

Paris, 4. Seit. (Z.S1)Echo 6c Paris» erfährt aus Berlin, daß General Walch und der Vorsitzende der britischen Militärkontroll- kvrmnission am 14. Februar der Dotfchaster- konferenz den Schlußbericht der Kontrollkom­mission persönlich unterbreiten würden. Zwischen den Vertretern der alliierten Mächte bestehe volle- Einvernehmen. Der Schlußbericht enthalte eine vernichtende Anklage (!) gegen Deutschland; die Kontrollkommission erbringe den Nachweis, daß die deutsche Militär­behörde alle Kontrollbesuche s h st e m a t i s ch sabotiert und dadurch die w i rks a m e Durchführung derGeneralinspektion verhindert hätten.

Lin Zranzose, der nichts gesehen hat.

Paris, 3. Febr. (LU.) Die .Illustration­hat Ludovio R a u d e a u nach Berlin geschickt, um die Verhältnisse zu studieren und den Fran­zosen zu erzählen, was er in Deutsch- land gesehen hat. Sein erster Artikel ver­dient in jeder Hinsicht ernsthafte Beachtung. Sein Verfasser ist nicht ein beliebiger Journalist. Seit seinen ersten Berichten aus dem russisch- japanischen Kriege hat er mit seinen Schilde­rungen Bulgariens und anderer Länder kultu­rellen Werten die Aufmerksamkeit auf sich ge­lenkt. Der Journalist schreibt, er habe nach der Bestätigung der Pariser Meldungen über die deutschen Rüstungen gesucht. Er er­wartete in den Straßen bewaffnete Män­ner zu sehen. Er hoffte, drohende Verschwö­rungen zu entdecken Er wollte die verdäch- jkgen Turnvereine entlarven, von denen in tzen französischen Zeitungen soviel erzählt würde, finit er findet nichts. Däne eigenen Worte seien hierhergesetzt:

Vergebens habe ich tagelang aufgepaßt, vergebens Vorstöße ßach allen möglichen Rich­tungen hin gemacht, vergebens Persönlichkeiten, die informiert sein mußten, gebeten, mir etwas Verdächtiges zu zeigen. Meine Pflicht ist es, zu erklären, daß ich nichts, absolut nichts bemerkt habe, ein Nichts, das man gar nicht anders be­zeichnen kann als mit dem Worte Nichts!"

Aus der französischen Kammer.

Die Sozialisten zur Räumungsfrage.

Paris, 3. Febr. (WTD.) In der Nach- mittagssihung der Kammer wird die Beratung über Artikel 9 des Budgets für auswärtige An­gelegenheiten fortgesetzt.

Abg. Blum (Svz.): Der Ministerpräsident hat in seiner letzten Reoe von der Sicherheitsfrage gesprochen. Wir sind der Ansicht, daß sie mehr von moralischen als von materiellen Grün­den abhängt. Hat man nicht von gewisser Seite erklärt, die Desatzungssristen auf dem linken Rheinufer habennvchnichtbegvnnen!

Abg. Marin: Das ist die These, di« Herrivt in der Kammer und im Senat ver­treten hat.

Abg. Franklin-Bouillon: älnd das ist die These, die Ramsey Macdonald vertre­ten hat!

Abg. Blum widerspricht und erklärt, die Regierung Herriots ist der Ansicht, daß der Tag der Desahungsfrist der 10. Januar ist, und daß die Kölner Zone deshalb nicht geräumt wurde, weil gewisse Bedingungen des Versailler Ver­trages nicht erfüllt worden sind.

Der frühere Kriegsminister Maginot er­klärt: Der Ministerpräsident hat vor einigen Ta­gen vor der Kammer erklärt, daß unfere An­wesenheit am Rhein die letzte Sicherheits­bedingung ist. Wir können also Ihren Stand­punkt nicht anerkennen!

Minis:.-.Präsident Herrivt unterbricht und erklärt, man möge doch feine Rede nicht un­genau auslegen, die er am Tage, nachdem er sie gehalten hab.' interpretiert habe, die zu keinem Mißverständnis Anlaß gebe.

Abg. Blum: Man kann doch nicht den Standpunkt vertreten, daß die Besetzung des lin­ken Rheinufers bis ins älnendliche dauern wird.

Herrivt ruft laut:Nein, nein, nein- Ich habe das tausendmal gesagt!"

Abg. Blum: Die wahre Bedingung für die internationale Sicherheit sehe er in Bemühungen, wie man sie in Genf unternommen habe und

die zur Abfassung des Protokolls geführt hät­ten. Frankreich, das das stärk st e Heer Eu­ropas habe, stehe mit seinen Alliierten einem Deutschland gegenüber, das trotz ernster Tat­sachen, die er anerkennen wolle, ein ent­waffnetes Volk fei.

Der griechisch-türkische KonfT.ft Die Türkei lehnt die Völkerbunds- vermittlunq ab.

Paris, 4. Febr. (WTB Funkspruch.) Der türkische Botschafter in Paris, Djewad Dey, hat das Angebot, die Angelegenheit der Aus­weisung des griechischen Patriarchen dem Völ­kerbundsrat xu überweisen, abgelehnt; die türkischen Behörden seien der Ansicht, in dollem Rechte und im Einvernehmen mit der Austaufchkommiss-on gehandelt zu haben. Wenn ein Krieg drohe, so sei dies einzig und allein die Schuld Griechenlands: man spreche von einer griechischen Mobilisation und der Chef des griechischen Generalstabes verhandele mit seiner Regierung. Auch die griechsche Presse betreibe eine bedauerliche Hetze, während man in der ganzen Türkei, besonders auch in Atgora, vollständige Ruhe feststellen könne.

Italien und der griechisch­türkische Konflikt.

Rom, 4. Febr. (TU.) Die Spannung zwi­schen Griechenland und der Türkei wegen der Ausweisung des Patriarchen aus Kon­stantinopel wird in italienischen Regierungskreisen sehr ernst aufgenommen. Die italienische Re­gierung bemüht sich, durch einen gemein­samen Schritt mit Frankreich und England dem Konflikt die Schärfe zu nehmen. In eingeweihten Kreisen erwartete man schon lange ernsthafte Verwicklungen durch die aus­gesprochen antitürkische politische Tätigkeit des Patriarchen. Man erblickt in dem russisch­japanischen Abkommen einen Gegenzug zu der französisch-englischen Ver- ständigung in Aegypten, Syrien und dem übrigen Orient und glaubt, daß die Türkei ntcht hätte Griechenland brüskieren können, wenn nicht zwischen Angora und Moskau eine weitgehende Verständigung vorläge, die einem griechisch-türkischen Konflikt eine weit größere Ausdehnung geben würde.

Der deutsch-amerikanische Handelsvertrag.

Washington. 4. Febr. (WTD. Funk-- M Der Handelsvertrag mit Deutschland ist ufter für die Abmachungen mit anderen Mächten gedacht. Er untersagt jedem Lande, in den Zollabgaben oder Cisenbahnraten einen Ülnterschied zugunsten von Gütern zu machen, die von der eigenen Schiffahrt be­fördert worden sind. Zahlreiche Senatoren haben gegen diese Bestimmung Bedenken er­hoben. weil sie der Regierung die Möglichkeit der äknterstützung der amerikanischen Handelsmarine nehmen würde. Senator D o r a h wurde beauftragt, sobald wie möglich die Vorbehalte zu dem Vertrag zu Papier zu bringen. Außerdem wurde ein Antrag angenom­men, wonach der Vertrag nicht so ausgelegt werden kann, daß er irgendwie die bestehenden Bestimmungen berührt, sei es hinsichtlich der Einwanderung von Fremden, fei es hinsichtlich des Rechtes jedes Landes, solche Be­stimmungen zu erlassen. Es wurde erklärt, daß dieser Vorbehalt notwendig geworden sei infolge des Inkrafttretens des Gesetzes über die dauernde Herabsetzung der Cinwan- derungsquoten seit Abschluß des Ver­trages im Jahve 1923.

Die britische Flottenrüftung.

London, 4. Febr. (WTD. Funkspruch.) Daily News" zufolge fordert die Admiralität für das Finanzjahr 1925/26 außer den be­reits gemeldeten 8 Kreuzern von je 10 000 To. noch 3 äl-Dvvte, 1 Flugzeug-Mutterschiff, 1 Mi­nenleger, 1 Depotschiff für Zerstörer, 1 Depot- schiff für U-Doote, sowie 1 Spezialschiff für Llebersee-Depots.

Japanische Parlamenlsfitten.

Tokio, 4. Febr. (TU.) Dm japanischen Par­lament kam es gestern zu großen Tumulten, als ein Abgeordneter trotz wiederholter Auf­forderung des Präsidenten die Tribüne nicht räu­men wollte. Eine Reihe von Abgeordneten stürzte sich auf den Redner und schlug so lange auf ihn ein, bis er besinnungslos zusammen- brach.

Aus aller Welt.

Eduard von Gebhardt f.

Der Kunstmaler Professor Dr. Eduard von Gebhardt ist Dienstag mittag nach nur ein­tägigem Krankenlager im Alter von 84 Jahren gestorben.

In seinem Düsseldorfer Heim ist ein Mann dahingegangen, der in der älteren Gen erat iont einen guten Namen hatte Eduard von Geb­hardt, der Historienmaler, Mitglied der Aka­demien München, Wien, Dresden, Drüssel, Ant­werpen undBerlin. Er wurde 1838 in einer Pforre in Estland geboren, ging mit siebzehn Jahren nach Petersburg und besuchte hier die Akademie: nach einem kurzen Karlsruher Aufent­halt machte er Station in Düsseldorf zu den Füßen Wilhelm Sohns, der fein Führer werden sollte. Nach einer Studienreise durch Deutsch­land. die Niederlande, Frankreich und Italien wurde er 1873 Professor der Akademie in Düssel­dorf. Die Nationalgalerie Derlin kaufte 1881 seine Himmelfahrt Christi": die Düsseldorfer Friedens­kirche schmückte er mit reichen Fresken, die wohl sein bestes und größtes Werk darstellen. Er nahm sein Werk aus der Kirche und neugestaltet schenkte er es ihr zurück.

Großfeuer in Hamburg.

Hamburg, 4. Febr. (WTD. Funkspruch.) Gin Riesenfeuer, das enorme Werte zerstörte, hat gestern abend die Altonaer Futtermittel- fabrik von Hamelmann heimgefucht. Das Feuer entstand aus bisher unbekannter Ursache in der Häckselschneiderei der Strohpresse. Die mit allen verfügbaren Mannschaften erschienene Feuerwehr stand einem Flammenmeer gegenüber.

Zur Bekämpfung der immer neu auftauchenden Brandherde waren 20 Rohrleitungen angksetzt. Mit großem Getöse stürzte in kurzen Zwischen­räumen das Fachwerk der Häckselwerke zu­sammen, 20 Meter hohe Feuergarben zum weit­hin geröteten Himmel entsendend. Eine kolossale Menschenmenge umsäumte die von der Schutz­polizei abgesperrte Brandstätte. Erst in den späten Abendstunden konnten die ersten Auf­räumungsarbeiten in Angriff genommen werden.

Um den Nobel Preis.

Wie der diplomatische Korrespondent des Observer" schreibt, hat die norwegische Frie- densgesellschast empfohlen, den Nobel-Preis denjenigen Personen zu geben, die den größten Anteil an der Schaffung des Genfer Proto­kolls haben. Wenn dieser Empfehlung Folge geleistet werden sollte, so wird es, wie das Blatt schreibt, eine höchst aufregende und wenig friedfertige Kontroverse geben. Ilm den Preis würden folgende Personen konkurrier n: Ramsey Macdonald, Dr. Benesch. Lord Par- moor, Henderson und Gilbcwt Murray.

Flugzeugunfall.

Dienstag vormittag kam während eines Prü- fungsfluges das von dem Flugschüler Freiherrn von Willisen geführt« Flugzeug der Flieger­schule Staaken in einer Höhe von 200 Metern über der Luftschiffhalle durch Böen ins Tru­deln und brach durch das Dach der Halle. Fünf in der Halle beschäftigte Arbeiter wurden verletzt, davon zwei schwer. Der Flug­schüler erlitt einen Schädelbruch und war s o - fort tot Das älnglück ist auf mangelhafte Füh­rung des Flugzeuges zurückzuführen.

Mit 160 Personen gesunken.

Das französische Marineministerium gibt amtlich bekannt, daß der französische Küsten­dampferS a i g o n", der regelmäßig zwischen der indischen und chinesischen Küste verkehrt, m i t 160 Personen an Bord untergegangen ist. Der Dampfer war am 3. Dezember aus Quinchen nach Tourano aufgebrochen, das er nie erreichte. Die Nachforschungen fran­zösischer Kriegsschiffe sind ergebnislos ge­blieben.

Betrügerische Abgeordnete.

Der sozialdemokratische Abgeord­nete des mecklenburgisch-strelitzischen Landtages, Pressent in, seines Zeichens Forstarbeiter, Vorsitzender der Landeskrankenkasse, hat die lLvhngelder für seine Kollegen, die er bei der Forstkasse in Fürstenberg ab hob, nicht aus­gezahlt und ist mit dem Gelde verschwunden. Man vermutet, daß er sich nach Hamburg ge­wandt hat. Die polizeilichen Ermittelungen wer­den fortgesetzt. Erst kürzlich hatte Pressentin gegen die späte Auszahlung der Gelder an die Forst­arbeiter Beschwerde im Landtage erhoben.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 4. Februar 1925.

Sietoer quder Zeidungsonkel.

Am Sunndag nachmiddag hot mei babba zu mir unn meiner mobbet gesachb, machd euch emol ze rächb, mer mache emol en schbaziergang. Alleweil geh ich, des Kallche, doch in die konn- sirmandeschdunn unn sitz genügt in der schdubb unn do hobb ich dann gedachd, mer dähde ehend emol enaus in die frei nadur geh unn uns goddes erbe außerhalb fon gäiße bedcvchde. Ototoer mei vadder Hots annersch fier gehobd.Mer wolle unß emol gäiße begucke, Hot er gefogb, mer mache heud emol dorch alle gaße." No unn deh hawwe mer dann aach gedahn. Mei mobbet Hot sich inn de vadder ingehengeld unn netoig meim vadder hergedtambeld unn so howwe fe alle annere schbaziergänger. die woh. aach dorch die gaße gegangen sei, e schee bild fon unserer zohelsgätzet emigfeib gebodde. Aich sei schee netoig Hergänge unn hob zugeguckd, toäi alle annere hibsch fom brobbetoar erunner gemißd hatotoe, woh doch mei vadder unn mei mobber druff gange sinn, weil fe schond so lang häi ern gäiße ir schdeuern bezahle duhn. Ze irschd sei mer emol an be bahnhof gange unn howwe dord ototoe so e halbschdund lang zugegickd, toäi däi fiele stemme in unßet läib gäiße eninn gemach d sinn. Eh wor grob en zuch fon sicher gefomme; di hadde atotoer, toäi mei vadder gefagb Hot, net so fiel gelb mit- gebrachd, oms häi ze ferletoe, toäi däi grimberger. Dai hädde fom gallmarkd her c leichdfinnig aber in sich, Hot mei vadder ferzählt. Siehsde, modder, Hot er aach gefagb, fon bene mache etzend bi ane ins kino, di andere ins Deader, die andere ins kaffe oder zu ere Damekabell. unn mit mache etzemol noch en ranb dorch di schdadd. Do hatowc mer dann ze erschd konschdadierd, daß deh neuje schwarze faffS am bahnhof bahld serdich. For mei begriffe hätts greeßer gemachd toerrn öirfe for die dorschdige kaffeseele. ototoer ich hoff', dade- fier werden bann aach die botzione c bißche greeßer.Godd fei dank, die kaßdannjebäum howwe fe net umgeljaage, sagt aich." .Doß ge= heerd sich aach gans unn gor net, Hot mei vadder gefagb, e aschdänniger mensch häägd ugezwunge kahn letoendige baam nut um. zemol gäiße doch e gardeschdadd."Di adle judde hadde fchond deh bäumumschlage ferbodde, hawwe mer in der konfirmandefchdunn gelernd.toohtoannfe, doß heißd die bäum, genießbare frichde brage duhn dähde." ilnn bann hob ich meim vadder gefagb: gäiße doch c gardeschdadd. In unserer näh beim zotzels- gäßche deh garbf elb unb dann hawwe mer aach noch e gardeschdrah unn am aller» fcheensde deh deuwelslusdgärdche. Doß geheerd itowethaubd unn so unner denkmals- schudz. So woh Hot fei anner schdadd im ganse deudsche reich net uffzeweise, e Deuwels lusd- gärdche. Wenn uff deh blätzche aner c häußche odder woh ähnliches baue toolld, den frag der deutoel selwer am schlaffiddche unn dähd cn in der Höll zem awendesse brotc. Midde in der schdadd unn netoig dem säldetswägk lichd mrßet schennsd gäiher gätdche. Warhambel, eh wär net ze glaatoe, toäi gäiße ohne deh deuwels lusd- gätdche beschdehe kennd. ilnn erscht ohne di fier schoorn. Ich fein ja iroch e bub. ototoer e scheenerer sonndogsnachmiddagsauhgehschbaziergang, so als toäi omm däi fier schoorn erimm, gibds net Wann aich der ototoerbtrgermeifber wär, dann dähd ich nix annersch als toäi bäum blanze un dähd mer so ctzliche letoendige Denkmäler sehe. Di bleichsckdroß atotoer unn bi luddwigfchdroh unn di schdeffans- schdroh, woß kennde di so schee fei, wann fe aach e por bäumcher hädde unn wann fe net so serchder- lich leer toärn, unn so gehds noch mit ctzliche annere schdrohe, sonn der tounnerschee gerobene bruchschdroh iwtoerhaubd nett ze rebbe, die

tn unher gardeschdadd naach meim dumme äutoe« serschdand nett basse duhn um so bahld als meeg. lich noch beblanzd teeren mihde. Woh bei bei neuzeidlich ftmf meter 40 jenbimeber breid on- gelegbe bruchschdroh nadietlich net meeglich. Ototoer es bärfb tn gans gäihe faa fleckelche getotoe, fon woh mer auh net mindesdens an anzige bäum sehe könnd. Eh bräuchde jo groab fei muschkadnuhbäum ze fei, wo mer uf bi neuje schdrohe ablanze solid, schlieslich dähde's aach noch rotdörnercher, woh be vegrlchet aach noch nefdercher eninn baue könnde. Ototoer ctzend toerd's Widder haahe: faa gelb net da odder eh am urechde blatz. Ck muß noch for mehr grienes ern gäiße gesorchd toetrn. Eh mächd unß ja kan annere schdadd unher gardetoese noach, atotoer mer bräuchd deh griene aach net grcab ztoischig de blasderschdei groß ze ziehe, daß mer unher zohelsgäher geife druff weide lolle kennd unn in be v.'tgätde k nnd aach mehr gedahn toerrn. An unhere fier schoorn solid e sich emol bi, wo's agehd, e mufber nemme. Aach etzend, woh der ahld balßer net mehr do, werd in be alage e muhderhafd orbnurtg gehahle. Do Hot mei vadder gesagt:Wo's doch bi butoe alßemol sich heub ze bag um fache fimmem, woh doch der schdadd ir fache sei solide. Aich sein aach dafiet, doß mer beficr sorgd, doß gäihe c gardeschdabb bleibd. kallche. De toeihd doch, daß ich fereinsdienet beim ferfchecnerungsfetein sei, unn bo willlfch doß, woß de ätoig gefagb hosd, emol for der nächsd vot- schdandssitzung onferm bräfenbent fege. Fon kam anrtern net nimmt er ni nix an. Wann bi Huche alh net ir fereins- unn sonsbige annere Dienen bäbbe aich muß aach immergehorschamsbet diener" sage, bann toärn fe als net so weit asfanziert. Kallche, deh ferschdehsd be erschd, wenn bc greeßer bihd unn du de werb fon eme diener, besser kenne lerne duhsd. Die Diene» hawwe's inn sich." Vadder hob ich gefogb, mer misse Ham. Etsch dens muh ich noch meim Hetoe zeidungsonkel ebbes von dem, wos mer geschwätzt howwe, schreitoe, derm doderzu fontm ich doch etzend kaam noch, weil for bi konfermandeschdunn gelernd toern muh, sonhd toerrn ich net kon- fetmietd. Htm zweidens gehsde jetzt doch noch mit der mobber irchendwvhin unn guck dich emol umm. wäi's mit cre gube lehrschdell aussiehbk Liewer gudet zeidungsonkel toeihd du nix for mich? Wärsch net fielleichd doch ebbes mit schrifd- schbehlern? Bei der obrografie kennd mer jo der Herr setzerleerling helfe. Biß Osdetn werd etzend itowethaubd nix mehr fon mer geschriwwe fon Wege der konfermandeschdunn. Wer weis, woß auh beim kallche werd. Alßo biß schbäder. Atotoer gäiße muh gardeschdadd bleiwe, dadefoot sorgd fchond mei vadder. Leb Wohl; es griehd Dich

Dei kallche auh bet zohelsgah

Bornotizen.

Tageskalenber für Mittwoch. Matthäusfaal: 8 älhr Evangelisatioirs-Dottag. -- Gesellschaftsverein: Ball. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Nibelungen".

Aus dem Stadttheaterbureau wirb uns geschrieben: Auf die erste Wiederholung der OperetteDer Dettelstudent" am morgigen Donnerstag sei ganz befonbere hingetoiesen, da bei dem Heineren Donnerstag-Abonnement be­sonders günstige Aussichten bestehen, noch gute Plätze zu erhalten. Die Erstaufführung des Merkes in dieser Spielzeit hatte bekanntlich ein ausverkauftes Haus erzielt, bas der flotten Dar­stellung mit den Frankfurter Gästen jubelnden Beifall bereitete.

Hebet das Vorkommen des Aluminiums in der Natur wird Prof. Dr. H a r r a s s o w i h am morgigen Donnerstag, abeirds 81/2 älhr, im Hörsaal des Physikalischen Instituts (Oberbeff. Ges. f. Natur- u. Heilkunde) einen Lichtbildervortrag balten. In steigendem Maße ist Aluminium in der Neuzeit in Verwen­dung gekommen, man denke nur an die Zeppeline, und stellt das einzige Material bar, das aus deutschen Rohstoffen vollständig hergestellt wer­den kann. Der Vortrag wirb einen vollständigen Hebtrblid über die Entstehung der Aluminium- lagerftätten und ihre Bedeutung für Deutschland geben. (Dgl. Anzeige in der Montag-Ausgabes

Wettervoraussage.

Etwas kälter, sonst wenig Aenberung der herrschenden Witterung.

Im Raum zwischen Island und dem Balti­kum ziehen Teil-Wirbel west-ostwärts, deren süd­liche Ausläufer unser Gebiet berühren und die leicht veränderliche Witterung verursachen. Im Wesentlichen hält die Zufuhr westlicher Luft noch an.

Gemeindewahlen. Das Jahr 1925 steht im Zeichen der Gemeindewahlen, vorausgesetzt, daß nicht auch noch Landtags- vder Reichstagswahlen wieder notwendig wer­den. Mit dem Kalendertage ihrer Verpflichtung läuft die Amtsperivde aller auf Grund der neuen ßanbgcmembeorbnung 1919 gewählten Bürgermeister und Beigeordneten ab. In der Zwischenzeit Gewählte verbleiben bis zum Ab­lauf ihrer sechsjährigen Wahlperiode im Amte. Auch die Neuwahl der Mitglieder des Gemeindc- rats, der von 3 zu 3 Jahren zu wählen ist, muh in diesem Jahre ftattftnbcn. Sämtliche lo­kalen Wahlen liegen im Herbst des Jahres.

Personalien. Ernannt wurden der Vortragende Rat bei der Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung des Ministeriums der Finanzen Oberforstrat Karl Hesse zu Darm­stadt zum Ministerialrat bei der vorerwähnten Abteilung, der Oberforstrat Dr. Karl äl r st a d t unter Belassung seiner Amtsbezeichnung zum Vortragenden Rat bei dem Ministerium der Fi­nanzen, Abteilung für Forst- und Kameralver- Wallung, der Forstmeister des Forstamts Lörzen­bach, Forstrat Dr. Jakob W e b e r zu Lörzenbach, zum Dortragenden Rat in der Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung mit der Amts­bezeichnung Oberforstrat, sämtlich mit Wirkung vom 1. Februar an. Aus dem Staatsdienst entlassen wurde am 29. Januar der ordentliche Professor an der evangelisch-theologischen Fakul­tät der Landesuniversllät Gießen D. Karl Lud­wig Schmidt auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April an.

* Karneval 1925. Dom Polizeiamt wird uns geschrieben: Nach einer Verordnung dos Hessischen Ministeriums des Innern ist in diesem Jahre nur das karnevalistische Treiben auf bet Straße verboten. Dazu gehört jede Maske­rade und jedes karnevalistischz Treiben, toic bei­spielsweise auch das Werfen von Konfetti uni) Luftschlangen auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen oder an anderen öffentlicheir Orten. Dagegen unterliegen alle karnevalistischen Ver­anstaltungen. die tn Lokalen abgeMto v«

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